Wien Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von mahakala
Wien ist anders
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wenn man sich der alten Haupt und Residenzstadt Wien über die Autobahn nähert, sieht man bisweilen Plakate auf denen eigenartige Früchte oder Herzen mit der Bezeichnung "Wien ist anders" zu sehen sind.
Wie wahr, wie wahr.
Wien ist viel anders als man glaubt:
Die Donau ist trotz der andersfarbigen Postkarten nicht blau, einen echten Wiener mit dem goldenen Herzen werden sie nie treffen und auch die Sängerknaben beenden ihren Lebensabend nicht als Lippizaner beim Heurigen.
Der Kaiser mit dem schönen weissen Bart ist auch schon lange tot und seine Frau, die Kaiserin Sissi, die eigentlich mit "Lisi" unterschrieb, hats hier auch nicht lange ausgehalten - hat mit Schiff, Gefolge und Milchkuh die Adria und Ägäis unsicher gemacht.
Sonst waren aber alle wichtigen da:
die Kelten haben den Römern, die geschützt durch den Limes in Vindobona sassen (Provinz Pannonien), ihr norisches Eisen verhökert (teilweise selbständige Provinz Norikum), Kaiser Marc Aurel hat hier in seinem Zelt philosophiert über Gott und die Welt. Über der Donau sassen die grimmen Markomannen uns Quaden in den Wäldern und beneideten die Römer um ihre Fussbodenheizungen und Thermalbäder in Oberlaa.(Hier befinden sich die älteste Kirche Wiens und viele günstige Heurige).
Zur Zeit der Völkerwanderung und nachher ging es turbulent zu, Goten, Kimbern, Hunnen, Awaren, Langobarden Franken, Mongolen, Böhmen unter Ottokar, Ungarn unter Mathias Corvinius (Die Wiener liebten ihn) und zuletzt die Türken standen und kämpften um Wien.
Diese gleich zweimal, 1529 und 1683 (der Kaiser und sein Hofstaat waren derweilen vorsichtshalber in Linz).Und Wien war die letzte große befestigte Stadt an der Donau, wäre Wien gefallen, spräche man in München vielleicht türkisch - (Karl Valentin in türkisch - faszinierender Gedanke).
Aber nun zurück zu Wien.
Die Habsburger, eine urprünglich schweizer Familie baute in kluger Weise ein gewaltiges Reich auf, von dem man mit Fug und Recht sagen konnte, in ihm ginge die Sonne nicht unter.Das hatte alles seinen Niederschlag im Stadtbild. Von Spanien brachte man neben den Lipizanern noch das Hofzeremoniell mit, viele Ausländer wie etwa Prinz Eugen von Savoyen dienten dem Kaiser, es wurde nach Vertreibung der Türken - selbige ging gleich bis Belgrad, viel gebaut, Schönbrunn, das Belvedere, die Hofburg wurde ausgebaut und rings um Wien entstanden grossartige Adelssitze.
Die Kaiser sammelten auch viel Kunstwerke,die, in den Museen zu besichtigen ebenso interessant sind wie der älteste Tiergarten der Welt, der Schönbrunner Zoo, (heuer 250 Jahre alt geworden, P.S. in eigener Sache: unsere Familie wurde vor 238 Jahren von Kaiserin Maria Theresia geadelt - kein Zusammenhang mit dem Zoo, meine Familie war damals in Prag!).
Das Programm der möglichen Besichtigungen richtet sich nach der Verweildauer hier. Unbedingt sehenswert sind Innere Stadt mit Steffl, Burg und Ringstrasse (da sind praktischerweise die schönsten Bauten aufgefädelt) das Belvedere und Schönbrunn).
Neuere, beliebte Ziele sind das Hundertwasserhaus
Führund zum "3.Mann" ins Kanalnetz oder die Gasometer in Simmering.
Für Kunstliebhaber sind da noch die vielen Museen
einige exotische darunter wie das Kriminalmuseeum,
das Heeresgeschichtliche NMuseum im Arsenal (mit Österreichs Flotte!)Museen in der Burg, sowie das Burgtheater u. andere.
Mit der U-Bahn, (günstige Tages oder Mehrtagesfahrschein lösen) kommt man schnell überall hin.Fiakerfahrten und Heurigenbesuche in Grinzing sind teuer, günstiger sind die kleineren Heurigen (Weinschenken) in Nussdorf oder Oberlaa.
Wer jetzt noch keine Lust hat Wien zu sehen, kann man nicht helfen
Wie wahr, wie wahr.
Wien ist viel anders als man glaubt:
Die Donau ist trotz der andersfarbigen Postkarten nicht blau, einen echten Wiener mit dem goldenen Herzen werden sie nie treffen und auch die Sängerknaben beenden ihren Lebensabend nicht als Lippizaner beim Heurigen.
Der Kaiser mit dem schönen weissen Bart ist auch schon lange tot und seine Frau, die Kaiserin Sissi, die eigentlich mit "Lisi" unterschrieb, hats hier auch nicht lange ausgehalten - hat mit Schiff, Gefolge und Milchkuh die Adria und Ägäis unsicher gemacht.
Sonst waren aber alle wichtigen da:
die Kelten haben den Römern, die geschützt durch den Limes in Vindobona sassen (Provinz Pannonien), ihr norisches Eisen verhökert (teilweise selbständige Provinz Norikum), Kaiser Marc Aurel hat hier in seinem Zelt philosophiert über Gott und die Welt. Über der Donau sassen die grimmen Markomannen uns Quaden in den Wäldern und beneideten die Römer um ihre Fussbodenheizungen und Thermalbäder in Oberlaa.(Hier befinden sich die älteste Kirche Wiens und viele günstige Heurige).
Zur Zeit der Völkerwanderung und nachher ging es turbulent zu, Goten, Kimbern, Hunnen, Awaren, Langobarden Franken, Mongolen, Böhmen unter Ottokar, Ungarn unter Mathias Corvinius (Die Wiener liebten ihn) und zuletzt die Türken standen und kämpften um Wien.
Diese gleich zweimal, 1529 und 1683 (der Kaiser und sein Hofstaat waren derweilen vorsichtshalber in Linz).Und Wien war die letzte große befestigte Stadt an der Donau, wäre Wien gefallen, spräche man in München vielleicht türkisch - (Karl Valentin in türkisch - faszinierender Gedanke).
Aber nun zurück zu Wien.
Die Habsburger, eine urprünglich schweizer Familie baute in kluger Weise ein gewaltiges Reich auf, von dem man mit Fug und Recht sagen konnte, in ihm ginge die Sonne nicht unter.Das hatte alles seinen Niederschlag im Stadtbild. Von Spanien brachte man neben den Lipizanern noch das Hofzeremoniell mit, viele Ausländer wie etwa Prinz Eugen von Savoyen dienten dem Kaiser, es wurde nach Vertreibung der Türken - selbige ging gleich bis Belgrad, viel gebaut, Schönbrunn, das Belvedere, die Hofburg wurde ausgebaut und rings um Wien entstanden grossartige Adelssitze.
Die Kaiser sammelten auch viel Kunstwerke,die, in den Museen zu besichtigen ebenso interessant sind wie der älteste Tiergarten der Welt, der Schönbrunner Zoo, (heuer 250 Jahre alt geworden, P.S. in eigener Sache: unsere Familie wurde vor 238 Jahren von Kaiserin Maria Theresia geadelt - kein Zusammenhang mit dem Zoo, meine Familie war damals in Prag!).
Das Programm der möglichen Besichtigungen richtet sich nach der Verweildauer hier. Unbedingt sehenswert sind Innere Stadt mit Steffl, Burg und Ringstrasse (da sind praktischerweise die schönsten Bauten aufgefädelt) das Belvedere und Schönbrunn).
Neuere, beliebte Ziele sind das Hundertwasserhaus
Führund zum "3.Mann" ins Kanalnetz oder die Gasometer in Simmering.
Für Kunstliebhaber sind da noch die vielen Museen
einige exotische darunter wie das Kriminalmuseeum,
das Heeresgeschichtliche NMuseum im Arsenal (mit Österreichs Flotte!)Museen in der Burg, sowie das Burgtheater u. andere.
Mit der U-Bahn, (günstige Tages oder Mehrtagesfahrschein lösen) kommt man schnell überall hin.Fiakerfahrten und Heurigenbesuche in Grinzing sind teuer, günstiger sind die kleineren Heurigen (Weinschenken) in Nussdorf oder Oberlaa.
Wer jetzt noch keine Lust hat Wien zu sehen, kann man nicht helfen
14 Bewertungen, 2 Kommentare
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22.03.2003, 15:58 Uhr von Goldband
Bewertung: sehr hilfreichNa, mal sehen, ob uns Wien um die Ostertage wieder empfängt?!
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02.08.2002, 17:48 Uhr von old_dragon
Bewertung: sehr hilfreichja ja wien IST eben einfach anders! liebe grüße von einer NÖlerin, die täglich nach wien pendelt :-)
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