Erfahrungsbericht von x-spawn
VW = Volkverarschungswagen ??
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
VW = Volkverarschungswagen ??
Sorry, für den etwas hart gewählten Titel, aber etwas Anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.
Nachtrag: Beim Korrekturlesen ist mir aufgefallen, dass der Text ziemlich lang und emotional geworden ist. Ich lasse Ihn aber so, weil man so meines Erachtens die Misere besser nachvollziehen kann.
Zur Vorgeschichte:
Als meine Frau voriges Jahr ein eigenes Fahrzeug zur Ausübung ihres Berufes benötigte, schlenderten wir bei einem in Koblenz ansässigen VW-Händler vorbei und entschieden uns recht schnell für einen gebrauchten, schwarzen VW-Passat 1,9 TDI Baujahr 2000.
Wir kauften also dieses Auto mit einem Tachostand von 47.000 Kilometern und waren beide begeistert von diesem Fahrzeug:
Guter Anzug
Übersichtlich
Klasse Handling
Geräumig
Schnell
Sparsam
Gemütlich
Ideal
Die nötigen Inspektionen ließen wir natürlich von der Fachwerkstatt unseres Händlers erledigen. No problem. Wartung muss zum Erhalt der Garantie und des Fahrzeugs ja sein.
So weit - so gut.
Wir sind dann in den Westerwald gezogen und eines Tages, der Kilometerzähler stand bei etwa 71.000 kam uns das Auto auf ein mal etwas langsam vor.
Oh nee. Wat denn nu? Der zieht ja überhaupt nicht mehr. Von 0 auf 50 in 5 Minuten!
Was tun? Mit dieser atemraubenden Geschwindigkeit über die Autobahn zu der Stamm-Werkstatt? Ähh – besser nicht. Also ab, zum nächsten VW-Partner in Montabaur.
Wagen hingestellt, Diagnose erstellen lassen: Turbo kaputt.
Kann passieren, nicht tragisch, da ist ja Garantie auf dem Wagen. Reparaturauftrag erteilt und
A L L E S F I N G A N !!!!!!!
Die nächste Inspektion wäre fällig, sollen wir die gleich mitmachen?
So die Werkstatt. Na, wenn’s Auto gerade da steht, warum also nicht. VW-Werkstatt = VW-Werkstatt oder? Wir wurden eines besseren belehrt.
Drei Tage später bekamen wir unseren Passat zurück: Turbo war nicht kaputt, sondern irgend so ein Schlauch, der zum Turbo gehört.
Inspektion wurde durchgeführt, die üblichen Filter und Flüssigkeiten erneuert. Keine weiteren Mängel, PERFEKT. 310Euro berappt. Naja.
Am nächsten Tag brauchte meine Frau unseren Kombi, also fuhr ich mit dem Passat zur 120 km entfernten Arbeitsstätte.
Auf der Rückfahrt machte sich dann ein leicht dröhnendes, rasselndes Geräusch bemerkbar, welches ich in den ersten Minuten einem plötzlich defekten Auspuff zuschrieb aber nach genauerem hinhören dann doch irgend wo links vorne lokalisierte. Ran an den Parkplatz, genau hinhören. Das Geräusch war weg. JA, DER MOTOR LIEF NOCH ;o)
Also definitiv nicht der Auspuff. Radlager? Antriebswelle? Der war doch gerade erst für teures Geld in der Werkstatt! Fluch, zeter, mecker.
Frustriert mit 80 über die Bahn nach Hause. Waren ja nur noch ein Paar Kilometer. 22Uhr. Also morgen gleich wieder hin, zur Werkstatt.
Der Meister, der die Inspektion gemacht hatte war wohl nicht da, also nahm sich ein Anderer dem Problem an. Er machte eine kurze Probefahrt, stellte das Fahrzeug ab und beauftragte einen Gesellen oder Lehrling, einen Drehmomentschlüssel zu holen. Mit leichtem Lächeln meinte er dann zu mir, dass da wohl ein paar Schrauben locker wären und ging.
Der Geselle oder Lehrling prüfte die Schrauben an dem linken Vorderrad und meinte, dass alle Schrauben an diesem Rad nicht mehr lange an ihrem Platz gehalten hätten, ob ich denn versäumt hätte, diese beim Winter-Sommerreifenwechsel nachzuziehen.
(Den Reifenwechsel ließen wir vor ca. 7000km von unserer Stamm-Werkstatt machen, da diese unsere Reifen einlagert. Und bis vor der Inspektion hatten wir nie Probleme mit irgend welchen Geräuschen. Dies erwähne ich hier zum besseren Verständnis)
Ich stellte gleich folgende Gegenfrage: Wenn man am Turbo etwas reparieren müsste, muss dann dieses linke Vorderrad ab?
Antwort: Muss nicht, aber es würde die Arbeit sehr erleichtern.
????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????
Ich konfrontierte den Meister damit und jetzt kommt es:
Nein, nein, der Reifen muss da nicht ab. Aber, sie haben doch Alu-Felgen. Sie müssen wissen, Alu ist ein sehr weiches Material, da kann es schon ein mal vorkommen, dass sich die ein oder andere Schraube löst.
Originalton von einem VW-Werkstatt-Meister! Unter Zeugen! Kein Witz!
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Ich war so perplex, dass ich keinen Ton mehr heraus bekam. Das der Meister noch sagte, diese „Reparatur“ ginge auf’s Haus und noch eine gute Fahrt wünschte, bekam ich nur so am Rande mit. Jetzt realisierte ich erst das Ausmaß:
Was hätte alles passieren können, Reifenverlust bei 180 auf der linken Spur? Alle möglichen Szenarien rauschten durch meinen Kopf. Meine Frau ist im 7. Monat schwanger, was, wenn sie mit dem Wagen gefahren wäre? HORROR! Mein Adrenalinspiegel sprengte jede Scala!
Ich meine, seit 210.000 Kilometer fahre ich bei unserem Kombi, einem 94er Audi 100, breite Alu-Socken mit einem härteren Fahrwerk. Noch nie! habe ich dort lockere Schrauben festgestellt.
Aber, wenn das wirklich so wäre, fahren dann hier in Deutschland Millionen von unsicheren, mit lockeren Schrauben an ihren Alu-Felgen geplagte Fahrzeuge herum?
Oder ist das nur bei VW so, da wir auf dem Passat ja die original Alu-Felgen fahren?
Haben wir hier einen vertuschten VW-Herstellungsfehler? Wohl kaum. Ein Wort: SCHLAMPEREI!
Und dann auch noch dreist einem Kunden, auf gut deutsch, Scheiße erzählen, anstatt mal von sich aus nachzuforschen.
Aber es geht ja noch weiter:
Ich habe wegen der Schrauben nichts weiter unternommen, nur den Vorsatz, dort nie wieder unser Auto hin zu bringen. (Am liebsten hätte ich dem „Meister“ mit seinem Drehmomentschlüssel den Schädel eingeschlagen, aber ich kann mich ja beherrschen).
Da meine Frau den Kombi für sich beanspruchte, fuhr ich also munter weiter mit dem Passat zur Arbeit. Bis ich den Tachostand 74.500 erreichte (bei einer Fahrleistung von rund 250 Kilometern am Tag geht das ja fix).
Auf der Rückfahrt (fast schon ein Fluch) ging bei Tempo 140 auf einmal der Motor aus.
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHH!
Warnblinkanlage an! Zum Standstreifen manövrieren! Versuchen den Motor wieder zu beleben! Nur Anlasser wimmern – kein Erfolg! Aussteigen! Tief Luft holen! ADAC rufen!
Dieser kam dann auch nach 30 Minuten, schaute kurz nach und fragte, ob ich denn noch Garantie auf das Fahrzeug hätte. ?? Warum ??
ZAHNRIEMEN GERISSEN! FATALER MOTORMORD!
Ich war verzweifelt! Die Karre anzünden und mit Kriegsgeschrei Drumherum hüpfen?
Na, Abschleppwagen gerufen! Mit der VW-Hotline telefoniert, sehr nett, Notdienstwerkstatt ausfindig gemacht (es waren ja schon nach 20Uhr). Ersatzwagen bestellt. Nach 2 Stunden kam dann der Abschleppwagen, der mich dann zu der VW-Werkstatt nach Dierdorf brachte, wo ich schon von dem Notdiensthabenden erwartet wurde.
Formalitäten erledigt, Leihwagen übernommen (auf Mobilitätsgarantie, da kostet mich der Wagen ja nix). Nach Hause. Insgesamt 5 Stunden Zeitverlust!
Den letzten Inspektionsbericht heraus gekramt, durchgelesen, folgenden Eintrag gefunden:
Zahnriemen für Nockenwellenantrieb, Verschleiß prüfen: in Ordnung
Hmmm, hätte da nicht etwas gewechselt werden müssen? Mir keimt der Verdacht auf, dass auch da geschlampt wurde. Wurde bei der angeblichen Inspektion wirklich was bemacht, oder hab ich da nur für heiße Luft bezahlt...
Nach acht Tagen (inklusive Feiertag und Wochenende) konnte ich dann den Passat wieder in Dierdorf abholen.
Sehr erfreulich: Den neuen Motor, Kostenpunkt laut Rechnung 4.500,- Euro wurde zu 70% auf Kulanz und zu 30% von der Gebrauchtwagengarantie übernommen. Das Einzigste, was wir zahlen mussten, waren diverse Motor-Flüssigkeiten mit 180Euro und den Leihwagen mit 190 Euro.
Aber HALT! Flüssigkeiten OK. Aber den Leihwagen???? Dafür habe ich doch die Mobilitätsgarantie!
Ha ha ha ha ha ha ha ha ha!!!!! Aber nur für 3 Tage. Anscheinend ist man bei VW der Meinung, dass man von acht Tagen ja nur drei mobil ist.
Hätte ich das vorher gewusst (immer das Kleingedruckte lesen!!), hätte ich auf einen ordentlichen Leihwagen bestanden.
So habe ich 190 Euro für einen alten, abgewrackten, aus der Klimaanlage stinkenden, an allen Ecken und Kanten knarrenden, lahmen, einskommasechser Audi A4 gezahlt. Ich hab vorher nix gesagt, weil ich dachte, na, wenn der umsonst ist...........was soll’s.
Tja, wenn ich mir das so recht überlege, habe ich von Anfang an alles falsch gemacht.
Ich hätte mir wohl nicht so viel gefallen lassen sollen, hätte schon bei den Schrauben den Vorfall eskalieren lassen sollen, brüllend, mit hochroten Kopf die VW-Leute dort zusammenscheißen sollen, den Mobilitätsgarantiewagen dem Notdiensthabenden im übertragenen Sinne um die Ohren schmeißen sollen, u.s.w.
Man kommt heut zu Tage wahrscheinlich nur noch so mit den Dienstleistern zurecht.
Dies war mir auf jeden Fall eine Lehre. Die Gutgläubigkeit habe ich jedenfalls verloren.
Ich bin jetzt nur mal gespannt, was noch so alles auf mich zu kommt. Nach 1000 Kilometern muss die Karre noch mal zur Werkstatt um irgend so einen Checkup wegen dem neuen Motor zu machen.
Ich werde da natürlich zu unserer Stamm-Werkstatt fahren ( schon wieder 40 Kilometer, die nicht hätten sein müssen). Und, jetzt reitet mich der Teufel ;o) ich werde diesen Bericht hier mal mitnehmen und dort vorlegen. Update folgt!
Fakt ist, der prima Service hat mich so viel Zeit, Nerven und unnötiges Geld gekostet, dass ich den Wagen, der wirklich Anfangs viel Spaß gemacht hat, mittlerweile regelrecht hasse (Emotionen sind schon recht seltsame Begleiter) und ihn sobald es die finanzielle Lage erlaubt, abstoßen werde.
Einen VW kaufen wir auf jeden Fall nie wieder. Das Vertrauen ist leider futsch.
Sorry, für den etwas hart gewählten Titel, aber etwas Anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.
Nachtrag: Beim Korrekturlesen ist mir aufgefallen, dass der Text ziemlich lang und emotional geworden ist. Ich lasse Ihn aber so, weil man so meines Erachtens die Misere besser nachvollziehen kann.
Zur Vorgeschichte:
Als meine Frau voriges Jahr ein eigenes Fahrzeug zur Ausübung ihres Berufes benötigte, schlenderten wir bei einem in Koblenz ansässigen VW-Händler vorbei und entschieden uns recht schnell für einen gebrauchten, schwarzen VW-Passat 1,9 TDI Baujahr 2000.
Wir kauften also dieses Auto mit einem Tachostand von 47.000 Kilometern und waren beide begeistert von diesem Fahrzeug:
Guter Anzug
Übersichtlich
Klasse Handling
Geräumig
Schnell
Sparsam
Gemütlich
Ideal
Die nötigen Inspektionen ließen wir natürlich von der Fachwerkstatt unseres Händlers erledigen. No problem. Wartung muss zum Erhalt der Garantie und des Fahrzeugs ja sein.
So weit - so gut.
Wir sind dann in den Westerwald gezogen und eines Tages, der Kilometerzähler stand bei etwa 71.000 kam uns das Auto auf ein mal etwas langsam vor.
Oh nee. Wat denn nu? Der zieht ja überhaupt nicht mehr. Von 0 auf 50 in 5 Minuten!
Was tun? Mit dieser atemraubenden Geschwindigkeit über die Autobahn zu der Stamm-Werkstatt? Ähh – besser nicht. Also ab, zum nächsten VW-Partner in Montabaur.
Wagen hingestellt, Diagnose erstellen lassen: Turbo kaputt.
Kann passieren, nicht tragisch, da ist ja Garantie auf dem Wagen. Reparaturauftrag erteilt und
A L L E S F I N G A N !!!!!!!
Die nächste Inspektion wäre fällig, sollen wir die gleich mitmachen?
So die Werkstatt. Na, wenn’s Auto gerade da steht, warum also nicht. VW-Werkstatt = VW-Werkstatt oder? Wir wurden eines besseren belehrt.
Drei Tage später bekamen wir unseren Passat zurück: Turbo war nicht kaputt, sondern irgend so ein Schlauch, der zum Turbo gehört.
Inspektion wurde durchgeführt, die üblichen Filter und Flüssigkeiten erneuert. Keine weiteren Mängel, PERFEKT. 310Euro berappt. Naja.
Am nächsten Tag brauchte meine Frau unseren Kombi, also fuhr ich mit dem Passat zur 120 km entfernten Arbeitsstätte.
Auf der Rückfahrt machte sich dann ein leicht dröhnendes, rasselndes Geräusch bemerkbar, welches ich in den ersten Minuten einem plötzlich defekten Auspuff zuschrieb aber nach genauerem hinhören dann doch irgend wo links vorne lokalisierte. Ran an den Parkplatz, genau hinhören. Das Geräusch war weg. JA, DER MOTOR LIEF NOCH ;o)
Also definitiv nicht der Auspuff. Radlager? Antriebswelle? Der war doch gerade erst für teures Geld in der Werkstatt! Fluch, zeter, mecker.
Frustriert mit 80 über die Bahn nach Hause. Waren ja nur noch ein Paar Kilometer. 22Uhr. Also morgen gleich wieder hin, zur Werkstatt.
Der Meister, der die Inspektion gemacht hatte war wohl nicht da, also nahm sich ein Anderer dem Problem an. Er machte eine kurze Probefahrt, stellte das Fahrzeug ab und beauftragte einen Gesellen oder Lehrling, einen Drehmomentschlüssel zu holen. Mit leichtem Lächeln meinte er dann zu mir, dass da wohl ein paar Schrauben locker wären und ging.
Der Geselle oder Lehrling prüfte die Schrauben an dem linken Vorderrad und meinte, dass alle Schrauben an diesem Rad nicht mehr lange an ihrem Platz gehalten hätten, ob ich denn versäumt hätte, diese beim Winter-Sommerreifenwechsel nachzuziehen.
(Den Reifenwechsel ließen wir vor ca. 7000km von unserer Stamm-Werkstatt machen, da diese unsere Reifen einlagert. Und bis vor der Inspektion hatten wir nie Probleme mit irgend welchen Geräuschen. Dies erwähne ich hier zum besseren Verständnis)
Ich stellte gleich folgende Gegenfrage: Wenn man am Turbo etwas reparieren müsste, muss dann dieses linke Vorderrad ab?
Antwort: Muss nicht, aber es würde die Arbeit sehr erleichtern.
????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????
Ich konfrontierte den Meister damit und jetzt kommt es:
Nein, nein, der Reifen muss da nicht ab. Aber, sie haben doch Alu-Felgen. Sie müssen wissen, Alu ist ein sehr weiches Material, da kann es schon ein mal vorkommen, dass sich die ein oder andere Schraube löst.
Originalton von einem VW-Werkstatt-Meister! Unter Zeugen! Kein Witz!
????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????
Ich war so perplex, dass ich keinen Ton mehr heraus bekam. Das der Meister noch sagte, diese „Reparatur“ ginge auf’s Haus und noch eine gute Fahrt wünschte, bekam ich nur so am Rande mit. Jetzt realisierte ich erst das Ausmaß:
Was hätte alles passieren können, Reifenverlust bei 180 auf der linken Spur? Alle möglichen Szenarien rauschten durch meinen Kopf. Meine Frau ist im 7. Monat schwanger, was, wenn sie mit dem Wagen gefahren wäre? HORROR! Mein Adrenalinspiegel sprengte jede Scala!
Ich meine, seit 210.000 Kilometer fahre ich bei unserem Kombi, einem 94er Audi 100, breite Alu-Socken mit einem härteren Fahrwerk. Noch nie! habe ich dort lockere Schrauben festgestellt.
Aber, wenn das wirklich so wäre, fahren dann hier in Deutschland Millionen von unsicheren, mit lockeren Schrauben an ihren Alu-Felgen geplagte Fahrzeuge herum?
Oder ist das nur bei VW so, da wir auf dem Passat ja die original Alu-Felgen fahren?
Haben wir hier einen vertuschten VW-Herstellungsfehler? Wohl kaum. Ein Wort: SCHLAMPEREI!
Und dann auch noch dreist einem Kunden, auf gut deutsch, Scheiße erzählen, anstatt mal von sich aus nachzuforschen.
Aber es geht ja noch weiter:
Ich habe wegen der Schrauben nichts weiter unternommen, nur den Vorsatz, dort nie wieder unser Auto hin zu bringen. (Am liebsten hätte ich dem „Meister“ mit seinem Drehmomentschlüssel den Schädel eingeschlagen, aber ich kann mich ja beherrschen).
Da meine Frau den Kombi für sich beanspruchte, fuhr ich also munter weiter mit dem Passat zur Arbeit. Bis ich den Tachostand 74.500 erreichte (bei einer Fahrleistung von rund 250 Kilometern am Tag geht das ja fix).
Auf der Rückfahrt (fast schon ein Fluch) ging bei Tempo 140 auf einmal der Motor aus.
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHH!
Warnblinkanlage an! Zum Standstreifen manövrieren! Versuchen den Motor wieder zu beleben! Nur Anlasser wimmern – kein Erfolg! Aussteigen! Tief Luft holen! ADAC rufen!
Dieser kam dann auch nach 30 Minuten, schaute kurz nach und fragte, ob ich denn noch Garantie auf das Fahrzeug hätte. ?? Warum ??
ZAHNRIEMEN GERISSEN! FATALER MOTORMORD!
Ich war verzweifelt! Die Karre anzünden und mit Kriegsgeschrei Drumherum hüpfen?
Na, Abschleppwagen gerufen! Mit der VW-Hotline telefoniert, sehr nett, Notdienstwerkstatt ausfindig gemacht (es waren ja schon nach 20Uhr). Ersatzwagen bestellt. Nach 2 Stunden kam dann der Abschleppwagen, der mich dann zu der VW-Werkstatt nach Dierdorf brachte, wo ich schon von dem Notdiensthabenden erwartet wurde.
Formalitäten erledigt, Leihwagen übernommen (auf Mobilitätsgarantie, da kostet mich der Wagen ja nix). Nach Hause. Insgesamt 5 Stunden Zeitverlust!
Den letzten Inspektionsbericht heraus gekramt, durchgelesen, folgenden Eintrag gefunden:
Zahnriemen für Nockenwellenantrieb, Verschleiß prüfen: in Ordnung
Hmmm, hätte da nicht etwas gewechselt werden müssen? Mir keimt der Verdacht auf, dass auch da geschlampt wurde. Wurde bei der angeblichen Inspektion wirklich was bemacht, oder hab ich da nur für heiße Luft bezahlt...
Nach acht Tagen (inklusive Feiertag und Wochenende) konnte ich dann den Passat wieder in Dierdorf abholen.
Sehr erfreulich: Den neuen Motor, Kostenpunkt laut Rechnung 4.500,- Euro wurde zu 70% auf Kulanz und zu 30% von der Gebrauchtwagengarantie übernommen. Das Einzigste, was wir zahlen mussten, waren diverse Motor-Flüssigkeiten mit 180Euro und den Leihwagen mit 190 Euro.
Aber HALT! Flüssigkeiten OK. Aber den Leihwagen???? Dafür habe ich doch die Mobilitätsgarantie!
Ha ha ha ha ha ha ha ha ha!!!!! Aber nur für 3 Tage. Anscheinend ist man bei VW der Meinung, dass man von acht Tagen ja nur drei mobil ist.
Hätte ich das vorher gewusst (immer das Kleingedruckte lesen!!), hätte ich auf einen ordentlichen Leihwagen bestanden.
So habe ich 190 Euro für einen alten, abgewrackten, aus der Klimaanlage stinkenden, an allen Ecken und Kanten knarrenden, lahmen, einskommasechser Audi A4 gezahlt. Ich hab vorher nix gesagt, weil ich dachte, na, wenn der umsonst ist...........was soll’s.
Tja, wenn ich mir das so recht überlege, habe ich von Anfang an alles falsch gemacht.
Ich hätte mir wohl nicht so viel gefallen lassen sollen, hätte schon bei den Schrauben den Vorfall eskalieren lassen sollen, brüllend, mit hochroten Kopf die VW-Leute dort zusammenscheißen sollen, den Mobilitätsgarantiewagen dem Notdiensthabenden im übertragenen Sinne um die Ohren schmeißen sollen, u.s.w.
Man kommt heut zu Tage wahrscheinlich nur noch so mit den Dienstleistern zurecht.
Dies war mir auf jeden Fall eine Lehre. Die Gutgläubigkeit habe ich jedenfalls verloren.
Ich bin jetzt nur mal gespannt, was noch so alles auf mich zu kommt. Nach 1000 Kilometern muss die Karre noch mal zur Werkstatt um irgend so einen Checkup wegen dem neuen Motor zu machen.
Ich werde da natürlich zu unserer Stamm-Werkstatt fahren ( schon wieder 40 Kilometer, die nicht hätten sein müssen). Und, jetzt reitet mich der Teufel ;o) ich werde diesen Bericht hier mal mitnehmen und dort vorlegen. Update folgt!
Fakt ist, der prima Service hat mich so viel Zeit, Nerven und unnötiges Geld gekostet, dass ich den Wagen, der wirklich Anfangs viel Spaß gemacht hat, mittlerweile regelrecht hasse (Emotionen sind schon recht seltsame Begleiter) und ihn sobald es die finanzielle Lage erlaubt, abstoßen werde.
Einen VW kaufen wir auf jeden Fall nie wieder. Das Vertrauen ist leider futsch.
16 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.06.2002, 09:06 Uhr von traxdata
Bewertung: sehr hilfreichauch hier ;-)
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