Erfahrungsbericht von Bernsteinlicht
Schimmel an den Beinen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Während andere weibliche Familienmitglieder von Natur aus nur mit zwei bis drei Haaren an den Beinen beglückt wurden, kommt es dem Bernsteinlicht manchmal so vor, als wenn meine Gene in der Evolution einen Schritt nicht ganz mitbekommen hätten. Falls ich nicht zu radikalen Bekämpfungsmaßnahmen greife, sehen meine Beine in wenigen Wochen aus, als wenn ich gerade erst von den Bäumen gestiegen wäre und wer will das schon. Nachdem ich von der für ich viel zu schmerzhaften Epilation wieder abgekommen bin, heißt mein Wundermittel nun Enthaarungscreme von Veet. Da ich damit sehr zufrieden war, bin ich natürlich auch offen für alles neue gewesen und das hieß:
Enthaarungs-Mousse
Der große Vorteil im Gegensatz zur Creme sollte sein, daß man die pure Chemie nun nicht mehr mühsam aufspachteln, sondern einfach aufsprühen können sollte. Deshalb gab es dabei nun auch keinen Spachtel, sondern einen kleinen Schwamm dazu, mit dem man den Schaum wieder abwaschen sollte. Danach sollte man - laut der rückseitigen Aufschrift - nicht weiter als \"makellos glatte und zarte Haut\" fühlen. Dafür gibt man auch schon mal 5,99 Euro aus.
Die Anwendung war denkbar einfach: Aufsprühen, 8 Minuten warten, abspülen. Fertig.
Die Wahrheit sah jedoch etwas anders aus. Das aufsprühen war wirklich kein Problem und nach kurzer Zeit sahen meine Beine aus, als wären sie mit einem feinen, leicht flaumigen Schimmel überzogen. Angenehm kühl war es auch noch - zumindest die erste Minuten. Nachdem 5 Minuten vergangen waren, begann ich schon skeptisch zu werden. Von der angenehmen Kühle war nichts mehr zu spüren, dafür wurde es seltsam warm - bei der Creme hatte ich dieses Gefühl nie. Die noch verbliebenen 3 Minuten waren fast schon eine Toutour. Die Wärme hatte sich eindeutig in ein Brennen verwandelt und ich wollte das Zeug nur noch ab haben. Gesagt, getan. Wasser drüber laufen lassen und der Schimmel war verschwunden. Das war aber auch das einzige, was sich verflüchtigt hatte. Die Haare waren noch da.
Nun wollte ich dem Mousse wirklich noch eine Chance geben, denn diese Creme hatte mich noch nie so enttäuscht. Ich redete mir also ein, daß ich sicherlich nicht lange genug gewartet hatte und meine Haut durch das Dresdner Elbwasser vielleicht schon als vorgeschädigt galt.
48 Stunden später gab es deshalb den nächsten Test. Diese 2 Tage sollte man zwischen den Anwendungen auf jeden Fall verstreichen lassen, laß ich auf der Anwendung. Eigentlich etwas seltsam, denn eigentlich soll doch laut Werbung niemand nach nur 2 Tagen mit dieser Mouse schon wieder den Härchen zu Leibe rücken wollen.
Diesmal wartete ich 11 Minuten - obwohl auf der Rückseite steht, daß man es nicht länger als 10 Minuten einwirken lassen sollte. Das Ergebnis war das gleiche. Es brannte und die Haare blieben wo sie waren...
Auf der Vorderseite kann man lesen, daß Veet eine neue verbesserte Formel verwendet. Bernsteinlicht vermutet ja, daß man dabei die haarzerstörende Substanz vergessen hat. Falls diesen Bericht ein Chemiker lesen sollte:
Inhaltsstoffe: Aqua (man könnte auch Wasser sagen), Urea, Butane (welche, wird nicht verraten), Potassium Thioglycate, Sodium Hydroxide, Propane, Isobutane, Cetearyl Alcohol, Sodium Silicate, Petrolatum, Carbomer, bytrospermum Parkii Butter, Parfum, Hexamethyldisiloxane, Paraffin, Prunus Amygdalus Dulcis oil, Sodium Gluconate, Ceteareth-20, Tocopherol, Aloe Barbadensis Miller.
In der Tube hatte man nur 150ml, die Sprühdose fasst hingegen 200 ml.
Die unzureichende Wirksamkeit ist natürlich ärgerlich, aber für geradezu hochgradig nachlässig finde ich, daß auf der Sprühdose ein unumgänglicher Hinweis fehlt.
Während auf der Tube noch zu lesen war, daß durch die Inhaltsstoffe Erblindungsgefahr droht, kann man auf der Sprühflasche nun nur noch lesen, daß man bei Augenkontakt mit viel Wasser spülen soll und den Arzt aufzusuchen hat. Nun weiß ich natürlich nicht, ob bei der Sprühdose, die Stoffe, die zu einer Erblindung führen könne, ersetzt wurden. Falls das aber nicht der Fall ist, finde ich das weglassen dieses Hinweises als grob fahrlässig.
Als Fazit für mich steht jedenfalls fest, daß was neu ist, nicht unbedingt besser sein muß. Ich werde dieses Mouse sicherlich das erste und auch das letzte Mail gekauft haben und wieder zur Enthaarungscreme von Veet zurückkehren - auch wenn ich dann wieder Spachteln muß und den Schimmelpelz nicht mehr sehen kann.
Danke fürs Lesen.
(c) Bernsteinlicht
Enthaarungs-Mousse
Der große Vorteil im Gegensatz zur Creme sollte sein, daß man die pure Chemie nun nicht mehr mühsam aufspachteln, sondern einfach aufsprühen können sollte. Deshalb gab es dabei nun auch keinen Spachtel, sondern einen kleinen Schwamm dazu, mit dem man den Schaum wieder abwaschen sollte. Danach sollte man - laut der rückseitigen Aufschrift - nicht weiter als \"makellos glatte und zarte Haut\" fühlen. Dafür gibt man auch schon mal 5,99 Euro aus.
Die Anwendung war denkbar einfach: Aufsprühen, 8 Minuten warten, abspülen. Fertig.
Die Wahrheit sah jedoch etwas anders aus. Das aufsprühen war wirklich kein Problem und nach kurzer Zeit sahen meine Beine aus, als wären sie mit einem feinen, leicht flaumigen Schimmel überzogen. Angenehm kühl war es auch noch - zumindest die erste Minuten. Nachdem 5 Minuten vergangen waren, begann ich schon skeptisch zu werden. Von der angenehmen Kühle war nichts mehr zu spüren, dafür wurde es seltsam warm - bei der Creme hatte ich dieses Gefühl nie. Die noch verbliebenen 3 Minuten waren fast schon eine Toutour. Die Wärme hatte sich eindeutig in ein Brennen verwandelt und ich wollte das Zeug nur noch ab haben. Gesagt, getan. Wasser drüber laufen lassen und der Schimmel war verschwunden. Das war aber auch das einzige, was sich verflüchtigt hatte. Die Haare waren noch da.
Nun wollte ich dem Mousse wirklich noch eine Chance geben, denn diese Creme hatte mich noch nie so enttäuscht. Ich redete mir also ein, daß ich sicherlich nicht lange genug gewartet hatte und meine Haut durch das Dresdner Elbwasser vielleicht schon als vorgeschädigt galt.
48 Stunden später gab es deshalb den nächsten Test. Diese 2 Tage sollte man zwischen den Anwendungen auf jeden Fall verstreichen lassen, laß ich auf der Anwendung. Eigentlich etwas seltsam, denn eigentlich soll doch laut Werbung niemand nach nur 2 Tagen mit dieser Mouse schon wieder den Härchen zu Leibe rücken wollen.
Diesmal wartete ich 11 Minuten - obwohl auf der Rückseite steht, daß man es nicht länger als 10 Minuten einwirken lassen sollte. Das Ergebnis war das gleiche. Es brannte und die Haare blieben wo sie waren...
Auf der Vorderseite kann man lesen, daß Veet eine neue verbesserte Formel verwendet. Bernsteinlicht vermutet ja, daß man dabei die haarzerstörende Substanz vergessen hat. Falls diesen Bericht ein Chemiker lesen sollte:
Inhaltsstoffe: Aqua (man könnte auch Wasser sagen), Urea, Butane (welche, wird nicht verraten), Potassium Thioglycate, Sodium Hydroxide, Propane, Isobutane, Cetearyl Alcohol, Sodium Silicate, Petrolatum, Carbomer, bytrospermum Parkii Butter, Parfum, Hexamethyldisiloxane, Paraffin, Prunus Amygdalus Dulcis oil, Sodium Gluconate, Ceteareth-20, Tocopherol, Aloe Barbadensis Miller.
In der Tube hatte man nur 150ml, die Sprühdose fasst hingegen 200 ml.
Die unzureichende Wirksamkeit ist natürlich ärgerlich, aber für geradezu hochgradig nachlässig finde ich, daß auf der Sprühdose ein unumgänglicher Hinweis fehlt.
Während auf der Tube noch zu lesen war, daß durch die Inhaltsstoffe Erblindungsgefahr droht, kann man auf der Sprühflasche nun nur noch lesen, daß man bei Augenkontakt mit viel Wasser spülen soll und den Arzt aufzusuchen hat. Nun weiß ich natürlich nicht, ob bei der Sprühdose, die Stoffe, die zu einer Erblindung führen könne, ersetzt wurden. Falls das aber nicht der Fall ist, finde ich das weglassen dieses Hinweises als grob fahrlässig.
Als Fazit für mich steht jedenfalls fest, daß was neu ist, nicht unbedingt besser sein muß. Ich werde dieses Mouse sicherlich das erste und auch das letzte Mail gekauft haben und wieder zur Enthaarungscreme von Veet zurückkehren - auch wenn ich dann wieder Spachteln muß und den Schimmelpelz nicht mehr sehen kann.
Danke fürs Lesen.
(c) Bernsteinlicht
1 Bewertung, 1 Kommentar
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24.10.2005, 16:12 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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