Hannibal (DVD) Testbericht

Hannibal-dvd-thriller
ab 6,64
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Ludwig123

Inhaltsangabe zum Horrorschocker "Hannibal"

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Inhaltsangabe

Der Film beginnt mit einer Action-Szene auf einem Fischmarkt, in der die FBI-Agentin Clarice Starling einen Einsatz gegen die Drogendealerin Evelda Drumgo leitet. Bei der Aktion sterben 5 Menschen, darunter Starlings ehemaliger Ausbilder John Brigham, sowie die Drogendealerin Evelda Drumgo. Starling wird zu Unrecht für diesen Misserfolg verantwortlich gemacht und steht kurz vor ihrer Suspendierung.
Der Multimillionär Mason Verger, das einzige Opfer von Hannibal Lecter, das überlebt hat, haust in einem riesigen Anwesen. Er will sich an Dr. Lecter rächen, denn er hat zwar überlebt, sein Gesicht ist seitdem jedoch völlig entstellt, sein Körper ist bis auf eine Hand vollständig gelähmt und er hängt an einem Beatmungsgerät.
Dr. Hannibal Lecter lebt unerkannt unter dem Pseudonym Dr. Fell in der italienischen Stadt Florenz, wo er sich um die Stelle des Kurators der Caponi Bibliothek im Palazzo Vecciho bewirbt. Als Hannibal von Starlings Misserfolg erfährt, sendet er ihr einen Brief, der es der FBI-Agentin erlaubt, ihm auf die Spur zu kommen.
Der Florentiner Polizeiinspektor Pazzi erkennt mit Hilfe der Webseiten des FBI, dass Dr. Fell nur ein Pseudonym für den gesuchten Serienmörder Dr. Lecter ist. Diese Information will er für 3 Millionen $ an eine geheimnisvolle Organisation verkaufen, hinter der Mason Verger steckt. Pazzi benötigt dafür die Fingerabdrücke von Hannibal, die Verger eine einwandfreie Identifikation des Serienmörders gewährleisten. Dies gelingt dem Polizeiinspektor mit Hilfe eines Armreifs, auf dem er sich die Fingerabdrücke von Hannibal gesichert hat. Kurze Zeit später bemerkt Hannibal diese Falle und lässt Pazzi einen qualvollen Tod am Strick sterben. Dr. Lecter flüchtet daraufhin in die USA.
Mason Verger besticht den Vorgesetzten Starlings, Paul Krendler, der eine Aktion einleitet, dessen Folge die Suspendierung Starlings ist. Sie soll nun als Köder für Verger dienen, um Hannibal zu fangen, da dieser eine gewisse Sympathie für sie zeigt. Der Plan geht auf und Hannibal wird von Masons Leuten festgehalten. Er soll daraufhin den Kampfschweinen, die in Sardinien gezüchtet wurden, zum Fraß vorgeworfen werden. Durch Starlings unerwartetes und unerlaubtes Auftauchen gelingt ihnen zusammen die Flucht. Starling ist jedoch durch einen Schuss von Masons Leuten verwundet und wird von Hannibal gerettet. Mason sowie einige seiner Angestellten werden von den Kampfschweinen zerfleischt.
Dr. Lecter flüchtet mit der verwundeten Starling in das Ferienhaus von Paul Krendler, diesen hat er genau wie Starling, unter Drogen gesetzt. Hannibal öffnet vor ihren Augen Krendlers Schädeldecke und lässt ihm von seinem eigenen Gehirn essen. Letztendlich wird die FBI-Agentin von der Polizei gefunden und Hannibal gelingt per Flugzeug die Flucht.

Filmkritik

Der Film „Hannibal“ hatte seine Deutschlandpremiere bei der 51. Berlinale, wo er nur mäßigen Beifall bekam. Überhaupt hat „Hannibal“ größtenteils schlechte Kritiken einstecken müssen. Trotzdem war der Ansturm auf die Kinos groß, was sicherlich mit dem Erfolg des ruhmreichen Vorgängers zusammenhängt. Die meisten Kritiken beziehen sich auf die sehr detaillierte Darstellung von Gewaltszenen in „Hannibal“. „Scott hätte sich mehr vom subtilen Horror aus „Das Schweigen der Lämmer“ inspirieren lassen sollen“ , ist zu hören. „Trotz dieser Gewaltszenen entsteht keine Spannung“ , titelte die Nachrichtenagentur dpa. Aus anderen Quellen ist wiederum zu hören, dass der Film doch spannend sei. Die gleichen Meinungsverschiedenheiten entstehen bei der Frage, ob der Film langweilig gewesen ist. Manche seien fast eingeschlafen, andere seien beeindruckt gewesen. Einig sind sich die Kritiker nur beim völlig absurden Ende, das auch durchweg schlechte Kritik hat einstecken müssen. Die Handlung schleppt sich nur mühsam voran, vieles ist zu absehbar. In Anlehnung an „Das Schweigen der Lämmer“ bleiben nur Fragmente eines faszinierenden psychologischen Duells übrig, da es keine direkten Dialoge, ausgenommen die Brief- und Telefondialoge, zwischen Starling und Hannibal gibt. Zudem gefiel einigen Zuschauern Hannibal besser hinter Gittern, wie in Freiheit als „braver“ Kunstliebhaber und Kurator einer Bibliothek. „Der neue Lecter [...], der nur in Bedrängnis auf seine ganz besondere Weise zuschlägt“ , ist einfach zu harmlos. Viele werfen dem Nachfolger von „Das Schweigen der Lämmer“ auch vor, dass dieser nur auf Profit bedacht ist und den Erfolg vom Vorgänger in finanzieller Hinsicht ausnutzen will. Ärgerlich sind auch einige dramaturgische Sprünge, z.B. stellt sich die Frage, wie Mason Vergers „Kampfschweine“ so schnell und ohne Probleme von Sardinien in die USA kommen. Oft mangelt es also an der Logik. Das Fehlen einiger Nebenfiguren z.B. Ardelia Mapp, eine gute Freundin Starlings, die im Buch erwähnt wird, taucht im Film nicht mehr auf. Diese Kleinigkeiten runden die Filmhandlung zum Negativen ab.
Ich selbst habe den Film als spannend empfunden. Sicherlich war er an einigen Stellen eklig, wie ich finde, aber das gibt ihm auch eine gewisse Brisanz und ist keineswegs nur negativ zu betrachten. Ausgenommen ist natürlich das Ende, das einfach nur absurd und unlogisch ist. Als ich den Film das erstemal gesehen habe, hat er mir größtenteils gut gefallen. Ich finde die Kritiken ein wenig übertrieben. „Hannibal“ ist bestimmt nicht so gut, wie sein Vorgänger, aber man sollte ihn nicht andauernd mit „Das Schweigen der Lämmer“ vergleichen. Es ist verlockend dies zu tun, da sich „Hannibal“ auf etliche Dinge des Vorgängers beruft, z.B. Fotos der Opfer Hannibals. „Hannibal“ muss aber trotzdem als eigenständiger Film betrachtet werden, weil sich das „Team“ geändert hat. Regisseur Jonathan Demme wurde von Ridley Scott ersetzt, dieser hat seinen Editor, seinen Komponisten und seinen Kameramann, die bereits in Gladiator gute Arbeit geleistet haben, mitgenommen. Auch Jodie Foster wurde durch Julianne Moore ersetzt. Ich finde „Hannibal“ mit einigen Abstrichen recht gut.

11 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Schlegel

    27.03.2002, 14:11 Uhr von Schlegel
    Bewertung: weniger hilfreich

    Fenisko hat leider Recht

  • fenikso

    27.03.2002, 14:08 Uhr von fenikso
    Bewertung: weniger hilfreich

    Wie der Titel schon sagt - nur eine Inhaltswiedergabe... Grüße, fenikso

  • anonym

    27.03.2002, 14:03 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Leider fehlt deine persönliche Meinung und Kritik zu diesem Film.