Erfahrungsbericht von RatteHamburg
St.Petri Kirche in Hamburg
Pro:
Besonders die Barockorgel ist super schön anzuschauen!
Kontra:
---
Empfehlung:
Nein
Diese Kirche ist die älteste Kirche in Hamburg und ist ebenso wie St. Jakobi eine der fünf Hauptkirchen der Stadt.
Sie liegt an der Mönckebergstraße zwischen der Kreuslerstraße und der Bergstraße.
Erstmals wurde sie urkundlich 1195 als Marktkirche erwähnt.
Anfang des 14. Jahrhunderts entstand ein dreischiffiger Backsteinhallenbau der aber beim Großen Brand von Hamburg 1842 vollständig zerstört wurde.
1844 – 49 wurde die Kirche dann auf ihren Grundmauern im neugotischem Stil wieder aufgebaut.
Weil sich im Protestantismus der Prediger stärker zur Kanzel als zum Altar richtet wurde bei der Neubauung der Kirche ein viertes Seitenschiff dazugebaut um der Kirche eine Breitenwirkung zu verleihen, damit hat sie heute einen quadratischen Grundriss.
Der kupferfarbene Turm wurde 1878 gebaut.
Viele alte Gegenstände wurden beim großen Brand von Hamburg in der St. Petri Kirche vernichtet.
Die aber die unversehrt geblieben sind, können heute als wahre Prunkstücke dort betrachtet werden.
- Ein bronzefarbener Türzieher in der Form eines Löwenkopfes, er ziert das Hauptportal und stammt aus dem Jahre 1342.
- Alabasterfiguren aus dem alten ursprünglichen Taufbecken schmücken heute die Kanzel der Kirche.
- Eine lebensgroße Sandsteinfigur der Madonna mit Kind (von 1470) kann man in der St. Petri Kirche ebenfalls bestaunen.
Bis 1734 stand auch ein bedeutendes Stück der Kunst der Deutschen Gotik in der Kirche:
Ein Altar von „Meister Bertram“ von 1380, der aber der Stadtkirche in Grabow geschenkt wurde, somit entging er aber, zum Glück der Kunst, dem Brand von Hamburg.
Der sogenannte „Grabower Altar“ galt lange Zeit als verschollen konnte dann aber 1903 für die Hamburger Kunsthalle wieder erworben werden, wo er heute zu sehen ist.
Im südlichen Seitenschiff der Kirche kann man ein Modell sehen wie die Kirche vor dem Brand 1842 ausgesehen hat.
Wer in Hamburg eine Besichtigungstour macht sollte sich diese hübsche Kirche nicht entgehen lassen :o)
Viel Spaß dabei wünscht
die Ratte aus Hamburg
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-11 17:39:08 mit dem Titel St. Jakobi Kirche in Hamburg
Hamburg hat viele schöne Kirchen, eine davon ist die St. Jakobi Kirche.
Sie ist eine der fünf Hauptkirchen in Hamburg.
Sie liegt zwischen der Mönckebergstraße und der Steinstraße.
In dieser Kirche befindet sich die größte erhaltene Barockorgel Nordeuropas.
Die Hanseaten nennen die Kirche, mit ihrem kupferverkleideten Turm, auch oft „Bleistift“ weil sie wie ein Mahnmal spitz und hoch über die Kontorhäuser der Mönckeberger Geschäftsstraße herausragt.
Die Kirche steht bekanntlich schon seit 1350 und ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert und rekonstruiert, sowie restauriert worden.
Seltsamerweise gibt es alte Schriften in denen die Kirche schon 1255 erwähnt wurde.
Es wird vermutet das es sich bei dem 1350 errichteten Turm um einen Nachfolgebau handelt.
Der Chor der gotischen, dreischiffigen, Backsteinhalle bekam in einer Bauzeit von 15 Jahren (1493 – 1508) noch eine Sakristei dazu.
Alte Hamburgerische Bilder zeigen noch den hohen kuppelförmigen „Helm – Turm“ der 1588 gebaut wurde.
Der wurde dann aber 1826 – 1827 durch den heute zu sehenden in neugotischer Form gebauten „Bleistift“ Turm ersetzt, daher auch der Name.
1707 – 08 bekam die Nordseite der Kirche noch einen Anbau, der seinerzeit als Kirchenschule diente.
Heute wird er als Gemeindehaus genutzt.
Nachdem die Kirche im 2. Weltkrieg fast gänzlich zerstört wurde, wurde dann 1959 – 62 der heutige Turmhelm erschaffen.
Seine Höhe bringt er auf ganze 128 m!
Die Innenausstattung der Kirche ist reichhaltig und wertvoll.
Auffallend ist dann die Barockorgel von Arp Schnitger.
Sie wurde in der Zeit von 1689 – 93 gebaut und ist eine ganz besonders schöne Sehenswürdigkeit.
Sie besitzt 4.000 Pfeifen, 60 Register und 4 Manualen. Im Jahre 1720 spielte sogar Johann Sebastian Bach auf dieser Orgel!
Noch eine Besonderheit in St. Jakobi ist der „Lukasaltar“, er wurde 1499 von der Hamburger Malergilde gestiftet.
Er steht im Südschiff und vereint sakrale Motive und Darstellungen des weltlichen Malerberufes.
Der 2. sogenannte „St. Jakobi Altar“ der Kirche in der südlichen Apsis und wurde 1508 von Hamburger Fischern gespendet.
Ein dritter kleinerer Altar, den „St. Trinitatis Altar“, findet man ganz in der Nähe des Ersten – er ist eine Spende der Hamburger Böttcher.
Der Hamburger Bildhauer Georg Baumann schuf 1610 die frühbarocke Kanzel der Kirche.
Er verarbeitete Sandstein, Alabaster, Marmor und Blattgold in ihr und schuf so ein wunderschönes Kunstwerk.
Im inneren der Kirche hängen auch noch zwei bedeutende Bilder:
- Eine Stadtansicht aus dem Jahre 1681 von Joachim Luhn und
- „Der reiche Mann und der Tod“ von David Kindt (1622).
Von Mai bis September jeden Jahres ist jeden 1. Samstag im Monat das Turmcafe´ geöffnet. Hier kann man entspannt sitzen und Kultur mit Entspannung vereinen.
Aber auch so ist die St. Jakobi Kirche einen Ausflug wert wenn man sich dafür interessiert und einen Bummel durch Hamburg macht.
Viel Spaß dabei wünscht
die Ratte aus Hamburg
Sie liegt an der Mönckebergstraße zwischen der Kreuslerstraße und der Bergstraße.
Erstmals wurde sie urkundlich 1195 als Marktkirche erwähnt.
Anfang des 14. Jahrhunderts entstand ein dreischiffiger Backsteinhallenbau der aber beim Großen Brand von Hamburg 1842 vollständig zerstört wurde.
1844 – 49 wurde die Kirche dann auf ihren Grundmauern im neugotischem Stil wieder aufgebaut.
Weil sich im Protestantismus der Prediger stärker zur Kanzel als zum Altar richtet wurde bei der Neubauung der Kirche ein viertes Seitenschiff dazugebaut um der Kirche eine Breitenwirkung zu verleihen, damit hat sie heute einen quadratischen Grundriss.
Der kupferfarbene Turm wurde 1878 gebaut.
Viele alte Gegenstände wurden beim großen Brand von Hamburg in der St. Petri Kirche vernichtet.
Die aber die unversehrt geblieben sind, können heute als wahre Prunkstücke dort betrachtet werden.
- Ein bronzefarbener Türzieher in der Form eines Löwenkopfes, er ziert das Hauptportal und stammt aus dem Jahre 1342.
- Alabasterfiguren aus dem alten ursprünglichen Taufbecken schmücken heute die Kanzel der Kirche.
- Eine lebensgroße Sandsteinfigur der Madonna mit Kind (von 1470) kann man in der St. Petri Kirche ebenfalls bestaunen.
Bis 1734 stand auch ein bedeutendes Stück der Kunst der Deutschen Gotik in der Kirche:
Ein Altar von „Meister Bertram“ von 1380, der aber der Stadtkirche in Grabow geschenkt wurde, somit entging er aber, zum Glück der Kunst, dem Brand von Hamburg.
Der sogenannte „Grabower Altar“ galt lange Zeit als verschollen konnte dann aber 1903 für die Hamburger Kunsthalle wieder erworben werden, wo er heute zu sehen ist.
Im südlichen Seitenschiff der Kirche kann man ein Modell sehen wie die Kirche vor dem Brand 1842 ausgesehen hat.
Wer in Hamburg eine Besichtigungstour macht sollte sich diese hübsche Kirche nicht entgehen lassen :o)
Viel Spaß dabei wünscht
die Ratte aus Hamburg
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-11 17:39:08 mit dem Titel St. Jakobi Kirche in Hamburg
Hamburg hat viele schöne Kirchen, eine davon ist die St. Jakobi Kirche.
Sie ist eine der fünf Hauptkirchen in Hamburg.
Sie liegt zwischen der Mönckebergstraße und der Steinstraße.
In dieser Kirche befindet sich die größte erhaltene Barockorgel Nordeuropas.
Die Hanseaten nennen die Kirche, mit ihrem kupferverkleideten Turm, auch oft „Bleistift“ weil sie wie ein Mahnmal spitz und hoch über die Kontorhäuser der Mönckeberger Geschäftsstraße herausragt.
Die Kirche steht bekanntlich schon seit 1350 und ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert und rekonstruiert, sowie restauriert worden.
Seltsamerweise gibt es alte Schriften in denen die Kirche schon 1255 erwähnt wurde.
Es wird vermutet das es sich bei dem 1350 errichteten Turm um einen Nachfolgebau handelt.
Der Chor der gotischen, dreischiffigen, Backsteinhalle bekam in einer Bauzeit von 15 Jahren (1493 – 1508) noch eine Sakristei dazu.
Alte Hamburgerische Bilder zeigen noch den hohen kuppelförmigen „Helm – Turm“ der 1588 gebaut wurde.
Der wurde dann aber 1826 – 1827 durch den heute zu sehenden in neugotischer Form gebauten „Bleistift“ Turm ersetzt, daher auch der Name.
1707 – 08 bekam die Nordseite der Kirche noch einen Anbau, der seinerzeit als Kirchenschule diente.
Heute wird er als Gemeindehaus genutzt.
Nachdem die Kirche im 2. Weltkrieg fast gänzlich zerstört wurde, wurde dann 1959 – 62 der heutige Turmhelm erschaffen.
Seine Höhe bringt er auf ganze 128 m!
Die Innenausstattung der Kirche ist reichhaltig und wertvoll.
Auffallend ist dann die Barockorgel von Arp Schnitger.
Sie wurde in der Zeit von 1689 – 93 gebaut und ist eine ganz besonders schöne Sehenswürdigkeit.
Sie besitzt 4.000 Pfeifen, 60 Register und 4 Manualen. Im Jahre 1720 spielte sogar Johann Sebastian Bach auf dieser Orgel!
Noch eine Besonderheit in St. Jakobi ist der „Lukasaltar“, er wurde 1499 von der Hamburger Malergilde gestiftet.
Er steht im Südschiff und vereint sakrale Motive und Darstellungen des weltlichen Malerberufes.
Der 2. sogenannte „St. Jakobi Altar“ der Kirche in der südlichen Apsis und wurde 1508 von Hamburger Fischern gespendet.
Ein dritter kleinerer Altar, den „St. Trinitatis Altar“, findet man ganz in der Nähe des Ersten – er ist eine Spende der Hamburger Böttcher.
Der Hamburger Bildhauer Georg Baumann schuf 1610 die frühbarocke Kanzel der Kirche.
Er verarbeitete Sandstein, Alabaster, Marmor und Blattgold in ihr und schuf so ein wunderschönes Kunstwerk.
Im inneren der Kirche hängen auch noch zwei bedeutende Bilder:
- Eine Stadtansicht aus dem Jahre 1681 von Joachim Luhn und
- „Der reiche Mann und der Tod“ von David Kindt (1622).
Von Mai bis September jeden Jahres ist jeden 1. Samstag im Monat das Turmcafe´ geöffnet. Hier kann man entspannt sitzen und Kultur mit Entspannung vereinen.
Aber auch so ist die St. Jakobi Kirche einen Ausflug wert wenn man sich dafür interessiert und einen Bummel durch Hamburg macht.
Viel Spaß dabei wünscht
die Ratte aus Hamburg




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