Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von __fachmann__

Ich habe nicht nur Lob zu verteilen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Jahre 1999 kam endlich der vierte Teil der Star Wars Episode in die Kinos. Wohl bei keiner anderen Filmserie kommt der erste Teil nach dem sechsten. In Star Wars Episode 1 lernt man also die Anfänge von Star Wars, den Jedi Rittern und von Skywalker kennen.



Die Handlung
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Die Handlung des Filmes ist schnell erzählt – eigentlich erstaunlich für einen Film, der annähernd 3 Stunden dauert. Der Jedi-Meister Qui-Gonn und sein Lehrling Obi-Wan sind mit der Königin eines bedrohten Planeten unterwegs, um den Frieden wiederherzustellen und den Senat dazu bringen, gegen eine Belagerung einzuschreiten.

Auf dem Weg dahin müssen sie auf einem Planeten zwischenlanden, um ihr Raumschiff zu reparieren. Dort treffen sie auf den kleinen Jungen Anakin Skywalker. Schnell stellt der große Jedi-Meister fest, dass in dem Jungen etwas Besonderes steckt, dass er das Zeug zum Jedi-Ritter hat, dass er ein altes Gleichgewicht wiederherstellen kann.

Im Senat sind die Königin und die Jedi-Ritter nicht sehr erfolgreich, da Korruption und Machtbegierde der Vernunft und Einsicht vorherrschen. Deshalb fliegen die wenigen Kämpfer zurück auf den besetzten Planeten, wo es zum großen Gemetzel und zur Befreiung kommt.

Man sieht, der Film lässt sich leicht in drei Abschnitte teilen, die mehr oder weniger lose aneinander gefilmt wurden. Natürlich gibt es noch einige Nebenschauplätze, die dem Film das Gewisse Etwas geben, aber die Gesamthandlung ist wirklich sehr einfach gehalten.

Viel wichtiger als die Handlung des Filmes als solchen ist natürlich die Handlung in Bezug auf die gesamte Star-Wars Geschichte. Denn es gibt einige Szenen, die zwar für die Handlung des Filmes völlig belanglos sind, für die gesamte Star Wars Geschichte jedoch ungemein wichtig sind.



Zum Film
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Wenn man an Star Wars und seinen Regisseur George Lucas denkt, dann landet man natürlich gleich bei den Special Effects. Der ganze Film lebt schließlich von Spezialeffekten, sei dies die Darstellung von Außerirdischen oder das Spektakel von actionreichen Kampfesszenen. Am Beeindruckendsten finde ich die Darstellung des Lebens in der Zukunft: Ein Planet, der nur aus einer einzigen riesigen Stadt besteht, Gebäude, gegen die die heutigen Wolkenkratzer eher wie Hütten aussehen, und natürlich überall herumschwirrende Raumschiffchen. Das erweckt Staunen und Fantasien.

Weniger imposant finde ich dagegen die klassischen Star Wars Szenen, d.h. die Raumschiffe und die Kampfszenen im Weltall. Jeder merkt sofort, dass er ein kleines Computerfilmchen sieht. Aber die Weltraumkämpfe in den früheren Star Wars Filmen fand ich viel aufregender und besser gemacht als die jetzigen.

Und dann wären ja da noch diese außerirdischen Breitmaul-Lebewesen. Witzig gemacht, dachte ich anfangs, aber dann fragte ich mich doch mehr, was das soll. Lebewesen, die sich nicht einmal artikulieren können, die eher Ekel als Zuneigung erregen, die auf einer Art Pferden mit Lanzen wie im Mittelalter kämpfen aber dennoch einen gigantischen Schutzschirm aufbauen können... Nein, das passt mir nicht so richtig in den Science Fiction Film hinein.

Das Beste am ganzen Film ist gewiss das Schlittenrennen in einer Art Mondlandschaft. Hier sind die Spielefreaks angesprochen. Der Zuschauer fühlt sich mitten drin in einem super schnellen Rennen durch Berge und Felstäler. Natürlich befindet man sich in einem Computerspiel, aber das auf einer großen Leinwand macht echt Spaß.

Objektiv betrachtet ist Star Wars Episode 1 eigentlich ein langweiliger Film. So richtige Spannung kommt im besten Fall in der letzten halben Stunde auf, aber auch nur, wenn man die 3 anderen Filme noch nicht kennt. Ansonsten lässt man sich 3 Stunden lang mehr von Spezialeffekten als von Handlung beeindrucken.



Die Schauspieler
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Wenn der Film schon nicht von Handlung sondern mehr von seinen Effekten lebt, dann wäre das doch die Gelegenheit für die Schauspieler, so richtig aufzutrumpfen. Aber dem ist ganz und gar nicht so. In der eher gefühlslosen und kalten Zukunftswelt ist schauspielerisches Talent eher weniger gefragt als nüchterne Schauspielerei aus der Dose.

Natürlich spielt Liam Neeson einen guten Qui-Donn, aber es gibt keine Szene, wo man ihn wirklich als Schauspieler so richtig loben könnte. Was ist mit Samuel L. Jackson? Mit seinen tiefen, nachdenklichen Blicken wirkt er zwar souverän und gelehrt, aber die wenigen Szenen sind kaum der Rede wert. Ewan McGregor spielt zwar einen mutigen und folgewilligen Lehrling des Meisters, hat jedoch keine richtigen Szenen, wo er sich so richtig profilieren könnte.

Und dann wäre da noch die große Hoffnung für die Zukunft des Weltalls, der kleine Junge Anakin Skywalker, gespielt von Jake Lloyd. In meinem Geschmack hat dieser Junge nicht den großen Retter verkörpert. Bei seinem Schlittenrennen wirkte er schon ängstlich, vor dem Jedi-Rat eher wie ein kleiner Bub vor dem Schulanfang. Nein, die kindliche Ausstrahlung war zwar nett, aber nicht energisch genug für einen großen Skywalker!



Fazit
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Ich habe Star Wars Episode 1 sowohl im Kino als auch im Fernsehen gesehen. Bei dem Film geht es im Wesentlichen um den Mythos der Anfänge von Star Wars, um Spezialeffekte und Zukunftsvisionen. Dass dabei die Schauspieler und die Handlung etwas zu kurz kommen, spielt keine Rolle, denn man lässt sich immer wieder von den Szenen beeindrucken.

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