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Erfahrungsbericht von krawallo

GAYLIGHT - EIN COCKTAIL MACHT GESCHICHTE ! ! !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen Cocktailkreationen, denn das Publikum ist gnadenlos gelangweilt,wenn man ihnen immer nur die Klassiker anbietet.
Nach einigen Versuchen hatte ich dann mein neustes Meisterwerk vollbracht.
Süß sollte der Cocktail in jedem Fall sein, exotisch fruchtig und mit einer gewissen Promille, die nicht jeden aus den Latschen kippen läßt.
Meist müssen unsere neuen Bedienungen als Testobjekt herhalten, denn meist loben die meine vermeintliche Kunst und getrauen sich nicht Kritik zu üben. Es könnte ja ihr letzter Cocktail sein.


Herkunft:
Es war also ein recht schwacher Umsatzabend in meinem Lokal, und aus Langeweile versuchte ich etwas Neues für meine reizenden Bedienungen zu mixen, da unser Trinkgeld an diesem Abend wohl gleich null gehen würde.
Ein kurzer Blick auf das Spirituosenregal genügte, und mit einigen sicheren Handgriffen griff ich mir bekannte und eher unbekannte Flaschen aus dem Regal.
Da ich am Wochenende darauf auf einer Party von Schwulen und Lesben meine Dienste anbot, wollte ich ihn dort einmal in Serie produzieren.

Neben de Klassikern „Caipirinha“ und dem „Sex on the Beach“ gab ich also auch meine neuste Kreation auf die Tafel. Zuerst einmal mußte ein geeigneter Name diesem besonderen Cocktail die Ehre erweisen, und zur Feier des Tages, und weil ein besonderer Mensch aus dem Netz mich darauf brachte, gab ich ihm den Namen GAYLIGHT.

Ich weiß nicht mehr, wie viele von diesem Fruchtcocktail ich an dem Abend an die Schwulen oder Lesben brachte, aber nachdem wir die zweite Flasche Pessoa gekillt hatten, hatte der Spaß ein Ende.
Der Name war wohl sehr anziehend, und im Geschmack meiner warmen Brüder hatte ich mich wohl auch nicht getäuscht. Soviel Lob, wie an diesem Abend konnte nichtmal ich vertragen, war aber sehr erfreut, das mein neuster Liebling gut bei den Leuten ankam.


Zubereitung:
Ich war mir meiner Geschmacksvorstellung recht sicher, gab aus diesem Grunde erst einmal 5-6 Eiswürfel in den Shaker, gab
3 cl Absolut Wodka dabei, vergaß auch nicht
3 cl weißen Rum,
2cl Passoa (Maracujalikör) , einer meiner größten Favoriten und lies vorsichtig
1,5cl Mangosirup in den Shaker laufen.
Um dem Geschmack etwas den Alkohol zu nehmen fügte ich noch
1 cl Limettensaft,
4 cl Ananassaft,
4 cl Orangensaft und
einen Spritzer Bananensaft
bei.

Nachdem ich all die Zutaten gut geschüttelt habe, lies ich den Drink in ein großes Cocktailglas mit zerstoßenem Eis laufen und gab zum Abschluß noch einen guten Spritzer Grenadinesirup als Finish oben drauf.


Geschmack:
So wie der Name verspricht, schmeckt dieser Cocktail auch. Gay kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie bunt, fröhlich, farbenfroh und lebhaft.

Durch den Spritzer Grenadine wird der Cocktail sehr süß und das rot schimmert gekonnt durch das helle Licht des Drinks durch. Nachdem man den roten Sirup vermischt hat, schimmert der Drink in freundlichem Pink.
Beim ersten Versuch merkt man auch, wie lebhaft dieser Cocktail schmeckt, denn die 6 cl Alkohol sind deutlich zu spüren und machen gewiss jeden fröhlich.
Im Gesamtabschluß schmeckt der Cocktail exotisch- süß, mit einer deutlichen Fruchtnote, wobei der Mangogeschmack den Grundgeschmack bestimmt.
Zudem fällt auf, wie süffig dieser Cocktail ist, denn durch die verschiedenen Säfte und den kaum spürbaren Alkoholanteil trinkt sich dieser Fruchtmix wie Wasser.


Fazit:
Fruchtcocktails liegen genau im Trend der Zeit, und auch ich halte mich daran. Sicher mögen viele mehr Alkohol im Glas, oder sind kein Freund von süßen Getränken. Mich hat Gaylight jedenfalls wegen seines Geschmacks und seinem eigenwilligem Aroma völlig überzeugt.

Nachwirkungen sind eher nach dem dritten Glas zu erwarten, und das kann schnell passiert sein, denn von einem echten GAYLGHT kann man eben nicht genug bekommen.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-21 18:30:08 mit dem Titel GÄNSE MACHEN WIRKLICH KRAWALL ! ! !

Gänse sind seit meiner Kindheit meine ständigen Begleiter, sowohl der Gänsemarsch in Kindergarten, Gustav Gans von Walt Disney in der Ganztagsschule, die verweigerte St. Martins- Gans am 11. November, der Gänsewein in meiner ersten Diskothek oder die verknoteten Gänseblümchen im schulterlangen Haar in meiner verwegenen Zeit in der Landkommune - eine Verbindung zu dem putzigen Federvieh gab es in jeder wichtigen Epoche meines Lebens.

Das beeindruckendste Erlebnis mit Gänsen hatte ich während meiner Ferien nach dem vierten Schuljahr auf einem Bauernhof in Unterammergau, einem Ort ganz im Süden des Freistaats Bayern. Dort besuchte ich für einige Wochen Cordula, die jüngere Schwester meiner Amme Gundel, um meine Ferienzeit auf einem großen Hof in der Pampa zu verbringen und die Natur näher kennenzulernen.
Auf dem Hof lernte ich Friedel die Hausgans kennen, der mich schon freudig erregt und aufgebracht, mit lautem Geschnatter und Krawall am Tor empfing, als wäre ich ganz laut gewesen. Gänzlich unbeeindruckt war ich nicht, denn die Laute, die diese Gans von sich gab, waren furchterregend und verursachte Gänsehaut bei mir. Ich hatte so etwas ja vorher noch nie gesehen, aber nun stand leibhaftig eine ganze Gans vor mir.
Das weiße Federkleid schimmerte freundlich in der Nachmittagssonne und wild schlug Friedel mit seinen Flügeln umher und versuchte Aufmerksamkeit zu erregen, kam mir dabei einige Male bedrohlich nahe und schnappte immer wieder mit dem Schnabel nach meinen Waden. Als Wachund schien sich dieses Tier also zu eignen, und denn schnell wurde man auf das Geschnatter aufmerksam und die Herrin des Hauses schimpfte mit dem stolz dreinblickendem und wegwackelndem Ganter und ich konnte den Hof betreten.

Gänse unterscheiden sich von den Enten durch einen längeren Hals. Ihr Schnabel weist ebenfalls Hornlamellen auf, doch sind diese grob und zum Abrupfen von Pflanzennahrung geeignet. Anders als bei den Enten sind die Geschlechter gleich gefärbt und beteiligen sich auch beide an der Jungenaufzucht. Gänse leben in lebenslanger Einehe.

Im Laufe der Wochen machte ich Bekanntschaft mit allerlei Landbewohner, und wer mir seit unserer ersten Begegnung fast täglich an meiner Seite befand, war eben Friedel die Hausgans.
Er brauchte einige Tage, um sich an mich zu gewöhnen, bis dahin wurde ich immer mit lautem Gefauche und Geschnatter empfangen und mitunter versuchte dieser kleine Wicht auch nach mir zu schnappen...
Auch Friedel war nach einer Weile meinem unwiderstehlichem Charme erlegen und mit der Zeit gewann ich das Gefühl, daß Friedel mich mochte. Vielleicht lag es auch daran, das ich mich ganz normal zu ihm verhielt und ihm dann und wann ein Stückchen Brot hinwarf, welches er gierig aufschnappte und vertilgte.


~ Nahrung/ Sozialverhalten ~
Ich empfand dieses Haustier als sehr angenehmem Zeitgenossen, ästhetisch und charakterstark weil dieser drollige Gänserich Leben in die Bude brachte und scheinbar ein vollwertiges Mitglied der Hausgemeinschaft war. Er aß was er aufstöbern konnte, bediente sich am Fallobst, zupfte Gras von den Wiesen und versuchte bei jeder Gelegenheit einen Happen aufzuschnappen.
Morgens trottete der aufgeweckte Ganter aus dem Stall, um in dem angrenzenden Teich ausgiebig zu baden, und um im Anschluß den Tag auf dem Hof zu verbringen. Die vertraute Umgebung lies es zu, das sich die Tiere frei auf dem Grundstück bewegen konnten und ständig sah man das Federtier irgendwo herumlaufen.
Sobald man ihm begegnete schnatterte er los und schien in einem unverständlichen Kauderwelsch seine Umwelt zu kommentieren. Cordula redete oft auf Friedel ein, wenn er wieder neugierig an irgendwelchen Dingen knabberte, oder laut mit der Flügeln schlug, oder irgendwelche Dinge tolpatschig umstieß, und es schien fast so, als könne er sie auch verstehen, denn schuldbewußt und verschämt trottete er mit entschuldigendem Geschnatter vom Tatort und suchte sich andere Orte um seine Neugierde zu befriedigen.


~ Brut ~
Das Brüten beginnt im Februar oder März.
Oftmals sah man ihn verliebt bei seiner Gans Marie, die ihm in jungen Jahren als Ganter über den Weg gelaufen war und mit der er seitdem eine monogame Beziehung lebt. Friedel ist ein stattlicher Ganter und hätte sicher auch gute Chancen bei den Gänsen in der Nachbarschaft, aber die findet Friedel dumm, und wenn ein Ganter einmal an eine Gans gewöhnt ist, dann schenkt er kaum einer anderen Gans mehr Beachtung.
In diesem Jahr waren beide im Frühjahr sehr verliebt und haben für eine reiche Nachkommenschaft gesorgt, wie man mir erklärte. Marie produziert Eier, das es eine helle Freude schien, alle 2 Tage ein Stück. Insgesamt 32 Stück.
Diese Eier sind wesentlich größer als Hühnereier und wiegen bis zu 250 Gramm. Da die Eier über einen sehr langen Zeitraum gelegt wurden, können nicht alle zur Brut verwendet werden, nur die Eier der letzten 20 Tage, also wie hier die letzten 9.
Nach ca. 30 Tagen Brutzeit schlüpfen die ersten Gänse aus ihren Eiern. Weil die Marie eine sehr schwere Gans ist, hat man ein paar davon vorübergehend in Pension genommen, damit sie nicht totgetreten werden.
Die jungen Gänse wiegen am Anfang ca. 100 Gramm und passen leicht in eine Hand. Aber sie wachsen sehr schnell und haben in ein paar Tagen ihr Gewicht verdoppelt
Nach 2 Wochen bei bester familiärer Betreuung wachsen und gedeihen die jungen Gänse prächtig, bis sie alle mal so groß und schön wie ihre Eltern werden.
Friedel hat einen aufmerksamen und liebevollen Gänsepapa gespielt und


~ Geschichte ~
Es dauerte eine Weile bis ich mich an das weiße Federvieh gewöhnt habe, nach und nach interessierte ich mich aber für meinen neuen Begleiter und lernte, das Friedels Vorfahren bereites von den alten Ägyptern in großen Herden gehalten wurden, und das bereits 300 v. Christus das Stopfen und Verzehren von Gänsen üblich war.
Die Gans war der Göttin Juno, der Göttin der Ehe, heilig. Dies wohl aufgrund ihrer großen Gattentreue und ihrer monogamen Lebensweise.

Auch bei uns zu Hause war es üblich eine Gans zum 11. November zu verspeisen, was ich aber strickt ablehnte, nachdem ich Friedel und Marie die beiden Hausgänse kennenlernte.
Der Sage nach war Martin einst ein geistlicher, der die Bürden der Bischoffsweihe nicht auf sich nehmen wollte und sich daher in einem Gänsestall versteckte. Das Geschnatter der Gänse verriet ihn jedoch, und so wurde er doch noch zum Bischoff erhoben. Am Tag seiner Bischoffsweihe (11. November) gedachte man daher dieser Begebenheit aus dem 3. Jahrhundert, indem Gänse an diesem Tage gegessen wurden.


~ Fazit ~
Für mich kommt dies heute absolut nicht mehr in Frage, ich würde auch kaum meinen Hund oder meine Katze verspeisen wollen. Dieses Wesen hat mich mit seiner Intelligenz und seinen „positiven“ menschlichen Eigenschaften wie Treue, Familiensinn und Frohsinn überzeugt. In der Anschaffung liegen diese Schnabeltiere mit 30- 60 € auch im unteren Bereich, auch stubenrein sind diese Haustiere und verbreiten mit ihrem Geplapper und Geschnatter fast überall den Eindruck, als würde eine Gans alles voll wahrnehmen.
Ich gebe diesem Haustier wegen seiner leichten Pflege und seinen angenehmen Charakterzügen die vollen Punktzahl...;-)

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