Erfahrungsbericht von novia
Phoenix aus der Asche...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich bekam nur ein paar Wortfetzen mit, doch reichten sie mir schon, um zu erfahren worum es ging.
Er lief weiter, bemerkte mich gar nicht. Bin ich so unscheinbar?
Egal. Ich verwischte die aufkommenden Gedanken.
Er zündete sich eine Zigarette an und zog ein paar mal nervös an ihr. Er hatte jetzt aufgehört zu telefonieren.
Ich betrachtete ihn etwas genauer.
Er war ziemlich klein. Ich hatte ihn mir etwas größer vorgestellt. Trotzdem war er etwas größer als ich. Ich würde schätzen, dass er so um die 1,70 cm groß ist.
Er trug eine Mütze, die er tief ins Gesicht gezogen hatte und war sehr unauffällig gekleidet. Was heißt unauffällig? Na, ganz normal. Pulli, Jeans, dunkle Schuhe. Nichts besonderes, nichts auffälliges.
Was mir allerdings sofort auffiel, war seine charakterischtische Narbe an seinem Mund und seine Augen. Dieses stechende, durchdringende Grün. Ich habe vorher noch nie solch intensive Augenfarbe gesehen und im Kino kamen sie echt überhaupt nicht zur Geltung.
Er lief jetzt schnell die Straße runter und kramte dabei in seiner Tasche, als ihm etwas herausfiel. Ich erkannte erst nicht was es sein sollte, doch als ich näher kam, sah ich, dass es seine Brieftasche war. Ich bückte mich um sie aufzuheben und rief ihm hinterher: „Entschuldigung!“. Er hörte nicht und lief weiter und ich rief wieder: „Entschuldigung, sie haben etwas verloren!“ Nun rannte ich ihm hinterher!
Als ich ihn eingeholt hatte, tippte ich ihm auf die Schulter und wartete, dass er sich zu mir umdrehte.
Er sah mich an. Musterte mich von oben bis unten und fing an zu lächeln.
Ich stammelte irgendwas von Brieftasche, verloren und nicht gehört. Jedenfalls wirres Zeug. Ich fragte mich, ob er mich für einen durchgeknallten Groupie hielt und überlegte, wohin er vor mir fliehen könnte.
Er schaute auf meine Hand, die ihm die Brieftasche entgegenhielt und sein grinsen wurde breiter.
Er nahm sie mir aus der Hand, drehte sich um und ging weiter.
Völlig perplex stand ich da.
Wenigstens „Danke“ hätte er sagen können, dachte ich und verfluchte diesen arroganten Mistkerl.
Ich wollte mich grade umdrehen, als er stehen blieb, sich umsah und sich wohl überlegte, ob er nicht etwas vergessen hätte. Er kam zu mir zurück und lächelte.
Oh man, dieses Lächeln ließ mir schon die Knie weich werden. Er war nicht unbedingt eine „Schönheit“ doch diese Augen und seine Ausstrahlung, seine Ausdruckskraft, ließen mich schon im Kino immer dahinschmelzen.
„Sorry“, sagte er. Ich habe mich eben gar nicht bei ihnen bedankt.
Tut mir leid, aber ich hatte eben ein sehr unangenehmes Telefonat und war noch auf 180.
Dürfte ich sie vielleicht zu einem Drink einladen, als Wiedergutmachung? Hier in der Nähe ist ein nettes, kleines Café.
Ich nickte, denn zu anderen Artikulationen konnte ich meinen Körper nicht überreden, so nervös war ich.
Wir gingen jetzt gemeinsam die Straße entlang und er plapperte wie ein Wasserfall. So hatte ich ihn mir gar nicht vorgestellt. Ich dachte er wäre eher introvertiert.
Aber davon keine Spur.
Er erzählte mir von seinen neuen Projekten und das er in der Rolle völlig aufging u. s. w. Ich fand es sehr interessant ihm zuzuhören.
Wer hat schon die Gelegenheit solche Informationen aus erster Hand zu erfahren. Hollywood-Neuheiten! Und ich erfahre sie als erstes! Das glaubt mir niemand.
Ich glaube mir nicht mal selber und kneife mich unauffällig selbst.
Auuu! kein Traum! O: k. weitermachen!
Wir kamen bei dem Café an und setzten uns in eine gemütliche Ecke.
Als wir bestellt hatten, sah er mich an und ließ wieder sein charismatisches Lächeln über seine Lippen huschen.
Er entschuldigte sich bei mir, dass er so viel erzähle und ich solle doch mal etwas über mich preisgeben.
Ich überlegte. Mein Leben war bei weitem nicht so aufregend wie seins. Was könnte ihn denn an meinem Leben interessieren? Nicht, dass ich ihn langweile. Ich hatte doch überhaupt nichts zu bieten.
Ich sagte ihm, dass ich im Büro arbeite und was ich in meiner Freizeit sonst so anstelle.
Als er hörte, dass ich Tiere habe, leuchteten seine Augen auf.
Er liebe Tiere, sagte er. Deshalb esse er auch keine.
Ich liebe Tiere auch und esse sie trotzdem, dachte ich und schluckte.
O. K. anderes Thema.
Er zündete sich mal wieder eine Zigarette an, bestimmt die 10 seit dem wir losgegangen sind, und bot mir auch eine an. Ich lehnte dankend ab, da ich erst vor kurzem das Rauchen aufgegeben habe.
Er schien irgendwie nervös. Schaute sich andauernd um.
Ich fragte ihn, ob er noch dringend weg müsse oder jemanden suche, da er sich die ganze Zeit umdrehe.
Er sah mich etwas verlegen an.
Nein, sagte er. Das sei so eine lästige Angewohnheit. Er ist eben ein nervöser Typ.
Wir redeten noch eine ganze Weile, er erzählte mir sogar von dem Tod seines Bruders und über die Beziehung mit Liv, als auf einmal sein Telefon klingelte.
Als er auflegte, sah er mich an und sagte, dass er dringend weg müsste. Seine Szene wurde vorgezogen und er solle sofort ans Set kommen.
Na, da kann man leider nichts machen, sagte ich. Das ist ja ihr Job und außerdem möchte ich doch so schnell wie möglich den neuen Film im Kino begutachten.
Er gab mir die Hand, um sich zu verabschieden.
Als er sie wieder wegzog, merkte ich, dass ich einen Zettel in meiner Hand hatte.
Verdutzt sah ich auf den Zettel:
Tonight, Dinner for two!
call me!
telefphone: 0136 225 56 93
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Diese Geschichte ist auch bei ciao entstanden. Vielen Dank für´s lesen und kommentieren
liebe grüße novia
65 Bewertungen, 16 Kommentare
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12.05.2009, 03:50 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichGreetz from Wallcity Beartown
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27.09.2007, 19:35 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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13.07.2007, 18:22 Uhr von mrwong
Bewertung: sehr hilfreichsh.........................ich freu mich auch über jede GEGENLESUNG von euch viele und liebe grüße Felix :-)
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21.06.2006, 01:08 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich, lg Sylvia
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31.05.2006, 22:55 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.
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31.05.2006, 17:26 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreichsh... lg Sui
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28.05.2006, 20:12 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich‹(•¿•)›…..SH - LG Anja......‹(•¿•)›
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16.05.2006, 01:46 Uhr von Rosensammlerin
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß Rosen
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08.05.2006, 23:52 Uhr von schnecke10
Bewertung: sehr hilfreichLg Claudia
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29.04.2006, 03:37 Uhr von matahari66
Bewertung: sehr hilfreich**SH ** <br/>Liebe Grüße <br/>matahari66 ;o)))
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27.04.2006, 11:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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26.04.2006, 21:09 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichTolle Story ;)
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11.04.2006, 15:56 Uhr von SeriousError
Bewertung: sehr hilfreich<b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>
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09.04.2006, 18:22 Uhr von iii
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich
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06.04.2006, 10:07 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :o))))
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02.02.2005, 20:11 Uhr von bjlghs
Bewertung: sehr hilfreichwenn es ihn gab, war dinner pflicht, wennnnn nicht, wurde sicher gebetet, dass der traum nicht aufhören möge - netter traum-bericht - gruß jörg




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