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Erfahrungsbericht von blokk

Spamcop.com

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Einen wirksamen Schutz vor ungewollten E-Mails wird es wohl in absehbarer Zukunft nicht geben. Ihr könnt aber viel dafür tun, daß sich Spams nicht ungehindert ausbreiten können.

Jede Mail muß über mindestens einen Mail-Server laufen, um irgendwo anzukommen und kaum ein Anbieter der Mail-Server ist daran interessiert, daß über seine Adresse Spams geleitet werden. Aus diesem Grund haben die Anbieter Beschwerdeadressen, an die die unerwünschte und oftmals penetrante Mail gemeldet werden kann.

Doch wer kennt schon die Adressen der Server, und was noch ärgerlicher ist, die einzelnen Server, über die der Spam gelaufen ist? Die größer werdende Gemeinde der fiesen Abzocker, die mit harmlos aussehenden Mails an unser sauer verdientes Geld wollen, bedient sich mittlerweile Servern aus aller Welt, um ihren wahren Ursprung zu verschleiern.

Der Zweck ist immer der gleiche: Wir sollen auf einen harmlos aussehenden Link klicken, um die Frau oder den Mann unserer Träume zu treffen, der sehnlichst darauf wartet, uns kennen zu lernen; oder man hat ganz speziell für uns eine Goldgrube aufgetan, die nur darauf wartet, von uns geplündert zu werden.

Nur ein kleiner Klick hier oder da, und wir sind am Ziel unserer Wünsche.

Die Realität sind ein bißchen anders aus. Der Klick führt ausnahmslos zum Download eines Dailers, der sich unbemerkt auf der Festplatte einnistet, die bestehende Verbindung kappt und übergangslos über eine 0190ger Verbindung wieder aufbaut. Eigentlich vom System vorgegebene Warnungen werden ausgeschaltet, so das zumindest für die bestehende Internet- Sitzung Gebühren von bis zu 3 Euro pro Minute anfallen können.

Das böse Erwachen kommt mit der nächsten Telefonrechnung; Beschwerden zwecklos.

Die zwar harmlosere, aber trotzdem lästige Art der Spams werdet ihr auch kennen, wenn ihr euch mal irgendwo auf irgendeiner Website mit eurer Mailadresse geoutet habt. Plötzlich läuft das Postfach über mit Superangeboten aller Art.

Zwar erscheint oft der Hinweis, daß man sich mit einem Klick vom Verteiler abmelden kann; nützen wird das meistens nichts. Die Flut der unerwünschten Werbemails läuft weiter und euer Postfach über.

Diese Nerverei hat ist wohl auch anderen mächtig auf den Wecker gegangen. Ein paar User aus den USA –hin und wieder kommt auch gutes über den Teich- haben die Website www.spamcop.com gegründet mit dem Ziel, unerwünschte Mails an die beteiligten Server zurück zu melden, um so die weitere Verbreitung der Spams zu unterbinden.

Ich benutze diesen Service seit ein paar Monaten und stelle fest, daß die Flut der unerwünschten Mails mächtig nachgelassen hat.

Die Prozedur ist schnell erklärt:
Beim Laden meines Mail- Providers öffne ich auch die Website von spamcop.

Bei einer Mail unbekannten bzw. nur zu gut bekannten Absenders lasse ich mir den erweiterten Header anzeigen. Das ist zumindest bei web.de kein Problem. Der erweiterte Header zeigt an, über welche Mail-Server die Mail gelaufen ist und wie sie generiert wurde.

Bei einem Spam kopiere ich diese Zeilen mit dem Mail- Text in das vorgesehene Feld bei spamcop und klicke auf - Interrogate -. Kurze Zeit später erscheint eine neue Seite, auf der ich gefragt werde, ob ich sicher bin, daß die Mail ein Spam ist. Ich bestätige und der Spam wird automatisch an alle Beschwerdestellen der beteiligten Server gesendet.

Bei Werbemails, die meistens im HTML- Format verschickt werden, reicht auch der Header allein aus. Wie ich gelesen habe, arbeitet man daran, daß auch HTML- Formate komplett gemeldet werden können.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es können beliebig viele Spams gemeldet werden, jedoch darf der Spam nicht älter als drei Tage sein.

Ich benutze den Service in der kostenlosen Grundversion, es gibt aber auch eine etwas erweiterte Version, die gebührenpflichtig ist. Da ich sie nicht benutze, kann ich auch nichts über den Vorteil des erweiterten Services aussagen.

AOL-, Outlook- sowie Outlook Express- User können sich die kostenlose 30- Tage- Versuchsversion herunter laden und sie ausgiebig testen. Den Feedback werde ich gerne lesen.

Warum das alles? Schließlich gibt es nichts dafür außer zusätzlicher Arbeit. Ihr habt sicher alle zumindest schon davon gehört, daß sich einige Schmutzfinger unter uns einen Spaß daraus machen, in der scheinbaren Anonymität des Internets anderen Leuten in die Tasche zu greifen. Einige von euch haben bestimmt schon am eigenen Konto gesehen, daß sie damit Erfolg haben.

Ich persönlich bin gegen solche Dreistigkeiten gefeit. Das Modem habe ich herausgenommen und meine Einwahl ins Netz läuft nur über DSL, das solche Eingriffe ins System ignoriert. Ich merke lediglich, wenn nichts mehr läuft, daß wieder einmal jemand versucht hat, mich abzuzocken.

Ich denke aber, daß es viele User gibt, die zum einen keinen blassen Schimmer haben, was für fiese Methoden angewendet werden, um ahnungslose Menschen zu betrügen und die zum anderen nicht wie ich über 100 Stunden im Netz sind und denen somit ein DSL-Anschluß zu teuer wird.

Deshalb melde ich jeden dämlich dreisten Spam. Schade nur, das ich die Spams nicht jedem einzelnen Sender um die Ohren hauen kann.

11 Bewertungen, 1 Kommentar

  • giselamaria

    01.09.2008, 18:41 Uhr von giselamaria
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-)))) LG Gisela bw habe ich keine mehr, alle schon verbraucht heute ;-)