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Erfahrungsbericht von Müller

Operation Icebreaker - öde Nachmache!!!

Pro:

Die Grafik ist sehr ausgefeilt

Kontra:

Es ist im Prinziep das gleiche wie Eurofighter

Empfehlung:

Nein

EF - Operation Icebreaker


Genre :. Simulation

Entwickler :. Rage

Herausgeber :. THQ

Multiplayer :. Ja

empf. Alter :12 Jahre


Viel Action, wenig Simulation: Im vereinfachten Eurofighter ist es unsere Aufgabe, die Russen auf Island zu bekämpfen. Dazu fliegt man Luft-Luft-Einsätze und Bodenangriffe.

Als Rage Software Mitte 2001 seine Action-Flugsimulation Eurofighter Typhoon veröffentlichte, war das Echo der Spieler geteilt. Wer noch nie zuvor eine Flugsimulation gespielt hatte, fand an der zugänglichen Kampfjet-Action durchaus Gefallen – wohl auch deshalb, weil er schlicht keine andere Einsteiger-Flugsim kannte. Denn Action-Flugis von der Qualität einer US Navy Fighters-Reihe waren in den letzten Jahren dünn gesät. Manches Spielemagazin hob den neuen Eurofighter sogar schnell auf Thron der Referenz-Flugsimulation. Wer realistische Flugsimulationen mag, rümpfte hingegen die Nase. Denn der Typhoon hatte sich vom Konzept des Vorgängers EF 2000 mit seinem moderaten Realismus völlig losgesagt, zugunsten der reinen Action.

Die Erweiterungs-CD Operation Icebreaker ist gleichzeitig Add-On und Budget-Vollversion. Die in Deutschland erhältliche Gold-Version enthält neben der Erweiterung auch das komplette Original-Spiel, steht aber zum Preis einer Erweiterungs-CD für knapp 30 Euro im Handel. Das ursprüngliche Spiel wird zur Installation daher nicht benötigt.

Hau den Iwan

Was ist neu bei der Eisbrecher-Version? Zuerst einmal das Szenario: Während wir letztes Jahr den Angriff der Russen auf Island abwehren mussten, läuft das Spielchen jetzt umgekehrt. Das Lieblings-Feindbild aller Spieleentwickler, russische Nationalisten, haben sich Island erfolgreich unter den Nagel gerissen. Unsere Aufgabe als NATO-Piloten ist es, die Russen von der Insel zu bomben. Zu diesem Zweck steuert man eine fiktive Marine-Version des Eurofighters, stationiert auf einem Flugzeugträger vor der Küste Islands. Was uns zu Neuerung Nummer Zwei bringt: den Trägerlandungen. Wer alle Raketen ins Ziel gebracht hat, muss seinen Eurofighter sicher auf dem Deck des Flugzeugträgers landen. Was bei anderen Flugsimulationen ein anspruchsvolles Manöver ist, ist bei Operation Icebreaker ein Kinderspiel. Solange man mit seinem Typhoon halbwegs das Deck trifft, ist man sicher gelandet. Details wie die sonst übliche Landeeinweisung per Funk gibt\'s nicht. Auch die Fangseile an Bord, auf denen man eigentlich landen müsste, sucht man vergeblich wozu auch, unser Flugzeug hat ja nicht einmal einen Fanghaken. Operation Icebreaker hat die mit Abstand langweiligsten Trägerlandungen, die jemals eine Flugsimulation hervorgebracht hat.


Für fliegerische Herausforderungen sorgt vielmehr das Joystick-Konfigurations-Menü des Spiels. Das gibt es nämlich nicht. Wer die Empfindlichkeit seines Joysticks einstellen oder die Achsen konfigurieren möchte, schaut in die Röhre. Auf unserem Testsystem wurde zudem der Schubregler des Joysticks nicht korrekt erkannt.

Dynamische Kampagnen

Auch sonst hat sich im Vergleich zum Original-Spiel praktisch nichts geändert. Wie bisher durchläuft man mit insgesamt sechs Piloten gleichzeitig in Echtzeit eine Kampagne. Per Mausklick springt man ins Cockpit des Piloten seiner Wahl – gerne auch mitten im Flug. Dieses Feature kennen wir schon aus Jane\'s Israeli Air Force. Das Besondere bei Eurofighter Typhoon ist, dass in der dynamischen Kampagne manchmal eine Viertelstunde gar nichts geschieht. Dann sitzt man am Monitor, schaut seinen Piloten beim Billardspielen im Offizierskasino zu und wünscht sich eine ganz normale Flugsimulation mit ganz normalen Missionen. Außerhalb der Kampagne gibt es nämlich keine Möglichkeit, mal schnell eine Runde mit dem Eurofighter zu drehen oder eine Trägerlandung zu üben. Operation Icebreaker hat nur einen Spielmodus, die Kampagne. Trainingsmissionen, Einzeleinsätze oder schnelle Dogfights kennt das Programm nicht.

Unterm Strich bietet Operation Icebreaker das gleiche wie Eurofighter Typhoon – lobenswerterweise zum Budget-Preis. Für Besitzer des Originals rechtfertigen die neuen Missionen und Pseudo-Trägerlandungen allerdings keinen Neukauf. Wer hingegen schon letztes Jahr mit Rages Action-Flugsim liebäugelte, sie aber noch nicht gekauft hat, erhält jetzt eine günstige Fluggelegenheit.

9 Bewertungen