Hannibal (DVD) Testbericht

Hannibal-dvd-thriller
ab 6,64
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Derberni

Hannibal-Die große Kino-Enttäuschung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

1.Vorwort
2.Handlung
3.Meine Kritik
4.Mein Fazit


1.Vorwort:
Wie schon mit vielen anderen erfolgreichen Hollywood-Filmen geschehen, wurde auch eine Fortsetzung von einem der Psychoschocker-Erfolge der 90er Jahre (Das Schweigen der Lämmer) in die zweite Runde geschickt: HANNIBAL
Gleich vorweg: Wer erwartet, mit Hannibal einen würdigen Nachfolger von -Das Schweigen der Lämmer- sehen zu können, der wird mehr als frustriert das Kino wieder verlassen.

Hannibal war, jedenfalls für mich, die Kino-Enttäuschung 2001 schlechthin.

2.Handlung:
Kommen wir aber erst kurz und knapp zur Handlung. Ich werde hier nicht sehr viel schreiben, denn ich möchte dem Leser, der diesen Film nicht gesehen hat und ihn trotz meiner Kritik noch sehen möchte, nicht alles vorwegnehmen.

Hannibal Lecter, der berühmte menschenfressende Doktor, ist auf freiem Fuß und arbeitet jetzt als Kunstprofessor in Florenz. Sein einziges Opfer, das überlebte, ist Mason Verger. In seiner Funktion als Psychiater brachte Lecter seinen damaligen Patienten Verger dazu, sich selbst mit einer Glasscherbe das Gesicht zu verstümmeln und nun will sich Verger rächen. Das führt dazu, daß Lecter einen italienischen Polizisten tötet, wieder nach Amerika zurückkehrt und sich erneut mit Clarice Starling, der FBI-Agentin (Julianne Moore), in Verbindung setzt.

3. Meine Kritik:
Einer der großten Schwachpunkte ist für mich Julianne Moore. Sie wirkt blaß und unbeholfen. Die vielschichtige Rolle der Clarice Starling läßt sie äußerst flach aussehen. An eine Judie Foster, die mit ihrer unglaubichen Austrahlung glänzen konnte, kommt sie einfach nicht heran. Julianne Moore ist mit Sicherheit eine sehr gute Schauspielerin, aber hier wirkt sie einfach nur fehl am Platz.

Überzeugend ist für mich auch nicht Anthony Hopkins. Von ihm habe ich mehr erwartet. Er verkörpert zwar einen diabolischen, kaltblütigen Mörder, soll dabei aber gleichzeitig einen gebildeten, kultivierten Mann von Welt darstellen. Die Dialoge sind dafür aber einfach zu schwach, sie wirken aufgesetzt und künstlich poetisch. Der Glanz, den er noch bei -Das Schweigen der Lämmer- ausstrahlte, ist in -Hannibal-verloren gegangen.

Aber die größten Einwände, die man gegen den Film machen muss, sind vor allem moralischer Art. Der Film stellt Szenen von fast schon perverser Grausamkeit dar. Sie werden nicht wie in -Das Schweigen der Lämmer- angedeutet, nein sie werden gezeigt und in ihrer Bildsprache auch noch als cool verkauft. Nach dem Motto: Wer dabei nicht wegschauen muß, der hat es drauf. Der Vorgänger-Film von Hannibal hatte das damals jedenfalls nicht nötig! Hannibal schon, denn ohne diese Szenen wäre der Film einfach nicht der Rede wert.
Wenn Menschen von wilden Schweinen zerfleischt werden, wenn jemand mit offenem Schädel sein eigenes Gehirn ißt, dann ist
die FSK-Freigabe von 18 Jahren keinesfalls unbegründet. Man sollte sie noch viel höher setzten, damit sich keiner diesen Film antuen muß!

4. Mein Fazit
Es gibt wirklich sehenswertere Filme. Das Ziel, ein würdiger Nachfolger für -Das Schweigen der Lämmer- zu sein, hat
-Hannibal- um Längen verfehlt.

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