Erfahrungsbericht von blackypanther
Die heutige Hilfsbereitschaft
Pro:
Jeder sollte hilfsbereit sein.
Kontra:
Ein Kontra fällt mir bei dem Thema nicht ein.
Empfehlung:
Nein
Ich selbst, würde mich als sehr hilfsbereit und zuvorkommenden Menschen bezeichnen. Oft genug gesagt bekommen, hab ich das auf jedenfall schon. Meine engsten Freunde wissen auch, dass man sich immer auf mich verlassen kann, wenn irgendwas anliegt.
Manch einer wird wahrscheinlich sagen, dass ich einfach nicht nein sagen kann. Doch, dass kann ich, denn ausnutzen lasse ich mich nicht.
Was ich mich aber frage ist, warum man es so wenig gedankt bekommt oder besser gesagt, warum wird es sowenig anerkannt.
Im Straßenverkehr merk ich das immer wieder. Im Straßenverkehr halte ich schon mal des öfteren, wenn jemand über die Straße will oder einer abbiegen will und keiner läßt ihn. Ich nehme eben Rücksicht, und halte mich eher an die defensive Fahrweise diesbezüglich. Denkt jetzt nicht, dass ich auf der Straße rumschleiche und den Verkehr aufhalte. Oh nein.
Ganz bestimmt nicht. Eher das Gegenteil. Aber etwas Rücksichtnahme hat noch keinem geschadet, oder?
Anscheinend doch, denn warum sonst huppen die meisten dann hinter mir, wenn ich sowas mache, warum frag ich mich? Und das beste. Wenn man mal selbst in einer solchen Situation ist, ist da natürlich keiner der einen rausläßt oder über die Straße. Da beginne ich manchmal zu zweifeln, und frage mich warum ich es dann eigentlich mache, wenn es anscheinend sonst keiner tut.
Das selbe erlebe ich auch, wenn man an der Kasse jemanden vorläßt. Danke. Bitte, und der Rest hintendran würde am liebsten auch noch vorgehen. Seltsam. Aber einen mal vorlassen, obwohl man nur drei Sachen hat. Nein, niemals. Soll sich gefälligst hinten anstellen wie alle anderen.
In dieser Art gibt es noch viele Begebenheiten. Einem mal die Tür aufhalten oder einer Frau mit dem Kinderwagen helfen, auch mal einem älteren Menschen helfen wenn man darum gebeten wird. Dies sind nur Kleinigkeiten, aber Beispiele für ganz alltägliche Hilfsbereitschaft wie man sie jeden Tag erleben kann.
Leider ist es oftmals so, das erst bei großen Katastrophen wie jetzt gerade aktuell, die Menschen plötzlich hilfsbereit sind und helfen wollen. Warum aber nur dann, und nicht im alltäglichen Leben bei solchen Kleinigkeiten frag ich mich.
Neulich als ich im Supermarkt einkaufen war, stand an einem Regel eine alte Dame. Sie sah ziemlich verzweifelt aus. Sie fragte mich ob ich ihr etwas aus dem Regal oben holen könnte, da sie da selbst nicht drankäme und sie hätte doch jetzt schon so viele gefragt und keiner wolle ihr helfen oder hätte keine Zeit. Natürlich half ich ihr, dauert ja höchstens ne 1/2 Minute. Sie war super glücklich darüber und sowas freut mich dann.
Bei sowas frage ich mich dann immer, ob die Menschen heutzutage wirklich so egoistisch geworden sind. Denkt denn wirklich jeder nur noch an sich selbst.
Ich sag ja gar nicht das man jedem helfen soll, auch nicht das man ständig rücksichtsvoll oder zuvorkommend seien soll. Aber für solch kleine Sachen, sollte man doch mal 1 Minute übrig haben, oder nicht?
Sicher man bekommt es oftmals nicht gedankt und wie ich haben viele von euch auch schon geholfen oder ähnliches erlebt, aber in der gleichen Situation selbst keine Hilfe bekommen.
Natürlich fragt man sich dann nach dem Sinn und Zweck des ganzen. Aber nicht alles hat immer einen Sinn, einen Nutzen oder irgendwas anderes.
Es gibt Ausnahmen, aber Ausnahmen bestätigen bekanntlicherweise die Regel.
Auch im Freundes- oder besser gesagt im Bekanntenkreis ist das oftmals so.
"Kannst du mir bei dem und dem helfen", oder "mir das und das besorgen". Hab ich Zeit, klar, keine Frage dann mach ich das gerne. Ansonsten nicht mehr. Früher hab ich oftmals eigene Sachen liegen lassen um anderen zu helfen, jetzt nicht mehr. Ich sagte ja, ausnutzen lasse ich mich nicht oder nicht mehr. Ja, denn heute bin ich anders. Auch ich wäge heute ab, und sage nicht mehr einfach ja zu allem.
Dies liegt aber nur daran, dass nie etwas, oder fast nie, zurückkam. Ich erwarte keine Geschenke, ein einfaches Danke genügt und die Gewissheit, dass man auch selbst mal geholfen, was gemacht, bekommt, wenn es mal notwendig ist.
Aber nein.
Meine Konsequenz war dann eben, dass ich öfters mal nein sagte und was war dann. Die Leute maulen, reden schlecht über dich, dass du gar nicht hilfsbereit wärst und andere immer nur ausnutzen würdest.
Toll. Einfach toll. Das heisst doch dann, solange du was für mich machst, kann ich dich leiden, und wenn nicht, dann nicht mehr.
Klasse.
Ich sage ja, ich bin wirklich zu sensibel oder nicht hart genug um das einfach mal schnell zu vergessen.
Mich trifft sowas. Gerade deshalb weil es mir schon zu oft passiert ist.
Irgendeinen Grund muß es doch geben.
Warum mir das immer wieder passiert, oder?
Wie sieht es bei euch aus, geht es euch oftmals auch so, oder habt bzw. hattet ihr mit sowas noch keine Probleme. Habe hierzu auch eine Umfrage gestartet, um mal zu sehen wie es bei den Leuten hier mit der Hilfsbereitschaft steht.
Freue mich schon auf eure Kommentare hierzu.
blackypanther
12 Bewertungen, 6 Kommentare
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01.11.2002, 20:34 Uhr von suwesmile
Bewertung: sehr hilfreichSchön, dass es hilfsbereite Menschen wie dich gibt. Und auch wenn man es andersrum nicht so erlebt, ist es doch ein tolles Gefühl, wenn man helfen konnte/ kann.
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23.02.2002, 00:46 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichBleibe wie Du bist, denn es ist schön, daß es solche Menschen auch noch gibt !!! Gruß
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22.02.2002, 19:02 Uhr von Anubis71
Bewertung: sehr hilfreichWenn man hilfsbereit ist wird man manchmal nicht für voll genommen oder als Weichei abgestempelt. Ich bin auch gerne hilfsbereit, aber ich achte darauf, dass ich nicht ausgenutzt werde. Aber du weisst, wenn du meine Hilfe brauchst bin ich für dic
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22.02.2002, 19:00 Uhr von lunatix
Bewertung: sehr hilfreichgeht mir genauso!
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22.02.2002, 19:00 Uhr von likedeeler
Bewertung: weniger hilfreichNa ja, man kann sich auch in Selbstmitleid baden.
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22.02.2002, 18:58 Uhr von EnnDee
Bewertung: sehr hilfreichwerd gothic, das hilft beim verarbeiten

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