Erfahrungsbericht von MonsterPaps
Generation Golf - was ist denn das???
Pro:
???
Kontra:
???
Empfehlung:
Nein
Man lernt doch nie aus. Da habe ich fast zehn lange Jahre in dem Glauben gelebt, zu jener ominösen "Generation X" zu gehören, die sich brüstet, Nirvana noch auf Vinyl gehört zu haben, und musste jetzt erfahren, in Wirklichkeit Mitglied der "Generation Golf" zu sein.
Der Schock über diese offensichtliche Wissenslücke hielt sich bei mir allerdings in engen Grenzen, zumal mir derart pauschale Kategorisierungen immer etwas suspekt erscheinen. Zumindest dann, wenn sie nicht von mir stammen.
Andererseits gab es mir natürlich schon zu denken, dass der Erfinder der "Generation Golf", Florian Illies, genauso alt ist wie ich und auch ein ähnlich brotloses Studium (Kunstgeschichte bzw. Geschichte) vorweisen kann. Im Gegensatz zu mir, hat der gute Mann jedoch bereits über 500.000 Bücher verkauft und arbeitet als verantwortlicher Redakteur im Feuilleton der FAZ, während ich .... na ja lassen wir das lieber...
Damit ist, ähnlich wie beim deutschen Weinbrand, der Unterschied zwischen ihm und mir zwar nicht riesig, aber ganz gewiss fein. Dies war für mich auch Grund genug, den Vorsatz zu fassen, die sich hier aufgetane Wissenslücke zu schließen.
Über Ostern, so irgendwann zwischen dem Mittagessen bei den Schwiegereltern und dem Abendbrot bei den eigenen Eltern, fand ich dann auch tatsächlich die Gelegenheit zur Lektüre. Und was soll ich Ihnen sagen? Der gute Mann hat Recht und die Generation der zwischen 1965 und 1975 Geborenen alles in allem treffend beschrieben.
So muss ich Ihnen gestehen, dass auch ich dereinst in den frühen 80er Jahren mit einem schwarzen Hartschalenkoffer zur Schule ging, "Peter Moosleitners interessantes Magazin" las und zu meinem großen Bedauern keine Freundin hatte. Selbst das tiefe Gefühl der Schmach und Demütigung bei den Bundesjugendspielen als einer der wenigen Jungen nie eine "Ehrenurkunde" bekommen zu haben, kenne ich nur zu gut. Indes frage ich mich, wie Florian Illies es geschafft haben will, bei den Bundesjugendspielen mit den Mädchen laufen zu müssen und dabei ein Verabredung ins Freibad bekommen zu haben.
Die Mädchen an unserer Penne hätten sich mit so einem unsportlichen Typen nie verabredet. Wenigstens nicht die Mädchen, mit denen man sich verabreden wollte.
Auch vermisse ich die Schilderung der ersten Zigarette, die meist ganz stolz während einer Klassenfahrt (unsere ging damals nach Haltern am See, allein der Name ist Programm!) mehr hustend als rauchend konsumiert wurde. Das war im Rückblick mindestens genauso albern, wie die kleinen Papierzettelchen mit der Frage "Willst Du mit mir gehen?" und den drei darunter befindlichen Kästchen "ja", "nein", "vielleicht", von denen die Herzensdame möglichst jenes mit dem "ja" ankreuzen sollte. Ist auf diesem Planeten eigentlich auch nur eine einzige Beziehung durch so einen Zettel zustande gekommen?
Andererseits sollte man nicht zu selbstsicher meinen, heute pfiffiger als in den 80er Jahren zu sein. Lediglich die technischen Möglichkeiten haben sich geändert. So gibt es nun also statt Schiffeversenken auf Papier die Moorhuhnjagd mit dem Siemens SL 45i. Und statt eines Zettelchens schickt man seiner Liebsten heute halt eine SMS-Bildmittleilung.
Aber hieß es nicht in den 80er Jahren schon "Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nix?"
Der Schock über diese offensichtliche Wissenslücke hielt sich bei mir allerdings in engen Grenzen, zumal mir derart pauschale Kategorisierungen immer etwas suspekt erscheinen. Zumindest dann, wenn sie nicht von mir stammen.
Andererseits gab es mir natürlich schon zu denken, dass der Erfinder der "Generation Golf", Florian Illies, genauso alt ist wie ich und auch ein ähnlich brotloses Studium (Kunstgeschichte bzw. Geschichte) vorweisen kann. Im Gegensatz zu mir, hat der gute Mann jedoch bereits über 500.000 Bücher verkauft und arbeitet als verantwortlicher Redakteur im Feuilleton der FAZ, während ich .... na ja lassen wir das lieber...
Damit ist, ähnlich wie beim deutschen Weinbrand, der Unterschied zwischen ihm und mir zwar nicht riesig, aber ganz gewiss fein. Dies war für mich auch Grund genug, den Vorsatz zu fassen, die sich hier aufgetane Wissenslücke zu schließen.
Über Ostern, so irgendwann zwischen dem Mittagessen bei den Schwiegereltern und dem Abendbrot bei den eigenen Eltern, fand ich dann auch tatsächlich die Gelegenheit zur Lektüre. Und was soll ich Ihnen sagen? Der gute Mann hat Recht und die Generation der zwischen 1965 und 1975 Geborenen alles in allem treffend beschrieben.
So muss ich Ihnen gestehen, dass auch ich dereinst in den frühen 80er Jahren mit einem schwarzen Hartschalenkoffer zur Schule ging, "Peter Moosleitners interessantes Magazin" las und zu meinem großen Bedauern keine Freundin hatte. Selbst das tiefe Gefühl der Schmach und Demütigung bei den Bundesjugendspielen als einer der wenigen Jungen nie eine "Ehrenurkunde" bekommen zu haben, kenne ich nur zu gut. Indes frage ich mich, wie Florian Illies es geschafft haben will, bei den Bundesjugendspielen mit den Mädchen laufen zu müssen und dabei ein Verabredung ins Freibad bekommen zu haben.
Die Mädchen an unserer Penne hätten sich mit so einem unsportlichen Typen nie verabredet. Wenigstens nicht die Mädchen, mit denen man sich verabreden wollte.
Auch vermisse ich die Schilderung der ersten Zigarette, die meist ganz stolz während einer Klassenfahrt (unsere ging damals nach Haltern am See, allein der Name ist Programm!) mehr hustend als rauchend konsumiert wurde. Das war im Rückblick mindestens genauso albern, wie die kleinen Papierzettelchen mit der Frage "Willst Du mit mir gehen?" und den drei darunter befindlichen Kästchen "ja", "nein", "vielleicht", von denen die Herzensdame möglichst jenes mit dem "ja" ankreuzen sollte. Ist auf diesem Planeten eigentlich auch nur eine einzige Beziehung durch so einen Zettel zustande gekommen?
Andererseits sollte man nicht zu selbstsicher meinen, heute pfiffiger als in den 80er Jahren zu sein. Lediglich die technischen Möglichkeiten haben sich geändert. So gibt es nun also statt Schiffeversenken auf Papier die Moorhuhnjagd mit dem Siemens SL 45i. Und statt eines Zettelchens schickt man seiner Liebsten heute halt eine SMS-Bildmittleilung.
Aber hieß es nicht in den 80er Jahren schon "Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nix?"

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