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Auf yopi.de gelistet seit 07/2008
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Erfahrungsbericht von catmother
Ich lebe, weil jemand anderes tot ist!
Pro:
romantisch, bewegend, gute Darsteller, witzig
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Romantisches Date mit dem oder der Liebsten und bei dem Wetter ein lauschiger Fernsehabend geplant? Dann habe ich die passende Filmempfehlung für den Abend: eine romantische Komödie mit Minnie Driver und David Duchovny – diese Mischung sollte man sich unbedingt ansehen. Schon allein die Schauspieler stehen auf meiner Beliebtheitsskala ganz weit oben.
** Die Geschichte **
Elizabeth (Joely Richardson) und Bob Rueland (David Duchovny) sind ein Traumpaar. Der smarte Bauunternehmer und die engagierte Anthropologin lieben sich innig und sind beide beruflich sehr erfolgreich. Liz hat gerade eine große Spendenaktion für ein neues, größeres und argerechtes Gorilla-Gehege im Lincoln Park-Zoo der Stadt in Gang gebracht, das vor allem ihrem Liebling Sidney, einem mächtigen Gorilla-Männchen, zugute kommen wird.
Auf der Heimfahrt von der Spendengala haben die beiden einen Verkehrsunfall und Elizabeth ist schwer verletzt. Leider ist sie nicht mehr zu retten.
Damit bricht für Bob eine Welt zusammen. Lange Zeit bekommt er nichts mehr auf die Reihe, ist als Chef unausstehlich und unduldsam, und als Freund ungerecht und miesepetrig. Nach Meinung seiner Freunde braucht er auf jeden Fall wieder eine Frau. Doch ihre Verkuppelungsversuche scheitern an Bobs Erinnerungen an seine Frau und seinen Ansprüchen.
Eines Tages lernt er in einem irisch-italienischen Restaurant die bezaubernde Grace (Minnie Driver) kennen, eine junge Kellnerin, die auch angesichts einiger schwierigen Kunden nicht den Humor verliert. Die beiden fühlen sich ganz seltsam zueinander hingezogen. Doch Grace ist sehr zurückhaltend und scheu. Sie hatte vor mehr als einem Jahr eine Herztransplantation. Seitdem ist sie zwar wie ein neuer Mensch, kann wieder ihren Hobbies nachgehen, Rad fahren und ausgehen, aber bei Männern hat sie immer noch Hemmungen. Das liegt an der großen Narbe auf ihrem Körper, derer sie sich völlig unbegründet schämt.
Es sind aber nur ihre eigenen Vorurteile, die ihr immer im Weg stehen. Ihr Großvater Marty (Carroll O’Connor), bei dem sie aufgewachsen ist und ihre beste Freungin Megan (Bonnie Hunt) reden ihr immer wieder gut zu, endlich diese Scheu aufzugeben.
Seltsamerweise willigt Grace sofort ein, mit Bob auszugehen, und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Romanze. Leider kann sich die junge Frau aber nicht dazu durchringen, ihm von ihrer Transplantation zu berichten.
Eines Tages findet sie auf Bobs Schreibtisch ihren eigenen Dankesbrief an die Spenderfamilie.
** Darsteller **
Minnie Driver (Good Will Hunting, Beautiful) mag ich ja sehr. Auch hier trägt sie mit ihrer Schönheit zum großen Reiz des Films bei. Die Frau kann eigentlich jede Rolle spielen, tragische, komische und fiese Figuren, und kann in jeder die ihr eigenen Gefühle zum Ausdruck bringen.
David Duchovny (Akte X) hatte es ja anfangs sehr schwer, aus dem Spooky Mulder-Image auszusteigen und als echter Schauspieler mit Charakter akzeptiert zu werden. Seine ersten Versuche in der Richtung waren da ja nicht sehr erfolgreich, aber hier geht er, glaube ich, in die richtige Richtung. In romantischen Rollen macht sexy Fox immer noch die beste Figur. In die Tiefe geht die des Bob Rueland zwar nicht, aber Duchovny kann als verzweifelter Mann, der durch eine neue Liebe und eine Aufgabe wieder zu sich aelbst findet, doch überzeugen.
In kleineren Rollen die Regisseurin Bonnie Hunt selbst, nämlich als Grace’s Freundin Megan, James Belushi (Red Heat) als ihr proletenhaft-chaotischer Mann Joe und Frank Loggia als italienischer Koch Angelo.
** Filmkritik **
Wer hier Anspruch erwartet, ist fehl am Platze. Dies ist nämlich kein tiefschürfender Film, sondern einfach eine romantische und bewegende Komödie, wie man sie eben ab und zu mal für die Seele braucht.
Interessant ist der Aufbau. Am Anfang sieht man die beiden Handlungsstränge (Bob und Liz auf der einen, die kranke Grace auf der anderen Seite) nebeneinander und ahnt als Zuschauer eigentlich schon, worum es geht und wie die Geschichte ausgeht. Dafür ist es ja auch eine romantische Liebesgeschichte.
Das eigentlich eher Entscheidende ist hier zu erleben, wie und auf welche Weise sich die beiden Schicksale miteinander verflechten, wie sie der Katastrophe entgegengehen, sich finden, verlieren und ob es ein Happy End gibt.
Vor allem die liebevolle Darstellung dieser irisch-italienischen Großfamilie macht richtig Spaß. Diese ewig gleichen Männergespräche in der Kneipe über tote und lebende Showgrößen, die Liebe oder Frauen sind einfach köstlich und eine Philosophie für sich. Das hat sogar einige absurd-komische Züge: als die vier Männer z.B. erfahren, daß Bobs Frau tot, sind sie total erleichtert und schließen Bob sofort ins Herz. Denn schließlich ist er ja dann für die kleine Gracie frei. Schon leicht schräg, oder? Es ist einfach niedlich anzusehen, wie die Männer sich bemühen, die beiden jungen Leute zusammenzubringen.
Aber es gibt auch eine Menge bewegender Szenen. Wenn Grace mit ihrem neuen Herzen dem Gorilla Sidney mit der gleichen Geste begegnet wie einst Elizabeth, rührt das schon zu Tränen. Na ja, und dann zum Schluß hin sowieso. Taschentücher sollte man also bereit halten.
Toll fand ich auch die schöne alte Musik aus den 50er, 60er Jahren von Bing Crosby, Dean Martin oder Frank Sinatra. Die paßt ausgezeichnet in den Film.
Und als Fan von echt schrägen Sprüche will ich euch noch zwei der witzigsten anbieten:
Joe zu Charlie (Bobs Freund aus dem Zoo): Was ist denn deine Branche?
Charlie: Wilde Bestien.
Joe: Ich hab auch Kinder zu Hause.
oder
Megan zu Grace: Dein Draht zur Realität sind behaarte Beine! (weil unrasierte Beine einen beim Rendezvous daran hindern, zu weit zu gehen). Mädchen, merkt euch das.
** Meine Meinung **
Eine wirklich ansehenswerte Komödie für einen netten Abend mit dem Liebsten. Vorsicht Taschentuchgefahr!
** Daten **
USA 2000
Genre: romantische Komödie
Originaltitel: Return to me
Regie: Bonnie Hunt
Buch: Bonnie Hunt, Don Lake
Musik: Nicholas Pike
FSK 12
** Die Geschichte **
Elizabeth (Joely Richardson) und Bob Rueland (David Duchovny) sind ein Traumpaar. Der smarte Bauunternehmer und die engagierte Anthropologin lieben sich innig und sind beide beruflich sehr erfolgreich. Liz hat gerade eine große Spendenaktion für ein neues, größeres und argerechtes Gorilla-Gehege im Lincoln Park-Zoo der Stadt in Gang gebracht, das vor allem ihrem Liebling Sidney, einem mächtigen Gorilla-Männchen, zugute kommen wird.
Auf der Heimfahrt von der Spendengala haben die beiden einen Verkehrsunfall und Elizabeth ist schwer verletzt. Leider ist sie nicht mehr zu retten.
Damit bricht für Bob eine Welt zusammen. Lange Zeit bekommt er nichts mehr auf die Reihe, ist als Chef unausstehlich und unduldsam, und als Freund ungerecht und miesepetrig. Nach Meinung seiner Freunde braucht er auf jeden Fall wieder eine Frau. Doch ihre Verkuppelungsversuche scheitern an Bobs Erinnerungen an seine Frau und seinen Ansprüchen.
Eines Tages lernt er in einem irisch-italienischen Restaurant die bezaubernde Grace (Minnie Driver) kennen, eine junge Kellnerin, die auch angesichts einiger schwierigen Kunden nicht den Humor verliert. Die beiden fühlen sich ganz seltsam zueinander hingezogen. Doch Grace ist sehr zurückhaltend und scheu. Sie hatte vor mehr als einem Jahr eine Herztransplantation. Seitdem ist sie zwar wie ein neuer Mensch, kann wieder ihren Hobbies nachgehen, Rad fahren und ausgehen, aber bei Männern hat sie immer noch Hemmungen. Das liegt an der großen Narbe auf ihrem Körper, derer sie sich völlig unbegründet schämt.
Es sind aber nur ihre eigenen Vorurteile, die ihr immer im Weg stehen. Ihr Großvater Marty (Carroll O’Connor), bei dem sie aufgewachsen ist und ihre beste Freungin Megan (Bonnie Hunt) reden ihr immer wieder gut zu, endlich diese Scheu aufzugeben.
Seltsamerweise willigt Grace sofort ein, mit Bob auszugehen, und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Romanze. Leider kann sich die junge Frau aber nicht dazu durchringen, ihm von ihrer Transplantation zu berichten.
Eines Tages findet sie auf Bobs Schreibtisch ihren eigenen Dankesbrief an die Spenderfamilie.
** Darsteller **
Minnie Driver (Good Will Hunting, Beautiful) mag ich ja sehr. Auch hier trägt sie mit ihrer Schönheit zum großen Reiz des Films bei. Die Frau kann eigentlich jede Rolle spielen, tragische, komische und fiese Figuren, und kann in jeder die ihr eigenen Gefühle zum Ausdruck bringen.
David Duchovny (Akte X) hatte es ja anfangs sehr schwer, aus dem Spooky Mulder-Image auszusteigen und als echter Schauspieler mit Charakter akzeptiert zu werden. Seine ersten Versuche in der Richtung waren da ja nicht sehr erfolgreich, aber hier geht er, glaube ich, in die richtige Richtung. In romantischen Rollen macht sexy Fox immer noch die beste Figur. In die Tiefe geht die des Bob Rueland zwar nicht, aber Duchovny kann als verzweifelter Mann, der durch eine neue Liebe und eine Aufgabe wieder zu sich aelbst findet, doch überzeugen.
In kleineren Rollen die Regisseurin Bonnie Hunt selbst, nämlich als Grace’s Freundin Megan, James Belushi (Red Heat) als ihr proletenhaft-chaotischer Mann Joe und Frank Loggia als italienischer Koch Angelo.
** Filmkritik **
Wer hier Anspruch erwartet, ist fehl am Platze. Dies ist nämlich kein tiefschürfender Film, sondern einfach eine romantische und bewegende Komödie, wie man sie eben ab und zu mal für die Seele braucht.
Interessant ist der Aufbau. Am Anfang sieht man die beiden Handlungsstränge (Bob und Liz auf der einen, die kranke Grace auf der anderen Seite) nebeneinander und ahnt als Zuschauer eigentlich schon, worum es geht und wie die Geschichte ausgeht. Dafür ist es ja auch eine romantische Liebesgeschichte.
Das eigentlich eher Entscheidende ist hier zu erleben, wie und auf welche Weise sich die beiden Schicksale miteinander verflechten, wie sie der Katastrophe entgegengehen, sich finden, verlieren und ob es ein Happy End gibt.
Vor allem die liebevolle Darstellung dieser irisch-italienischen Großfamilie macht richtig Spaß. Diese ewig gleichen Männergespräche in der Kneipe über tote und lebende Showgrößen, die Liebe oder Frauen sind einfach köstlich und eine Philosophie für sich. Das hat sogar einige absurd-komische Züge: als die vier Männer z.B. erfahren, daß Bobs Frau tot, sind sie total erleichtert und schließen Bob sofort ins Herz. Denn schließlich ist er ja dann für die kleine Gracie frei. Schon leicht schräg, oder? Es ist einfach niedlich anzusehen, wie die Männer sich bemühen, die beiden jungen Leute zusammenzubringen.
Aber es gibt auch eine Menge bewegender Szenen. Wenn Grace mit ihrem neuen Herzen dem Gorilla Sidney mit der gleichen Geste begegnet wie einst Elizabeth, rührt das schon zu Tränen. Na ja, und dann zum Schluß hin sowieso. Taschentücher sollte man also bereit halten.
Toll fand ich auch die schöne alte Musik aus den 50er, 60er Jahren von Bing Crosby, Dean Martin oder Frank Sinatra. Die paßt ausgezeichnet in den Film.
Und als Fan von echt schrägen Sprüche will ich euch noch zwei der witzigsten anbieten:
Joe zu Charlie (Bobs Freund aus dem Zoo): Was ist denn deine Branche?
Charlie: Wilde Bestien.
Joe: Ich hab auch Kinder zu Hause.
oder
Megan zu Grace: Dein Draht zur Realität sind behaarte Beine! (weil unrasierte Beine einen beim Rendezvous daran hindern, zu weit zu gehen). Mädchen, merkt euch das.
** Meine Meinung **
Eine wirklich ansehenswerte Komödie für einen netten Abend mit dem Liebsten. Vorsicht Taschentuchgefahr!
** Daten **
USA 2000
Genre: romantische Komödie
Originaltitel: Return to me
Regie: Bonnie Hunt
Buch: Bonnie Hunt, Don Lake
Musik: Nicholas Pike
FSK 12
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