Erfahrungsbericht von TheGreatMaster
Sind Onlineapotheken sinnvoll?
Pro:
s.o.
Kontra:
s.o.
Empfehlung:
Nein
Medikamente sind in aller Munde. Nicht nur bei der Bekämpfung von Krankheiten nein ich denke da ganz besonders an den schon etwas zurückliegenden Lipobay Skandal der Firma Bayer. Ebenfalls wird oftmals diskutiert, ob es sinnvoll ist, Medikamente im Internet kaufen zu können. Ich werde im nachfolgenden mal genauer untersuchen ob es sinnvoll ist, wenn man den Verkauf von Arzneimitteln im Internet zulässt.
Ich werde es wie üblig handhaben und die Vor- und Nachteile der Onlineapotheken aufzeigen und diese gegeneinander abwägen.
Kommen wir erst einmal zu den Proargumenten:
1. Medikamente könnten durch den internationalen Wettbewerb im Internet für den Verbraucher kostengünstiger bezogen werden, da die Onlineapotheken einem erhöhten Konkurrenzkampf ausgesetzt würden und dieser letztlich den Preis senken würde.
2. Der Verbraucher könnte sich ein seltenes Medikament, was ihm vielleicht helfen könnte, einfacher besorgen.
3. Im Internet Medikamente einkaufen wäre für den Verbraucher bequemer, da er die Bestellung von zu Hause aus erledigen könnte.
Also beim besten Willen fallen mir hier keine weiteren Proargumente mehr ein. Dennoch um so mehr Negativargumente, die ich nun aufzeigen werde:
1. Mein Proargument Nummer 1 kann man auch ganz schnell wiederlegen. Der Konkurrenzkampf im Medikamentenbereich könnte zur Lasten der Medikamentenqualität gehen. Denn eine Onlineapotheke, die gezwungen ist einen günstigeren Preis anzubieten als die Konkurrenz ihn vorzuweisen hat, wird dazu verleitet die Medikamente in Entwicklungsländern einzukaufen, wo die Medikamentenkontrollen nicht ausgereift sind.
2. Überhaupt die Medikamentenkontrolle ist das größte Problem einer potentiellen Onlineapotheke. Wer soll diese Apotheken denn kontrollieren? Der Staat ist zu unfähig um das Internet zu kontrollieren. Ist ja auch garnicht möglich, da das Internet weltweit agiert. Somit müsste ein geschaffenes Kontrollsystem weltweit abgestimmt werden und das ist erfahrungsgemäß nicht durchsetzbar.
3. Wenn man dann Medikamente im Internet kaufen könnte, dann würden gewiss irgendwelche Drogendealer eines Tages anfangen Scheinapotheken im Internet zu eröffnen und dort unter falschem Decknamen Drogen verkaufen. Das Risiko sehe ich sehr hoch, daß besonders die Drogenszene diese Onlineapotheken ausnutzen würden. Auch dem Medikamentenmißbrauch würde Tür und Angel geöffnet.
4. Die Frage ist auch, wie soll die Abrechnung durch die Krankenkassen mittels Rezept online bewerkstelligt werden. Okay ich denke das Problem wäre lösbar, wenn Codes für einzelne Rezepte existieren würden. Also beispielsweise eine Herzpille ist Nummer: 02457877 mit einem Passwort oder wie auch immer. Der Nachteil an dieser Methode ist, dass erstens die Rezeptdatenbank ständig gepflegt werden müsste, zweitens die Rezepte im Internet ausspioniert werden könnten. Denn würde jemand den Code und das zugehörige Passwort kennen, dann könnte er umsonst Medikamente beziehen und würde die Krankenkassen belasten. Außerdem würde diese Maßnahme Hacker doch geradezu anlocken, da sie dann direkt von ihrer Hackermaßnahme \'belohnt\' werden würden. Das Abrechnungsproblem ist somit meiner Meinung nach sehr problematisch.
5. Dann ist ebenfalls problematisch, dass jeder 10 jährige theoretisch dann eine Onlineapotheke aufziehen könnte. Es ist jedoch klar, um eine Apotheke leiten zu können, benötigt man eine fundierte Ausbildung und ein 10 jähriger kann vielleicht eine Homepage programmieren aber gewiss nicht über die Arzneigesetzte bescheid wissen. Okay man könnte es verbieten, dass Onlineshops von Minderjährigen oder nicht qualifizierten Menschen gegründet werden. Aber wer bitteschön soll das kontrollieren?
6. Welches Problem ebenfalls enorm hoch ist, dass ist das Problem der mangelnden persönlichen Beratung. Jeder kennt doch den Satz in der Werbung bei Arzneimitteln: \'Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie den Arzt oder Apotheker\'. Na wie soll ich denn den Apotheker fragen, wenn ich den nicht mehr erreichen kann? Ich könnte ihm ja eine Email schreiben, aber ich halte das für unsinnig, denn gerade bei Krankheiten ist ein persönliches Gespräch doch am wichtigsten, denn Online kann der Apotheker sich gar kein Bild machen von dem Hilfesuchenden. Die Beratung könnte somit bei einer Onlineapotheke niemals so effektiv sein, wie diese bei einer normalen Apotheke.
Ich denke das sollte erst einmal reichen an Negativargumenten. Ich bin mir sicher, dass es noch viele weitere gibt, aber diese reichen aus um nun mein Fazit zu ziehen.
Mein Fazit:
===========
Wie ihr seht ist es mir sehr schwer gefallen Proargumente für Onlineapotheken zu finden. In vielerlei Hinsicht denke ich zwar auch wirtschaftlich aber nicht, wenn es um die Gesundheit geht, denn dort ist einfach ein harter Konkurrenzkampf nicht förderlich, da dieser zu Lasten der Medikamentenqualität geht. Man sieht schon an dem Lipobay Skandal der Firma Bayer, wie schnell es passieren kann, das Menschen wegen eines mangelhaften Medikaments sterben müssen. Obwohl die Firma Bayer schon über ein ziemlich ausgereiftes Qualitätsmanagement verfügt, kann immer mal wieder etwas passieren. Aber wenn man jetzt die Onlineapotheken zulässt, dann brechen alle Tore und Angeln und dem Medikamentenpansch werden alle Tore geöffnet.
Das darf unter keinen Umständen passieren, denn wenn die Sicherheitsnormen für Medikamente durch einen regen Onlinehandel mit Medikamenten umgangen werden, dann können wir uns alle nicht mehr sicher sein, ob die Medikamente auch wirklich rein sind.
Somit ist es klar, dass ich komplett gegen Onlineapotheken bin. Was die Gesundheit angeht, da gehe ich lieber auf Nummer sicher!
Somit wünsche ich Euch allen noch ein gesundes Wochenende!
Mit freundlichen Grüßen
Gerwin (TheGreatMaster)
Update vom 19.08.2001 (altes Yopi)
Ich werde es wie üblig handhaben und die Vor- und Nachteile der Onlineapotheken aufzeigen und diese gegeneinander abwägen.
Kommen wir erst einmal zu den Proargumenten:
1. Medikamente könnten durch den internationalen Wettbewerb im Internet für den Verbraucher kostengünstiger bezogen werden, da die Onlineapotheken einem erhöhten Konkurrenzkampf ausgesetzt würden und dieser letztlich den Preis senken würde.
2. Der Verbraucher könnte sich ein seltenes Medikament, was ihm vielleicht helfen könnte, einfacher besorgen.
3. Im Internet Medikamente einkaufen wäre für den Verbraucher bequemer, da er die Bestellung von zu Hause aus erledigen könnte.
Also beim besten Willen fallen mir hier keine weiteren Proargumente mehr ein. Dennoch um so mehr Negativargumente, die ich nun aufzeigen werde:
1. Mein Proargument Nummer 1 kann man auch ganz schnell wiederlegen. Der Konkurrenzkampf im Medikamentenbereich könnte zur Lasten der Medikamentenqualität gehen. Denn eine Onlineapotheke, die gezwungen ist einen günstigeren Preis anzubieten als die Konkurrenz ihn vorzuweisen hat, wird dazu verleitet die Medikamente in Entwicklungsländern einzukaufen, wo die Medikamentenkontrollen nicht ausgereift sind.
2. Überhaupt die Medikamentenkontrolle ist das größte Problem einer potentiellen Onlineapotheke. Wer soll diese Apotheken denn kontrollieren? Der Staat ist zu unfähig um das Internet zu kontrollieren. Ist ja auch garnicht möglich, da das Internet weltweit agiert. Somit müsste ein geschaffenes Kontrollsystem weltweit abgestimmt werden und das ist erfahrungsgemäß nicht durchsetzbar.
3. Wenn man dann Medikamente im Internet kaufen könnte, dann würden gewiss irgendwelche Drogendealer eines Tages anfangen Scheinapotheken im Internet zu eröffnen und dort unter falschem Decknamen Drogen verkaufen. Das Risiko sehe ich sehr hoch, daß besonders die Drogenszene diese Onlineapotheken ausnutzen würden. Auch dem Medikamentenmißbrauch würde Tür und Angel geöffnet.
4. Die Frage ist auch, wie soll die Abrechnung durch die Krankenkassen mittels Rezept online bewerkstelligt werden. Okay ich denke das Problem wäre lösbar, wenn Codes für einzelne Rezepte existieren würden. Also beispielsweise eine Herzpille ist Nummer: 02457877 mit einem Passwort oder wie auch immer. Der Nachteil an dieser Methode ist, dass erstens die Rezeptdatenbank ständig gepflegt werden müsste, zweitens die Rezepte im Internet ausspioniert werden könnten. Denn würde jemand den Code und das zugehörige Passwort kennen, dann könnte er umsonst Medikamente beziehen und würde die Krankenkassen belasten. Außerdem würde diese Maßnahme Hacker doch geradezu anlocken, da sie dann direkt von ihrer Hackermaßnahme \'belohnt\' werden würden. Das Abrechnungsproblem ist somit meiner Meinung nach sehr problematisch.
5. Dann ist ebenfalls problematisch, dass jeder 10 jährige theoretisch dann eine Onlineapotheke aufziehen könnte. Es ist jedoch klar, um eine Apotheke leiten zu können, benötigt man eine fundierte Ausbildung und ein 10 jähriger kann vielleicht eine Homepage programmieren aber gewiss nicht über die Arzneigesetzte bescheid wissen. Okay man könnte es verbieten, dass Onlineshops von Minderjährigen oder nicht qualifizierten Menschen gegründet werden. Aber wer bitteschön soll das kontrollieren?
6. Welches Problem ebenfalls enorm hoch ist, dass ist das Problem der mangelnden persönlichen Beratung. Jeder kennt doch den Satz in der Werbung bei Arzneimitteln: \'Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie den Arzt oder Apotheker\'. Na wie soll ich denn den Apotheker fragen, wenn ich den nicht mehr erreichen kann? Ich könnte ihm ja eine Email schreiben, aber ich halte das für unsinnig, denn gerade bei Krankheiten ist ein persönliches Gespräch doch am wichtigsten, denn Online kann der Apotheker sich gar kein Bild machen von dem Hilfesuchenden. Die Beratung könnte somit bei einer Onlineapotheke niemals so effektiv sein, wie diese bei einer normalen Apotheke.
Ich denke das sollte erst einmal reichen an Negativargumenten. Ich bin mir sicher, dass es noch viele weitere gibt, aber diese reichen aus um nun mein Fazit zu ziehen.
Mein Fazit:
===========
Wie ihr seht ist es mir sehr schwer gefallen Proargumente für Onlineapotheken zu finden. In vielerlei Hinsicht denke ich zwar auch wirtschaftlich aber nicht, wenn es um die Gesundheit geht, denn dort ist einfach ein harter Konkurrenzkampf nicht förderlich, da dieser zu Lasten der Medikamentenqualität geht. Man sieht schon an dem Lipobay Skandal der Firma Bayer, wie schnell es passieren kann, das Menschen wegen eines mangelhaften Medikaments sterben müssen. Obwohl die Firma Bayer schon über ein ziemlich ausgereiftes Qualitätsmanagement verfügt, kann immer mal wieder etwas passieren. Aber wenn man jetzt die Onlineapotheken zulässt, dann brechen alle Tore und Angeln und dem Medikamentenpansch werden alle Tore geöffnet.
Das darf unter keinen Umständen passieren, denn wenn die Sicherheitsnormen für Medikamente durch einen regen Onlinehandel mit Medikamenten umgangen werden, dann können wir uns alle nicht mehr sicher sein, ob die Medikamente auch wirklich rein sind.
Somit ist es klar, dass ich komplett gegen Onlineapotheken bin. Was die Gesundheit angeht, da gehe ich lieber auf Nummer sicher!
Somit wünsche ich Euch allen noch ein gesundes Wochenende!
Mit freundlichen Grüßen
Gerwin (TheGreatMaster)
Update vom 19.08.2001 (altes Yopi)




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