Erfahrungsbericht von Dialya
Lernen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Lernen ist für mich leider momentan ein sehr aktuelles Thema, da ich mitten in der Matura stehe und somit ziemlich oft am Lernen bin. Und da dachte ich mir doch, dass ich ja zur Abwechslung mal ein Bericht darüber schreiben könnte. Ja ja, super Abwechslung, ich weiss, aber was soll’s.
Also, aber warum komme ich überhaupt auf die Idee, einen Bericht über gerade dieses Thema zu schreiben, was ja doch eher ungewöhnlich ist. Dies ist ganz einfach. Ich habe mich nämlich in letzter Zeit öfters darüber aufgeregt, dass es sehr gute Schüler gibt, die den ganzen Tag nur noch auf die Matura lernen, um ja auch dort noch Spitzennoten herauszuholen.
Dabei ist anzumerken, dass es in der Schweiz total egal ist, welche Noten man bekommt. Es ist nur wichtig, dass man die Matura überhaupt besteht, was dadurch zustande kommt, dass es schon sehr viel nicht mal bis zur Matura schaffen. Ich würde mal schätzen, dass nur etwa 5 – 10% die Matura überhaupt machen. Aber das ist ja nicht das Thema.
Wie gesagt regte ich mich des öfteren über diese Leute auf. So hatten wir in den letzten Tagen schriftliche Prüfungen, wonach wir immer noch ein wenig miteinander sprachen, dabei aber selten über die Matura, höchstens vielleicht noch darüber, was uns denn wieder mal alles so abgelenkt hat. Und dann gibt es doch wirklich Leute, die nicht einmal eine Viertelstunde Zeit haben, um noch ein wenig zu reden, sondern nur nach Hause wollen, um dort weiterzulernen. Unglaublich aber wahr, das sind dann meistens noch die guten Schüler und nicht diejenigen, welche um die Matura kämpfen müssen.
Und warum das ganze. Um den lächerlichen Maturapreis abzustauben. Sind wir doch mal ehrlich, dieser beträgt gerade mal 1000 Fr., wenn ich also die gleiche Zeit zum Arbeiten aufwenden würde, wie der zukünftige Maturapreisgewinner zum Lernen aufwendet, würde ich sicherlich das zehnfache verdienen. Aber was soll’s, über den Sinn von so etwas lässt es sich ja bekanntlich streiten. Vielleicht gibt es ja auch Leute, die so etwas nur für ihr Ego brauchen. Dann sollen sie sich doch kaputtmachen.
So, aber kommen wir nun endlich zum eigentlichen Thema meines Berichtes. Wenn ich hier schon übers lernen schreibe, sollte ich vielleicht auch mal einige Tipps geben:
1. Zusammenfassungen
Mir persönlich hilft es sehr viel, wenn ich eine Zusammenfassung über das zu prüfende Gebiet schreibe. Diese schreibe ich jedoch immer erst am Tage vor der Prüfung, was dann doch manchmal ziemlich knapp wird.
Aber ein ehemaliger Lehrer von mir sagte immer: „Einmal geschrieben ist zehnmal gelesen.“ Und ich muss sagen, er hatte eindeutig recht. Bei mir jedenfalls. Wenn ich nämlich mal keine Zusammenfassung schreibe, habe ich auch sofort immer schlechtere Noten.
Bei mir ist es dann so, dass ich allerdings nach dem Schreiben der Zusammenfassung schon aufhöre zu lernen. So nach dem Motto: „Super, jetzt hast du was geschrieben, jetzt hast du also schon fast zu viel für die Schule gemacht, hören wir doch auf.“ Das rate ich Euch jedoch nicht an, auf jeden Fall vielleicht die Zusammenfassung nochmals durchlesen.
Zusammenfassungen sind auch sehr praktisch im Hinblick auf die Matura. So kann ich jetzt beim Lernen meine alten Zusammenfassungen (hab’ ich alle voraussichtlich auf die Seite gelegt) wieder hervornehmen und brauch so nicht noch mal alles zu lesen. Oft hat man nämlich schon wieder vergessen, was man so vor zwei Jahren mal gelernt hat, und auch das wird ja geprüft.
2. Mit Kollegen lernen
Dies ist in unserer Klasse sehr verbreitet. Wir haben viele kleiner Lerngrüppchen, die am Tag vor einer Prüfung immer zusammen lernen. Ist allerdings nicht so mein Ding.
Meistens lernen wir in der Mittagspause aber noch zusammen, was dann aber immer so aussieht, dass die besseren, den schlechteren den Stoff erklären. Ich bin dann halt meistens am erklären, was mir persönlich nicht immer so viel bringt.
Allerdings wird einem dann oft klar, dass man etwas noch nicht richtig kapiert hatte, obwohl man voll und ganz davon überzeugt war, es verstanden zu haben. Dies hat aber nur den Vorteil, dass man sich die Sache wirklich nochmals genau anschaut und dann an der Prüfung wirklich kann.
3. Richtig Lesen
Ja ja, keine Lektüre ohne Anstrich. Dies habt ihr sicherlich auch schon oft gehört. Einige Lehrer gehen ja bei uns sogar so weit, dass sie verlangen, dass wir beim Lesen zu Hause alles anstreichen, was wichtig für uns ist und dann manchmal wirklich kontrollieren, ob man es auch getan hat. Wie im Kindergarten!
Aber auch da muss ich wieder mal meinen Lehrern Recht geben. Wenn man nämlich etwas anstreichen will, überlegt man automatisch, was wichtig ist und was nicht, was man sonst nie tun würde. So behält man sich dann die wirklich wichtigen Sachen natürlich viel besser.
4. Pausen
Ja, auch Pausen sind wichtig. Vor allem, wenn man auf die Matura lernt, kommt es schnell mal vor, dass man zwei Stunden oder mehr lernt. Und wenn man sich das noch nicht gewohnt ist (was bei mir jedenfalls der Fall war, andere lernten ja schon vorher vier, fünf Stunden auf eine Prüfung) hat man halt einfach irgendwann mal den Kopf voll und bringt wirklich nichts mehr rein.
Dann gibt es wirklich nur eines: PAUSE!!! Am Besten bewegt man sich in dieser Pause ein wenig. Ich z.B. hatte beim Lernen für die Matura mitten am Nachmittag eineinhalb Stunden Pausen eingeplant, wovon ich eine Stunde mit Velofahren verbrachte und die andere halbe Stunde mit Duschen. Danach ging es mir dann jedes Mal wieder viel besser, und es konnte wieder von vorne losgehen. Denjenigen, die einen Hund zu Hause haben, kann ich nur empfehlen freiwillig während dem Lernen mit dem Hund Gassi zu gehen. So kommt man automatisch zu seiner Pause und gelangt auch noch an die frische Luft.
Ja, auch frische Luft ist zum Lernen ziemlich wichtig, darum empfehle ich Euch auch, dass Fenster immer wieder mal zu öffnen.
5. Schlafen
Schlaf ist besonders vor einer wichtigen Prüfung sehr wichtig. Denn wenn man nicht ausgeschlafen ist, kann man sich auch nicht gut konzentrieren. Deshalb gehe ich vor einer wichtigen Prüfung auch immer etwas früher zu Bett.
Auch hörte ich spätestens zwei Stunden, bevor ich ins Bett ging, mit dem Lernen auf. Denn wenn man erst fünf Minuten vorher aufhört, hat man den Kopf noch voll mit Formeln oder Franz-Vokabeln, so dass man die ganze Zeit noch daran herumstudiert und dann natürlich nervös wird, nicht einschlafen kann, etc.
So, ich hoffe, ihr könnt mit meinen Tipps zum Lernen etwas anfangen. Dabei ist jedoch anzumerken, dass ich nicht gerade eine Spezialistin im Lernen bin, sondern eher zu den Faulen Leuten gehöre. Mit meiner Lerntechnik kam ich bis jetzt jedoch sehr gut über die Runden, obwohl ich sicherlich nicht überdurchschnittlich intelligent bin, wie es meine Mitschüler immer behaupten.
An einer Prüfung gehört halt manchmal auch einfach ein wenig Glück dazu. Es können lauter Aufgaben kommen, die man lösen kann, oder eben auch nicht, egal wie viel man jetzt gelernt hat, es kann immer alles passieren.
Also, lernt nicht zu viel.
Dialya
Also, aber warum komme ich überhaupt auf die Idee, einen Bericht über gerade dieses Thema zu schreiben, was ja doch eher ungewöhnlich ist. Dies ist ganz einfach. Ich habe mich nämlich in letzter Zeit öfters darüber aufgeregt, dass es sehr gute Schüler gibt, die den ganzen Tag nur noch auf die Matura lernen, um ja auch dort noch Spitzennoten herauszuholen.
Dabei ist anzumerken, dass es in der Schweiz total egal ist, welche Noten man bekommt. Es ist nur wichtig, dass man die Matura überhaupt besteht, was dadurch zustande kommt, dass es schon sehr viel nicht mal bis zur Matura schaffen. Ich würde mal schätzen, dass nur etwa 5 – 10% die Matura überhaupt machen. Aber das ist ja nicht das Thema.
Wie gesagt regte ich mich des öfteren über diese Leute auf. So hatten wir in den letzten Tagen schriftliche Prüfungen, wonach wir immer noch ein wenig miteinander sprachen, dabei aber selten über die Matura, höchstens vielleicht noch darüber, was uns denn wieder mal alles so abgelenkt hat. Und dann gibt es doch wirklich Leute, die nicht einmal eine Viertelstunde Zeit haben, um noch ein wenig zu reden, sondern nur nach Hause wollen, um dort weiterzulernen. Unglaublich aber wahr, das sind dann meistens noch die guten Schüler und nicht diejenigen, welche um die Matura kämpfen müssen.
Und warum das ganze. Um den lächerlichen Maturapreis abzustauben. Sind wir doch mal ehrlich, dieser beträgt gerade mal 1000 Fr., wenn ich also die gleiche Zeit zum Arbeiten aufwenden würde, wie der zukünftige Maturapreisgewinner zum Lernen aufwendet, würde ich sicherlich das zehnfache verdienen. Aber was soll’s, über den Sinn von so etwas lässt es sich ja bekanntlich streiten. Vielleicht gibt es ja auch Leute, die so etwas nur für ihr Ego brauchen. Dann sollen sie sich doch kaputtmachen.
So, aber kommen wir nun endlich zum eigentlichen Thema meines Berichtes. Wenn ich hier schon übers lernen schreibe, sollte ich vielleicht auch mal einige Tipps geben:
1. Zusammenfassungen
Mir persönlich hilft es sehr viel, wenn ich eine Zusammenfassung über das zu prüfende Gebiet schreibe. Diese schreibe ich jedoch immer erst am Tage vor der Prüfung, was dann doch manchmal ziemlich knapp wird.
Aber ein ehemaliger Lehrer von mir sagte immer: „Einmal geschrieben ist zehnmal gelesen.“ Und ich muss sagen, er hatte eindeutig recht. Bei mir jedenfalls. Wenn ich nämlich mal keine Zusammenfassung schreibe, habe ich auch sofort immer schlechtere Noten.
Bei mir ist es dann so, dass ich allerdings nach dem Schreiben der Zusammenfassung schon aufhöre zu lernen. So nach dem Motto: „Super, jetzt hast du was geschrieben, jetzt hast du also schon fast zu viel für die Schule gemacht, hören wir doch auf.“ Das rate ich Euch jedoch nicht an, auf jeden Fall vielleicht die Zusammenfassung nochmals durchlesen.
Zusammenfassungen sind auch sehr praktisch im Hinblick auf die Matura. So kann ich jetzt beim Lernen meine alten Zusammenfassungen (hab’ ich alle voraussichtlich auf die Seite gelegt) wieder hervornehmen und brauch so nicht noch mal alles zu lesen. Oft hat man nämlich schon wieder vergessen, was man so vor zwei Jahren mal gelernt hat, und auch das wird ja geprüft.
2. Mit Kollegen lernen
Dies ist in unserer Klasse sehr verbreitet. Wir haben viele kleiner Lerngrüppchen, die am Tag vor einer Prüfung immer zusammen lernen. Ist allerdings nicht so mein Ding.
Meistens lernen wir in der Mittagspause aber noch zusammen, was dann aber immer so aussieht, dass die besseren, den schlechteren den Stoff erklären. Ich bin dann halt meistens am erklären, was mir persönlich nicht immer so viel bringt.
Allerdings wird einem dann oft klar, dass man etwas noch nicht richtig kapiert hatte, obwohl man voll und ganz davon überzeugt war, es verstanden zu haben. Dies hat aber nur den Vorteil, dass man sich die Sache wirklich nochmals genau anschaut und dann an der Prüfung wirklich kann.
3. Richtig Lesen
Ja ja, keine Lektüre ohne Anstrich. Dies habt ihr sicherlich auch schon oft gehört. Einige Lehrer gehen ja bei uns sogar so weit, dass sie verlangen, dass wir beim Lesen zu Hause alles anstreichen, was wichtig für uns ist und dann manchmal wirklich kontrollieren, ob man es auch getan hat. Wie im Kindergarten!
Aber auch da muss ich wieder mal meinen Lehrern Recht geben. Wenn man nämlich etwas anstreichen will, überlegt man automatisch, was wichtig ist und was nicht, was man sonst nie tun würde. So behält man sich dann die wirklich wichtigen Sachen natürlich viel besser.
4. Pausen
Ja, auch Pausen sind wichtig. Vor allem, wenn man auf die Matura lernt, kommt es schnell mal vor, dass man zwei Stunden oder mehr lernt. Und wenn man sich das noch nicht gewohnt ist (was bei mir jedenfalls der Fall war, andere lernten ja schon vorher vier, fünf Stunden auf eine Prüfung) hat man halt einfach irgendwann mal den Kopf voll und bringt wirklich nichts mehr rein.
Dann gibt es wirklich nur eines: PAUSE!!! Am Besten bewegt man sich in dieser Pause ein wenig. Ich z.B. hatte beim Lernen für die Matura mitten am Nachmittag eineinhalb Stunden Pausen eingeplant, wovon ich eine Stunde mit Velofahren verbrachte und die andere halbe Stunde mit Duschen. Danach ging es mir dann jedes Mal wieder viel besser, und es konnte wieder von vorne losgehen. Denjenigen, die einen Hund zu Hause haben, kann ich nur empfehlen freiwillig während dem Lernen mit dem Hund Gassi zu gehen. So kommt man automatisch zu seiner Pause und gelangt auch noch an die frische Luft.
Ja, auch frische Luft ist zum Lernen ziemlich wichtig, darum empfehle ich Euch auch, dass Fenster immer wieder mal zu öffnen.
5. Schlafen
Schlaf ist besonders vor einer wichtigen Prüfung sehr wichtig. Denn wenn man nicht ausgeschlafen ist, kann man sich auch nicht gut konzentrieren. Deshalb gehe ich vor einer wichtigen Prüfung auch immer etwas früher zu Bett.
Auch hörte ich spätestens zwei Stunden, bevor ich ins Bett ging, mit dem Lernen auf. Denn wenn man erst fünf Minuten vorher aufhört, hat man den Kopf noch voll mit Formeln oder Franz-Vokabeln, so dass man die ganze Zeit noch daran herumstudiert und dann natürlich nervös wird, nicht einschlafen kann, etc.
So, ich hoffe, ihr könnt mit meinen Tipps zum Lernen etwas anfangen. Dabei ist jedoch anzumerken, dass ich nicht gerade eine Spezialistin im Lernen bin, sondern eher zu den Faulen Leuten gehöre. Mit meiner Lerntechnik kam ich bis jetzt jedoch sehr gut über die Runden, obwohl ich sicherlich nicht überdurchschnittlich intelligent bin, wie es meine Mitschüler immer behaupten.
An einer Prüfung gehört halt manchmal auch einfach ein wenig Glück dazu. Es können lauter Aufgaben kommen, die man lösen kann, oder eben auch nicht, egal wie viel man jetzt gelernt hat, es kann immer alles passieren.
Also, lernt nicht zu viel.
Dialya
23 Bewertungen, 4 Kommentare
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11.06.2002, 16:58 Uhr von Indigo
Bewertung: sehr hilfreichDas Leben ist unendliche Kette von Lernprozessen. Du lernst immer, ob Du willst oder nicht.
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19.05.2002, 20:27 Uhr von DrDuke
Bewertung: sehr hilfreichVon lerngruppen halte ich irgendwie gar nichts
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04.05.2002, 19:24 Uhr von Volker111
Bewertung: sehr hilfreichstimmt alles auffallend
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02.05.2002, 12:23 Uhr von leser@tte
Bewertung: sehr hilfreichNa dann viel Glück!
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