Paycheck - Die Abrechnung (VHS) Testbericht

Paycheck-die-abrechnung-vhs-science-fiction-film
ab 22,89
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
(0)
4 Sterne
(3)
3 Sterne
(5)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von T_Goose

Endlich Zahltag!

Pro:

Spannung, Uma Thurman

Kontra:

enttäuschender John Woo, zu wenig Action, Ben Affleck ist fehl am Platz

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser. Nachdem ich von dem letzten Kinofilm „Die Geiservilla“ derart enttäuscht war, hoffte ich doch zumindest auf den neuen Actionstreifen „Paycheck“, mit Ben Affleck und Uma Thurman in Hauptrollen. Die Story hörte sich recht interessant an und auch die Besetzung lies doch deutlich mehr hoffen. Ich war gespannt.

Story :
_/_/_/

Michael Jennings ( Ben Affleck ) ist ein sehr erfolgreicher Elektrotechniker und Industriespion zugleich. Nach jedem seiner erfolgreichen Einsätze bekommt er sein Gedächtnis für den Zeitraum seines Einsatz ausgelöscht, damit er keinerlei Daten weitergeben kann. Dafür bekommt er von seinem Auftraggeber auch eine Menge Geld, einen Paycheck.

Eines Tages bekommt Jennings von einem Freund James Rethrick ( Aaron Eckhardt ) ein Angebot für einen Job, der ihm 90 Millionen Dollar einbringt. Ein großartiges Angebot, was allerdings auch einen großen Haken hat. Jennings hat keinen Kontakt zur Außenwelt und bekommt anschließend 3 Jahre aus seinem Gedächtnis gelöscht! Doch trotz dieser Problematik willigt Jennings ein und startet das Projekt...

Drei Jahre sind vergangen, Jennings hat den Job erfolgreich beendet und sein Gedächtnis wurde gelöscht. Er geht zur Bank, da er sich einen Teil seiner 90 Mio. abholen will. Doch dort stellt er fest, dass er in seinen drei Jahren an dem Projekt angeblich auf die Prämie verzichtet hat und stattdessen lieber einen Umschlag mit 20 Gegenständen haben wollte. Er kann es nicht fassen und glaubt, von Rethrick reingelegt worden zu sein. Doch nach und nach stellt sich heraus, dass die 20 Gegenstände wie ein Puzzle-Spiel zusammengehören. Zu diesem Puzzle-Spiel gehört auch seine Lebensgefährtin Rachel Porter ( Uma Thurman ), an die er sich allerdings nicht erinnern kann. Es entwickelt sich eine heiße Jagd zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart in der es um viel mehr geht, als 90 Millionen Dollar...

Meinung :
_/_/_/_/_/

Paycheck wurde als Actionfilm angepriesen, was er aber meiner Meinung nach ist. Klar, mit John Woo als Regisseur lässt sich da so einiges vermuten und man ist aus „Mission Impossible 2“ oder „Face Off“ so einiges von ihm gewohnt. Doch in Paycheck hat er sich mal dezent zurückgehalten. Eigentlich kann ich mich nur ein zwei richtige Actionszenen erinnern, die die Handschrift von John Woo vermuten lassen. Das fand ich doch eher enttäuschend, da ich mich auf zahlreiche Actionszenen gefreut habe und dann doch mehr oder weniger enttäuscht worden bin. Die Flucht auf dem Motorrad war zwar absolut sehenswert und auch die spätere Rückkehr in die Firma war nicht übel, aber eben nicht genug.

Dazu kommt auch noch, dass ich Ben Affleck nicht für die Rolle geeignet finde. Gut, ich schätze ihn als Schauspieler sehr, aber eben nicht für Actionfilme. Das ist einfach nicht sein Genre. Daher könnten die wenigen Actionszenen auch etwas mit ihm zu tun haben, da er dafür einfach nicht geschaffen ist. Was ich aber als noch viel schlimmer empfinde ist, dass er es einfach nicht geschafft hat, seine Rolle glaubhaft und überzeugend zu spielen. Affleck gab sich zwar Mühe, hat es aber einfach nicht geschafft.

Ganz im Gegenteil zu Uma Thurman. Sie hat bereits des öfteren gezeigt, dass sie in Actionfilmen mithalten kann. Auch wenn sie diesmal einen ruhigeren Part übernommen hat, so gefällt mir ihre Rolle doch sehr gut. Vor allen leistet sie einen ganze Menge Überzeugungsarbeit, damit sich Jennings sie wieder ins Gedächtnis zurückruft. Darin besteht im gewissen Sinne ihre Hauptaufgabe. Jennings dabei zu helfen, sich wieder an sein früheres Leben zu erinnern. Das kommt ihr schließlich auch zu gute, immerhin hatten sie eine Beziehung.

Die Idee des Films ist nicht sonderlich neu. Bereits im letzten Jahr gab es mit „Die Bourne Identität“ einen ähnlichen Film. Auch dort konnte sich der Hauptdarsteller nicht an seine Vergangenheit erinnern und jagte diversen Hinweise nach. Paycheck folgt diesem Muster sehr genau, was daher leider kaum Neuerungen mit sich bringt. Es ist eben schon einmal da gewesen und bringt dem Zuschauer somit leider Überraschungen.

Die aufgebaute Spannung ist gut bis durchschnittlich. Es gibt die eine oder andere unerwartete Wendung, allerdings sind sie viel zu wenig. Ich habe zwar schon mitgefiebert, als Jennings auf der Flucht vor seinen Verfolgern war, aber irgendwie war klar, dass er ihnen entkommen kann. Die größte Spannung bestand für mich darin, was er denn nun mit seinen 20 Gegenständen anfangen würde, da sie auf den ersten Blick keinen Sinn zu ergeben schienen. Doch am Ende passte alles zusammen.

Die Länge des Films fand ich etwas zu lang. Gerade in der Mitte gab es einen kleinen Durchhänger, den man hätte weglassen können. Aber ansonsten bin ich mit der Laufzeit zufrieden gewesen. Auch die Wahl der Altersfreigabe von 16 Jahren halte ich für absolut gerechtfertigt.

Daten zum Film :
_/_/_/_/_/_/_/_/

Land / Jahr : USA 2003
Titel : Paycheck
Verleih : United International Pictures
Länge : 119 Minuten
FSK : ab 16 Jahren
Regie : John Woo
Schauspieler : Ben Affleck ( Michael Jennings ), Aaron Eckhardt ( James Rethrick ), Uma Thurman ( Rachel Porter ), Paul Giamatti ( Shorty )
Kinostart : 22.01.2004
Internet: www.movies.uip.de/paycheck

Fazit :
_/_/_/

Abschließend lässt sich sagen, dass es bei Paycheck weniger um Action, sondern mehr um den Inhalt geht. Für mich eher enttäuschend, da ich mir von John Woo wesentlich mehr versprochen habe. Aber das dürfte wie gesagt, an der Besetzung mit Ben Affleck liegen. Die Story ist auch nichts neues. Trotzdem fand ich den Film nicht übel. Man muss ihn sich einfach nur ansehen, ohne sich große Gedanken darüber zu machen. Dann kann man mit dem Film echt was anfangen.
Daher vergebe ich auch 3 Sterne und halte den Film trotz alledem für gerade noch empfehlenswert.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit.

Ciao T_Goose

18 Bewertungen