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Erfahrungsbericht von kornix

Tomatenmilch

Pro:

Geschmack

Kontra:

Geschmack

Empfehlung:

Ja

Sicherlich hat sich dieses Getränk noch nicht durchgesetzt, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses Genußmittel den Einzug in die duetschen Wohnungen findet.

Der geneigte Leser wird nun etwas von Geschmacksverirrung und Abnormalität vor sich hin brummeln, aber Ich möchte gerne erklären, was es damit auf sich hat.

Wir unterscheiden zwei Sorten von Tomatenmilch, nämlich die echte und die unechte. Fangen wir einmal mit der unechten an.

Die Unechte Tomatenmilch besteht eigentlich genau aus dem, was der Name sagt. Man nehme etwa ein Pfund pürierte Tomaten und einen Liter Milch und vermische das mit einem haushalsüblichen Mixgerät. Leicht gekühlt ist das eine Übergangslösung für Vampire, die hungrig sind, aber noch zu schüchtern sind, jemanden um seinen Hals zu bitten.

Die blutähnliche Farbe und der hohe Nährwert sind optimal geeignet, kleinere Vampire auch über längere Zeiträume hin zufrieden zu halten. Allerdings habe ich auch Vampire gesehen, die bis zu ihrer Eliminierung nur von Tomatenmilch gelebt haben, und die sahen auch sehr verweichlicht aus, also einen Schrecken hätten die mir nicht eingejagt, und Frauen hypnotisieren war bei denen auch nicht drin. Kein Wunder, daß die schon mit einem Pfahl im Herzen zu Staub zerfallen sind.

Der Geschmack vom Tomaten-Milch ähnelt leicht der Blutgruppe 0 Rhesus negativ, und ist somit nicht jedermanns Geschmack. Mit einer Prise Salz oder Zucker, je nachdem, wie man aufgelegt ist, kann man sie noch verfeinern.

Dann gibt es da die echte Tomatenmilch. Sie ist die teuerste Milch überhaupt, teurer als Mäusemilch. Das hat mehrere Gründe:

1. Tomaten melken ist extrem schwer, die Euter sind nicht leicht zu finden.

2. Hat man einen Euter gefunden, kommt da nicht viel heraus. Ein winziger Tropfen pro Euter verteuert die Produktion von echter Tomatenmilch um das Hundertausendfache von Mäusemilch.

3. Drückt man zu fest am Euter, platzt die Tomate, und ein Vermischen von Tomatenmilch und -wasser ist unausweichlich.

Natürlich hat das Tomatenmelken auch seine angenehmen Seiten. Da gibt es keinen borstigen Schwanz, der einem ins Gesicht schlägt, für einen Hektar Tomatenstöcke genügt eine Kaffetasse zum Sammeln und man muß sich keinen Melkschemel umschnallen. Zum Geschmack kann ich leider nicht viel sagen, Die echte Tomatenmilch ist mir immer schon zu teuer gewesen, Für meine Bedürfnisse werde ich mich wohl mit er unechten bescheiden müssen.

Mit steigender Beliebtheit der unechten Tomatenmilch wird es jetzt nur noch eine Frage der Zeit sein, daß Alois Müller aus Bayern eine Variation von Tomatenmilch in seinen Milchfläschchen auf den Markt schmeißt, andere werden folgen. Dann bekommt endlich der Blutorangensaft aus dem gleichen Hause eine ebenbürtiges Gegenüber und eine solide Konkurrenz.

Im übrigen hat eine Bloody Mary NICHTS mit Tomatenmilch zu zun, obschon der Weg dorthin nicht mehr weit ist. Der Unterschied ist ja nur der, daß man.... aber warum erzähle ich das, das werden Sie wissen...

Das Ausprobieren des Rezeptes geschieht auf eigene Gefahr! Der Autor übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die durch Nichterreichung der Toilette entstehen.

Viel Spaß beim Probieren.

11 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Rosen

    02.04.2008, 14:41 Uhr von Rosen
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • phobee

    05.09.2006, 13:39 Uhr von phobee
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ach nee... wär nix für mich, aber der Bericht ist super! LG, Pia

  • campimo

    05.09.2006, 13:18 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich