Werbung Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von ladaci

Briefkastenwerbung - verstehen und abwehren

Pro:

seltenst nützliche Informationen

Kontra:

Papiermüll, zeit- und nervraubend

Empfehlung:

Nein

Mein Hilfebericht zu \"Werbung per Post\".

1. Zustand
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Jeder kennt es - man kommt nach Hause, öffnet erschöpft von der Arbeit den Briefkasten und sucht verzweifelt nach der Post, die sich mutmaßlich irgendwo zwischen den vielen bunten Hochglanzprospekten verstecken müßte. Wenn es hoch kommt, würdigt man sie noch eines kurzen Blickes (\"es könnte ja mal was interessantes dabei sein\") und wirft sie dann in den wohlweislich bereitstehenden Werbe-Mülleimer - Immer mit dem komischen Gefühl, \"hoffentlich war jetzt kein Brief dazwischen\". Nach dieser täglichen Zeremonie fragt man sich schon mal, wieviel Kilogramm Papier man in diesem Jahr schon weggeworfen hat und warum diese nervende Geschichte überhaupt sein muß.

2. Sinn und Unsinn der Werbung
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Fast jedes Unternehmen hält sich an die goldene Regel der Wirtschaftslehre, daß mindestens ein Drittel des Ertrages in Werbung investiert werden sollte. Das ist eigentlich auch gut so. Ohne Werbung weniger Umsatz, weniger Effizienz, weniger Ertrag, weniger Gewinn, weniger Eigenkapital aber gleichbleibend hohe Fixkosten. Im Endeffekt ist jeder Arbeitsplatz auf Dauer nur vom Erfolg der Werbung (in Verbindung mit der Qualität des beworbenen Produktes) abhängig.

3. Wer hat etwas vom vollen Briefkasten ?
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Zunächst einmal natürlich die werbetreibende Firma selber. Nämlich bekanntheit der Firma oder des Produktes. Oder beides. Aber eine auch eine ganze Branche lebt von den Investionen der Wirtschaft in ihre Zukunft. Angefangen bei Werbeargenturen, die ihrerseits hochqualifizierte Fachkräfte bezahlen müssen, über kleinere Verteilerfirmen, die für die briefkastenweise Austragung der der Prospekte verantwortlich sind. Zu allerletzt sind es die Austräger selber. Das sind die ärmsten Tropfe in dieser Kette. Am Ende bleiben von den Millionenbeträgen des Auftrages gerademal 1 bis 2 €urocent pro Prospekt bei ihnen. Leider läßt der Otto-Normal-Verbraucher seinen Frust zu gerne an den Austrägern aus - die, die am wenigsten dafür können, sondern lediglich versuchen, ihr Taschen - oder Arbeitslosengeld, oder ihre Rente geringfügig aufzubessern.

4. Regionale Unterschiede
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Erwähnenswert sind die Unterschiede in der Zustellung dieser Werbebotschaften. Es fällt dabei auf, daß in Ballungszentren, wie große Wohngebiete oder ähnliches der Briefkasten voller ist, als im lädlichen Teil einer Stadt. Das ist wohl ein Phänomen, daß durch die Verteilerfirmen und ihre Austräger verursacht wird. Natürlich versucht jeder Austräger in möglichst kurzer Zeit möglichst viele seiner Prospekte loszuwerden, was aber durch die größeren Entfernungen auf dem Land nicht effetiv möglich ist.

5. Hilfsmittel gegen unerwünschte Werbung
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Einige Jahre lang halfen sehr zuverlässig die Aufkleber am Briefschlitz, daß man kein Interesse an Werbung hat und somit das Einwerfen selbiger untersagt. Aufgrund der Tatsache, daß bei Zuwiderhandlung aber kein Mensch etwas für sein Recht getan hat, bleibt er heute häufig unbeachtet. Ich selbst habe erst mit einem Textmarker dieses Verbot an meinem Briefkasten augenscheinlicher werden lassen. Möchte man nicht den Tag damit verbringen, den Briefkasten zu bewachen, bleibt noch \"Plan B\" - ein Eintrag in der sogenannten Robinson-Liste. Angeschlossene Firmen dürfen diesen aufgelisteten Bürgern keine Prospekte zukommen lassen. Genaueres und gleich auch die entsprechenden Links zur Eintragung findet ihr unter http://www.bfd.bund.de/dsvonaz/r4.html .

5. Was tun bei Versagen, dieser Hilfmittel
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Hier liegt der Knackpunkt, der erst gelingt, wenn sehr viele Bürger sich aktiv gegen die unerwünschte Werbeflut wehren. Die Firmen vertrauen nämlich auf die angeborene Trägheit des Menschen. Es handelt rechtwidrig, wer sich über dieses bekanngegebene Verbot hinwegsetzt (Den genauen Paragraphen konnte ich trotz 2stündiger Recherche im Internet leider nicht finden). Hier liegt die stärkste Waffe des \"Geschädigten\". Ein Fax oder ein Einschreiben an die entsprechende Verteilerfirma wird der Sache Einhalt gebieten. Zur Not und nur im Extremfall erstrebenswert ist der Einsatz des Anwaltes. Wer sich diese Zeit und Kosten aber sparen möchte, kann einfach die eingeworfene Werbung UNFREI an die werbende Firma zurückschicken. Ein €uro Portonachzahlung tut den Konzernen noch nicht weh, sollten es aber monatlich 100.000 Einsendungen sein, die nicht nur nachträgliche Portokosten, sondern auch verstopfte Poststellen bedeuten, wird sich der entsprechende Betrieb nach anderen Werbemöglichkeiten umsehen müssen. Das wird wohl aber noch einige Zeit dauern, bis sich das durchsetzt.

6. alternative Möglichkeiten für Werbung
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So ganz möchte eigentlich keiner ohne Werbung auskommen, man will ja im gewissen Maße schon über Aktionen und Angebote informiert werden. Der Umfang der gewünschten Information liegt aber subjektiv und individuell verschieden hoch. Hier empfehle ich den Einsatz von Werbe-SMS-Anbietern, wie MisterAdGood oder dhd24cash oder einen der zahlreichen eMailwerber. Hier liegen klar zwei Vorteile gegenüber der althergebrachten Methode auf der Hand:

1.) entsteht kein Papiermüll. Ich habe leider keine beglaubigte Hochrechnung gefunden, die besagt, wie viel Tonnen Papier jährlich auf diese Weise vernichtet werden.

2.) legt man selber fest, welche Interessen man hat und wie viel Werbung erwünscht ist. Denn was will ein armer Zeitgenosse ohne Auto und/oder Führerschein mit der neuesten Pitstop- oder ADAC-Werbung ?


Bis zum nächsten Bericht

Euer LADACI [email protected]

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