Vanilla Sky (VHS) Testbericht

Vanilla-sky-vhs-thriller
ab 21,60
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
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Erfahrungsbericht von MadMaxTheOnly

Gute Bewertung trotz Tom Cruise(?)!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In der Regel bringt man mit dem Namen Tom Cruise Action-Filme wie "Tage des Donners", "Mission Impossible 1 & 2" und natürlich "Top Gun" in Verbindung. Selten nur mit tiefgründigeren Filmen (wobei "Jerry Maguire" nicht unerwähnt bleiben sollte).
Umso überraschender ist, dass "Vanilla Sky" da offensichtlich eine Ausnahme macht. Auch wenn der Film von "seriösen" Magazinen wie dem SPIEGEL wegen seiner "bombastischen Power" à la "Hollywood" (Der Spiegel, Nr. 5 2002) nicht gerade mit Lob überhäuft wird.
Bombastisch aufgemacht ist der Film in der Tat, was ihm aber trotzdem nicht schadet, da er es so schafft den Zuschauer gleich in seinen Bann zu ziehen. Durch geschickte Verwirrspiele und der Verschmelzung zwischen Realität und (Alp-)Traum wird der Zuschauer auf viele Holzwege geführt. Denn während man versucht durch die drei miteinander verwobenen Handlungsebenen zu blicken, wird David Aames (Tom Cruise) ein Mord zur Last gelegt. Da nicht erwähnt wird an wen, ist der Zuschauer gezwungen sich auch darüber Gedanken zu machen, will er der Handlung folgen. Die so erzeugte Spannung lässt einen bis zum Schluss nicht mehr los.
Zu dieser komplexen Handlung kommt desweiteren die innere Handlung um den Charakter Davids. Man lernt ihn als einen neureichen Narzist kennen, der sich JEDEN Morgen mit einer Pinzette ein einzelnes Härchen aus seiner (sonst) perfekten Frisur zupft. Ein typischer Tom Cruise Charakter, wie er in MI:2 oder TopGun nicht anders dargestellt wird (bloß, dass er weniger für seinen Lebensunterhalt arbeitet (fast gar nicht!)) - könnte man zuerst denken! Doch die Ironie, mit der gerade die "Haarzupf"-Szene dargestellt wird, lässte einen doch vermuten, dass dieser Charakter von einem anderen Standpunkt aus beleuchtet werden soll. In der Tat ist es auch so. Anfangs wird der Zuschauer mit Davids Machogehabe konfrontiert und seiner Gefühlskälte seinem "Betthäschen" (Cameron Diaz) gegenüber. Dieser Charakter wird so überzogen dargestellt, dass er auch dem Zuschauer, der noch mit den Illusionen des Films zu kämpfen hat, genügend negativ ins Auge springt. Die Frage, um die sich der ganze Film nun in Bezug auf Davids Inneres dreht ist, ob die zahlreichen einschneidenden Erlebnisse diesen Charakter ändern können. So trifft ihn zum Beispiel ein Schicksalsschlag von bitter böser Ironie. Sein Umgang damit ist höchst interessant und für den Verlauf des weiteren Films sehr entscheidend. Doch ob er David auch "zum Besseren" formen kann bzw. ob David sich zum Ende überhaupt ändert, bleibt viel unklarer, als der Rest der Story.
Im Ende liegt leider sowieso der Schwachpunkt des Films, denn die Konfusion des Publikums wird vollkommen aufgelöst. Fast alle Unklarheiten werden erklärt, so dass dem Zuschauer nach dem Film nicht mehr viel zum Grübeln bleibt.
Außer er ist ganz kritisch und denkt das Ende ist auch nur ein weiterer Traum...

12 Bewertungen, 1 Kommentar

  • filmfacts

    12.02.2002, 15:56 Uhr von filmfacts
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bau doch noch ein paar Absätze ein, dann kann man das flüssiger lesen ...