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Erfahrungsbericht von Stehberger

Autofahren in München

Pro:

gute Musik sexy Kleidung Geld war noch nicht so wichtig

Kontra:

Stress in der Schule Stress in der Lehre Stress mit den Eltern

Empfehlung:

Nein

Klar ist es stressig in einer Großstadt Auto zu fahren.

Doch es wurde und wird einiges getan um die Lage hier in München zu entspannen:

Die Eschenrieder Spange ist fertig gestellt. Bis auf die Lindauer- und die Garmischer-Autobahn sind nun alle Autobahnen über die A99 (den Autobahnring) zu erreichen. Die Zeiten der Megastaus auf der B471 gehören der Vergangenheit an.

Morgens gibt es noch den Stau auf der A9 stadteinwärts und Abends dann stadtauswärts. Doch hier gibt es einen Trick. Rechts gehts schneller. Stadteinwärts kann man ab der Kreuzung mit der A99 auf der rechten Spur bis Freimann fahren. Stadtauswärts gehts ab der Einfahrt Freimann rechts auch schneller. Ganz rechts, was eigentlich wie ein Beschleunigungsstreifen anmutet, wird später zu zwei Fahrspuren auf die A99. Das ganze teilt sich dann nochmal Richtung Stuttgart und Salzburg. Ist Stau auf der A9 Richtung Nürnberg, dann fahrt rechts vor, dann Richtung Stuttgart, erste Ausfahrt auf der A99 raus. Dann auf der B13 Richtung Ingolstadt fahren, von dort gibt es dann mehrere Möglichkeiten wieder auf die A9 zu gelangen.

Was ich auch noch festgestellt habe: Keine Angst vor einer Stadtdurchquerung: Mittendurch statt außenrum lautet mein Motto. Wenn ich vom Osten in den Westen möchte (ja sowas?), fahr ich nicht auf dem Ring, sondern über den Effnerplatz, Friedensengel, Stachus, Arnulfstraße, Landsbergerstraße. Das geht schneller, selbst wenn alle Ampeln ferrarirot sind.

Überhaupt eignet sich München gut, um Schleichwege auszuprobieren. Es gibt drei Ringe: Den Mittleren Ring, den Frankfurter Ring und den Autobahn-Ring. Alle 3 sind gut ausgeschildert. Man fährt automatisch immer wieder an entsprechenden Hinweisschildern vorbei. Wenn man sich also gar nicht mehr auskennt, einfach immer geradeaus, bis wieder Autobahn-Hinweisschilder kommen, die lotsen einen dann wieder zu einem der Ringe. Am besten man merkt sich welche Autobahn in der Nähe des Zieles in München liegt. So kann man sich gut orientieren.

Und jetzt wird es dann noch schöner. Der Mittlere Ring wird zum Teil untertunnelt. Oben werden Gärten angelegt. Ganz verstehe ich zwar nicht, wie man damit einen Stau vermeiden kann, da ja doch wieder irgendwo eine Ampel auftaucht oder ein Verkehrhindernis an dem gebremst werden muss, aber ein paar Ampeln und Stopps spart man sich. Freuen werden sich auch die Anwohner am Mittleren Ring, die damit vom Verkehrslärm und -schmutz entlastet werden, allerdings werden wohl auch Ihre Mieten steigen.

Ansonsten bleib ich immer schön ruhig im Stadtverkehr, schau mir im Stau die anderen Leute und Autos an und höre gute Musik und schon macht mir das ganze nichts aus.

Ich wünsch Euch gute Fahrt in München (und es ist wirklich nicht so schlimm!)

Gruß, da Hanse


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-10 15:32:36 mit dem Titel Die 80er Jahre

Erinnert sich noch jemand an die 80er?

Gestern sah ich einen Bericht im Fernsehen und da wurde doch tatsächlich darauf hingewiesen, dass, zumindest mode-technisch, diese (schöne) Zeit wieder im Kommen ist.

Na endlich!

Hoffentlich kommt auch die Musik von damals wieder in Mode! Um Gottes Willen, nicht die Popmusik (obwohl das hat auch seine Reize!), ich höre ja lieber das härtere "Zeugs", und das taten damals fast alle!

Was fällt mir denn alles ein, wenn ich an die "gute alte Zeit" denke?

Die Sendung "Formel Eins". Zuerst mit Ingolf Lück, dann mit Stefanie Tücking (Ooooch war die süüüüß!) und dann mit Kai Böcking. Die kann man sich heute schon wieder geben. Bei uns im Kabelfernsehen läuft die auf TV-München und als ich eine Bekannte in Leverkusen besuchte, sah ich die Sendung auch dort auf einem Privatsender.

Die Cola gab es damal in den Maßeinheiten 0,2, 0,3, 0,5 ind 1,0 Liter in Glasflaschen mit einem Blechverschluss. Von Zeit zu Zeit waren in diesem Blechverschluss sogenannte Knibbelbilder. Die oben im Verschluss eingesetzte Dichtung war auf der Rückseite bedruckt. Von Coca-Cola gab es dann Poster, auf die man diese kreisrunden Knibbelbilder aufkleben konnte.

Die Mädels hatten alle auftoupierte Haare und Dauerwelle (wie Stafanie Tücking), Spitzenstrumpfhosen an, enge Schlauchröcke und rosa Cowboystiefel dazu. Oder enge Jeans und dafür total weite Blusen aber wieder rosa Cowboystiefel. Überhaupt gab es für uns Jungs nur zweierlei Schuhwerk: Entweder Cowboystiefel (aber nicht rosa) oder weiße Basketball-Turnschuhe (die teuersten von Addidas kosteten 99,-- DM (nicht Euro)). Es gab noch Puma-Turnschuhe, aber die meisten hatten Addidas-Schuhe mit drei Streifen. Lächerlich waren die nachgemachten Addidas mit nur 2 Streifen. Ach Mensch, und die Popper, die hatten noch schwarze spitze Schuhe an. Überhaupt waren die nur schwarz weiß gekleidet. Schwarze Schuhe, weiße Socken, schwarze Hose, weißes Hemd und dazu eine schmale schwarze Lederkrawatte. (Vorsicht! Ich oute mich: Ich hatte auch zwei schmale Lederkrawatten (schwarz und silber) und bald werde ich sie wohl wieder tragen können). Und dann gab es noch Streifenjeans, Zebrajeans, Leopardenjeans. Hatten aber nur ganz wenige, die anderen konnten Ihre Eltern wohl nicht so richtig überzeugen. Anfang der 80er gab es auch noch die Jeans mit den weißen Streifen auf der Seite, die wurden dann aber schnell von den Stone- und Moon-washed-Jeans abgelöst

Wir sind noch Platten kaufen gegangen! CD´s kannte man noch nicht. Eine Platte kostete 14,99 DM. In den LP-Hitparaden fanden sich Gruppen wie Accept und Iron Maiden. Aber auch Yazzoo und Gazebo. Huch wenn ich so drüber nachdenke, war das ja eine Zeit voller Gegensätze.

Wenn man sich verabredete, dann von Zuhause aus. Man musste immer eindeutige Treffpunkte ausmachen, denn Handys gabs ja auch noch nicht. Damit auch keine Telefonmasten auf den Hausdächern und in den Balkonen auch noch keine Satelitenschüsseln. Wir hier in München hatten fünf Fernsehsender zur Wahl: ARD, ZDF, BR3, ORF1 und ORF2. Der Papa justierte mit der Hand immer die Antenne, und wenn das Bild einigermaßen war, brüllte der Rest der Familie "JETZT!", und als er die Hand von der Antenne nahm, war das Bild wieder weg. Wir hatten damals zwei Fernseher in der Famalie, aber beide schwarz-weiß (nein, die Fernseher waren keine Popper!). Da liefen so tolle Serien wie "Ein Colt für alle Fälle" mit der sexy Judy oder "Dallas" mit der Lucy, die ich auch toll fand. Wäre ich damals jünger gewesen, hätte ich die beiden Mädels wohl heiraten wollen, da ich aber schon pubertierte, wusste ich das heiraten uncool (wie sagte man damals dazu???) ist. Es gab im ZDF das "Schaufenster" am Donnerstag, da moderierte einer die Werbung und es kamen keine Mainzelmännchen dazwischen.

Twix gab es nicht, das hieß Raider, Duplo war Duplo und nicht die längste Praline der Welt. Snickers war noch in einer roten Verpackung. Banjo gab es auch noch. Und Lion kam gerade neu auf den Markt.

Unsere Fahrräder waren aufgemotzt. Verlängerte Gabel, Bananensattel mit langer Stange über dem Hinterrad. Dann wurden die Speichenrückstrahler Pflicht. Mein Paps baute sie an, ich riss sie wieder runter, er baute wieder neue dran, so ging das hin und her. Ich wollte den Sicherheits-Schnick-Schnack damals nicht, weil ich kein Weichei (und den Begriff gab es auch noch nicht!) sein wollte. Mountainbikes kannten wir nicht. BMX-Räder gabs, aber solche hatten wir nicht, sondern die anderen. Die anderen waren immer die, die anders als wir waren.

Viele hatten einen C64 von Commodore zuhause. Das Ding war ein Computer der eigentlich nur aus einer Tastatur bestand, die man dann an den Fernseher anschloss. Die Daten lud man via Datasette ein. Das war ein Cassettenrecorder, der mit dem C64 kompatibel war. Als Speichermedium verwandte man normale Compact-Cassetten. Man spielte Zaxxon, Pacman, Pole Position und später Mission Impossible (der Film kam Jahre später). Einige hatten auch schon ein sauteures Floppy-Disk-Laufwerk. Die Disketten konnte man mit so einem Art Locher so präparieren, dass man sie beidseitig benutzen konnte. Ein C64 mit Diskettenstation kostet 1.560,-- DM. Und das war damals eine Menge Geld!

Man ging mit seinen Disco-Rollern in den "Rollpalast" und fuhr zur Musik von Kim Wilde im Kreis. Die Rollen waren auf zwei Achsen jeweils aussen befestigt. Inline-Skates gab es noch nicht. Außerdem wurde der Walkman erfunden, und es gab einige Mädels die mit Disco-Rollern, Walk-Man und solchen Strümpfen wie im "Flash-Dance"-Video durch die Parks fuhren. Über Ihren hautenden Gymnastikhosen und T-Shierts trugen sie noch einen Badeanzug

Bei McDonalds erhielt man den BigMäc noch in einer Styropor-Verpackung. Auch den Viertelpfünder, der jetzt Hamburger Royal heißt. Ein BigMäc mit großen Pommes und einem Shake kostete unter 5,00 DM. Die Chicken McNuggets kamen grad frisch raus und wurden anfangs noch verschenkt. Die Soße zum McRib gabs noch einzeln dazu, als "Western-Sauce" und als "Extra scharfe Western-Sauce".

Über die Autos der 80er Jahre habe ich ja schon ausführlich berichtet, deswegen verbleibe ich an dieser Stelle mit nostalgischen Grüßen Euer Vokuhila Mioliba (Vorne kurz, hinten lang, mit Oberlippenbart), da Hanse

16 Bewertungen, 5 Kommentare

  • strawberrymouse

    16.04.2002, 20:55 Uhr von strawberrymouse
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich bin ein kind der 80er! Sehr schöner Bericht! Gruß, strawberry

  • Netti1982

    10.04.2002, 17:44 Uhr von Netti1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    ja, ja das waren noch Zeiten :-))))) MfG Netti

  • Schnecke999

    10.04.2002, 17:35 Uhr von Schnecke999
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe noch eine "Print"-Jeans... Ganz ausgewaschen, mit goldenen Nieten und auf dem linken Hosenbein ein Bild von einem knutschenden Päärchen... Die hole ich jetzt wieder aus dem Keller, die ist ja nun auch wieder in! Gruß Schn

  • owesen

    10.04.2002, 17:34 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Meine Teenagerzeit !!! *g* Gruß, Sönke (owi13)

  • Edding

    10.04.2002, 17:34 Uhr von Edding
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hmm, die 80er :D