Erfahrungsbericht von Lachesis
Haie - Opfer vieler Vorurteile
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
13.00 Uhr, Pro Sieben, SAM. Ein Beitrag über einen Badenden in Florida, vergangene Woche. Wunderschönes Wetter, perfekter Tag, ideale Wellen. Der gute, lebenslustige Mann wollte nichts weiter, als eine Runde im Meer schwimmen, um seinen freien Tag zu genießen. Doch dann:
"...ich sah die Rückenflosse auf mich zuschwimmen. Kurz vor mir tauchte der Hai auf und riss sein riesiges Maul auf. Er biss zu, zunächst spürte ich nichts, doch dann, während ich mit ihm kämpfte, einen wahnsinnigen Schmerz. Das Wasser um mich herum war voll Blut..."
So in etwa sieht die übliche Darstellung eines Haiangriffes in den Medien aus, von denen fast jeder akribisch in den Zeitungen zerrissen und ausgeschmückt wird. Mich packt jedesmal eine Mordswut, wenn ich von so etwas lese oder höre. In besonderem Maße seit Steven Spielbergs "Jaws - der weiße Hai" sind Haie trotz vieler Aufklärungs-
maßnahmen immer wieder Opfer von Vorurteilen und völlig falschen Darstellungen als blutrünstige Monster.
Ich werde im folgenden einmal versuchen, mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen und zu zeigen, was für faszinierende Wesen Haie wirklich sind.
HAIARTEN:
Insgesamt gibt es rund 450 heute entdeckte Arten von Haien. Ich möchte gleich vorweg nehmen, dass davon maximal 20 im Verdacht stehen, für Angriffe auf Menschen verantwortlich zu sein.
Allein die Vielfalt der Haiarten kann dicke Bücher füllen. Da gibt es kleine Arten wie den Zigarrenhai, der nicht größer als einen halben Meter wird, oder Tiefseearten wie den Riesenmaulhai, von dem erst elf Exemplare gefunden wurden.
Besonders bekannt ist natürlich der Große Weiße Hai, der mit 6-9 Metern Länge der größte fleischfressende Fisch überhaupt ist. Er ist fast auf der ganzen Welt verbreitet, auch im Mittelmeer wurden schon Weiße Haie gefangen.
Die meiner Meinung nach schönste Art ist der Blauhai, der auf weiten Wanderungen, sogar von Florida bis Großbritanien die Hochsee durchstreift.
Der überhaupt größte Hai, und damit Fisch, ist der Walhai. Er ernährt sich nur von Plankton, wird bis zu 15 Meter lang.
FASZINIERENDES ZUR ANATOMIE:
Haie sind, wie auch Rochen, Knorpelfische. Weil Knorpel leichter ist als Knochen, erfahren die Haie dadurch mehr Auftrieb und benötigen keine Schwimmblase wie Knochenfische sie haben. Durch die hohe Elastizität des Knorpels sind Haie besonders wendig und schnell.
Eine weitere Einrichtung, die die Schwimmblase ersetzt, ist die riesige Leber der Haie, die mit einer leichten Flüssigkeit gefüllt ist. Bei manchen Arten kann die Leber bis zu 40% des Körpergewichts ausmachen.
Eine besonders zweckmäßige Einrichtung ist das Gebiss der Haie. Sie sind nicht fest mit dem Schädel verbunden und liegen in mehreren Reihen hintereinander. Bricht ein Zahn heraus, kann sofort der nächste nachrücken.
Die Haut der Haie, die mit vielen kleinen Zähnchen (Placoidschuppen) besetzt sind, ist mitlerweile Vorbild für den Flugzeugbau, weil der Strömungswiderstand beim Schwimmen dadurch minimiert wird.
Haie haben eine sehr ausgeprägte Sinneswahrnehmung. Besonders bemerkenswert sind die sogenannten Lorenzinischen Ampullen auf der Nase. Diese Poren und Kanäle dienen der elektrischen Wahrnehmung, d.h. dass die Tiere in der Lage sind elektrische Felder wahrzunehmen. Sogar Feldschwankungen von 5 Milliardstel Volt können von Haien noch wahrgenommen werden. Dieses Organ ist der größte Vorteil beim Jagen (z.B. im Dunkeln) oder beim Finden von Wegen auf Wanderungen. Selbst unterirdische Vulkankegel u.ä. können sie orten.
HAIANGRIFFE:
Es gibt vier Theorien, warum Haie Menschen angreifen.
- Die erste, das Angreifen aus Hunger, wird dadurch widerlegt, dass bei 80% der Angriffe der Hai schon nach dem ersten Biss vom Opfer ablässt.
- Die verbreitetste Theorie ist die Verwechslung des Menschen mit den üblichen Beutetieren der Haie, darunter Robben. Ein Mensch auf einem Surfbrett kann von unten durchaus einem Seelöwen ähnlich sehen.
- Eine andere wichtige Möglichkeit, ist die Revierverteidigung. Kaum ein Tier reagiert nicht aggessiv, wenn ein Fremdling in sein "Reich" eindringt.
- Auch provozierte Angriffe können vorkommen, wenn beispielsweise ein Taucher einen Hai allzu sehr bedrängt.
Die meisten Angriffe gibt es in den Gewässern um Australien, Florida, Kalifornien und Südafrika, also in den Gebieten, wo die als gefährlich eingestuften Arten Tigerhai, Weißer Hai, Blauhai oder Weißspitzenhochseehai beheimatet sind.
Insgesamt gibt es im Jahr ca. 10-15 tödlich verlaufende Haiangriffe auf Menschen, viel mehr Menschen sterben dagegen z.B. durch Spinnen- oder Schlangenbisse. Zum Vergleich: es gibt jedes Jahr 4 Milliarden Badende in den Meeren. Also berechnet mal wie groß die Chance ist, von einem Hai erwischt zu werden - wesentlich geringer als vom Blitz erschlagen zu werden.
DIE WIRKLICHKEIT:
Haie werden fast immer in einem völlig falschen Licht dargestellt. Allein die obige Beschreibung eines Angriffs ist völliger Blödsinn. Niemand, der von einem Hai angegriffen wird, wird lang und breit von seinem Blut und Rückenflossen berichten können. Haie sind perfekte Jäger, sie greifen schnell und völlig unerwartet an.
Vor einiger Zeit las ich in der BILD am Sonntag einen anderen Artikel, wo mir die Nackenhaare zu Berge standen. Da schwafelte ein australischer Möchtegern-Haiexperte: "Haie, die einmal Menschen angegriffen haben, bringen dies anderen Haien bei. Deshalb müssen wir die Haie gnadenlos jagen." Die BILD erhielt eine sehr lange Protest-Email von mir, die unbeantwortet blieb, aber das gehört jetzt nicht hier her.
Es ist einfach absolut verantwortungslos und brutal, auch noch zu einer Hetzjagd aufzurufen. Denn die ist bereits im Gange. Den 10-15 Menschen im Jahr stehen über 100 Millionen Haie gegenüber, die jedes Jahr erbarmungslos abgeschlachtet werden. Viele enden in Hainetzen oder als Beifang. Vor allem im asiatischen Raum, werden Haie gefangen, die Flossen abgeschnitten und die noch lebenden Tiere wieder ins Wasser geworfen. Diese Haie, die ständig schwimmen müssten, um zu atmen, ersticken qualvoll.
Haie sind nicht nur wunderschön und faszinierend, sie sind auch unabdingbar für das Gleichgewicht der Meere. Deshalb müssen sie geschützt und die ewigen Vorurteile endlich aus der Welt geschafft werden!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-31 18:56:29 mit dem Titel Halloween - wiedermal nur Kommerz?
Halloween ist ja in den USA schon seit langem ein weit verbreiteter Brauch und wird dort groß gefeiert. In den letzten Jahren wird der Trend zu diesem Fest auch hier in Deutschland immer größer. Aber worum geht es eigentlich bei Halloween und was soll dieser ganze Tumult bei uns?
Die Geschichte von Halloween:
Weit, weit zurück bis in die Zeit vor Christi Geburt reicht der Ursprung von Halloween zurück, genauer gesagt zu den Kelten. Laut deren Glauben gibt der Sommer (das Leben) in der Nacht vom 31.Oktober zum 1.November die Herrschaft an den Winter (den Tod) ab und das hielt man für einen besonders günstigen Moment für die Toten sich unter die Lebenden zu mischen. Die Wand zwischen der Welt der Toten und der Lebenden sollte besonders dünn sein, so dass man auch versuchte mit den Toten in Kontakt zu treten oder den Kontakt mit Verstorbenen aufrecht zu erhalten. Es wurde große gefeiert, den Toten einiges an Leckereien und Opfern dargeboten.
Der Brauch wurde noch einige Jahrhunderte nach Christi Geburt celebriert.
Von den Iren wurde der Brauch dann etwas abgewandelt. Um von den Toten in dieser Nacht nicht als Lebende erkannt zu werden, verkleideten sie sich möglichs schrecklich und trugen Masken zur Abschreckung.
Schließlich wurden die Bräuche dann christianisiert, was man hierzulande als Allerheiligen kennt. Dies war allerdings ein langer Weg, denn den Menschen die heidnischen Feierlichkeiten auszutreiben und sie vor Sünden zu bewahren, war nicht einfach.
Im keltischen Raum war es besonders schwierig, die Bräuche auszutreiben. Im 16. Jahrhundert entstand der eigentliche Name Halloween, als die protestantische Kirche den Namen All Hallowed Evening einführte.
Halloween in den USA:
Schließlich kehrte man vor allem in den USA zu den alten Bräuchen zurück. Das Fest wurde modernisiert nahm mit der Zeit seine jetzige, herzlich unchristliche Form an. Man verkleidet sich gruselig, feiert Partys, das Haus wird geschmückt, und die Kinder ziehen in Kostümen als Geister oder Leichendurch die Straßen, sammeln Süßigkeiten und drohen mit Streichen (\"Trick or Treat\" - Süßes oder Streich).
Der Süßigkeitenbrauch stammt aus dem christlichen Raum: im 9. Jahrhundert n. Chr. wanderten frühe Christen am 2. November, was das Seelenfest ist, von Dorf zu Dorf und erbettelten an den Haustüren sogenannte Seelenkuchen. Als Dank für diese Gabe versprachen sie besonders viel und intensiv für die Spender zu beten.
Das bekannteste Symbol ist natürlich der ausgehölte Kürbis, dessen Ursprung auch in irische Regionen zurückgeht.
Und bei uns:
Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. In den Supermärkten wird man mit Halloween-Sondersüßigkeiten überhäuft, im Fernsehen laufen die ganze Woche lang Halloween-Special und die Halloweenfolgen sämtlicher Comedyserien. Immer mehr Halloween-Partys. Special bei McDonald\'s. Special hier. Special da...
Und wie immer teilt sich das gemeine Volk in zwei Gruppen. Jene, die total drauf anspringen und die, die sich nur fragen: was soll das?
Jedem seine Meinung und man mag mich einen Spielverderber nennen, wenn ich mich zu den letzteren zähle, aber der Hintergrund zu dem ganzen Theater liegt wohl eindeutig auf der Hand: der gute alte Kommerz. Wieder etwas was man gut vermarkten kann. Was bei den Amis populär ist, muss es hier natürlich auch sein.
Für mich allerdings schreckt genau das wieder ab. Halloween hat bei uns keine Tradition. Und obwohl ich es für einen witzigen Brauch halte, denke ich, sollte er bleiben wo er hingehört. Es gibt hierzulande andere, eigene Feierlichkeiten und ich verbleibe dabei, dass mir das ganze Halloween-Getue ziemlich auf die Nerven geht.
Also: guten Appetit mit der Kürbissuppe!
"...ich sah die Rückenflosse auf mich zuschwimmen. Kurz vor mir tauchte der Hai auf und riss sein riesiges Maul auf. Er biss zu, zunächst spürte ich nichts, doch dann, während ich mit ihm kämpfte, einen wahnsinnigen Schmerz. Das Wasser um mich herum war voll Blut..."
So in etwa sieht die übliche Darstellung eines Haiangriffes in den Medien aus, von denen fast jeder akribisch in den Zeitungen zerrissen und ausgeschmückt wird. Mich packt jedesmal eine Mordswut, wenn ich von so etwas lese oder höre. In besonderem Maße seit Steven Spielbergs "Jaws - der weiße Hai" sind Haie trotz vieler Aufklärungs-
maßnahmen immer wieder Opfer von Vorurteilen und völlig falschen Darstellungen als blutrünstige Monster.
Ich werde im folgenden einmal versuchen, mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen und zu zeigen, was für faszinierende Wesen Haie wirklich sind.
HAIARTEN:
Insgesamt gibt es rund 450 heute entdeckte Arten von Haien. Ich möchte gleich vorweg nehmen, dass davon maximal 20 im Verdacht stehen, für Angriffe auf Menschen verantwortlich zu sein.
Allein die Vielfalt der Haiarten kann dicke Bücher füllen. Da gibt es kleine Arten wie den Zigarrenhai, der nicht größer als einen halben Meter wird, oder Tiefseearten wie den Riesenmaulhai, von dem erst elf Exemplare gefunden wurden.
Besonders bekannt ist natürlich der Große Weiße Hai, der mit 6-9 Metern Länge der größte fleischfressende Fisch überhaupt ist. Er ist fast auf der ganzen Welt verbreitet, auch im Mittelmeer wurden schon Weiße Haie gefangen.
Die meiner Meinung nach schönste Art ist der Blauhai, der auf weiten Wanderungen, sogar von Florida bis Großbritanien die Hochsee durchstreift.
Der überhaupt größte Hai, und damit Fisch, ist der Walhai. Er ernährt sich nur von Plankton, wird bis zu 15 Meter lang.
FASZINIERENDES ZUR ANATOMIE:
Haie sind, wie auch Rochen, Knorpelfische. Weil Knorpel leichter ist als Knochen, erfahren die Haie dadurch mehr Auftrieb und benötigen keine Schwimmblase wie Knochenfische sie haben. Durch die hohe Elastizität des Knorpels sind Haie besonders wendig und schnell.
Eine weitere Einrichtung, die die Schwimmblase ersetzt, ist die riesige Leber der Haie, die mit einer leichten Flüssigkeit gefüllt ist. Bei manchen Arten kann die Leber bis zu 40% des Körpergewichts ausmachen.
Eine besonders zweckmäßige Einrichtung ist das Gebiss der Haie. Sie sind nicht fest mit dem Schädel verbunden und liegen in mehreren Reihen hintereinander. Bricht ein Zahn heraus, kann sofort der nächste nachrücken.
Die Haut der Haie, die mit vielen kleinen Zähnchen (Placoidschuppen) besetzt sind, ist mitlerweile Vorbild für den Flugzeugbau, weil der Strömungswiderstand beim Schwimmen dadurch minimiert wird.
Haie haben eine sehr ausgeprägte Sinneswahrnehmung. Besonders bemerkenswert sind die sogenannten Lorenzinischen Ampullen auf der Nase. Diese Poren und Kanäle dienen der elektrischen Wahrnehmung, d.h. dass die Tiere in der Lage sind elektrische Felder wahrzunehmen. Sogar Feldschwankungen von 5 Milliardstel Volt können von Haien noch wahrgenommen werden. Dieses Organ ist der größte Vorteil beim Jagen (z.B. im Dunkeln) oder beim Finden von Wegen auf Wanderungen. Selbst unterirdische Vulkankegel u.ä. können sie orten.
HAIANGRIFFE:
Es gibt vier Theorien, warum Haie Menschen angreifen.
- Die erste, das Angreifen aus Hunger, wird dadurch widerlegt, dass bei 80% der Angriffe der Hai schon nach dem ersten Biss vom Opfer ablässt.
- Die verbreitetste Theorie ist die Verwechslung des Menschen mit den üblichen Beutetieren der Haie, darunter Robben. Ein Mensch auf einem Surfbrett kann von unten durchaus einem Seelöwen ähnlich sehen.
- Eine andere wichtige Möglichkeit, ist die Revierverteidigung. Kaum ein Tier reagiert nicht aggessiv, wenn ein Fremdling in sein "Reich" eindringt.
- Auch provozierte Angriffe können vorkommen, wenn beispielsweise ein Taucher einen Hai allzu sehr bedrängt.
Die meisten Angriffe gibt es in den Gewässern um Australien, Florida, Kalifornien und Südafrika, also in den Gebieten, wo die als gefährlich eingestuften Arten Tigerhai, Weißer Hai, Blauhai oder Weißspitzenhochseehai beheimatet sind.
Insgesamt gibt es im Jahr ca. 10-15 tödlich verlaufende Haiangriffe auf Menschen, viel mehr Menschen sterben dagegen z.B. durch Spinnen- oder Schlangenbisse. Zum Vergleich: es gibt jedes Jahr 4 Milliarden Badende in den Meeren. Also berechnet mal wie groß die Chance ist, von einem Hai erwischt zu werden - wesentlich geringer als vom Blitz erschlagen zu werden.
DIE WIRKLICHKEIT:
Haie werden fast immer in einem völlig falschen Licht dargestellt. Allein die obige Beschreibung eines Angriffs ist völliger Blödsinn. Niemand, der von einem Hai angegriffen wird, wird lang und breit von seinem Blut und Rückenflossen berichten können. Haie sind perfekte Jäger, sie greifen schnell und völlig unerwartet an.
Vor einiger Zeit las ich in der BILD am Sonntag einen anderen Artikel, wo mir die Nackenhaare zu Berge standen. Da schwafelte ein australischer Möchtegern-Haiexperte: "Haie, die einmal Menschen angegriffen haben, bringen dies anderen Haien bei. Deshalb müssen wir die Haie gnadenlos jagen." Die BILD erhielt eine sehr lange Protest-Email von mir, die unbeantwortet blieb, aber das gehört jetzt nicht hier her.
Es ist einfach absolut verantwortungslos und brutal, auch noch zu einer Hetzjagd aufzurufen. Denn die ist bereits im Gange. Den 10-15 Menschen im Jahr stehen über 100 Millionen Haie gegenüber, die jedes Jahr erbarmungslos abgeschlachtet werden. Viele enden in Hainetzen oder als Beifang. Vor allem im asiatischen Raum, werden Haie gefangen, die Flossen abgeschnitten und die noch lebenden Tiere wieder ins Wasser geworfen. Diese Haie, die ständig schwimmen müssten, um zu atmen, ersticken qualvoll.
Haie sind nicht nur wunderschön und faszinierend, sie sind auch unabdingbar für das Gleichgewicht der Meere. Deshalb müssen sie geschützt und die ewigen Vorurteile endlich aus der Welt geschafft werden!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-31 18:56:29 mit dem Titel Halloween - wiedermal nur Kommerz?
Halloween ist ja in den USA schon seit langem ein weit verbreiteter Brauch und wird dort groß gefeiert. In den letzten Jahren wird der Trend zu diesem Fest auch hier in Deutschland immer größer. Aber worum geht es eigentlich bei Halloween und was soll dieser ganze Tumult bei uns?
Die Geschichte von Halloween:
Weit, weit zurück bis in die Zeit vor Christi Geburt reicht der Ursprung von Halloween zurück, genauer gesagt zu den Kelten. Laut deren Glauben gibt der Sommer (das Leben) in der Nacht vom 31.Oktober zum 1.November die Herrschaft an den Winter (den Tod) ab und das hielt man für einen besonders günstigen Moment für die Toten sich unter die Lebenden zu mischen. Die Wand zwischen der Welt der Toten und der Lebenden sollte besonders dünn sein, so dass man auch versuchte mit den Toten in Kontakt zu treten oder den Kontakt mit Verstorbenen aufrecht zu erhalten. Es wurde große gefeiert, den Toten einiges an Leckereien und Opfern dargeboten.
Der Brauch wurde noch einige Jahrhunderte nach Christi Geburt celebriert.
Von den Iren wurde der Brauch dann etwas abgewandelt. Um von den Toten in dieser Nacht nicht als Lebende erkannt zu werden, verkleideten sie sich möglichs schrecklich und trugen Masken zur Abschreckung.
Schließlich wurden die Bräuche dann christianisiert, was man hierzulande als Allerheiligen kennt. Dies war allerdings ein langer Weg, denn den Menschen die heidnischen Feierlichkeiten auszutreiben und sie vor Sünden zu bewahren, war nicht einfach.
Im keltischen Raum war es besonders schwierig, die Bräuche auszutreiben. Im 16. Jahrhundert entstand der eigentliche Name Halloween, als die protestantische Kirche den Namen All Hallowed Evening einführte.
Halloween in den USA:
Schließlich kehrte man vor allem in den USA zu den alten Bräuchen zurück. Das Fest wurde modernisiert nahm mit der Zeit seine jetzige, herzlich unchristliche Form an. Man verkleidet sich gruselig, feiert Partys, das Haus wird geschmückt, und die Kinder ziehen in Kostümen als Geister oder Leichendurch die Straßen, sammeln Süßigkeiten und drohen mit Streichen (\"Trick or Treat\" - Süßes oder Streich).
Der Süßigkeitenbrauch stammt aus dem christlichen Raum: im 9. Jahrhundert n. Chr. wanderten frühe Christen am 2. November, was das Seelenfest ist, von Dorf zu Dorf und erbettelten an den Haustüren sogenannte Seelenkuchen. Als Dank für diese Gabe versprachen sie besonders viel und intensiv für die Spender zu beten.
Das bekannteste Symbol ist natürlich der ausgehölte Kürbis, dessen Ursprung auch in irische Regionen zurückgeht.
Und bei uns:
Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. In den Supermärkten wird man mit Halloween-Sondersüßigkeiten überhäuft, im Fernsehen laufen die ganze Woche lang Halloween-Special und die Halloweenfolgen sämtlicher Comedyserien. Immer mehr Halloween-Partys. Special bei McDonald\'s. Special hier. Special da...
Und wie immer teilt sich das gemeine Volk in zwei Gruppen. Jene, die total drauf anspringen und die, die sich nur fragen: was soll das?
Jedem seine Meinung und man mag mich einen Spielverderber nennen, wenn ich mich zu den letzteren zähle, aber der Hintergrund zu dem ganzen Theater liegt wohl eindeutig auf der Hand: der gute alte Kommerz. Wieder etwas was man gut vermarkten kann. Was bei den Amis populär ist, muss es hier natürlich auch sein.
Für mich allerdings schreckt genau das wieder ab. Halloween hat bei uns keine Tradition. Und obwohl ich es für einen witzigen Brauch halte, denke ich, sollte er bleiben wo er hingehört. Es gibt hierzulande andere, eigene Feierlichkeiten und ich verbleibe dabei, dass mir das ganze Halloween-Getue ziemlich auf die Nerven geht.
Also: guten Appetit mit der Kürbissuppe!
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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14.11.2008, 17:45 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER

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