Erfahrungsbericht von woman
Lorbeerbaum - Gedeiht auch ohne grünen Daumen
Pro:
Nahrung und Schutz für viele heimische Vögel und Insekten
Kontra:
sehr spitze Dornen, Vorsicht beim Rückschnitt
Empfehlung:
Nein
Ein Kranz aus Lorbeerblättern gilt seit alters her als Zeichen für Ruhm und Ehre. Auch in meinem Garten bietet dieses dekorative Gewächs mit seinen dichten, glänzenden Blättern eine wunderschöne Ergänzung zu den übrigen blühenden Sommerblumen.
Ursprünglich kommt diese Pflanze aus den Mittelmeerländern, wo sie wild wächst und bis zu einer stattlichen Größe von 15 Metern heranwächst.
In unseren Gefilden wird ein Lorbeerbaum als Kübelpflanze bis zu 2 Meter groß. Man findet inzwischen überall auf der Welt, sei es auf Terrassen, in Gärten, in Hallen oder großen Zimmern. Meist schneidet man in zu Kugeln, Pyramiden oder buschigen, hochstämmigen Kronen.
Es gibt mehrere Arten von Lorbeerbäumen. Bei uns findet man am häufigsten den Lorbeer mit dem botanischen Namen Laurus nobilis. Seine ovalen, kurzstieligen Blätter haben eine lederne Oberfläche, laufen auf beiden Seiten spitz zu und fühlen sich lederartig an. Bei älteren Pflanzen erscheinen zwischen April und Mai weißliche Blütendolden.
In unseren Breitengraden gedeihen Lorbeerbäume prächtig, wenn sie sonnig-warm und luftig stehen. In der Wachstumsphase sollte man die Pflanze mäßig feucht halten, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass der Wurzelballen nie ganz austrocknet.
Im Sommer spritze ich häufig die Blätter mit einem Gartenschlauch gut ab, versäumt man diese regelmäßige Dusche, werden die glänzenden Blätter schnell gelb und stumpf.
Bis August dünge ich den Lorbeerbaum wöchentlich mit einem Universaldünger.
Im Winter kommt der Lorbeerbaum dann zu den übrigen Kübelpflanzen in unseren Wintergarten. Die Pflanze sollte hell stehen und bei einer Temperatur von 5 Grad überwintern. Während dieser Zeit gieße ich äußerst sparsam, nur soviel dass der Wurzelballen nicht total austrocknet.
Normalerweise genügt es, beim Lorbeerbaum nur überlange Triebe herauszuschneiden. Sollte er aber nach guter Pflege und einigen Jahren zu groß werden, kann man ihn im März auf die gewünschte Höhe zurückschneiden. Beim Schneiden sollte man darauf achten, dass die Blätter nicht beschädigt werden.
Wer Spaß an der Vermehrung seiner Pflanzen hat, kann durch Stecklinge den Lorbeer selbst züchten. Zwischen September und März lässt sich diese Pflanze in feuchtem Sand bei einer Temperatur von 18 Grad heranziehen. Nach ca. 1 Monat kann man die junge Pflanze in einen Topf mit sandigen Erde umpflanzen. Dann dauert es aber einige Jahre, bis aus dem kleinen Lorbeerbäumchen ein ansehnlicher Lorbeerbaum wird.
Allen in allem ist der Lorbeer eine sehr genügsame Pflanze, die ohne viel gärtnerisches Können auch Pflanzenliebhaber „ohne den speziellen grünen Daumen“ jedes Jahr neu erfreuen wird.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-08 21:40:02 mit dem Titel Lebensraum für Insekten und Vögel
Viele Menschen beklagen den Mangel von Vögeln und Schmetterlingen in ihren Gärten. Oft wird auf die Umweltverschmutzung geschimpft, doch nur wenige kritische Blicke richten sie in den eigenen Garten.
Hier finden wir in den meisten Fällen exotische Blumen, ausländische Gehölze, kaum ein Fleckchen mit Wildkräutern ist zwischen dem teppichgleichen Rasen zu finden, der weder von Gänseblümchen noch von irgendwelchen Käfern missbraucht wird.
In wunderschönen Ziergärten ist kein Platz für zwitschernde Vögel und herumflatternde Schmetterlinge, denn diese Tiere benötigen einen naturbelassenen Lebensraum, um überleben zu können.
Vögel und Insekten sind auf unsere heimischen Pflanzen, unsere Sträucher und Bäume angewiesen. Auf heimischen Gräsern, Kräutern und Blumen entwickeln sich Samen, von denen unsere Vögel im Winter leben. Das von den meisten Hobbygärtnern verteufelte Unkraut bietet vielen Raupen die Lebensgrundlage und ohne Raupen gibt es keine Schmetterlinge.
Obwohl ich auch exotische Pflanzen in unserem Garten angepflanzt habe, überwiegen dennoch die heimischen Sträucher und Bäume. Sie bieten vielen Insekten und Vögeln Unterschlupft und in einer wenig genutzten Ecke haben wir einen großen Berg von alten Baumstämmen und abgeschnittenen Hecken aufgetürmt, die Heimat einer kleinen Igelfamilie.
Nun bin ich etwas von Thema abgekommen, doch nun komme ich zu unserer Berberitze.
Die Berberitze ist eine Dornenhecke mit vielen nektarreichen Blüten, die sich im Winter zu vitaminreichen Früchten verwandeln.
Diese Berberitzehecke ist das ideale Versteck und Nistplatz für viele Vögel. Hier tummeln sich im Sommer zahlreiche Hummeln, Distelfalter und Käfer herum und saugen den Nektar aus den zahlreichen kleinen Blüten. In den Wintermonaten sieht man Kernbeißer und Amseln die kleinen Beeren picken.
Unsere Dornenhecke ist nun mittlerweile einige Jahre alt und grenzt einen Teil unseres Gartens hin ab. Die Berberitze ist eine relativ unempfindliche Pflanze, die fast auf allen Böden ohne viel Pflege gedeiht.
Es gibt zahlreiche Arten dieser Pflanzengattung, von denen die meisten im Frühjahr und Frühsommer blühen, wobei die Farbscala der kleinen Blüten von blassgelb bis orange-rot reicht. Oftmals werden die überhängenden gebogenen Zweige von zahlreichen Blüten eingehüllt. Die Lieblichkeit dieser Frühjahrsblütenpracht wird jedoch im Herbst durch die wunderschöne Herbstfärbung und die anschließende Fülle von leuchtenden Beeren übertroffen.
Die Pflanze ist verhältnismäßig problemlos und macht sehr wenig Arbeit. Sie wächst besonders gut in etwas saurer und trockener Erde. An Anfang, also gleich nach der Anpflanzung, haben wir die Berbertizen regelmäßig gegossen und feucht gehalten. Damit die Pflanzen nicht austrocknen, haben wir dann auf die noch feuchte Erde eine ca. 7 – 8 cm dicke Schicht aus Torf gebracht. Mittlerweile hat unsere Berberitze bereits die ersten Jahre hinter sich und braucht nicht mehr die intensive Pflege wie an Anfang.
Unsere Hecke wird alle 2 Jahre geschnitten, da sie sonst zu sehr in die Höhe schießt. In der Regel müssen Berberitzen nicht regelmäßig geschnitten werden, trotzdem ist es sinnvoll, in bestimmten Abständen die alten Zweige zu entfernen, indem man sie bis zum Grund zurückschneidet. Dadurch wird das Wachstum neuer Triebe angeregt, doch sollte man beim Zurückschneiden schon darauf achten, in jedem Fall eine vernünftige Form der Pflanze zu wahren. Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist wie bei den meisten Pflanzen der Spätsommer oder Herbst.
Vorsicht: Beim Schneiden der Berberitze sollte man unbedingt feste Gartenhandschuhe tragen, denn an den nadelfeinen Dornen kann man sich verletzen.
Auf mein eingangs gehalten Plädoyer, unseren Vögeln und Insekten Lebensraum durch heimische Pflanzen zu bieten, möchte ich nun noch einmal zurückkommen.
Die Berberitze ist auch kein heimisches Gewächs! Die verschiedenen Arten dieser doch sehr großen Gattung stammen aus sehr fernen Gegenden. Viele von ihnen wurden aus Japan und China nach Europa gebracht, andere stammen aus Zentralasien, und wieder andere kommen ursprünglich aus Südamerika. Eine heimische Art gibt es dennoch: Die Gemeine Berberitze (vulgaris) wurde im Jahre 1808 erstmals in unseren heimischen Gärten kultiviert.
Unsere Vögel haben mit den Jahren diese Pflanze als heimisches Gewächs angenommen und erfreuen sich jahrein jahraus an die vitaminreichen Beeren dieser dornenreichen Gartenhecke.
Ursprünglich kommt diese Pflanze aus den Mittelmeerländern, wo sie wild wächst und bis zu einer stattlichen Größe von 15 Metern heranwächst.
In unseren Gefilden wird ein Lorbeerbaum als Kübelpflanze bis zu 2 Meter groß. Man findet inzwischen überall auf der Welt, sei es auf Terrassen, in Gärten, in Hallen oder großen Zimmern. Meist schneidet man in zu Kugeln, Pyramiden oder buschigen, hochstämmigen Kronen.
Es gibt mehrere Arten von Lorbeerbäumen. Bei uns findet man am häufigsten den Lorbeer mit dem botanischen Namen Laurus nobilis. Seine ovalen, kurzstieligen Blätter haben eine lederne Oberfläche, laufen auf beiden Seiten spitz zu und fühlen sich lederartig an. Bei älteren Pflanzen erscheinen zwischen April und Mai weißliche Blütendolden.
In unseren Breitengraden gedeihen Lorbeerbäume prächtig, wenn sie sonnig-warm und luftig stehen. In der Wachstumsphase sollte man die Pflanze mäßig feucht halten, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass der Wurzelballen nie ganz austrocknet.
Im Sommer spritze ich häufig die Blätter mit einem Gartenschlauch gut ab, versäumt man diese regelmäßige Dusche, werden die glänzenden Blätter schnell gelb und stumpf.
Bis August dünge ich den Lorbeerbaum wöchentlich mit einem Universaldünger.
Im Winter kommt der Lorbeerbaum dann zu den übrigen Kübelpflanzen in unseren Wintergarten. Die Pflanze sollte hell stehen und bei einer Temperatur von 5 Grad überwintern. Während dieser Zeit gieße ich äußerst sparsam, nur soviel dass der Wurzelballen nicht total austrocknet.
Normalerweise genügt es, beim Lorbeerbaum nur überlange Triebe herauszuschneiden. Sollte er aber nach guter Pflege und einigen Jahren zu groß werden, kann man ihn im März auf die gewünschte Höhe zurückschneiden. Beim Schneiden sollte man darauf achten, dass die Blätter nicht beschädigt werden.
Wer Spaß an der Vermehrung seiner Pflanzen hat, kann durch Stecklinge den Lorbeer selbst züchten. Zwischen September und März lässt sich diese Pflanze in feuchtem Sand bei einer Temperatur von 18 Grad heranziehen. Nach ca. 1 Monat kann man die junge Pflanze in einen Topf mit sandigen Erde umpflanzen. Dann dauert es aber einige Jahre, bis aus dem kleinen Lorbeerbäumchen ein ansehnlicher Lorbeerbaum wird.
Allen in allem ist der Lorbeer eine sehr genügsame Pflanze, die ohne viel gärtnerisches Können auch Pflanzenliebhaber „ohne den speziellen grünen Daumen“ jedes Jahr neu erfreuen wird.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-08 21:40:02 mit dem Titel Lebensraum für Insekten und Vögel
Viele Menschen beklagen den Mangel von Vögeln und Schmetterlingen in ihren Gärten. Oft wird auf die Umweltverschmutzung geschimpft, doch nur wenige kritische Blicke richten sie in den eigenen Garten.
Hier finden wir in den meisten Fällen exotische Blumen, ausländische Gehölze, kaum ein Fleckchen mit Wildkräutern ist zwischen dem teppichgleichen Rasen zu finden, der weder von Gänseblümchen noch von irgendwelchen Käfern missbraucht wird.
In wunderschönen Ziergärten ist kein Platz für zwitschernde Vögel und herumflatternde Schmetterlinge, denn diese Tiere benötigen einen naturbelassenen Lebensraum, um überleben zu können.
Vögel und Insekten sind auf unsere heimischen Pflanzen, unsere Sträucher und Bäume angewiesen. Auf heimischen Gräsern, Kräutern und Blumen entwickeln sich Samen, von denen unsere Vögel im Winter leben. Das von den meisten Hobbygärtnern verteufelte Unkraut bietet vielen Raupen die Lebensgrundlage und ohne Raupen gibt es keine Schmetterlinge.
Obwohl ich auch exotische Pflanzen in unserem Garten angepflanzt habe, überwiegen dennoch die heimischen Sträucher und Bäume. Sie bieten vielen Insekten und Vögeln Unterschlupft und in einer wenig genutzten Ecke haben wir einen großen Berg von alten Baumstämmen und abgeschnittenen Hecken aufgetürmt, die Heimat einer kleinen Igelfamilie.
Nun bin ich etwas von Thema abgekommen, doch nun komme ich zu unserer Berberitze.
Die Berberitze ist eine Dornenhecke mit vielen nektarreichen Blüten, die sich im Winter zu vitaminreichen Früchten verwandeln.
Diese Berberitzehecke ist das ideale Versteck und Nistplatz für viele Vögel. Hier tummeln sich im Sommer zahlreiche Hummeln, Distelfalter und Käfer herum und saugen den Nektar aus den zahlreichen kleinen Blüten. In den Wintermonaten sieht man Kernbeißer und Amseln die kleinen Beeren picken.
Unsere Dornenhecke ist nun mittlerweile einige Jahre alt und grenzt einen Teil unseres Gartens hin ab. Die Berberitze ist eine relativ unempfindliche Pflanze, die fast auf allen Böden ohne viel Pflege gedeiht.
Es gibt zahlreiche Arten dieser Pflanzengattung, von denen die meisten im Frühjahr und Frühsommer blühen, wobei die Farbscala der kleinen Blüten von blassgelb bis orange-rot reicht. Oftmals werden die überhängenden gebogenen Zweige von zahlreichen Blüten eingehüllt. Die Lieblichkeit dieser Frühjahrsblütenpracht wird jedoch im Herbst durch die wunderschöne Herbstfärbung und die anschließende Fülle von leuchtenden Beeren übertroffen.
Die Pflanze ist verhältnismäßig problemlos und macht sehr wenig Arbeit. Sie wächst besonders gut in etwas saurer und trockener Erde. An Anfang, also gleich nach der Anpflanzung, haben wir die Berbertizen regelmäßig gegossen und feucht gehalten. Damit die Pflanzen nicht austrocknen, haben wir dann auf die noch feuchte Erde eine ca. 7 – 8 cm dicke Schicht aus Torf gebracht. Mittlerweile hat unsere Berberitze bereits die ersten Jahre hinter sich und braucht nicht mehr die intensive Pflege wie an Anfang.
Unsere Hecke wird alle 2 Jahre geschnitten, da sie sonst zu sehr in die Höhe schießt. In der Regel müssen Berberitzen nicht regelmäßig geschnitten werden, trotzdem ist es sinnvoll, in bestimmten Abständen die alten Zweige zu entfernen, indem man sie bis zum Grund zurückschneidet. Dadurch wird das Wachstum neuer Triebe angeregt, doch sollte man beim Zurückschneiden schon darauf achten, in jedem Fall eine vernünftige Form der Pflanze zu wahren. Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist wie bei den meisten Pflanzen der Spätsommer oder Herbst.
Vorsicht: Beim Schneiden der Berberitze sollte man unbedingt feste Gartenhandschuhe tragen, denn an den nadelfeinen Dornen kann man sich verletzen.
Auf mein eingangs gehalten Plädoyer, unseren Vögeln und Insekten Lebensraum durch heimische Pflanzen zu bieten, möchte ich nun noch einmal zurückkommen.
Die Berberitze ist auch kein heimisches Gewächs! Die verschiedenen Arten dieser doch sehr großen Gattung stammen aus sehr fernen Gegenden. Viele von ihnen wurden aus Japan und China nach Europa gebracht, andere stammen aus Zentralasien, und wieder andere kommen ursprünglich aus Südamerika. Eine heimische Art gibt es dennoch: Die Gemeine Berberitze (vulgaris) wurde im Jahre 1808 erstmals in unseren heimischen Gärten kultiviert.
Unsere Vögel haben mit den Jahren diese Pflanze als heimisches Gewächs angenommen und erfreuen sich jahrein jahraus an die vitaminreichen Beeren dieser dornenreichen Gartenhecke.
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