Erfahrungsbericht von suppengirl
Passau - Die Liebe meines Lebens
Pro:
wunderschön gelegen, nicht zu groß und nicht zu klein, gutes Kulturangebot
Kontra:
für mich nix
Empfehlung:
Nein
Als ich vor fast neun Jahren mein Studium in Passau begann, war ich zunächst todunglücklich. Zunächst bildete ich mir ein, dass das an der Stadt, bzw. an der Universität liegen musste, doch ich gestand mir bald ein, dass der einzige Grund darin lag, dass ich niemanden kannte. Ich tue bzw. tat mich damals unheimlich schwer neue Leute kennen zu lernen. So wollte ich schon nach wenigen Wochen mein Studium wieder aufgeben, mich nach Regensburg umorientieren, wo die meisten meiner Freunde gelandet waren.
Doch dann kam alles ganz anders, mit ein paar netten Leuten, mit denen ich mich öfter traf, wurde es auch immer einfacher, noch mehr Leute kennen zu lernen. Plötzlich gefiel mir auch mein Studium und ich lernte die Qualitäten der Universität zu schätzen. Das ist zwar eigentlich ein völlig anderes Thema, aber hier sei dieser Institution einmal ein allgemeines Lob ausgesprochen. Sicher liegt auch an der Uni Passau einiges im Argen, so wie im gesamten Bildungssystem unseres Landes. Auch hier gibt es Vorlesungen und Seminare, die derart überlaufen sind, dass es manchmal schwierig ist, wenigstens einen Platz auf der Treppe zu ergattern. Trotzdem meine ich, dass sich das verglichen zu anderen Hochschulen noch im Rahmen hält. Überhaupt ist die Universität relativ klein und überschaubar, das erleichtert vieles.
Das, was Passau für mich mit so besonders macht, ist die Tatsache, dass das Verhältnis von Einwohnern (gesamt ca. 50.000) zu Studenten (zur Zeit ungefähr 8.000) so ist, dass der Anteil junger Leute zwischen 20 und 30 überdurchschnittlich hoch ist. Das garantiert auch ein relativ fluktuierendes Nachtleben. Klar gibt es nicht so viel Auswahl wie etwa in München, aber es ist doch für jeden etwas dabei. Und die Chancen, dass man abends ohne feste Verabredungen zu haben, trotzdem ein paar bekannte Gesichter trifft, ist ziemlich groß. Und wenn nicht: auch egal, lernt man eben neue kennen!
Obwohl ich trotz der geringen Größe der Stadt nicht alle Lokale und Discos kennen gelernt habe (auf Schickimicki stehe ich nicht so, aber davon gibts in Passau Gott sei Dank eh nicht viel), kann ich euch durchaus ein paar brauchbare Tipps für das Nachtleben geben:
- Kino:
Es gibt in Passau fünf Kinos mit insgesamt elf Sälen. Die größten Center sind das Promenaden-Kino direkt am Inn und das Metropolis in der Hans-Kapfinger-Straße (das neueste und modernste Lichtspielhaus Passaus). Hier laufen in der Regel die gängigsten Filme, aber von Zeit zu Zeit auch mal ein Schmankerl. Im Metropolis werden zudem Filme im Original gezeigt.
Ein ganz besonderes Kino-Erlebnis bietet aber das Scharfrichter-Kino. Es ist klein, ungemütlich und kalt. Der Projektor ist etwas veraltet, so dass es pro Film mindestens eine Pause gibt, in der die Rollen per Hand gewechselt werden müssen. Mit einem Wort: Nostalgie pur (ok, waren zwei Wörter ;-)). Das Programm ist vielfältig, vom Kunstfilm bis zum Stummfilmklassiker ist hier alles geboten. Auch für Wiederaufführungen ist das Scharfrichterkino die Anlaufstelle Nummer eins.
- Lokale:
Innsteg: Eine gemütliche Kneipe, die durch viel Platz und kleine Preise besticht. Im Sommer besonders empfehlenswert, da man dann auf der Terasse direkt am Inn sitzen kann. Sehr gut auch die Auswahl an Frühstücken (ist das die korrekte Mehrzahl von Frühstück?) und die Tatsache, dass man selbiges bis spät in den Nachmittag einnehmen kann.
Shamrock: Eine Kneipe im irischen Stil am Rande der Fußgängerzone. Die Preise sind nicht ganz so niedrig, bleiben aber im Rahmen. Besonders empfehlenswert ist das Shamrock Donnerstag abends, denn dann findet jede Woche ein Pub-Quiz statt, bei dem es eine Flasch Whiskey zu gewinnen gibt.
Gmoa: Die Kneipe der Katholischen Studenten Gemeinde, die sich direkt auf dem Uni-Gelände befindet, ist DER Geheimtipp. Die Preise sind so niedrig wie sonst nirgends, das Ambiente ist freundlich und familiär. Von Zeit zu Zeit finden hier auch Veranstaltungen statt, Theater, Musik oder Tanzabende. Aber Achtung: Der Zutritt ist nur für Universitätsangehörige gestattet. Also nicht erwischen lassen ;-).
- Restaurants:
Als Studentin konnte ich es mir ja nicht leisten, besonders häufig auswärts bzw. nicht nur in der Mensa zu speisen. Einige Empfehlungen habe ich aber doch:
Cantina: Ein mexikanisches Restaurant in der Innstadt, das zwar nicht ganz billig ist, jedoch mit riesigen Portionen aufwartet. Sehr zu empfehlen sind auch die Cocktails, die man sich natürlich in der Happy Hour zu Gemüte führen sollte!
Rhodos: Ein typisch griechisches Restaurant an der Fritz-Schäffer-Promenade, also direkt an der Donau. Das Essen ist gut und erschwinglich. Das Besondere an diesem Restaurant ist der Inhaber, der uns einst - trotz Krankheit und Antibiotikum-Konsums - bis zwei Uhr morgens ertragen und mit Uozo-Runden bei Laune gehalten hat!
Indisches Restaurant am Römerplatz (schlagt mich, aber ich habe den Namen vergessen!): Etwas gehobene Preisklasse, aber außergewöhnlich gutes Essen. Unbedingt reservieren!
- Discos:
Ich bin kein großer Disco-Fan, deshalb kann ich euch an dieser Stelle eigentlich nur die "Kamera" empfehlen. Richtig schön versifft kommt hier jeder auf seine Kosten. Ich empfehle euch den Freitag, da an diesem Tag Rockabend ist. Der Eintritt kostet sechs Mark (mit Getränke-Bon). Besonders praktisch für den Hunger zwischen den Tanzeinlagen: Gleich nebenan befindet sich ein McDonald´s.
- "Kultur":
Passau verfügt außerdem über ein Theater (das ich nur einmal besucht habe *schäm *) und die berühmte Nibelungenhalle. Leider ist das die einzige größere Konzerthalle der Stadt und sie ist ein echter Schandfleck. Errichtet wurde sie in den 30er Jahren. Sie besticht durch ein besonders unattraktives Äußeres und eine geschmacklose Innenausstattung. Außerdem ist die Akustik dermaßen mies, dass einem das schönste Konzert madig gemacht wird. Seit Jahren ist übrigens der Abriss und die Neugestaltung des ganzen Platzes geplant, aber ob das jemals realisiert wird... Keine Ahnung. Außerdem: Wo sollte die CSU dann ihren politischen Aschermittwoch abhalten?
Auch das Leben in Passau kommt im Vergleich zu anderen Universitätsstädten sehr günstig. Ich wohnte zusammen mit einer Freundin in einer 45 Quadratmeterwohnung (war manchmal schon etwas eng, aber wir haben uns schon zusammen gerauft, gell Franziska?) mit großem Balkon, Kellerabteil und in einer sehr zentralen Lage (fünf Minuten zu Fuß zur Uni, bzw. zum Bahnhof), für die wir warm 600DM bezahlten. Auch Lebensmittel sind sehr günstig zu erstehen, kein Vergleich zu München. Für einen Studenten also ideal.
Einige Einkaufstipps:
In der Fußgängerzone gibt es eine Vielzahl von größeren Klamotten-Geschäften (K&L) und kleinen Boutiquen in verschiedenen Preisklassen.
In der Bahnhofsstraße befinden sich ebenfalls viele Anlaufstellen für Kleidungssuchende, im Donau-Einkaufs-Zentrum (direkt gegenüber vom Bahnhof) findet man auch Elektro-Artikel, Bücher usw..
Am Exerzierplatz kann man nicht nur die erwähnte Nibelungenhalle bewundern, sondern auch in die Nibelungenpassage steuern, wo ebenfalls alles von Geschenkartikeln über Lebensmittel bis hin zu CDs verkauft wird.
Und so weiter und so fort... Wenn ihr noch Fragen habt: Feel free to ask! ;o)
Aber Passau hat natürlich noch mehr zu bieten: Allen voran die drei Flüsse, die der Stadt ja auch den Beinamen (“Dreiflüssestadt”) geben. Inn und Ilz (wohl eher ein Bach denn ein Fluss) fließen hier in die Donau. Die Mündungsstelle bietet mit den Hügeln am Horizont einen wunderschönen Anblick, der einem auch beim 100. Spaziergang nicht langweilig wird. Wenn es nicht gerade furchtbar nebelig ist oder Inn und Donau Hochwasser führen, so dass die Promenaden gesperrt sind. Das passiert aber meist nur einmal im Jahr und ist wiederum ein interessantes Schauspiel.
Für eine laue Sommernacht empfehle ich jedem Touristen oder Neustudenten einen Spaziergang an der Innpromenade. Leider ist es mir immer verwehrt geblieben, einen richtig schönen Sonnenaufgang zu beobachten, da mir dafür letztendlich immer die Geduld gefehlt hat. Schließlich dauert es schon ein wenig, bis sich die Sonne ihren Weg über die Hügel erkämpft hat.
Achja, die Hügel sind übrigens die Ausläufer des Bayerischen Waldes, an dessen Rand Passau liegt. Und das wäre schon der nächste Punkt: Man muss sich nicht weit aus der Stadt heraus begeben, um in die schönsten Gegenden zu geraten. Und in eine Richtung gehts sogar ins Ausland: Schwupps, schon ist man in Österreich ohne es richtig gemerkt zu haben.
Fazit: Wenn ihr auf Großstadtflair und immerwährende Hektik steht, dann ist dieses Juwel sicher nicht das Richtige für euch. Wenn ihr es gerne etwas beschaulich habt, es trotzdem aber gerne einmal krachen lasst, dann solltet ihr Passau zumindest einmal einen Besuch abstatten. Und dann geht es euch vielleicht wie mir und ihr wollt gaaaar nicht mehr weg. Mittlerweile habe ich mein Studium seit drei Jahren beendet, aber ich bin hier noch immer Dauergast (Gott sei Dank wohne ich nur um die 60km entfernt von meiner zweiten Heimat). Und so lange ich eine Menge Leute in Passau kenne und diese mir netterweise immer Unterschlupf gewähren, wird sich daran so schnell sicher nichts ändern.
Mittlerweile hat es mich berufsbedingt nach München verschlagen und ich vermisse Passau mehr denn je. Leider kann ich auch nicht mehr so oft dorthin auf Besuch kommen, denn 200km Entfernung sind kein Pappenstil. Aber so oft es geht, packe ich meinen Rucksack und nehme meinen Twingo unter den Arm... und ab geht´s...
Doch dann kam alles ganz anders, mit ein paar netten Leuten, mit denen ich mich öfter traf, wurde es auch immer einfacher, noch mehr Leute kennen zu lernen. Plötzlich gefiel mir auch mein Studium und ich lernte die Qualitäten der Universität zu schätzen. Das ist zwar eigentlich ein völlig anderes Thema, aber hier sei dieser Institution einmal ein allgemeines Lob ausgesprochen. Sicher liegt auch an der Uni Passau einiges im Argen, so wie im gesamten Bildungssystem unseres Landes. Auch hier gibt es Vorlesungen und Seminare, die derart überlaufen sind, dass es manchmal schwierig ist, wenigstens einen Platz auf der Treppe zu ergattern. Trotzdem meine ich, dass sich das verglichen zu anderen Hochschulen noch im Rahmen hält. Überhaupt ist die Universität relativ klein und überschaubar, das erleichtert vieles.
Das, was Passau für mich mit so besonders macht, ist die Tatsache, dass das Verhältnis von Einwohnern (gesamt ca. 50.000) zu Studenten (zur Zeit ungefähr 8.000) so ist, dass der Anteil junger Leute zwischen 20 und 30 überdurchschnittlich hoch ist. Das garantiert auch ein relativ fluktuierendes Nachtleben. Klar gibt es nicht so viel Auswahl wie etwa in München, aber es ist doch für jeden etwas dabei. Und die Chancen, dass man abends ohne feste Verabredungen zu haben, trotzdem ein paar bekannte Gesichter trifft, ist ziemlich groß. Und wenn nicht: auch egal, lernt man eben neue kennen!
Obwohl ich trotz der geringen Größe der Stadt nicht alle Lokale und Discos kennen gelernt habe (auf Schickimicki stehe ich nicht so, aber davon gibts in Passau Gott sei Dank eh nicht viel), kann ich euch durchaus ein paar brauchbare Tipps für das Nachtleben geben:
- Kino:
Es gibt in Passau fünf Kinos mit insgesamt elf Sälen. Die größten Center sind das Promenaden-Kino direkt am Inn und das Metropolis in der Hans-Kapfinger-Straße (das neueste und modernste Lichtspielhaus Passaus). Hier laufen in der Regel die gängigsten Filme, aber von Zeit zu Zeit auch mal ein Schmankerl. Im Metropolis werden zudem Filme im Original gezeigt.
Ein ganz besonderes Kino-Erlebnis bietet aber das Scharfrichter-Kino. Es ist klein, ungemütlich und kalt. Der Projektor ist etwas veraltet, so dass es pro Film mindestens eine Pause gibt, in der die Rollen per Hand gewechselt werden müssen. Mit einem Wort: Nostalgie pur (ok, waren zwei Wörter ;-)). Das Programm ist vielfältig, vom Kunstfilm bis zum Stummfilmklassiker ist hier alles geboten. Auch für Wiederaufführungen ist das Scharfrichterkino die Anlaufstelle Nummer eins.
- Lokale:
Innsteg: Eine gemütliche Kneipe, die durch viel Platz und kleine Preise besticht. Im Sommer besonders empfehlenswert, da man dann auf der Terasse direkt am Inn sitzen kann. Sehr gut auch die Auswahl an Frühstücken (ist das die korrekte Mehrzahl von Frühstück?) und die Tatsache, dass man selbiges bis spät in den Nachmittag einnehmen kann.
Shamrock: Eine Kneipe im irischen Stil am Rande der Fußgängerzone. Die Preise sind nicht ganz so niedrig, bleiben aber im Rahmen. Besonders empfehlenswert ist das Shamrock Donnerstag abends, denn dann findet jede Woche ein Pub-Quiz statt, bei dem es eine Flasch Whiskey zu gewinnen gibt.
Gmoa: Die Kneipe der Katholischen Studenten Gemeinde, die sich direkt auf dem Uni-Gelände befindet, ist DER Geheimtipp. Die Preise sind so niedrig wie sonst nirgends, das Ambiente ist freundlich und familiär. Von Zeit zu Zeit finden hier auch Veranstaltungen statt, Theater, Musik oder Tanzabende. Aber Achtung: Der Zutritt ist nur für Universitätsangehörige gestattet. Also nicht erwischen lassen ;-).
- Restaurants:
Als Studentin konnte ich es mir ja nicht leisten, besonders häufig auswärts bzw. nicht nur in der Mensa zu speisen. Einige Empfehlungen habe ich aber doch:
Cantina: Ein mexikanisches Restaurant in der Innstadt, das zwar nicht ganz billig ist, jedoch mit riesigen Portionen aufwartet. Sehr zu empfehlen sind auch die Cocktails, die man sich natürlich in der Happy Hour zu Gemüte führen sollte!
Rhodos: Ein typisch griechisches Restaurant an der Fritz-Schäffer-Promenade, also direkt an der Donau. Das Essen ist gut und erschwinglich. Das Besondere an diesem Restaurant ist der Inhaber, der uns einst - trotz Krankheit und Antibiotikum-Konsums - bis zwei Uhr morgens ertragen und mit Uozo-Runden bei Laune gehalten hat!
Indisches Restaurant am Römerplatz (schlagt mich, aber ich habe den Namen vergessen!): Etwas gehobene Preisklasse, aber außergewöhnlich gutes Essen. Unbedingt reservieren!
- Discos:
Ich bin kein großer Disco-Fan, deshalb kann ich euch an dieser Stelle eigentlich nur die "Kamera" empfehlen. Richtig schön versifft kommt hier jeder auf seine Kosten. Ich empfehle euch den Freitag, da an diesem Tag Rockabend ist. Der Eintritt kostet sechs Mark (mit Getränke-Bon). Besonders praktisch für den Hunger zwischen den Tanzeinlagen: Gleich nebenan befindet sich ein McDonald´s.
- "Kultur":
Passau verfügt außerdem über ein Theater (das ich nur einmal besucht habe *schäm *) und die berühmte Nibelungenhalle. Leider ist das die einzige größere Konzerthalle der Stadt und sie ist ein echter Schandfleck. Errichtet wurde sie in den 30er Jahren. Sie besticht durch ein besonders unattraktives Äußeres und eine geschmacklose Innenausstattung. Außerdem ist die Akustik dermaßen mies, dass einem das schönste Konzert madig gemacht wird. Seit Jahren ist übrigens der Abriss und die Neugestaltung des ganzen Platzes geplant, aber ob das jemals realisiert wird... Keine Ahnung. Außerdem: Wo sollte die CSU dann ihren politischen Aschermittwoch abhalten?
Auch das Leben in Passau kommt im Vergleich zu anderen Universitätsstädten sehr günstig. Ich wohnte zusammen mit einer Freundin in einer 45 Quadratmeterwohnung (war manchmal schon etwas eng, aber wir haben uns schon zusammen gerauft, gell Franziska?) mit großem Balkon, Kellerabteil und in einer sehr zentralen Lage (fünf Minuten zu Fuß zur Uni, bzw. zum Bahnhof), für die wir warm 600DM bezahlten. Auch Lebensmittel sind sehr günstig zu erstehen, kein Vergleich zu München. Für einen Studenten also ideal.
Einige Einkaufstipps:
In der Fußgängerzone gibt es eine Vielzahl von größeren Klamotten-Geschäften (K&L) und kleinen Boutiquen in verschiedenen Preisklassen.
In der Bahnhofsstraße befinden sich ebenfalls viele Anlaufstellen für Kleidungssuchende, im Donau-Einkaufs-Zentrum (direkt gegenüber vom Bahnhof) findet man auch Elektro-Artikel, Bücher usw..
Am Exerzierplatz kann man nicht nur die erwähnte Nibelungenhalle bewundern, sondern auch in die Nibelungenpassage steuern, wo ebenfalls alles von Geschenkartikeln über Lebensmittel bis hin zu CDs verkauft wird.
Und so weiter und so fort... Wenn ihr noch Fragen habt: Feel free to ask! ;o)
Aber Passau hat natürlich noch mehr zu bieten: Allen voran die drei Flüsse, die der Stadt ja auch den Beinamen (“Dreiflüssestadt”) geben. Inn und Ilz (wohl eher ein Bach denn ein Fluss) fließen hier in die Donau. Die Mündungsstelle bietet mit den Hügeln am Horizont einen wunderschönen Anblick, der einem auch beim 100. Spaziergang nicht langweilig wird. Wenn es nicht gerade furchtbar nebelig ist oder Inn und Donau Hochwasser führen, so dass die Promenaden gesperrt sind. Das passiert aber meist nur einmal im Jahr und ist wiederum ein interessantes Schauspiel.
Für eine laue Sommernacht empfehle ich jedem Touristen oder Neustudenten einen Spaziergang an der Innpromenade. Leider ist es mir immer verwehrt geblieben, einen richtig schönen Sonnenaufgang zu beobachten, da mir dafür letztendlich immer die Geduld gefehlt hat. Schließlich dauert es schon ein wenig, bis sich die Sonne ihren Weg über die Hügel erkämpft hat.
Achja, die Hügel sind übrigens die Ausläufer des Bayerischen Waldes, an dessen Rand Passau liegt. Und das wäre schon der nächste Punkt: Man muss sich nicht weit aus der Stadt heraus begeben, um in die schönsten Gegenden zu geraten. Und in eine Richtung gehts sogar ins Ausland: Schwupps, schon ist man in Österreich ohne es richtig gemerkt zu haben.
Fazit: Wenn ihr auf Großstadtflair und immerwährende Hektik steht, dann ist dieses Juwel sicher nicht das Richtige für euch. Wenn ihr es gerne etwas beschaulich habt, es trotzdem aber gerne einmal krachen lasst, dann solltet ihr Passau zumindest einmal einen Besuch abstatten. Und dann geht es euch vielleicht wie mir und ihr wollt gaaaar nicht mehr weg. Mittlerweile habe ich mein Studium seit drei Jahren beendet, aber ich bin hier noch immer Dauergast (Gott sei Dank wohne ich nur um die 60km entfernt von meiner zweiten Heimat). Und so lange ich eine Menge Leute in Passau kenne und diese mir netterweise immer Unterschlupf gewähren, wird sich daran so schnell sicher nichts ändern.
Mittlerweile hat es mich berufsbedingt nach München verschlagen und ich vermisse Passau mehr denn je. Leider kann ich auch nicht mehr so oft dorthin auf Besuch kommen, denn 200km Entfernung sind kein Pappenstil. Aber so oft es geht, packe ich meinen Rucksack und nehme meinen Twingo unter den Arm... und ab geht´s...
33 Bewertungen, 2 Kommentare
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05.06.2002, 14:52 Uhr von Finron
Bewertung: sehr hilfreichPassau is ned schlecht, aber Regensburg find ich noch besser
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19.04.2002, 18:36 Uhr von woman
Bewertung: sehr hilfreichIch war bereits einige Male mit dem Fahrrad in Passau. Von dort kann man wunderschöne Radtouren starten. Liebe Grüße, Vera




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