Der Wixxer (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von XxAnGeLxX

Ob wir wirklich mal alle zu Wixxern werden?

Pro:

Olli Dietrich und Bastian Pastewka, viele gelungen Witze (und Anspielungen), Kulisse...

Kontra:

Teils schauspielerische Leistung, einige Witze/ Übertreibungen, konnte mich nicht vollkommen überzeugen

Empfehlung:

Ja

Liebe Leserinnen, liebe Leser!


„Der WiXXer“ – ein Film, von dem ich nicht so recht wusste, was ich von ihm halten sollte. Als ich die Vorschau gesehen habe, war ich erst einmal skeptisch, denn ich kann nicht oft über derartige Filme lachen. Aber ich habe immer öfter gehört, dass der Film gut und auch wirklich witzig sein sollte. Außerdem spielen viele deutsche Schauspieler mit, denen ich auch so gerne zusehe. Mein Freund hat zwar noch einmal nachgefragt „Meinst du echt, dass der Film etwas für dich ist?“ als ich mich dazu entschlossen habe ins Kino zugehen, aber auch das hat mich nicht davon abgehalten, ihn mir letztendlich doch anzugucken… gesagt, getan, ich habe mir ím Mai „Der WiXXer“ angeschaut. Und glaubt mir: Der Kinosaal war richtig, richtig voll!


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>>>*D I E * S T O R Y*<<<
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In England / London finden immer wieder mysteriöse Morde statt, die Londons Unterwelt erschüttern. Doch der Mörder, der „Der WiXXer“ genannt wird, wurde immer noch nicht gefasst. Auch Doris und Dieter Dubinsky, zwei deutsche Touristen, die aus Bitterfeld in Ost-Deutschland kommen und ihre Flitterwochen in England verbringen wollen, werden Zeugen eines mysteriösen Mordes. Auf der Suche nach ihrer Unterkunft befinden sie sich kurz vor Blackwhite Castle, wo sie auf den Mönch mit der Peitsche treffen. Doch plötzlich kommt ein Transporter, der den Mönchen überfährt und daraufhin auch verschwindet. Während Dieter D. noch über diese mysteriösen Mord nachdenkt, wird auch noch seine Frau Doris entführt und Dieter entschließt sich, den Mord zu melden (dass seine Frau auch noch verschwunden ist, ist für ihn erst einmal unwichtig).

Sir John von Scotland Yard möchte für diesen Fall unbedingt seine besten Männer einschalten. Er ruft also Chief Inspector Even Longer, der sich im Moment ziemlich hängen lässt, weil er seinen geliebten Kollegen Rather Short verloren hat. Even Longer musste dabei zu sehen, wie „der WiXXer“ noch einmal zugeschlagen hat. Er konnte nichts unternehmen, um seinen Kollegen zu retten, was ihn sichtlich mitnimmt. Doch als Sir John ihm dann auch noch seinen neuen Kollegen Inspector Very Long vorstellt, ist er erst recht verzweifelt. Mit seiner Art kommt der Chief Inspector nämlich gar nicht zu recht, aber ihm bleibt nichts anderes übrig als mit ihm zusammenzuarbeiten.

Als der Tourist Dieter Dubinsky ihnen dann erzählt, was vorgefallen ist, haben die Männer von Scotland Yard sofort den Verdacht, dass Earl of Cockwood, der in dem Blackwhite Castle lebt, etwas mit dem Mord zu tun haben könnte. Die beiden Inspektoren fahren also zu diesem mysteriösen Ort (Blackwhite Castle ist so traditionsbewusst, dass dort alles schwarz-weiß ist) um sich den Mann einmal vorzunehmen. Dort treffen sie auch das erste Mal auf den Butler Hatler, auf die alte Dame Miss Drycunt und die schöne Miss Pennymarket, für die sich der Chief Inspector sofort interessiert. Doch die beiden Inspektoren kommen nicht wirklich weiter, selbst den Mädchenhandel, den Cockwood betreibt, bemerken sie noch nicht. Die Ermittlungen gehen also weiter…

Wird der WiXXer noch öfter zuschlagen? Werden die Inspektoren herausbekommen, wer der WiXXer ist? Wird der Chief Inspector über den Verlust seines geliebten Kollegens hinwegkommen? Und wo ist Doris Dubinsky eigentlich hin? Fragen über Fragen, die der Film, wenn ihr euch ihn ansehen solltet, sicherlich beantworten wird.


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>>>*MEINE MEINUNG*<<<
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*…zu den Schauspielern*

Zunächst ist das Ehepaar Dubinsky zu sehen. Doris D. wird von Anke Engelke, Dieter D. von Olli Dietrich gespielt, zwei Comedy-Darsteller, die ich auch so schon sehr witzig finde. Die schauspielerische Leistung von den beiden finde ich echt gut, wobei mich Olli Dietrich noch etwas mehr überzeugt hat. Fabelhaft finde ich z.B. den ostdeutschen Dialekt, denn allein darüber könnte man sich schon totlachen. Die Dubinskys stellen zwar nur Nebenrollen dar, aber man muss trotzdem einige Male über diese Figuren lachen, wobei ich Doris´ Art aber des öfteren „übertrieben“, Dieter dagegen einfach nur witzig finde.

Als nächstes wären die beiden Hauptdarsteller bzw. die beiden Inspekteure zu nennen. Chief Inspector Even Longer wird von Oliver Kalkofe, Inspector Very Long wird von Bastian Pastewka gespielt. Oliver Kalkofe hat mich nur teils überzeugen können, wobei ich schon sagen kann, dass er in seine Rolle passt. Vor allem am Anfang hat man ihm den „versoffenen“ bzw. heruntergekommenen und deprimierenden Zustand abgekauft und man wusste von vornherein mit wem man es zu tun hat. Doch richtig witzig fand ich Oliver K. meistens nicht, da fand ich Bastian Pastewka schon überzeugender. Ich würde fast sagen, dass er seine Rolle perfekt gespielt hat, denn auch seine Mimiken und Gestiken haben seine Art „unterstützt“. Vor allem über den Rosenverkäufer (der auch von Bastian Pastewka gespielt wird), der in den unmöglichsten Szenen auftaucht, musste man immer wieder lachen. Insgesamt aber doch schon ein lustiges Team, obwohl die Inspektoren eigentlich ja überhaupt nicht zusammenpassen.

Die schauspielerische Leistung der anderen Darsteller kann man als zufrieden stellend bezeichnen. Erwähnenswert wären hier noch Christoph M. Herbst, der den Butler Hatler (Anspielung auf Hitler) darstellt und über den ich auch einige Male lachen musste, Thomas Fritsch als Earl of Cockwood, Thomas Heinze als Rather Short und Tanja Wenzel als Miss Pennymarket (ich zähle hier nicht alle Darsteller auf, da das den Rahmen sprengen würde). Auch Günther Jauch als Moderator und die No Angels als Girl-Group waren mit von der Partie. Diesen wurde zum Schluss auch noch ein besonderer Dank ausgesprochen, auch wenn deren Rollen nicht wirklich groß waren. Sie haben eigentlich sich selbst gespielt und waren darin natürlich überzeugend. Im Großen und Ganzen finde ich es gut, dass man so „bekannte“ Schauspieler genommen hat, denn das macht einen ganz großen Teil des Filmes aus.


*…zu dem Film allgemein*

Der Film „Der WiXXer“, dessen Drehbuch vom Comedy-Trio Kalkofe, Pastewka und Welke geschrieben wurde, soll eine Parodie auf den Edgar-Wallace-Film „Der Hexer“ aus dem Jahre 1964 darstellen. Leider kenne ich diesen Film nicht und kann aus diesem Grund auch nicht bewerten, ob ihnen diese Parodie gelungen ist. Aber eines kann man sagen: Es kommen auch andere bekannte Dinge vor, z.B. eine Kampftechnik aus dem Film „Matrix“ (die ich dann aber nicht mehr ganz so passend fand, weil das einfach schon zu oft genommen wurde). Auch zu einigen Witzen bzw. Kommentaren von Butler Hatler sollte man ein geringes Hintergrund– bzw. Allgemeinwissen von der deutschen Geschichte bzw. Hitler haben. Und Dieter Bohlen sollte man übrigens auch kennen, aber zu viel verrate ich hier mal nicht…

Insgesamt darf man von der Geschichte natürlich nicht allzu viel erwarten. Die eigentliche Story ist schnell erzählt, aber ich denke, dass der Film viel mehr Wert auf andere Dinge legt. So spielen natürlich die Gags eine große Rolle und es wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Auch bei cinema.de kann man die Beurteilung wiederfinden, dass der Film bis ins Detail liebevoll gestaltet wurde und schon die Kulissen und die Kostüme den Eindruck erwecken, dass die Edgar Wallace-Serie fortgesetzt und nicht parodiert wurde. Als Beispiel einer guten Kulisse kann man natürlich Blackwhite Castle nennen, welches sehr gut dargestellt wurde. Gerade der Übergang von Farbe ins Schwarz-Weiße ist beeindruckend (wenn auch schwer vorstellbar).

Ganz besonders witzig fand ich, wie bereits erwähnt, Bastian Pastewka und Olli Dietrich. Über diese beiden Darsteller musste ich immer wieder lachen, was ich nicht gedacht hätte. Ebenso fand ich den Butler Hatler superwitzig, obwohl ich hier ganz sicher bin, dass einige ihn gar nicht gut fanden. Ohne derartige Schauspieler, die man als Comedy-Star kennt und eh schon superwitzig findet, würden die Witze (denke ich mal) nur halb so gut sein.
Allerdings musste ich leider auch feststellen, dass nicht durchgehend gute Witze auftauchten und dass ich nicht die ganze Zeit lachen konnte. Einiges fand ich übertrieben (Beispiele für die, die den Film kennen: Das mit den 45 Sek. Zeit für die alte Dame oder den Fahrrädern zum Schluss). Anderes fand ich dagegen sehr witzig, wie z.B. die ersten 10 Minuten (wo ich fast durchgehend lachen musste). Beispiel hierfür wäre als Dieter Dubinsky den Inspektoren verschwiegen hat, dass seine Frau verschwunden ist und dies mit dem Satz „Ich dachte, sie haben auch so genug zu tun“ begründete. ;-) Hin und wieder kamen dann auch wieder mehrere gute Gags, aber dann gab es auch Szenen, wo mir der Film „langatmig“ vorkam (wenn man das sagen kann, wo der Film nur 83 Min. lang ist). Manchmal konnte ich auch feststellen, dass andere im Kinosaal gelacht haben, ich aber noch nicht einmal „lächeln“ musste. Liegt also wahrscheinlich an mir und nicht an dem Film. Insgesamt kann ich aber schon sagen, dass ich hier mehr lachen musste als bei manch anderen Filmen.

Manchmal kann man Szenen auch als „blöd“ oder absurd bezeichnen, beispielsweise als die Inspektoren den Transporter betrachten und nach Beweisen suchen, obwohl diese absolut offensichtlich sind. In derselben Szene stehen auch ein paar Polizisten neben dem Transporter und grillen, was in der Realität ebenfalls nicht vorkommen würde. Hier kann man noch viele weitere Beispiele und auch Personen nennen, wie den Frosch mit der Maske oder den Arsch mit Ohren. Ziemlich blöd, aber auch irgendwie witzig. So auch einige Namen, denn z.B. die Söhne von Cockwood heißen Pommi und Fritti. Zu viel möchte ich nicht verraten, aber ich könnte noch viel mehr erzählen…

Die Art, wie der Film gezeigt wird, finde ich teils gut, teils nicht ganz so gut. Anfangs werden einige Zeitungsartikel gezeigt, denn über den WiXXer wird inzwischen in fast jeder Zeitschrift berichtet (z.B. auch SuperIllu, Cosmopolitan oder Bravo). Diese Szenen wechseln allerdings so schnell, dass man nicht unbedingt alle Überschriften der Artikeln lesen kann, die eigentlich aber immer sehr witzig sind. Wenn Szenen wechseln, geschieht das oft durch das „XX“ von „WiXXer“. Diese Buchstaben wischen das alte Bild praktisch von der Leinwand um das neue Bild aufzudecken. Diese Art von Szenenwechsel mag ich nicht unbedingt gerne. Manchmal laufen auch mehrere Bilder nebeneinander ab, was ich wieder witzig finde, auch wenn man vielleicht nicht immer alles überblicken kann. Die Kameraführung ist nicht aufwendig, aber doch gut.

Das einzig „schlimme“, was hier vorkommt, ist eine verbrannte Leiche, aber selbst das sieht nicht wirklich makaber aus. Die FSK mit 12 Jahren finde ich daher in Ordnung, auch wenn 12jährige vielleicht nicht ganz so oft lachen können wie erwachsene Menschen, die den Hintergrund verstehen. Aber im Endeffekt muss jeder selbst wissen, ob er auf so eine Art Humor steht oder nicht.



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>>>*F A Z I T *<<<
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Ich kann nicht sagen, dass ich den Film richtig genial fand, denn dafür fand ich ihn manchmal einfach zu blöd und übertrieben, aber ich habe es auch nicht bereut ihn anzusehen. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, gebe ich letztendlich aber doch 3. Ich habe ehrlich gesagt auch etwas mehr erwartet, konnte aber doch ziemlich oft lachen. Einige Gags waren alt, aber es kamen auch viele neue vor. Manche Gags kamen überraschend, andere wiederum nicht. Genauso ist es bei den Schauspielern: Einige können überzeugen, andere nicht ganz so. Am besten fand ich Olli Dietrich und Bastian Pastewka, über die ich fast jedes Mal lachen musste. Ingesamt ein Film, den man zwar nicht sehen MUSS, aber sich gut ansehen kann. :-)

Liebe Grüße,

XxAnGeLxX



© 26.o5.2004 Tanja L.

34 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Mayani

    02.08.2005, 20:27 Uhr von Mayani
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hab letztens mit meinem Freund die DVD ausgeliehen, weil wir keine Zeit hatten zusammen in den Film zu gehen. Ich war doch enttäuscht. Ich liebe Anke Engelke, Bastian Pastewka und Olli Ditrich, dagegen hasse ich den Kalkhofe. "Kalkhofes Mat

  • plötzlichpapa

    12.04.2005, 15:28 Uhr von plötzlichpapa
    Bewertung: sehr hilfreich

    der Abend und die Stimmung muss nur stimmen. Den Wixxer habe ich leider noch nicht gesehen, obwohl ich ihn immer sehen wollte. Ein schöner Bericht.

  • Andreas68

    01.11.2004, 21:50 Uhr von Andreas68
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich kann über Slapstick-Humor nicht lachen. dieses Grimasen-Schneiden, Sprechen in hohem Diskant und sich idiotisch Bewegen finde ich einfach albern und langweilig. Aber der Bericht ist, abgesehen von verzichtbaren Anglizismen wie story und gags, gut

  • Weitgedacht

    17.08.2004, 20:01 Uhr von Weitgedacht
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Bericht war schön und gut geschrieben. Sicherlich hat der Film keinen großen Anspruch war aber auch nicht zu erwarten(wie schon der Name erahnen lässt). Am besten war die Entdeckung des Täters... aber wer das war wird nicht verrate