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Erfahrungsbericht von jozeil

Ohh, steckt da viel Arbeit drin!/ alles Tee 3.Teil

Pro:

fantastische Qualität bei richtiger Handhabung

Kontra:

Viel Arbeit für die Erntehelfer

Empfehlung:

Nein

3 von 4

Im ersten und zweiten Teil hab ich euch ja nun erzählt, wie ihr euren Tee aussuchen könnt, welche Qualitäten und Bezeichnungen im Umlauf sind und natürlich, wie ihr den besten Tee zubereiten könnt.

Um jetzt aber auch zu wissen, wie Tee produziert wird und danach im Handel mit unterschiedlichen Preisen verkauft wird, erfahrt ihr hier.

Zudem möchte ich euch noch etwas über die Wirkung und gesundheitliche Seite von den verschiedenen Teesorten und erzählen.

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Vom Blatt zum Tee
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Durch den hohen Zeitaufwand, der mit der Verarbeitung anfällt, und die kurze Haltbarkeit frischer Teeblätter wird dieser gleich direkt nach der Ernte zum Verkauf aufbereitet.

Wie ist das bei schwarzem Tee
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Um aus der Ernte schwarzen Tee zu erzeugen, sind fünf Arbeitsschritte erforderlich.

Zu aller erst werde die frisch gepflückten und noch grünen Blätter auf einem Drahtgestell flach per Hand zum WELKEN ausgebreitet und mit einem Ventilator belüftet, um so innerhalb von 8 – 12 Stunden ca. 30% ihrer Feuchtigkeit zu verlieren. Durch diese Behandlung werden die Blätter welk und sind so weich genug, um den nächsten Schritt zu gehen.

Beim ROLLEN werden mittels einer Maschine die Zellwände der einzelnen Blätter aufgebrochen, damit der Zellsaft durch den Kontakt mit Sauerstoff eine Verbindung eingehen kann. Nach 30 Minuten werden dann die Blätter das erst mal mittels einer Rüttelmaschine gesiebt, wobei die ausgesiebten Blätter zur Fermentierung gelangen. Der im Sieb verbleibende Rest wird weitere 2 mal gerollt und erneut gesiebt. Dadurch entstehen die Qualitätsbezeichnungen first, second und third dholl, wobei beim third dholl durch das längere Rollen das Fermentieren meist nicht mehr von Nöten ist.

Das oben angesprochene FERMENTIEREN ist nichts anderes als das der Zellsaft mit dem Sauerstoff zu oxidieren beginnt und die Blätter somit ihre Farbe erhalten. Dies geschieht in Wannen oder auf Tischen indem die Blätter in luftfeuchten Räumen für ca. 2 - 3 Stunden verweilen. Dieser Schritt ist einer der maßgebenden Prozesse für die Qualität eines Tees.

Anschließend folgt das TROCKNEN, was nach Abschluss der Fermentierung auf Etagentrocknern vor sich geht. Auf Laufbändern gebettet durchlaufen die Blätter eine Temperatur von ca. 85 ° C und die Fermentierung wird gestoppt. Erst hier entscheidet sich die endgültige Farbe, von Kupferrot bis Braun, in welcher der Tee dann in der Kanne leuchtet.

Den Abschluss macht das Sieben der Blätter, wobei sie in verschiedene Blattgrade geteilt werden.


Wie ist das bei grünem Tee?
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Anders als beim Schwarzen benötigt der Grüne nur 3 Arbeitsschritte.

Den Anfang mach das gleichmäßige RÖSTEN oder DÄMPFEN, wobei dieses Erhitzen sofort nach dem Pflücken vollzogen wird und den Fermentations- Prozess überflüssig macht. Das Ergebnis sind dadurch auch grüne und nicht kupferrote Blätter, die durch die schonende Behandlung viel mehr der wertvollen Wirkstoffe enthalten.

Das ROLLEN bleibt allerdings auch bei dieser Verarbeitung nicht erspart, was wie bei Schwarzem mit Maschinen oder je nach Verfahren auch per Hand vor sich geht.

Da jetzt die Blätter noch feucht sind, müssen auch sie durch TROCKNEN für den Verkauf aufbereitet werden. Dies geschieht wie bei schwarzem Tee auch.

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Wirkung auf den menschlichen Körper
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Wissenschaftlich erwiesen und wohl auch schon einigen aufgefallen, ist, dass Tee eine positive Auswirkung auf unseren Körper ausübt. Dies liegt zum einen an dem enthaltenen Koffein, welches hier Thein genannt wird, den Gerbstoffen sowie den enthaltenen Vitaminen.

Schwarzer Tee
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Maßgebend für die Wirkung von Schwarzem Tee sind das Koffein und die Gerbstoffe. Das Koffein, hier Thein genannt, wirkt anders als bei Kaffee nicht auf euer Herz oder euren Kreislauf sondern stimuliert das zentrale Nervensystem, wodurch ihr auch kein Herzflimmern bekommt sondern Tee euch nur anregt aber nicht künstlich aufputscht.
Ein weiterer Unterschied des Theins sind die enthaltenen Gerbstoffe, die die Aufnahme des Koffeins zwar verlangsamen, dafür aber auch die Wirkung länger andauert.
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Je nach Zubereitung zeigt das Thein aber eine unterschiedliche Wirkungsweise.
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Lasst ihr den Tee weniger als 5 Minuten ziehen, so kommt seine stimulierende Wirkung zur Geltung. Am größten ist der Gehalt an Thein und somit auch seine Funktion, wenn ihr ihn gerade mal 3 Minuten im Wasser baden lasst.

Hingegen wirkt er beruhigend, wenn er länger als 5 Minuten seine Stoffe abgeben kann, was darauf beruht, das die so entzogenen Gerbstoffe die Aufnahme des Koffeins blockieren.

Grüner Tee
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Bei diesem wird anders als bei seinem schwarzen Bruder die Fermentierung, sprich, die Oxydation und der Gärungsprozess durch Lufttrocknung oder kurzes Dämpfen verhindert. So fehlt hier die Kupferverfärbung wodurch viele auf uns positiv wirkende Inhaltsstoffe bestehen bleiben.

So hat er neben der stimulierenden Wirkung, die auch auf den Stoffwechsel Einfluss hat, noch jede Menge andere gute Eigenschaften. Der Vitaminhaushalt wird ausgeglichen, durch seinen Fluorgehalt beugt er Karies vor, er kräftigt, wie auch immer, die Muskulatur und stärkt das Sehvermögen wie auch die Widerstandskraft. Zudem entgiftet er den Körper, macht schlank und lindert Gelenkschmerzen.

Auch bei Stress ist er sehr zu empfehlen, da er beruhigend auf die Nerven wirkt. All diese positiven Eigenschaften machen sich allerdings nur bei regelmäßigem Genuss bemerkbar. Es ist also sinnlos zu glauben, bei etwaigen Problemen einmal eine Tasse zu trinken und damit Besserung zu erfahren.

Kräuter und Arzneitee
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Hierzu zählen alle Teesorten, die nicht von der Teepflanze gewonnen werden. Dies sind Kräuter, Blüten und Blätter, deren Auszug als oft wunderbar schmeckender Tee serviert wird.
Bei Arzneitees muss auf der Verpackung außer den Nebenwirkungen bei übermäßigem Genuss auch noch ein Nachweis für die Wirkung bei Krankheiten oder anderen Beschwerden angeführt sein.

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Zwischenfazit
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Wie ihr nun erfahren habt, wird Tee sowohl mit Maschinen, aber auch noch traditionell per Hand verarbeitet. Daraus ergibt sich auch der Preisunterschied von guter, offen im Teehaus erhältlicher Ware, zu Beuteltee im Supermarkt. Dieser wird meist aus den minderwertigen Resten und Staubteilen, die bei der Veredelung anfallen hergestellt und kostet daher auch nur einen Bruchteil von qualitativ hochwertigen Sorten und Marken.
Mein Rat an alle Teeliebhaber kann also nur lauten: Vergesst den Billigtee aus dem Supermarkt, besorgt euch eure Ration im Teehaus und ihr werdet zufrieden mit dem Ergebnis sein.

Selbiges gilt auch für Kräuter und Früchtetee, der in den meisten Teehäusern im Gegensatz zum Supermarkt, ohne künstlich Aromastoffe auskommt und so bei Weitem bekömmlicher ist.

Arzneitees, das versteht sich denke ich von selbst, sollt grundsätzlich nur in der Apotheke gekauft werden. Hier stimmt die Qualität und zusätzlich kann man sich noch Beratung zu teil lassen, die Nebenwirkungen bei manchen Teesorten vermeiden helfen.

1 von 4: Richtig Zubereitung von Tee
2 von 4: Lagerung, Qualitätsmerkmale und Anbauländer
3 von 4: Verarbeitung und Gesundheitsfaktor.
4 von 4: Geschicht und Zeremonien

Danke euch fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren,

ad rem

euer Jörg

Quellen
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http://www.teescout.de
Teehaus Linz OÖ, Landstraße
Meiner selbst
Mein Onkel Udo, Innsbruck

© by Jozeil 10/2002

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