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Erfahrungsbericht von die_leserin

Ärzte - Götter in weiß

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

So, das ist also mein erster Bericht und in dem berichte ich über meine Erfahrungen mit Ärzten, welche nicht immer, eigentlich nie positiv waren...

Angefangen hat alles, als ich vor ungefähr 4 Jahren entsetzliche Bauchschmerzen bekam und zum Hausarzt ging.
Der überwies mich an einen 'Fachmann' (ob man den wirklich so nennen kann weiß ich nicht), der ein kurzes Gespräch mit mir führte und mich dann an seine Assistenten abschob, die eine Magenspiegelung an mir machen sollten.
Naja, ok, bis dahin gab es noch nichts großartiges einzuwenden.
Aber dann lag ich da und die Schwester gab mir eine Narkose, damit ich den kleinen aber zum Teil etwas schmerzhaften Eingriff nicht mitbekomme. Das Ende vom Lied allerdings war, dass sie nicht einmal gewartet haben, bis ich eingeschlafen bin, sondern einfach drauflos gearbeitet haben, als wenn ich ein Tier wäre.
Ich gab ihnen also zu verstehen, dass ich noch bei vollem Bewusstsein war, aber das störte sie wenig.
Im Gegenteil: die eine Schwester gab der anderen Anweisung, meine Hände festzuhalten, damit ich mir den Schlauch nicht selber aus dem Mund ziehe. Von der Narkose geschwächt, konnte ich mich leider nicht mehr wehren und fiel dann doch in den Schlaf.

Als ich aber dann aufwachte, tat mir mein ganzer Mund + Rachen weh und ich konnte kaum sprechen.
Als wenn das nicht schon Zumutung genug gewesen wäre, sagten sie mir, ich müsse unverzüglich aufstehen, da auch noch andere Patienten auf ihre Untersuchung warten.
Ich war da gerade mal eine Minute bei Bewusstsein und wie es nicht anders zu vermuten war, klappte ich zusammen.
Daraufhin wurde ich ins Wartezimmer gebracht und eine Viertelstunde später wieder zum Arzt gerufen. Der sagte mir dann, dass es nichts gäbe, sie also nichts gefunden hätten und dass ich ruhig heimgehen könnte.
Ich sagte einfach nichts, verabschiedete mich nur und ging.


Ein anderes Beispiel war vor circa 3 Jahren.
Da wurde ich von meinem Hausarzt ins Krankenhaus verwiesen, weil meine Blutwerte zu hoch waren, ich dauernd Bauchschmerzen und ich eine Blinddarmreizung hatte.
Der Doktor wollte also unbedingt, dass der Blinddarm entfernt wird.
So ging ich also dann ins Hospital und da kam dann wieder ein Gott in weiß, der mich dann nach dem Ultraschall und nachdem er mich abgetastet hatte halb anschnautzte, ich solle ihm doch nichts vormachen, ich wäre kerngesund und was ich hier überhaupt wolle. Ich soll doch jetzt bitte heimgehen und mir Gedanken machen, ob ich denn wirklich Bauchschmerzen habe.
Das war wirklich dreist, denn ich bilde mir ja meine Schmerzen nicht ein und meine Blutwerte kann ich erst recht nicht beeinflussen, wie denn auch? Mein Hausarzt hat sie ja bestätigt.


Als nächstes war dann letztes Jahr ein Besuch bei einem Nervenarzt fällig, weil ich dauernd Kopfschmerzen hatte und mich mein Hausarzt dahin überwies.
Also ging ich auch dorthin und lies CT und andere nicht allzu angenehme Untersuchungen über mich ergehen.
Als ich dann zum zweiten mal in das Sprechzimmer des Arztes kam und er mir dann sagte, dass alles ok sei, war ich erst einmal heilfroh, weil Verdacht auf Gehirntumor bestand und das für mich wie ein Weltuntergang gewesen wäre.
Aber dann meinte auch dieser Arzt, er wäre etwas besonderes und sagte, ich bilde mir das wahrscheinlich nur ein und was ich denn hier wolle. Wenn er nach den Untersuchungen nichts findet, dann ist auch nichts.



Ehrlich gesagt, habe ich von Ärzten so ziemlich die Nase voll.
Anscheinend wollen die ihre Patienten absichtlich abschrecken, vielleicht haben sie zuviel Arbeit oder so, aber ich finde es trotzdem traurig, dass heut zu Tage noch so mit einem umgegangen wird...

Aber naja, es gibt natürlich auch gute Ärzte und denen muss man danken, also dann
danke fürs lesen...

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-06 15:02:21 mit dem Titel Abtreibung

Dieses Thema, denke ich, gehört Jedem etwas an und deswegen schreibe ich auch einmal meine Gedanken dazu auf.
Ich habe als erstes nach einer eigenen Kategorie gesucht, aber da gab es noch nichts, also muss es nun in einer offenen Kategorie stehen...

Aber jetzt zum eigentlichen Thema:
Ich persönlich beurteile Abtreibungen nicht nach dem Schwarz-Weiß-Denken. Denn wenn man so etwas beurteilen können will, muss man sich auch über den Hintergrund informieren, warum das so bei dem und dem Mädchen gekommen ist.


Eine Möglichkeit ist, dass sich ein junges Paar (aber natürlich auch erwachsene Leute) nicht um die Verhütung gekümmert haben und es einfach nicht wahrhaben wollten, was da alles passieren kann.
Das sehe ich als verantwortungslos an, weil sich Jeder im klaren sein muss, was da für Konsequenzen auf einen zukommen können.
In diesem Fall kann ich unmöglich verstehen, dass manche werdende Eltern abtreiben lassen, nur weil sie sich vorher keine Gedanken machen wollten oder einfach zu blöd (sorry für den Ausdruck) dafür waren.
Denn schließlich töten sie ja ein kleines Kind, wozu sie eigentlich in keinster Weise ein Recht haben.


Dann gibt es auch noch Situationen, in denen Mädchen oder auch Frauen trotz Pille oder Kondom schwanger werden uns sie wirklich nichts dafür können.
Manche vergessen auch, die Pille einzunehmen, was ich aber dann nicht ganz verstehen kann, denn, wenn man das bemerkt, kann man sich ja anderweitig schützen. Und wenn man selbst oder der Partner jetzt wirklich eine Latex-Allergie hat (was ja viele als Grund, meiner Meinung aber eher als Ausrede, verwenden), dann muss man sich halt spezielle Kondome kaufen, auch wenn die etwas teuerer sind oder auf den Sex verzichten können. Aber bevor man das tut, hat man eh noch so einige Methoden, um eine Schwangerschaft zu verhindern.
Auch bei der Verwendung von Kondomen kann etwas passieren, z.B. dass sie platzen oder durch falsche Lagerung (Temperatur) kaputt gegangen sind und dadurch platzen.
In diesem Fall besteht aber die Möglichkeit, ins Krankenhaus zu fahren und sie dort die 'Pille danach' geben zu lassen, was dann auch vor einer Schwangerschaft schützt.
Danach kann es zwar sein, dass es einem ein paar Tage etwas schlecht geht, aber ich denke, dass ist ein kleiner Preis dafür, was es für Folgen haben kann.


Die schlimmste Situation meiner Meinung ist aber, wenn ein Mädchen oder eine Frau schwanger wird aufgrund einer Vergewaltigung.
Denn dann finde ich es auch gerechtfertigt, wenn sie sich gegen das Kind entscheidet.
Das klingt zwar etwas egoistisch, aber versetzt euch einmal in die Lage der Frau: ihr werdet als erstes vergewaltigt und dann erfahrt ihr auch noch, dass ihr von 'DEM' schwanger seid... was würdet ihr tun?
Ich verstehe es darum durchaus, wenn die Frau sagt, sie will das Kind nicht austragen, weil sie es jeden Tag sehen würde (was ja klar ist) und sie sich dann jeden Tag auch daran erinnern würde, wie es zustande kam und dass sie es nicht aushalten würde.
Denn das Gesicht des Peinigers vergisst man nie, das kann ich euch sagen, und ich kann auch nachvollziehen, wenn man dann in den Augen des Kindes die Augen des Mannes sieht, der einem so viel Leid angetan hat.



Insgesamt halte ich Abtreibungen natürlich auch nicht gut und ich stehe im Allgemeinen auch nicht hinter ihnen.
Mit diesem Beitrag wollte ich nur klarmachen, dass man Frauen oder Mädels, die vielleicht schon abgetrieben haben oder es machen werden, nicht über einen Kamm scheren kann und auch nicht sollte, weil man sich erst darüber informieren sollte, warum sie zu dem Entschluss gekommen sind...

Ich hoffe, ich konnte euch das einmal näher bringen und macht euch auch einmal selbst Gedanken darüber.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-07 18:08:11 mit dem Titel Altenheime

Altenheime sind spätestens dann ein Thema, wenn man Verwandte oder Bekannte hat, von denen man hört, dass sie in einem Altenheim wohnen oder man selber schon so alt ist, dass man sich damit auseinandersetzen muss.

In diesem Beitrag möchte ich euch einmal das Thema genauer erläutern.
Denn manchmal hört man ja, dass junge Menschen angekreidet werden, wenn sie ihre Eltern oder Schwiegereltern nicht pflegen (auch wenn sie behindert oder schwer zu pflegen sind).
Das finde ich nicht in Ordnung, denn es kann verschiedene Gründe geben, warum man sich dagegen entscheidet.



Der eine wäre sicherlich einmal das Arbeiten.
Wenn ein Paar arbeiten geht und das vielleicht sogar ganztags, weil sie keine Kinder haben oder die Kinder im Kindergarten/Schule oder schon weggezogen sind, und dann erfahren, dass ein naher Verwandter nicht mehr für sich allein sorgen kann, dann sehen es die meisten als selbstverständlich an, ihnen zu helfen.
Das ist ja auch ganz normal.
Aber ich denke, wenn es wirklich nicht mehr anders geht und die Person nicht mehr ohne Betreung allein gelassen werden kann, sollte man daraus die Konsequenzen ziehen.
Löblich ist es frelich, wenn die Menschen dafür ihren Job aufgeben und sich dann um die Person kümmern, aber sicherlich kann man das nicht von Jedem verlangen, z.B. wenn die Familie das Geld braucht und auf keinen Fall darauf verzichten kann.
Dann gibt es nur noch die Möglichkeit des Altenheims.
Viele alte Menschen sagen dann gleich, dass sie ja nur abgeschoben werden, weil man sie ja jetzt nicht mehr braucht.
Klar, das ist ein großer Schritt, wenn man in ein Altenheim kommt, aber immerhin hat man da auch Kontakte zu anderen, die man zu Hause nicht mehr hätte und natürlich auch die fachmännische Betreung.


Ein weiterer Grund ist, wenn man selber krank ist.
Denn wenn man die Person z.B. heben muss, weil sie bettlägrig ist oder dergleichen, dann kann man das nicht mit einem kranken Kreuz oder steifen Nacken machen.
Oder wenn man einfach selber schon mit sich selber zu tun hat, weil man selber schon krank ist und sich dann noch um jemand anders kümmern soll.
Zugegeben, das klingt im ersten Moment egoistisch, aber man sollte sich als erstes auch Gedanken machen, wie man es selber machen würde, wenn man in den Situationen steckt und man deswegen Gewissenskonflikte hat.
Auch bei diesem Thema kann man wieder nicht alle über einen Kamm scheren.


Die dritte Möglichkeit aber ist, dass man sich einfach Mühe und Arbeit ersparen will und das finde ich, ist ziemlich beschämend.
Denn diese Menschen, also meist Eltern, haben einen ja großgezogen und sich auch viel mit einem beschäftigt und einem wirklich geholfen, wo es nur ging.
Und in dem Fall ist es halt dann einfach mal am Kind, seinen Beitrag zu leisten.
Es ist natürlich nicht einfach, wenn man Tag und Nacht wirklich für Jemanden da sein muss und immer auf alles gefasst sein muss bei kranken Menschen, aber irgendwo gehört das auch dazu.
Man kann seine Eltern dann nicht einfach abschieben, und da kann ich dann manche Omis und Opis schon verstehen, wenn sie sauer reagieren.
Denn wenn man die Möglichkeiten hätte, sich um die Person zu kümmern, sollte man diese auch wahrnehmen und sich nicht einfach davor drücken.

Wenn es wirklich nicht anders geht und man wirklich überfordert ist mit der Situation, dann kann man sich ja immer noch ans Altersheim wenden. Aber ein Versuch wäre es allemal wert, finde ich.

Manche werden das nun lesen und sich angegriffen fühlen, weil sie vielleicht selber in der Situation steckten oder stecken, aber das ist schließlich meine Meinung...
Also nehmt sie euch nicht so zu Herzen, ihr könnt ja mal drüber nachdenken, wie ihr euch fühlen würdet, wenn ihr ins Heim müsstet und ob ihr dann auch noch "Ja" und "Amen" sagen würdet....

In dem Sinne....

26 Bewertungen, 5 Kommentare

  • DrDuke

    31.08.2002, 17:50 Uhr von DrDuke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Über das Thema brauch ich mir zum Glück noch keine Gedanken machen hoff ich

  • anonym

    15.05.2002, 16:17 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich kann Dir nicht ganz zustimmen: Es kann sehr anstrengend sein, einen alten Menschen zu pflegen und ich erlebe sehr oft, daß sich (natürlich meistens Frauen) weigern, ihre Angehörigen in ein Pflegeheim zu geben, weil sie denken, daß

  • Alusru

    10.05.2002, 01:49 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wenn nur mehr Menschen so denken würden wie du, dann wäre das "Alt werden" nicht so schlimm, lieben Gruß Uschi.

  • brainfox_lh

    08.05.2002, 16:33 Uhr von brainfox_lh
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den Punkt genau getroffen...

  • dani___

    07.05.2002, 21:15 Uhr von dani___
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht....