Erfahrungsbericht von angelika46
Nur der Wille zählt
Pro:
man lebt länger und gesünder
Kontra:
Lungenkrebs, sonstige gesundheitlich Schäden
Empfehlung:
Nein
Langzeiterfahrung zur Rauchentwöhnung
Als ich noch jung war, gewöhnte ich mir, wie fast alle Jugendlichen in meinem Bekanntenkreis aus Prestigegründen das Rauchen an. Zuerst wurde nur gequalmt, wenn wir ausgingen, bald schon aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
Mit 16 begann ich dann eine Lehre. Am Arbeitsplatz befanden sich viele Raucher und immer wieder lagen die Zigaretten einfach so rum. Als griff man immer öfter und immer wieder zum Glimmstengel. Richtig schlimm wurde meine Sucht dann so mit ca. 18 Jahren, als ich eine neue Arbeitsstelle anfing und wieder mit einer Raucherin in einem Zimmer saß.
Auch am Abend wurde eine nach der anderen hineingezogen. Insgsamt kam ich dann am Schluß, ca. mit 24 Jahren immerhin auf 2 Schachteln am Tag.
Genaugenommen, ich weiß es noch ganz genau, schmeckte mir die eine oder andere Zigarette eigentlich gar nicht besonders. Aufgrund der mir natürlich bekannten gesundheitlichen Risiken schlich sich auch immer öfter ein etwas schlechtes Gewissen mir und meiner Umgebung gegenüber ein.
So beschloß ich eines Tages plötzlich von einem Tag auf den anderen, ab sofort ist Schluss mit der Qualmerei. Die letzten 2 Zigaretten zog ich noch schnell rein und dann sollte endgültig Schluss sein.
Zuerst entsorgte ich meinen unansehnlichen Aschenbecher in der Arbeit. Es trieb mich hin und her und ich besorgte mir erst mal eine Brotzeit. Aber zur Brotzeit schmeckt ja eigentlich eine Zigarette. Tapfer verzichtete ich trotzdem und kaufte keine neue Schachtel ein.
So verging die erste halbe Stunde. Mindestens 10 x dachte ich daran, jetzt wäre eine Zigarette recht. Mittlerweile läutete das Telefon dauernd und irgendwie abgelenkt, vergaß ich für ein paar Minuten meine Sucht. In der nächsten Stunde wars dann schon besser. Die Gedanken an Rauchen wurden etwas weniger.
Irgendwie brachte ich den ersten Tag erfolgreich hinter mich und siehe da am zweiten und auch die nächsten Tag, trat der Drang und Wunsch nach Zigaretten immer mehr in den Hintergrund. Es kamen Zeiten, wo einem Rauchen nur noch monatlich einmal oder später dann nur noch halbjährlich einmal eingefallen ist.
Diese Gedanken verdrängte ich aber immer sofort wieder und führte mir die Vorteile des Nichtrauchens nur kurz vor Augen.
Ein paar Vorteile will ich hier erwähnen: Erstens spart man eine Menge Geld. Anfangs habe ich das Geld, damals DM 8,-- täglich in eine Sparbüchse getan und bin dann nach einem Jahr damit verreist. Gesundheitlich merkt man nach ca. einem Jahr, wie sich das Nikotin in der Lunge anfängt aufzulösen und man fühlt sich allgemein wirklich wohler. Das Essen schmeckt besser, liegt an den Geschmacksnerven. Man ist nicht mehr so abhängig von Geldstücken, Erreichbarkeit von Zigarettenautomaten u.ä.
Nachträglich nach über 22 Jahren rauchfrei kann ich nur sagen, dass es immer wieder mal eine Phase gab, an der der Drang nach einer Zigarette wachgeworden ist. Sei es nach einem guten Kaffee oder beim Warten an der Kasse etc. Dieser kurze Gedanke daran ist jedoch so flüchtig und selten, dass man ihm nur nicht in dem Moment nachgeben darf. Die Abstände nach dem Wunsch nach einer Zigarette werden so groß, dass es sich wirklich nicht lohnen würde, wegen eines Augenblicks die Vorteile eines Nichtrauchers aufzugeben.
In meinem Bekanntenkreis haben fast alle Leute in meinem Alter mit dieser Sucht wieder aufgehört. Sinn macht es jedoch nur aufzuhören, wenn man wirklich selbst davon überzeugt ist und den eigenen Willen hat damit aufzuhören. Gutes Zureden oder ähnliches hilft da gar nichts. Meiner Meinung nach sind Hilfsmittel, die man in der Apotheke kaufen kann ebenso überflüssig. ES ZÄHLT NUR DER GUTE WILLE.
Leider werde ich zur Zeit mit dem Rauchen wieder mehr konfrontiert, weil meine beiden Kinder zwischen 15 und 17 Jahren auch zum Rauchen angefangen haben.
Jedoch lasse ich sie und mische mich nicht ein, denn auch sie müssen ihre eigenen Erfahrungen damit machen. Einzige Einschränkung bei uns zuhause ist – die Wohnung ist und bleibt rauchfrei.
Für meinen Teil kann ich nach so langer Zeit sagen, dass ich mir diese Sucht nie mehr antun werde. Ich kenne aber Leute, die nach viel längerer Zeit wieder rückfällig geworden sind.
Als ich noch jung war, gewöhnte ich mir, wie fast alle Jugendlichen in meinem Bekanntenkreis aus Prestigegründen das Rauchen an. Zuerst wurde nur gequalmt, wenn wir ausgingen, bald schon aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
Mit 16 begann ich dann eine Lehre. Am Arbeitsplatz befanden sich viele Raucher und immer wieder lagen die Zigaretten einfach so rum. Als griff man immer öfter und immer wieder zum Glimmstengel. Richtig schlimm wurde meine Sucht dann so mit ca. 18 Jahren, als ich eine neue Arbeitsstelle anfing und wieder mit einer Raucherin in einem Zimmer saß.
Auch am Abend wurde eine nach der anderen hineingezogen. Insgsamt kam ich dann am Schluß, ca. mit 24 Jahren immerhin auf 2 Schachteln am Tag.
Genaugenommen, ich weiß es noch ganz genau, schmeckte mir die eine oder andere Zigarette eigentlich gar nicht besonders. Aufgrund der mir natürlich bekannten gesundheitlichen Risiken schlich sich auch immer öfter ein etwas schlechtes Gewissen mir und meiner Umgebung gegenüber ein.
So beschloß ich eines Tages plötzlich von einem Tag auf den anderen, ab sofort ist Schluss mit der Qualmerei. Die letzten 2 Zigaretten zog ich noch schnell rein und dann sollte endgültig Schluss sein.
Zuerst entsorgte ich meinen unansehnlichen Aschenbecher in der Arbeit. Es trieb mich hin und her und ich besorgte mir erst mal eine Brotzeit. Aber zur Brotzeit schmeckt ja eigentlich eine Zigarette. Tapfer verzichtete ich trotzdem und kaufte keine neue Schachtel ein.
So verging die erste halbe Stunde. Mindestens 10 x dachte ich daran, jetzt wäre eine Zigarette recht. Mittlerweile läutete das Telefon dauernd und irgendwie abgelenkt, vergaß ich für ein paar Minuten meine Sucht. In der nächsten Stunde wars dann schon besser. Die Gedanken an Rauchen wurden etwas weniger.
Irgendwie brachte ich den ersten Tag erfolgreich hinter mich und siehe da am zweiten und auch die nächsten Tag, trat der Drang und Wunsch nach Zigaretten immer mehr in den Hintergrund. Es kamen Zeiten, wo einem Rauchen nur noch monatlich einmal oder später dann nur noch halbjährlich einmal eingefallen ist.
Diese Gedanken verdrängte ich aber immer sofort wieder und führte mir die Vorteile des Nichtrauchens nur kurz vor Augen.
Ein paar Vorteile will ich hier erwähnen: Erstens spart man eine Menge Geld. Anfangs habe ich das Geld, damals DM 8,-- täglich in eine Sparbüchse getan und bin dann nach einem Jahr damit verreist. Gesundheitlich merkt man nach ca. einem Jahr, wie sich das Nikotin in der Lunge anfängt aufzulösen und man fühlt sich allgemein wirklich wohler. Das Essen schmeckt besser, liegt an den Geschmacksnerven. Man ist nicht mehr so abhängig von Geldstücken, Erreichbarkeit von Zigarettenautomaten u.ä.
Nachträglich nach über 22 Jahren rauchfrei kann ich nur sagen, dass es immer wieder mal eine Phase gab, an der der Drang nach einer Zigarette wachgeworden ist. Sei es nach einem guten Kaffee oder beim Warten an der Kasse etc. Dieser kurze Gedanke daran ist jedoch so flüchtig und selten, dass man ihm nur nicht in dem Moment nachgeben darf. Die Abstände nach dem Wunsch nach einer Zigarette werden so groß, dass es sich wirklich nicht lohnen würde, wegen eines Augenblicks die Vorteile eines Nichtrauchers aufzugeben.
In meinem Bekanntenkreis haben fast alle Leute in meinem Alter mit dieser Sucht wieder aufgehört. Sinn macht es jedoch nur aufzuhören, wenn man wirklich selbst davon überzeugt ist und den eigenen Willen hat damit aufzuhören. Gutes Zureden oder ähnliches hilft da gar nichts. Meiner Meinung nach sind Hilfsmittel, die man in der Apotheke kaufen kann ebenso überflüssig. ES ZÄHLT NUR DER GUTE WILLE.
Leider werde ich zur Zeit mit dem Rauchen wieder mehr konfrontiert, weil meine beiden Kinder zwischen 15 und 17 Jahren auch zum Rauchen angefangen haben.
Jedoch lasse ich sie und mische mich nicht ein, denn auch sie müssen ihre eigenen Erfahrungen damit machen. Einzige Einschränkung bei uns zuhause ist – die Wohnung ist und bleibt rauchfrei.
Für meinen Teil kann ich nach so langer Zeit sagen, dass ich mir diese Sucht nie mehr antun werde. Ich kenne aber Leute, die nach viel längerer Zeit wieder rückfällig geworden sind.



Bewerten / Kommentar schreiben