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Erfahrungsbericht von TheGreatMaster

Schlankheitswahn - Dünn um jeden Preis?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Heute gehe ich mal einem ganz tief eingefrästen Problem auf die Spur, das sich schon zu einer regelrechten Volkskrankheit bei uns entwickelt hat, dem Schlankheitswahn. Die Werbung versucht uns allen doch einzubleuen, wie schön und toll es ist einen wunderbaren schlanken makellosen Körper zu haben. Da das aber nicht jeder Mensch dank seiner Veranlagung kann versuchen viele Frauen aber auch einige Männer entgegen der Natur zu handeln und Hungern sich schlank.

Das das fatale Folgen haben kann dieses selbst auferlegte Hungern, das bedenken dabei viele Leute einfach nicht. Zu viel abspecken und das auch unter keiner ärztlichen Aufsicht folgt in vielen Fällen auch die Magersucht, die in sehr vielen Fällen auch tödlich endet.

Die Frage die sich daran knüpft ist natürlich, ist es das Wert sein Leben zu riskieren nur um der Allgemeinheit zu gefallen?

Damit zusammen sollte man die Vor- und Nachteile der Schlankheit abwägen, um zu einer Entscheidung zu kommen, ob es sich lohnt.

Das übernehme ich nun für Euch und stelle mal eine Auflistung auf:

1. Die Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber dicken Personen hat beträchtlich abgenommen, das mag man zwar für falsch halten, was ich auch tue, aber es ist nunmal Fakt. Schlanke Menschen haben in der Gesellschaft die höhere Akzeptanz.

2. Im Berufsleben hat man bessere Einstellungschancen als schlanker. Ob es in Präsentationsbereichen ist oder auch wo anders. Firmenchefs stellen lieber 'schöne' schlanke Menschen ein mit gleicher Qualifikation als 'hässlichere' dicke Menschen mit ähnlicher Qualifikation (man beachte die Anführungszeichen der Wörter schön und hässlichere!)

3. In der Liebe haben schlanke Menschen es bedeutend einfacher den geeigneten Partner zu finden. In vielerlei Hinsicht ist das das Auswahlkriterium Nummer 1.

4. Schlanke Menschen die nicht magersüchtig sind fühlen sich vom Körpergefühl meist besser. Im Gegensatz dazu leiden viele dicke Personen unter Minderwertigkeitskomplexen, wegen der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung.

5. Schlanke Menschen bekommen mehr positive Aufmerksamkeit von anderen Personen und dickere ernten oftmals negative Blicke.

An dieser Auflistung ist zu sehen, das hinter dem Schlankheitswahn sehr große psychische Akzeptanzprobleme stehen der Bevölkerung gegenüber dickeren Menschen. Da ist es schon verständlich, das der eine oder andere zu sieht, das er Kilos von den Rippen herunterbekommt, aber die Frage die sich nunwieder stellt ist folgende.

Ist es nicht möglich schlank zu werden ohne die Risiken der Magersucht in Kauf zu nehmen?

Diese Frage ist gewiss nicht einfach zu beantworten aber ich werde mal einen Lösungsansatz präsentieren.

Kategorie 1:
Da gibt es die eine Kategorie von Menschen, die gesundheitlich nichts dafür können das sie dick sind. Diesen Menschen rate ich sich einfach so zu akzeptieren, wie sie sind und nicht sich innerlich zu zerfleischen und Präperate zu sich zu nehmen, die eh keine Aussicht auf Erfolg haben. Für diese Menschen ist es vorteilhaft, wenn Sie sich mit gleichgesinnten umgeben in Ihrer Freizeit oder mit toleranten Menschen.

Kategorie 2:
Dann gibt es die 2. Gruppe. Eigentlich normale schlanke Menschen, die sich zuviel Fett angefuttert haben und diese Fettpölsterchen abspecken wollen. Diesen Menschen rate ich, sie sollten auf einen langfristigen Abspeckprozess setzen und diesen eventuell ärztlich überwachen lassen, das garnicht erst die Gefahr der Magersucht in Bedacht kommt. Hier gilt die Regel abspecken in geregeltem Maße kann sehr gut für den Körper sein aber zuviel ist schädlich und auch gewiss nicht mehr schön anzusehen. Ich sehe beispielsweise nicht gerne reine Klappergerüste von Menschen und da bin ich gewiss nicht der einzige.

Kategorie 3:
Dann gibts aber auch noch eine Problemgruppe. Die Menschen, die nach jedem kleinen Fältchen und Grämmchen hinterher sind. Diese Menschen sind meistens schon spindeldürre und wollen trotzdem noch weiter Abspecken um sogenannte 'Idealmaße' zu erreichen. Diese Gruppe ist am meisten gefährdet von den 3 Gruppen, da sie eh schon nichts auf den Rippen haben und Ihre letzten körperlichen Reserven durch den Schlankheitswahn aufbrauchen.

Diesen Menschen muß man in allererster Linie psychisch helfen, denn ein übersteigertes Schlankheitsbedürfnis ist auch eine Art einer psychischen Krankheit. Wird diese nicht behandelt, so ist das Risiko groß, das das ion der Magersucht enden kann.

Gewiss findet sich jetzt hier der eine oder andere in den verschiedenen Kategorien hier wieder. Aber meiner Meinung nach macht das Abspecken nur einen Sinn bei der zweiten Kategorie der Menschen, die sich den Speck angefressen haben.

Die Menschen, die sich eher in Kategorie 1 und 3 wiederfinden rate ich dringendst ab von einem eigens vorgenommenen Abnehmeplan. Bei Menschen aus Kategorie 1 wird es Frust pur sein, wegen des Jojoeffekts und bei den Menschen aus Kategorie ist es schlichtweg lebensgefährlich.

Genauso rate ich grundsätzlich von Hammerdiäten ab. Z.B. solchen wie verlieren sie innerhalb von 2 Wochen 10 Kilo Diäten. Wenn man seine Ernährung langfristig auf fettarm und zuckerfrei einstellt, dann erreicht man auch sein Ziel, zwar nicht so schnell, dafür aber viel gesünder. Macht, wenn ihr zur Kategorie 2 zählt lieber verstärkt Sport und stellt Euen Ernährungsplan auf weniger Kalorien um, dann fühlt Ihr Euch 1. besser und 2. ist es auch gesünder so zu leben.

Somit komm ich nun zu meinem Fazit:
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In der heutigen Gesellschaft haben schlankere Menschen einige Vorteile, die dicken Menschen nicht offenstehen. Ich sehe das größte Problem daran, ob man sich selbst als dicker Mensch akzeptieren kann oder nicht und in welche meiner oben beschriebenen Kategorien man sich einordnet.

Wenn eine Abspeckung eh keinen Sinn auf Erfolg hat oder auch noch gesundheitsschädlich ist, dann sollte man es akzeptieren, so wie man ist.

Es ist jedoch meiner Meinung nach positiv zu sehen, wenn man sich mal etwas angefressen hat, dieses auch wieder runterzubekommen. Hier ist ja auch ein Erfolg in Aussicht und es ist nicht gesundheitsschädlich, wenn man es entweder unter Aufsicht oder mit gutem Bedacht durchführt. Ganz im Gegenteil hier ist es sogar gesundheitsförderlich aber halt nur bis zu einem bestimmten Grad der Schlankheit.

Somit die Entscheidung liegt natürlich bei jedem selbst, aber meine Überlegungen sind denke ich mal nachvollziehbar. Also könnt Ihr ja jetzt mal überlegen in welche Kategorie Ihr Euch einordnet. Ich jedenfalls war mal in Kategorie 2 und nun habe ich kein Schlankheitsproblem mehr, da ich mein Idealgewicht von 65 kg halte. Das ist nicht zu dick und nicht zu dünn und so sollte es meiner Meinung nach sein.

Aber das allerwichtigste ist: Ihr müsst Euch akzeptieren können und nur das ist wichtig!

Mit freundlichen Grüßen

Gerwin (TheGreatMaster)

Update vom 19.06.2001 (altes Yopi)

32 Bewertungen, 2 Kommentare

  • dani___

    13.07.2002, 14:35 Uhr von dani___
    Bewertung: sehr hilfreich

    Du sprichst mir aus der Seele...

  • anonym

    28.04.2002, 11:51 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Es ist ja kein Geheimnis, dass "Dicke" und "Ästhetik" nur selten in Einklang gebracht werden können, auch wenn sich die Liga der Vollschlanken immer weiter vorwagt und auch mal auf Schocktherapie setzt, wie diese strippenden D