Unreal Tournament 2004 (PC Spiel Shooter) Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse
MULTIKILL
Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Ja
Fortsetzungen erfolgreicher PC-Spiele stehe ich in aller Regel eher skeptisch gegenüber und in vielen Fällen schienen mir solche Fortsetzungen auch eher überflüssig, wenn nicht gar als reines Ausschlachten des erfolgreichen Namens.
Eine Ausnahme stellten neben den drei Spielen aus der Reihe QUAKE auch UNREAL TOURNAMENT und UNREAL TOURNAMENT 2003 dar, die ich auch heute noch beide gelegentlich spiele und so zögerte ich auch nicht lange, als diese Reihe mit UNREAL TOURNAMENT 2004 fortgesetzt wurde.
Nachdem ich nun bereits zig Stunden UNREAL TORNAMENT 2004 gespielt habe, mache ich diesen Ego-Shooter nun zum Thema meines heutigen Beitrags.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
UNREAL TOURNAMENT 2004 wurde von Epic Games / Digital Extremes entwickelt und wird von Atari vertrieben. Im Handel erschien das Spiel erst vor noch nicht allzu langer Zeit und ist in unterschiedlichen Varianten erhältlich.
Zum Preis von etwa 45,00 € erhält man UNREAL TOURNAMENT in einer DVD Verpackung, die neben der DVD mit dem Spiel ein umfangreiches (rund 50 Seiten) deutschsprachiges Handbuch enthält, für einen etwas höheren Preis ist auch eine Special Edition des Spiels erhältlich, in dem sich die DVD-Hülle mit dem Spiel in einer Aluminiumbox befindet in der auch noch eine zweite DVD mit diversen Goodies zum Spiel und das LOGITECH INTERNET CHAT HEADSET.
Selbstverständlich ist auch dieser Shooter mit einer eigenen Site im Internet vertreten, die Url lautet www.unrealtournament2004.com.
UNREAL TOURNAMENT 200 hat übrigens eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.
HARDWARE & INSTALLATION
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Der Hersteller/Publisher gibt die minimalen Hardwarevoraussetzungen des Spiels mit einem P4/Athlon 1 GHz,, 128 MB (bei Win 98 oder ME) bzw. 256 MB (bei Win 2000 oder XP) RAM und mindestens einer GeForce2 Grafik mit 64 MB RAM an, darüber hinaus erfordert UNREAL TOURNAMENT 2004 DirectX 9.0b und belegt stolze 5,5 GB Platz auf der Festplatte.
In der Praxis sollte der PC dann aber eher leistungsfähiger sein, denn auch auf meinem Athlon 1800+ mit 768 MB RAM und GeForce 4 Grafik (64 MB RAM) läuft UNREAL TOURNAMENT 2004 erst dann wirklich absolut flüssig, wenn ich die Auflösung auf 800 x 600 heruntersetze und einige weitere Anpassungen vornehme.
Die Installation, die (wie bereits erwähnt) mehr als 5 GB Platz auf der Festplatte belegt, startet mit einlegen der DVD automatisch (sofern Autoplay aktiv ist) und verläuft mit Ausnahme der erforderlichen Eingabe des als Kopierschutz vorgesehenen DVD/CD-Keys ohne weitere Bedienereingriffe, so dass sie innerhalb von etwa 15 Minuten auch von absoluten Laien durchgeführt werden kann.
Übrigens lief UNREAL TOURNAMENT 2004 auch ohne einen einzigen Patch vom ersten Tag an ohne irgendeinen Abstürze oder Fehler jedweder Art (dies sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber leider sieht die Praxis heute anders aus).
SPIEL
°°°°°°°
Im Gegensatz zur Masse der Ego-Shooter folgt der Spieler in UNREAL TOURNAMENT 2004 nicht irgendeiner Story, die zwischen den Levels möglicherweise weitergeführt wird, sondern tritt in unterschiedlichen Arenen in unterschiedlichen Spielvarianten gegen ein oder mehrere Gegner an.
Dabei werden die Gegner entweder von anderen Spielern im Internet/LAN gesteuert, oder aber der Spieler tritt gegen computergesteuerte Bots an.
Dabei stehen folgende Spielvarianten zur Verfügung:
DEATHMATCH
In dieser (von mir bevorzugt gespielten) klassischen Spielart kämpft jeder gegen jeden und es gewinnt der Spieler, der als erstes eine zuvor festgesetzte Anzahl an Frags erreicht oder der nach Ablauf einer zuvor festgesetzten Zeit die meisten Frags erzielt hat.
TEAM DEATHMATCH
Diese Variante entspricht grundsätzlich dem klassischen Deathmatch, nur dass hier in Teams gespielt (und so natürlich nicht auf die eigenen Teammitglieder geschossen werden sollte).
CAPTURE THE FLAG
In dieser (sehr populären) Spielvariante treten zwei Teams gegeneinander an, die jeweils über eine eigene Basis und eine (hier wie) Flaggen verfügen. Ziel eines Teams ist es, die Flagge des gegnerischen Teams zu erobern und sie in die eigene Basis zu bringen.
DOUBLE DOMINATION
Auch in dieser Spielart treten Teams gegeneinander an, die zwei Punkte in jedem Level besetzen (durch darüber laufen) und für 10 Sekunden halten. Wurden die Punkte 10 Sekunden gehalten, so sind sie zunächst für 10 Sekunden neutral und können erst dann wieder eingenommen werden.
LAST MAN STANDING
Hier handelt es sich um eine weitere Variante des klassischen Deathmatch. Auch hier spielt jeder gegen jeden, wobei allerdings jeder Spieler von Beginn an über alle Waffen, allerdings nur über eine begrenzte Anzahl an Leben, so dass ein Spieler ausscheidet, wenn er diese Leben „verbraucht“ hat und letztlich nur ein Spieler als Gewinner übrig bleibt.
INVASION
Hier spielen die „menschlichen2 Spieler gemeinsam gegen Bots. Dabei müssen die Spieler eine Stellung gegen in bis zu vier Minuten andauernden Wellen angreifende Bots verteidigen Wer während einer Angriffswelle stirbt, scheidet für die Dauer der Angriffswelle aus dem Spiel aus.
BOMBING RUN
In dieser Variante treten zwei Teams gegeneinander an. In der Mitte der Karte befindet sich ein Ball, der von einem Spieler aufgenommen werden muss, der, während er den Ball trägt, keine Waffen benutzen kann, und in ein Tor, das sich in der gegnerischen Basis befindet befördern muss.
Wird der ballführende Spieler getötet, so bleibt der Ball an dieser Stelle liegen und kann von einem anderen Spieler aufgenommen werden.
MUTANT
Bei dieser Spielart handelt es sich wieder um eine Variante des klassischen Deathmatch, bei der jeder gegen jeden antritt. Erzielt ein Spieler einen Frag, so wird er zum „Mutanten“, der über (fast) alle Waffen verfügt und für jeden Frag Punkte bekommt. Die übrigen Spieler müssen nun diesen „Mutanten“ töten (andere Spieler können nicht getötet werden) um selbst zum „Mutanten“ zu werden und Punkte sammeln zu können.
ASSAULT
Auch in dieser Spielvariante wird in Teams gespielt. Dabei hat ein Team unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen (beispielsweise das Erreichen eines bestimmten Punkts, das Zerstören von Gegenständen, ...), während das andere Team diese Aufgabenerfüllung zu verhindern hat. Gewonnen wird eine Runde durch Erfüllung der Aufgabe (Angreifer) oder durch erfolgreiches Verhindern der Aufgabenerfüllung bis zum Zeitablauf (Verteidiger).
In dieser Spielvariante können auch Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
ONSLAUGHT
Hier kämpfen die Teams um die Herrschaft auf der jeweiligen Karte, wobei von Beginn an auch Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die aber auch vom Gegner gestohlen werden können.
Spielt man mit und gegen Bots, so kosten die Teammitglieder Geld (Credits), wobei der fällige Betrag je nach Fähigkeiten des Teammitglieds variiert. Dabei können die Teammitglieder auch entlassen und durch andere Bots ersetzt werden, was aber ebenfalls Geld kostet. Auch können sich die Teammitglieder verletzten und bei der Behandlung dieser Verletzungen wird wieder ein wechselnder Betrag fällig.
Die Arenen können ebenfalls einmalig gegen Zahlung eines Geldbetrages getauscht werden.
Einen nennenswerten Einfluss auf das Spielgeschehen hat dieses Teammanagement allerdings meines Erachtens nicht.
GRAFIK, SOUND & STEUERUNG
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Schon mit UNREAL konnten die Programmierer bezüglich der Grafik auf Basis einer selbst entwickelten (und zigfach lizensierten) Engine Maßstäbe setzen und UNREAL TOURNAMENT sowie UNREAL TOURNAMENT 2003 zählten grafisch zu den besten Spielen ihrer Zeit. UNREAL TOURNAMENT 2004 setzt diese Reihe nahtlos fort und bietet wieder eine Grafik, die keine Wünsche offen läßt und mit einer Vielzahl hervorragender Effekte (Explosionen, ...) gespickt ist.
Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir Sound und Soundeffekte des Spiels. Die Musikuntermalung im Spiel ist sehr geglückt (nervt also nicht innerhalb kürzester Zeit) und paßt nicht nur zum Spiel, sondern paßt sich auch dem Spielverlauf an und die auch die Soundeffekte wirken realistisch (in dem Rahmen, der angesichts des Szenarios möglich ist) und sehr geglückt.
Wie nahezu alle Ego-Shooter, so wird auch in UNREAL TOURNAMENT 2004 über eine Kombination aus Tastatur und Maus gesteuert und selbstverständlich ist auch hier die Tastenbelegung frei konfigurierbar (die voreingestellte Belegung gefiel mir allerdings schon sehr gut). Dabei werden die mit diesen Eingabegeräten gegebenen Kommandos direkt und sehr präzise im Spiel umgesetzt, so dass die Steuerung das Spiel nicht unnötig erschwert.
GEGNER-, WAFFEN- & LEVELDESIGN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die Levels (bzw. Maps) in UNREAL TOURNAMENT 2004 sind nicht nur sehr detailreich und ausgewogen gestaltet, sondern bieten auch mehr als ausreichend Abwechslung. So unterscheiden sich die Levels nicht nur nach Innen- und Außenarealen, sondern auch ach ihrem Ambiente (mittelalterlich, futuristisch, ...) und auch reine „Weltraumlevels“ sind im Spiel enthalten. Insgesamt umfasst UNREAL TOURNAMENT 2004 40 verschiedene Karten/Maps.
Bei den Gegnern handelt es sich sowohl um aus den Vorgängerspielen bekannte Charaktere (beispielsweise die Skaarj), aber auch neue Skins sind hinzugekommen. Diese Gegner (sofern vom PC Gesteuert) agieren durchaus nicht völlig ungeschickt. Zwar ist ein menschlicher Gegenspieler sicher die größere Herausforderung, die KI der Bots schien mir aber dennoch besser, als in vielen anderen Shootern.
Die Auswahl der Waffen umfaßt ebenfalls zahlreiches aus den Vorgängern bekanntes Gerät wie beispielsweise die Link Gun, den Reedemer und andere, allerdings wurde das Waffenarsenal mit neuen Waffen wie dem AVRiL und anderem aufgestockt.
Die wesentliche Neuerung ist allerdings die Integration von Fahrzeugen, die sowohl vom Spieler benutzt werden können, als auch als Gegner auftauchen. Die Palette der Fahrzeuge reicht vom Panzer bis hin zum Raumschiff und darüber hinaus stehen in einigen Levels/Maps auch stationäre Waffen zur Verfügung.
So bietet UNREAL TOURNAMENT 2004 eine recht gelungene Mischung aus bekannten Gegnern, Waffen, ... und Neuerungen, von denen die Fahrzeuge sicher die wesentlichste Neuerung sind.
SPIELSPASS
°°°°°°°°°°°°°°°
Zunächst spielte ich UNREAL TOURNAMENT 2004 ausschließlich gegen Bots, was mir von der ersten Minute auch sehr viel Spass bereitet hat. Dabei störte es mich auch nur minimal, dass ich zunächst die Deathmatches bestreiten mußte um die Team-Deathmatches freizuschalten, .... Eine direkte Anwahl eines bestimmten Levels und einer bestimmten Spielvariante ist also grundsätzlich nicht möglich, bevor diese nicht durch erreichen der vorherigen freigeschaltet ist (im so genannten „Schnellstart“ können dagegen alle Karten und Spielarten direkt angewählt werden, allerdings fehlt hier dann das Turnier-Flair). Da mir aber ausnahmslos alle Spielvarianten sehr viel Spass gemacht haben, erachte ich diesen Umstand nicht als wirkliche Schwäche. In den einzelnen Spielvarianten stehen leider nur sehr wenig unterschiedliche Karten zur Verfügung, so dass man die einzelnen Spielvarianten sehr schnell (meines Erachtens etwas zu schnell) durchgespielt hat.
Allerdings schaffte es UNRAEL TOURNAMENT 2004 problemlos, mich dazu zu motivieren, das Spiel auch in höheren Schwierigkeitsgraden durchzuspielen und auch einige Karten habe ich schon mehrfach gespielt.
Im Internet oder LAN bietet mir das Spiel auch nach zig Stunden noch ungebrochenen Spielspass, der mit Sicherheit auch noch sehr lange anhalten wird.
Im Bereich der PC-Spiele scheine ich fast eine Art Traditionalist zu sein, denn mir gefielen die Deathmatchvarianten am besten und ich empfand die Fahrzeuge (die ja eigentlich eine der wesentlichsten Neuerungen im Spiel darstellen) eher als nette Beigabe, spiele die Karten, in denen ich Fahrzeuge benötige aber nur äußerst selten.
Aufgrund der Konzeption als Multiplayer-Shooter kann ich auch die Altersfreigabe nicht völlig nachvollziehen, denn in den meisten Spielvarianten steht eindeutig der Teamgedanke und die Koordination des Teams im Vordergrund und selbst im Deathmatch wirkt das Spiel mit seinen Arenen auf mich eher wie ein sportlicher Wettkampf.
FAZIT
°°°°°°°°
Obwohl ich noch immer eingefleischter QUAKE 3 Fan bin, so muss ich neidlos anerkennen, dass UNREAL TOURNAMENT 2004 der wohl zur Zeit mit Abstand beste Multiplayer-Shooter ist und ich habe mit Begeisterung schon zahlreiche Stunden mit diesem Spiel verbracht (ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft sowohl on- als auch offline noch zahlreiche Stunden hinzukommen werden).
So spreche ich hier eine uneingeschränkte Empfehlung aus und urteile mit SEHR GUT !
Eine Ausnahme stellten neben den drei Spielen aus der Reihe QUAKE auch UNREAL TOURNAMENT und UNREAL TOURNAMENT 2003 dar, die ich auch heute noch beide gelegentlich spiele und so zögerte ich auch nicht lange, als diese Reihe mit UNREAL TOURNAMENT 2004 fortgesetzt wurde.
Nachdem ich nun bereits zig Stunden UNREAL TORNAMENT 2004 gespielt habe, mache ich diesen Ego-Shooter nun zum Thema meines heutigen Beitrags.
ALLGEMEINES
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UNREAL TOURNAMENT 2004 wurde von Epic Games / Digital Extremes entwickelt und wird von Atari vertrieben. Im Handel erschien das Spiel erst vor noch nicht allzu langer Zeit und ist in unterschiedlichen Varianten erhältlich.
Zum Preis von etwa 45,00 € erhält man UNREAL TOURNAMENT in einer DVD Verpackung, die neben der DVD mit dem Spiel ein umfangreiches (rund 50 Seiten) deutschsprachiges Handbuch enthält, für einen etwas höheren Preis ist auch eine Special Edition des Spiels erhältlich, in dem sich die DVD-Hülle mit dem Spiel in einer Aluminiumbox befindet in der auch noch eine zweite DVD mit diversen Goodies zum Spiel und das LOGITECH INTERNET CHAT HEADSET.
Selbstverständlich ist auch dieser Shooter mit einer eigenen Site im Internet vertreten, die Url lautet www.unrealtournament2004.com.
UNREAL TOURNAMENT 200 hat übrigens eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.
HARDWARE & INSTALLATION
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Der Hersteller/Publisher gibt die minimalen Hardwarevoraussetzungen des Spiels mit einem P4/Athlon 1 GHz,, 128 MB (bei Win 98 oder ME) bzw. 256 MB (bei Win 2000 oder XP) RAM und mindestens einer GeForce2 Grafik mit 64 MB RAM an, darüber hinaus erfordert UNREAL TOURNAMENT 2004 DirectX 9.0b und belegt stolze 5,5 GB Platz auf der Festplatte.
In der Praxis sollte der PC dann aber eher leistungsfähiger sein, denn auch auf meinem Athlon 1800+ mit 768 MB RAM und GeForce 4 Grafik (64 MB RAM) läuft UNREAL TOURNAMENT 2004 erst dann wirklich absolut flüssig, wenn ich die Auflösung auf 800 x 600 heruntersetze und einige weitere Anpassungen vornehme.
Die Installation, die (wie bereits erwähnt) mehr als 5 GB Platz auf der Festplatte belegt, startet mit einlegen der DVD automatisch (sofern Autoplay aktiv ist) und verläuft mit Ausnahme der erforderlichen Eingabe des als Kopierschutz vorgesehenen DVD/CD-Keys ohne weitere Bedienereingriffe, so dass sie innerhalb von etwa 15 Minuten auch von absoluten Laien durchgeführt werden kann.
Übrigens lief UNREAL TOURNAMENT 2004 auch ohne einen einzigen Patch vom ersten Tag an ohne irgendeinen Abstürze oder Fehler jedweder Art (dies sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber leider sieht die Praxis heute anders aus).
SPIEL
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Im Gegensatz zur Masse der Ego-Shooter folgt der Spieler in UNREAL TOURNAMENT 2004 nicht irgendeiner Story, die zwischen den Levels möglicherweise weitergeführt wird, sondern tritt in unterschiedlichen Arenen in unterschiedlichen Spielvarianten gegen ein oder mehrere Gegner an.
Dabei werden die Gegner entweder von anderen Spielern im Internet/LAN gesteuert, oder aber der Spieler tritt gegen computergesteuerte Bots an.
Dabei stehen folgende Spielvarianten zur Verfügung:
DEATHMATCH
In dieser (von mir bevorzugt gespielten) klassischen Spielart kämpft jeder gegen jeden und es gewinnt der Spieler, der als erstes eine zuvor festgesetzte Anzahl an Frags erreicht oder der nach Ablauf einer zuvor festgesetzten Zeit die meisten Frags erzielt hat.
TEAM DEATHMATCH
Diese Variante entspricht grundsätzlich dem klassischen Deathmatch, nur dass hier in Teams gespielt (und so natürlich nicht auf die eigenen Teammitglieder geschossen werden sollte).
CAPTURE THE FLAG
In dieser (sehr populären) Spielvariante treten zwei Teams gegeneinander an, die jeweils über eine eigene Basis und eine (hier wie) Flaggen verfügen. Ziel eines Teams ist es, die Flagge des gegnerischen Teams zu erobern und sie in die eigene Basis zu bringen.
DOUBLE DOMINATION
Auch in dieser Spielart treten Teams gegeneinander an, die zwei Punkte in jedem Level besetzen (durch darüber laufen) und für 10 Sekunden halten. Wurden die Punkte 10 Sekunden gehalten, so sind sie zunächst für 10 Sekunden neutral und können erst dann wieder eingenommen werden.
LAST MAN STANDING
Hier handelt es sich um eine weitere Variante des klassischen Deathmatch. Auch hier spielt jeder gegen jeden, wobei allerdings jeder Spieler von Beginn an über alle Waffen, allerdings nur über eine begrenzte Anzahl an Leben, so dass ein Spieler ausscheidet, wenn er diese Leben „verbraucht“ hat und letztlich nur ein Spieler als Gewinner übrig bleibt.
INVASION
Hier spielen die „menschlichen2 Spieler gemeinsam gegen Bots. Dabei müssen die Spieler eine Stellung gegen in bis zu vier Minuten andauernden Wellen angreifende Bots verteidigen Wer während einer Angriffswelle stirbt, scheidet für die Dauer der Angriffswelle aus dem Spiel aus.
BOMBING RUN
In dieser Variante treten zwei Teams gegeneinander an. In der Mitte der Karte befindet sich ein Ball, der von einem Spieler aufgenommen werden muss, der, während er den Ball trägt, keine Waffen benutzen kann, und in ein Tor, das sich in der gegnerischen Basis befindet befördern muss.
Wird der ballführende Spieler getötet, so bleibt der Ball an dieser Stelle liegen und kann von einem anderen Spieler aufgenommen werden.
MUTANT
Bei dieser Spielart handelt es sich wieder um eine Variante des klassischen Deathmatch, bei der jeder gegen jeden antritt. Erzielt ein Spieler einen Frag, so wird er zum „Mutanten“, der über (fast) alle Waffen verfügt und für jeden Frag Punkte bekommt. Die übrigen Spieler müssen nun diesen „Mutanten“ töten (andere Spieler können nicht getötet werden) um selbst zum „Mutanten“ zu werden und Punkte sammeln zu können.
ASSAULT
Auch in dieser Spielvariante wird in Teams gespielt. Dabei hat ein Team unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen (beispielsweise das Erreichen eines bestimmten Punkts, das Zerstören von Gegenständen, ...), während das andere Team diese Aufgabenerfüllung zu verhindern hat. Gewonnen wird eine Runde durch Erfüllung der Aufgabe (Angreifer) oder durch erfolgreiches Verhindern der Aufgabenerfüllung bis zum Zeitablauf (Verteidiger).
In dieser Spielvariante können auch Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
ONSLAUGHT
Hier kämpfen die Teams um die Herrschaft auf der jeweiligen Karte, wobei von Beginn an auch Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die aber auch vom Gegner gestohlen werden können.
Spielt man mit und gegen Bots, so kosten die Teammitglieder Geld (Credits), wobei der fällige Betrag je nach Fähigkeiten des Teammitglieds variiert. Dabei können die Teammitglieder auch entlassen und durch andere Bots ersetzt werden, was aber ebenfalls Geld kostet. Auch können sich die Teammitglieder verletzten und bei der Behandlung dieser Verletzungen wird wieder ein wechselnder Betrag fällig.
Die Arenen können ebenfalls einmalig gegen Zahlung eines Geldbetrages getauscht werden.
Einen nennenswerten Einfluss auf das Spielgeschehen hat dieses Teammanagement allerdings meines Erachtens nicht.
GRAFIK, SOUND & STEUERUNG
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Schon mit UNREAL konnten die Programmierer bezüglich der Grafik auf Basis einer selbst entwickelten (und zigfach lizensierten) Engine Maßstäbe setzen und UNREAL TOURNAMENT sowie UNREAL TOURNAMENT 2003 zählten grafisch zu den besten Spielen ihrer Zeit. UNREAL TOURNAMENT 2004 setzt diese Reihe nahtlos fort und bietet wieder eine Grafik, die keine Wünsche offen läßt und mit einer Vielzahl hervorragender Effekte (Explosionen, ...) gespickt ist.
Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir Sound und Soundeffekte des Spiels. Die Musikuntermalung im Spiel ist sehr geglückt (nervt also nicht innerhalb kürzester Zeit) und paßt nicht nur zum Spiel, sondern paßt sich auch dem Spielverlauf an und die auch die Soundeffekte wirken realistisch (in dem Rahmen, der angesichts des Szenarios möglich ist) und sehr geglückt.
Wie nahezu alle Ego-Shooter, so wird auch in UNREAL TOURNAMENT 2004 über eine Kombination aus Tastatur und Maus gesteuert und selbstverständlich ist auch hier die Tastenbelegung frei konfigurierbar (die voreingestellte Belegung gefiel mir allerdings schon sehr gut). Dabei werden die mit diesen Eingabegeräten gegebenen Kommandos direkt und sehr präzise im Spiel umgesetzt, so dass die Steuerung das Spiel nicht unnötig erschwert.
GEGNER-, WAFFEN- & LEVELDESIGN
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Die Levels (bzw. Maps) in UNREAL TOURNAMENT 2004 sind nicht nur sehr detailreich und ausgewogen gestaltet, sondern bieten auch mehr als ausreichend Abwechslung. So unterscheiden sich die Levels nicht nur nach Innen- und Außenarealen, sondern auch ach ihrem Ambiente (mittelalterlich, futuristisch, ...) und auch reine „Weltraumlevels“ sind im Spiel enthalten. Insgesamt umfasst UNREAL TOURNAMENT 2004 40 verschiedene Karten/Maps.
Bei den Gegnern handelt es sich sowohl um aus den Vorgängerspielen bekannte Charaktere (beispielsweise die Skaarj), aber auch neue Skins sind hinzugekommen. Diese Gegner (sofern vom PC Gesteuert) agieren durchaus nicht völlig ungeschickt. Zwar ist ein menschlicher Gegenspieler sicher die größere Herausforderung, die KI der Bots schien mir aber dennoch besser, als in vielen anderen Shootern.
Die Auswahl der Waffen umfaßt ebenfalls zahlreiches aus den Vorgängern bekanntes Gerät wie beispielsweise die Link Gun, den Reedemer und andere, allerdings wurde das Waffenarsenal mit neuen Waffen wie dem AVRiL und anderem aufgestockt.
Die wesentliche Neuerung ist allerdings die Integration von Fahrzeugen, die sowohl vom Spieler benutzt werden können, als auch als Gegner auftauchen. Die Palette der Fahrzeuge reicht vom Panzer bis hin zum Raumschiff und darüber hinaus stehen in einigen Levels/Maps auch stationäre Waffen zur Verfügung.
So bietet UNREAL TOURNAMENT 2004 eine recht gelungene Mischung aus bekannten Gegnern, Waffen, ... und Neuerungen, von denen die Fahrzeuge sicher die wesentlichste Neuerung sind.
SPIELSPASS
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Zunächst spielte ich UNREAL TOURNAMENT 2004 ausschließlich gegen Bots, was mir von der ersten Minute auch sehr viel Spass bereitet hat. Dabei störte es mich auch nur minimal, dass ich zunächst die Deathmatches bestreiten mußte um die Team-Deathmatches freizuschalten, .... Eine direkte Anwahl eines bestimmten Levels und einer bestimmten Spielvariante ist also grundsätzlich nicht möglich, bevor diese nicht durch erreichen der vorherigen freigeschaltet ist (im so genannten „Schnellstart“ können dagegen alle Karten und Spielarten direkt angewählt werden, allerdings fehlt hier dann das Turnier-Flair). Da mir aber ausnahmslos alle Spielvarianten sehr viel Spass gemacht haben, erachte ich diesen Umstand nicht als wirkliche Schwäche. In den einzelnen Spielvarianten stehen leider nur sehr wenig unterschiedliche Karten zur Verfügung, so dass man die einzelnen Spielvarianten sehr schnell (meines Erachtens etwas zu schnell) durchgespielt hat.
Allerdings schaffte es UNRAEL TOURNAMENT 2004 problemlos, mich dazu zu motivieren, das Spiel auch in höheren Schwierigkeitsgraden durchzuspielen und auch einige Karten habe ich schon mehrfach gespielt.
Im Internet oder LAN bietet mir das Spiel auch nach zig Stunden noch ungebrochenen Spielspass, der mit Sicherheit auch noch sehr lange anhalten wird.
Im Bereich der PC-Spiele scheine ich fast eine Art Traditionalist zu sein, denn mir gefielen die Deathmatchvarianten am besten und ich empfand die Fahrzeuge (die ja eigentlich eine der wesentlichsten Neuerungen im Spiel darstellen) eher als nette Beigabe, spiele die Karten, in denen ich Fahrzeuge benötige aber nur äußerst selten.
Aufgrund der Konzeption als Multiplayer-Shooter kann ich auch die Altersfreigabe nicht völlig nachvollziehen, denn in den meisten Spielvarianten steht eindeutig der Teamgedanke und die Koordination des Teams im Vordergrund und selbst im Deathmatch wirkt das Spiel mit seinen Arenen auf mich eher wie ein sportlicher Wettkampf.
FAZIT
°°°°°°°°
Obwohl ich noch immer eingefleischter QUAKE 3 Fan bin, so muss ich neidlos anerkennen, dass UNREAL TOURNAMENT 2004 der wohl zur Zeit mit Abstand beste Multiplayer-Shooter ist und ich habe mit Begeisterung schon zahlreiche Stunden mit diesem Spiel verbracht (ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft sowohl on- als auch offline noch zahlreiche Stunden hinzukommen werden).
So spreche ich hier eine uneingeschränkte Empfehlung aus und urteile mit SEHR GUT !
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