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Erfahrungsbericht von egonman

Sir Henry schmeckt nach Marzipan !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

„Pfeifen-Museum“


Peter Heinrichs betreibt in Bergheim ein „Pfeifen-Museum“ .



Sir Henry I , Sir Henry II und Sir Henry III kann man in der Pfeife rauchen .
Und das nicht im sprichwörtlichen Sinne , sondern so richtig .
Sir Henry I schmeckt übrigens nach Lübecker Marzipan und Tiramisu mit einem Schüsschen Amaretto . Köstlich finden „Pfeifen-Raucher“ die verschiedenen Tabak-Sorten , die in Hunderten Dosen in Peter Heinrichs „Pfeifen-Fachgeschäft“ in Bergheim-Niederaußem lagern .

Der 55-jährige Heinrichs , der seit langem in Köln ein Fachgeschäft führt , eröffnete 1994 mitten im Industrie-Gebiet im Kölner Westen eine Zweit-Filiale . Übrigens gleich neben dem gigantischen qualmenden Kraftwerksturm . Welch ein Wahrzeichen für das „Haus der 1 000 Pfeifen“ , das Heinrichs selbstbewusst „Chateau Henri“ taufte . Im Erdgeschoss des allerdings mehr schlichten als schlossähnlichen Geschäfts-Hauses kann man sich als ambitionierter Raucher durch Hunderte Tabak-Sorten schnüffeln , feine Zigarren und natürlich mindestens tausend edle Pfeifen erstehen . Hier macht Herr Heinrichs Qualm zu Geld .

Eine kleine Wendeltreppe aber führt die Besucher ins Museum . Fotos aus Kuba und dicke Ohren-Sessel (das ist der Traum eines jeden „Pfeifen-Rauchers) säumen den Weg . In dem kleinen Ausstellungs-Raum hat der Hausherr allerlei Gegenstände rund um den Rauch zusammen getragen - Historisches und Kurioses , das die Familie in fünf Jahrzehnten sammelte : eine kleine „Kultur-Geschichte des Rauchens“ .

Eine winzige walnussförmige Schnupf-Tabak-Dose aus Russland gehört ebenso dazu wie ein hübscher indianischer Schweins-Blasen-Beutel zum Aufbewahren von Tabak oder kunstvoll verzierte ungarische Meer-Schaum-Pfeifen (die sind aus dem 19. Jahrhundert) .
Feuer-Zeuge aus den fünfziger Jahren , Werbe-Plakate wie das der alten Zigarreten-Marke „Weiße Eule“ (die kannte ich auch noch) und eine Zigarren-Dreh-Maschine aus Bünde : Der kleine Raum ist voll von Betrachtenswertem . Zu den ältesten Gegenständen zählen Tonpfeifen aus dem 16. Jahrhundert , erzählt Peter Heinrichs stolz . Und die teuersten Pfeifen sind die aus Meer-Schaum , ein sehr wertvolles Magnesium-Silikat , das wie Steinkohle abgebaut wird , mal reinweiß , mal gelblich , grau oder rötlich .

Zu seinen besonderen Schätzen zählt Herr Heinrichs ein Zigaretten-Etui des Fliegers Ernst Udet und eine Pfeife Josef Stalins . Auf welche Weise die ihren Weg nach Niederaußem fanden , bleibt des Sammlers Geheimnis . Sonst aber hüllt sich Peter Heinrichs , ein maßvoller Raucher nicht in Schweigen . Wenn er sonntags selbst im Laden steht und interessierte Besucher kommen , führt er sie gerne selbst durch sein Museum und erzählt und erzählt .
Und dieser Mann kann sehr gut erzählen . Zum Beispiel von einer persönlichen Audienz beim Papst oder aber auch von Promis , die in seinem Laden ihrem Laster frönen und auch schon mal vier Pfeifen für 5 000 Euro kaufen . Auf die Frage was das Wertvollste in seinem Laden ist ? Deutete er auf einen Zigarren-Stummel in einer der Vitrinen . Das ist die Zigarre meines Vaters , die er kurz vor seinem Tode rauchte .




Dieser Ausflug in das „Pfeifen-Museum“ ist ein besonderes Erlebnis , auch für Nichtraucher. Man kann sich viele interessante Stücke ansehen und man erfährt ganz nebenbei auch noch einiges über das Rauchen . Der Herr Heinrichs ist in seinem Element wenn er den Besuchern alles über das Rauchen , Zigarren und Zubehör erklären kann , was er übrigens sehr sehr gut macht . Kann einen Besuch im „Pfeifen-Museum“ nur empfehlen , habe mir gleich auch noch ein paar gute Zigarren gekauft , aber erst nach eingehender Beratung , wenn man schon an der Quelle ist habe ich das direkt ausgenützt . Wünsche allen viel Spaß bei dem Besuch des „Pfeifen- Museums“ !





Das „Pfeifen-Museum“

In der Volta Straße / Ohm Straße
51129 Bergheim-Niederaußem

Die Öffnungszeiten sind :
Montags bis Freitags von 9,00 bis 18,30 Uhr ,
Sonntags von 11 bis 17 Uhr .
Der Eintritt ist frei ,
Führungen kann man auf Anfrage machen .


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-18 13:12:14 mit dem Titel PC - Spiel für Spediteure !

„Schiene und Straße“


Die Strategie-Programme treffen den Nerv sehr vieler PC-Spieler .


Darauf baut auch das neue Strategie-Spiel „Schiene und Straße“ - Der 3D-Transport-Manager aus dem Hause Ubi-Soft . Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Spediteurs und muss mit dem Transport von Personen und Gütern möglichst viel Geld erwirtschaften .
Das siebte und letzte Level - und damit den Titel Tycoon - erlangt aber nur , wer das Unternehmen vom Jahre 1829 bis 2010 erfolgreich führt . Dabei gibt es , jeweils mit sehr viel Geschick eine möglichst effiziente Infrastruktur zu errichten .

Die einzelnen Spiel-Ebenen orientieren sich auch an historischen Herausforderungen : „Das Ruhr-Gebiet“ zum Beispiel erwartet vom Spieler den Aufbau eines Schwer-Transport-Wesens um 1890 herum . Und in „Die Markt-Hallen“ muss die Versorgung einer Groß-Stadt um 1935 sicher gestellt werden . Neben verschiedenen Schwierigkeits-Graden kann man als Anwender den Modellbau-Modus wählen - da darf man ohne Finanz-Probleme oder sonstige Einschränkungen nach Herzens-Lust Straßen und Schienen anlegen . Neu in „Straße und Schiene“ ist vor allem die Möglichkeit , Verkehrs-Wege in der virtuellen Landschaft frei , also nicht wie bisher im „Kachel-Stil“ , bauen zu können .

Das Spiel „Straße und Schiene“ gibt es für 46,01 Euro im Handel .
Die Mindest-Anforderungen sind :
Pentium-PC mit 400 Mega-Hertz Takt-Frequenz ,
64 Megabyte (MB) Arbeits-Speicher ,
Windows 98 ,
Grafik-Karte mit 16 MB Speicher ,
Sound-Karte ,
CD-ROM-Laufwerk .



Das neue Strategie-Spiel ist sehr gut gelungen , man braucht schon eine Menge Übung um sich von Level zu Level empor zu arbeiten . Aber einen riesigen Spaß macht es trotzdem , man muss aufpassen das man nicht Süchtig wird . Denn die verschiedenen Situationen sind immer wieder mit neuen Herausforderungen verbunden die es gilt zu lösen , was gar nicht so einfach ist . Kann das Strategie-Spiel „Schiene und Straße“ nur empfehlen , wünsche sehr viel Spaß beim ausprobieren und dann beim Spielen !


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-21 11:55:43 mit dem Titel Polsterphloxe : Duftende Vorboten des Sommers !

„Polsterphloxe“


Vor allem in Zier-Gärten , Stein-Gärten oder auf Mauer-Kronen sin „Polsterphloxe“ ein sehr schöner Farbtupfer . Sie heißen „Avalanche“ , „Crackerjack“ oder „Rose Queen“ - auf „Polsterphloxe“ wollen sehr viele Garten-Freunde nicht verzichten .



Die hochbeinigen Sommer-Schönheiten des Phlox haben kleinwüchsige Verwandte , die ebenfalls aus den USA stammen , jedoch im Frühlings-Garten unentbehrlich sind : Man nennt sie „Polsterphoxe“ , „Teppich-Phloxe“ oder „Moos-Phloxe“ .
Die beliebtesten „Polsterphloxe“ sind vor allem Phlox subulata und Phlox douglasii . Sie tragen alle mattgrüne , nadelähnliche Blättchen , bilden üppige Polster und bedecken sich von April bis Mai mit vielen Blüten-Sternen . Die beste weiß blühende Sorte heißt „Avalanche“ , die am besten leuchtende ist die kaminrote „Crackerjack“ . „Pose Queen“ blüht zart lilarosa , „Georg Arends“ ebenfalls , schmückt sich jedoch mit einem dunklen und „Moerheimii“ mit einem samtroten Auge . Die Blüten der alten Sorte „G.F.Wilson“ sind hell schieferblau .Eine auffallende neuere Sorte ist die „Candy Strips“ mit fröhlich weißrosa gestreiften Blüten .

Diese Polsterphloxe sind im Zier- und Stein-Garten am besten aufgehoben , den sie zusammen mit Blaukissen und Schleifen-Blumen zu einem kunterbunten Farbklecks machen .
Man kann sie aber genauso gut als Einfassung verwenden oder unter ihnen eine Mauer-Krone zum Blühen bringen . In jedem Fall ist ein vollsonniger Standort angebracht und ein mäßig trockener , durchlässiger und nährstoffreicher Boden . Es empfiehlt sich , die Pflanzen nach der Blüte um etwa ein Drittel zurückzuschneiden .

Zu den niedrigen Phloxen zählt auch Phlox divaricata , übersetzt „sperriger Phlox“ - ein etwas unpassender Name für die liebliche , duftende Staude . Will er in seiner Heimat in lichten Laub-Wäldern vorkommt , nennt man ihn auf Deutsch meistens „Waldphlox“ . Er möchte nicht gerade in der sonne braten , sondern bevorzugt Halbschatten sowie nicht allzu trockene , gute Garten-Böden . Er wird 30 bis 40 Zentimeter hoch und blüht von April bis Juni in Dolden , die an straffen Stängeln sitzen .

Wie schon der Name vermuten lässt , erobert der Kriechende Phlox (Phlox stolonifera) durch Ausläufer schnell neue Räume . Die an sich schon sehr hübschen Kissen aus immergrünem Laub wirken noch schöner , wenn aus ihnen dichte Blüten-Dolden an aufrechten Stängeln ragen . Die Farb-Palette der Blüten reicht vom schneeigen Weiß („Ariane“) über Hellblau („Blue Ridge“) , Hellrosa („Pink Ridge“) und Pink („Home Fires“) bis hin zu leuchtendem Lila („Purpurea“) . Dass dieser 20 bis 30 Zentimeter hohe Phlox nicht nur blüht , macht ihn zusätzlich begehrenswert . Im Gegensatz zu den anderen „Polsterphloxen“ liebt Kriechender Phlox humusreichen Boden , viel Freuchtigkeit und halbschattige bis schattige Lagen .




Das war eine Auswahl von verschiedensten pflanzlichen Farbtupfern die einen Zier-Garten verschönern können . Die Vielfältigkeit an verschiedenfarbig blühenden Pflanzen zum Beispiel die Phlox kann man wie schon beschrieben fast überall im Garten verwenden . Ihre Farben-Pracht und die leichte Pflege macht sie sehr beliebt unter den Garten-Freunden . Wünsche allen Garten-Fans (aber auch allen anderen die Freude an blühenden Pflanzen haben) einen „grünen Daumen“ so das alle Pflanzen sehr gut wachsen , gedeihen und ihre Blüten-Pracht voll zur Entfaltung bringen !


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-25 12:40:41 mit dem Titel Auf das richtige Gießen kommt es an !







„Pflanzen-Pflege Gießen“



Wasser ist neben Licht und Wärme das wichtigste Lebens-Element für Zimmer-Pflanzen .
Jede Pflanze hat individuelle Ansprüche !



„Richtiges Gießen“ ist eine Kunst , die aber jeder lernen kann . Viele Pflanzen , vor allem solche mit weichen Stielen und Blättern (Gloxinien , Bubikopf , Drehfrucht , Primeln) bestehen zu 90 Prozent aus Wasser . Sie benötigen es , damit sie sich aufrecht halten können . Gelöst in Wasser befinden sich Nähr-Stoffe , die über die Wurzeln aufgenommen und bis zu den Blättern transportiert werden . Dort erfolgt eine Umwandlung in Stoffe , die wichtige Funktionen für das Pflanzen-Wachstum haben . Da das Wasser über die Spalt-Öffnungen der Blätter verdunstet , schafft es zudem ein optimales Raum-Klima .

Übermäßige Nässe schadet den Pflanzen und lässt sie im Extremfall absterben . Wie kommt es dazu ? Ein typisches Symptom für übermäßig gegossene Pflanzen sind braune Blätter . Fälschlicherweise wird dies als Welken aufgrund Wasser-Mangels interpretiert . Der Wurzel-Ballen saugt sich mit Wasser voll , oft steht sogar Wasser im Über-Topf . Das Wasser verdrängt den Sauer-Stoff im Substrat . Die Folge : die Wurzeln leiden unter Sauer-Stoff-Mangel und beginnen innerhalb kurzer Zeit zu faulen . die oberirdischen Pflanzen-Teile werden nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nähr-Stoffen versorgt und sterben ab .
Das überschüssige Wasser muss sofort aus dem Über-Topf entfernt werden , und es darf nicht mehr gegossen werden , bis die Pflanze sich erholt hat .

Wie viel Wasser eine Pflanze benötigt , dafür gibt es kein Patent-Rezept . Durch Beobachten wird man aber schnell feststellen , wie viel Wasser eine bestimmte Pflanze benötigt . Grundsätzlich gilt : Kleine Pflanzen benötigen weniger Wasser als große Solitär-Pflanzen .
Pflanzen mit vielen Blättern oder mit großen Blättern verdunsten mehr Wasser und müssen deshalb häufiger gegossen werden . Pflanzen mit lederartigen und verdickten Blättern benötigen weniger Wasser als solche mit dünnen , weichen Blättern . Dickfleischige Pflanzen , wie Kakteen oder Sukkulenten , speichern das Wasser in den Organen und müssen nur selten gegossen werden . Pflanzen am Süd- oder West-Fenster stehen wärmer und heller und benötigen deshalb mehr Wasser .

Viele Pflanzen haben im Winter eine Ruhe-Phase , in der sie aus Licht-Mangel nicht viel wachsen . In dieser Zeit benötigen sie weniger Wasser . Da die Pflanzen oft aber in geheizten Räumen stehen , sollte man die Blätter hin und wieder mit Wasser besprühen . Das erhöht die Luft-Feuchtigkeit und beugt dem Befall mit Schädlingen und Krankheiten vor . Pflanzen , die im Winter blühen (Azaleen , Alpenveilchen , Weihnachtssterne) haben ihre Ruhe-Periode im Sommer und werden nach dem Abblühen bis zum Zeitpunkt des Neu-Austriebes nur mäßig gegossen . Pflanzen mit weichen , behaarten Blättern (Gloxinie , Usambaraveilchen , Primel) dürfen nicht besprüht werden , weil die Blätter sonst faulen .

Als Faust-Regel für richtiges Gießen gilt :
Die Pflanzen einmal durchdringend wässern , bis sich das Substrat vollgesogen hat .
Das überschüssige Wasser aus dem Über-Topf entfernen .
Erst wieder wässern , wenn die Pflanze das Wasser verbraucht hat und sie sich beim Anheben leicht anfühlt .



Hoffe das ich hiermit ein wenig helfen kann beim richtigen „Pflanzen-Gießen“ . Wünsche allen Blumen-Freunden , das sie einen grünen Daumen haben und auch richtig die Pflanzen „Gießen“ , damit man sich sehr lange an ihnen erfreuen kann !












----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-30 16:05:58 mit dem Titel Eine Inflation von Kopien !

„Museum Plagiarius“




Das „Museum Plagiarius“ in Berlin zeigt Orginal und Fälschung !





Früher raubten die Piraten ihre Beute mit Enterhaken und lautem Geschrei . Heute sind sie sehr viel leiser , dafür aber um so erfolgreicher . Kopiert wird heute so gut wie alles , was teuer und begehrt ist . Ob Armbanduhren , Barbie-Puppen , Champagner oder Medikamente es gibt fast nichts , was nicht auch „echt gefälscht“ zu haben ist - Tendenz steigend . So gut wie alles , was gut und Teuer ist , wird früher oder später kopiert . Inzwischen werden besonders technische Produkte kopiert , aber auch Lebensmittel wie Suppen-Pulver , Parfüm oder Auto-Ersatzteile . Häufig sind die Kopien selbst von Experten nur noch schwer zu identifizieren . Sogar Formel-Eins-Weltmeister Mikka Häkkinen musste 1998 beim „großen Preis von San Marin“ mit Getriebeschaden an die Boxen . Ein minderwertiges Kugellager von einem Produkt-Fälscher aus Asien hatte den Belastungen des Rennens nicht standgehalten .

Über hundertfünfzig Produkt-Paare aus Orginal und Fälschung zeigt jetzt in Berlin das „Museum Plagiarius“ des Ulmer Designers Rido Busse . Bereits 1977 entdeckte er zufällig auf der Frühjahrsmesse in Frankfurt die Briefwaage eines asiatischen Herstelles , die seinem Produkt , das er für die Firma Soehnle entwickelt hatte , auf’s Haar glich . Mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung konnte der weitere Import zwar anfänglich gestoppt werden . Doch trotz all der Vorbehalte tauchen immer wieder neue Importeure aus Fernost auf mit ein und derselben Kopie . Um Öffentlichkeit und Gesetzgeber auf den Missstand aufmerksam zu machen , malte der Designer kurzerhand einen Gartenzwerg schwarz an , versah ihn mit einer goldenen Nase und kreierte den „Plagiarius“ , einen mittlerweile jährlich verliehenen Negativpreis .

Die so in 25 Jahren entstandene Sammlung , die jetzt als ständige Ausstellung in der Berliner Kultur-Brauerei zu sehen ist , zeigt die hohe Kunst der Fälscher . Geschirr , Besteck , Lampen oder Kinderspielzeug aller Art . Jeweils im Doppelpack präsentieren sich Orginal und Kopie , und meist erkennt man nur beim zweiten oder dritten Blick , wer von wem geklaut hat . So zeigt der diesjährige „Gewinner“ des „Plagiarius“ , die griechische Firma Lauder , eine besonderes dreiste Fälschung . Ein Wasserkocher von Siemens und das äußerliche exakt gleiche Produkt , aber mit einem anderen Firmennamen . Sogar die Verpackung ist identisch .
Dabei merken die Orginal-Hersteller oft nur durch Zufall , dass sie kopiert worden sind . so war ein Designer sprachlos , als er mitten in einer chinesischen Großstadt eine Straßenbahn an sich vorbeifahren sah , die mit seinem Entwurf identisch war , den er für ein deutsches Unternehmen entwickelt hatte . Meistens aber , merken die Orginal-Hersteller erst was , wenn die Reklamationen ihrer Produkte massiv ansteigen .

Häufig , sind die Plagiate gefährlich . So zum Beispiel bei gefälschten Viagra-Tabletten : Nicht nur , dass der gewünschte Effekt nicht eintritt , niemand weiß , was in solchen Tabletten alles drin ist . Doch geklaut wird nicht nur von Firmen in Fernost , wie man in der Ausstellung sehr plakativ gezeigt bekommt . So vertreibt eine Firma aus Solingen ein Produkt aus Edelstahl , das ursprünglich eine andere Solinger Firma entwickelt hatte . Und auch große Firmen klauen ihre Ideen zuweilen bei kleineren Anbietern , die dann vor dem Konkurs stehen : Während diese ihr Geld in die Entwicklung eines Produktes gesteckt haben , überschwemmen die großen Anbieter den Markt mit billigen Nachahmungen .

Die große Mehrheit der Fälscher und Plagiatoren kommt aber weiterhin aus Asien und Osteuropa . Und obwohl die Gesetze hierzulande in den letzten Jahren deutlich verschärft wurden , nimmt die Zahl der Kopien weiter zu . Der Staat und die Marken-Hersteller , so schätzt die Industrie , verlören dadurch jährlich bis zu 30 Milliarden Mark oder 70 000 Arbeitsplätze . Mittlerweile , so zeigt die Ausstellung , werden die Fälschungen zumindest äußerlich immer besser . In letzter Konsequenz aber , tröstet Museums-Initiator Rido Busse , sei die Kopie immer das schlechtere Geschäft .

Bei einem Berlin Besuch kann ich einen Abstecher in das „Plagiarius Museum“ nur empfehlen , man kann die ausgestellten Stücke wirklich nicht unterscheiden was ist Echt und was ist Fälschung . Es ist sehr interessant zu sehen , das es fast keine Unterschiede mehr gibt so „gut“ sind die Fälscher geworden !



„Museum Plagiarius“

Kultur-Brauerei ,
Schönhauser Allee 37 ,
10435 Berlin ,
die Öffnungszeiten sind :
Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 20 Uhr .



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-19 11:26:15 mit dem Titel Duftende Pfingstrosen !

„Pfingst-Rosen“





Blüten-Fülle im Frühjahr !





Sie ist eine der ältesten Kultur-Pflanzen und hat im Laufe der Jahrhunderte nichts an Beliebtheit eingebüßt . Im Gegenteil , die schöne „Pfingst-Rose“ gewinnt immer wieder neue Freunde hinzu . Das liegt nicht zuletzt an der Farben-Vielfallt der einfachen oder gefüllten Blüten und an der Langlebigkeit dieser Pflanzen , die es als Sträucher oder Stauden gibt .
Am bekanntsten bei uns sind wohl die „Bauern-Pfingst-Rosen“ (Päonia officinalis) , die bis zum Juni bis zu zwölf Zentimeter große Blüten-Bälle tragen . Klassisch ist hier die Farbe Rot , aber die rosa Sorte Rosea Plena findet man ebenfalls oft . Aus Asien stammt die Edel-Päonie (Päonia lactflora) , auch als Chinesische oder Japanische Päonie bekannt . Durch züchterische Arbeit entstanden inzwischen zahlreiche attraktive Sorten sowie Varietäten .
Die Päonia mlokosewitschii - sie ist beheimatet im mittleren Kaukasus . Die zauberhafte Blüten hat auch „Strauch-Pfingst-Rose Beauty Of Twickel“ . Sträucher werden übrigens mit einer Höhe bis zu zwei Metern deutlich höher und mächtiger als Stauden . Wenn ihre Zeit kommt , sind sie über und über mit duftenden Blüten bedeckt . „Pfingst-Rosen“ sind ungeachtet ihrer Schönheit recht pflegeleichte,robuste Garten-Pflanzen die ohne Probleme mehr als zehn Jahre am selben Platz gedeihen . Aber sie brauchen erst einmal gut drei Jahre , um sich zu einem Busch zu entwickeln . Daher sollte man vorher genau klären , wo die Pflanze stehen soll . Umpflanz-Aktionen mag sie nämlich nicht .

Was alle Rosen lieben :
1) Rosen lieben Sonne und einen luftigen Standort . Der Boden sollte tiefgründig locker , nährstoffreich sein .
2) Pflanzzeit für Rosen ohne Ballen ist der späte Herbst oder das zeitige Frühjahr .
3) Rosen vor der Pflanzung wässern . Beim Pflanzen sollte die Veredelungsstelle ca. 5 cm unter der Erdoberfläche liegen Angießen , anhäufeln . Ab Mitte April Erde glatt ziehen .
4) Frisch gepflanzte Rosen wöchendlich wässern , nur bei Dürre gießen,aber nie die Blätter oder Blüten .
5) Im ersten Jahr brauchen Rosen keine Extra-Nähr-Stoffe . Im Frühjahr mit organischem Volldünger versorgen .
6) Rosen mit Lavendel oder Ringel-Blumen kombinieren , das hält tierische Plage-Geister ab . Gegen Schädlinge helfen Seifen-Präparate , Brennessel-Brühe. Neu : ein Rosen-Pflaster , das Blatt-Läuse vertreibt .
7) Winter-Schutz : Rosen mit Komposterde oder abgelagertem Stallmist anhäufeln , mit Tannen-Reisig schützen .
Wenn man die Tipps einigermaßen einhält kann man sich sehr lange immer wieder an der Blüten-Pracht der “Pfingst-Rosen“ (aber auch aller anderen Sorten) erfreuen . Mir bleibt nur noch allen frohe Pfingsten zu wünschen !

21 Bewertungen, 1 Kommentar

  • campino

    19.05.2002, 13:47 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schön, die passende Blume zum Fest