VW Polo Testbericht

Vw-polo
Schicker-tueroeffner-in-chromoptik-bei-den-fensterhebern-ist-handarbeit-gefragtNach-143-000-km-ist-die-schaltmanschette-kaum-abgewetztDie-blaue-instrumentenbeleuchtung-sieht-cool-ausRecht-schlichte-aber-hervorragend-ablesbare-instrumente
Abbildung beispielhaft
ab 34,56
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  gut
  • Platzangebot:  großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von sd198und2

Tolles Ding mit leichten Schwächen

Pro:

Gutes Auto für (nicht Total-)Anfänger

Kontra:

Wenig Leistung, kaum Ausstattung, kleine Sicherheitsdefizite bei widrigen Witterungsbedingungen.

Empfehlung:

Ja

Vor gut einem Jahr habe ich mir auch einmal ein eigenes Auto gekauft, da ich damals noch nicht soviel Geld besaß entschloss ich mich für einen Polo 86C Coupe Baujahr 1992. Ich habe das Auto damals für 1700 € gekauft, wobei ich dachte der relativ hohe Preis ginge in Ordnung, da das Auto einen soliden und recht gepflegten Eindruck machte.

Leider hatte ich bisher schon einige Probleme mit diesem Wagen, so ging kurz nach dem Kauf die Wasserpumpe kaputt, also musste ich schon nach kurzer Zeit wieder Geld reinstecken. Außerdem war beim Kauf bereits die Spur verstellt, sodass ich Spur und Sturz einstellen lassen und mir zwei neue Vorderreifen kaufen mußte, da der eine schon sehr abgefahren war. Aber das wußte ich ja vom Kauf an, kann da also nicht meckern.
Lange Zeit ging alles gut, bis Anfang diesen Jahres die Bremsen soweit runter waren, dass sie beim Bremsen immer ein ekelhaft schabendes Geräusch machten. Außerdem wackelte das Lenkrad bei etwas stärkeren Bremsungen dermaßen, dass man das Lenkrad kaum festhalten konnte. Ich bin also wieder zur Werkstatt gefahren, denn es ist ja mein erstes Auto und das wird solange repariert, bis eine Reperatur unmöglich ist. Man liebt sein erstes Auto halt. Bei der Werkstatt angekommen eröffnete mir der freundliche Sachbearbeiter nach kurzer Prüfung auch gleich, dass die Bremsscheiben und Beläge und nicht (wie von mir vermutet) nur die Beläge kaputt seien.

Das war meine Persöhnliche Leidensgeschichte, welche meiner Meinung nach in diesem Erfahrungsbericht nicht fehlen sollte, jetzt aber zum Allgemeinen.

Leistung:

Das Auto hat einen 45 PS Motor und 1043 ccm Hubraum, dies macht den Wagen nicht nur langsam, durch den geringen Hubraum beschleunigt er auch wie eine Schnecke. Dies kann schmerzhaft werden, wenn beim Überholvorgang mal wieder der Überholte plötzlich Gas gibt, weil er sich gekränkt fühlt von so einer alten Kiste überholt zu werden, oder wenn man es auf dem Beschleunigungsstreifen auf der Autobahn nicht schafft vor einem LKW einzuschären und somit erstmal einen halben Kilometer auf dem Standstreifen weiter beschleunigen muss. Sitzen Mitfahrer im Auto, so fällt es dem Wagen natürlich noch viel schwerer auf eine erträgliche Geschwindigkeit zu kommen. Das Auto hat eine manuelle 4 Gang Schaltung, nur damit kann man die Beschleunigung noch gerade so ertragen.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt laut Fahrzeugschein 142 Km/h, ich habe ihn jedoch schonmal auf etwa 155 gebracht (kann man beim analogen Tacho ja nicht so gut erkennen). Da war der Wagen jedoch kaum beladen, hatte auch nur ein paar Liter Super getankt, außerdem ging es ehrlich gesagt schon etwas bergab.

Der Wagen hat keine Servolenkung, was wie ich finde jedoch kein Problem darstellt, da ich nur 145 er Reifen drauf habe, damit kann man immer noch ganz gut lenken.

Sicherheit:

Dank meiner neuen Standartbremsen kann man jetzt auch wieder von Sicherheit reden, der Wagen bremst nun einwandfrei, ohne Ruckeln, Stottern und besorgniserregende Geräusche. Trotzdem ist Vorsicht geboten, da der Wagen ausser den Sicherheitsgurten und der Knautschzone keine Sicherheitsextras bietet, kein Seitenaufprallschutz und schon gar kein Air Bag. Das fehlen des ABS lässt den Wgen bei Bremsungen auf nasser Fahrbahn leicht ins rutschen kommen, vor allem wenn es nach langen Trockenphasen mal wieder geregnet hat (Vom gefürchteten Schmierfilm ist die Rede). Bei Schnee sollte man mit diesem Auto eigentlich gar nicht erst auf die Straße (vor allem, wenn man wie ich keine Winterreifen hat). Aber man kann mit diesem Auto ja auch super langsam fahren, so kann man auch im Winter auf die Straße. Außerdem erscheint mir der Polo recht windanfällig.

Ausstattung:

Ich weiß nicht, wie das bei anderen Modellen dieser Baureihe ist, aber meins hat quasi keine nenneswerte Sonderausstattung. Noch nicht mal ein verschließbares Handschuhfach und einen Zigarettenanzünder gabs dazu, dafür aber Aschenbecher vorne und hinten. Der Wagen hat eigentlich lediglich seine 5 Sitzplätze mit Gurten, zwei Aussenspiegel und einen Rückspiegel. In den Wagen passen fünf mittelgroße Personen, die Fußräume sind vorne und hinten groß genug. Der Kofferraum bietet Platz für zwei Getränkekisten und noch etwas kleinkram.


Fazit:

Ob einem das Auto auch optisch gefällt muß jeder für sich entscheiden. Hat man gerade erst seinen Führerschein gemacht (solche Leute kaufen sich ja meist so ein Auto), so sollte man sich bei diesem Auto erstmal mit den Fahreigenschaften bei widrigen Witterungsbedingungen vertraut machen. Dennoch halte ich das Auto vor allem sehr gut für Stadtfahrten, für die Autobahn hat er eigentlich zu wenig Power, ich fahre trotzdem nahezu täglich damit auf der Autobahn, muß mich da nur etwas weiter rechts halten.
Alles in allem kann ich den Kauf eines technisch einwandfreiem Fahrzeugs dieser Bauart empfehlen, würde dafür jedoch keine 1700 € mehr ausgeben, 500 € weniger wären denke ich auch OK gewesen.

12 Bewertungen