Erfahrungsbericht von heisswiekalt
access - professionelle Vermittlung von Absolventen
Pro:
Gute Kontaktmöglichkeiten Sehr gute Organisation
Kontra:
Essen und Getränke sollten den ganzen Tag über angeboten werden
Empfehlung:
Nein
Da ich mit meinem Studium bald fertig bin, möchte ich mich hier mal zum Thema "online-Jobvermittlung" melden. Leider unter der Kategorie a, da access noch nicht aufgeführt ist.
Ich war vor ca. 4 Wochen 3 Tage lang bei einem Workshop, der sich Insurance Management nannte und bei der 120 Teilnehmer und knapp 10 Unternehmen sich präsentierten. Doch erst einmal ein paar allgemeine Worte über den Veranstalter.
Die access AG ist einer der führenden Recruiting-Dienstleister in Deutschland und Europa. Mit dem Anspruch "we care for careers" spezialisiert sich das Kölner Unternehmen, das 1991 gegründet wurde, auf die Vermittlung von Hochschulabsolventen und Young Professionals. (Selbstbeschreibung unter www.access.de)
Das Konzept von access stellt die individuelle und langfristige Betreuung seiner Kandidaten in den Mittelpunkt: vom Praktikum über den Berufseinstieg bis hin zum ersten Jobwechsel. Einen Schwerpunkt der umfangreichen Aktivitäten bilden die 70 Recruiting-Workshops, die access jährlich durchführt. Auf diesen Veranstaltungen können sich Absolventen und Young Professionals (das sind Akademiker mit 2-5 Jahren Berufserfahrung) mit Vertretern von Top-Unternehmen aus Deutschland und Europa austauschen.
access bietet zahlreiche Workshops an, die sämtliche Branchen und Themengebiete abdecken. Diese laufen meist nach folgendem Prozedere ab:
Am ersten Tag lernt man gemeinsam mit den anderen Teilnehmern die Unternehmen kennen: bei ausführlichen Präsentationen, Plenarvorträgen zu aktuellen Themen und natürlich bei individuellen Gesprächen in lockerer Atmosphäre. Abends trinkt man dann noch gemütlich das eine oder andere Bierchen und bereitet sich auf den nächsten Tag vor. Bei meinem Workshop ist insbesondere der erste Abend etwas ausgeartet: KPMG (Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung) hatte zur Happy-hour an der Hotelbar geladen, worauf sich die Studis ziemlich schnell betrunken haben. Dies ergab eine recht nette und unverbindliche Atmosphäre, zumal die Firmenvertreter teilweise auch sehr locker waren.
Am zweiten Tag stehen die Fallstudien aus der beruflichen Praxis an. Betreut von Fachkräften aus den jeweiligen Abteilungen finden die einzelnen Teams Lösungen, die überzeugen. Dabei wird nicht nur nach Fachwissen, sondern auch nach den richtigen "social skills" gesucht, nach neuen Ideen und Persönlichkeiten, die die Unternehmen weiter bringen. Ich habe zwei Fallstudien gemacht, wobei ich bei der ersten etwas überfordert war: der theoretische Hintergrund zur unterschiedlichen Bilanzbewertung nach IAS und HGB war mir einfach nicht bekannt. Die zweite war von Mummert & Partner, bei der man eine Unternehmensstrategie entwickeln sollte, das war spannend und von der Aufgabenstellung sehr gut konzipiert.
Auf der Firmenmesse am Abend kann man Gespräche vertiefen oder die Unternehmen kennen lernen, bei denen man keine Fallstudie hatte. Da die anwesenden Versicherungsunternehmen aber zur Zeit kaum Leute einstellen, konnte man sich diesen event sparen.
Der dritte Tag ist reserviert für intensive Gespräche mit den für mich interessantesten Unternehmen. In Einzelinterviews mit den Firmenvertretern werden die Eindrücke aus den Fallstudien besprochen und ganz konkrete Einstellungsgespräche und Vertragsverhandlungen geführt. Dieser Tag ist natürlich der wichtigste. Hat man ein Unternehmen gefunden, das zu einem passt, so sollte man hier einen abschließenden guten Eindruck hinterlassen und wenn möglich, gleich weitere Termine vereinbaren. Hier habe ich meine Bewerbungsunterlagen hinterlassen und warte jetzt auf die zweite Runde der Vorstellungsgespräche.
Neben den Workshops werden aber auch direkte Stellen vermittelt.Ich hatte dadurch schon die Möglichkeit, Vorstellungsgespräche zu führen. Da die Bewerbungsrituale sehr exakt sind, war ich mit den (mir angebotenen) Positionen sehr zufrieden. Durch den genauen Abgleich zwischen Anforderungsprofil und Bewerberprofil, lag access bei mir niemals verkehrt.
Prinzipielles Vorgehen:
Jeder Bewerber gibt eine individuelle Bewerbungsmappe ab, deren Layout und Inhalt von access größtenteils vorgeschrieben wird. Da ich mich dort komplett "unterbringen" konnte, bin ich mit diesem Profil auch sehr zufrieden.
access gleicht dann die jeweiligen Profile mit den Unternehmen ab. wenn dies übereinstimmt, bekommt man eine Nachricht und muß dem eigenen Profil nur noch ein individuelles Anschreiben hinzufügen.
Gleiches gilt für die Bewerbung um Workshops, wobei hier nicht ein Anschreiben von Nöten ist, sondern drei Fragen beantwortet werden müssen, die meist um die Begründung der gewählten Workshops/ Unternehmen gehen.
Da ich mich noch nicht habe vermitteln lassen, kann ich die Erfolgsquote nicht beurteilen. Was ich aber beurteilen kann, ist die Betreuung/Service seitens access; der ist hervorragend und stets seriös.
Die Kosten sind bei den Workshops begrenzt. Übernachtungen und Essen in dem Hotel werden von access übernommen, es fallen lediglich 50EUR für die Anmeldung an. Die Getränke und die Fahrtkosten muß man selber bezahlen.
Ich war mit der Veranstaltung des Workshops recht zufrieden, die Unternehmensvertreten waren teilweise hochkarätig, d.h. in der jeweiligen Unternehmenshierarchie recht weit oben. Das wirtschaftliche Umfeld wurde mir aber recht deutlich vor Augen geführt: es ist nicht mehr so einfach, einen richtig guten Job auf Anhieb zu finden.
Ich war vor ca. 4 Wochen 3 Tage lang bei einem Workshop, der sich Insurance Management nannte und bei der 120 Teilnehmer und knapp 10 Unternehmen sich präsentierten. Doch erst einmal ein paar allgemeine Worte über den Veranstalter.
Die access AG ist einer der führenden Recruiting-Dienstleister in Deutschland und Europa. Mit dem Anspruch "we care for careers" spezialisiert sich das Kölner Unternehmen, das 1991 gegründet wurde, auf die Vermittlung von Hochschulabsolventen und Young Professionals. (Selbstbeschreibung unter www.access.de)
Das Konzept von access stellt die individuelle und langfristige Betreuung seiner Kandidaten in den Mittelpunkt: vom Praktikum über den Berufseinstieg bis hin zum ersten Jobwechsel. Einen Schwerpunkt der umfangreichen Aktivitäten bilden die 70 Recruiting-Workshops, die access jährlich durchführt. Auf diesen Veranstaltungen können sich Absolventen und Young Professionals (das sind Akademiker mit 2-5 Jahren Berufserfahrung) mit Vertretern von Top-Unternehmen aus Deutschland und Europa austauschen.
access bietet zahlreiche Workshops an, die sämtliche Branchen und Themengebiete abdecken. Diese laufen meist nach folgendem Prozedere ab:
Am ersten Tag lernt man gemeinsam mit den anderen Teilnehmern die Unternehmen kennen: bei ausführlichen Präsentationen, Plenarvorträgen zu aktuellen Themen und natürlich bei individuellen Gesprächen in lockerer Atmosphäre. Abends trinkt man dann noch gemütlich das eine oder andere Bierchen und bereitet sich auf den nächsten Tag vor. Bei meinem Workshop ist insbesondere der erste Abend etwas ausgeartet: KPMG (Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung) hatte zur Happy-hour an der Hotelbar geladen, worauf sich die Studis ziemlich schnell betrunken haben. Dies ergab eine recht nette und unverbindliche Atmosphäre, zumal die Firmenvertreter teilweise auch sehr locker waren.
Am zweiten Tag stehen die Fallstudien aus der beruflichen Praxis an. Betreut von Fachkräften aus den jeweiligen Abteilungen finden die einzelnen Teams Lösungen, die überzeugen. Dabei wird nicht nur nach Fachwissen, sondern auch nach den richtigen "social skills" gesucht, nach neuen Ideen und Persönlichkeiten, die die Unternehmen weiter bringen. Ich habe zwei Fallstudien gemacht, wobei ich bei der ersten etwas überfordert war: der theoretische Hintergrund zur unterschiedlichen Bilanzbewertung nach IAS und HGB war mir einfach nicht bekannt. Die zweite war von Mummert & Partner, bei der man eine Unternehmensstrategie entwickeln sollte, das war spannend und von der Aufgabenstellung sehr gut konzipiert.
Auf der Firmenmesse am Abend kann man Gespräche vertiefen oder die Unternehmen kennen lernen, bei denen man keine Fallstudie hatte. Da die anwesenden Versicherungsunternehmen aber zur Zeit kaum Leute einstellen, konnte man sich diesen event sparen.
Der dritte Tag ist reserviert für intensive Gespräche mit den für mich interessantesten Unternehmen. In Einzelinterviews mit den Firmenvertretern werden die Eindrücke aus den Fallstudien besprochen und ganz konkrete Einstellungsgespräche und Vertragsverhandlungen geführt. Dieser Tag ist natürlich der wichtigste. Hat man ein Unternehmen gefunden, das zu einem passt, so sollte man hier einen abschließenden guten Eindruck hinterlassen und wenn möglich, gleich weitere Termine vereinbaren. Hier habe ich meine Bewerbungsunterlagen hinterlassen und warte jetzt auf die zweite Runde der Vorstellungsgespräche.
Neben den Workshops werden aber auch direkte Stellen vermittelt.Ich hatte dadurch schon die Möglichkeit, Vorstellungsgespräche zu führen. Da die Bewerbungsrituale sehr exakt sind, war ich mit den (mir angebotenen) Positionen sehr zufrieden. Durch den genauen Abgleich zwischen Anforderungsprofil und Bewerberprofil, lag access bei mir niemals verkehrt.
Prinzipielles Vorgehen:
Jeder Bewerber gibt eine individuelle Bewerbungsmappe ab, deren Layout und Inhalt von access größtenteils vorgeschrieben wird. Da ich mich dort komplett "unterbringen" konnte, bin ich mit diesem Profil auch sehr zufrieden.
access gleicht dann die jeweiligen Profile mit den Unternehmen ab. wenn dies übereinstimmt, bekommt man eine Nachricht und muß dem eigenen Profil nur noch ein individuelles Anschreiben hinzufügen.
Gleiches gilt für die Bewerbung um Workshops, wobei hier nicht ein Anschreiben von Nöten ist, sondern drei Fragen beantwortet werden müssen, die meist um die Begründung der gewählten Workshops/ Unternehmen gehen.
Da ich mich noch nicht habe vermitteln lassen, kann ich die Erfolgsquote nicht beurteilen. Was ich aber beurteilen kann, ist die Betreuung/Service seitens access; der ist hervorragend und stets seriös.
Die Kosten sind bei den Workshops begrenzt. Übernachtungen und Essen in dem Hotel werden von access übernommen, es fallen lediglich 50EUR für die Anmeldung an. Die Getränke und die Fahrtkosten muß man selber bezahlen.
Ich war mit der Veranstaltung des Workshops recht zufrieden, die Unternehmensvertreten waren teilweise hochkarätig, d.h. in der jeweiligen Unternehmenshierarchie recht weit oben. Das wirtschaftliche Umfeld wurde mir aber recht deutlich vor Augen geführt: es ist nicht mehr so einfach, einen richtig guten Job auf Anhieb zu finden.
14 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.05.2002, 17:03 Uhr von Chris_ONeal
Bewertung: sehr hilfreichEine sehr hilfreiche Meinung ][ MFG CHRIS ONEAL ][



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