Erfahrungsbericht von nEOnfIrE
Globetrotter Ausrüstung
Pro:
ich gebe mir viel Mühe :P
Kontra:
ich rede glaube immer so wirr :(
Empfehlung:
Nein
Im September des Jahres 1979 wurde in Hamburg von den beiden Überlebensexperten und Globetrottern Klaus Denart und Peter Lechhart das erste Spezialgeschäft für Survival, Expeditionen, Safaris und Trekking eröffnet und bekam somit den Namen Globetrotter Ausrüstung. Wenig später kamen auch Andreas Bartmann und Thomas Lipke hinzu – anfangs teilzeitig in der Firma beschäftigt, seit 1980 bei Globetrotter verantwortlich tätig und nun schließlich zwei weitere Geschäftsführer.
Globetrotter Ausrüstung ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Deswegen wird sie auch Denart & Lechhart GmbH genannt. Sie beschäftigt heutzutage über 350 Festangestellte und mehr als 200 Saisonarbeiter. Momentan gehören ihr 6 Filialen in 5 deutschen Großstädten: Zwei in Hamburg, von der eine nur von Auszubildenden geleitet und gestaltet wird, und je ein Laden in den Städten Bonn (recht klein), Dresden, Berlin (mit Internetcafe, Kletterwand, Kühlkammer für private Tests und mehr) und Frankfurt. Eine neue Filiale entstand meist dadurch, dass kleine Firmen in diesen Städten aufgekauft wurden, wie z. B. die Unternehmen Alles für Tramper oder Zelte Weber. Insgesamt bedeutet das für Globetrotter eine Verkaufsfläche von 11420 m².
Daraus lässt schließen, dass sich aus dieser Organisation schnell ein führendes Fachgeschäft mit Zubehör für Outdooraktivitäten und weiteren nützlichen Artikeln entwickelt hat. Das Erfolgsgeheimnis liegt neben dem überaus großen Angebot wohl auch in dem Fachwissen der Angestellten. Nicht nur die Kundenberater haben Erfahrungen im Reisen und Survival gemacht, sondern auch viele andere Mitarbeiter. Das ist etwas, auf das die Unternehmung viel Wert legt, denn diese Atmosphäre, die bei der Begeisterung vom „Globetrottern“ entsteht, wird in den Läden auf den Kunden übertragen, so dass er nicht nur in anderen Käufern, sondern auch bei den Verkäufern Gleichgesinnte findet. Darüber hinaus ist hier die totale Kulanz wichtig. Bei Globetrotter gibt es keine Rückgabegarantie, die nach einer gewissen Zeit abläuft. Ist ein Kunde mit einem Produkt unzufrieden, kann er diesen also zu jeder Zeit zurück geben. Auch damit wird für die Zufriedenheit des Kunden gesorgt. Und was wirbt schon effektiver als ein glücklicher Kunde? Genau aus dem Grund ist bei Globetrotter ein Ankäufer auch gleichzeitig ein Verkäufer – und umgekehrt. All das erklärt wohlmöglich mit die schnelle Expansion dieser Gesellschaft. Fest steht, dass Globetrotter im letzten Jahr einen Umsatz von 70 Millionen Euro gemacht und sich somit um 22% gesteigert hat. Und es sieht so aus, als wenn die Spitze noch lange nicht erreicht ist. Von Konkurrenz kann meines Erachtens nach nicht die Rede sein. In Berlin und anderen Großstädten gibt es einige kleine Mitwerber, die für Globetrotter aber keineswegs gefährlich werden könnten. Die Firma selbst ist permanent am Wachsen – und selbstverständlich hoffen die Mitarbeiter, dass es dabei bleibt. Es wird angestrebt, weitere Filialen zu eröffnen: Großstädte wie München wären doch kein schlechter Standort... und wie wäre es denn nebenbei noch mit einer internationalen Ausbreitung?
Allein hier in der Zentrale im Hamburger Bargkoppelstieg, dessen Grundstück eine Fläche von 10.000 m² hat, gibt es etwa 200 Computer. Ein Teil dieser am Arbeitsplatz genutzten Computer ist auf nahezu kritisch altem Stand, andere PCs sind wiederum modern ausgerüstet – es kommt natürlich darauf an, wofür sie gebraucht werden. Sagen wir mal so: Es scheint überall auszureichen.
Positiv überraschend ist dagegen die Ausstattung im Lager hier in Hamburg. Seit Ende 1994 wird das komplette Versand-Geschäft von hier aus zentral abgewickelt. Für eine schnelle Beförderung der Ware sorgt ein vollautomatisches Laufband mit vielen Verzweigungen, welches von modernen Scannern gesteuert wird und somit jede Kiste seinen gewünschten Zielort erreicht. Insgesamt ist die Förderanlage 1000m lang und hat zwei Stockwerke.
Die Kisten werden als „Warenkörbe“ zusammen mit je einer Bestellung zu den Sektionen transportiert, wo die gewünschten Artikel zu finden sind. Der Lagerort für einen Artikel ist mit vier Angaben (Zone, Regal, Spalte, Ebene) nämlich genau festgelegt. So kann das Personal an den Regalen die Kisten mit der bestellten Ware auffüllen, ohne dafür lange Wege zurücklegen zu müssen. Und darum schafft die Kommissionieranlage die Abwicklung von 500 Bestellvorgängen in jeder Stunde, was sich bezahlt macht: Globetrotter gehört laut einer Untersuchung des Versandhausberaters mit zu den schnellsten Versendern in Deutschland. Es ist also auch für spontane Globetrotter kein Problem, schnell noch mal einen Schlafsack zu bestellen. Solch eine Schnelligkeit setzt ohne Frage eine ausgeklügelte Logistik im Bau des Gebäudes, im Konzept und in den einzelnen Tätigkeitsbereichen voraus. Während meiner kurzen Zeit als Praktikantin wurde in mir der Eindruck geweckt, dass Globetrotter sehr gut organisiert ist.
Darüber hinaus ist jeder der Arbeiter intern und auch extern erreichbar. So gut wie alle besitzen ein festes und ein schnurloses Telefon. Ferner wird in einem Teil des Gebäudes die Rohrpost für den schnellen Transport von Papieren und kleinen Gegenständen verwendet.
(Die nächste Seite zeigt das Gebäude und seine Unterteilung.)
Für die Arbeiter im Lager bedeutet diese Technologie des Laufbandes außerdem, dass körperlich gesehen keine schweren Aufgaben zu verrichten sind. Aber natürlich gibt es Tätigkeitsbereiche, in denen es ausschließlich Männer gibt, was in der Packerei der Fall ist. Im Wareneingang (Auspreisung, Sortierung) trifft in etwa eine Frau auf zwei Männer. Auch in den Büros gibt es sowohl Männer als auch Frauen. Die meisten Frauen arbeiten im Call-Center oder in der Buchhaltung; die männliche Schöpfung findet sich als Führungsposition wieder, in der Warenwirtschaft und in der EDV-Abteilung. Es wird geschätzt, dass 35% der Arbeiter Frauen und 65% Männer sind.
Für die EDV-Abteilung gibt es übrigens viele Angebote zur Fort- und Weiterbildung. Wie jeder Bereich ist auch die EDV sehr wichtig. Hier schreiben Spezialisten Programme für alle andere Abteilungen, ohne die nichts funktionieren würde. Außerdem findet man dort auch die Webmaster, die durch die Pflege der Homepage für einen guten Internetauftritt der Firma und etliche Onlinebestellungen sorgen.
Und dann gibt es ja noch die Auszubildenden. Von denen hat Globetrotter momentan 33 Stück. Sie lernen hier die Berufe Bürokaufmann, Einzelhandelskaufmann, Informatikkaufmann, Mediendesigner und Handelsfachmann. Um als Azubi im Lager tätig zu sein, braucht man keine bestimmten Anforderungen. Das Wichtige dabei ist, dass man sich selbst dafür geeignet fühlt. Für die Lehre als Informatikkaufmann ist ein Realschulabschluss erwünscht, allerdings nicht unbedingt notwendig. Noch schöner wäre es, wenn man zuvor auf der Handelsschule gewesen war.
Was mir während des Praktikums noch aufgefallen ist, ist das angenehme Betriebsklima. Die Mitarbeiter verstehen sich sehr gut untereinander und pflegen auch die privaten Kontakte. Ich musste mir die ganze Woche über angewöhnen, die Beschäftigten zu duzen und mit ihren Vornamen anzusprechen. Hier kennt jeder jeden gut. Außerdem gab es sehr viel zu lachen.
Das Verhältnis zu Vorgesetzten ist einwandfrei. Auch hier ist die Atmosphäre angenehm. All das erleichtert einem die Arbeit sicher um vieles.
Das letzte, was ich noch erwähnen möchte, ist für Globetrotter mit das Ereignis des Jahres: Kürzlich wurde der Denart & Lechhart GmbH nämlich der Deutsche Handelspreis für den Mittelstand verliehen. Diese Veranstaltung fand jetzt zum ersten Mal statt. Und meiner Meinung nach hat „Globi“ sich den auch regelrecht verdient.
Nun stellt sich ja die Frage: Wo bekommt Globetrotter seine Ware eigentlich her? Denn zaubern können sie dann doch noch nicht. Stattdessen muss die Gesellschaft sich die Artikel von anderen Firmen beschaffen (lassen). Inzwischen produziert Globetrotter zwar auch eigene Ware – so gehört ihnen alles von Four Seasons – doch der Großteil wird eingekauft.
Im Prinzip funktioniert es deshalb so: Eine Firma produziert Ware, der Einzelhandel bestellt diese, dann bringt ein Transportservice sie zum Wareneingang des Einzelhandels, hier wird sie ausgepreist, verpackt und verschickt – entweder an eine Filiale oder an einen Kunden, der im Katalog bestellt hat.
Gewinn macht der Einzelhandel dadurch, dass er die Ware teurer verkauft als sie eingekauft wurde. Dabei entsteht der uns bekannte Preis eines Artikels.
Eingekauft wird hierbei in der Regel von mehreren Lieferanten, um das Angebot zu vergrößern. Globetrotter verwaltet ungefähr 10.000 verschiedene Artikel mit knapp 500 Lieferanten aus der ganzen Welt. Diese Artikel werden in dem Katalog der Gesellschaft oder in der Werbung vorgestellt. Ein Lieferant macht seine Ware z.B. auf Messen bekannt.
Lernt Globetrotter ein neues Produkt auf solch einer Messe kennen und möchte es gerne in seinen Katalog mit aufnehmen, so wird später bei der Annahme der Ware genauestens überprüft, ob sich das Modell nicht doch noch geändert hat. Immerhin ist es diesem Einzelhandel wie gesagt wichtig, die Kunden zufrieden zu stellen, und ist nicht darauf aus, dass hauptsächlich verkauft wird – egal wie.
Ferner ist es für einen Kunden bei Globetrotter möglich, Artikel zu bestellen, die zwar nicht im Katalog stehen, allerdings von einem der Lieferanten produziert werden. In so einem Fall werden Sonderbestellungen durchgeführt, was nicht gerade selten vorkommt.
Das Zusammenspiel zwischen dem Lieferanten und dem Einzelhandel ist demnach wichtig, um dem Kunden die Ware korrekt und nicht zu spät zu liefern bzw. Nachschub für die Filialen rechtzeitig anzuschaffen. Möglich ist das nur, wenn der Einzelhandel die Ware rechtzeitig vom Lieferanten erhält und dabei die Anzahl und Art (wie z.B. die Farbe) eines Artikels stimmt.
Um so eine Zusammenarbeit möglich zu machen und festgelegte Termine auch wirklich einhalten zu können, müssen bestimmte Abmachungen zwischen diesen beiden Unternehmungen getroffen werden. Je nachdem wie groß und bedeutsam ein Einzelhandel ist, kann er sich gewisse Forderungen gegenüber eines Lieferanten erlauben. Bei Globetrotter ist es so, dass von deren Seite aus für jeden Lieferanten festgelegt wird, wie viel Lieferzeit er nach der Bestellung von Ware hat. Dabei wird berücksichtigt, wie schnell der Lieferant arbeitet und welche Strecke er zurücklegen muss. Ein Lieferant aus England braucht logischerweise länger als einer aus Kiel. Und einer aus München ist vielleicht besser organisiert als sein Nachbar. Es gibt auch noch viele, viele andere Forderungen und Abmachungen, doch leider sind mir diese nicht weiter bekannt. Die Lieferzeit wird hierbei immer in Wochen angegeben.
Außerdem kann ein Lieferant Bescheid sagen, wenn er etwas erst in einem halben Jahr oder so wieder liefern kann. Und es liegt ganz bestimmt nicht in Globetrotters Absicht, die Lieferanten zu hetzen. Die Lieferzeit wird schon sehr rücksichtsvoll und logisch festgelegt. Dabei darf es ja aber auch nicht passieren, dass ein Lieferant einschläft.
Ein wichtiger Aspekt ist also die Einhaltung von Lieferterminen. Bestellt Globetrotter etwas bei einem seiner Lieferanten, was meistens am Montag passiert, dann wird per Computer von dieser Woche an gezählt, wie viel Zeit noch bleibt, bis die Ware spätestens geliefert werden muss. Ist die Ware am Freitag der letzten Woche, in der die Lieferung eigentlich erwartet wird, immer noch nicht angekommen, wird die Bestellung angemahnt. So etwas passiert öfters mal. Entweder hat der Lieferant es dann nicht hinbekommen, die Ware endlich wegzuschicken, oder die Fracht ist zwischendurch einfach mal für eine Weile verschollen.
Da Globetrotter nicht weiß, was nun passiert ist, und erst mal davon ausgeht, dass der Lieferant es verschlafen hat, denn das ist in der Regel der Fall, wird ein Erinnerungsfax an den entsprechenden Lieferanten gesendet. Es enthält die Lieferungsfrist und die vermissten Artikel. (siehe Anlage) Ferner ermahnt Globetrotter den Lieferanten hier, indem er bekannt gibt, dass der Lieferant für die entstehenden Kosten bei einer Nichtlieferung aufkommen muss, sofern er die Ware nicht liefert, auf welche die Kunden warten. Kommt dann immer noch keine Antwort, wird eine Belastungsanzeige von bis zu 500 - 1000 Euro aufgegeben.
Sind es jedoch kleine Artikel, die fehlen, also Produkte, die nicht dringend benötigt werden und nur wenig kosten, so wird der Bestellsatz lediglich gelöscht und Globetrotter bestellt bei Bedarf neu.
Ob die Ware, die ankommt, denn aber tatsächlich richtig ist, muss in vielen Vorgängen überprüft werden. Dies passiert im Lager und in der Warenwirtschaft für den Wareneingang. Es kommt immer mal vor, dass entweder der Lieferant oder auch der Einzelhandel einen oder mehrere Fehler bei den einzelnen Bestellsätzen macht. Meistens trifft es allerdings den Lieferanten. Der hat ja auch viel mehr Verpflichtungen und Verantwortung, zumindest wenn es gerade um den Vorgang des Lieferns geht. Dabei können nämlich folgende Probleme auftreten:
Entweder wird die Ware falsch geliefert, oder sie kommt erst gar nicht an, oder aber sie erreicht den Wareneingang ohne Lieferschein (auch umgekehrt ist es schon vorgekommen!), es kann aber auch vorkommen, dass etwas ankommt, was nie bestellt wurde.
Um all das zu prüfen, müssen das Lager und die Warenwirtschaft, die beide für den Wareneingang zuständig sind, gut zusammen arbeiten und sich absprechen - dies machen sie durch Computerprogramme, wo alle bekannten Informationen eingetragen und weitergegeben werden.
Aus Zeitgründen muss Globi nämlich erstmal davon ausgehen, dass alles stimmt, und kann bei der Warenannahme lediglich die Unversehrtheit der angekommenen Kartons und Paletten überprüfen. Alles Weitere geschieht dann bei der \"Verarbeitung\" - der Leiferschein wandert in die Warenwirtschaft und die Ware wird im Lager zwischengelagert, bevor sie schließlich verpackt und entweder zu den Filialen oder zum Kunden geschickt wird.
Wie gesagt hatte ich nun bei Globetrotter eine Woche lang (eher gesagt 5 Tage) mein Wirtschaftspraktikum. Ich habe diesen Bericht geschrieben, weil ich sehr begeistert von dieser Firma bin. Da mein Vater dort arbeitet, kannte ich Globetrotter schon etwas, aber auch nur etwas. Ich bin um einiges schlauer und auch beeindruckter geworden. Schade, dass es nur so kurz war. Das Ziel eines Wirtschaftspraktikums ist es ja, möglichst viele Abteilungen zu durchlaufen. Bei den meisten Abteilungen habe ich aber nur mal kurz reingeschaut und habe mich an 3 von den 5 Tagen lediglich in der Warenwirtschaft aufgehalten, da ich es so interessant fand. Dazu kommt aber auch noch, dass ich anfangs nicht verstanden hatte. Der eine Tage im Lager hatte mir nicht wirklich geholfen, so dass ich dann entschloss, in der nächsten Abteilung länger zu bleiben. Alle anderen sind dabei zu kurz gekommen und ich habe da nur mal vorbeigeschaut, um zu sehen, wie es genau aussieht und was ihre Aufgaben sind. Schade, dass es nun vorbei ist. Aber ich bedanke mich für die schöne und interessante Woche. Ich hatte anfangs wie gesagt Probleme mit dem Verständnis und hoffe nun aber, dass ich hier alles richtig geschrieben habe!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-11 21:00:56 mit dem Titel Gedichte - neue Versuche von mir!
Dennis
Rosa Wangen,
Blondes Haar.
Das ist Dennis.
So wunderbar.
Dunkelblonde Strähnchen,
Braungebrannte Haut,
So seht doch nur wie lieblich
Er jeden Tag ausschaut.
Er ist so stark,
Er ist so gut;
Geprägt von Selbstsicherheit
Und anderen Mut.
Er wirkt gelassen,
Wahrlich ist er es.
Der sich durchsetzen kann
Und sich nichts gefallen lässt.
Er weiß, was er tut,
Und er weiß, was er will,
Seiner Schwester schenkt er sein Blut,
Für sie ist er still.
Was ihm anhaben kann,
Man fragt.
Doch es ist bloß das,
Was uns alle einst plagt.
Da ist dieses Mädchen,
Auf ihre Weise so lieblich wie er.
Doch sie hat zu viel Angst
Und das macht es ihm schwer.
Sie wurde enttäuscht,
Sie wurde verlassen.
Sie hatte sich geschworen
Alle Männer zu hassen.
Langsam nähert er ihr sich heute
In der Hoffnung, dass es ihm glückt.
Schritt für Schritt beschafft er sich diese einzigartige Beute.
Ich glaube, ihm gehört schon ein Stück.
Er trägt nur Schwarz, Blau und Weiß
Was er gerne trägt, sind Hemden.
Wenn ich ihn sah, wurde mir so heiß
Und durfte nicht wissen, wann würde es enden.
Ich konnte nicht verstehen, warum all das geschah.
Ich wusste nur, dass er mich niemals sieht.
Ich litt darunter jede Nacht,
Denn er war verliebt.
Oft musste ich an ihn denken,
Ich habe ihn zu jeder Stund tief vermisst.
Ich malte mir Geschichten aus,
Wie es wohl wär, wenn er sie vergisst.
Fünf Jahre ging es so.
Mehr als seinen ersten Namen habe ich nie gekannt.
Heute bin ich frei und doch nicht froh,
Denn er hatte mich zu lange... oder habe ich mich selbst verbannt?
Zu oft habe ich von ihm geträumt,
Doch nun ist dieses Leid geschwunden.
Mir wurd klar, wie viel ich versäumt,
Und vielleicht habe ich eine neue Liebe gefunden.
Apocalypse
Zu oft ist es Schein,
Ja, manchmal ist es List,
Doch bei dir kann ich mir sicher sein,
Dass du einfach... du bist.
Es ist das Wahre und zeugt so manches Mal von Mut
- Und bei dir gar ist es gut.
Wäre das nicht allein schon genug,
Diese Abkehr von dem Trug,
Die du in dir trägst,
Und dich in Wahrheit prägst,
So legst du auf das Richtige wert,
Wahrlich - Charakterzug als Maß ist nimmer verkehrt.
Du, ja du, bist lieb und nett
- Ein Kamerad, wie ich ihn doch gern für mich hätt.
Ein jemand aus des Gottes Nest;
Ein jemand, der mein Herz um so vieles höher schlägen lässt.
Mit dir kann ich reden, mit dir kann ich lachen.
Und dein Äußeres ist nicht vollkommener mehr zu machen.
So hätte ich nahezu Gefallen daran,
Triebst du mich nicht aufs neue in den Wahn
Mit deiner Perfektheit
... Und meiner Einsamkeit
- Ich wüsste nicht, was von beiden mehr ist,
Aber ich weiß, warst du einmal nicht da, ich hab dich vermisst.
Voller Interesse kommst du mir entgegen,
Schenket mir diese Schau nur Segen;
Vielmehr zereißt es mich in tausend Stücke,
Wenn ich zu dir auferblicke,
Denn unerreichbar fern bist du für immer,
Jedes Wort von dir tut es mir schlimmer.
Mein Wunsch liegt nicht darin, bei dir zu sein,
Nicht einmal in deiner Nähe allein.
Viel mehr würde ich dich vergessen wollen,
Auf dass alle Erinnerungen schwinden sollen,
Denn so gut ich auch mit dir handeln kann,
Bist du nicht da, so tut es mir nur Schlechtes an.
Schlechter schon wirst du es durch deine Anwesenheit tun;
Nie mehr, dank dir, darf ich, dank mir, am Tage ruhn.
Die Qual der Träume, wie ich sie schon immer hatt, sie ist erneut so groß.
Sag mir, Junge, was tust du mit mir bloß?!
Sag mir, warum verletze ich mich selbst so sehr?
Sag, ach, sag mir, wieso ist meine Sehnsucht zu mir zurückgekehrt?
Meine Ruhe hast du mir einst genommen,
Und die Apocalypse, meine, sie wird kommen.
Die Welt
Frage ich mich, was ist die Welt,
denk` ich sogleich an Kummer, Last und Leid,
eine falsche Welt, eine schlechte Welt
voller Egoismus, Hass und Neid.
So fühlen sich viele klug,
die dies uns Bekannte verkünden,
erzählen dann von diesem Schein, diesem Trug,
auf dass alle Freuden schwinden.
Doch wer will, dass Menschen ändern und denken,
der soll berichten von den Fleißigen, von den Guten,
denn dass es solche gibt, die anderen ihr Leben schenken,
mochten schon immer die Wenigen vermuten.
Sag` mir doch, was ist die Welt?
Was ist die Welt und ihre gesamte Pracht?
Trägt sie zur Lüge das bunte Feld,
hat sie sich für uns zurecht gemacht?
Der Mensch ist dumm und gemein
- das steht schon lange fest.
Und es wird auch immer so sein,
wenn man nicht das Gute an sich lässt.
Erzähl` deinen Leuten nicht, was Mensch und Welt ist.
Erzähl` ihnen von den einigen Guten und den Träumen.
Erzähl` ihnen davon, was jeder vermisst.
Dass es möglich ist, dafür sollst du Gedanken räumen.
Durch Fortschritt werden Krankheit und Kummerdistel zerdrückt.
Schau` zu, wenn Gott sich nach der weggeworfenen Erde bückt.
Wusstest du eigentlich
So vieles würde ich dir gerne sagen,
was dich und mich angeht,
doch, wie du schon merktest, kann ich es nicht wagen,
was wohl nach so langer Zeit keiner mehr versteht.
Nicht einmal ich selbst, obwohl ich mich oft frage,
was mich denn eigentlich daran hindert.
Ich weiß, es ist nicht Angst vor Blamage
oder Ähnliches, was meine Stärke hierdort mindert.
Vielleicht, nein, sicher möchte ich nichts Falsches machen,
wobei ich mich frage, ob es - so sicher wie das Zu Spät - ein Falsch gibt,
und mich keinesfalls ernsthaft mit dir verkrachen,
denn, bei Gott, ich bin schrecklich in dich verliebt.
So hoffe ich weiterhin auf deine Geduld dabei,
wenn ich mich langsam öffnen kann.
Dann bin ich frei,
für immer fort sei der Bann.
Langsam und Schritt für Schritt will ich es versuchen,
weil ich es will und weil du sonst enttäuscht sein wirst.
Das bringt mich jedes Mal zum Fluchen,
also, geb` bitte Acht, ich probiere, auf dass es einst nimmer schmerzt.
So ist dies zueinst ein Dank für das bisherige Verständnis,
andererseits eine freche Aufforderung - mache so weiter!
Denn noch wird es dauern, bei jedem Geständnis,
bitte hilf mir... und es wird heiter.
Ich weiß sehr wohl, an mir gibt es noch mehr auszusetzen,
und ich sage dir, ich werde nur mein Bestes geben.
Wirst du mich nicht hetzen,
kann ich es noch selbst anstreben.
Es tut mir sehr Leid...
All diese Fehler, die ich tat!
Jede, die du begehrst, erfüllt mich zu viel des Beweises mit Neid.
Und wenn du die eine lieber willst, sag` es ehrlich, worum ich dich oft bat.
Nur so weiß ich, woran ich bin.
Das hat höchstes Maß - verwunschen sei hier einmal die Rücksicht.
Ist dann auch noch so viel Schmerz in meines Eigenen drin,
schon bald erlange ich Einsicht.
Aber schöner wäre es ja, wenn du bleibst,
vorrausgesetzt, du meinst es ehrlich.
Dann hab` ich mit dir im akzeptablen Gewichte Freud und Leid,
dann erst wirst du für mich unentbehrlich.
Für alle Zeit.
Ach, du gibst meinem Leben einen Sinn,
und zeigest und schenkest mir so viel Schönes.
Solange ich ja denn weiß, woran ich bin,
bin ich bei dir etwas unsicheres Verwöhntes.
Meine Leistungen dagegen lassen mich erschrecken,
ich schenkte dir nur Hiebe!
Sag`, warum konntest du dennoch nie meckern...
und wusstest du eigentlich, dass ich dich liebe?
Ja, frei, du wusstest es dennoch.
Bitte sagt mir eure Meinung!
Globetrotter Ausrüstung ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Deswegen wird sie auch Denart & Lechhart GmbH genannt. Sie beschäftigt heutzutage über 350 Festangestellte und mehr als 200 Saisonarbeiter. Momentan gehören ihr 6 Filialen in 5 deutschen Großstädten: Zwei in Hamburg, von der eine nur von Auszubildenden geleitet und gestaltet wird, und je ein Laden in den Städten Bonn (recht klein), Dresden, Berlin (mit Internetcafe, Kletterwand, Kühlkammer für private Tests und mehr) und Frankfurt. Eine neue Filiale entstand meist dadurch, dass kleine Firmen in diesen Städten aufgekauft wurden, wie z. B. die Unternehmen Alles für Tramper oder Zelte Weber. Insgesamt bedeutet das für Globetrotter eine Verkaufsfläche von 11420 m².
Daraus lässt schließen, dass sich aus dieser Organisation schnell ein führendes Fachgeschäft mit Zubehör für Outdooraktivitäten und weiteren nützlichen Artikeln entwickelt hat. Das Erfolgsgeheimnis liegt neben dem überaus großen Angebot wohl auch in dem Fachwissen der Angestellten. Nicht nur die Kundenberater haben Erfahrungen im Reisen und Survival gemacht, sondern auch viele andere Mitarbeiter. Das ist etwas, auf das die Unternehmung viel Wert legt, denn diese Atmosphäre, die bei der Begeisterung vom „Globetrottern“ entsteht, wird in den Läden auf den Kunden übertragen, so dass er nicht nur in anderen Käufern, sondern auch bei den Verkäufern Gleichgesinnte findet. Darüber hinaus ist hier die totale Kulanz wichtig. Bei Globetrotter gibt es keine Rückgabegarantie, die nach einer gewissen Zeit abläuft. Ist ein Kunde mit einem Produkt unzufrieden, kann er diesen also zu jeder Zeit zurück geben. Auch damit wird für die Zufriedenheit des Kunden gesorgt. Und was wirbt schon effektiver als ein glücklicher Kunde? Genau aus dem Grund ist bei Globetrotter ein Ankäufer auch gleichzeitig ein Verkäufer – und umgekehrt. All das erklärt wohlmöglich mit die schnelle Expansion dieser Gesellschaft. Fest steht, dass Globetrotter im letzten Jahr einen Umsatz von 70 Millionen Euro gemacht und sich somit um 22% gesteigert hat. Und es sieht so aus, als wenn die Spitze noch lange nicht erreicht ist. Von Konkurrenz kann meines Erachtens nach nicht die Rede sein. In Berlin und anderen Großstädten gibt es einige kleine Mitwerber, die für Globetrotter aber keineswegs gefährlich werden könnten. Die Firma selbst ist permanent am Wachsen – und selbstverständlich hoffen die Mitarbeiter, dass es dabei bleibt. Es wird angestrebt, weitere Filialen zu eröffnen: Großstädte wie München wären doch kein schlechter Standort... und wie wäre es denn nebenbei noch mit einer internationalen Ausbreitung?
Allein hier in der Zentrale im Hamburger Bargkoppelstieg, dessen Grundstück eine Fläche von 10.000 m² hat, gibt es etwa 200 Computer. Ein Teil dieser am Arbeitsplatz genutzten Computer ist auf nahezu kritisch altem Stand, andere PCs sind wiederum modern ausgerüstet – es kommt natürlich darauf an, wofür sie gebraucht werden. Sagen wir mal so: Es scheint überall auszureichen.
Positiv überraschend ist dagegen die Ausstattung im Lager hier in Hamburg. Seit Ende 1994 wird das komplette Versand-Geschäft von hier aus zentral abgewickelt. Für eine schnelle Beförderung der Ware sorgt ein vollautomatisches Laufband mit vielen Verzweigungen, welches von modernen Scannern gesteuert wird und somit jede Kiste seinen gewünschten Zielort erreicht. Insgesamt ist die Förderanlage 1000m lang und hat zwei Stockwerke.
Die Kisten werden als „Warenkörbe“ zusammen mit je einer Bestellung zu den Sektionen transportiert, wo die gewünschten Artikel zu finden sind. Der Lagerort für einen Artikel ist mit vier Angaben (Zone, Regal, Spalte, Ebene) nämlich genau festgelegt. So kann das Personal an den Regalen die Kisten mit der bestellten Ware auffüllen, ohne dafür lange Wege zurücklegen zu müssen. Und darum schafft die Kommissionieranlage die Abwicklung von 500 Bestellvorgängen in jeder Stunde, was sich bezahlt macht: Globetrotter gehört laut einer Untersuchung des Versandhausberaters mit zu den schnellsten Versendern in Deutschland. Es ist also auch für spontane Globetrotter kein Problem, schnell noch mal einen Schlafsack zu bestellen. Solch eine Schnelligkeit setzt ohne Frage eine ausgeklügelte Logistik im Bau des Gebäudes, im Konzept und in den einzelnen Tätigkeitsbereichen voraus. Während meiner kurzen Zeit als Praktikantin wurde in mir der Eindruck geweckt, dass Globetrotter sehr gut organisiert ist.
Darüber hinaus ist jeder der Arbeiter intern und auch extern erreichbar. So gut wie alle besitzen ein festes und ein schnurloses Telefon. Ferner wird in einem Teil des Gebäudes die Rohrpost für den schnellen Transport von Papieren und kleinen Gegenständen verwendet.
(Die nächste Seite zeigt das Gebäude und seine Unterteilung.)
Für die Arbeiter im Lager bedeutet diese Technologie des Laufbandes außerdem, dass körperlich gesehen keine schweren Aufgaben zu verrichten sind. Aber natürlich gibt es Tätigkeitsbereiche, in denen es ausschließlich Männer gibt, was in der Packerei der Fall ist. Im Wareneingang (Auspreisung, Sortierung) trifft in etwa eine Frau auf zwei Männer. Auch in den Büros gibt es sowohl Männer als auch Frauen. Die meisten Frauen arbeiten im Call-Center oder in der Buchhaltung; die männliche Schöpfung findet sich als Führungsposition wieder, in der Warenwirtschaft und in der EDV-Abteilung. Es wird geschätzt, dass 35% der Arbeiter Frauen und 65% Männer sind.
Für die EDV-Abteilung gibt es übrigens viele Angebote zur Fort- und Weiterbildung. Wie jeder Bereich ist auch die EDV sehr wichtig. Hier schreiben Spezialisten Programme für alle andere Abteilungen, ohne die nichts funktionieren würde. Außerdem findet man dort auch die Webmaster, die durch die Pflege der Homepage für einen guten Internetauftritt der Firma und etliche Onlinebestellungen sorgen.
Und dann gibt es ja noch die Auszubildenden. Von denen hat Globetrotter momentan 33 Stück. Sie lernen hier die Berufe Bürokaufmann, Einzelhandelskaufmann, Informatikkaufmann, Mediendesigner und Handelsfachmann. Um als Azubi im Lager tätig zu sein, braucht man keine bestimmten Anforderungen. Das Wichtige dabei ist, dass man sich selbst dafür geeignet fühlt. Für die Lehre als Informatikkaufmann ist ein Realschulabschluss erwünscht, allerdings nicht unbedingt notwendig. Noch schöner wäre es, wenn man zuvor auf der Handelsschule gewesen war.
Was mir während des Praktikums noch aufgefallen ist, ist das angenehme Betriebsklima. Die Mitarbeiter verstehen sich sehr gut untereinander und pflegen auch die privaten Kontakte. Ich musste mir die ganze Woche über angewöhnen, die Beschäftigten zu duzen und mit ihren Vornamen anzusprechen. Hier kennt jeder jeden gut. Außerdem gab es sehr viel zu lachen.
Das Verhältnis zu Vorgesetzten ist einwandfrei. Auch hier ist die Atmosphäre angenehm. All das erleichtert einem die Arbeit sicher um vieles.
Das letzte, was ich noch erwähnen möchte, ist für Globetrotter mit das Ereignis des Jahres: Kürzlich wurde der Denart & Lechhart GmbH nämlich der Deutsche Handelspreis für den Mittelstand verliehen. Diese Veranstaltung fand jetzt zum ersten Mal statt. Und meiner Meinung nach hat „Globi“ sich den auch regelrecht verdient.
Nun stellt sich ja die Frage: Wo bekommt Globetrotter seine Ware eigentlich her? Denn zaubern können sie dann doch noch nicht. Stattdessen muss die Gesellschaft sich die Artikel von anderen Firmen beschaffen (lassen). Inzwischen produziert Globetrotter zwar auch eigene Ware – so gehört ihnen alles von Four Seasons – doch der Großteil wird eingekauft.
Im Prinzip funktioniert es deshalb so: Eine Firma produziert Ware, der Einzelhandel bestellt diese, dann bringt ein Transportservice sie zum Wareneingang des Einzelhandels, hier wird sie ausgepreist, verpackt und verschickt – entweder an eine Filiale oder an einen Kunden, der im Katalog bestellt hat.
Gewinn macht der Einzelhandel dadurch, dass er die Ware teurer verkauft als sie eingekauft wurde. Dabei entsteht der uns bekannte Preis eines Artikels.
Eingekauft wird hierbei in der Regel von mehreren Lieferanten, um das Angebot zu vergrößern. Globetrotter verwaltet ungefähr 10.000 verschiedene Artikel mit knapp 500 Lieferanten aus der ganzen Welt. Diese Artikel werden in dem Katalog der Gesellschaft oder in der Werbung vorgestellt. Ein Lieferant macht seine Ware z.B. auf Messen bekannt.
Lernt Globetrotter ein neues Produkt auf solch einer Messe kennen und möchte es gerne in seinen Katalog mit aufnehmen, so wird später bei der Annahme der Ware genauestens überprüft, ob sich das Modell nicht doch noch geändert hat. Immerhin ist es diesem Einzelhandel wie gesagt wichtig, die Kunden zufrieden zu stellen, und ist nicht darauf aus, dass hauptsächlich verkauft wird – egal wie.
Ferner ist es für einen Kunden bei Globetrotter möglich, Artikel zu bestellen, die zwar nicht im Katalog stehen, allerdings von einem der Lieferanten produziert werden. In so einem Fall werden Sonderbestellungen durchgeführt, was nicht gerade selten vorkommt.
Das Zusammenspiel zwischen dem Lieferanten und dem Einzelhandel ist demnach wichtig, um dem Kunden die Ware korrekt und nicht zu spät zu liefern bzw. Nachschub für die Filialen rechtzeitig anzuschaffen. Möglich ist das nur, wenn der Einzelhandel die Ware rechtzeitig vom Lieferanten erhält und dabei die Anzahl und Art (wie z.B. die Farbe) eines Artikels stimmt.
Um so eine Zusammenarbeit möglich zu machen und festgelegte Termine auch wirklich einhalten zu können, müssen bestimmte Abmachungen zwischen diesen beiden Unternehmungen getroffen werden. Je nachdem wie groß und bedeutsam ein Einzelhandel ist, kann er sich gewisse Forderungen gegenüber eines Lieferanten erlauben. Bei Globetrotter ist es so, dass von deren Seite aus für jeden Lieferanten festgelegt wird, wie viel Lieferzeit er nach der Bestellung von Ware hat. Dabei wird berücksichtigt, wie schnell der Lieferant arbeitet und welche Strecke er zurücklegen muss. Ein Lieferant aus England braucht logischerweise länger als einer aus Kiel. Und einer aus München ist vielleicht besser organisiert als sein Nachbar. Es gibt auch noch viele, viele andere Forderungen und Abmachungen, doch leider sind mir diese nicht weiter bekannt. Die Lieferzeit wird hierbei immer in Wochen angegeben.
Außerdem kann ein Lieferant Bescheid sagen, wenn er etwas erst in einem halben Jahr oder so wieder liefern kann. Und es liegt ganz bestimmt nicht in Globetrotters Absicht, die Lieferanten zu hetzen. Die Lieferzeit wird schon sehr rücksichtsvoll und logisch festgelegt. Dabei darf es ja aber auch nicht passieren, dass ein Lieferant einschläft.
Ein wichtiger Aspekt ist also die Einhaltung von Lieferterminen. Bestellt Globetrotter etwas bei einem seiner Lieferanten, was meistens am Montag passiert, dann wird per Computer von dieser Woche an gezählt, wie viel Zeit noch bleibt, bis die Ware spätestens geliefert werden muss. Ist die Ware am Freitag der letzten Woche, in der die Lieferung eigentlich erwartet wird, immer noch nicht angekommen, wird die Bestellung angemahnt. So etwas passiert öfters mal. Entweder hat der Lieferant es dann nicht hinbekommen, die Ware endlich wegzuschicken, oder die Fracht ist zwischendurch einfach mal für eine Weile verschollen.
Da Globetrotter nicht weiß, was nun passiert ist, und erst mal davon ausgeht, dass der Lieferant es verschlafen hat, denn das ist in der Regel der Fall, wird ein Erinnerungsfax an den entsprechenden Lieferanten gesendet. Es enthält die Lieferungsfrist und die vermissten Artikel. (siehe Anlage) Ferner ermahnt Globetrotter den Lieferanten hier, indem er bekannt gibt, dass der Lieferant für die entstehenden Kosten bei einer Nichtlieferung aufkommen muss, sofern er die Ware nicht liefert, auf welche die Kunden warten. Kommt dann immer noch keine Antwort, wird eine Belastungsanzeige von bis zu 500 - 1000 Euro aufgegeben.
Sind es jedoch kleine Artikel, die fehlen, also Produkte, die nicht dringend benötigt werden und nur wenig kosten, so wird der Bestellsatz lediglich gelöscht und Globetrotter bestellt bei Bedarf neu.
Ob die Ware, die ankommt, denn aber tatsächlich richtig ist, muss in vielen Vorgängen überprüft werden. Dies passiert im Lager und in der Warenwirtschaft für den Wareneingang. Es kommt immer mal vor, dass entweder der Lieferant oder auch der Einzelhandel einen oder mehrere Fehler bei den einzelnen Bestellsätzen macht. Meistens trifft es allerdings den Lieferanten. Der hat ja auch viel mehr Verpflichtungen und Verantwortung, zumindest wenn es gerade um den Vorgang des Lieferns geht. Dabei können nämlich folgende Probleme auftreten:
Entweder wird die Ware falsch geliefert, oder sie kommt erst gar nicht an, oder aber sie erreicht den Wareneingang ohne Lieferschein (auch umgekehrt ist es schon vorgekommen!), es kann aber auch vorkommen, dass etwas ankommt, was nie bestellt wurde.
Um all das zu prüfen, müssen das Lager und die Warenwirtschaft, die beide für den Wareneingang zuständig sind, gut zusammen arbeiten und sich absprechen - dies machen sie durch Computerprogramme, wo alle bekannten Informationen eingetragen und weitergegeben werden.
Aus Zeitgründen muss Globi nämlich erstmal davon ausgehen, dass alles stimmt, und kann bei der Warenannahme lediglich die Unversehrtheit der angekommenen Kartons und Paletten überprüfen. Alles Weitere geschieht dann bei der \"Verarbeitung\" - der Leiferschein wandert in die Warenwirtschaft und die Ware wird im Lager zwischengelagert, bevor sie schließlich verpackt und entweder zu den Filialen oder zum Kunden geschickt wird.
Wie gesagt hatte ich nun bei Globetrotter eine Woche lang (eher gesagt 5 Tage) mein Wirtschaftspraktikum. Ich habe diesen Bericht geschrieben, weil ich sehr begeistert von dieser Firma bin. Da mein Vater dort arbeitet, kannte ich Globetrotter schon etwas, aber auch nur etwas. Ich bin um einiges schlauer und auch beeindruckter geworden. Schade, dass es nur so kurz war. Das Ziel eines Wirtschaftspraktikums ist es ja, möglichst viele Abteilungen zu durchlaufen. Bei den meisten Abteilungen habe ich aber nur mal kurz reingeschaut und habe mich an 3 von den 5 Tagen lediglich in der Warenwirtschaft aufgehalten, da ich es so interessant fand. Dazu kommt aber auch noch, dass ich anfangs nicht verstanden hatte. Der eine Tage im Lager hatte mir nicht wirklich geholfen, so dass ich dann entschloss, in der nächsten Abteilung länger zu bleiben. Alle anderen sind dabei zu kurz gekommen und ich habe da nur mal vorbeigeschaut, um zu sehen, wie es genau aussieht und was ihre Aufgaben sind. Schade, dass es nun vorbei ist. Aber ich bedanke mich für die schöne und interessante Woche. Ich hatte anfangs wie gesagt Probleme mit dem Verständnis und hoffe nun aber, dass ich hier alles richtig geschrieben habe!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-11 21:00:56 mit dem Titel Gedichte - neue Versuche von mir!
Dennis
Rosa Wangen,
Blondes Haar.
Das ist Dennis.
So wunderbar.
Dunkelblonde Strähnchen,
Braungebrannte Haut,
So seht doch nur wie lieblich
Er jeden Tag ausschaut.
Er ist so stark,
Er ist so gut;
Geprägt von Selbstsicherheit
Und anderen Mut.
Er wirkt gelassen,
Wahrlich ist er es.
Der sich durchsetzen kann
Und sich nichts gefallen lässt.
Er weiß, was er tut,
Und er weiß, was er will,
Seiner Schwester schenkt er sein Blut,
Für sie ist er still.
Was ihm anhaben kann,
Man fragt.
Doch es ist bloß das,
Was uns alle einst plagt.
Da ist dieses Mädchen,
Auf ihre Weise so lieblich wie er.
Doch sie hat zu viel Angst
Und das macht es ihm schwer.
Sie wurde enttäuscht,
Sie wurde verlassen.
Sie hatte sich geschworen
Alle Männer zu hassen.
Langsam nähert er ihr sich heute
In der Hoffnung, dass es ihm glückt.
Schritt für Schritt beschafft er sich diese einzigartige Beute.
Ich glaube, ihm gehört schon ein Stück.
Er trägt nur Schwarz, Blau und Weiß
Was er gerne trägt, sind Hemden.
Wenn ich ihn sah, wurde mir so heiß
Und durfte nicht wissen, wann würde es enden.
Ich konnte nicht verstehen, warum all das geschah.
Ich wusste nur, dass er mich niemals sieht.
Ich litt darunter jede Nacht,
Denn er war verliebt.
Oft musste ich an ihn denken,
Ich habe ihn zu jeder Stund tief vermisst.
Ich malte mir Geschichten aus,
Wie es wohl wär, wenn er sie vergisst.
Fünf Jahre ging es so.
Mehr als seinen ersten Namen habe ich nie gekannt.
Heute bin ich frei und doch nicht froh,
Denn er hatte mich zu lange... oder habe ich mich selbst verbannt?
Zu oft habe ich von ihm geträumt,
Doch nun ist dieses Leid geschwunden.
Mir wurd klar, wie viel ich versäumt,
Und vielleicht habe ich eine neue Liebe gefunden.
Apocalypse
Zu oft ist es Schein,
Ja, manchmal ist es List,
Doch bei dir kann ich mir sicher sein,
Dass du einfach... du bist.
Es ist das Wahre und zeugt so manches Mal von Mut
- Und bei dir gar ist es gut.
Wäre das nicht allein schon genug,
Diese Abkehr von dem Trug,
Die du in dir trägst,
Und dich in Wahrheit prägst,
So legst du auf das Richtige wert,
Wahrlich - Charakterzug als Maß ist nimmer verkehrt.
Du, ja du, bist lieb und nett
- Ein Kamerad, wie ich ihn doch gern für mich hätt.
Ein jemand aus des Gottes Nest;
Ein jemand, der mein Herz um so vieles höher schlägen lässt.
Mit dir kann ich reden, mit dir kann ich lachen.
Und dein Äußeres ist nicht vollkommener mehr zu machen.
So hätte ich nahezu Gefallen daran,
Triebst du mich nicht aufs neue in den Wahn
Mit deiner Perfektheit
... Und meiner Einsamkeit
- Ich wüsste nicht, was von beiden mehr ist,
Aber ich weiß, warst du einmal nicht da, ich hab dich vermisst.
Voller Interesse kommst du mir entgegen,
Schenket mir diese Schau nur Segen;
Vielmehr zereißt es mich in tausend Stücke,
Wenn ich zu dir auferblicke,
Denn unerreichbar fern bist du für immer,
Jedes Wort von dir tut es mir schlimmer.
Mein Wunsch liegt nicht darin, bei dir zu sein,
Nicht einmal in deiner Nähe allein.
Viel mehr würde ich dich vergessen wollen,
Auf dass alle Erinnerungen schwinden sollen,
Denn so gut ich auch mit dir handeln kann,
Bist du nicht da, so tut es mir nur Schlechtes an.
Schlechter schon wirst du es durch deine Anwesenheit tun;
Nie mehr, dank dir, darf ich, dank mir, am Tage ruhn.
Die Qual der Träume, wie ich sie schon immer hatt, sie ist erneut so groß.
Sag mir, Junge, was tust du mit mir bloß?!
Sag mir, warum verletze ich mich selbst so sehr?
Sag, ach, sag mir, wieso ist meine Sehnsucht zu mir zurückgekehrt?
Meine Ruhe hast du mir einst genommen,
Und die Apocalypse, meine, sie wird kommen.
Die Welt
Frage ich mich, was ist die Welt,
denk` ich sogleich an Kummer, Last und Leid,
eine falsche Welt, eine schlechte Welt
voller Egoismus, Hass und Neid.
So fühlen sich viele klug,
die dies uns Bekannte verkünden,
erzählen dann von diesem Schein, diesem Trug,
auf dass alle Freuden schwinden.
Doch wer will, dass Menschen ändern und denken,
der soll berichten von den Fleißigen, von den Guten,
denn dass es solche gibt, die anderen ihr Leben schenken,
mochten schon immer die Wenigen vermuten.
Sag` mir doch, was ist die Welt?
Was ist die Welt und ihre gesamte Pracht?
Trägt sie zur Lüge das bunte Feld,
hat sie sich für uns zurecht gemacht?
Der Mensch ist dumm und gemein
- das steht schon lange fest.
Und es wird auch immer so sein,
wenn man nicht das Gute an sich lässt.
Erzähl` deinen Leuten nicht, was Mensch und Welt ist.
Erzähl` ihnen von den einigen Guten und den Träumen.
Erzähl` ihnen davon, was jeder vermisst.
Dass es möglich ist, dafür sollst du Gedanken räumen.
Durch Fortschritt werden Krankheit und Kummerdistel zerdrückt.
Schau` zu, wenn Gott sich nach der weggeworfenen Erde bückt.
Wusstest du eigentlich
So vieles würde ich dir gerne sagen,
was dich und mich angeht,
doch, wie du schon merktest, kann ich es nicht wagen,
was wohl nach so langer Zeit keiner mehr versteht.
Nicht einmal ich selbst, obwohl ich mich oft frage,
was mich denn eigentlich daran hindert.
Ich weiß, es ist nicht Angst vor Blamage
oder Ähnliches, was meine Stärke hierdort mindert.
Vielleicht, nein, sicher möchte ich nichts Falsches machen,
wobei ich mich frage, ob es - so sicher wie das Zu Spät - ein Falsch gibt,
und mich keinesfalls ernsthaft mit dir verkrachen,
denn, bei Gott, ich bin schrecklich in dich verliebt.
So hoffe ich weiterhin auf deine Geduld dabei,
wenn ich mich langsam öffnen kann.
Dann bin ich frei,
für immer fort sei der Bann.
Langsam und Schritt für Schritt will ich es versuchen,
weil ich es will und weil du sonst enttäuscht sein wirst.
Das bringt mich jedes Mal zum Fluchen,
also, geb` bitte Acht, ich probiere, auf dass es einst nimmer schmerzt.
So ist dies zueinst ein Dank für das bisherige Verständnis,
andererseits eine freche Aufforderung - mache so weiter!
Denn noch wird es dauern, bei jedem Geständnis,
bitte hilf mir... und es wird heiter.
Ich weiß sehr wohl, an mir gibt es noch mehr auszusetzen,
und ich sage dir, ich werde nur mein Bestes geben.
Wirst du mich nicht hetzen,
kann ich es noch selbst anstreben.
Es tut mir sehr Leid...
All diese Fehler, die ich tat!
Jede, die du begehrst, erfüllt mich zu viel des Beweises mit Neid.
Und wenn du die eine lieber willst, sag` es ehrlich, worum ich dich oft bat.
Nur so weiß ich, woran ich bin.
Das hat höchstes Maß - verwunschen sei hier einmal die Rücksicht.
Ist dann auch noch so viel Schmerz in meines Eigenen drin,
schon bald erlange ich Einsicht.
Aber schöner wäre es ja, wenn du bleibst,
vorrausgesetzt, du meinst es ehrlich.
Dann hab` ich mit dir im akzeptablen Gewichte Freud und Leid,
dann erst wirst du für mich unentbehrlich.
Für alle Zeit.
Ach, du gibst meinem Leben einen Sinn,
und zeigest und schenkest mir so viel Schönes.
Solange ich ja denn weiß, woran ich bin,
bin ich bei dir etwas unsicheres Verwöhntes.
Meine Leistungen dagegen lassen mich erschrecken,
ich schenkte dir nur Hiebe!
Sag`, warum konntest du dennoch nie meckern...
und wusstest du eigentlich, dass ich dich liebe?
Ja, frei, du wusstest es dennoch.
Bitte sagt mir eure Meinung!

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