Erfahrungsbericht von Melli*
Treffpunkt Cocktailbar und wie der Cocktail zu seinem Namen kam!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Sie sind wild oder sanft, poppig bunt oder klassisch distinguiert, anregend oder beruhigend, fruchtig oder hart. Und sie sind vor allem wieder \"in\". Cocktails und Co. feiern ihr Comeback, ganz gleich, ob man sie nun im angenehmen Ambiente einer gepflegten Bar, bei einer Cocktailparty, einem Sommerfest oder einfach nur zur Entspannung zu Hause geniesst. Immer neue Kreationen und Variationen machen die Welt der Cocktails von Zag zu Tag bunter und prächtiger.
Die Ur-Bar stand, wie sollte es wohl anders sein, in Amerika. Zur Zeit der Kolonialisierung trafen sich die Siedler in den Drugstores, um einzukaufen und ihre Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen. Dabei trank man das eine oder andere Gläschen, oft auch eines zu viel. Und um den dabei entstehenden Raufereien Herr zu werden, errichteten die Drugstore-Besitzer Barrieren. Das englische Wort \"bar\" heisst nichts anderes als Barriere. Aus den Drugstores entwickelten sich im Laufe der Zeit die Saloons, und aus einigen von diesen wurden dann \"American bars\". Blütezeit dieser Bars waren die Jahrhundertwende und die folgenden turbulenten Zwanziger. Ob nun in den Bars von New York oder London, in Paris oder Venedig - hier traf sich die feine Gesellschaft, um beim \"Martini\", \"Negroni\" oder \"Manhattan\" Geschäfte zu machen, den neuesten Klatsch zu hören und weiter zu plaudern oder gar kleine Affairen zu beginnen. Aber auch weltberühmte Künstler wie Ernest Hemmingway, William Falkner, Billy Wilder, Raymond Chandler und Luis Bunuel waren trinkfeste und eiserne Tresengäste der Nobel-Bars der Welt.
Auch der Cocktail ist eine amerikanische Erfindung. Um seine Namensgebung ranken allerdings kuriose Geschichten und Anekdoten.
Version Nummer 1
Der Name Cocktail ist eine Anspielung auf \"cock-tailed-horses\", also Pferde, denen der Schwanz gestutzt wurde, sodass er einen Hahnenschwanz (cock tail) ziemlich ähnlich ist.
Eher plausibel ist allerdings die Geschichte des Franzosen Antoine Amade Peychaud, der in New Orleans eine Apotheke betrieb und einen selbst gebrauten Magenbitter gemischt mit Brandy, in Eierbechern als \"Coquetier\" ausschenkte. Es dauerte angeblich nicht lange, da hatten Amerikaner daraus den Cocktail gemacht.
Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Geschichte mit den Hahnenkämpfen. Diese waren im Süden der Vereinigten Staaten sehr verbreitet. Nach der Entscheidung durfte der Besitzer des siegreichen Hahnes dem getöteten Hahn seines Gegners die Schwanzfedern als Trophäe rausreissen. Der Sieg musste dann natürlich gefeiert werden und man gönnte sich einen Drink \"on the cock´s tail\".
Abschliessende Frage an euch:
Welche Geschichte haltet ihr für wahrscheinlicher?
Melli*, 30.09.2002
Die Ur-Bar stand, wie sollte es wohl anders sein, in Amerika. Zur Zeit der Kolonialisierung trafen sich die Siedler in den Drugstores, um einzukaufen und ihre Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen. Dabei trank man das eine oder andere Gläschen, oft auch eines zu viel. Und um den dabei entstehenden Raufereien Herr zu werden, errichteten die Drugstore-Besitzer Barrieren. Das englische Wort \"bar\" heisst nichts anderes als Barriere. Aus den Drugstores entwickelten sich im Laufe der Zeit die Saloons, und aus einigen von diesen wurden dann \"American bars\". Blütezeit dieser Bars waren die Jahrhundertwende und die folgenden turbulenten Zwanziger. Ob nun in den Bars von New York oder London, in Paris oder Venedig - hier traf sich die feine Gesellschaft, um beim \"Martini\", \"Negroni\" oder \"Manhattan\" Geschäfte zu machen, den neuesten Klatsch zu hören und weiter zu plaudern oder gar kleine Affairen zu beginnen. Aber auch weltberühmte Künstler wie Ernest Hemmingway, William Falkner, Billy Wilder, Raymond Chandler und Luis Bunuel waren trinkfeste und eiserne Tresengäste der Nobel-Bars der Welt.
Auch der Cocktail ist eine amerikanische Erfindung. Um seine Namensgebung ranken allerdings kuriose Geschichten und Anekdoten.
Version Nummer 1
Der Name Cocktail ist eine Anspielung auf \"cock-tailed-horses\", also Pferde, denen der Schwanz gestutzt wurde, sodass er einen Hahnenschwanz (cock tail) ziemlich ähnlich ist.
Eher plausibel ist allerdings die Geschichte des Franzosen Antoine Amade Peychaud, der in New Orleans eine Apotheke betrieb und einen selbst gebrauten Magenbitter gemischt mit Brandy, in Eierbechern als \"Coquetier\" ausschenkte. Es dauerte angeblich nicht lange, da hatten Amerikaner daraus den Cocktail gemacht.
Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Geschichte mit den Hahnenkämpfen. Diese waren im Süden der Vereinigten Staaten sehr verbreitet. Nach der Entscheidung durfte der Besitzer des siegreichen Hahnes dem getöteten Hahn seines Gegners die Schwanzfedern als Trophäe rausreissen. Der Sieg musste dann natürlich gefeiert werden und man gönnte sich einen Drink \"on the cock´s tail\".
Abschliessende Frage an euch:
Welche Geschichte haltet ihr für wahrscheinlicher?
Melli*, 30.09.2002




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