Über Themen mit S Testbericht

ab 18,56
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von ak2002rk

Solosaison

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich muss kurz zum Anfang sagen, das dies eine Neufassung meiner Geschichte \"Momente\" ist. Auch diese hier, ist nur zur Probe im Netz und noch nicht fertig geschrieben.
Viel Spass beim Lesen!!!
Eure Anika


1. Kapitel


„ For a long time I was in Love. Not only in Love, I was obsessed…”
Mist, dieses wirklich dumme Lied geht mir schon seit Tagen nicht aus dem Kopf.
Seitdem ich es mir bestimmt tausendmal anhören musste, trällere ich es ständig doof vor mir herum.
„ With a friendship that no one else could touch. It didn´t work out, I´m covered in shells.”
Ihr könnt euch jetzt nicht vorstellen in was für einer dummen Situation ich mich gerade befinde. Ich sitze blöd in meinem Klassenraum rum, und sollte eigentlich das möglichst beste dafür tun, in dieser gottverdammten Englisch – Arbeit gut abzuschneiden. Stattdessen trällere ich dumm rum.

„So Kinder´s! Werdet dann mal langsam fertig. Ihr hattet lang genug Zeit.“
Scheiße, das war´s dann wohl. Habe es gerade noch geschafft, meinen Namen drauf zu schreiben. Aber egal, ne! Englisch ist sowieso hirnrissig!!!
„So legt dann mal bitte die Stifte weg. Birgit würdest du bitte die Arbeitsblätter einsammeln. Das wäre äußerst nett.“
„Aber natürlich, Frau Ruddat.“ So ´ne dumme Kuh. Der läuft der Schleim ja schon aus´m Pupsloch. Das gibt´s doch nicht. Das ist ja zum kotzen. Und die hat nur Einsen auf´m Zeugnis. Ist das normal. Klar jetzt könnte man wieder stundenlang diskutieren, was man unter NORMAL versteht. Aber das lassen wir jetzt lieber.
„Danke Birgit! So, ihr könnt dann verschwinden. Und macht ja die Hausaufgaben zu morgen, sonst gibt´s was hinter die Löffel!“
Also, die Ruddat hat schon irgendwie ´nen riesen Knall.

„Jessica und Luca, würdet ihr bitte kurz noch mal vor kommen,“ schaut mich Frau Ruddat fragend an und ich schaue fragend zu Jessica.
Was will sie denn jetzt. Die soll mir ja nicht auf die Nerven gehen, sonst flipp ich um die Ecke.
Ich bin übrigens Luca. Luca – Alexandra Fernandez. Mein allerliebster Vater ist Spanier.
Ja und Jessica ist die Neue. Sie ist seit ungefähr 3 Wochen bei uns in der Klasse. Wirklich viel hatte ich noch nicht mit ihr zu tun. Doch die Anderen meinen sie ist ´ne ganz Nette.
Ich bin mal äußerst gespannt darauf, was Frau Ruddat jetzt will.
„Danke, das ihr euch kurz Zeit nehmt...“ meint sie mit einem ekligen Grinsen.
„Für sie doch immer Frau Ruddat...“ meine ich ohne Grinsen.
„Jaaaa Luca. Ich wollte euch bitten heute Abend zu einem Gespräch in die Schule zu kommen. Mit euren Eltern.“
„Tja, meine Mutter hat erst 22.00 Uhr Feierabend,“ diesmal mit Grinsen.
„Und dein Vater?“
„Lebt in Spanien. Naja, ich könnte ihn ja anrufen und fragen ob er herkommt, aber dafür wäre mir die Telefonrechnung dann zu teuer!“
„Na dann kommst du halt allein. Jessica was ist mit deinen Eltern. Können die kommen?“ Während sie das sagt, guckt sie mich ganz böse an. Ach, Frau Ruddat, ich mag sie auch!
„Jessica!“ schreit sie wie von einer Biene gestochen los! Jessica ist wohl sehr desinteressiert.
„Was denn?“ freundlich ist sie auch.
„Nicht was denn! Wie bitte! Können deine Eltern heute Abend kommen?“ Frau Ruddat ist wohl leicht gereizt.
Jessica reißt derweil die Augen auf, starrt mich an, starrt Frau Ruddat an, Tränen schießen ihr in die Augen. Sie steht auf, nimmt ihre Tasche und rennt zur Tür.
„Jessica! Was ist denn los?“ schreien Frau Ruddat und ich gleichzeitig los. Jessica macht die Tür auf, dreht sich um und meint mit einer sehr weinerlichen Stimme: „Meine Eltern sind tot!“
Sie geht raus und knallt die Tür zu.

Sonst hab ich immer die passenden Worte auf Lager, aber jetzt muss ich erst mal schlucken.
Im Raum ist es totenstill. Man könnte sogar mit viel Fantasie die Spinnen hinterm Schrank grabbeln hören.
Frau Ruddat setzt sich hin, stützt ihren Kopf ab und sagt ständig scheiße.
„Ach Frau Ruddat. Das konnten sie doch nicht wissen,“ sage ich um sie ein wenig aufzumuntern.
„Doch, als Lehrerin muss man über so was bescheid wissen. Aber nein... Ich natürlich wieder nicht. Verdammte scheiße!“
„Jetzt hören sie doch mal auf. Sie sind nicht ihre Vertrauensperson oder irgend so was. Sie hat nur einmal im Mädchenumkleideraum darüber geredet, sonst nie...“ Die Frau lässt mich noch nicht mal aussprechen. Da will ich sie schon aufmuntern und dann das.
„Ich muss ihr hinterher und mich entschuldigen. So könnte ich ihr doch nie wieder unter die Augen treten.“ Aua, das wäre jetzt genau das Falsche. „Nein Frau Ruddat. Ich glaube im Moment wäre das nicht so optimal. Machen sie das heute Abend. Ich geh zu ihr. Die beruhigt sich schon wieder. Wann sollen wir heute Abend da sein?“
„19.00 Uhr im Raum 213.“ Ich drehe mich um und will gehen. Frau Ruddat hält mich fest und sagt Danke. Ach, das ist doch selbstverständlich.
Jetzt nach so einer doch etwas peinlichen Situation sieht die Lehrer doch wieder mit ganz anderen Augen. Sie sind halt auch nur Menschen, aus Fleisch und Blut und mit Gefühlen.

„Mensch Luca Maus, da bist du ja! Ich hab dich schon überall gesucht. Los komm, lass uns eine Rauchen gehen!“ Ich beachte Sina nicht wirklich. Ich starre hinaus und suche auf diesen verdammt großen Schulhof Jessica.
„Luca! Erde an Luca... SOS... Hilfe… Wir haben ein Problem!” Die labert ein Scheiß.
„Na sag mal, hörst du mir überhaupt zu?“ „Nö!“ meine ich mit Grinsen.
Sina rauscht beleidigt ab. Ich könnt ja jetzt hinterher und ihr die äußerst komplizierte Situation erklären, aber dafür habe ich jetzt keinen Nerv. Sina kriegt sich schon wieder ein. Ich muss jetzt dafür sorgen, das ich heute Abend nicht mit der Ruddat da alleine rum sitze und sie mich dann vielleicht vergewaltigt.
Habt ihr eigentlich schon mal darüber nachgedacht, wie viele Bäume oder überhaupt Pflanzen auf euren Schulhof, vor eurem Wohnsitz oder vor eurem Arbeitsplatz stehen?! Ich nicht. Aber es sind ganz schön viele.

„Hallo. Habt ihr Jessica gesehen?“ Ich bin bei den Spinnern aus meiner Klasse angekommen. Die müssten eigentlich wissen, wo Jessica ist. Die haben nämlich nichts besseres zu tun, als auf´m Schulhof rumzustehen und Leute zu beobachten. Man beobachtet in der Stadt oder in der Kaufhalle Menschen, aber nicht auf´m Schulhof. Da Beschäftigt man sich mit den wichtigen Dingen im Leben!
Die schauen mich an, als hätte ich einen riesigen, knallroten, vereiterten Pickel auf der Nase. Hab ich aber nicht, also was soll das. Ich weiß, ich war nicht immer die Netteste, aber dafür kann ich auch nichts. Das ist mein spanisches Temperament. Ende.
Oh, mein Gott. Birgit öffnet ganz langsam ihren Mund und will wahrhaftig mit mir reden. Was´n los!

„Jessica steht dort drüben.“ Sie zeigt mit ihren vergilbten und krummen Finger in Richtung Raucherinsel. „Danke!“ Wenn man sie braucht, die Deppen, dann sind sie für einen da.
Wirklich, Jessica steht keine 100 Meter von mir entfernt und raucht genüsslich eine Zigarette.
In dem Moment wo Jessica auch mich sieht, dreht sie sich um und will verschwinden. Aber nicht mit mir. Ich renne hinterher und schreie: „Jessica Reinhardt. Jetzt bleib gefälligst stehen.“
Und mir ist es jetzt auch scheißegal, das sie mich alle anstarren und denken, wie doof ist die eigentlich. Na und, dann bin ich halt doof. Mir doch egal.
Und sie bleibt tatsächlich stehen. Und sie starrt mich an, als wäre ich ein leckeres Stück Schokolade, was sie vorhat gleich zu essen. Entschuldigung, ich bin nicht die Böse, ich will nur vermitteln.

„Was denn?“ Ach, die Jessica ist die Freundlichkeit in Person.
„Frau Ruddat konnte es nicht wissen. Du hast nur einmal im Umkleideraum darüber gesprochen.“
„Und?“ Freundlicher geht´s schon gar nicht mehr!
„Sei nicht so hart zu ihr. Überleg einfach mal dir würde so was passieren. Sie meinte es doch nicht böse und mit Absicht hat sie es schon gar nicht gemacht.“ Ich bin gut, so gut.
„Ja, es war aber trotzdem eine blöde Situation. Ich bin halt noch ein bisschen empfindlich. Aber na ja, egal! Danke!“ Ich bin ein guter Mensch.
„Genau, nimm es ihr nicht übel. Ihr könnt ja heute Abend noch einmal kurz darüber reden. Ich hoffe du kommst trotzdem. Ich komme ja auch alleine! 19.00 Uhr im Raum 213. Okay?“
„Ja wohl. Bis dann...“ Sie dreht sich um und geht. Sie ist wirklich eine ganz nette und sie hat atemberaubende Augen.
Ich steck mir eine Kippe an und gehe Richtung Heimat.


2. Kapitel

„Ja ich liebe dich auch mein Schatz. Ich komm dich dann so gegen 20.00 Uhr mal besuchen. Bis dann...“ Ich lege den Hörer auf und suche nebenbei in unserem Kühlschrank nach Essen. Aber wie immer, nichts da.
Ich wohne mit meiner Mum in einer völlig genialen Wohnung mitten in der Stadt. Seitdem mein Vater fremdgegangen ist, ist meine Mum ein komplett neuer Mensch: Sie ist selbstbewusster, attraktiver, erfolgreicher, sie ist wie eine beste Freundin.
Ich darf tun und lassen was ich will, ich soll ihr bloß immer alles erzählen, auch wenn ich in Schwierigkeiten stecke, sie würde mir dann schon nicht den Kopf abreißen.
Sie hat ihre eigene Firma und ist dadurch viel unterwegs. So können wir uns auch nicht gegenseitig auf die Nerven gehen.
So, da es schon 18.50 Uhr ist, werde ich mich jetzt langsam mal auf die Socken machen.
Schreib noch der schnell der Mama ´nen Zettel.
„Hey Mama. Hoffe du hattest einen angenehmen Tag. Meine Englisch Lehrerin will mich in der Schule sprechen. Gehe danach noch zu meinem Schatz. Komme so gegen 22.00 Uhr nach Hause. Hab dich lieb. Luca.“


Schon irgendwie komisch, vor einer komplett leeren Schule zu stehen. Naja, irgendwie gruselig.
Ich bin zu spät. Aber das ist nicht wirklich was Neues. Ich glaub, ich war in meinem ganzen Leben noch nie pünktlich. Das liegt sicherlich daran das ich erst 10 Tage nach meinem eigentlichen Geburtstermin auf die Welt gekommen bin und dafür auch noch ganze 19 Stunden gebraucht habe. Meine Mutter hat es schon nicht leicht mit mir. Aber na ja, im Moment ist das glaube ich nicht so wichtig.

Frau Ruddat und Jessica scheinen sich schon ausgesprochen haben. Na da hat die Luca wieder eine gute Tat vollbracht. Die beiden sitzen da und erzählen sich Witze. Scheiße. Und ich bin erheblich zu spät.
„Luca setzt dich doch. Dann sind wir jetzt vollständig und können anfangen.“
„Nein Frau Ruddat, dort hinten in der letzten Reihe, da fehlt doch noch wer!“ Jessica und Frau Ruddat brechen in großen Gelächter aus. Scheiße. Die haben bestimmt gesoffen. Was war bitte daran jetzt so lustig. Naja.
„Puh, okay, Schluss mit lustig. Ernst komm her... Okay, also kommen wir gleich mal zur Sache.
Ich wollte euch heute Abend hier haben, weil mir zu Hause immer langweilig ist und ich nicht weiß was ich machen soll!“ Und schon wieder heulen die Beiden vor lachen. Ich würde ja sehr sehr gerne mitlachen, aber ich will jetzt endlich wissen, was sie will.
„Ehm, ich will ja nicht stören, aber jetzt sagen sie doch endlich, was sie wollen!“ meine ich extrem ungeduldig.

„Sag mal Luca hörst du denn nicht zu, sie hat es doch gerade eben gesagt...“ sagt Jessica und liegt Sekunden später wieder vor Lachen auf´m Boden.
Wie gesagt, ich würde sehr gerne mitlachen, aber ich kann nicht ...
„Nee, Jessica ist gut nun!“ Juhu sie lachen nicht mehr. Ernst ist zurück.
„Also, es geht um einen dreimonatigen Schüleraustausch. Ihr wisst doch, das letztes Jahr 2 Schüler und ein Lehrer aus Sizilien hier waren. Und die beiden deutschen Schüler die jetzt eigentlich drei Monate nach Sizilien sollten, sind abgesprungen. Die haben keinen Bock mehr. Deshalb wollte ich euch fragen, ob ihr das machen würdet!“
Man, ich hatte mir ja schon so was gedacht. Das ist ja irre. Drei fantastische Monate mit diesen Spinnern in Sizilien. Das wird definitiv eine geile Zeit. Da gibt es gar nix zu überlegen.
„Ehm, wie läuften das dann da ab. Müssen wir dann bei den beiden Menschen dort pennen?“
„Müsstet ihr eigentlich. Aber da ihr sie nicht kennt, können wir drei solange bei meinem Bruder wohnen. Die Schule hat nix dagegen. Ich hoffe ihr auch nicht!?“
„Das ist absolut hammergeil. Also, ich komme auf jeden Fall mit... Wie teuer wird denn das ungefähr?“ meine ich mit einer Begeisterung in der Fresse, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

„Ihr müsstet noch 300 Euro zahlen, den Rest zahlt die Schule und der Staat. Aber, es gibt da noch ein super kleines Problem!“
„Und das wäre...“ meint Jessica.
„Die ganze Aktion geht schon übermorgen los.“
Peng. Mitten ins Gesicht. Das ist natürlich nicht all zu schön. Aber das kann mich nicht daran hindern, drei Monate in Sizilien Urlaub zu machen. Und das für nur 300 Euro.
„Okay, ich habe euch jetzt schon lang genug aufgehalten. Hier ich gebe euch diese Zettel mit. Da steht alles wichtige drauf. Wenn ihr mit wollt, dann bringt mir morgen die Zettel mit der Unterschrift eurer Erziehungsberechtigten und die 300 Euro mit. Ich glaub so ´ne Chance kriegt ihr nicht noch mal, also überlegt es euch gut. Okay, ich muss dann. Bis morgen dann!“
Was für eine Frau, was für ein Abgang. Jetzt geht die einfach.
Sekunden später schreien Jessica und ich gleichzeitig los. Ihr könnt euch das vorstellen, wie bei Notting Hill, wo Julia Roberts und Hugh Grant das Haus verlassen und die Anderen im Haus alle losschreien. Ja, genau so!
„Wir fahren nach Sizilien. Palermo wir kommen! Juhu!“ Unsere Begeisterung nimmt gar kein Ende mehr.
„Jessica ich geh dann mal. Bis morgen, ´ne!“ Jetzt ist Jessica ganz alleine! Und? Mein Problem? Nein!



3. Kapitel

Auf dem Weg zu meinem Schatz sind mir einige Zweifel gekommen. Vielleicht erlaubt es ja meine Mutter nicht, und außerdem werde ich meinen Schatz 3 Monate nicht sehen. Und ich muss drei Monate mit den zwei verrückten Nudeln verbringen. Aber ich glaube das kann mich nicht hindern. Aber wenn wir uns wirklich lieben, dann hält unsere Liebe auch 3 Monate aus.
Wir sind jetzt schließlich schon über ein Jahr zusammen und das ist eine extrem lange Zeit, für unser Alter.
Sina wird das schon verstehen. Sie würde sicher gerne selber mitkommen, aber sie ist ja leider schon in der 12, das heißt bald ABI und da hat sie keine Zeit nach Sizilien zu fahren.
Ich hoffe ich habe euch jetzt nicht verwirrt. Ja, ich bin mit Sina zusammen und ja, Sina ist weiblich, und ja, ich bin auch weiblich, und ja, wir sind somit lesbisch. Ich hoffe das ist jetzt kein Problem für euch. Aber, man kann sich halt nicht aussuchen, in wenn man sich verliebt.
Und ich habe mich nun mal in Sina verliebt.

Vor fast 2 Jahren war in mit ein paar Freunden in einem Café. Und da habe ich meinen Schatz zum ersten Mal gesehen. Sie hat damals dort gearbeitet und ich habe mich sofort in sie verliebt. Ihre schönen schwarzen lockigen Haare, ihre sinnlichen Lippen, ihr perfekter Körper, ihre weichen Hände, ihre engelhafte Stimme, einfach alles war Grund dafür mich in sie zu verlieben.
Vor Sina hatte ich noch nie was mit Frauen, aber es ist so wunderbar.
Sina war schon immer lesbisch. Sie kennt das nicht anders. Sie ist mit zwei Müttern aufgewachsen.
Nachdem ich dann fast täglich in dieses Café ging und Sina mich dann endlich auch mal mitbekam, tauschten wir Handynummern, trafen uns, gingen zusammen weg, wurden die besten Freundinnen.
Aus Spaß wollte Sina mich küssen. Von ihrer lesbischen Seite wusste ich bis dahin noch nichts.
Und dieser Kuss haute mich um. So was tolles hatte ich bis dahin noch nicht erlebt und so küssten wir weiter und weiter und wurden ein unzertrennliches Paar.
So viel zu Sina. Sie ist mein Engel, für immer und ewig und ich werde sie auch vermissen, aber
na ja.

„Sag mal Luca! Willst du nicht hochkommen. Du stehst jetzt schon eine viertel Stunde dort unten und regst dich nicht. Alles okay?“ schreit Luca von ihrem Balkon herunter. Scheiße, hat die mich erschreckt.
„Haha! Mach die Tür auf, dann komme ich auch rein...“ Dumme Kuh J
Sina macht die Tür auf, und will mir einen Begrüßungskuss geben, aber ich gehe stur an ihr vorbei, hoch in ihr Zimmer und schmeiß mich aufs Bett. Am besten ich sag´s ihr gleich. Dann ist zwar der Abend versaut, aber ich denke ja sowieso nur daran.
„Also Luca, übertreib mal nicht. Was ist denn heute verdammt noch mal mit dir los? Du warst schon in der Schule so komisch!“ Ja, ich sag´s ihr lieber gleich. Nicht das sie noch böser wird. Ich kann Sina nicht ausstehen, wenn sie böse ist. Da guckt sie immer so komisch.
Ich gebe ihr erst mal einen Kuss, damit sie sich ein wenig beruhigt, aber wirklich ruhiger ist sie danach nicht.
„Also Luca. Jetzt sprich endlich mit mir. Oder schreib es auf. Ich will wissen, was los ist. Als deine fast Ehefrau hab ich das Recht dazu...“ Wir müssen beide loslachen.
„Okay, heute in der Schule, habe ich nur jemanden gesucht... Nicht all zu wichtig.
Ja, Frau Ruddat wollte uns vorhin in der Schule sprechen!“
„Wenn?“ fragt sie äußerst neugierig.
„Na mich und Jessica, eine aus meiner Klasse.“
„Und was wollte Ruddat?“ sie kann schon ganz schön nerven. Wieso lässt sie mich nicht einfach mal aussprechen.

„Also, letztes Jahr waren doch so Typen aus Sizilien hier, und die die dieses Jahr hinfahren sollten, sind abgesprungen. Ruddat hat Jessica und mich gefragt ob wir da hin wollen!“
„Ja und, wieso machst du da so ein Dilemma draus?“
Ich schlucke kurz und schaue ihr in die Augen: „Naja, ich wäre dann 3 Monate in Sizilien und ...
na ja ... es geht schon übermorgen los!“
Sina fällt jetzt auch nichts mehr ein. Sie geht auf den Balkon und zündet sich ´ne Kippe an.
Dann guckt sie ins Zimmer rein, und fragt ob ich mit will. Ich zucke dumm mit den Schultern.
Sie macht die Balkontür zu.
„Ach Sina. Drei Monate gehen doch schnell rum.“ Während ich das sage, setzte ich mich auf ihren Schoß und klammere mich an sie.
„Drei Monate sind circa 90 Tage. Das heißt 90 Tage ohne einen einzigen Kuss von dir.“
„Ich schicke dir jede Nacht einen Kuss zu dir.“ Sie lacht kurz und umarmt mich dann auch.
Puh, sie kann mich also doch noch leiden.

„Okay Luca, das ist deine Entscheidung, aber ich hoffe du weißt, das ich dich dann sehr vermissen werde. Und das ich jede Sekunde an dich denken werde. Und ich weiß, das es keine leichte Zeit wird. Aber wir werden sie schaffen, wir wollen schließlich mal heiraten J
Ich liebe dich Luca und wenn du gehen willst, dann lass dich nicht von mir aufhalten. Und vergiss mich nicht.“ Wir umarmen und küssen uns.
Ich streiche ihr einige Strähnen aus ihrem samtweichen Gesicht und wische die Tränen weg, die ihr aus den Augen kullern: „Du Depp, wie soll ich dich bitte vergessen.“
Sina ist so ein wunderbarer Mensch.
„Danke, danke für alles!“
Wir sitzen noch lange auf den Balkon, genießen eine Zigarette nach der anderen und kuscheln.
Auf dem Heimweg bemerke ich erst einmal was ich für ein Glück habe. Ein wundervolle Freundin, ein tolle Familie, liebe Freunde, fast alles ist perfekt!!!


4. Kapitel

Meine Mutter hat nix gegen meinen Trip. Sie ist zwar auch traurig das sie mich nicht sieht, aber sie glaubt sie würde es verkraften. Sie hat den Zettel schon unterschrieben. Ich habe ihr alles groß und breit erklärt, sie hat noch mal mit Ruddat gesprochen. Alles ist gut.
Auch bei Jessica ist alles klar. Es kann also losgehen.

Heute ist Abflugtag. Meine Koffer habe ich schon alle gepackt. Um 19.00 Uhr werde ich abgeholt und um 21.00 Uhr geht unser Flug.
Was ich bis dahin noch mache, weiß ich nicht so genau.
Keiner ging an sein dummes Handy, noch nicht mal Sina oder mein bester Freund Lucas. Das sind ein paar Penner. Meine Mutter ist auf Geschäftsreise.
Jetzt sitze ich hier alleine zu Hause rum und döse vor mich rum. Scheiße, ist das langweilig.
Meine Kippen sind alle.
„Hey Mäuschen! Beweg mal deinen süßen Arsch bitte zum See. Wir warten auf dich!“ schreibt Johanna.
Aha, die haben bestimmt ´ne Feier organisiert.

Jep, haben sie. Alle sind da. Alle aus meiner Klasse, selbst die Deppen, aber heute wollen wir mal vergessen, das es Deppen sind. Und auch meine restlichen Freunde.
Sie haben ein bisschen Alk und was zu Essen organisiert. Jesse und Frau Ruddat sind auch da.
Sina und ich ziehen uns ein wenig zurück, verbringen noch ein wenig Zeit miteinander, kuscheln, küssen und reden und sagen uns bestimmt tausendmal, das wir es schaffen und wie sehr wir uns doch lieben!!!


Fortsetzung folgt, ganz bestimmt!!!