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Erfahrungsbericht von Sweetblackdevil

Lyrik in der Schule - ja oder nein??

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Lyrik - eine Gattung der Poesie, neben Epik und Dramatik. Lyrik wird häufig im Sinne eines autonomen Sprachkunstwerks als die reinste Form von Dichtung aufgefasst. Stilmittel sind Rhythmus und Reim, Sprachklang, bildhafter Ausdruck. Formen sind unter anderem Lied, Hymne, Ode, Elegie und Sonett.
Als ersten Punkt gilt es die Lyrik in der Schule zu betrachten. Die Vermittlung von Lyrik ist Aufgabe der Schule, denn Lyrik ist ein Teil des Allgemeinwissens, das heutzutage in allen Bereichen vorhanden sein sollte. Natürlich kann man sich auch privat über Lyrik informieren, jedoch verbringen Jugendliche ihre Freizeit lieber mit ihren Freunden oder gehen ihren Hobbies nach. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich die Schüler in der schule mit Lyrik auseinandersetzen müssen. Es ist beispielsweise relevant zu wissen, dass es bekannte Gedichte wie „Der Erlkönig“ oder der „Zauberlehrling“ gibt und dass sie von Johann Wolfgang von Goethe stammen.
Außerdem werden durch die Behandlung von Lyrik in der Schule, Arbeitsformen, wie die Interpretation oder die Textanalyse, geübt. Diese beiden schulischen Arbeitsweisen sind nicht nur für das Fach Deutsch wichtig, sondern auch für alle anderen sprachlichen Fächer, denn neben Gedichten werden auch andere Texte zum Beispiel Zeitungsartikel analysiert und interpretiert. Durch die Textanalyse und –interpretation werden also diese Formen geübt und die Lyrik wird dadurch auch besser verstanden. So ist es beispielsweise beim Studium leichter und nicht so zeitaufwendig, einen Text zu analysieren, wenn das schon in der Schule schon mehrfach geübt wurde, was durch die Besprechung von Lyrik unterstützt wird.
Jedoch kann Lyrik auch ein Ballast für die Schule sein. Die Interpretation von Gedichten wird in den meisten Fällen von den Lehrern vorgegeben, was die unterschiedlichen Interpretationen der Schüler beinahe unmöglich macht. Ihnen wird der Wille des Lehrers aufgezwungen. Wenn nun beispielsweise ein Schüler in einem Gedicht einen ganz anderen Sinn sieht als der Lehrer ist er gezwungen den Sinn des Lehrers zu übernehmen, denn falls dieser Lehrer über dieses Gedicht eine Stegreifaufgabe schreibt, möchte er seine Interpretation wiedergegeben sehen und nicht eine andere, die er dann wahrscheinlich nicht zu beurteilen wüsste.
Ein weiterer negativer Punkt ist die Wichtigkeit anderer Teilgebiete im Fach Deutsch. Neben Lyrik gibt es noch sehr viele Punkte, die im Deutschunterricht behandelt werden müssen, zum Beispiel die Grammatik, die Rechtschreibung, die Erörterung oder das Protokoll. Diese Beispiele sind wesentlich wichtiger als die Lyrik, denn ein Stundenprotokoll muss ein Schüler pro Schuljahr öfter anfertigen, Erörterungen sind bis zum Abschluss des Studiums in jedem Fach nötig und Grammatik und Rechtschreibung sind die Grundlagen der deutschen Sprache. Durch die neue Rechtschreibung müssen diese Grundlagen immer wieder erneuert werden. Da bleibt keine Zeit mehr für Lyrik.

Ein weiterer Punkt zu diesem Thema –„Lyrik lesen in der Schule“- ist, dass Lyrik ein Teil der Literatur ist. Es ist sogar ein sehr wichtiges Element der Literatur und Kultur. So ist zum Beispiel die damalige Sprache und die damit verbundene Schreibweise zu betrachten. Sie sind mit unserer heutigen Sprache und Schreibweise kaum noch zu vergleichen. Sie sind jedoch ein Teil der Literatur. Ein gutes Beispiel dafür ist das Gedicht „Abend“ von Andreas Gryphius aus dem 17. Jahrhundert. Er schreibt, dass „[...] wo Thir und Vogel waren [...] itzt die Einsamkeit [Traurt]“. Dieser Ausschnitt zeigt sehr deutlich die unterschiedliche Grammatik und Rechtschreibung.
Es werden außerdem nicht nur alte Rechtschreibungen und Sprachen bekannt, sondern auch die Autoren, denen wir die gesamte Lyrik zu verdanken haben. Die Schüler lernen die Umstände, in denen die Autoren in der damaligen Zeit gelebt haben, und die Probleme dieser Epochen kennen. Sie erfahren wie sich eine Epoche aus der anderen entwickelt hat, welche Autoren vorherrschend waren und welche Werke sie geschrieben haben. So lernen sie beispielsweise, dass die Epoche der Romantik nach der Klassik kommt oder dass Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller zwei bedeutende Dichter der Klassik waren.
Gegen das Lesen der Lyrik in der Schule, spricht aber, dass die Lyrik ein sehr spezieller Teil der Literatur ist. Jugendliche können die in der Lyrik verwendete Sprache, Rechtschreibung und Grammatik nur schwer verstehen. Aus diesem Grund interessieren sie sich nicht dafür und sind sehr schnell entmutigt, wenn sie sich dann doch mit einem Gedicht auseinandersetzen, es jedoch nicht verstehen. Ein Beispiel dafür ist „Der Psalm De profundis“ von Martin Luther .
Außerdem ist anzumerken, dass das Interesse für Lyrik nur bei Spezialisten an den Universitäten vorhanden ist. Denn diese Studenten haben sich für dieses Fachgebiet entschieden und möchten Literatur, also auch Lyrik studieren und bringen das nötige Interesse mit. Dass an Universitäten das Interesse vorhanden ist, zeigt die Ludwig-Maximilians-Universität in München, denn an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften befinden sich derzeit 13118 weibliche und männliche, deutsche und ausländische Studenten.

Die Anwendung von Lyrik gilt es als nächstes zu betrachten. Die Lyrik kann für verschiedene wichtige Zwecke benutzt werden. Ein Punkt dazu ist das Gedächtnistraining. Durch das auswendig Lernen von Gedichten, wir das Gedächtnis trainiert und es fällt einem nach jedem Mal leichter, etwas auswendig zu lernen, denn das Merkvermögen nimmt zu.
Eine weitere Verwendung für Lyrik sind feierliche Anlässe, wie Geburtstage oder Feste, zum Beispiel Weihnachten. Da ist es dann von Vorteil, wenn man ein Gedicht, passend zum Anlass, aufsagen kann. Dies dient zur Unterhaltung und vermittelt außerdem auch eine fröhliche und gute Stimmung. Das verschönert diese Feiern noch.. Ein Beispiel dafür, ist das Gedicht „Knecht Rupprecht“ von Theodor Storm, das bei keiner Nikolausfeier fehlen darf.
Jedoch muss auch betrachtet werden, dass es an Eignung für Lyrik mangelt. Das liegt daran, dass der Bezug zur Wirklichkeit fehlt. Viele Gedichte handeln entweder von Liebesgeschichten aus längst vergangener Zeit oder irgendwelchen Natureindrücken. Jugendlich sehen da zur heutigen Realität keinen Bezug, es gibt auch keinen. So gibt es beispielsweise das Buch „Die vier Jahreszeiten“ , eine Sammlung von Gedichten über den Wandel der Natur während der vier Jahreszeiten.
Ein anderer Grund, weshalb ein Mangel an Eignung für Lyrik besteht, ist, dass man durch Lyrik keinen Nutzen für das spätere Leben hat. Wenn man in der Schule jahrelang Mathematik gelernt hat, kennt man nachher alle möglichen Rechenarten und kann damit viele Berufe ergreifen. Wenn man Englisch erlernt hat, könnte man einen Beruf ausüben, bei dem man Englischkenntnisse benötigt, zum Beispiel bei einer internationalen Gesellschaft. Aber wenn man Unterricht in Lyrik hatte, dann kann man damit nichts anfangen, außer Lyrik zu studieren, doch das machen die wenigsten. Viele Jugendliche wollen direkt nach dem Schulabschluss das Arbeiten anfangen, dann helfen ihnen ihre Lyrikkenntnisse nicht weiter.

Man kann sich nun darüber streiten, ob die Vor- oder Nachteile überwiegen, ich jedenfalls bin der Meinung, dass Lyrik wichtig ist, es gehört zur Kultur und Literatur und somit auch zur Allgemeinbildung. Deshalb sollte es in der Schule unbedingt unterrichtet werden. Wenn nicht, geht es uns einmal so wie Zlatko : „ Wer ist Shakespeare?“


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-07 19:56:55 mit dem Titel Ein Leben in der Großstadt oder auf dem Lande??

Nun, bei dieser Frage spalten sich die Meinungen der Leute, für mich allerdings ist die Antwort klar: GROßSTADT!! Da gibt es gar keinen Zweifel. Vor allem als Jugendlicher hat man dort in jeder Hinsicht die besseren Karten, mehr Möglichkeiten sich zu amüsieren, Freunde kennen zu lernen etc.. Nehmen wir nur einmal das Beispiel shoppen gehen: also, in der Großstadt setze ich mich auf mein Fahrrad, fahre eine Viertelstunde ins Zentrum und schon bin ich da. Eine herrliche Atmosphäre schlägt mir auf der riesigen Einkaufsstrasse entgegen, viele Geschäfte, die mich anlocken, die vielen Leute, alle Sinne werden sofort auf positivste Weise angeregt. Und schon kann das Vergnügen beginnen.
Was passiert, wenn ich mich auf dem Land auf mein Fahrrad setze und eine Viertelstunde fahre??? Ich lande mitten in der Pampa und der Duft eines frisch geodelten Ackers umringt meine Nase. Es gibt natürliche so genannte „Landeier“, die das auch noch toll, idyllisch, ja sogar erholsam finden, aber ich muss sagen, dass das abartig ist. Ich persönlich habe leider das Pech in einer Kleinstadt zu wohnen und ich kann es nur so ausdrücken: da geht gar nichts. Nicht einmal eine Kneipe oder Disko haben wir hier. Kaum brauchbare Geschäfte und sonst gar nichts. Es ist ein einziger Graus und man könnte oft wirklich in Depressionen verfallen!!
Natürlich kommt von den typischen Kleinstadtbewohnern immer die Standardaussage, dass das Leben in einer Großstadt sooo teuer wäre. Aber dieses Argument ist leicht zu entkräften. Nehmen wir das Beispiel Transport. Wenn ich am Wochenende in eine Disko oder in ein Kino will, brauche ich einen Fahrer (weil ich noch keine 18 bin) um in die ca. 30km entfernte nächst größere Stadt Bayreuth zu kommen. Das ist schon das erste Problem, einer muss fahren, das heißt den ganzen Abend darf dieser keinen Alkohol trinken, hat Benzinausgaben und Parkgebühren. In der Großstadt kann man leicht öffentliche Verkehrsmittel benutzen, sicher, das kostet auch, aber wenn einem das zuviel ist, kann man immer noch leicht zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen. Denn in großen Städten gibt es an jeder Ecke angesagte Diskotheken oder Kinos, da muss man keine kilometerweiten Entfernungen zurücklegen.
Außerdem hat man in Großstädten viel mehr Bildungsmöglichkeiten, man kann zwischen verschiedenen Gymnasien auswählen, ob jetzt nun das wirtschaftliche oder das musische, mathematische oder sonst irgendeines, in einer Kleinstadt kann man froh sein, wenn es überhaupt irgendeines am Ort gibt und dann kommt ja nur dieses eine in Frage, ob einem das passt oder nicht.
Hinten und vorne nur Nachteile, wenn man in einem kleinen „Kaff“ festsitzt deshalb kann ich nur eines sagen: Nichts wie ab in die Großstadt!!!

14 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Luckybrina

    21.06.2002, 10:16 Uhr von Luckybrina
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich denke, beides hat Vor- und Nachteile... das muß jeder für sich entscheiden.

  • Wurzelchen2

    08.06.2002, 15:45 Uhr von Wurzelchen2
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kann ich nicht verstehen. Ich lebe auf dem Land und bin ganz zufrieden damit. Außerdem kannst du mir nicht erzählen, dass du so ohne weiteres in eine angesagt Disco reinkommst, wenn du noch keine 18 bist. Die verlangen doch meistens die Vollj&au

  • Mathias.Belka

    07.06.2002, 21:58 Uhr von Mathias.Belka
    Bewertung: sehr hilfreich

    starke Meinung!!!