Erfahrungsbericht von furthy
Freiwillige Feuerwehr Attnang - Puchheim
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Da ich selbst in Attnang wohne, dass ist ein kleiner Ort in Oberösterreich, bin ich natürlich auch bei der FF-Attnang dabei.
Weil ich darüber eine Prüfung ablegen musste kann ich über die Geschichte der Feuerwehr genügend berichten.
1860 Attnang, das durch den Bau der Westbahn und den Bau der Rudolfsbahn um 1876 zum Bahnknotenpunkt wurde, begann in diesen Jahren größere Bedeutung als geschlossene Siedlung zu erlangen. In dieser Zeit und zwar 1878/79, wurde auch die ersten Bemühungen zur Gründung einer Feuerwehr unternommen.
1885 Sieben Jahre später, am 10.September 1885 bestätigtedie damalige Gemeidevorstehung Puchheim und am 28.Dezember 1885 der K. u. K. Statthalter in Linz die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Attnang als Verein.
Diesem stand der Handelsmann Mathias Berger als Obmann, der Bäckermeister Alois Kronlachner als Stellvertreter und der Lehrer Alois Berner als Schriftführer vor und er zählte 29 Mitglieder.
1885 - 90 In dieser Zeit wurden Ausrüstungsgegenstände und Uniformen gekauft. Ebenso begann man mit dem Bau des Feuerwehrspritzenhauses an der Stelle des heutigen Feuerwehrhauses.
Die besondere Spendenfreudigkeit der Bevölkerung und nicht zuletzt eine Spende aus dem Privatsäckel des Kaisers in der Höhe von 80 Gulden, ermöglichte diese Anschaffungen.
In diesen Jahren beteiligte sich unsere Wehr an der Gründungsversammlung des Bezirksverbandes Schwanenstadt, dem die Feuerwehren Schwanenstadt, Niederthalheim und Attnang angehörten.
Im gleichen Jahr trat die Freiwillige Feuerwehr Attnang dem OÖ.Landesverband bei.
1891 In diesem Jahr kam es zur ersten großen Krise der Wehr. Bei der jährlichen Wahl des Obmannes versagte die damalige Gemeindevorstehung dem Mathias Berger die Bestätgung der Wiederwahl, "da er sich erlaubt hatte, über Herrn Hager zu schimpfen, dieser daher nicht mehr einspanne und die Spritze auf den Brandplatz bringe und weniger oder gar keine tauglichen Pferde sonst im Ort vorhanden sind". Berger trat daher mit 16 Mitgliedern aus dem Verein aus und die Auflösung stand bevor.
Jedoch auf Grund von Interventionen des Gemeindevorstandes und des Bezirksverbandsobmannes gelang es ein Monat später dem Schmiedemeister Karl Zopf mit größtenteils neuen Mitgliedern den Bestand der Wehr zu retten.
1900 Um die Jahrhundertwende hatte sich die allgemeine Lage wieder gebessert. Die Feuerwehr Attnang zählte nun 39 Mitglieder und der Vorstand bestand aus: Obmann Johann Lenzeder, Stellvertreter Franz Buttinger, Schriftführer Mathias Plötzeneder und Kassier Mathias Stadlmayr.
1905 - 08 So gelang es im Jahre 1905 den bereits 10 Jahre vorher geplanten Ankauf einer leichteren "Gebirgs-Abprobspritze" um den Betrag von 1200 Kronen durchzuführen. Drei Jahre später erweiterte die Wehr neuerdings ihre Ausrüstung um eine fahrbare, mechanische Schiebeleiter mit 15m Höhe, die 1000 Kronen kostete. Für diese Anschaffung spendete Prinz Don Alfonso 200 Kronen.
Ebenfalls in diesem Jahr wurde an das Feuerwehrspritzenhaus ein Schlauchturm und ein Unterstellschuppen für die Schiebeleiter angebaut.
1908 Am 26.Juni 1908 nahm die Wehr am Huldigungsempfang für Majestät Kaiser Franz Josef I. teil, der im Bahnhof Attnang-Puchheim Station machte. Bereits ein Monat später bewilligete der Monarch wiederum eine Spende von 100 Kronen aus seiner "Privatschatulle"
1909 Am 24.September 1909 konntenunsere Wehr bei einem Großbrand der "Birlmühle", den um 04:00 Uhr ein Blitzschlag verursachte, ihre Schlagkraft unter Beweis stellen. Gemeinsam mit der Wehr Redlham und der Betriebsfeuerwehr der Brauerei Braun in Puchheim konnten zwei Personen gerettet und der Brand gelöscht werden.
1910 Am 24. Juni 1910 wurde das 25jähriges Bestandsjubiläum gefeiert. Zu diesem Anlaß widmetete Frau Stadlmayr der Feuerwehr eine Fahne, die bei diesem Fest geweiht wurde.Die Wehr umfaßte zu diesem Zeitpunkt 53 ausübende, 30 unterstützende und 3 Ehrenmitglieder.
1914 Der Ausbruch des ersten Weltkrieges traf auch die Feuerwehr Attnang. Bereits Anfang Oktober dieses Jahres war in Josef Reiter das erste im Krieg gefallene Mitglied zu verzeichnen.
Generalversammlungen und Bälle wurden ausgesetzt !
1919 Bei der Jahreshauptversammlung am 19. Jänner 1919 konnte wieder der "Friedensbetrieb" aufgenommen werden.
Am Ende des Jahres 1919 umfaßte die Wehr 64 ausübende und 20 unterstützende Mitglieder, sowie zwei Ehrenhauptmänner. Besonders die Jugend begeisterte sich für die Feuerwehr.
1921 Großbrand in der Glasfabrik in Oberstraß, der durch eine Explosion der Gasanlage verursacht wurde.Ausströmende Kohlenoxydgase erschwerten die Löscharbeiten.
1924 Anschaffung einer Motorspritze. Diese war auf einen Anhänger fix montiert und wurde von der Firma Rosenbauer hergestellt.
Der Preis belief sich auf 78 000 000.- Kronen.
1925 Ein imposantes Ereignis wurde das " 40jährige Gründungsfest" am 25.Juli 1925. Zu diesem Fest kammen 36 Feuerwehren und zwei Musikkapellen mit 678 Mann.
Zu diesem Zeitpunkt umfaßte unsere Wehr 87 ausübende und 44 unterstützende Mitglieder, sowie 2 Ehrenmitglieder.
1927 Am 22. September 1927 wurde ein Rüstauto Steyr XII zum Preis von S 9600 .- angekauft.
1928 - 29 Nach dem Ankauf des neuen Autos wurde auch von einer Erweiterung der Zeugstätte gesprochen. Am 8. April 1929 folgte der Spatenstich zum Umbau, am 30. Juni 1929 erfolgte die feierliche Einweihung dazu.
1932 - 37 Am 22. Juli1932 wurde eine tragbare Motorspritze angekauft.
Zu Anfang 1934 stand der Feuerwehr eine schwere Finazkrise ins Haus.Der Kassarest vom S 3.75 wurde ins nächste Jahr übernommen. Aus diesem Anlaß wurde zum 50jährigen Bestand kein Fest abgehalten.
Am 07. April 1937 wurde aber bereits wieder eingekauft. Die Notwendigkeite verhalf der Wehr zu einem neuen Rüstauto der Marke Fiat.
1938 Es begann die schwerste Zeit für alle , nicht nur für die Feuerwehr.
Mit dem Anschluß an das Deutsche Reich im März 1938 erfolgten grundlegende Änderungen im Feuerwehrwesen.
Am 07. März 1938 wurde die Wehr als Verein aufgelöst und in eine öffentliche Körperschaft umgewandelt.
09. Juli 1938: Es wurden die Wehren Attnang und Puchheim zusammengelegt ! Die neue Feuerwehr bekam den Titel "Öffentliche Feuerwehr Attnang Puchheim.
In die Leitung wurden gerufen: Wehrführer Franz Thaller, Attnang; Stellvertreter Fritz Heinritzi, Puchheim; Zugführer Josef Pfifferling, Attnang und Johann Huber, Puchheim; Schriftführer Karl Rank, Attnang, Stellvertreter Josef Bauer, Puchheim; Kassier Johann Huber, Puchheim, Stellvertreter Johann Holzinger, Attnang.
Die Wehr Attnang wurde in drei, die Wehr Puchheim in zwei Züge unterteilt.Gleichzeitig wurde der Mittwoch - Abend für die wöchentlichen Schulungen und Exerzierübungen bestimmt.
1939 - 45 Im Herbst 1939 werden die österr. Feuerwehren in die deutsche Feuerschutzpolizei eingegliedert.Es wurden die Uniformen und die Dienstgrade der Feuerschutzpolizei eingeführt.
Am 06. September 1940 gab es den ersten Fliegeralarm, und somit begann für alle die schwärzeste Zeit der Geschichte !
1945 - 46 Nach und nach fanden sich wiederum die Wehrmänner zur Aufräumung und Übungen zusammen. Gemeinsam mit den Kriegsheimkehrern gingen sie unter Wehrführer Eibl und unterstützt von Ehrenwehrführer Degeneve sen., an die Aufbauarbeit.
Am 20. Juli 1946 wurde die Freiwillige Feuerwehr Attnang wiedergegrüündet.
Das Ergebnis der Wahl: Kdt. Franz Thaller, Stv. Anton Eibl, Zugführer Johann Brandstätter sen., Franz Holzinger und Josef Mitterbauer, Schriftf. Karl Rank, Kassenf. Hans Holzinger, Zeugwart Josef Aigner.
1948 Nach zehnjähriger Pause fand am 3. Juli 1948 im Gasthaus Ernst wieder ein Feuerwehrball statt. Eintritt: S 4.-.
Ebenso sollte die Abhaltung des Nachbarnballes und Theateraufführungen mit deren Reinertrag die Finazlage verbessert werden.
1950 Am 8. Oktober 1950 wurde bei der Feuerwehr Attnang das erste Tanklöschfahrzeug des Bezirkes in den Dienst gestellt.
Das auf einem Fahrgestell Studebacker, aus amerikanischen Heeresbeständen selbst aufgebaute, mit einem 3.500 l Wassertank, 40 m Hochdruckschlauch und einer automatischen Motorspritze ausgestattete Löschgerät konnte sofort nach Eintreffen am Einsatzort die Löschaktion aufnehmen.
1951 Am 28. Juli und 26. August 1951 erwarb in der Landesfeuerwehrschule in Linz jeweils eine Gruppe mit 9 Mann das neu geschaffene Feuerwehrleistungsabzeichen im Bronze.
1952 Der Aus- und Umbau des Feuerwehrhauses konnte soweit vorangetrieben werden, daß die neu geschaffene Wohnung für den Grätewart im 1.Stock von diesem am
1. Dezember 1952 bezogen werden konnte.
1953 Am 18. November 1953 fand die nach der neuen Feuerwehrwahlordnung notwendige Neuwahl des Kommandos mit folgendem Ergebnis statt: Kdt. Franz Thaller, Stv. Anton Eibl, Zugführer Alfred Reimair, Schriftf. Ferdinand Moser, Kassier Hans Holzinger, Zeugwart Josef Derfler.
1955 Kommandant Franz Thaller starb am 17. April 1955 an einer heimtückischen Krankheit im Alter von 48 Jahren.
Durch den Tod von Franz Thaller und des kurz vorher verstorbenen Schriftf. Ferdinand Moser wurden bei der Jahreshauptversammlung am 14. Mai 1955 folgende Funktionäre gewählt: Kdt. Anton Eibl, Stv. Alfred Reimair, Zugführer Franz Vorhauer, Schriftf. Rudolf Kirchtag sen. Alle anderen Funktionen blieben gleich.
1957 Das neue Tanklöschfahrzeug Opel Blitz mit selbstaufgebauten Wassertank und einer tragbaren Motorspritze wird am 23. Mai 1957 in Betrieb genommen.
Im selben Monat erwarben mit den Kameraden Alois Lasinger und Johann Fröhlich zwei Mann der FF Attnang als Erste das Feuerwehr - Leistungsabzeichen in Gold.
1958 Die turnusmäßige Wahl des Kommandos am 31. Mai 1958 hatte folgendes ERgebnis: Kdt. Anton Eibl, Stv. Rupert Kaltenbrunner, Zugführer Alis Lasinger und Johann Fröhlich, Schriftf. Rudolf Kirchtag sen., Kassier Johann Fellinger, Zeugwart Josef Sumetshammer.
1962 Beim Großbrand in der Möbelfabrik Haslberger am 16. März 1962 konnte gemeinsam mit der FF Puchheim und sieben Wehren aus der Umgebung der Betrieb gerettet werden.
Aufgrund der Erfahrung bei diesem Einsatz wurden noch im selben Monat zwei schwere Atemschutzgeräte angekauft.
1963 Bei der nach Ablauf der Funktionsperiode fälligen Neuwahl des Kommandos stellten sich, mit Ausnahme des Schriftführers, alle Funktionäre der Wiederwahl und wurden bestätigt. Zum Schriftführer wurde Rudolf Raab gewählt.
1965 Als neues Mannschaftsfahrzeug konnte ein gebrauchter Ford FK 100, der selbst eingerichtet wurde, im Juli in den Dienst gestellt werden.
1967 Zur weiteren Modernisierung der Gerätschaft wurde eine neue Tragkraftspritze Rosenbauer Automatik 75 VW angekauft.
1968 Am 15. Jänner 1968 wurde Katastrophenalarm wegen Hochwasser durch Eisstau im Redlbach gegeben werden. Die eingesetzten Wehrmänner konnten den 3 m Höhe angewachsenen Eisstau abtrifften, der Bäckersteg wurde aber weggerissen.
Am 11. Mai 1968 wurde folgendes Kommando bestellt: Kdt. Rupert Kaltenbrunner, Stv. Alfred Reimair, Zugskommandanten Alois Lasinger und Franz Aichhorn, Schriftf. Rudolf Raab, Kassier Rudolf Kirchtag jun., Zeugwart Franz Vorhauer.
Gemeindearzt Dr. Alwin E. Hofer stellte sich als Feuerwehrarzt zur Verfügung.
1970 - 72 In dieser Zeit wurden ständig Neuerungen durchgeführrt. Es wurden Funkgeräte und ein weiteres Atemschutzgerät angekauft. Im Juni 1972 wurde die Funk - Fixstation eingerichtet und in Betrieb genommen.
1973 Am 19. Juli wurde das neue Tanklöschfahrzeug Trupp 2000 in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde das Tlf 1000 Opel Blitz an die FF Atzbach verkauft.
1974 Im Sommer 74 nahm unsere Jugendgruppe an einem Feuerwehr - Jugendlager inSistiana - Aurisiana in Italien zur Pflege von Soldatengräbern teil.
1975 Im März wurde das neue Klf Ford Transit in den Dienst gestellt
Am 21. Juni wurde der Feuerwehr - Bezirksbewerb in Attnang durchgeführt. Am 23. Juli wurde Bezirksbewerbsleiter Alois Lasinger zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten gewählt.
1977 In der Landesfeuerwehrschule wurde ein KRF-E Fahrzeug - VW Transporter mit kompletter Elektroausrüstung übernommen, das im Rahmen des Landeskatastrophenschutzplanes nach Attnang verlegt wurde. Gleichzeitig wurde für dieses Fahrzeug eine Garage errichtet.
1978 Nach Ablauf der Funktionsperiode und zehnjähriger Tätigkeit stellte sich das bisherige Kommando nicht mehr der Wahl. Die Neuwahl ergab: Kdt. Bruno Thaller, Stv. Ing. Johann Muss, Zugskdt. Rudolf Reiter und Franz Bauer, Schriftf. Herbert Thaller, Kassier Josef Lehner, Zeugwart Franz Aichhorn.
26. November 1978, 01:00 Uhr: Zugsunglück mit einem Pkw auf der Bahnübersetzung Bahnhofstrasse. Traurige Bilanz: drei Todesopfer.
1980 Das Feuerwehrhaus wurde gründlich saniert. Die bisherigen Fenster wurden durch thermoverglaste Kunststoffenster und der bisherige Fassadenputz durch einen Isolierputz ersetzt, sowie das Dach saniert. Weiters wurde eine Zentralheizungsanlage eingebaut.
18. Dezember: Übernahme der angekauften Drehleiter DL 25-2. Mit dieser wurde die Ausrüstung um ein für unsere Marktgemeinde äußerst wichtiges Gerät ergänzt.
1981 13. März: Im Alter von 29 Jahren wurde Kdt.-Stv. Ing Johann Muss durch eine schwere Krankheit aus unserer Mitte gerissen.
An dieser Stelle wurde Friedrich Holzinger zum Kdt.-Stv. gewählt.
18. Juni: katastrophaler Sturm im Bezirk Schärding. FuB Einsatz mit anderen Feuerwehren des Bezirkes.
1982 10. Juli: Brandkatastrophe in der Chemiefaser Lenzing. Bei diesem Einsatz wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt und leider auch einer getötet. Durch einen glücklichen Umstand - PKW Brand bei der Anfahrt - waren keine Feuerwehrmänner der FF Attnang betroffen.
14. August: Bei einem Zimmerbrand im Hause der Bäckerei Niederndorfer konnten durch Einsatz der Drehleiter zwei Personen gerettet werden.
1983 Am 28. April wurde ein neues Kommando gewählt: Kdt. Alois Lasinger, Stv. Josef Bonner, Zugskdt. Franz Bauer und Werner Rebhan, Schriftf. Herbert Thaller, Kassier Josef Lehner, Zeugwart Rudolf Reiter.
23. Dezember: KDO - Beschluß zum Ankauf eines LFB-A.
1984 30. März 1984 100. Jahreshauptversammlung und Beginn der Festlichkeiten zur 100 - Jahrfeier im Jahre 1985.
1985 13. - 31. Juli: Bei der Feuerwehrolympiade in Vöcklabruck waren 16 Männer und 9 Frauen unserer Wehr 350 Stunden im Einsatz.
100 Jahre FF Attnang -Festwoche vom 24.August - 01.September: Mit Einweihung des Florianimarterl bei der Redlbachbrücke und Abhaltung des Bezirksbewerbes. Am Abend des 31. August wurde am Friedhofsvorplatz der große Zapfenstreich veranstaltet. Teilnehmer waren die FF Attnang, die Eisenbahnermusikkapelle Attnang, die Bürgerkorpskapelle Regau und die Bürgergarde Regau.
1986 Einführung der Notrufnummer 122 !!
1987 17.Mai: Einweihung des LFB - A
1988 3. Mai: Neuwahl des Kommandos: Kdt. Josef Bonner, Stv. Werner Rebhan, Zugskdt. Franz Bauer und Alois Lasinger jun., Schriftf. Herbert Thaller, Kassier Josef Lehner, Zeugwart Rudolf Reiter.
1989 9. Mai: Verkauf von Rüst 380 an eine Attnanger Firma.
23. November: Beschluß zum Ankauf eines neuen TLF 2000 als Ersatz für den zu klein gewordenen TRUPP 2000.
1990 01.03.: Ein Jahrhundertsturm fegt über Oberösterreich. Die Männer der FF Attnang standen vom 01.März bis 24.März - 29 mal im Einsatz.
29.04.: Weihe des Kleinlöschfahrzeuges "PUMPE 2" aufgebaut auf einem VW LT 35.
27.10.: Feierlichkeiten zur Stadterhebung
1991 05.07.: Die Bewerbsgruppe 1 der FF Attnang erreicht beim Landesbewerb in Schärding je eine Goldmedailie in der Wertung Bronze A und Silber A.
August: Einbau der Gasheizung ins Zeughaus
Dezember: Das EDV-Zeitalter beginnt für die FF Attnang mit einem Computer PC 286
1992 22.05.: Segnung des neuen TLF-A 2000 aufgebaut auf einem Steyr 13S 21 am Rathausplatz.
BR Lasinger Alois sen. erhält den Ehrenring der FF Attnang
30.05.: Der Abschnittsbewerb für den Abschnitt Vöcklabruck wird durchgeführt.
Jugend: Silber 1 Rang - Bronze 2 Rang
Attnang1: Silber 3 Rang - Bronze 5.Rang
27.07.: Großbrand im Lagerhaus Regau. Alle Einsatzkräfte sind stark gefordert. Die Drehleiter leistet gute Dienste bei der Brandbekämpfung
1993 12.05.: Ein neues Kommando wird gewählt:
Kdt: HBI Werner Rebhan, Kdt Stv.: OBI Alois Lasinger jun, Zugskdt: 1. BI Walter Gastelsberger,
2. BI Peter Rebhan, Lotsenkdt: BI Klaus Rotter
Zeugwart: AW Josef Heidenreich, Kassier: AW Johann Dies, Schriftführer: AW Rudolf Lasinger
14.09.: Abschnittskdt BR Alois Lasinger sen. legt aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion zurück.
17-19.09.1993
Die Bewerbsgruppe Attnang 1 die sich in den vergangenen 2 Jahren für den Bundesbewerb in Hallein qualifiziert hat erreicht gute Platzierungen. Dies ist auch der Höhepunkt der Gruppe nach langjähriger Tätigkeit
Ich hoffe ihr habt nun einen kleinen Einblick über unsere FF bekommen. Und vielleicht kommt ihr mich mal besuchen.
Den am 23. Juni 2002 ist Kirtag und da bin ich natürlich auch wieder vertreten.
Ich danke für eure Lesebegeisterung,
Eurer Furthy
Mit Genehmigung der FF Attnang
Auch im Interent zu finden unter www.ff-attnang.at
Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-13 10:46:46 mit dem Titel Aids - was man wissen sollte
Vor einigen Wochen hielt ich im Stadtsaal einen Vortrag über Aids, darum möchte ich ihn auch bei euch unterbringen.
Mir ist dieser Bericht sehr wichtig, den auch in meiner Famielie hat es einen Aidskranken Menschen gegeben, aber darüber möchte ich nichts erzählen.
Lest den Bericht genau und denkt alle darübernach, wie ihr euer Leben gestaltet.
Was ist Aids?
Aids ist die englische Abkürzung für Acquirend Immuno- Deficiency Syndrome. Das heißt auf Deutsch: Erworbene Immunschwäche-Krankheit. Aids wird durch einen Virus hervorgerufen. Es wurde 1983/84 von französischen und amerikanischen Forschern entdeckt und trägt den Namen HIV. Niemand weiß genau, woher das Virus kommt und weshalb es gerade in unserer Zeit als todbringender Krankheitserreger auftritt. Fest steht jedenfalls dass am Anfang der 80-iger Jahre die ersten Fälle von einer neuen unerklärbaren, tödlichen Krankheit aufgetreten sind. Man fand nach kurzer Forschungszeit heraus, dass diese Krankheit eine katastrophale Schwächung des Abwehrsystems, des Immunsystems hervorrufen kann.
Es ist nur schwer zu erkennen ob jemand Aids hat oder nicht. Aids hat nämlich kein eindeutiges Krankheitsbild. Es gibt zirka zwanzig Krankheiten, die dieselben Dinge hervorrufen. ( Zum Beispiel: Grippe, Lungenentzündung oder Tumore ).
Im Vergleich zu anderen Krankheiten ist Aids nicht besonders ansteckend. Im täglichen Umgang mit HIV- Infizierten und Aids- Kranken besteht keine Ansteckungsgefahr. Das Aidsvirus wird durch Geschlechtsverkehr, durch virusverseuchtes Blut und vor allem durch unsterile Spritzen im Drogengeschäft übertragen. Bis heute ist Aids nicht heilbar, die Ansteckung kann aber durch einfache Grundsätze vermieden werden.
Das Aidsvirus ist winzig klein; aneinandergereiht hätten auf einem Millimeter 10`000 Aidsvirus Platz. Obwohl es viel mehr Abwehrzellen als Aidsviren gibt kann der Körper nichts gegen das Virus tun. Tag für Tag forschen Tausende von Forschern am Aidsvirus. Trotzdem können wir bis heute kaum etwas dagegen tun. Wir sind im Moment nur in der Lage den Prozeß ein wenig zu verzögern. Man kann zwar in der Zeitung immer wieder von Medikamenten, Impfstoffen und anderen Behandlungsarten gegen Aids lesen aber man weis nicht ob diese die versprochene Wirkung auch erzielen. Es ist jedenfalls noch kein Medikament bekannt das Aids mit hundertprozentiger Sicherheit heilen kann.
Wie steckt man sich an?
Das Aidsvirus kann nur dann in den menschlichen Körper eindringen, wenn es direkt in die Blutbahn gespritzt wird, oder wenn es auf eine virusdurchlässige Schleimhaut gelangt. Aidsviren sind im Blut, im Sperma, in der Scheideflüssigkeit, in der Muttermilch und sogar im Speichel und in der Tränenflüssigkeit virusinfizierter Menschen. Die gesunde, unverletzte Haut ist für das Virus undurchlässig. Nach einer Ansteckung gelangt das Virus in die Blutbahn des anderen Menschen. Somit ist die andere Person infiziert.
Infizierung durch Bluttransfusionen
Bei Bluttransfusionen besteht bei vorschriftsmäßiger, ärztlicher und pflegerischer Arbeitsweise nur ein äußerst niedriges Restrisiko mit HIV infiziert zu werden. Dieses Risiko folgt aus der sogenannten „Diagnostischen Lücke“. Hat sich ein Blutspender kurze Zeit vor der Blutspende infiziert, so wird der HIV- Test der vor bei jedem Transfusionsblut durchgeführt wird die Neu- Infektion nicht erfaßt da der Mensch noch keine Antikörper gebildet hat.
Diagnostische Lücke
Erst vier bis sechs Monate nach der Infektion kann festgestellt werden ob ein Mensch HIV-positiv oder negativ ist. In dieser Zeit steigt die Viruskonzentration. Dies ist auch die Zeit in der die Gefahr der Virusübertragung ganz besonders groß ist. Danach folgt die sogenannte „asymptomatische Phase“ die Jahre anhalten kann Jahre anhalten kann. In dieser Zeit halten das Immunsystem und das Virus eine Art Gleichgewicht. Warum diese Phase bei einigen Infizierten länger anhält als bei anderen ist im Moment noch nicht bekannt.
Was geht im Körper nach der Ansteckung vor?
Die meisten Menschen die sich mit Aids angesteckt haben können viele Jahre beschwerdenfrei leben. Obwohl die Krankheit noch nicht erkennbar ist kann der Infizierte bereits andere Leute anstecken. Trotzdem noch keine Beschwerden vorhanden sind erfolgt bald nach und nach eine Schwächung des Immunsystems. Es ist aber möglich dass bereits einige Wochen nach der Ansteckung gelegentlich grippeähnliche Beschwerden auftreten die rasch wieder vorübergehen. Dies ist ein Zeichen dafür dass sich der Virus im Körper vermehrt und ausgebreitet hat. Nach dieser Phase bleibt die Infektion jahrelang scheinbar stumm und von außen nicht erkennbar. Infizierte fühlen sich in dieser Zeit völlig gesund und leistungsfähig.
Bildung von Antikörpern:
Schon bald nach der Ansteckung beginnt der Organismus mit der Bildung von Abwehrstoffen gegen das Aidsvirus. Diese können erst ein bis vier Monate nach der Infektion im Blut des Infizierten nachgewiesen werden. Sie zeigen dann aber zuverlässig an, dass eine Infektion stattgefunden hat.
In der Latenzzeit- das ist die Inkubationszeit von Aids- befindet sich das Aidsvirus nicht in einem Winterschlaf, wie man vielleicht vermuten könnte. So kommt es über die Jahre zu einer langsam zunehmenden Schädigung des Abwehrsystems. Betroffen sind vor allem jene Zellen die bei der Immunabwehr eine zentrale Rolle spielen. Wenn ihre Zahl im Blut unter eine kritische Grenze absinkt, kommt es zum endgültigen Zusammenbruch des Abwehrsystem und zur Schwächung des wehrlosen Körpers durch unzählige Krankheitserreger. Damit beginnt die eigentliche Aidskrankheit.
Die Aidskrankheit
Die Latenzzeit: Der Zeitabschnitt zwischen Infektion und Ausbruch der Aidskrankheit ist von Mensch zu Mensch verschieden. Im ersten und zweiten Jahr nach der Ansteckung erkrankt durchschnittlich einer von hundert Infizierten, nach fünf Jahren sind es zehn Prozent, und nach zehn Jahren ist ungefähr die Hälfte der Virusträger an Aids erkrankt. Ob alle HIV- Infizierten jemals krank werden, ist noch nicht bekannt. Ebensowenig kennt man die Gründe warum die Latenzteit in einem Falle verhältnismäßig kurz, im anderen sehr lang ist. Ärzte vermuten dass gewisse Krankheiten wie zum Beispiel Drogen und verschiedene Medikamente den Ausbruch der Krankheit beschleunigen könnten.
Erste Anzeichen der Aidskrankheit sind: schmerzlose Schwellungen der Lympknoten, unerklärliches, wiederholtes Fieber, nächtliche Schweissausbrüche, andauernder Durchfall und rasche Gewichtsabnahme.
Wochen bis Monate nach dem Auftreten dieser ersten Symptome entwickelt sich bei den meisten der Betroffenen das Vollbild der Aidskrankheit: Wiederholt kommt es zu schweren Erkrankungen der Lunge, des Darms, der Hirnhäute und des Gehirns.
Auch die Haut und die Schleimhäute sind fast immer befallen. Hervorgerufen werden diese Krankheiten durch verschiedenartige Bakterien, Viren, Pilze und andere Kleistlebewesen die für den gesunden Menschen mit intakter Immunabwehr meistens harmlos sind.
Prognose: Ist die Aidskrankheit erst einmal ausgebrochen, führt sie nach den bisherigen Erfahrungen immer zum Tode. Ohne Behandlung ist ein Jahr nach Ausbruch der Krankheit die Hälfte der Patienten verstorben, nach einem weiteren Jahr sind es achtzig Prozent und nach fünf Jahren leben nur noch zwei von hundert Patienten. Mit neuen, wirksamen Medikamenten gelingt es heute, die Lebensqualität der Patienten weitgehend zu verbessern und das Leben zu verlängern. Langfristig ist Aids jedoch immer noch eine tödliche Krankheit.
Über den Umgang mit Aids
Da Aids eine Krankheit ist, die in fast jedem Falle zum Tode führt, macht diese Krankheit praktisch jedem von uns Angst. Zu dieser Angst kommt oft die Unsicherheit. Durch Medienberichte werden wir meistens nur mit Schreckensgeschichten konfrontiert anstatt über den Aidsvirus informiert zu werden. Daher ist die Angst eher auf Vorurteilen aufgebaut.
Mit Aids zu leben ist eine große Belastung für die Betroffenen und deren Mitmenschen. Viele der Betroffenen sehen ihr Leben sinnlos weil sie wissen dass sie in nächster Zukunft sterben werden. Oft begehen diese Menschen Selbstmord. Aids Kranke sind vor allem auf die Unterstützung von anderen Menschen, von Menschen die einem bereits vor der Krankheit nahe gestanden sind, angewiesen. Aidskranke und HIV- Positive können ihr Leid oft aus Angst vor ablehnenden Reaktionen niemandem erzählen.
Aids stellt oft auch im Berufsleben ein Problem dar da viele Mitarbeiter den Infizierten mit großem Abstand begegnen.
Wenn irgend jemand aus deinem Freundeskreis mit HIV angesteckt ist oder sogar bereits an Aids erkrankt ist, solltest du dich möglichst normal verhalten. Es besteht im normalen Leben keine Ansteckungsgefahr du solltest jedoch vermeiden mit dem Blut des Infizierten in Berührung zu kommen!
Einer Erkrankten Person hilfst du am Meisten wenn du sie akzeptierst wie sie ist.
Aidstest
Es gibt verschiedene Arten die zur Nachweisung von Aids verwendet werden. Das Ergebnis ist jedoch immer eindeutig: Man unterscheidet zwischen einem positiven und einem negativen Testergebnis.
Das negative Testergebnis bedeutet dass die Person keine HIV Viren im Körper trägt.
Ein positives Testergebnis zeigt eindeutig dass eine Infektion mit HIV stattgefunden hat.
Ich hoffe ihr wisst nun einiges Bescheid über diese Gefährliche Krankheit. Und ich wünsche euch niemals Aids, nicht einmal meinen ärgsten Feinden. Ich danke für eure Lesebegeisterung.
Euer Furthy
Weil ich darüber eine Prüfung ablegen musste kann ich über die Geschichte der Feuerwehr genügend berichten.
1860 Attnang, das durch den Bau der Westbahn und den Bau der Rudolfsbahn um 1876 zum Bahnknotenpunkt wurde, begann in diesen Jahren größere Bedeutung als geschlossene Siedlung zu erlangen. In dieser Zeit und zwar 1878/79, wurde auch die ersten Bemühungen zur Gründung einer Feuerwehr unternommen.
1885 Sieben Jahre später, am 10.September 1885 bestätigtedie damalige Gemeidevorstehung Puchheim und am 28.Dezember 1885 der K. u. K. Statthalter in Linz die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Attnang als Verein.
Diesem stand der Handelsmann Mathias Berger als Obmann, der Bäckermeister Alois Kronlachner als Stellvertreter und der Lehrer Alois Berner als Schriftführer vor und er zählte 29 Mitglieder.
1885 - 90 In dieser Zeit wurden Ausrüstungsgegenstände und Uniformen gekauft. Ebenso begann man mit dem Bau des Feuerwehrspritzenhauses an der Stelle des heutigen Feuerwehrhauses.
Die besondere Spendenfreudigkeit der Bevölkerung und nicht zuletzt eine Spende aus dem Privatsäckel des Kaisers in der Höhe von 80 Gulden, ermöglichte diese Anschaffungen.
In diesen Jahren beteiligte sich unsere Wehr an der Gründungsversammlung des Bezirksverbandes Schwanenstadt, dem die Feuerwehren Schwanenstadt, Niederthalheim und Attnang angehörten.
Im gleichen Jahr trat die Freiwillige Feuerwehr Attnang dem OÖ.Landesverband bei.
1891 In diesem Jahr kam es zur ersten großen Krise der Wehr. Bei der jährlichen Wahl des Obmannes versagte die damalige Gemeindevorstehung dem Mathias Berger die Bestätgung der Wiederwahl, "da er sich erlaubt hatte, über Herrn Hager zu schimpfen, dieser daher nicht mehr einspanne und die Spritze auf den Brandplatz bringe und weniger oder gar keine tauglichen Pferde sonst im Ort vorhanden sind". Berger trat daher mit 16 Mitgliedern aus dem Verein aus und die Auflösung stand bevor.
Jedoch auf Grund von Interventionen des Gemeindevorstandes und des Bezirksverbandsobmannes gelang es ein Monat später dem Schmiedemeister Karl Zopf mit größtenteils neuen Mitgliedern den Bestand der Wehr zu retten.
1900 Um die Jahrhundertwende hatte sich die allgemeine Lage wieder gebessert. Die Feuerwehr Attnang zählte nun 39 Mitglieder und der Vorstand bestand aus: Obmann Johann Lenzeder, Stellvertreter Franz Buttinger, Schriftführer Mathias Plötzeneder und Kassier Mathias Stadlmayr.
1905 - 08 So gelang es im Jahre 1905 den bereits 10 Jahre vorher geplanten Ankauf einer leichteren "Gebirgs-Abprobspritze" um den Betrag von 1200 Kronen durchzuführen. Drei Jahre später erweiterte die Wehr neuerdings ihre Ausrüstung um eine fahrbare, mechanische Schiebeleiter mit 15m Höhe, die 1000 Kronen kostete. Für diese Anschaffung spendete Prinz Don Alfonso 200 Kronen.
Ebenfalls in diesem Jahr wurde an das Feuerwehrspritzenhaus ein Schlauchturm und ein Unterstellschuppen für die Schiebeleiter angebaut.
1908 Am 26.Juni 1908 nahm die Wehr am Huldigungsempfang für Majestät Kaiser Franz Josef I. teil, der im Bahnhof Attnang-Puchheim Station machte. Bereits ein Monat später bewilligete der Monarch wiederum eine Spende von 100 Kronen aus seiner "Privatschatulle"
1909 Am 24.September 1909 konntenunsere Wehr bei einem Großbrand der "Birlmühle", den um 04:00 Uhr ein Blitzschlag verursachte, ihre Schlagkraft unter Beweis stellen. Gemeinsam mit der Wehr Redlham und der Betriebsfeuerwehr der Brauerei Braun in Puchheim konnten zwei Personen gerettet und der Brand gelöscht werden.
1910 Am 24. Juni 1910 wurde das 25jähriges Bestandsjubiläum gefeiert. Zu diesem Anlaß widmetete Frau Stadlmayr der Feuerwehr eine Fahne, die bei diesem Fest geweiht wurde.Die Wehr umfaßte zu diesem Zeitpunkt 53 ausübende, 30 unterstützende und 3 Ehrenmitglieder.
1914 Der Ausbruch des ersten Weltkrieges traf auch die Feuerwehr Attnang. Bereits Anfang Oktober dieses Jahres war in Josef Reiter das erste im Krieg gefallene Mitglied zu verzeichnen.
Generalversammlungen und Bälle wurden ausgesetzt !
1919 Bei der Jahreshauptversammlung am 19. Jänner 1919 konnte wieder der "Friedensbetrieb" aufgenommen werden.
Am Ende des Jahres 1919 umfaßte die Wehr 64 ausübende und 20 unterstützende Mitglieder, sowie zwei Ehrenhauptmänner. Besonders die Jugend begeisterte sich für die Feuerwehr.
1921 Großbrand in der Glasfabrik in Oberstraß, der durch eine Explosion der Gasanlage verursacht wurde.Ausströmende Kohlenoxydgase erschwerten die Löscharbeiten.
1924 Anschaffung einer Motorspritze. Diese war auf einen Anhänger fix montiert und wurde von der Firma Rosenbauer hergestellt.
Der Preis belief sich auf 78 000 000.- Kronen.
1925 Ein imposantes Ereignis wurde das " 40jährige Gründungsfest" am 25.Juli 1925. Zu diesem Fest kammen 36 Feuerwehren und zwei Musikkapellen mit 678 Mann.
Zu diesem Zeitpunkt umfaßte unsere Wehr 87 ausübende und 44 unterstützende Mitglieder, sowie 2 Ehrenmitglieder.
1927 Am 22. September 1927 wurde ein Rüstauto Steyr XII zum Preis von S 9600 .- angekauft.
1928 - 29 Nach dem Ankauf des neuen Autos wurde auch von einer Erweiterung der Zeugstätte gesprochen. Am 8. April 1929 folgte der Spatenstich zum Umbau, am 30. Juni 1929 erfolgte die feierliche Einweihung dazu.
1932 - 37 Am 22. Juli1932 wurde eine tragbare Motorspritze angekauft.
Zu Anfang 1934 stand der Feuerwehr eine schwere Finazkrise ins Haus.Der Kassarest vom S 3.75 wurde ins nächste Jahr übernommen. Aus diesem Anlaß wurde zum 50jährigen Bestand kein Fest abgehalten.
Am 07. April 1937 wurde aber bereits wieder eingekauft. Die Notwendigkeite verhalf der Wehr zu einem neuen Rüstauto der Marke Fiat.
1938 Es begann die schwerste Zeit für alle , nicht nur für die Feuerwehr.
Mit dem Anschluß an das Deutsche Reich im März 1938 erfolgten grundlegende Änderungen im Feuerwehrwesen.
Am 07. März 1938 wurde die Wehr als Verein aufgelöst und in eine öffentliche Körperschaft umgewandelt.
09. Juli 1938: Es wurden die Wehren Attnang und Puchheim zusammengelegt ! Die neue Feuerwehr bekam den Titel "Öffentliche Feuerwehr Attnang Puchheim.
In die Leitung wurden gerufen: Wehrführer Franz Thaller, Attnang; Stellvertreter Fritz Heinritzi, Puchheim; Zugführer Josef Pfifferling, Attnang und Johann Huber, Puchheim; Schriftführer Karl Rank, Attnang, Stellvertreter Josef Bauer, Puchheim; Kassier Johann Huber, Puchheim, Stellvertreter Johann Holzinger, Attnang.
Die Wehr Attnang wurde in drei, die Wehr Puchheim in zwei Züge unterteilt.Gleichzeitig wurde der Mittwoch - Abend für die wöchentlichen Schulungen und Exerzierübungen bestimmt.
1939 - 45 Im Herbst 1939 werden die österr. Feuerwehren in die deutsche Feuerschutzpolizei eingegliedert.Es wurden die Uniformen und die Dienstgrade der Feuerschutzpolizei eingeführt.
Am 06. September 1940 gab es den ersten Fliegeralarm, und somit begann für alle die schwärzeste Zeit der Geschichte !
1945 - 46 Nach und nach fanden sich wiederum die Wehrmänner zur Aufräumung und Übungen zusammen. Gemeinsam mit den Kriegsheimkehrern gingen sie unter Wehrführer Eibl und unterstützt von Ehrenwehrführer Degeneve sen., an die Aufbauarbeit.
Am 20. Juli 1946 wurde die Freiwillige Feuerwehr Attnang wiedergegrüündet.
Das Ergebnis der Wahl: Kdt. Franz Thaller, Stv. Anton Eibl, Zugführer Johann Brandstätter sen., Franz Holzinger und Josef Mitterbauer, Schriftf. Karl Rank, Kassenf. Hans Holzinger, Zeugwart Josef Aigner.
1948 Nach zehnjähriger Pause fand am 3. Juli 1948 im Gasthaus Ernst wieder ein Feuerwehrball statt. Eintritt: S 4.-.
Ebenso sollte die Abhaltung des Nachbarnballes und Theateraufführungen mit deren Reinertrag die Finazlage verbessert werden.
1950 Am 8. Oktober 1950 wurde bei der Feuerwehr Attnang das erste Tanklöschfahrzeug des Bezirkes in den Dienst gestellt.
Das auf einem Fahrgestell Studebacker, aus amerikanischen Heeresbeständen selbst aufgebaute, mit einem 3.500 l Wassertank, 40 m Hochdruckschlauch und einer automatischen Motorspritze ausgestattete Löschgerät konnte sofort nach Eintreffen am Einsatzort die Löschaktion aufnehmen.
1951 Am 28. Juli und 26. August 1951 erwarb in der Landesfeuerwehrschule in Linz jeweils eine Gruppe mit 9 Mann das neu geschaffene Feuerwehrleistungsabzeichen im Bronze.
1952 Der Aus- und Umbau des Feuerwehrhauses konnte soweit vorangetrieben werden, daß die neu geschaffene Wohnung für den Grätewart im 1.Stock von diesem am
1. Dezember 1952 bezogen werden konnte.
1953 Am 18. November 1953 fand die nach der neuen Feuerwehrwahlordnung notwendige Neuwahl des Kommandos mit folgendem Ergebnis statt: Kdt. Franz Thaller, Stv. Anton Eibl, Zugführer Alfred Reimair, Schriftf. Ferdinand Moser, Kassier Hans Holzinger, Zeugwart Josef Derfler.
1955 Kommandant Franz Thaller starb am 17. April 1955 an einer heimtückischen Krankheit im Alter von 48 Jahren.
Durch den Tod von Franz Thaller und des kurz vorher verstorbenen Schriftf. Ferdinand Moser wurden bei der Jahreshauptversammlung am 14. Mai 1955 folgende Funktionäre gewählt: Kdt. Anton Eibl, Stv. Alfred Reimair, Zugführer Franz Vorhauer, Schriftf. Rudolf Kirchtag sen. Alle anderen Funktionen blieben gleich.
1957 Das neue Tanklöschfahrzeug Opel Blitz mit selbstaufgebauten Wassertank und einer tragbaren Motorspritze wird am 23. Mai 1957 in Betrieb genommen.
Im selben Monat erwarben mit den Kameraden Alois Lasinger und Johann Fröhlich zwei Mann der FF Attnang als Erste das Feuerwehr - Leistungsabzeichen in Gold.
1958 Die turnusmäßige Wahl des Kommandos am 31. Mai 1958 hatte folgendes ERgebnis: Kdt. Anton Eibl, Stv. Rupert Kaltenbrunner, Zugführer Alis Lasinger und Johann Fröhlich, Schriftf. Rudolf Kirchtag sen., Kassier Johann Fellinger, Zeugwart Josef Sumetshammer.
1962 Beim Großbrand in der Möbelfabrik Haslberger am 16. März 1962 konnte gemeinsam mit der FF Puchheim und sieben Wehren aus der Umgebung der Betrieb gerettet werden.
Aufgrund der Erfahrung bei diesem Einsatz wurden noch im selben Monat zwei schwere Atemschutzgeräte angekauft.
1963 Bei der nach Ablauf der Funktionsperiode fälligen Neuwahl des Kommandos stellten sich, mit Ausnahme des Schriftführers, alle Funktionäre der Wiederwahl und wurden bestätigt. Zum Schriftführer wurde Rudolf Raab gewählt.
1965 Als neues Mannschaftsfahrzeug konnte ein gebrauchter Ford FK 100, der selbst eingerichtet wurde, im Juli in den Dienst gestellt werden.
1967 Zur weiteren Modernisierung der Gerätschaft wurde eine neue Tragkraftspritze Rosenbauer Automatik 75 VW angekauft.
1968 Am 15. Jänner 1968 wurde Katastrophenalarm wegen Hochwasser durch Eisstau im Redlbach gegeben werden. Die eingesetzten Wehrmänner konnten den 3 m Höhe angewachsenen Eisstau abtrifften, der Bäckersteg wurde aber weggerissen.
Am 11. Mai 1968 wurde folgendes Kommando bestellt: Kdt. Rupert Kaltenbrunner, Stv. Alfred Reimair, Zugskommandanten Alois Lasinger und Franz Aichhorn, Schriftf. Rudolf Raab, Kassier Rudolf Kirchtag jun., Zeugwart Franz Vorhauer.
Gemeindearzt Dr. Alwin E. Hofer stellte sich als Feuerwehrarzt zur Verfügung.
1970 - 72 In dieser Zeit wurden ständig Neuerungen durchgeführrt. Es wurden Funkgeräte und ein weiteres Atemschutzgerät angekauft. Im Juni 1972 wurde die Funk - Fixstation eingerichtet und in Betrieb genommen.
1973 Am 19. Juli wurde das neue Tanklöschfahrzeug Trupp 2000 in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde das Tlf 1000 Opel Blitz an die FF Atzbach verkauft.
1974 Im Sommer 74 nahm unsere Jugendgruppe an einem Feuerwehr - Jugendlager inSistiana - Aurisiana in Italien zur Pflege von Soldatengräbern teil.
1975 Im März wurde das neue Klf Ford Transit in den Dienst gestellt
Am 21. Juni wurde der Feuerwehr - Bezirksbewerb in Attnang durchgeführt. Am 23. Juli wurde Bezirksbewerbsleiter Alois Lasinger zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten gewählt.
1977 In der Landesfeuerwehrschule wurde ein KRF-E Fahrzeug - VW Transporter mit kompletter Elektroausrüstung übernommen, das im Rahmen des Landeskatastrophenschutzplanes nach Attnang verlegt wurde. Gleichzeitig wurde für dieses Fahrzeug eine Garage errichtet.
1978 Nach Ablauf der Funktionsperiode und zehnjähriger Tätigkeit stellte sich das bisherige Kommando nicht mehr der Wahl. Die Neuwahl ergab: Kdt. Bruno Thaller, Stv. Ing. Johann Muss, Zugskdt. Rudolf Reiter und Franz Bauer, Schriftf. Herbert Thaller, Kassier Josef Lehner, Zeugwart Franz Aichhorn.
26. November 1978, 01:00 Uhr: Zugsunglück mit einem Pkw auf der Bahnübersetzung Bahnhofstrasse. Traurige Bilanz: drei Todesopfer.
1980 Das Feuerwehrhaus wurde gründlich saniert. Die bisherigen Fenster wurden durch thermoverglaste Kunststoffenster und der bisherige Fassadenputz durch einen Isolierputz ersetzt, sowie das Dach saniert. Weiters wurde eine Zentralheizungsanlage eingebaut.
18. Dezember: Übernahme der angekauften Drehleiter DL 25-2. Mit dieser wurde die Ausrüstung um ein für unsere Marktgemeinde äußerst wichtiges Gerät ergänzt.
1981 13. März: Im Alter von 29 Jahren wurde Kdt.-Stv. Ing Johann Muss durch eine schwere Krankheit aus unserer Mitte gerissen.
An dieser Stelle wurde Friedrich Holzinger zum Kdt.-Stv. gewählt.
18. Juni: katastrophaler Sturm im Bezirk Schärding. FuB Einsatz mit anderen Feuerwehren des Bezirkes.
1982 10. Juli: Brandkatastrophe in der Chemiefaser Lenzing. Bei diesem Einsatz wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt und leider auch einer getötet. Durch einen glücklichen Umstand - PKW Brand bei der Anfahrt - waren keine Feuerwehrmänner der FF Attnang betroffen.
14. August: Bei einem Zimmerbrand im Hause der Bäckerei Niederndorfer konnten durch Einsatz der Drehleiter zwei Personen gerettet werden.
1983 Am 28. April wurde ein neues Kommando gewählt: Kdt. Alois Lasinger, Stv. Josef Bonner, Zugskdt. Franz Bauer und Werner Rebhan, Schriftf. Herbert Thaller, Kassier Josef Lehner, Zeugwart Rudolf Reiter.
23. Dezember: KDO - Beschluß zum Ankauf eines LFB-A.
1984 30. März 1984 100. Jahreshauptversammlung und Beginn der Festlichkeiten zur 100 - Jahrfeier im Jahre 1985.
1985 13. - 31. Juli: Bei der Feuerwehrolympiade in Vöcklabruck waren 16 Männer und 9 Frauen unserer Wehr 350 Stunden im Einsatz.
100 Jahre FF Attnang -Festwoche vom 24.August - 01.September: Mit Einweihung des Florianimarterl bei der Redlbachbrücke und Abhaltung des Bezirksbewerbes. Am Abend des 31. August wurde am Friedhofsvorplatz der große Zapfenstreich veranstaltet. Teilnehmer waren die FF Attnang, die Eisenbahnermusikkapelle Attnang, die Bürgerkorpskapelle Regau und die Bürgergarde Regau.
1986 Einführung der Notrufnummer 122 !!
1987 17.Mai: Einweihung des LFB - A
1988 3. Mai: Neuwahl des Kommandos: Kdt. Josef Bonner, Stv. Werner Rebhan, Zugskdt. Franz Bauer und Alois Lasinger jun., Schriftf. Herbert Thaller, Kassier Josef Lehner, Zeugwart Rudolf Reiter.
1989 9. Mai: Verkauf von Rüst 380 an eine Attnanger Firma.
23. November: Beschluß zum Ankauf eines neuen TLF 2000 als Ersatz für den zu klein gewordenen TRUPP 2000.
1990 01.03.: Ein Jahrhundertsturm fegt über Oberösterreich. Die Männer der FF Attnang standen vom 01.März bis 24.März - 29 mal im Einsatz.
29.04.: Weihe des Kleinlöschfahrzeuges "PUMPE 2" aufgebaut auf einem VW LT 35.
27.10.: Feierlichkeiten zur Stadterhebung
1991 05.07.: Die Bewerbsgruppe 1 der FF Attnang erreicht beim Landesbewerb in Schärding je eine Goldmedailie in der Wertung Bronze A und Silber A.
August: Einbau der Gasheizung ins Zeughaus
Dezember: Das EDV-Zeitalter beginnt für die FF Attnang mit einem Computer PC 286
1992 22.05.: Segnung des neuen TLF-A 2000 aufgebaut auf einem Steyr 13S 21 am Rathausplatz.
BR Lasinger Alois sen. erhält den Ehrenring der FF Attnang
30.05.: Der Abschnittsbewerb für den Abschnitt Vöcklabruck wird durchgeführt.
Jugend: Silber 1 Rang - Bronze 2 Rang
Attnang1: Silber 3 Rang - Bronze 5.Rang
27.07.: Großbrand im Lagerhaus Regau. Alle Einsatzkräfte sind stark gefordert. Die Drehleiter leistet gute Dienste bei der Brandbekämpfung
1993 12.05.: Ein neues Kommando wird gewählt:
Kdt: HBI Werner Rebhan, Kdt Stv.: OBI Alois Lasinger jun, Zugskdt: 1. BI Walter Gastelsberger,
2. BI Peter Rebhan, Lotsenkdt: BI Klaus Rotter
Zeugwart: AW Josef Heidenreich, Kassier: AW Johann Dies, Schriftführer: AW Rudolf Lasinger
14.09.: Abschnittskdt BR Alois Lasinger sen. legt aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion zurück.
17-19.09.1993
Die Bewerbsgruppe Attnang 1 die sich in den vergangenen 2 Jahren für den Bundesbewerb in Hallein qualifiziert hat erreicht gute Platzierungen. Dies ist auch der Höhepunkt der Gruppe nach langjähriger Tätigkeit
Ich hoffe ihr habt nun einen kleinen Einblick über unsere FF bekommen. Und vielleicht kommt ihr mich mal besuchen.
Den am 23. Juni 2002 ist Kirtag und da bin ich natürlich auch wieder vertreten.
Ich danke für eure Lesebegeisterung,
Eurer Furthy
Mit Genehmigung der FF Attnang
Auch im Interent zu finden unter www.ff-attnang.at
Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-13 10:46:46 mit dem Titel Aids - was man wissen sollte
Vor einigen Wochen hielt ich im Stadtsaal einen Vortrag über Aids, darum möchte ich ihn auch bei euch unterbringen.
Mir ist dieser Bericht sehr wichtig, den auch in meiner Famielie hat es einen Aidskranken Menschen gegeben, aber darüber möchte ich nichts erzählen.
Lest den Bericht genau und denkt alle darübernach, wie ihr euer Leben gestaltet.
Was ist Aids?
Aids ist die englische Abkürzung für Acquirend Immuno- Deficiency Syndrome. Das heißt auf Deutsch: Erworbene Immunschwäche-Krankheit. Aids wird durch einen Virus hervorgerufen. Es wurde 1983/84 von französischen und amerikanischen Forschern entdeckt und trägt den Namen HIV. Niemand weiß genau, woher das Virus kommt und weshalb es gerade in unserer Zeit als todbringender Krankheitserreger auftritt. Fest steht jedenfalls dass am Anfang der 80-iger Jahre die ersten Fälle von einer neuen unerklärbaren, tödlichen Krankheit aufgetreten sind. Man fand nach kurzer Forschungszeit heraus, dass diese Krankheit eine katastrophale Schwächung des Abwehrsystems, des Immunsystems hervorrufen kann.
Es ist nur schwer zu erkennen ob jemand Aids hat oder nicht. Aids hat nämlich kein eindeutiges Krankheitsbild. Es gibt zirka zwanzig Krankheiten, die dieselben Dinge hervorrufen. ( Zum Beispiel: Grippe, Lungenentzündung oder Tumore ).
Im Vergleich zu anderen Krankheiten ist Aids nicht besonders ansteckend. Im täglichen Umgang mit HIV- Infizierten und Aids- Kranken besteht keine Ansteckungsgefahr. Das Aidsvirus wird durch Geschlechtsverkehr, durch virusverseuchtes Blut und vor allem durch unsterile Spritzen im Drogengeschäft übertragen. Bis heute ist Aids nicht heilbar, die Ansteckung kann aber durch einfache Grundsätze vermieden werden.
Das Aidsvirus ist winzig klein; aneinandergereiht hätten auf einem Millimeter 10`000 Aidsvirus Platz. Obwohl es viel mehr Abwehrzellen als Aidsviren gibt kann der Körper nichts gegen das Virus tun. Tag für Tag forschen Tausende von Forschern am Aidsvirus. Trotzdem können wir bis heute kaum etwas dagegen tun. Wir sind im Moment nur in der Lage den Prozeß ein wenig zu verzögern. Man kann zwar in der Zeitung immer wieder von Medikamenten, Impfstoffen und anderen Behandlungsarten gegen Aids lesen aber man weis nicht ob diese die versprochene Wirkung auch erzielen. Es ist jedenfalls noch kein Medikament bekannt das Aids mit hundertprozentiger Sicherheit heilen kann.
Wie steckt man sich an?
Das Aidsvirus kann nur dann in den menschlichen Körper eindringen, wenn es direkt in die Blutbahn gespritzt wird, oder wenn es auf eine virusdurchlässige Schleimhaut gelangt. Aidsviren sind im Blut, im Sperma, in der Scheideflüssigkeit, in der Muttermilch und sogar im Speichel und in der Tränenflüssigkeit virusinfizierter Menschen. Die gesunde, unverletzte Haut ist für das Virus undurchlässig. Nach einer Ansteckung gelangt das Virus in die Blutbahn des anderen Menschen. Somit ist die andere Person infiziert.
Infizierung durch Bluttransfusionen
Bei Bluttransfusionen besteht bei vorschriftsmäßiger, ärztlicher und pflegerischer Arbeitsweise nur ein äußerst niedriges Restrisiko mit HIV infiziert zu werden. Dieses Risiko folgt aus der sogenannten „Diagnostischen Lücke“. Hat sich ein Blutspender kurze Zeit vor der Blutspende infiziert, so wird der HIV- Test der vor bei jedem Transfusionsblut durchgeführt wird die Neu- Infektion nicht erfaßt da der Mensch noch keine Antikörper gebildet hat.
Diagnostische Lücke
Erst vier bis sechs Monate nach der Infektion kann festgestellt werden ob ein Mensch HIV-positiv oder negativ ist. In dieser Zeit steigt die Viruskonzentration. Dies ist auch die Zeit in der die Gefahr der Virusübertragung ganz besonders groß ist. Danach folgt die sogenannte „asymptomatische Phase“ die Jahre anhalten kann Jahre anhalten kann. In dieser Zeit halten das Immunsystem und das Virus eine Art Gleichgewicht. Warum diese Phase bei einigen Infizierten länger anhält als bei anderen ist im Moment noch nicht bekannt.
Was geht im Körper nach der Ansteckung vor?
Die meisten Menschen die sich mit Aids angesteckt haben können viele Jahre beschwerdenfrei leben. Obwohl die Krankheit noch nicht erkennbar ist kann der Infizierte bereits andere Leute anstecken. Trotzdem noch keine Beschwerden vorhanden sind erfolgt bald nach und nach eine Schwächung des Immunsystems. Es ist aber möglich dass bereits einige Wochen nach der Ansteckung gelegentlich grippeähnliche Beschwerden auftreten die rasch wieder vorübergehen. Dies ist ein Zeichen dafür dass sich der Virus im Körper vermehrt und ausgebreitet hat. Nach dieser Phase bleibt die Infektion jahrelang scheinbar stumm und von außen nicht erkennbar. Infizierte fühlen sich in dieser Zeit völlig gesund und leistungsfähig.
Bildung von Antikörpern:
Schon bald nach der Ansteckung beginnt der Organismus mit der Bildung von Abwehrstoffen gegen das Aidsvirus. Diese können erst ein bis vier Monate nach der Infektion im Blut des Infizierten nachgewiesen werden. Sie zeigen dann aber zuverlässig an, dass eine Infektion stattgefunden hat.
In der Latenzzeit- das ist die Inkubationszeit von Aids- befindet sich das Aidsvirus nicht in einem Winterschlaf, wie man vielleicht vermuten könnte. So kommt es über die Jahre zu einer langsam zunehmenden Schädigung des Abwehrsystems. Betroffen sind vor allem jene Zellen die bei der Immunabwehr eine zentrale Rolle spielen. Wenn ihre Zahl im Blut unter eine kritische Grenze absinkt, kommt es zum endgültigen Zusammenbruch des Abwehrsystem und zur Schwächung des wehrlosen Körpers durch unzählige Krankheitserreger. Damit beginnt die eigentliche Aidskrankheit.
Die Aidskrankheit
Die Latenzzeit: Der Zeitabschnitt zwischen Infektion und Ausbruch der Aidskrankheit ist von Mensch zu Mensch verschieden. Im ersten und zweiten Jahr nach der Ansteckung erkrankt durchschnittlich einer von hundert Infizierten, nach fünf Jahren sind es zehn Prozent, und nach zehn Jahren ist ungefähr die Hälfte der Virusträger an Aids erkrankt. Ob alle HIV- Infizierten jemals krank werden, ist noch nicht bekannt. Ebensowenig kennt man die Gründe warum die Latenzteit in einem Falle verhältnismäßig kurz, im anderen sehr lang ist. Ärzte vermuten dass gewisse Krankheiten wie zum Beispiel Drogen und verschiedene Medikamente den Ausbruch der Krankheit beschleunigen könnten.
Erste Anzeichen der Aidskrankheit sind: schmerzlose Schwellungen der Lympknoten, unerklärliches, wiederholtes Fieber, nächtliche Schweissausbrüche, andauernder Durchfall und rasche Gewichtsabnahme.
Wochen bis Monate nach dem Auftreten dieser ersten Symptome entwickelt sich bei den meisten der Betroffenen das Vollbild der Aidskrankheit: Wiederholt kommt es zu schweren Erkrankungen der Lunge, des Darms, der Hirnhäute und des Gehirns.
Auch die Haut und die Schleimhäute sind fast immer befallen. Hervorgerufen werden diese Krankheiten durch verschiedenartige Bakterien, Viren, Pilze und andere Kleistlebewesen die für den gesunden Menschen mit intakter Immunabwehr meistens harmlos sind.
Prognose: Ist die Aidskrankheit erst einmal ausgebrochen, führt sie nach den bisherigen Erfahrungen immer zum Tode. Ohne Behandlung ist ein Jahr nach Ausbruch der Krankheit die Hälfte der Patienten verstorben, nach einem weiteren Jahr sind es achtzig Prozent und nach fünf Jahren leben nur noch zwei von hundert Patienten. Mit neuen, wirksamen Medikamenten gelingt es heute, die Lebensqualität der Patienten weitgehend zu verbessern und das Leben zu verlängern. Langfristig ist Aids jedoch immer noch eine tödliche Krankheit.
Über den Umgang mit Aids
Da Aids eine Krankheit ist, die in fast jedem Falle zum Tode führt, macht diese Krankheit praktisch jedem von uns Angst. Zu dieser Angst kommt oft die Unsicherheit. Durch Medienberichte werden wir meistens nur mit Schreckensgeschichten konfrontiert anstatt über den Aidsvirus informiert zu werden. Daher ist die Angst eher auf Vorurteilen aufgebaut.
Mit Aids zu leben ist eine große Belastung für die Betroffenen und deren Mitmenschen. Viele der Betroffenen sehen ihr Leben sinnlos weil sie wissen dass sie in nächster Zukunft sterben werden. Oft begehen diese Menschen Selbstmord. Aids Kranke sind vor allem auf die Unterstützung von anderen Menschen, von Menschen die einem bereits vor der Krankheit nahe gestanden sind, angewiesen. Aidskranke und HIV- Positive können ihr Leid oft aus Angst vor ablehnenden Reaktionen niemandem erzählen.
Aids stellt oft auch im Berufsleben ein Problem dar da viele Mitarbeiter den Infizierten mit großem Abstand begegnen.
Wenn irgend jemand aus deinem Freundeskreis mit HIV angesteckt ist oder sogar bereits an Aids erkrankt ist, solltest du dich möglichst normal verhalten. Es besteht im normalen Leben keine Ansteckungsgefahr du solltest jedoch vermeiden mit dem Blut des Infizierten in Berührung zu kommen!
Einer Erkrankten Person hilfst du am Meisten wenn du sie akzeptierst wie sie ist.
Aidstest
Es gibt verschiedene Arten die zur Nachweisung von Aids verwendet werden. Das Ergebnis ist jedoch immer eindeutig: Man unterscheidet zwischen einem positiven und einem negativen Testergebnis.
Das negative Testergebnis bedeutet dass die Person keine HIV Viren im Körper trägt.
Ein positives Testergebnis zeigt eindeutig dass eine Infektion mit HIV stattgefunden hat.
Ich hoffe ihr wisst nun einiges Bescheid über diese Gefährliche Krankheit. Und ich wünsche euch niemals Aids, nicht einmal meinen ärgsten Feinden. Ich danke für eure Lesebegeisterung.
Euer Furthy
30 Bewertungen, 3 Kommentare
-
13.04.2002, 20:21 Uhr von Jakini
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr informativer Bericht. Ich stelle mir das grausam vor, wünsche es auch niemanden. Obwohl jeder weiß, wie man sich anstecken kann, hat man doch bedenken, wenn man einen infizierten trifft. Grundsätzlich sage ich mir, auch diese Mensc
-
13.04.2002, 12:55 Uhr von juefu
Bewertung: sehr hilfreichseh gut Furthy
-
13.04.2002, 12:53 Uhr von MichiHDS
Bewertung: sehr hilfreichGute Meinung (vor allem eebn informativ) ich hab nämlich davor nicht so viel über Aids gewusst ... danke ... cu Michi



Bewerten / Kommentar schreiben