Erfahrungsbericht von noraya
Silvester in Krakau
Pro:
Unvergesslicher Jahreswechsel mit tollen Leuten !!!
Kontra:
.....ein bißchen zu kalt
Empfehlung:
Nein
Da ich ja dieses Jahr in Krakau studiere, kam irgendwann während des Sommerurlaubs mit meinen Freunden die Idee auf, Silvester gemeinsam hier zu feiern.
Wie das aber oft mit solchen Ideen der Fall ist, werden sie nie in die Realität umgesetzt und verlaufen im Sande.
Das war zum Glück nicht der Fall und man nahm die Planung der Mission \"Krakaureise\" ernsthaft in Angriff.
Da ich ja schon seit Oktober vor Ort bin, habe ich mich um die Zimmerbeschaffung gekümmert und auf Suche nach einem bewachten Parkplatz gemacht. Eigentlich bin ich kein Freund von Vorurteilen aber in diesem Fall war das nicht unser Auto und wir haben uns mit einem bewachten Parkplatz einfach wohler gefühlt.
Das mit den Zimmern war kein Problem, denn mein Wohnheim ist teilweise Hotel und es werden Zimmer mit etwas höherem Standard zu fairen Preisen angeboten. Da das Studentenviertel nicht unerträglich weit vom Stadtzentrum entfernt ist und wir alle noch jung und sportlich sind, war das kein Problem.
Einen Parkplatz gab es auch gleich in der Nähe und mit dem Wächter konnte ich auch einen \"Freundschaftspreis\" aushandeln, da wir das Auto ja mehrere Tage abstellen wollten.
Mein Teil der Planung war damit getan und ich habe mich auf Weihnachten zu Hause gefreut.
Derweil stand in der Heimat endgültig fest wer an der Reise teilnimmt und unser Grüppchen bestand schlussendlich aus 8 Leuten.
Um das Gefährt hatte sich ebenfalls erfolgreich jemand gekümmert und wir hatten für diese Zeit einen 8-Mann-Bus aus der Firma seines Vaters, so dass ausser dem Sprit keine weiteren Kosten auf uns zukamen.
Allerdings sollte man sich vor so einer Fahrt unbedingt um eine grüne Versicherungskarte kümmern und sich über spezielle Vorschriften der einzelnen Versicherungen informieren.
Am 29.12.02 machte sich dann die ganze Gruppe auf die Reise und 710 lustige Kilometer und 5 Tage voller Spaß lagen vor uns.
Die Strecke bis zur Grenze haben wir ohne Probleme und relativ zügig hinter uns gebracht.
Am Grenzübergang hatten wir ebenfalls Glück, denn wir wurden nicht durch Stau aufgehalten.
Allerdings haben wir uns kurz danach jämmerlich verfahren und waren plötzlich wieder auf der Autobahn Richtung Deutschland, auf der es auch keine Abfahrt mehr gab. Wir standen also innerhalb einer Stunde wieder an der Grenze und haben sämtlichen Grenzern mal auf polnisch, mal auf deutsch unsere Lage geschildert. Dann wurden wir jedoch ganz schnell und problemlos durchgeleitet und konnten weiterfahren. Im Nachhinein eigentlich ganz lustig !
Das längere Stück der Strecke liegt auf polnischer Seite und da es dort noch keine durchgängigen Autobahnen gibt und die Straßenverhältnisse nicht immer optimal sind, muss man schon ein Stündchen mehr einplanen. Hinzu kam noch die ungünstige Witterung.
Wichtig ist, dass man daran denkt, dass auf den sogenannten Landstraßen nur 90 km/h erlaubt sind und ab Oktober auch tagsüber das Licht eingeschaltet sein muss.
Unser \"Fahrer\" ist aber die ganze Strecke super durchgefahren und hat uns heil nach Krakau gebracht, wo wir auch relativ schnell das Wohnheim gefunden hatten. (...danke F...)
Die Tage bis Silvester haben wir damit verbracht, Krakau anzuschauen und zu planen ob wir in einem der vielen Clubs Karten für die Silvesternacht bestellen oder nicht. Wir haben uns dann dagegen entschieden, da man es 8 Leuten mit unterschiedlichen Feiervorstellungen und Musikgeschmäckern nie ganz recht machen kann.
Am 31.12. dann, haben wir reichlich eingekauft und am Abend gemütlich gegessen und getrunken und sind gegen 22.00 Uhr in Richtung Stadtzentrum aufgebrochen, da wir die Jahreswende auf dem Marktplatz erleben wollten.
Schon der Hinweg war sehr lustig, da es die letzten Tage unaufhörlich geschneit hatte, es enorm glatt war und der eine oder andere schon nicht mehr ganz alleine unterwegs war. Irgendwie haben es aber alle bis zum Markt geschafft, dieser war noch von Weihnachten durch Lichterketten hell erleuchtet und die Atmosphäre war beeindruckend.
Anscheinend waren alle Einwohner Krakaus versammelt, eine Bühne war aufgebaut und eine bekannte polnische Sängerin ist aufgetreten (Kasia Kowalska).
Wir haben dann vor der berühmten Marienkirche Stellung bezogen und trotz der Menschenmassen noch Bekannte getroffen.
Da mir meine Mitbewohnerin schon diverse Geschichten über diese Nacht erzählt hatte, von umherfliegenden Flaschen und wahllos in die Menge geworfenen Knallern, waren wir ziemlich gespannt auf das was kommt.
Kurz vor 24.00 wurden dann tatsächlich rings um uns die Sektflaschen scharf gemacht.
Mit Glockenschlag wurde dann das neue Jahr begrüßt. Es wurde zwar wirklich mehr Sekt verspritzt als getrunken aber keiner von uns bekam eine Flasche ab und niemand hat irgendwelche Gliedmaßen verloren.
Die Beglückwünschungen für das neue Jahr und die dazugehörigen Umarmungen nahmen einige Zeit in Anspruch, da wir ja ein relativ großes Trüppchen waren.
Ich war auf jeden Fall super-glücklich, dass nix passiert ist und ich mit Menschen feiern konnte, die mir am Herzen lagen. Denn es waren meine besten Freunde aus der Heimat dabei und auch Menschen die mir während der Zeit in Krakau wichtig geworden sind.
Nachdem wir dann noch eine Weile die Stimmung genossen haben, hat uns die Kälte relativ schnell wieder ins Wohnheim getrieben. Und nach einigen Schneeballschlachten und Rutschpartien sind wir dort auch angekommen und haben lustig weitergefeiert.
Glücklicherweise gab es zwischen den Angereisten und den Krakauern keine Verständigungsschwierigkeiten.
Der harte Kern hat dann bis in die Morgenstunden durchgehalten und viel Spaß gehabt.
Am nächsten Tag haben wir bis Mittag geschlafen und den Recht des Tages ruhig ausklingen lassen, da wir für den 02.01. einen kleinen Skiausflug geplant hatten.
Dieser war auch super-schön, da ein Teil sich auf der Piste vergnügt hat und der Rest die Zeit mit Glühwein überbrückt hat. Es gab keine gebrochenen Knochen und auch der Glühwein hat keine bleibenden Schäden verursacht.
Der letzte Abend verlief ganz ruhig, da die Pistenbezwinger ein bißchen fertig waren und am nächsten Tag ja auch die Heimreise nicht zu spät beginnen sollte.
Trotzdem saßen wir noch gemütlich beeinander und schließlich mussten auch noch einige Reste vertilgt werden.
Am Abfahrtsmorgen wurde es dann nach einem ausgiebigen Frühstück doch um 11.00 ehe die Meute aufbrach.
Nach dem obligatorischen Verabschieden waren sie dann ganz schnell weg.
Ein bißchen traurig war es schon, denn mir entging ja nicht nur die lustige Heimfahrt sondern auch das Heimweh hat sich dann ganz schnell wieder eingestellt.
Aber meine Mitbewohnerin hat mich wieder abgelenkt und das restliche Wochenende wurde noch gepflegt gefeiert.
Insgesamt hatte ich eine wirklich schöne Zeit, an die ich mich während des anstehenden Prüfungszeitraumes gerne erinnere und ich danke allen, die daran beteiligt waren.
Vor allem M. - den ich immer im Herzen habe auch wenn ich weit weg bin.
Ich wünsche allen ein tolles Jahr 2003, macht was draus
Wie das aber oft mit solchen Ideen der Fall ist, werden sie nie in die Realität umgesetzt und verlaufen im Sande.
Das war zum Glück nicht der Fall und man nahm die Planung der Mission \"Krakaureise\" ernsthaft in Angriff.
Da ich ja schon seit Oktober vor Ort bin, habe ich mich um die Zimmerbeschaffung gekümmert und auf Suche nach einem bewachten Parkplatz gemacht. Eigentlich bin ich kein Freund von Vorurteilen aber in diesem Fall war das nicht unser Auto und wir haben uns mit einem bewachten Parkplatz einfach wohler gefühlt.
Das mit den Zimmern war kein Problem, denn mein Wohnheim ist teilweise Hotel und es werden Zimmer mit etwas höherem Standard zu fairen Preisen angeboten. Da das Studentenviertel nicht unerträglich weit vom Stadtzentrum entfernt ist und wir alle noch jung und sportlich sind, war das kein Problem.
Einen Parkplatz gab es auch gleich in der Nähe und mit dem Wächter konnte ich auch einen \"Freundschaftspreis\" aushandeln, da wir das Auto ja mehrere Tage abstellen wollten.
Mein Teil der Planung war damit getan und ich habe mich auf Weihnachten zu Hause gefreut.
Derweil stand in der Heimat endgültig fest wer an der Reise teilnimmt und unser Grüppchen bestand schlussendlich aus 8 Leuten.
Um das Gefährt hatte sich ebenfalls erfolgreich jemand gekümmert und wir hatten für diese Zeit einen 8-Mann-Bus aus der Firma seines Vaters, so dass ausser dem Sprit keine weiteren Kosten auf uns zukamen.
Allerdings sollte man sich vor so einer Fahrt unbedingt um eine grüne Versicherungskarte kümmern und sich über spezielle Vorschriften der einzelnen Versicherungen informieren.
Am 29.12.02 machte sich dann die ganze Gruppe auf die Reise und 710 lustige Kilometer und 5 Tage voller Spaß lagen vor uns.
Die Strecke bis zur Grenze haben wir ohne Probleme und relativ zügig hinter uns gebracht.
Am Grenzübergang hatten wir ebenfalls Glück, denn wir wurden nicht durch Stau aufgehalten.
Allerdings haben wir uns kurz danach jämmerlich verfahren und waren plötzlich wieder auf der Autobahn Richtung Deutschland, auf der es auch keine Abfahrt mehr gab. Wir standen also innerhalb einer Stunde wieder an der Grenze und haben sämtlichen Grenzern mal auf polnisch, mal auf deutsch unsere Lage geschildert. Dann wurden wir jedoch ganz schnell und problemlos durchgeleitet und konnten weiterfahren. Im Nachhinein eigentlich ganz lustig !
Das längere Stück der Strecke liegt auf polnischer Seite und da es dort noch keine durchgängigen Autobahnen gibt und die Straßenverhältnisse nicht immer optimal sind, muss man schon ein Stündchen mehr einplanen. Hinzu kam noch die ungünstige Witterung.
Wichtig ist, dass man daran denkt, dass auf den sogenannten Landstraßen nur 90 km/h erlaubt sind und ab Oktober auch tagsüber das Licht eingeschaltet sein muss.
Unser \"Fahrer\" ist aber die ganze Strecke super durchgefahren und hat uns heil nach Krakau gebracht, wo wir auch relativ schnell das Wohnheim gefunden hatten. (...danke F...)
Die Tage bis Silvester haben wir damit verbracht, Krakau anzuschauen und zu planen ob wir in einem der vielen Clubs Karten für die Silvesternacht bestellen oder nicht. Wir haben uns dann dagegen entschieden, da man es 8 Leuten mit unterschiedlichen Feiervorstellungen und Musikgeschmäckern nie ganz recht machen kann.
Am 31.12. dann, haben wir reichlich eingekauft und am Abend gemütlich gegessen und getrunken und sind gegen 22.00 Uhr in Richtung Stadtzentrum aufgebrochen, da wir die Jahreswende auf dem Marktplatz erleben wollten.
Schon der Hinweg war sehr lustig, da es die letzten Tage unaufhörlich geschneit hatte, es enorm glatt war und der eine oder andere schon nicht mehr ganz alleine unterwegs war. Irgendwie haben es aber alle bis zum Markt geschafft, dieser war noch von Weihnachten durch Lichterketten hell erleuchtet und die Atmosphäre war beeindruckend.
Anscheinend waren alle Einwohner Krakaus versammelt, eine Bühne war aufgebaut und eine bekannte polnische Sängerin ist aufgetreten (Kasia Kowalska).
Wir haben dann vor der berühmten Marienkirche Stellung bezogen und trotz der Menschenmassen noch Bekannte getroffen.
Da mir meine Mitbewohnerin schon diverse Geschichten über diese Nacht erzählt hatte, von umherfliegenden Flaschen und wahllos in die Menge geworfenen Knallern, waren wir ziemlich gespannt auf das was kommt.
Kurz vor 24.00 wurden dann tatsächlich rings um uns die Sektflaschen scharf gemacht.
Mit Glockenschlag wurde dann das neue Jahr begrüßt. Es wurde zwar wirklich mehr Sekt verspritzt als getrunken aber keiner von uns bekam eine Flasche ab und niemand hat irgendwelche Gliedmaßen verloren.
Die Beglückwünschungen für das neue Jahr und die dazugehörigen Umarmungen nahmen einige Zeit in Anspruch, da wir ja ein relativ großes Trüppchen waren.
Ich war auf jeden Fall super-glücklich, dass nix passiert ist und ich mit Menschen feiern konnte, die mir am Herzen lagen. Denn es waren meine besten Freunde aus der Heimat dabei und auch Menschen die mir während der Zeit in Krakau wichtig geworden sind.
Nachdem wir dann noch eine Weile die Stimmung genossen haben, hat uns die Kälte relativ schnell wieder ins Wohnheim getrieben. Und nach einigen Schneeballschlachten und Rutschpartien sind wir dort auch angekommen und haben lustig weitergefeiert.
Glücklicherweise gab es zwischen den Angereisten und den Krakauern keine Verständigungsschwierigkeiten.
Der harte Kern hat dann bis in die Morgenstunden durchgehalten und viel Spaß gehabt.
Am nächsten Tag haben wir bis Mittag geschlafen und den Recht des Tages ruhig ausklingen lassen, da wir für den 02.01. einen kleinen Skiausflug geplant hatten.
Dieser war auch super-schön, da ein Teil sich auf der Piste vergnügt hat und der Rest die Zeit mit Glühwein überbrückt hat. Es gab keine gebrochenen Knochen und auch der Glühwein hat keine bleibenden Schäden verursacht.
Der letzte Abend verlief ganz ruhig, da die Pistenbezwinger ein bißchen fertig waren und am nächsten Tag ja auch die Heimreise nicht zu spät beginnen sollte.
Trotzdem saßen wir noch gemütlich beeinander und schließlich mussten auch noch einige Reste vertilgt werden.
Am Abfahrtsmorgen wurde es dann nach einem ausgiebigen Frühstück doch um 11.00 ehe die Meute aufbrach.
Nach dem obligatorischen Verabschieden waren sie dann ganz schnell weg.
Ein bißchen traurig war es schon, denn mir entging ja nicht nur die lustige Heimfahrt sondern auch das Heimweh hat sich dann ganz schnell wieder eingestellt.
Aber meine Mitbewohnerin hat mich wieder abgelenkt und das restliche Wochenende wurde noch gepflegt gefeiert.
Insgesamt hatte ich eine wirklich schöne Zeit, an die ich mich während des anstehenden Prüfungszeitraumes gerne erinnere und ich danke allen, die daran beteiligt waren.
Vor allem M. - den ich immer im Herzen habe auch wenn ich weit weg bin.
Ich wünsche allen ein tolles Jahr 2003, macht was draus




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