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Erfahrungsbericht von Mischka27

Organspenden retten Leben

Pro:

rettet Leben

Kontra:

keine

Empfehlung:

Nein

Immer wieder höre ich in den nachrichten, es gibt so wenig Spender Organe, naja früher war das für mich auch so eine Randmeldung wie viele andere die man so täglich in den Nachrichten hört.
Aber im April 1994 wurde alles anders, der Lebensgefährte meiner Mutter wäre fast am Nierenversagen gestorben.
Die erste Niere verlor er nach einem Arbeitunfall, nachdem ihm bei der Arbeit ein Grabstein auf das Kreuz gefallen war und unter anderen eine Niere zuquescht wurde.

Nun versagte auch noch die zweite Niere.
Man kann sich das gar nicht vorstellen, was das für einen Menschen bedeutet, keine funktionstüchtige Niere mehr zu haben.

Der Körper wird ganz langsam von innen durch Gifte zerstört die sonst harmlos sind.

Nun mußte er dreimal in der Woche für 5 Stunden zur Blutwäsche.

Aber das ist noch nicht alles, man darf nicht mehr alles essen, und das schlimmste man darf sogut wie keine Flüssigkeit zusich nehmen.

Da muß man sich überlegen, kann ich morgens noch eine Tasse Kaffee trinken, dann darf man zum mittag ebend keine Soße mehr zusich nehmen, und seine Kartoffel trocken essen.

Wer kann sich vorstellen, im Sommer mit nur einenm halben Liter Flüssigkeit auszukommen ( dazu zählt alles , was Flüssigkeit enthält )

Desweiteren wurde sein Gewicht immer weiter herunter gesetzt so das er am Ende noch etwas über 35 kg gewogen hat bei einer Körpergröße von 185 cm.

Jeden Tag warteten wir auf einen Anruf, das eine Spender-Niere eingetroffen ist, immer mußte man erreichbar sein ob am Tage oder in der Nacht, alles mußte dann schnell gehen.

So ergab es sich nach 5 Jahren der Qual, das ein Spenderorgan vorlag, und es transplantiert wurde.

Zum Glück hatte dieser Mann einen Spenderausweis bei sich und hat allein mit seinen Nieren zwei Menschen das Leben gerettet.

Ich danke den mann und seinen Angehörigen, das sie das Leiden meine Stiefvaters beendet haben, auch wenn es mir leid tut das ein Mensch gestorben ist, aber das wäre er auch ohne Spendeausweis, und so konnte er noch etwas gutes tun und die Angehörigen haben die Gewissheit das ein Teil des Mannes in den Menschen weiterlebt, denen er ein völlig neues Leben geschenkt hat.

Wir werden leider nie erfahren wer dieser Mann war, wir wissen nur das er 59 Jahre alt war und bei einen Motorrad.Unfall ums Leben kann.

Mehr dürfen die Ärzte nicht sagen, wir hätten uns gerne bei den Angehörigen bedankt, die ja am Ende über Leben und Tod entscheiden.

Ich kann nur jeden bitte sich einen Organspende ausweis zu besorgen, denn er rettet Leben, wenn schon nicht das eigene vorbei sein soll dann kann doch noch der eine oder andere Mensch in Würde weiterleben.

Heute geht es meinen Stiefvater schon besser, auch wenn man sein Leben lang Medikanente nehmen muß, so hat er doch wieder zugenommen und seine Arme haben sich von den einstichen erholt ( Es gab keine Stelle die nicht durch Nadeln zerstochen war, er sah aus wie ein Drogenabhängiger.)


Ihr könnt mir auch eine Email dazu schreiben : [email protected]

Für alle die Interesse durch meinen anderen Beitrag bekommen haben, können sich hier weitere wichtige Informationen holen, die helfen, die Entscheidung leichter zu treffen um Leben zu retten.

1.Gegen Tabus und Ängste beim Thema Organspende: Infotelefon

http://yavivo.lifeline.de/News/0_Archive/20000609/20000605_1.html

2.spendenwelt.de

http://www.spendenwelt.de/lebenretten/

3.Organspende rettet Leben!

http://www.alte-oldenburger.de/organspende/index.php3


4.Organtransplantationen und Organspenden

http://hausarzt.qualimedic.de/Organtransplantationen.html

5.organspenden

http://www.beepworld.de/members14/aktionenkinder1/organspenden.htm

Das sollen erst einmal einige Tipps zu diesem Thema sein sollte weiteres Interesse bestehen, werde ich noch weitere infos zu diesem thema suchen und Euch informieren.


Danke fürs lesen und nachdenken

Euer Mischka

53 Bewertungen, 9 Kommentare

  • pucky1

    28.09.2002, 15:55 Uhr von pucky1
    Bewertung: sehr hilfreich

    evtl. wäre noch zu Erwähnen , dass man das UNBEDINGT mit den eigenen Angehörigen absprechen sollte, denn ein Spenderausweis nützt meines Wissens nichts, wenn die Ehefrau, oder eben die Kinder , oder wer auch immer im entscheidenden Mome

  • katze35

    28.06.2002, 15:15 Uhr von katze35
    Bewertung: sehr hilfreich

    seit über 15 Jahren hab ich nen Spenderpass. gruss Katze

  • ChrisLanger

    27.06.2002, 14:36 Uhr von ChrisLanger
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe selber einen Spendeausweis und halte dies auch für sehr wichtig!

  • Jülki

    17.06.2002, 01:00 Uhr von Jülki
    Bewertung: sehr hilfreich

    Es ist wirklich ein wichtiges Thema, ich habe mich vor einem halben Jahr auch nach vielen Überlegungen dazu entschlossen solch einen Ausweis zu beantragen den ich mittlerweile auch immer bei mir trage. Liebe Grüsse Sandra

  • anonym

    15.06.2002, 13:44 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wenn ich solche Berichte lese, kommt meine Überzeugung ins Wanken. Sicher hast du vollkommen recht, und die Situation, in der du dich befunden hast, lässt keinen anderen Schluss zu als dass organspende ein Segen ist und sich jeder so einen Auswei

  • antjeeule

    15.06.2002, 13:11 Uhr von antjeeule
    Bewertung: sehr hilfreich

    Du hast Recht! Es ist wirklich wichtig, darüber nachzudenken, ob man im Falle seines eigenen überraschenden Ablebens mit den "eigenen" gesunden Organen einigen anderen Kranken noch etwas Gutes tun kann. Herzliche Grüße, Antje

  • Rena50

    31.05.2002, 22:13 Uhr von Rena50
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe meinen Ausweis immer bei mir. Gruß Rena

  • werwoelfin666

    30.05.2002, 12:09 Uhr von werwoelfin666
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele haben wahrscheinlich Angst, daß wenn Sie einen Unfall haben und einen Ausweis bei sich tragen, die Maschinen zu schnell abgeschaltet werden. Habe ich jedenfalls aus verschiedenen Gesprächen heraus gehört.

  • Jaleira

    18.02.2002, 13:16 Uhr von Jaleira
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr guter Bericht! Ich habe schon lange einen Organspendeausweis. Für mich ist das selbstverständlich. Nach meinem Tod bringen mir meine Organe etc. schließlich nix mehr! Warum nicht Leben retten?