Showtime (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von hotte07

Eddie & Robert werden Fernsehstars...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Warum Kino?
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Eigentlich wollte ich mit meiner Freundin am Tag der Arbeit ja ein bisschen spazieren gehen, ein nette Mai-Hocketse finden (Für alle Nichtschwaben: Hocketse = öffentliches Straßen- oder Gartenfest unter freiem Himmel) und einen schönen sonnigen Feier-Tag genießen. Guter Plan, nur die Sonne hat gefehlt oder anders: Es schüttete den ganzen Tag... Also schnell ein geeignetes Alternativprogramm gesucht: Kino!!! Und da wir – im Auto auf der A8 kurz vor dem zur Zeit im Umbau befindlichen Echterdinger Ei dahinbrausend (für alle Nichtstuttgarter: Echterdinger Ei ist die halboffizielle Bezeichnung für die straßenbaulich höchst kuriose Kreuzung von A8 und B27) diesen Entschluss fassten, bugsierte ich meine Großraumlimousine durch die viel zu engen Notabfahrten auf die angesprochene B27 Richtung Stadtmitte bis zum nicht weit entfernten SI-Zentrum, das auch sechs Cinemaxx-Kinos beherbergt...
Die sechs Kinos zeigten sechs verschiedene Filme und recht schnell war nach dem Grundsatzprogramm (Kino!) die Detailentscheidung getroffen: „Showtime“ mit Eddie Murphie und Robert de Niro in den Hauptrollen sollte es sein.

Ausgerüstet mit einer Jumbotüte Popcorn (salzig), zwei Bier und recht guter Laune verscheuchten wir zwei Teenager von unseren Plätzen in der letzten Reihe des Kinosaal 4 und ließen dann ca. 15 Minuten Werbung und Kinotrailer über uns ergehen („Men in Black II“ wird wohl der nächste Pflichtfilm).


Der Inhalt
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[Tja, nun werde ich also versuchen, den Inhalt des Films zusammenzufassen... wer den Schluss nicht erfahren möchte, sollte ab „***“ bis zur Abschnittsüberschrift „Fazit“ überspringen]

Mitch Preston (Robert de Niro) ist ein humorloser, verbitterter, pflichtbewusster, geschiedener
Detective, lebt in einer dunklen, holzvertäfelten Wohnung und als Beschäftigung in seinem Privatleben betreibt er recht erfolglos das Töpfern, weil ein Seelenklempner ihm nach der Trennung von seiner Frau geraten hat, sich ein Hobby zu suchen.
Trey Sellars (Eddie Murphie), ein Streifenpolizist mit relativ erfolglosen Schauspiel-Ambitionen ist ein actionliebendes Großmaul, das in seiner Berufskarriere allerdings nicht allzu viel richtig macht. Zweimal ist er schon durch die Detective-Prüfung gefallen.
In der Story begegnen sich die beiden das erste Mal, als Mitch in einer Under-Cover-Aktion versucht, einen Drogen-Dealer-Ring hochgehen zu lassen. Trey glaubt aber, das Mitch tatsächlich ein böser Junge ist und stellt ihm nach. Es folgt eine wilde Schießerei, bei der sich rausstellt, dass die Drogendealer über eine vom Clubbesitzer und Drogenbaron Vargas (Pedro Damian – Produzent von „Collateral Damage“) vertriebene Superwaffe verfügen... eine Maschinenpistole mit Kaliber jenseits von gut und böse.
Trey kann zwar einen der Drogendealer stellen, lässt sich aber, als er einen kurzen Augenblick in die Kamera des TV-Helicopters lächelt, überrumpeln und mit seinen eigenen Handschellen an einen Zaun fesseln, selbstverständlich Amerikaweit live zu sehen... Mitch nimmt die Verfolgung des flüchtenden Gauners wieder auf und schießt eine ihm im Weg befindliche Fernsehkamera kurzerhand in Schutt und Asche...
Auf das Department kommen daraufhin Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe zu und mit dem öffentlichen Image der Polizei steht es auch nicht zum Besten...
Der Fernsehsender verzichtet allerdings auf die Schadenersatzklage, weil der Vorgesetzte von Mitch zugesagt hat, eine Reality-TV-Show über den Arbeitsalltag von Mitch drehen zu dürfen. Dieser ist gar nicht begeistert davon und bekommt auch noch Trey als neuen Partner zugeteilt, für den mit diesem Fernsehprojekt ein Traum in Erfüllung geht.
Produziert wird die Sendung von Senstationsreporterin Chase (Rene Russo), unterstützt von William Shatner (gespielt von William Shatner ;o) bekannt als James T. Kirk vom Raumschiff Enterprise), der in Anspielung auf die Cop-Erfolgs-Serie „TJ-Hooker“ sich selbst spielt und den Akteuren Trey und Mitch wertvolle Tipps geben soll, wie sie kameratechnisch gut rüberkommen.
Als Fall haben sie die Sache mit den Waffen und dem Drogenkartell um Vargas aufzuklären...
Im Laufe der vorhersehbaren Story ohne großartige Wendungen und Tempowechsel geht innerhalb der zentralen Autoverfolgungsjagd ein halbes Viertel in die Luft, worauf sowohl Mitch als auch Trey vom Dienst suspendiert und vom Fall abgezogen werden.

*** (Ab hier folgt die Erzählung des Endes vom Films)

Inzwischen haben sich die beiden aber ganz gut zusammengerauft und entdecken während der Ausstrahlung „ihrer“ letzten Folge, dass ein Department-Ballistiker (bis dahin nur in einer Nebenrolle erschienen) irgendwie mit dem Fall zu tun haben muss, weil er in dem Club von Vargas kurz durchs Bild huscht. Und tatsächlich: Die beiden brechen in dessen Wohnung ein und finden eine voll ausgerüstete Waffenschmiede. Er stellt also die Wunderwaffen her und bringt diese in Kooperation mit Vargas, der die notwendigen Vertriebswege hat, unters zwielichtige Volk. Auch Chase entdeckt jetzt ihren Gerechtigkeitssinn jenseits ihrer bisherigen Verhaltensmuster, die lediglich auf die Jagd nach den besten Quoten abzielte und hilft den beiden, Vargas dingfest zu machen...
Dieser stirbt durch eine statt einer Kassette in der Film-Kamera eingeschmuggelten Pistole, durchlöchert aber in seinem rückwärtsfallenden Todeskampf noch das Dach des Hochhauses in dem diese letzte Szene spielt. Unglücklicherweise befindet sich dort aber ein Swimmingpool, der sich nun in das Penthouse ergießt und über die herausgebrochene Außenwand an der Fassade runterplätschert. Geistesgegenwärtig rettet Trey sich und Kumpel Mitch, indem er beide mit seiner Handschelle aneinander fesselt. Beide bleiben so an einem Fassadenteil hängen und der „Wasser“-Fall in die Tiefe ist verhindert.


Fazit
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Eddie Murphie bürgt für witzige Dialoge, breites Grinsen und viel Action. Robert de Niro bringt mit seiner eisernen Miene die Figur des Mitch weltklasse rüber. Der Film ist handwerklich gut gemacht, wenn auch etwas Tiefgang fehlt (wer erwartet dies aber schon in einem Film, der dem Genre „Actionkomödie“ zugerechnet wird). Die Idee, TJ-Hooker als himself einzubauen ist auch nicht schlecht. Meiner Meinung nach wurde aber auch viel Potenzial der Story in Bezug auf meine Lieblingshumorart Satire verschenkt... da hätte man mehr draus machen können. Der Film ist sehenswert, man kann aber getrost noch zwei Jahre warten, bis er im Fernsehen kommt... oder aber im Kino als seichte Unterhaltung anschauen, wenn das Wetterzu scheiße ist, was anderes zu unternehmen. Beide Hauptdarsteller habe ich in anderen Filmen schon besser erlebt.
Die letzte Szene mit der Totalansicht eines Hochhauses mit aufgerissener Fassade hätte ich vor dem 11.September letzten Jahres mit ganz bestimmt anderen Gefühlen angeschaut.

Besseres Wetter und einen tollen Sommer wünscht Euch Euer hotte :o)

21 Bewertungen, 4 Kommentare

  • gürkle

    29.05.2002, 12:10 Uhr von gürkle
    Bewertung: sehr hilfreich

    wow toller bericht!!!

  • Gabri

    22.05.2002, 00:32 Uhr von Gabri
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einfach nur Klasse ! Gabri

  • ClaudiaRetzmann

    08.05.2002, 19:58 Uhr von ClaudiaRetzmann
    Bewertung: sehr hilfreich

    also bei uns ist das Wetter super! Blauer Himmel, Sonnenschein und warm ist es geworden, was will man mehr...

  • martinius

    08.05.2002, 19:52 Uhr von martinius
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eh, das Wetter ist doch im Moment echt gut!!