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Erfahrungsbericht von sandwarrior

Trompetenkäfer!

Pro:

knuffeliger Kerl, liebenswertes Brunftschrei

Kontra:

sieht beim Sex zu

Empfehlung:

Ja

Trompetenkäfer!

Ein Sandwarrior deckt auf, Folge 13273

Der Trompetenkäfer lat. Trompetis Käferensis Napfus, aus der Art der Trittschallkäfer.
Entdeckt und beschrieben erstmals durch den bedeutenden Botaniker Karl Napf.

Der Trompetenkäfer kommt weltweit vor und hat sämtlichen Ökologischen Nischen dieser Welt besetzt, ja sogar im fernen Grönland kann man seinen lieblichen Lockruf erschallen hören.
Sein Äußeres ist gar schrecklich anzusehen, der Panzer leuchtet in einem an Fäkalien erinnernden, schimmernden Grün-Braun.
Die Weibchen wirken eher unscheinbar, wie fast überall in der Tierwelt.
Der Kopf wirkt durch die grauseligen Zangen welche weit vom Körper abstehen, sehr gefährlich, dabei unerlässlich zum erzeugen der obskuren Töne.
Dabei erreichen ausgewachsen Exemplare nur ein Größe von 4 Zentimetern.

Was ihn aber besonders bei der Damenwelt sehr unbeliebt macht, ist sein mächtiger Brunftschrei, welcher täuschend echt dem menschlichen Pups nachempfunden ist.
Dort erreicht der Trompetenkäfer Laute bis 93 Dezibel, erstaunlich nicht.


Hier möchte ich mal gleich zum Beweis ein Band vorspielen, ich habe da schon mal was vorbereitet:

Pfffffittttt, Pfuuuuuuuuttt, Pah, Pfit Pfit Pfiiittttiti.

Daraus lassen sich für das geübte Ohr des Wissenschaftlers sogar die Stimmungsschwankungen der possierlichen Tierchen ableiten.

Freude lässt sich an jubilierenden Tönen erkennen, so kurz beginnend und langgezogen freudig endend.

Trauer ist ein eher langgezogener am Ende abfallender Ton.

Paarungsbereitschaft, kurze ächzende Töne, mehr so keuchend frivol.

Ein hartes Pah bedeutet Hunger.

Der Damenwelt suspekt erscheint auch die Tatsache, das der Trompetenkäfer mit Vorliebe dem menschlichen Paarungsakt zusieht und beim rausziehen, des Penis aus der Vagina, einen lauten Beifallsruf erschallen lässt, täuschend echt einem feuchten Pups nachempfunden.
Dieses ist den Damen natürlich hochpeinlich, weil sie sich für den liebestötenden Laut verantwortlich fühlen.
Dabei gilt der Beifallsruf, des Trompetenkäfers, bei Naturvölkern als Beweis für einen sehr gut gelungnen Paarungsakt.

Leider wird der knuffelige Kerl von schäbigen Menschen dafür genutzt, ihren schlecht riechenden Ausdünstungen ein Alibi zu geben.
Dabei wird während des Pupvorgangs laut mit dem Fuß aufgetreten und laut gerufen:
„Oh guck mal ein Trompetenkäfer“.
Diese Vorgehensweise erregt bei mir als Tierfreund natürlich das heftigste Missfallen, vor allem, weil wir im nächsten Jahr das Jahr des Trompetenkäfers haben, im Navachokalender.

Ich selbst trage viel zum Schutz dieser schönen Art bei indem ich wenn ich den Ton vernehme, ganz vorsichtig eine Pobacke hebe um ihn nicht zu verletzen.
Im Freien nutze ich einen lockeren Hüpfer um ihn in seinem natürlichen Lebensraum zu schonen.
Mittlerweile maße ich mir an, den Lockruf täuschend nachahmen zu können, eine wahrlich nützliche Kunst, wenn die Frauen nur wissen würden, das so ein Pupsgeräusch, eher eine Beifallskundgebung für hervorragenden Sex ist, nun ja das werden halt nur wir Tierfreunde zu schätzen wissen.

Ich hoffe ich habe euch diesen eher noch unbekannten Käfer ein wenig nähergebracht und freue mich schon auf eure Erfahrungen mit diesem knuddeligen Kerl.


Euer Trompetenwarrior

PS: Dieser Beitrag ist wie üblich dem berühmten Karl Napf gewidmet und ihr dürft heute mal raten, was er entdeckt hat.
Jeder hundertste richtige Einsendung erhält eine CD mit den lieblichsten Trompetenkäfertönen nebst Duftsäckchen.

42 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Volker111

    10.09.2006, 15:26 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr unterhaltsam der Bericht über dieses liebe Tierchen. ;-)