Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven! (VHS) Testbericht

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ab 12,08
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Erfahrungsbericht von Joebln

glücklicherweise keine Klamotte ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

... wie man noch beim Lesen des deutschen Titels meinen könnte.

Max (Sigourney Weaver) wurde vor Urzeiten mal von einem Mann sitzen gelassen. Um ihr Töchterchen Page (Jennifer Love Hewitt) durchzubringen und sich an den Männern zu rächen, zieht Max einen Heiratsschwindel nach dem anderen durch. Dabei schläft sie in der Hochzeitsnacht ein und erwischt dann am nächsten Tag den frisch gebackenen und strunzgeilen Angetrauten mit einer anderen. Diese Andere ist allerdings die niedliche Page.
Das Geschäft der beiden läuft ziemlich gut. Denn, wenn man schon nach einem Tag Ehe betrogen wird, läßt sich - zumindest in den USA - eine gute Abfindung rausschlagen.
Doch das letzte Opfer (Ray Liotta) gibt nicht auf und versucht seine frische Exfrau in Palm Beach zurück zu erobern.
Währenddessen versuchen Mutter und Tochter, den letzten und ultimativen Coup zu landen, denn Page will sich endlich abnabeln und ihr eigenes Leben führen. Zu allem Überfluß sind sich die beiden nicht einmal über das Opfer einig.
So kommt es, daß Max sich mit einem uralten Milliardär rumschlagen muß, während sich Page doch tatsächlich in ihr (natürlich smartes und junges) männliches Opfer verliebt...

Dieser 123min lange Film macht einfach unendlich viel Spaß. Es handelt sich um eine dieser leichten Komödien, die mit ernsten Untertönen versucht, viel Menschlichkeit und Familiensinn zu vermitteln, ohne daß einem das im Laufe des Geschehens eigentlich so deutlich wird. Aber wenn man den Film noch mal in Gedanken durchgeht oder sich mit Freunden unterhält, kommen dann doch viele der kleine Botschaften ans Licht.

So richtig sympathisch wird der Film aber erst durch seinen wirklich skurrilen Humor, der aber glücklicher Weise nie unter die Gürtellinie geht. Er lebt besonders durch die frechen Einfälle, mit denen sich die beiden Damen durchs Leben schlawienern.

Max ist ebenso stark überzeichnet wie ihr letztes Opfer - der Zigarettenhersteller und Milliardär (Gene Hackmann), der sich ziemlich rasch dem Tod entgegen hustet. Ein wirklich köstlicher Slapstick ist dann auch die gesamte Szenerie um seinen Tod.

Die Story ist recht straff inszeniert. Die Personen werden meines Erachtens nach allerdings sehr oberflächlich eingeführt. Z.B. erfährt man nicht, wieso Max in diese verrückte Situation gekommen ist.

Die Schauspieler scheinen während des Drehs richtig gut aufgelegt gewesen zu sein. Denn man merkt ihnen wirklich den Spaß beim Spielen an. Das gibt dem Film zusätzlichen noch zusätzlichen drive.
Nicht verschweigen sollte man die vielen freizügigen Szenen, in denen man, ohne daß es vulgär oder billig erscheint, Jennifers und Sigourneys Rundungen bewundern darf.
Ich möchte insbesondere Miss Weaver meine höchste Anerkennung zu kommen lassen. Nie sah ich die Alienjägerin lasziver, verwandlungsfähiger, verführerischer und weiblicher als in diesem Film.
Ray und Gene geben dann noch ihr bestes, um auch mit diesen Rollen zum Gelingen des Films beizutragen.

Fazit: eine gelungene, freche Sommerkomödie, die man sich nicht entgehen lassen sollte

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