Erfahrungsbericht von Jakini
Über Gaffer und Consorten
Pro:
Sicherheit ist immer gut
Kontra:
Zu viel kann auch schaden
Empfehlung:
Nein
So, nun muß ich mal ein bisschen meinen Frust ablassen.
Gestern mittag hat in Hamburg ganz kräftig gebrannt, die Hochhäuser, die auf der anderen Straßenseite unseres Hauses stehen, hatten einen großen Dachbrand von etwa 500 qm, wie wir am Abend den Nachrichten auf Hamburg 1 entnehmen konnten.
Gerne wäre ich zu der Zeit zu Hause geblieben, doch ich mußte los, denn meine große Tochter hatte Schulschluß. Vorher habe ich von dem Ganzen Theater nichts mitbekommen, so sehr war ich im Streß uns für den Weg vorzubereiten, erst als meine Kinder schon angezogen waren sah ich den Rauch vor unsrem Fenster und roch diesen dann auch.
Da es gerade bei uns geklingelt hatte, ich aber eh schon spät dran war mit der Abholung meiner Tochter, aus diesem Grunde schon eine Freundin, mit deren Kindern meine Tochter immer heimgeht, gebeten hatte, sie eine Ecke weiterzuschicken, wo ich sie dann sehen kann, machte ich die Tür nicht auf, ich wollte einfach nicht noch länger aufgehalten werden.
Ein bisschen beunruhigt war ich dann doch als ich den Qualm sah, schnell zog ich meine Schuhe und Jacke an, die Kinder waren ja schon fertig und wollte raus gehen, meine störrische Mittlere hatte keine Chance, zu bocken, ich hatte es nicht nur wegen meiner Großen eilig, sondern auch wegen dem Feuer. Denn daß es irgendwo brennt, das war mir klar.
Im Treppenhaus roch es dann noch schlimmer und ich drängte wirklich, raus zukommen. Glücklicher Weise kam ein Nachbarskind aus der Schule heim und erzählte, daß es das Haus gegenüber ist, das brennt, und die Polizei ausruft, die Leute sollten doch bitte das Haus verlassen, viele dies aber nicht taten.
Bei uns gegenüber stehen vier Hochhäuser, die beiden mittleren waren von dem Brand betroffen und in dem einen Haus stand jemand auf dem obersten Balkon, der direkt neben dem brennenden Haus liegt und sah sich mit aller sehlenruhge das Feuer an, noch ehe die Feuerwehr vor Ort war.
Immerhin war ich nun beruhigt, daß nicht wir brannten, und auch daß somit sicher die Feuerwehr schon verständigt ist, denn wenn die Polizei schon vor Ort ist, muß ja schon jemand den Notruf gemacht haben.
Vor unserem Haus stand eine weitere Nachbarin und hat sich den Brand angesehen, klar, wenn man so nah wohnt, will man auch wissen, was los ist, doch ich muß gestehen, dazu wäre ich dann nicht rausgegangen, von unserem Kinderzimmerfenster haben wir, wie auch einige andere Nachbarn von ihren Fenstern, den besten Blick auf die Häuser. Warum also sich dem Rauch ausetzen?
Hätte ich bei dem Telefonat mit der Freundin schon von dem Feuer gewußt, was wohl gerade ausgebrochen war, als ich das Haus verlassen wollte, hätte ich sie sicher gebeten, daß sie meine Tochter für eine Weile mit zu sich nimmt, damit ich sie erst abholen muß, wenn das Feuer gelöscht wurde und der Qualm sich etwas verzogen hat, denn es brannten die Dächer der Hochhäuser und bei dem einen Haus der Dachboden, keine Ahnung, was die Leute darin alles gelagert haben. Sicherlich waren einige in Plastiktüten Verstauten Gegenstände dabei, die keine gute Luft verbreiten, wenn sie verbrennen.
Der Weg nach Hause war für mich dann recht lange, ich dachte immer nur, bloß schnell rein, raus aus dem Qualm, dem wir min. 15 Minuten ausgesetzt waren, auf dem letzten Stück des Weges, um so weniger kann ich es verstehen, daß hier jede Menge Gaffer zu finden waren. Eltern mit ihren Kindern, alles war um kucken. Mit meinem Kinderwagen und der Kleinen, die einem Lauflerngurt neben mir herläuft, damit sie nicht auf die Straße rennt, paßte ich auf dem Weg nicht mehr vorbei, mußte zusehen, wie ich zu unserem Haus komme, denn der Weg war vollgeparkt mit Autos. Sicherlich können dies noch Helfer der freiwilligen Feuerwehr gewesen, sein, die direkt zum Einsaztort gekommen sind, aber ich bin mir sicher, es waren auch einige Gaffer dabei.
Natürlich will man wissen, was los ist, ich bin nun auch gespannt auf das Wochenblatt der nächsten Woche, möchte vorallem wissen, warum das Feuer ausgebrochen ist, denn so etwas beunruhigt mich doch immer. In den Nachrichten hat man nur kurz etwas gehört, im Radio wurde lediglich durchgegeben, daß die Straße vor dem Haus gesperrt ist, nicht einmal, warum sie gesperrt ist, denn es gab in Hamburg gestern noch ein weiteres Feuer, eines das nicht so gut abgelaufen ist, denn eine Frau und zwei ihrer Kinder kamen dabei ums leben. Schade eigentlich, daß solche Feuer, wie es nun gestern bei uns war, nicht so direkt verkündet werden, dann müßten weniger Menschen zum Gaffen kommen und würden weniger im Weg stehen.
Schlimm finde ich es dabei aber auch, daß die Menschen sich selber in Gefahr bringen, gut, dafür sind sie selber verantwortlich, doch was ist mit Kindern. Die bekommen es so vorgelebt, und machen es nach oder werden von den Eltern mitgenommen.
Klar standen wir zwischendurch auch immer wieder am Fenster um zu sehen, ob es noch qualmt, denn auch als wir nach Hause kamen, eine knappe nach Ausbruch des Feuers, gab es immer noch einen kleinen Brandherd auf dem Dach und es standen entliche Feuerwehleute auf den beiden Dächern, um zu sehen, ob vielleicht noch ein Brandherd vorhanden ist, der noch mal ausbrechen könnte. Indirekt waren wir ja auch betroffen, denn lüften war bis gestern Abend tabu, so sehr hat es gestunken. Meine Kinder und mich habe ich dann auch erst einmal umgezogen, so sehr stanken wir nach dem Qualm. Meine Kinder hatten zum Glück Mützen auf, doch meine Haare mußten dringend gewaschen werden, auch die stanken erbärmlich. Da frage ich mich, wie kann man so sensationsgeil sein, und sich das antun?
Natürlich möchte man wissen, was los ist, ich hatte dann auch den ganzen Nachmittag das Radio an, habe wie gesagt immer mal wieder rausgesehen, um mitzubekommen, wie es draußen aussieht, zum einen auch, um meinem Mann zu erzählen, wie er heim kommen kann, denn die Straße von der Autobahn her war komplett bis zu uns gesperrt, die Autos wurden umgeleitet und es gab dort sicher jede Menge Stau. Aber auch weil ein Feuer in der Nähe einen doch ganz schön mittnimmt, man sich selber, auch wenn es auf der anderen Straßenseite ist, sich erst wieder sicher fühlt, wenn das Feuer unter Kontrolle ist, obwohl es gar nicht zu uns rüber kann, doch der Qualm hat mir schon gereicht.
Trotzdem sollte man dabei nie vergessen, daß man den Hilfskräften ev. im Weg stehen kann und sich, gerade wegen der Rauchentwicklung, selber in Gefahr bringen kann, wenn man bei einem solchen Brand als Zuschauer dazu kommt. Die Kreuzung bei uns war recht voll und auch die Wiese vor unserem Haus, denn es gab viele, die zugesehen haben.
Ich muß aber auch zugeben, daß meine sieben Jahre alte Tochter es auch sehr interessant fand, sie saß die ganzen Nachmittag, bis die Feuerwehr wieder abgerückt ist, auf der Fensterbank und hat zugesehen, was da passiert. Das Feuer selber hat sie nicht mehr gesehen, aber immerhin hat sie gesehen, wie so ein Feuer gelöscht wurde, denn die Feuerwehrmänner waren noch dabei, als wir heim kamen und standen auf ihren Leitern.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-16 09:17:20 mit dem Titel Gefahren lauern überall im Haushalt
Komplett sicher kann man einen Haushalt gar nicht machen, denn Gefahren lauern überall und die Kleinen müssen auch lernen, damit umzugehen, man kann ihnen nicht alles abnehmen, denn eines Tages müssen sie mit Gefahren zurecht kommen und dazu gehören nun einmal Erfahrungen.
Dennoch haben wir einige, meiner Meinung nach arge Gefahrenquellen verdeckt wie da wären z.B.:
Die Steckdosen: Diese sollten mit Steckdosensicherungen versehen sein, damit die Kleinen nicht plötzlich mit einem Schraubenzieher, oder Schlüssel, wie meine Tochter es liebt, darin spielen. So ein Schlag kann sehr gefährlich werden und den Kindern im schlimmsten Fall das Leben kosten. Steckdosensicherungen sind leicht und schnell anzubringen, hindern den Erwachsenen nicht, einen Stecker reinzustecken, ein Kind aber sehr wohl davor, einen Schraubendreher in die Steckdose zu tun.
Meine mittlere hat eine Zeit sehr gerne mit Schlüsseln gespielt, und oft genug ging sie direkt damit auf Steckdosen zu, was hätte gefährlich enden können.
Herdgitter: Damit meine Tochter nicht einfach den Herd anmachen kann, was notfalls zu einem Brand führen könnte und eine Gefahr für die ganze Familie darstellt. Beim Kochen kann ich dieses Gitter dann aufstellen, so daß sie nicht an die heißen Herdplatten fassen und sich verbrennen kann. Oder gar den Topf oder die Pfanne mit dem heißen Inhalt über sich ergießt. Als ich im letzten Sommer mit meiner Tochter wegen ihrem Fieberkrampf in der Kinderklinik war, lagen dort einige andere Kinder mit argen Verbrennungen, das hat keinen schönen Eindruck hinterlassen und ich hoffe, daß meinen Kindern so etwas nie passieren wird !!!
Dennoch sollte man den Kindern zeigen, warum das Gitter angebracht ist. Hierzu kann man vorsichtig die Hand des Kindes in die Nähe der heißen Herdplatte bringen, so daß sie spüren, wie heiß es wird, ohne sich jedoch zu verbrennen. Aus diesem Grund muß man das aber auch sehr ruhig und langsam machen.
Reinigungsmittel: Solche Mittel dürfen nicht in Reichweite von Kindern stehen. Bei uns stehen sämtliche Reinigunsmittel auf den Schränken, fast direkt unter der Decke, damit unsere Tochter keine Chance hat, diese in die Hände zu bekommen und im schlimmsten Fall zu trinken. Dies kann zu Vergiftungen führen. Für Notfälle sollte man dennoch die Giftnotrufnummer zur Hand haben, wir haben diese an unserer Pinnwand hängen.
Gefährliche Gegenstände wie Scheren und Messer sollten entweder sehr hoch, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, oder an den Schränken sollte man Kindersicherungen anbringen, damit diese nicht geöffnet werden können. Wer aber so einen kleinen Halodri wie ich hat, der wird merken, daß diese Sicherrungen nicht wirklich ein Kind davon abhalten, den Schrank zu öffenen. Schnell haben sie den Griff raus, also besser alles in angemessener Höhe lagern. In meinen unteren Küchenschränken habe ich meine Töpfe und Tupperschüsseln, die sind nicht gefährlich und damit kann meine Tochter gerne spielen, alles was tabu ist, ist in den Hängeschränken versteckt.
Pflanzen: Auch hier gibt es giftige Artgenossen, die man besser nicht in der Wohnung, oder aber auch im Garten haben sollte, wenn man kleine Kinder hat. Kinder nehmen gerne alles in den Mund, was schnell zu Vergiftungen führen kann. Aber nicht nur die Pflanzen, auch die Blumenerde ist nicht gerade sehr nahhaft, da in vielen Dünger enthalten ist.
Dünger gehört auch mit zu den Gefahrenquellen, denn Kinder trinken auch hier gerne mal einen Schluck draus, also immer so lagern, daß sie diesen nicht erreichen können!!!
Kleinteile: Viele kleine Kinder nehmen noch alles in den Mund, damit lernen sie nun einmal die Welt kennen. Viele Dinge gehören hier aber nun einmal nicht hin, dazu gehören unter anderem Schrauben etc., die von Kindern verschluckt werden könnten und mit ihren scharfen Kanten die Speiseröhren verletzen. Eine gefährlich Sache. Doch sie können auch eingeatmet werden, was noch gefährlicher ist, da sie sich dann in den Bronchien oder gar der Lunge festsetzen könnten, was dann zu ständigen Lungenentzündungen führen kann.
Medikamente: Kinder halten Tabletten häufig für Bon Bons, diese also niemals in der Nähe von Kindern liegen lassen, immer so hoch wie möglich wegpacken, denn wenn ein Kind Medikamente einnimmt, kann auch dies tötlich verlaufen!!!!!
So manche Eltern lassen ihren Töchtern schon im Säuglinsalter Ohrlöcher stechen. Oft kam es schon vor, daß die Kleinen dann aus Langeweile im Bett am Ohrring gepult haben, den sie dann verschluckten!!! Auch hier tauchte schon so mancher kleiner Stecker in dem Bronchien oder Lunge wieder auf, wo niemand dran dachte, daß die ewigen Entzündungen daher kämen, erst druch ein Röntgen wurde der Auslöser, der dann entfernt werden mußte, sichtbar.
Überlegt es Euch also gut, ob ihr Eurem Kind schon so früh Ohrringe in die Ohren stechen laßt, manche Kinder wollen es vielleicht gar nicht. Die Tochter von Bekannten meckert nun, daß die Eltern ihr die Ohrringe haben stechen lassen.
Gartenteiche: Diese Gefahr wird leider auch sehr oft unterschätz, denn viele kleine Kinder ertrinken jährlich in einem Gartenteich, sei es zu Hause oder bei den Großeltern. Sicher ist so ein Teich eine feine und hübsche Sache, aber wer Kinder hat, sollte auf diesen schönen Anblick besser verzichten!!! Kleine Kinder können sogar in einer Pfütze ertrinken, da sie sich vor Schreck nach dem Fall ins Wasser nicht bewegen. Liegt das Gesicht im Wasser, dann ertrinken sie!!!! Auch wenn ein Teich durch ein Gitter oder ähliches noch so sehr abgesichert wurde, er stellt weiterhin eine Gefahr für das Kind dar. Besser abwarten, mit einem Teich, bis die Kinder schon etwas älter sind, am besten sogar schwimmen können, dann bewegen sie sich auf jeden Fall aus dem Wasser.
Badewannen: Für die Badewanne gilt natürlich das Gleiche, auch hier darf man sein Kind nie unbeaufsichtig lassen. Fällt es, ist es unter umständen nicht in der Lage, alleine aufzustehen, und ertrinkt.
Fenster: Wer in oberen Etagen wohnt, der sollte schon darauf achten, daß die Kinder nicht alleine die Fenster öffnen können. Diese notfalls mit Fensterschlössern versehen.
Balkone: Wenn ich so manche Kinder auf den Balkonen in unserer Siedlung sehe, dann graut mir davor, eines Tages eines von ihnen auf unserer Terrasse liegen zu sehen. Oftmals sitzen die Kinder, eingesperrt wie kleine Affen im Zoo auf dem Balkon, und es steht dann noch ein Stuhl daneben, auf den Kinder raufklettern könnten. Die Gefahr, daß die Kleinen, deren Kopf noch das Schwerste Körperteil ist, über die Brüstung nach unten fallen, ist sehr hoch. Wenn man schon sein Kind alleine auf dem Balkon läßt, dann bitte ohne Gegenstände, wie z.B. Stühle, Rutschautos etc. auf die das Kind klettern und somit fallen könnte. Notfalls kann man auch ein Nezt anbringen, eigntlich sind diese Netze gedacht, Katzen vor dem Fall zu schützen, doch ich hoffe, ein Kind wäre davon ebenfalls geschützt.
Ich hoffe, daß ich an alle wirklich gefährlichen Dinge gedacht habe. Manche sind mir aus traurigen Anlässen eingefallen, da wir durch den Tod unseres Sohnes viele andere verwaiste Eltern kennen, die durch einige Dinge ihre Kinder verloren haben. Eine Mutter z.B. verlor ihren Sohn im Alter von 14 Monaten, weil er in die Badewanne fiel, während sie Handtücher aus dem Schlafzimmer holte. Schnell hatte der Kleine, der es nicht erwarten konnte, in die Wanne zu kommen, einen Hocker vor die Wanne gestellt und lag drinnen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, obwohl die Mutter wenige Sekunden später das Bad betrat.
Eine andere Mutter hat ihr Kind verloren, weil dieses es unerklärlicher Weise geschafft hatte, im Kinderzimmer das Fenster zu öffnen und dann dort hinunter fiel.
Doch wie schon zu Beginn gesagt, in Watte kann man seine Kinder nicht packen. Deswegen haben bei uns Eckschützer z.B. keinen Einzug gehalten. Zum einen haben wir gewöhnliche Ecken, die überwiegend abgerundet sind, zum anderen müssen Kinder sich auch stoßen können, wie sonst sollen sie lernen, damit umzugehen.
Meine mittlere Tochter klettert unwahrscheinlich gerne. Derzeit haben wir noch ein Sofa, das in den Rückenteilen ein Holzgitter besitzt. Und jeden Abend geht es los, daß sie diese Gitter als Leiter nutzt und über die Lehne auf das Sofa klettert. Mir wird jedes Mal anders, wenn ich das sehen, weil ich befürchte, sie könnte fallen und sich arg verletzten. Doch diese Erfahrung muß sie dann einfach machen, alles können wir unseren Kindern nicht ersparen, wie sollen sie sonst erkennen, daß das Leben Gefahren mit sich bringt?
Gestern mittag hat in Hamburg ganz kräftig gebrannt, die Hochhäuser, die auf der anderen Straßenseite unseres Hauses stehen, hatten einen großen Dachbrand von etwa 500 qm, wie wir am Abend den Nachrichten auf Hamburg 1 entnehmen konnten.
Gerne wäre ich zu der Zeit zu Hause geblieben, doch ich mußte los, denn meine große Tochter hatte Schulschluß. Vorher habe ich von dem Ganzen Theater nichts mitbekommen, so sehr war ich im Streß uns für den Weg vorzubereiten, erst als meine Kinder schon angezogen waren sah ich den Rauch vor unsrem Fenster und roch diesen dann auch.
Da es gerade bei uns geklingelt hatte, ich aber eh schon spät dran war mit der Abholung meiner Tochter, aus diesem Grunde schon eine Freundin, mit deren Kindern meine Tochter immer heimgeht, gebeten hatte, sie eine Ecke weiterzuschicken, wo ich sie dann sehen kann, machte ich die Tür nicht auf, ich wollte einfach nicht noch länger aufgehalten werden.
Ein bisschen beunruhigt war ich dann doch als ich den Qualm sah, schnell zog ich meine Schuhe und Jacke an, die Kinder waren ja schon fertig und wollte raus gehen, meine störrische Mittlere hatte keine Chance, zu bocken, ich hatte es nicht nur wegen meiner Großen eilig, sondern auch wegen dem Feuer. Denn daß es irgendwo brennt, das war mir klar.
Im Treppenhaus roch es dann noch schlimmer und ich drängte wirklich, raus zukommen. Glücklicher Weise kam ein Nachbarskind aus der Schule heim und erzählte, daß es das Haus gegenüber ist, das brennt, und die Polizei ausruft, die Leute sollten doch bitte das Haus verlassen, viele dies aber nicht taten.
Bei uns gegenüber stehen vier Hochhäuser, die beiden mittleren waren von dem Brand betroffen und in dem einen Haus stand jemand auf dem obersten Balkon, der direkt neben dem brennenden Haus liegt und sah sich mit aller sehlenruhge das Feuer an, noch ehe die Feuerwehr vor Ort war.
Immerhin war ich nun beruhigt, daß nicht wir brannten, und auch daß somit sicher die Feuerwehr schon verständigt ist, denn wenn die Polizei schon vor Ort ist, muß ja schon jemand den Notruf gemacht haben.
Vor unserem Haus stand eine weitere Nachbarin und hat sich den Brand angesehen, klar, wenn man so nah wohnt, will man auch wissen, was los ist, doch ich muß gestehen, dazu wäre ich dann nicht rausgegangen, von unserem Kinderzimmerfenster haben wir, wie auch einige andere Nachbarn von ihren Fenstern, den besten Blick auf die Häuser. Warum also sich dem Rauch ausetzen?
Hätte ich bei dem Telefonat mit der Freundin schon von dem Feuer gewußt, was wohl gerade ausgebrochen war, als ich das Haus verlassen wollte, hätte ich sie sicher gebeten, daß sie meine Tochter für eine Weile mit zu sich nimmt, damit ich sie erst abholen muß, wenn das Feuer gelöscht wurde und der Qualm sich etwas verzogen hat, denn es brannten die Dächer der Hochhäuser und bei dem einen Haus der Dachboden, keine Ahnung, was die Leute darin alles gelagert haben. Sicherlich waren einige in Plastiktüten Verstauten Gegenstände dabei, die keine gute Luft verbreiten, wenn sie verbrennen.
Der Weg nach Hause war für mich dann recht lange, ich dachte immer nur, bloß schnell rein, raus aus dem Qualm, dem wir min. 15 Minuten ausgesetzt waren, auf dem letzten Stück des Weges, um so weniger kann ich es verstehen, daß hier jede Menge Gaffer zu finden waren. Eltern mit ihren Kindern, alles war um kucken. Mit meinem Kinderwagen und der Kleinen, die einem Lauflerngurt neben mir herläuft, damit sie nicht auf die Straße rennt, paßte ich auf dem Weg nicht mehr vorbei, mußte zusehen, wie ich zu unserem Haus komme, denn der Weg war vollgeparkt mit Autos. Sicherlich können dies noch Helfer der freiwilligen Feuerwehr gewesen, sein, die direkt zum Einsaztort gekommen sind, aber ich bin mir sicher, es waren auch einige Gaffer dabei.
Natürlich will man wissen, was los ist, ich bin nun auch gespannt auf das Wochenblatt der nächsten Woche, möchte vorallem wissen, warum das Feuer ausgebrochen ist, denn so etwas beunruhigt mich doch immer. In den Nachrichten hat man nur kurz etwas gehört, im Radio wurde lediglich durchgegeben, daß die Straße vor dem Haus gesperrt ist, nicht einmal, warum sie gesperrt ist, denn es gab in Hamburg gestern noch ein weiteres Feuer, eines das nicht so gut abgelaufen ist, denn eine Frau und zwei ihrer Kinder kamen dabei ums leben. Schade eigentlich, daß solche Feuer, wie es nun gestern bei uns war, nicht so direkt verkündet werden, dann müßten weniger Menschen zum Gaffen kommen und würden weniger im Weg stehen.
Schlimm finde ich es dabei aber auch, daß die Menschen sich selber in Gefahr bringen, gut, dafür sind sie selber verantwortlich, doch was ist mit Kindern. Die bekommen es so vorgelebt, und machen es nach oder werden von den Eltern mitgenommen.
Klar standen wir zwischendurch auch immer wieder am Fenster um zu sehen, ob es noch qualmt, denn auch als wir nach Hause kamen, eine knappe nach Ausbruch des Feuers, gab es immer noch einen kleinen Brandherd auf dem Dach und es standen entliche Feuerwehleute auf den beiden Dächern, um zu sehen, ob vielleicht noch ein Brandherd vorhanden ist, der noch mal ausbrechen könnte. Indirekt waren wir ja auch betroffen, denn lüften war bis gestern Abend tabu, so sehr hat es gestunken. Meine Kinder und mich habe ich dann auch erst einmal umgezogen, so sehr stanken wir nach dem Qualm. Meine Kinder hatten zum Glück Mützen auf, doch meine Haare mußten dringend gewaschen werden, auch die stanken erbärmlich. Da frage ich mich, wie kann man so sensationsgeil sein, und sich das antun?
Natürlich möchte man wissen, was los ist, ich hatte dann auch den ganzen Nachmittag das Radio an, habe wie gesagt immer mal wieder rausgesehen, um mitzubekommen, wie es draußen aussieht, zum einen auch, um meinem Mann zu erzählen, wie er heim kommen kann, denn die Straße von der Autobahn her war komplett bis zu uns gesperrt, die Autos wurden umgeleitet und es gab dort sicher jede Menge Stau. Aber auch weil ein Feuer in der Nähe einen doch ganz schön mittnimmt, man sich selber, auch wenn es auf der anderen Straßenseite ist, sich erst wieder sicher fühlt, wenn das Feuer unter Kontrolle ist, obwohl es gar nicht zu uns rüber kann, doch der Qualm hat mir schon gereicht.
Trotzdem sollte man dabei nie vergessen, daß man den Hilfskräften ev. im Weg stehen kann und sich, gerade wegen der Rauchentwicklung, selber in Gefahr bringen kann, wenn man bei einem solchen Brand als Zuschauer dazu kommt. Die Kreuzung bei uns war recht voll und auch die Wiese vor unserem Haus, denn es gab viele, die zugesehen haben.
Ich muß aber auch zugeben, daß meine sieben Jahre alte Tochter es auch sehr interessant fand, sie saß die ganzen Nachmittag, bis die Feuerwehr wieder abgerückt ist, auf der Fensterbank und hat zugesehen, was da passiert. Das Feuer selber hat sie nicht mehr gesehen, aber immerhin hat sie gesehen, wie so ein Feuer gelöscht wurde, denn die Feuerwehrmänner waren noch dabei, als wir heim kamen und standen auf ihren Leitern.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-16 09:17:20 mit dem Titel Gefahren lauern überall im Haushalt
Komplett sicher kann man einen Haushalt gar nicht machen, denn Gefahren lauern überall und die Kleinen müssen auch lernen, damit umzugehen, man kann ihnen nicht alles abnehmen, denn eines Tages müssen sie mit Gefahren zurecht kommen und dazu gehören nun einmal Erfahrungen.
Dennoch haben wir einige, meiner Meinung nach arge Gefahrenquellen verdeckt wie da wären z.B.:
Die Steckdosen: Diese sollten mit Steckdosensicherungen versehen sein, damit die Kleinen nicht plötzlich mit einem Schraubenzieher, oder Schlüssel, wie meine Tochter es liebt, darin spielen. So ein Schlag kann sehr gefährlich werden und den Kindern im schlimmsten Fall das Leben kosten. Steckdosensicherungen sind leicht und schnell anzubringen, hindern den Erwachsenen nicht, einen Stecker reinzustecken, ein Kind aber sehr wohl davor, einen Schraubendreher in die Steckdose zu tun.
Meine mittlere hat eine Zeit sehr gerne mit Schlüsseln gespielt, und oft genug ging sie direkt damit auf Steckdosen zu, was hätte gefährlich enden können.
Herdgitter: Damit meine Tochter nicht einfach den Herd anmachen kann, was notfalls zu einem Brand führen könnte und eine Gefahr für die ganze Familie darstellt. Beim Kochen kann ich dieses Gitter dann aufstellen, so daß sie nicht an die heißen Herdplatten fassen und sich verbrennen kann. Oder gar den Topf oder die Pfanne mit dem heißen Inhalt über sich ergießt. Als ich im letzten Sommer mit meiner Tochter wegen ihrem Fieberkrampf in der Kinderklinik war, lagen dort einige andere Kinder mit argen Verbrennungen, das hat keinen schönen Eindruck hinterlassen und ich hoffe, daß meinen Kindern so etwas nie passieren wird !!!
Dennoch sollte man den Kindern zeigen, warum das Gitter angebracht ist. Hierzu kann man vorsichtig die Hand des Kindes in die Nähe der heißen Herdplatte bringen, so daß sie spüren, wie heiß es wird, ohne sich jedoch zu verbrennen. Aus diesem Grund muß man das aber auch sehr ruhig und langsam machen.
Reinigungsmittel: Solche Mittel dürfen nicht in Reichweite von Kindern stehen. Bei uns stehen sämtliche Reinigunsmittel auf den Schränken, fast direkt unter der Decke, damit unsere Tochter keine Chance hat, diese in die Hände zu bekommen und im schlimmsten Fall zu trinken. Dies kann zu Vergiftungen führen. Für Notfälle sollte man dennoch die Giftnotrufnummer zur Hand haben, wir haben diese an unserer Pinnwand hängen.
Gefährliche Gegenstände wie Scheren und Messer sollten entweder sehr hoch, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, oder an den Schränken sollte man Kindersicherungen anbringen, damit diese nicht geöffnet werden können. Wer aber so einen kleinen Halodri wie ich hat, der wird merken, daß diese Sicherrungen nicht wirklich ein Kind davon abhalten, den Schrank zu öffenen. Schnell haben sie den Griff raus, also besser alles in angemessener Höhe lagern. In meinen unteren Küchenschränken habe ich meine Töpfe und Tupperschüsseln, die sind nicht gefährlich und damit kann meine Tochter gerne spielen, alles was tabu ist, ist in den Hängeschränken versteckt.
Pflanzen: Auch hier gibt es giftige Artgenossen, die man besser nicht in der Wohnung, oder aber auch im Garten haben sollte, wenn man kleine Kinder hat. Kinder nehmen gerne alles in den Mund, was schnell zu Vergiftungen führen kann. Aber nicht nur die Pflanzen, auch die Blumenerde ist nicht gerade sehr nahhaft, da in vielen Dünger enthalten ist.
Dünger gehört auch mit zu den Gefahrenquellen, denn Kinder trinken auch hier gerne mal einen Schluck draus, also immer so lagern, daß sie diesen nicht erreichen können!!!
Kleinteile: Viele kleine Kinder nehmen noch alles in den Mund, damit lernen sie nun einmal die Welt kennen. Viele Dinge gehören hier aber nun einmal nicht hin, dazu gehören unter anderem Schrauben etc., die von Kindern verschluckt werden könnten und mit ihren scharfen Kanten die Speiseröhren verletzen. Eine gefährlich Sache. Doch sie können auch eingeatmet werden, was noch gefährlicher ist, da sie sich dann in den Bronchien oder gar der Lunge festsetzen könnten, was dann zu ständigen Lungenentzündungen führen kann.
Medikamente: Kinder halten Tabletten häufig für Bon Bons, diese also niemals in der Nähe von Kindern liegen lassen, immer so hoch wie möglich wegpacken, denn wenn ein Kind Medikamente einnimmt, kann auch dies tötlich verlaufen!!!!!
So manche Eltern lassen ihren Töchtern schon im Säuglinsalter Ohrlöcher stechen. Oft kam es schon vor, daß die Kleinen dann aus Langeweile im Bett am Ohrring gepult haben, den sie dann verschluckten!!! Auch hier tauchte schon so mancher kleiner Stecker in dem Bronchien oder Lunge wieder auf, wo niemand dran dachte, daß die ewigen Entzündungen daher kämen, erst druch ein Röntgen wurde der Auslöser, der dann entfernt werden mußte, sichtbar.
Überlegt es Euch also gut, ob ihr Eurem Kind schon so früh Ohrringe in die Ohren stechen laßt, manche Kinder wollen es vielleicht gar nicht. Die Tochter von Bekannten meckert nun, daß die Eltern ihr die Ohrringe haben stechen lassen.
Gartenteiche: Diese Gefahr wird leider auch sehr oft unterschätz, denn viele kleine Kinder ertrinken jährlich in einem Gartenteich, sei es zu Hause oder bei den Großeltern. Sicher ist so ein Teich eine feine und hübsche Sache, aber wer Kinder hat, sollte auf diesen schönen Anblick besser verzichten!!! Kleine Kinder können sogar in einer Pfütze ertrinken, da sie sich vor Schreck nach dem Fall ins Wasser nicht bewegen. Liegt das Gesicht im Wasser, dann ertrinken sie!!!! Auch wenn ein Teich durch ein Gitter oder ähliches noch so sehr abgesichert wurde, er stellt weiterhin eine Gefahr für das Kind dar. Besser abwarten, mit einem Teich, bis die Kinder schon etwas älter sind, am besten sogar schwimmen können, dann bewegen sie sich auf jeden Fall aus dem Wasser.
Badewannen: Für die Badewanne gilt natürlich das Gleiche, auch hier darf man sein Kind nie unbeaufsichtig lassen. Fällt es, ist es unter umständen nicht in der Lage, alleine aufzustehen, und ertrinkt.
Fenster: Wer in oberen Etagen wohnt, der sollte schon darauf achten, daß die Kinder nicht alleine die Fenster öffnen können. Diese notfalls mit Fensterschlössern versehen.
Balkone: Wenn ich so manche Kinder auf den Balkonen in unserer Siedlung sehe, dann graut mir davor, eines Tages eines von ihnen auf unserer Terrasse liegen zu sehen. Oftmals sitzen die Kinder, eingesperrt wie kleine Affen im Zoo auf dem Balkon, und es steht dann noch ein Stuhl daneben, auf den Kinder raufklettern könnten. Die Gefahr, daß die Kleinen, deren Kopf noch das Schwerste Körperteil ist, über die Brüstung nach unten fallen, ist sehr hoch. Wenn man schon sein Kind alleine auf dem Balkon läßt, dann bitte ohne Gegenstände, wie z.B. Stühle, Rutschautos etc. auf die das Kind klettern und somit fallen könnte. Notfalls kann man auch ein Nezt anbringen, eigntlich sind diese Netze gedacht, Katzen vor dem Fall zu schützen, doch ich hoffe, ein Kind wäre davon ebenfalls geschützt.
Ich hoffe, daß ich an alle wirklich gefährlichen Dinge gedacht habe. Manche sind mir aus traurigen Anlässen eingefallen, da wir durch den Tod unseres Sohnes viele andere verwaiste Eltern kennen, die durch einige Dinge ihre Kinder verloren haben. Eine Mutter z.B. verlor ihren Sohn im Alter von 14 Monaten, weil er in die Badewanne fiel, während sie Handtücher aus dem Schlafzimmer holte. Schnell hatte der Kleine, der es nicht erwarten konnte, in die Wanne zu kommen, einen Hocker vor die Wanne gestellt und lag drinnen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, obwohl die Mutter wenige Sekunden später das Bad betrat.
Eine andere Mutter hat ihr Kind verloren, weil dieses es unerklärlicher Weise geschafft hatte, im Kinderzimmer das Fenster zu öffnen und dann dort hinunter fiel.
Doch wie schon zu Beginn gesagt, in Watte kann man seine Kinder nicht packen. Deswegen haben bei uns Eckschützer z.B. keinen Einzug gehalten. Zum einen haben wir gewöhnliche Ecken, die überwiegend abgerundet sind, zum anderen müssen Kinder sich auch stoßen können, wie sonst sollen sie lernen, damit umzugehen.
Meine mittlere Tochter klettert unwahrscheinlich gerne. Derzeit haben wir noch ein Sofa, das in den Rückenteilen ein Holzgitter besitzt. Und jeden Abend geht es los, daß sie diese Gitter als Leiter nutzt und über die Lehne auf das Sofa klettert. Mir wird jedes Mal anders, wenn ich das sehen, weil ich befürchte, sie könnte fallen und sich arg verletzten. Doch diese Erfahrung muß sie dann einfach machen, alles können wir unseren Kindern nicht ersparen, wie sollen sie sonst erkennen, daß das Leben Gefahren mit sich bringt?
14 Bewertungen, 2 Kommentare
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16.04.2002, 18:59 Uhr von ss09876
Bewertung: sehr hilfreichDas die auch immer Alles in den Mund nehmen, und anfassen müssen! *g* Szilvia
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16.04.2002, 12:06 Uhr von hpmaier
Bewertung: sehr hilfreichMan kann nicht an alles denken, aber ich glaube Deine Liste ist ausführlich genug. Wenn man sich zu verrückt macht, macht das Leben mit Kindern keinen Spass mehr, man lebt dann nur noch in sorge. liebe gruesse hpmaier

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