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Erfahrungsbericht von Baerle

Auslandspraktikum in einer Seehundaufzuchtstation

Pro:

viel Spaß, nette Leute

Kontra:

manchmal etwas stressig, Seehunde können auch gefährlich sein

Empfehlung:

Nein

Ich habe eine mehrwöchiges Praktikum in einer Seehundaufzuchtstation in den Niederlanden gemacht und möchte euch hier einige Infos darüber geben.

Die Zeehondencreche Pieterburen ist eine sehr bekannte Einrichtung in den Niederlanden. Hier werden nicht nur Seehunde aufgepäppelt, sondern es wird auch geforscht und es findet eine enge Zusammenarbeit mit der Uni in Rotterdam statt. Pieterburen liegt in der Nähe von Groningen, also im Norden der Niederlande.

Die meisten Tiere in Pieterburen sind Seehunde, aber es gibt auch einige Kegelrobben. Die Tiere sind entweder in einzelnen Quarantäne-Pools oder aber in größeren Aussenpools untergebracht. In der Hochsaison kann es vorkommen, dass einzelne Tiere in Container mit Badewannen ausgelagert werden, da sehr viel Tiere zu versorgen sind.
Die Tiere, die nach Pieterburen gebracht werden sind verletzt, krank (Lungenwürmer) oder aber sie sind einfach zu klein, um alleine klar zukommen.

Bewerbung:
Schaut mal unter www.zeehondencreche.nl nach, dort findet ihr alles nötig.

Voraussetzungen:
Niederländisch ist nützlich, aber nicht notwendig, da alle Englisch sprechen und auch viele andere Praktikanten z.B. aus Grossbritannien, Frankreich oder Lateinamerika kommen. Man muss auch bereit sein dreckige Arbeit, bei jedem Wetter auch draußen, zu verrichten.

Aufgaben/Arbeit:
Die Arbeitszeiten sind geregelt, entweder von 7 Uhr bis 16.30 Uhr oder ab 14 Uhr bis 22.30 Uhr, natürlich mit Mittags-, Frühstücks- und Kaffeepause. Ein Tag die Woche ist frei. Zu der Arbeit gehört von viel Putzen, Wäsche waschen, Geschirrspüler ein-/ausräumen, Futter zubereiten, Füttern, Kochen (hier wechseln sich die Praktikanten ab) eigentlich alles.
Manchmal kann man auch dem Tierazt im eigenen Labor helfen oder man darf einen Seehund abholen bzw. freilassen.

Anreise:
Am besten mit der Bahn, man wird dann am Bahnhof abgeholt.

Unterkunft:
Man wird entweder in Vierbettzimmern im Wohncontainer oder im Haus untergebracht. Die Unterkunft und Verpflegung werden gestellt, ausserdem hat man kostenlosen Internetzugang und einen Fernseher gibt es auch.

Freie Tage:
Pieterburen ist ein sehr kleiner Ort, aber man kommt problemlos nach Groningen oder kann Ausflüge ans Wattenmeer machen.

Mir hat die Arbeit viel Spaß gemacht, vielleicht ist es ja auch etwas für euch.
Das Praktikum ist ideal für Leute, die Tierpfleger, Tierarzt oder aber auch Biologe werden wollen, denn man kann sich dort auch sehr viele Informationen anlesen.

19 Bewertungen, 2 Kommentare

  • SusanneRehbein

    09.11.2002, 12:09 Uhr von SusanneRehbein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Stelle ich mir total schön vor!

  • LoMei

    30.03.2002, 00:47 Uhr von LoMei
    Bewertung: sehr hilfreich

    Muss sehr interessant sein.