Erfahrungsbericht von DieEine
Scary Movie meets Edgar Wallace und Oliver Kalkofe
Pro:
zum schmunzeln komisch, gute Comedians als Darsteller, schwarz-weiß-Effekt
Kontra:
hatte mir mehr versprochen, Dialoge sind etwas platt
Empfehlung:
Ja
Am Dienstag war mal wieder Kino-Tag. Schon seit Wochen freue ich mich auf den Film von und mit Oliver Kalkofe und da ich meiner Mutter auch mal wieder was Gutes tun wollte, habe ich sie kurzerhand mit in \"Der Wixxer\" geschleppt.
Naja, schleppen musste ich sie nicht, sie ist ganz freiwillig mitgegangen, weil sie Herrn Kalkofe und auch Herrn Bastewka genauso gerne mag wie ich.
Ob mir als großer Fan von „Kakofes Mattscheibe\" der Film gefallen hat, erfahrt ihr in folgendem Bericht.
_Die Story
**********
Das Bitterfelder Pärchen Dieter und Doris Dubinsky (Olli Dittrich, Anke Engelke) macht Urlaub in England und verläuft sich auf dem Weg zu den „blühenden Landschaften\" Englands tief im Wald von Blackwhite Castle.
In tiefen Nebelschwaden begegnen sie schließlich dem \"Mönch mit der Peitsche\", der kurz bevor er grausam zuschlagen kann, von einem Bus überfahren wird.
Am Steuer dieses Busses sitzt der neue Star der Londoner Unterwelt: \"Der Wixxer\"!
Obwohl \"Der Mönch mit der Peitsche\" zu den gefürchtetsten Gangstern gehört hat, muss dieser Mord natürlich aufgeklärt werden.
Scotland Yard Chef Sir Long (Wolfgang Völz) setzt für die Ermittlungen seinen Chief Inspektor Even Longer (Oliver Kalkofe) und dessen neuen, frisch von der Polizeischule entlassenen, Partner Very Long (Bastian Pastewka) ein.
Even Longer kann sich aber nicht so richtig auf den Fall konzentrieren, denn er hat vor kurzem seinen langjährigen Partner Rather Short (Thomas Heinze) bei einem Anschlag des Wixxers verloren.
Kurz nachdem der Mönch mit der Peitsche überfahren wurde, ist Doris Dubinsky entführt worden und Dieter meldet sich als Zeuge bei Scotland Yard.
Die Ermittlungen führen die Inspektoren in traditionsbewusste Schloss Blackwhite Castle (auf dem die Welt schwarz-weiß ist), auf dem seit Jahren Möpse gezüchtet worden. Der Hausherr, der Earl of Cockwood (Thomas Fritsch) scheint etwas zu verbergen zu haben, aber weder der hitlereske Butler Hatler (Christoph Maria Herbst), noch die Mops-Sitterin Miss Pennymarket (Tanja Wenzel) hauen ihren Chef in die Pfanne und so müssen Long und Longer selbst dahinterkommen, dass der Earl einen illegalen Girl-Group-Handel mit dem Importeur Smeerlap (Lars Rudolph), den man durchaus auch als Kinski-Parodie sehen kann, betreibt.
Aber noch mehr als das: der Earl of Cockwood ist so etwas wie der Herrscher der Unterwelt, denn alle Schurken, vom Frosch mit der Maske bis zum Arsch mit den Ohren, arbeiten für ihn und alle Schurken haben Angst vor dem Wixxer, denn der Wixxer plant alle Unterwelt-Schurken umzubringen, falls sie ihm \"ihre Stadt\" nicht freiwillig überlassen.
Ob das Very Long und Even Longer zulassen werden?
_Allgemeines
*************
\"Der Wixxer\", BRD 2003
Regie: Tobi Baumann
Drehbuch: Oliver Kalkofe, Oliver Welke, Bastian Pastewka
Produktion: Rat Pack Filmproduktion
Darsteller: Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Wolfgang Völz, Thomas Heinze, Thomas Fritsch, Christoph Maria Herbst, Anke Egelke
Verleih: Falcom Media Group
Länge: 85 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Homepage: www.weristderwixxer.de
Kinostart: 20.05.04
_Meine Meinung
****************
Alle aufsteigenden Comedians in einem Film, dazu noch alte Hasen des deutschen Films wie Thomas Fritsch, Wolfgang Völz und Thomas Heinze und ein Drehbuch von Oliver Kalkofe, Oliver Welk und Bastian Pastewka – da kann ja eigentlich nicht viel schief laufen, oder?
Um es gleich vorwegzunehmen, ich hatte mir von \"Der Wixxer\" mehr versprochen. Vor allem hatte ich mehr Wortwitz und bissige Dialoge erwartet, aber stattdessen, verleihen die Darsteller ihren Charakteren mit ihrer Mimik und Gestik Profil, was mir einfach ein bisschen zu platt ist.
Vor allem bei der Figur des Hatler reicht die Gestik, nachdem die ersten Lacher verklungen sind, einfach nicht aus, um mich dauerhaft zu faszinieren.
\"Der Wixxer\" ist aber eine gelungene Parodie auf die Edgar Wallace Filme, vor denen ich mich als Kind immer so gegruselt habe und die ja eigentlich gar nicht gruselig waren bzw. sind.
Gruselig und spannend ist der Wixxer auch nicht, vielmehr wird die anfangs schon skurrile Story immer verzwickter und skurriler und das einzig und allein um der Comedy Willen. Ein ausgefeiltes Drehbuch hat \"Der Wixxer\" nicht. Kalkofe, Welke und Bastewka haben dort nur alles verarbeitet was ihnen an Banalitäten in den Wallace-Verfilmungen aufgefallen ist.
Spannend ist der Film also nicht, vor allem auch deshalb nicht, weil man spätestens bei der zweiten Nahaufnahme des Wixxers weiß, wer hinter der Maske steckt.
Obwohl der Film nicht das ist, was ich erwartet hatte und kein bisschen Spannung in sich birgt, habe ich mich gut amüsiert (allerdings hab ich immer an Stellen gelacht, die die Leute um mich rum wohl nicht so witzig fanden).
Der Film ist sehr witzig gemacht und erinnert mich an vielen Stellen an Klassiker wie „Die nackte Kanone\" oder \"Scary Movie\". Diese Filme sind auch streckenweise nicht zum Brüllen komisch, aber lassen einen sehr oft schmunzeln.
Auch beim Wixxer werden einige Filme, jetzt mal von den Edgar Wallace-Streifen abgesehen, auf die Schippe genommen. So ist Doris Dubinsky zum Beispiel als einzige Gefangene vom Earl in einer Zelle á la \"Schweigen der Lämmer\" eingesperrt und natürlich darf bei der \"Wixxer\" eine Parodie auf den meist parodierten Film \"E.T. - Der Außerirdische\" nicht fehlen.
Besonders kreativ finde ich bei \"Der Wixxer\" allerdings den Wechsel zwischen schwarz-weiß und Farbe. Technisch sind diese Wechsel zwar meiner Meinung nach nicht so gut gemacht, aber die Idee, den Film schon in der farbigen Gegenwart spielen zu lassen, aber trotzdem den Charme der Wallace-schwarz-weiß-Filme einfließen zu lassen, finde ich sehr gelungen.
_Mein Fazit
************
Wer die mitspielenden Comedians mag und im Kino einfach mal ein bisschen entspannen und abschalten will, sollte sich \"Der Wixxer\" nicht entgehen lassen.
Wer Oliver Kalkofe und seinen Humor nicht mag (sowas soll´s ja geben), sollte an der Kinokasse lieber eine Karte für einen anderen Film kaufen.
Man muss eben auf albernen Quatsch stehen, um bei \"Der Wixxer\" richtig abzufeiern.
Naja, schleppen musste ich sie nicht, sie ist ganz freiwillig mitgegangen, weil sie Herrn Kalkofe und auch Herrn Bastewka genauso gerne mag wie ich.
Ob mir als großer Fan von „Kakofes Mattscheibe\" der Film gefallen hat, erfahrt ihr in folgendem Bericht.
_Die Story
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Das Bitterfelder Pärchen Dieter und Doris Dubinsky (Olli Dittrich, Anke Engelke) macht Urlaub in England und verläuft sich auf dem Weg zu den „blühenden Landschaften\" Englands tief im Wald von Blackwhite Castle.
In tiefen Nebelschwaden begegnen sie schließlich dem \"Mönch mit der Peitsche\", der kurz bevor er grausam zuschlagen kann, von einem Bus überfahren wird.
Am Steuer dieses Busses sitzt der neue Star der Londoner Unterwelt: \"Der Wixxer\"!
Obwohl \"Der Mönch mit der Peitsche\" zu den gefürchtetsten Gangstern gehört hat, muss dieser Mord natürlich aufgeklärt werden.
Scotland Yard Chef Sir Long (Wolfgang Völz) setzt für die Ermittlungen seinen Chief Inspektor Even Longer (Oliver Kalkofe) und dessen neuen, frisch von der Polizeischule entlassenen, Partner Very Long (Bastian Pastewka) ein.
Even Longer kann sich aber nicht so richtig auf den Fall konzentrieren, denn er hat vor kurzem seinen langjährigen Partner Rather Short (Thomas Heinze) bei einem Anschlag des Wixxers verloren.
Kurz nachdem der Mönch mit der Peitsche überfahren wurde, ist Doris Dubinsky entführt worden und Dieter meldet sich als Zeuge bei Scotland Yard.
Die Ermittlungen führen die Inspektoren in traditionsbewusste Schloss Blackwhite Castle (auf dem die Welt schwarz-weiß ist), auf dem seit Jahren Möpse gezüchtet worden. Der Hausherr, der Earl of Cockwood (Thomas Fritsch) scheint etwas zu verbergen zu haben, aber weder der hitlereske Butler Hatler (Christoph Maria Herbst), noch die Mops-Sitterin Miss Pennymarket (Tanja Wenzel) hauen ihren Chef in die Pfanne und so müssen Long und Longer selbst dahinterkommen, dass der Earl einen illegalen Girl-Group-Handel mit dem Importeur Smeerlap (Lars Rudolph), den man durchaus auch als Kinski-Parodie sehen kann, betreibt.
Aber noch mehr als das: der Earl of Cockwood ist so etwas wie der Herrscher der Unterwelt, denn alle Schurken, vom Frosch mit der Maske bis zum Arsch mit den Ohren, arbeiten für ihn und alle Schurken haben Angst vor dem Wixxer, denn der Wixxer plant alle Unterwelt-Schurken umzubringen, falls sie ihm \"ihre Stadt\" nicht freiwillig überlassen.
Ob das Very Long und Even Longer zulassen werden?
_Allgemeines
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\"Der Wixxer\", BRD 2003
Regie: Tobi Baumann
Drehbuch: Oliver Kalkofe, Oliver Welke, Bastian Pastewka
Produktion: Rat Pack Filmproduktion
Darsteller: Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Wolfgang Völz, Thomas Heinze, Thomas Fritsch, Christoph Maria Herbst, Anke Egelke
Verleih: Falcom Media Group
Länge: 85 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Homepage: www.weristderwixxer.de
Kinostart: 20.05.04
_Meine Meinung
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Alle aufsteigenden Comedians in einem Film, dazu noch alte Hasen des deutschen Films wie Thomas Fritsch, Wolfgang Völz und Thomas Heinze und ein Drehbuch von Oliver Kalkofe, Oliver Welk und Bastian Pastewka – da kann ja eigentlich nicht viel schief laufen, oder?
Um es gleich vorwegzunehmen, ich hatte mir von \"Der Wixxer\" mehr versprochen. Vor allem hatte ich mehr Wortwitz und bissige Dialoge erwartet, aber stattdessen, verleihen die Darsteller ihren Charakteren mit ihrer Mimik und Gestik Profil, was mir einfach ein bisschen zu platt ist.
Vor allem bei der Figur des Hatler reicht die Gestik, nachdem die ersten Lacher verklungen sind, einfach nicht aus, um mich dauerhaft zu faszinieren.
\"Der Wixxer\" ist aber eine gelungene Parodie auf die Edgar Wallace Filme, vor denen ich mich als Kind immer so gegruselt habe und die ja eigentlich gar nicht gruselig waren bzw. sind.
Gruselig und spannend ist der Wixxer auch nicht, vielmehr wird die anfangs schon skurrile Story immer verzwickter und skurriler und das einzig und allein um der Comedy Willen. Ein ausgefeiltes Drehbuch hat \"Der Wixxer\" nicht. Kalkofe, Welke und Bastewka haben dort nur alles verarbeitet was ihnen an Banalitäten in den Wallace-Verfilmungen aufgefallen ist.
Spannend ist der Film also nicht, vor allem auch deshalb nicht, weil man spätestens bei der zweiten Nahaufnahme des Wixxers weiß, wer hinter der Maske steckt.
Obwohl der Film nicht das ist, was ich erwartet hatte und kein bisschen Spannung in sich birgt, habe ich mich gut amüsiert (allerdings hab ich immer an Stellen gelacht, die die Leute um mich rum wohl nicht so witzig fanden).
Der Film ist sehr witzig gemacht und erinnert mich an vielen Stellen an Klassiker wie „Die nackte Kanone\" oder \"Scary Movie\". Diese Filme sind auch streckenweise nicht zum Brüllen komisch, aber lassen einen sehr oft schmunzeln.
Auch beim Wixxer werden einige Filme, jetzt mal von den Edgar Wallace-Streifen abgesehen, auf die Schippe genommen. So ist Doris Dubinsky zum Beispiel als einzige Gefangene vom Earl in einer Zelle á la \"Schweigen der Lämmer\" eingesperrt und natürlich darf bei der \"Wixxer\" eine Parodie auf den meist parodierten Film \"E.T. - Der Außerirdische\" nicht fehlen.
Besonders kreativ finde ich bei \"Der Wixxer\" allerdings den Wechsel zwischen schwarz-weiß und Farbe. Technisch sind diese Wechsel zwar meiner Meinung nach nicht so gut gemacht, aber die Idee, den Film schon in der farbigen Gegenwart spielen zu lassen, aber trotzdem den Charme der Wallace-schwarz-weiß-Filme einfließen zu lassen, finde ich sehr gelungen.
_Mein Fazit
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Wer die mitspielenden Comedians mag und im Kino einfach mal ein bisschen entspannen und abschalten will, sollte sich \"Der Wixxer\" nicht entgehen lassen.
Wer Oliver Kalkofe und seinen Humor nicht mag (sowas soll´s ja geben), sollte an der Kinokasse lieber eine Karte für einen anderen Film kaufen.
Man muss eben auf albernen Quatsch stehen, um bei \"Der Wixxer\" richtig abzufeiern.
26 Bewertungen, 1 Kommentar
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31.05.2004, 01:02 Uhr von Packer
Bewertung: sehr hilfreichSehr nützliche Information dachte das der Film besser gewesen wäre LG Michael
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