ciao.de Testbericht



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Erfahrungsbericht von ewka78
Statistik, nur welchen Sinn hat es?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Nun ja, zum Thema Lesen hatten wir mal was, ist zwar schon länger her, aber ist nach wie vor genauso gültig wie damals. Zum Thema Bewerten hatten wir auch schon was und zum Thema Berichte Sortieren ebenfalls, wenn\'s nicht gerade in meinem Profil zu finden ist. Da bleiben mir natürlich noch die Community Points, eine Idee, die seinerzeit den Arbeitsnamen \'Erfahrungsbonus\' trug und im Grunde genommen das selbe sein sollte, was es daraus geworden ist.
Ich bin damals schon sehr skeptisch der Idee gegenüber gewesen, gewisse Folgen, die es im Nachhinein mit sich trug, habe ich zwar damals noch nicht so gesehen, aber einige Probleme, die nun damit zusammenhängen, waren mir damals irgendwie schon klar gewesen. Ich habe, um ehrlich zu sein, die Idee für einen Knieschuss gehalten und selbst nach fast einem Jahr Communitypunkte hat sich meine Einstellung überhaupt nicht geändert, um nicht zu sagen, ich halte die Idee für noch dämlicher, als damals.
Worum geht\'s nun hier überhaupt? - Wurde zwar in sehr vielen Berichten sehr ausführlich beschrieben, ich mach\'s ein wenig kürzer, um mich nicht allzu lange bei Unwichtigkeiten aufzuhalten. Durch die Community Points wird faktisch jeder User kenngezeichnet durch einen Dot, der an seinem Nick klebt. Man kann die Farben von weiss bis mittlerweile gold haben, die sich dann danach richten, wie aktiv man als User ist. Es werden damit alle möglichen Aktivitäten festgehalten, wie die eigenen Bewertungen, Kommentare, Berichte, wie oft man wie bewertet wurde, durch negative Bewertungen werden einem sogar Punkte wieder abgezogen, wieviele Leute einem Vertrauen und viele neue Mitglieder man geworben hat. Alles ist in einer handlichen Tabelle zusammengefasst, wo jeder dann nachlesen kann, wieviele Punkte er für was erntet und wann er welche Farbe trägt.
Was hat das eigentlich für einen Sinn User zu kennzeichnen? - Ganz am Anfang habe ich das überhaupt nicht verstanden, denn was es bringt mir zu wissen, wie AKTIV ein User ist und das Wort AKTIV halten wir am besten mal fest, denn Aktitivität hat noch lange nichts mit Erfahrung zu tun und das ist hoffentlich für alle doch recht klar. Nun ja, ich trage immer noch die Farbe lila, was eigentlich anhand der Community Punkte eher das Mittelfeld ist. Ich habe auch in der Zeit, wo das eingeführt wurde nur einmal meine Farbe geändert, was allerdings daran liegt, dass ich nicht zu den aktivsten Usern zähle, selten bewerte, kommentiere und auch Berichte schreibe. Ich folge einfach nach wie vor dem Grundsatz Klasse statt Masse und das halten wir auch nochmal fest.
Nun schauen wir uns mal an, was passiert, wenn ein neuer User sich anmeldet. Bevor er etwas gemacht hat, hat er gar keine Farbe, sobald er was gepostet hat und bewertet hat, bekommt er den weissen Dot, im schlimmsten Fall rutscht er vielleicht gleich ins Minus durch die schlechten Bewertungen anderen Mitglieder. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass das alles andere als motivierend ist, denn viele von uns haben mit ganz miesen Berichten teilweise angefangen, ich auch. Daher wäre hier mein Vorschlag, dass erst dann, wenn man die ersten 5 Berichte gepostet hat, einen die Punke abgezogen werden. Vor allem nämlich, wenn man ins Minus rutscht, dann sieht das irgendwie so aus, als wäre man Ciao irgendwas schuldig...
Interessanter finde ich aber den Zusammenhang zwischen dem Farbenwechsel und dem Verhalten der User. Da werden zum Teil Berichte zum Farbwechsel geschrieben, kleine virtuelle Feiern abgehalten, weil man nun im elitären Kreis der orangenen User ist und das ist etwas, was ich überhaupt nicht verstehe. Ja, es gibt sogar User, die glauben, dass je besser die Farbe ist, desto besser wird man bezahlt und da ist schon, meiner Meinung nach, irgendwas schief gelaufen. Strenggenommen nämlich sieht\'s hier eigentlich nur so aus: Hat jemand viel Zeit und ist 24h am Tag aktiv, schreibt Berichte und bewertet ständig, dann wird er auch nach 2 Monaten orange und freut sich wie ein Schneekönig, obwohl damit sich nur seine Farbe gewechselt hat, die ihn keine besonderen Kräfte verleiht.
Grüne User haben\'s eigentlich in dem Zusammenhang auch nicht grad leicht, denn auch von einem grünen User erwartet man alles andere, als das er an die Community angepasst ist. Grüner User wird auch oft als Faker verdächtigt, in manchen Fällen ist das auch richtig, aber ich habe auch schon erlebt, dass es auch User sind, die einfach mal aus denen Plattformen kommen, wie ich eigentlich auch, nur bei mir geschah das schon etwas länger her, die einfach dann ihre Berichte auf Ciao posten wollen,wogegen doch überhaupt nichts anzuwenden ist. Ich habe aber selbst mal gesehen, dass eine Autorin, die übrigens auch sehr gut schreibt, des Fakens verdächtigt wurde und man ihr eine KOPIE ihreres schon vorhandenen Berichts vor die Nase hielt. Um mal aber jetzt von diesem krassen Beispiel mal wegzukommen, gibt\'s da noch etwas: Oftmals haben auch \'ältere\' User Angst User mit dem tieferen Rang zu Bewerten, denn man weiss ja nicht, man kann auch sich eine Rachebewertung einfangen, was auch in manchen Fällen sogar stimmt. Auch hier gibt\'s auch Fälle, wo ein \'älterer\' User sich irgendwie durch eine korrekte Bewertung beleidigt fühlt und einen zurückbewertet und manchmal sogar nicht als er selbst... Na ja, kommen wir auch mal von diesem Thema jetzt weg, ich möchte eigentlich nur damit sagen, dass man hier überhhaupt nicht pauschalisieren darf, aber auch das wurde an vielen anderen Stellen auch schon oft gesagt.
Das Verhalten anderer User finde ich auch zum Teil fast schon lachhaft, denn wer hat zb. auch gesagt, dass ein orangener User auf jeden Fall besser schreiben muss, als jemand, der blau ist? - Niemand, aber alle tun so als ob. Fast schon legendär ist nach wie vor das Verhalten, dass wenn ein orangener User was postet und ein grüner postet einen Bericht, der inhaltlich eigentlich das selbe aussagt, bekommt der grüne weitaus schlechtere Bewertungen als der orangene. Man schreibt vielleicht dann noch dem grünen als Kommentar, er solle sich mal andere Berichte anschauen, um besser schrieben zu können. So witzig es sich auch anhört, so witzig ist es eigentlich auch, denn während er solche Kommentare kassiert, bekommt der orangene User quer durch die Bank 100% sehr hilfreich und keiner meckert. Ob er sich da irgendwie nie ein wenig veräppelt fühlt?
Anderes Phänomen ist auch das Verhalten einiger \'höherrangiger\' User. Wie ich schon oben mal schrieb: Aktivität =/= Qualität, aber es gibt Leute die sich so viel aus der Farbe ausmachen und führen sich auf, als wären sie die Elite und man als Fussvolk, mich eingeschlossen, nun ab sofort alles sehr hilfreich finden MUSS. Sorry, aber so ein Schwachsinn auch! Man muss sich das irgendwie vor die Augen halten; Um eine Farbe, die \'besser\' ist als rot zu bekommen muss man im Grunde genommen nur posten wie ein Irrer, dauernd den Finger auf den Abzug zu haben, um sich bloss keinen Bericht entgehen zu lassen, das man auch bewerten kann und im schlimmsten Fall Copy/Paste Kommentare zu posten. Das Vertrauen anderer User kommt automatisch, denn wer dauernd präsent ist, findet auch genug Leute, die irgendwann auf den V-Button drücken und einen nochmal 80 Punkte damit schenken und man wird dann irgendwann als \'höherrangiger\' User auch automatisch bewertet. Somit dient eigentlich mal wieder die Farbe eigentlich, um Klickern zu helfen \'Qualität\' zu unterscheiden, wo man nicht mehr nur nach der Länge des Berichts gehen muss, sondern eben auch nach dem Dot. Ich halte diese Entwicklung für echt verhängnisvoll, denn ich wundere mich schon ohnehin immer, was hier nicht alles sehr hilfreich gefunden wird und zwar nur weil der Dot stimmt. Im Grunde genommen hat man nämlich oft als kritischer User, der auch mal hinterfragt, irgendwie verloren, weil in krassesten Fällen wird man auch noch dann als Buhmann hingestellt und ich könnte mir vorstellen, dass es einige Leute gibt, die einiges gar nicht bewerten, um diesem Schicksal zu entgehen.
Ironie des Schicksals ist auch noch, dass genau diese Masse oftmals auch noch beloht wird und zwar mit einem netten Anteil aus dem Prämien Fond. Interessant finde ich nämlich, dass die User, die auch ab und zu mal einen Dia ergattern auch die User sind, die auch am aktivsten sind von allen und so wird teilweise SPAM prämiert! Mag sein, dass es vielleicht nicht unbedingt hier reingehört, gewissen Zusammenhang gibt es da aber durchaus schon, denn GANZ selten passiert es mal, dass auch ein lilaner User dabei ist, oder noch seltener ein blauer, bei denen, dessen Berichte man als besonders qualitativ eingestuft hat. Mmh, das wirft auch die Frage: Schreiben denn grüne und/oder blaue User schlechte Berichte? - Sicherlich nicht, sowie auch nicht alle orangenen und \'hoheren\' User gleich automatisch gute Berichte auch schreiben. Nun gut, das nur so als kleine Abschweifung nebenbei, was eigentlich wirklich ein Thema für sich ist.
Interessant finde ich auch, mit was für unlauteren Mitteln eine \'höhere\' Farbe teilweise erschwindelt wird und da gibt\'a sicherlich einige Möglichkeiten, um sich mit Punkten zu versorgen, und bei manchen Möglichkeiten ist es oft nur ein reiner Zufall, dass man da überhaupt mal draufkommt. Diese Möglichkeiten werde ich jetzt nicht nennen, aber ich find\'s irgendwie witzig, denn mal wieder wird so getan, als ob man sich für die Dots was kaufen könnte und jetzt kommt eigentlich das Geheimnis: Es lohnt sich nicht. Ciao hat da einen kleinen Hinderniss eingebaut, um den Usern, die nicht lesen und alles sehr hilfreich finden mal ein wenig die Kraft zu nehmen. Kommt nämlich ein User, der liest und auch kritisch bewerten kann, wird dessen Bewertung ein viel höheres Gewicht haben, als die Bewertung eines anderen Users und somit sieht eigentlich dann kräftemässig gesehen intern das ganz anders aus, so kann nämlich ein blauer User ein viel höheres Gewicht mit seiner Bewertung haben, als ein orangener und hier zeigt sich erst eigentlich erst, dass die Farbe nur was visuelles ist und eigentlich nichts dahinter steckt. Nachzulesen kann man das ganze sogar und das irgendwo unter den Bewertungsrichtlinien. Es ist zwar mehr ein Thema was in die Kategorie \'Berichte Bewerten\' gehört, aber den Zusammenhang finde ich echt interessant.
Um ein Thema komme ich auch nicht rum, was allerdings, wenn man es sich genauer ansieht, dann findet man da sogar ein paar Parallelen zu der reelen Gesellschaft. Nehmen wir jetzt an: Jemand wird ein wenig mitrauisch und fängt an nach Fakern zu suchen und findet raus, dass ein \'hochrangiger\' User sich seinen Status erschwindelt hat, sprich, er hat gefaked. Im besten Fall sollte eigentlich dieser User gesperrt werden, passiert aber nicht. Ich bin sowieso der Meinung, dass das QM ein wenig lasch geworden ist, was sicherlich auch wieder ein Thema für sich ist. Nun, der Zusammenhang besteht eigentlich auch hier, dass wenn jemand eine grosse Lobby hinter sich hat, dann kann er eigentlich sich zum Teil die schlimmsten Vergehen erlauben, angefangen bei Beleidigungen anderer User, aufgehört bei dem \'Kapitalverbrechen\', was man auf einer Plattform begehen kann, nämlich Faken. Das finde ich irgednwie ein wenig arm, denn ich finde hier sollte eigentlich gleiches Recht für alle geben, dass wenn ich einen grünen, oder einen bronzenen User wegen gleichen Vergehen melde, dann sollte es nicht so sein, dass der grüne gesperrt wird und der bronzene macht weiter. Sicherlich, hier spielen natürlich auch wirtschaftliche Interessen Ciaos eine Rolle, denn ein aktiver User bringt Berichte mit rein und das ist Geld. Es darf aber irgendwie nicht sein, dass jemand gegen sämtliche Regeln verstösst und es wird nicht reagiert.
So, ich möchte mich jetzt langsam dem Ende neigen, aber eines muss ich da noch erwähnen. Ich weiss jetzt nicht wieviele Umfragen es gab, ob man die Community Punkte behalten, oder abschaffen soll, ich selbst habe, glaube ich, an zwei teilgenommen, wenn ich mich recht entsinne und da habe ich jedes mal mich dafür ausgeprochen, dass man diesen Unsinn endlich mal abschafft. Der Grund ist ganz einfach, ist niemand kennzeichnet, gibt\'s auf grund dessen keinen Zwist, niemand kann irgendwie auf seinen Punkten sich irgendwas aufbauen, weil es einfach keine gibt. Für einen neuen User wäre das sowieso ideal, denn er wäre gleich gebrandmarkt, dass er ein neuer ist, hat keine Ahnung und schreiben kann auch nicht.
Vergisst wirklich nicht, dass man sich für seine Punkte nichts kaufen kann und oftmals ist es besser, wenn man weniger schreibt und dafür auch besser und wenn man auch tatsächlich auch liest und nicht klickt. Das Punktekonto mag dann vielleicht wirklich langsam steigen, dass man wie ich nach fast einem Jahr Community Points und Aktivität grade es von blau auf lila geschafft hat, aber so wichtig ist es mir eigentlich auch nicht.
(c)ewka - 30.03.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-27 15:19:09 mit dem Titel Erfahrungsberichte oder Erfahrungsfakes?
Diese Meinung wird sich dem Sinn und Unsinn der Meinungsplattformen widmen, aus der Sicht von jemandem, der quasi sie mitgestaltet hat durch seine lange Mitgliedschaft und aus der Sicht von jemandem, der sie als Verbraucher kennt und versuchte sie so für sich zu nutzen, wofür sie eigentlich gedacht waren. Das zweite ist nämlich die Seite der Medaille, die viele eifrige Autoren einfach vergessen und oftmals einfach nur schreiben, um ihr Konto aufzubessern, oder, um ihr Ego zu stärken und darum geht's eigentlich dabei schon mal nicht. Wir werden uns also die zwei Seiten genau ansehen, zusammen mit dem Kurs, den die grossen Meinungsplattformen, also Ciao und Dooyoo angenommen haben und für wen eigentlich diese Plattformen überhaupt noch fungieren.
ewka
Ich fing an vor fast genau zwei Jahren an für Dooyoo zu schreiben und zu Dooyoo bin ich eigentlich durch Zufall gekommen. Ich bestellte nämlich ein paar Sachen bei Quelle online und bekam dafür Webmiles. Irgendwann überkam es mich mal nachzusehen, wie ich eigentlich noch an Webmiles komme, um mal vielleicht mir eine vernünftige Prämie zu leisten und so stieß ich auf Dooyoo. Das Prinzip von Dooyoo habe ich eigentlich gar nicht verstanden, ich las hier und da mal ein paar Meinungen zu den Themen, die ich interessant fand und irgendwann kam mir der Gedanke auch mal was eigenes zu schreiben, weil ich einfach dachte, da könnte ich auch mal ein paar Worte über einige Produkte schreiben, über die mich geärgert habe. So entstanden paar Meinungen, die wahrscheinlich nicht mehr als 100 Worte hatten, die heute wahrscheinlich mit 'nicht hilfreich' durch die Bank bewertet worden wären, aber die Berichte hatten alle was gemeinsam: sie waren Erfahrungsberichte, die eigentlich nur die Erfahrungen wiedergeben haben, die ich mit diesen Dingen gesammelt habe. So schrieb ich nämlich einen Bericht über eine Quantumplatte, die ich genau einen Monat defekt aus einem Rechner ausgebaut hatte und über TelDaFax, wo nie eine SMS ankam und auch einen Reisebericht, wo ich genau 2 Monate zuvor gewesen bin und meine Erlebnisse immer noch nicht verarbeitet hatte. Für meinen Reisebericht bekam ich damals sogar das begehrte Krönchen, obwohl damals gar keine gab, nur es wurden einen still und heimlich 100 Webmiles überwiesen und man hat sich gefreut.
Eigentlich so ziemlich gleichzeitig entdeckte ich Ciao, wo es damals noch für einen Bericht 1DM gab und pro Lesung gab's noch 10Pf obendrein, so dass man bei 100 Lesungen gleich 10DM bekam + die 1DM, die man für Schreiben bekam. Ciao hat mich aber damals überhaupt nicht angesprochen, ich habe mich zwar angemeldet, gepostet habe ich, glaube ich, auch was, aber noch am selben Tag kehrte ich Ciao den Rücken zu und widmete mich erst mal nur Dooyoo. Ich hatte auch andererseits absolut nicht die Zeit gehabt, um auf beiden Plattformen aktiv zu bleiben und Dooyoo gefiel mir irgendwie doch besser. So fing also meine 'Karriere' als Meinungsplattformautor an und die Meinungen wurden auch länger und besser, in dem Sinne eigentlich detaillierter. Ich schrieb allerdings auch von erster Stunde an, wenn mir irgendwas unter den Nägeln brannte, dass nie irgendwie Berichte entstanden, die erfunden waren, ich baute mir einen Freundeskreis auf von Autoren auf, wo ich meinte, dass die auch interessante Sachen schrieben und ich steigerte mich auch ein bisschen mehr ins Geschehen.
Ciao entdeckte ich zum zweiten Mal wieder, als ich mal wieder durch Zufall auf die Plattform kam und ich vergass sogar, dass ich mich da schon sogar mal angemeldet habe. Nun, gut, da ich damals nur eine E-Mail Adresse benutzt habe, kam ich auch schnell wieder an mein Passwort ran, postete ein paar Meinungen aus dooyoo rein und verschwand auch wieder, aber ab dem Zeitpunkt behielt ich auch meinen Account bei Ciao im Auge, postete oft fast parallel, was ja auch nicht verboten war und ist. So blieb ich eigentlich bis Frühjahr 2001 reiner Dooyoo-Autor, ich lernte dort einige Autoren kennen und habe mich auch in Geschehen auf der Plattform eingemischt. Ciao nahm ich eigentlich richtig wieder wahr, als damals die Vergütung drastisch gekürzt wurde und man die dreistufige Vergütung eingeführt hat, wie sie heute noch ist. Zum ersten Mal damals machte ich mir auch darüber Gedanken, für wen ich eigentlich meine Erfahrungen niederschreibe. Für mich war's sicherlich nicht, eigentlich mehr für meine Leser, die mein Geschreibsel interessant fanden und ich versuchte es auch so interessant zu schreiben, dass sie eine Meinung (Bericht) nicht einfach mal so runterscrollen, sondern diese auch lesen.
Bei Ciao fiel mir was auf, was ich von Dooyoo her kaum kannte. Es gab durchaus Autoren, wo wirklich GUTE Berichte standen aber es gab auch Autoren, wo ich genau das Gegenteil behauptete, nämlich, durch die Umstellung der Vergütung der Lesungen entstanden viele Erfahrungsfakes, Berichte über Produkte, die der Autor nie besessen hat und wahrscheinlich nie besitzen wird und so kamen mir viele Berichte vor, als hätte der Autor im Grunde genommen nur ein paar Prospekte von Schauland, oder Saturn mitgenommen und anhand dieser einen ERFAHRUNGSBERICHT geschrieben. Fand ich irgendwie damals schon recht dreist, dass man quasi einen Bericht nur deshalb schreibt, weil der mehr Geld einbringt, als ein RICHTIGER Bericht in einer schlechter bezahlten Kategorie. Ich hielt schon damals diese Entwicklung eigentlich recht verhängnisvoll, denn der Sinn ist natürlich, dass solche Kategorien sind eigentlich lohnender für eine Plattform, denn es informiert natürlich niemand, oder nur ganz selten jemand, wie gut die Gummibären von Haribo schmecken, oder ob die neuen Chips von Funny Frisch wirklich gut schmecken, sondern die Leute informieren sich meist über technische Geräte, wie sie bei anderen ankommen, oder auch über Provider, oder andere Dienstleistungen und man hat eigentlich aber auf die Ehrlichkeit der Autoren vertraut, dass diese das nicht missbrauchen. Doch, dass einige Leute es schnell merken, dass sie das System quasi austricksen können und sie eben diese Erfahrungsfakes posten können, sie dafür besser vergütet werden, als jemand, der nur in den schlechtbezahlten Kategorien schreibt, das hat man irgendwie dabei völlig vergessen, oder übersehen und so entstanden dann im Laufe der Zeit immer mehr solcher Erfahrungsfakes und es stört auch noch anscheinend niemanden, aber welchen Schaden es anrichtet, das kann man vielleicht aus den nachfolgenden Zeilen lesen.
Gimmick404
Ich kannte Verbraucherplattformen lange Zeit gar nicht, ich hatte wohl mal davon gehört, dass es Ciao, Amiro und Dooyoo gibt, doch gab es da in der Presse weitläufig die Meinung, dass dort so gut wie keine Erfahrungen von Verbrauchern stehen, sondern hauptsächlich abgetippselte Gebrauchsanweisungen. Ich vermute mal, dass dies auch mit der Art der Vergütung damals zusammenhing, ganz zu Beginn 5 DM pro Bericht/ Meinung, egal was drin steht, egal, wie bewertet wird (und wie der genaue Betrag nun ist, weiß ich auch nicht so genau, aber spielt auch keine allzugroße Rolle). So verstrich das Jahr 2000, ohne dass ich mich mal auf einer blicken ließ. Doch dann zu Beginn des Jahres 2001 und dann vor allem im weiteren Verlauf sollte sich dies ändern. Ich bestellte einige Sachen im Internet, vor allem Hardware, und in diesem Zusammenhang fiel mir ein, da gibt es doch so Foren, wo Verbraucher von ihren Erfahrungen berichten. Schwups schaute ich mal bei Ciao vorbei, wunderbar, E-Bug hatte nur positive Berichte, der Shop wurde von 100% empfohlen (heute nur noch von 92%, die 8% bin ich, aber das ist ein anderes Thema). Dann vergass ich doch wieder, dort öfter vorbeizuschauen, bis meine Festplatte den Geist aufgab und der Ersatz ewig auf sich warten ließ.
Also schwups wieder zu Ciao, aber die Berichte konnten mir überhaupt nicht helfen, da waren im wesentlichen reine Beschreibungen, wie der Shop aufgebaut ist, wie man bestellt, zum größten Teil war das alles mit sehr hilfreich bewertet worden, doch für mich vollkommen uninteressant. Wie die Seite aufgebaut ist und wie man etwas dort bestellt, das seh ich auf der Seite ja selbst, dafür braucht es keinen Bericht bei Ciao. Mir fiel ein, da gibt es ja auch noch Dooyoo, hier sah es schon besser aus, was wirkliche Erfahrungen mit dem Shop betrifft, erstaunlicherweise - für mich - war dort einer der Berichte, der sich vor allem um den Service drehte - und seien wir mal ehrlich: nichts anderes kann für einen Verbraucher an einem Erfahrungsbericht von Interesse sein, nur im Schnitt hilfreich, doch für mich war er eigentlich sehr hilfreich, weil dort genau beschrieben war, wie der User aufgrund der Verzögerungstaktik des Händlers auf diesen Druck ausübte.
War mir schon unverständlich, da wird das, was am hilfreichsten ist, von den Usern schlechter bewertet als nutzlose Produktbeschreibungen.
Ein weiterer Grund für mich, mich auf den Plattformen umzusehen war mein damaliger, unsäglicher Provider, Comundo. Hier waren die Berichte dann schon aussagekräftiger, ich stellte fest, dass viele die gleichen Probleme mit diesem Provider hatten. Ich entschloß, mich selbst auch anzumelden, um andere vor meinen beiden Katastrophen zu warnen, E-Bug und Comundo. Ich meldete mich auf Dooyoo an und schrieb als erstes einen Bericht über die defekte Festplatte. Ich hatte damals nicht einmal geschrieben, um welches Modell es sich handelt, dachte, das wäre doch gar nicht notwendig, geht dieses doch schon aus der Kategoriebezeichnung hervor, wichtig fand ich nur, dass sie kaputt ging und nach welcher Zeit, alles andere schien mir unwichtig, was soll man auch schon zu einer Festplatte schreiben, entweder, sie geht, oder sie geht nicht.
Die meisten Bewerter sahen das allerdings nicht so... wie ich eine Woche später, als ich mich wieder einloggte, feststellen musste. Doch jetzt wollte ich ja noch vor anderen warnen, ich schrieb also - dann etwas ausführlicher - was ich mit Comundo und E-Bug erlebt hatte. Eigentlich schrieb ich es so, wie ich es damals als Verbraucher gerne auch gelesen hätte: keine Beschreibungen, stattdessen exakt das, was mir mit beiden widerfahren ist. Interessanterweise bekam ich nur sehr hilfreich auf beide Berichte, die ich sowohl auf Ciao als auch auf Dooyoo postete, wobei Dooyoo den Vorrang damals hatte, wohl wegen der schöneren Farben *g*. Schon bald allerdings merkte ich: um immer gute Berichte zu haben, reicht es nicht, nur zu schreiben, was einem passierte, nein, es musste auch in einen Bericht rein, worum es sich überhaupt handelt.
Anscheinend gingen viele davon aus, dass sich jemand bei Ciao über etwas informiert, was er vorher noch nie gesehen hat, wovon er keine Ahnung hat. Fand ich zwar etwas komisch, ich denke auch, wer sich über ein Produkt informieren will, wird dies eher zu letzt bei einer Verbraucherplattform tun, wo doch eigentlich Erfahrungsberichte stehen sollen, aber wenn dies gewünscht wird, dass man allumfassend informiert, was man ja schon an grotesken Kommentaren wie "zuwenig Infos" erkennt, dann sollte es eben so sein.
ewka
Tja, manchmal denke ich, dass wäre ich nicht einer der Meinungsschreiber der ersten Stunden gewesen, als sich Meinungsplattformen im deutschen Internet etabliert haben und hätte ich nicht ständig das eigentliche Ziel einer Meinungsplattform vor den Augen, denke ich, wäre mir der Sinn einen Bericht zu schreiben, ziemlich gleich, Hauptsache jemand hat ihn gelesen ich bekam noch ein wenig Kohle dafür und freue mich darüber. Das fatale ist, dass nicht nur Ciao, sondern auch Dooyoo (Yopi, EComments und Konsorten nehme ich hier bewusst raus, da diese nur von Meinungsschreibern von Ciao und Dooyoo leben und selber kaum gute Schreiber mit sich bringen) einen grossen Fehler machen und genau ein solches Verhalten auch belohnen, denn wie es mir oft scheint, sind reine Erfahrungsberichte nicht mehr gefragt, sondern Infoberichte, wo Erfahrungswerte gleich null sind.
Auch ich habe mich über die Zeit hinweg an diese Bedingungen angepasst, schrieb immer längere Berichte, damit mir bloss niemand nachsagt, ich hätte zu wenig Infos rübergebracht. Allerdings bin ich auch ein wenig lesemüde geworden, eben durch diese Entwicklung, denn mir unterlaufen schon zu oft manchmal 'Erfahrungsberichte', die an sich nur eine Zusammenfassung von einem Prospekt sind, wo sich der Autor noch was hinzugedacht hat und einen 'Erfahrungsbericht' draus gemacht hat. Es fehlen einfach Berichte, die irgendwie aus dem Bauch heraus kommen, wo jemand mit Begeisterung von etwas erzählt, weil grad mal was tolles hat, was er unbedingt anderen weiterempfehlen möchte, oder dass jemand mal negative, oder teils kuriose Erfahrungen niederschreibt. Das ist war eigentlich auch das, was eine Meinungsplattform so interessant macht und auch die Berichte dort so wertvoll machte. Da ich auch aus Dooyoo komme, nie eigentlich richtig dafür entlohnt wurde, dass ich Erfahrungsberichte schreibe, schrieb ich vieles einfach aus Spass, weil ich mir oft eben dachte 'Ah, das war Mist, darüber muss ich anderen erzählen.', oder auch 'Mann, ist das geil, darüber schreibe ich jetzt mal was.'
Das Gute daran war, dass weil es eben früher mehr solcher Autoren gab, animierte das einen oft selbst dazu mal Sachen auszuprobieren. Ich habe schon so einiges in den letzten 2 Jahren ausgetestet, weil jemand einen Bericht drüber schrieb, der nicht nur eine einfache Beschreibung war, monoton, wo man schon nach fünf Zeilen schon aufhören will zu lesen, sondern wo auch die Begeisterung zu spühren war. Ich kann nur an dieser Stelle sagen: Einerseits verstehe ich, dass immer weniger gelesen wird, wenn bewertet wird, weil einige Berichte sind unlesbar, aber andererseits finde ich es arg schade, dass die Meinungschreiber der jetzigen Zeit sich überhaupt keine Mühe mehr machen, einen LESENSWERTEN Bericht zu schreiben, der auch interessant ist.
Ich habe ausserdem oftmals das Gefühl, viele sind einfach nur da, weil's Kohle gibt, alles andere ist uninteressant und so schliesst sich eigentlich der Kreis: Spam wird prämiert und belohnt, gute, wirklich wertvolle Berichte gehen unter und am Ende bleiben nur noch reine Produktbeschreibungen oben, die den Gast überhaupt nicht interessieren und ich möchte eigentlich schon behaupten, dass sich dafür eigentlich niemand interessiert, auch nicht die eingeloggt Autoren. Was bleibt, ist eigentlich fraglich, denn geht die Entwicklung so weiter, sehe ich schwarz, denn auf Dauer wird das eigentlich keine Meinungsplattform überleben, weder Ciao noch Dooyoo, noch sonst wer. Jetzt schon haben Meinungsplattformen den Ruf, dass da nur Prospekte und Gebrauchsanweisungen abgetippt werden und das nicht zu unrecht.
Gimmick404
Mir selbst fällt in letzter Zeit immer öfter auf, dass Berichte mit seltsamen Begründungen wie "zuwenig Infos" oder "mach Zwischenüberschriften" mit weniger oder gar nicht hilfreich bewertet werden. Ich frage mich dann eigentlich immer wieder, haben diese Kommentatoren vergessen, dass sie nicht auf einem Informationsportal sondern einer Plattform sind, auf der Erfahrungsberichte stehen sollen - es heißt doch sogar Erfahrungsbericht. Die Informationen sollten also folgerichtig vor allem dazu dienen, die Erfahrungen zu unterstützen. Die Infos, die hier oft verlangt werden, die findet man auch im Geschäft, oder beim Hersteller. Mit Erfahrungen hat das nur insofern zu tun als dass man sie erfahren hat. Natürlich sollte für ein sehr hilfreich auch möglichst alles relevante an Information mit reingebracht werden, aber nur, weil einige Infos fehlen, ist das noch lange kein Grund, deshalb auf weniger oder nicht hilfreich zu gehen, das alles entscheidende sind doch die Erfahrungen, fehlen dann Infos, dann ist meist hilfreich die richtige Bewertung.
Leider muss ich auch konstatieren, dass die Betreiber zumindest von Ciao.com irgendwie selbst nicht mehr so genau wissen, wofür es sie gibt. Ich will jetzt nicht allzu weit ausholen, aber ich kann mich da an den Oktober 2001 erinnern. Damals hieß das Motto: Fokus auf das Wesentliche. Aufgeblähte Berichte (zB Aneinanderreihung von technischen Daten) und der ganze Kram mit den Inhaltsstoffen (die man ja nun überall erfahren kann und wer sie wissen muss, wird sich kaum auf einen Bericht bei Ciao diesbezüglich verlassen, wer was anderes glaubt, kann ja weiter dran glauben...) sollten aus den Berichten verschwinden. Ein richtiger Ansatz, verbunden mit der Auforderung, differentierter zu bewerten und nicht einfach alles mit 'sehr hilfreich' abklicken. Aber was ist denn tatsächlich seitdem passiert? Im Grunde hat sich doch nichts geändert. Hiermit meine ich nicht nur die User, sondern auch die Betreiber selbst. Dieser Newsletter wird in meinen Augen immer mehr zu einer Zusammenstellung von sinnentleerten Worthülsen. Damals wurde gesagt: Ab sofort wird sich dies auch bei der Verteilung der Diamanten bemerkbar machen. Das einzige, was ich da bemerkt habe: Es wurden weniger verteilt. Die ausgezeichneten Berichte hingegen sind nur teilweise wirklich ausgezeichnet, manche verdienen nicht einmal das Prädikat Erfahrungsbericht, sondern sind in meinen Augen schlicht Erfahrungsfakes. Wie kann man zB einen Bericht über irgendwelche Hardware oder irgendwelche Küchengeräte - bevorzugt aus dem Hause Fackelmann, der das allerwichtigste, die Erfahrung, vermissen läßt, mit einem Diamanten auszeichnen? So ein Bericht ist an der Grenze zum 'weniger hilfreich' oder gar 'nicht hilfreich', was soll denn ein Verbraucher mit so etwas anfangen? Er kann direkt zum nächsten Bericht gehen und hoffen, dort das gewünschte zu erfahren. Übrigens sind das noch nicht einmal Einzelfälle, beim PF des Monats Februar und März sind mir zahlreiche Berichte aufgefallen, in denen wesentliche Erfahrungswerte schlicht fehlen oder die vollkommen aufgebläht sind. Das ist ja im Grunde auch nicht weiter schlimm, würde Ciao da nicht einen Diamanten dran kleben. So verkommt diese Auszeichnung mehr und mehr zu einem Spambonus, der mit Qualität nicht allzu viel zu tun hat. Mit diesen Diamanten konterkariert Ciao die eigenen Maßnahmen. Ich für meinen Teil werde in Zukunft Berichten, die kaum oder nur unzureichend mit Erfahrungsberichten etwas zu tun haben, auch die entsprechende Bewertung geben, egal, wie die Farbe des Autors glänzt.
Nicht die Qualität wird belohnt, sondern die Quantität. Aber wo führt das hin? Wenn man nur mit Spam Erfolg haben kann, dann machen das eben viele so. Resultat ist, dass über alles geschrieben wird, was einem in die Finger gerät, und sei es, dass man es bloß mal gesehen hat. Das aber hat nur eines zur Folge: Verbraucherplattformen werden überflüssig, weil kaum noch wirkliche Erfahrungsberichte vorhanden sind, und wenn, dann findet man sie in den Kategorien nur schwer, weil ja die Topautoren meist durch ihre große Anhängerschaft, die sich bei ihnen mit Gefälligkeitsbewertungen durchklickt, oft vorne stehen, manchmal mit überflüssigen und nichtsagenden Berichten, in denen das wichtigste fehlt: Die Erfahrung. Schade, dass Ciao dagegen nichts macht, außer der Berücksichtigung beim PF. So werden die Verbraucherplattformen zu geschlossenen Communities, die kaum noch gebraucht werden, denn das Prospektwissen gibt's gratis auch beim Händler und Hersteller.
Quo vadis? Das werden alle User entscheiden, mit ihren Berichten und ihren Bewertungen, aber auch die Betreiber. Sie sollten diese Erfahrungsfakes nicht auch noch belohnen, das aber hängt natürlich auch von den Bewertungen ab... und mal sehen, was sonst noch so passiert in den nächsten Tagen und Wochen... die Wahrheit ist nicht überall gern gesehen... und wer weiß schon, wie die aussieht? Vielleicht ist das alles mit den Erfahrungsberichten ja simple Augenwischerei und es geht tatsächlich nur um Werbung? Wie kann es sonst sein, dass es schon eine Kategorie im April 2002 für die Nintendo Gamecube gibt, die erst im Mai auf den Markt kommt? Erfahrungen wird wohl kaum einer damit schon gemacht haben...
© Gimmick404 & ewka im April 2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-18 23:46:13 mit dem Titel PISA liegt nicht in Spanien
...entgegen der anders lautenden Gerüchten...
Tja, Zeit für einen neuen Bericht, der vielleicht den einen, oder anderen nicht gefallen wird... Da ich mir gedacht habe, dass dieser nur besser sein kann, wenn ich den mit einem anderen Autoren verfasse und wir somit unsere Erfahrungen mit dem gefürchteten QM (Quality Management) bündeln werden, doch mal ganz von Anfang an, damit auch alle am Ende wissen, was das ominöse QM macht, wer es macht und wie man damit Kontakt aufnehmen kann, es soll ja schließlich Leser geben, die zum 100. Mal das alles tatsächlich lesen wollen...
QM wurde vor... mmh, denke mal, vor ca. 1.5 Jahren mal ins Leben gerufen, als immer mehr Leute auftauchten, die meinten auf unehrliche Art Kohle verdienen zu können (=Faker) und andere, die meinten Stunk machen zu können und ähnliches. So hat sich Ciao gedacht, man stellt ein paar Menschen ein, die den ganzen Tag nichts anderes tun als Accounts zu sperren, Berichte, Kommentare, Bewertungen, Gästebucheinträge u.ä. zu löschen, um die Plattform von jedem Schmutz frei zu halten. Anfangs konnte man mit dem QM über die Adresse [email protected] aufnehmen, hat man dann die MemberID des Überltäters und ggf. auch die dazugehörige OpinionID, oder Kopien von Kommentaren u.ä. eingeben und ab ging die Post. Später, um wohl blödsinnige Mails ohne die nötigen Angaben zu vermeiden, hat man dazu ganze Eingabemasken geschaffen, die man heute im CCC finden kann. Tja, das QM lebt nun mal davon, dass die Mitglieder denen Hinweise auf Misbrauch geben. Eigentlich keine schlechte Idee, wenn man das ganze idealistisch betrachtet, denn so hat man als Mitglied keine große Arbeit und auf der Plattform laufen etwas weniger Faker rum. Denkste.
Ich gehör(t)e nun auch schon seit langer Zeit zu denen, die das QM unterstütz(t)en (man beachte bitte die Vergangenheitsform). Manchmal war das schon purer Spaß, um am nächsten Tag zu sehen, dass ein paar Accounts verschwunden sind, manchmal auch ein wenig Selbstschutz, um eigenen Kommentarseiten, oder das Gästebuch von Pöbeleien frei zu halten, oder auch, um zu verhindern, dass andere Mitglieder (zu Unrecht) diffamiert werden. Ja, ich meldete vieles brav und ohne große Zweifel daran zu haben, dass das, was ich melde nicht ernst genommen wird, bis aber vor ein paar Monaten. So langsam fielen mir nämlich Fehler und Unzulänglichkeiten seitens QM auf, die ich irgendwie überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Ich habe einige Kuriositäten gesehen, die mich bis heute immer noch ein wenig zum staunen bringen. Ich machte auch ein paar Tests, um festzustellen, ob einige Fehler Regel, oder zur Ausnahme gehören und auch da erlebte ich erstaunliche Dinge. Ich werde aus Datenschutzgründen darauf verzichten bestimmte Fälle genauer zu beschreiben, zum Schutz der Betroffeneren, auch wenn ich das Verhalten einiger dieser Mitglieder, die zum Teil sogar von der Community richtig respektiert werden, verurteile und als unkorrekt betrachte. Fangen wir also an.
Kopieren von externen, internen Quellen:
Hier fiel mir zum ersten Mal auf, dass da irgendwas nicht stimmt, weil das war auch das, wo ich am häufigsten Autoren gemeldet habe. Hier wird zum Teil gearbeitet nach Lust und Laune, wenn man grad in der Sperrlaune ist, dann wird der ganze Account, trotz \'nur\' 1-2 Fakes gesperrt, manchmal darf man aber auch gleich 20 Berichte faken und der Account bleibt dennoch aktiv. Eigenartig.
Hier sagt man auch, dass bis zu 50% eines Berichts von einer externen Quelle stammen dürfen, jedoch darf man natürlich nicht einen anderen Bericht als Quelle benutzen und die Quelle muss kennzeichnet werden, zb. so: (Quelle: www.quelle.de). Astrein.
Ich meldete zum Test also Berichte, die einen kurzen Absatz enthielten, es waren auch meist Filmrezensionen, wo der Autor die Kurzbeschreibung aus dem Filmprogramm, oder von der Rückseite der DVD übernommen hat. Dieses machte also etwa vielleicht 20-30% des Berichts aus und dies war eigentlich auch völlig konform gewesen. Reaktion seitens des QM war interessant, denn jeder dieser Berichte wurde AUSNAHMLOS gelöscht.
Dies veranlasste mich zu einem anderen Test. Ich nahm einen Bericht, der vollkommen korrekt war und meldete den als Fake und gab eine völlig andere Quellseite an. Ergebnis war, dass auch dieser Bericht gelöscht wurde... komisch!
Tja, soviel also zum Thema kopierte Berichte...
Doppelpostings:
Hier ist mir vor gar nicht so langer Zeit etwas passiert, was nur in die Abteilung STRANGE THINGS gehört.
Wie wir wohl alle wissen, behauptet man seitens Ciao, dass Doppelpostings eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften. Ich würde mich allerdings darauf nicht verlassen, denn ich sah schon so viele Doppelpostings, die eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften, dass ich ganz klar sagen muss, dass das System voll für den A... ist.
Doppelpostings sind nämlich nicht ganz so unter neuen Mitgliedern verbreitet, sondern eigentlich mehr unter den älteren Mitgliedern, die oft so denken mal einen schnellen Euro machen zu können, einen Bericht schreiben, nur mal eben die Daten verändern und dies als einen neuen Bericht versuchen zu verkaufen. Miese Masche, würde ich sagen, und ich denke in der Hinsicht stimmt wohl jeder auch zu, und in dem Fall ist es auch mehr als angebracht das betreffende Konto zu sperren, gerade jetzt zu Zeiten der Geldknappheit in Ciaos Kassen, wo das ein ganz klarer Beschiss von ehrlichen Mitgliedern ist.
In dem Fall war aber das QM anderer Meinung. Ich erlebte zum ersten Mal das QM in Action, wo ein Bericht nach dem anderen gelöscht wurde, insgesamt waren das knapp 30 Stück gewesen. Wieso in dem Fall man sich beim QM dazu entschieden hat das Konto dennoch nicht zu sperren, werde ich wohl nie wissen. Ich weiß nur, dass das, was daraus resultierte, eine Schande gewesen ist und bei dem Mitglied, vielleicht auch ein paar mehr, hält sich nun das hartnäckige Gerücht auf, ich sei ein Doppelaccount... mmmh, aber es gibt Leute, die könnten schwören mich in freier Wildbahn gesichtet zu haben... der eine berichtet nämlich noch von Bierschlachten, der andere hat wohl noch nie ein anderes Spezi gesichtet, was so detailgetreu ein Tor von vor 15 Jahren nacherzählen kann... das ist aber, glaube ich, eine andere Geschichte.
Um jetzt aber nochmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich finde, dass so eine Handhabe VERANTWORTUNGSLOS ist gegenüber dem Mitglied, was sich vielleicht auch noch erkenntlich zeigte, den Schwindel aufgedeckt zu haben. Manche laufen in so einer Situation nämlich virtuell Amok und das ist alles andere als angenehm für einen selbst.
Kommentarspam:
Einige haben schon vor gewisser Zeit mitbekommen, dass selbst wenn ein Bericht schon längst gelöscht ist, ist dessen Kommentarseite immer noch frei zugänglich und man kann Kommentare spammen ohne Ende, doch, da ich zu denen gehöre, die einige Mails immer noch konservieren, um vielleicht das eine, oder andere mal später noch jemandem zeigen zu können, entdeckte ich in einem solchen Bericht einige Kommentare eines Autors, die schon entstanden sind, nachdem der Bericht schon lange gelöscht worden ist. Klarer Fall vom Kommentarspam eigentlich... Einige Tage später meldete ich diesen Missbrauch, zumal ich es umso witziger finde, dass manche sich hier und da immer wieder mit CP\'s versorgen, so als ob man davon reich werden könnte. Es wurden bereits schon ganze Profile mit tausenden von Kommentaren gespammt, nur um ein paar tausend CPs mehr zu haben. Wie dem auch sei, die Reaktion seitens des QMs erstaunte mich irgendwie mal wieder. Als Antwort kam nämlich, dass der Bericht gelöscht worden wäre... Häääääää? - Wurde der schon nicht vor drei Monaten gelöscht? Mmh.. Na ja, gut zu wissen, dass sie den zum zweiten Mal gelöscht haben.
Noch unvorstellbar dämlicher war, was mir selbst in Bezug darauf passiert ist. Ich weiß nicht wie einige von Euch das Wort Kommentarspam definieren würden, ich würde es aber so definieren, dass man einen und den selben Nonsenskommentar postet und auch nicht 2x, weil das kann auch immer durchaus passieren, dass da irgendwas hängt und der Kommentar taucht plötzlich 2x auf, ist mir auch schon passiert, sondern eben mehrmals einstellt und das mit voller Absicht. Das mal so zur Klärung.
Neulich erst, erhielt ich die folgende Mail, die ich jetzt wortwörtlich wiedergeben werde:
Sehr geehrtes Ciao Mitglied,
aufgrund des Kommentarspammings müssen wir eine Verwarnung aussprechen.
Bitte halten Sie sich von xxxxxxx* fern. Wenn Sie der Meinung sind, daß
sich jemand falsch auf der Plattform verhält, dann melden Sie es
ausschliesslich dem Qualitätsmanagement. Das QM wird dann letztendlich darüber entscheiden, ob ein Verstoß vorliegt.
Üben Sie keineswegs durch Kommentare Kritik oder durch ungerechtfertigte
Bewertungen.
Wir bitten Sie unsere Aussage ernst zu nehmen.
Danke!
Mit den besten Grueßen,
quality management
ciao.com AG
__________________________________
* Name aus Datenschutzgründen von der Redaktion (also mir) entfernt.
So, mmh.. Interessante Geschichte eigentlich.. Bis heute weiß ich nicht so recht, wie ich diese Mail überhaupt interpretieren soll. Zum einen scheint man darüber not amused zu sein, dass ich mich hier und da herumtreibe und kommentiere und zum anderen scheint man seit neustem auch Kritik als Kommentarspam zu brachten, eine ganz neue Form, wie ich finde. Hat mich auch, ehrlich gesagt, so ziemlich verwirrt, denn ich habe noch nie Kommentare á la \'Schöner Bericht, man liest sich\' geschrieben und werde es ganz sicher nie tun, aber dass Kritik nun auch unerwünscht ist, ist schon irgendwie grotesk.
By the way: ich habe bis heute insgesamt ca. 12.000 Berichte bewertet auf verschiedenen Plattformen, mehr oder weniger wohlwollend und ich brauche mich keiner Bewertung zu schämen, auch wenn manche dieser Bewertungen sich vielleicht ein bisschen von der Masse abheben, oder auch manchmal ein wenig hart erscheinen.
So kann ich eigentlich auch gleich zum nächsten Thema übergehen:
Rachebewertungen:
Was ist eine Rachebewertung? - Gute Frage eigentlich... Manche Autoren scheinen alles unter SH als Rachebewertungen zu betrachten, damit dies nicht den Durchschnitt versaut und man überall sich am Anfang der Kategorie wiederfinden kann. Bah! Was wird man da teilweise als Autor beschimpft, wenn man mal eine abweichende Bewertung abgibt, die nicht nach der SH-Masse geht. Eigentlich schwachsinnig, denn so frage ich mich auch, ob der betreffende Autor wirklich keine anderen Probleme hat als eine H-Bewertung. (Darüber habe ich mich aber auch schon mal in einem Artikel ausführlich ausgelassen, gehört auch gar nicht hier rein)
Zurecht finde ich auch, dass man sich bei Ciao gedacht hat, man schiebt dieser H-Phobie einen Riegel vor und entfernt keine \'Hilfreich\'-Bewertungen mehr... Ja, meinerseits einverstanden, denn für mich gibt\'s wirklich wichtigere Dinge im Leben, als das, dass mir jemand ein Hilfreich reingedrückt hat.
Aber nochmal zu Rachebewertung an sich: Reintheoretisch setzt eine Rachebewertung es voraus, dass man bei jemandem anders bewertet hat. Also zb. : Ich bewerte User XYZ mit WH und User XYZ kommt dann in mein Profil rein und bewertet mir die ganze erste Seite mit NH. Klarer Fall, aber was wiederum als Rachebewertung gilt, erstaunt mich wieder.
Angestachelt aber von einem mir persönlich bekannten Autor, der sich heftigst darüber aufregte, dass ein astrein begründetes NH, wo die Begründung fast so lang war, wie der Bericht selbst, einfach so entfernt wurde, machte ich wieder ein paar Tests.
Die Testobjekte waren diesmal verschiedene Berichte, die alle eines gemeinsam hatten: sie hatten mindestens eine Bewertung, die schlechter als hilfreich war. Ob die Bewertungen begründet, oder unbegründet waren, spielte für mich eigentlich keine Rolle, dies war später nur für die Statistik wichtig.
Also waren es insgesamt 5 Berichte, wo man sich denken müsste, dass wenigstens die, wo die Bewertungen begründet waren, die auch hätten bleiben müssen, zumal bei zwei der Berichte die Bewertungen wirklich völlig korrekt waren. Tja! Nun passierte etwas, womit ich eigentlich schon gerechnet habe, aber irgendwie wollte ich es dennoch nicht wahr haben. QM entfernte kommentarlos ALLE Bewertungen, ob begründet, oder nicht und damit basta. Erstaunlich, aber wahr und irgendwie verstehe ich diese Handhabe überhaupt nicht. Im Grunde genommen ist die Bewertung, die man da unten durchführt völlig für die Katz und ob man sie begründet, oder nicht, sie kann dennoch problemlos von Autor als Rachebewertung gemeldet werden und die wird dann auch gelöscht. Einzig, wogegen man sich nicht wehren kann und es nützt auch nichts, wenn man das QM damit zuspammt, ist das gefürchtete hilfreich. So einfach ist das.
Doppelaccounts/Mehrfachaccounts
Hier habe ich doch relativen Mangel an Erfahrungen, aber mir sind auch schon so einige interessante Storys zu Ohren gekommen, dass man selbst hochgradige Faker einfach stehen lässt und sich auch nicht drum kümmert, wenn diese mehrere Fakeaccounts betreiben und somit eigentlich wichtige Mitglieder sind. Wer was dazu zu sagen hat, der kann noch das im Kommentar ergänzen...
Rechtswidrige Berichte
Ein User nannte namentlich einen anderen User, weil dieser bei sich selbst Kommentare gespammt hatte, um so an Communitypunkte zu kommen. Die Bewertung fiel entsprechend mit nicht hilfreich aus und Meldung ging ans QM. Noch am selben Tag nahm der User alles, was gegen die AGB verstieß, nachweislich raus, der Bericht befindet sich . wie so oft bei gelöschten Berichten - immer noch auf dem Server. Damit hatte sich dann eigentlich der Fall erledigt, ich bewertete um. Eine Woche lang tat sich nichts, bis ich eine Mail vom QM bekam, der Vorfall wäre erledigt blablabla. Stimmt, war er seit eine Woche durch entfernen des Namens im Bericht. Doch das QM war wieder einmal noch gründlicher. Sie haben den Bericht entsorgt. Hat da jemand gelesen? Mit Sicherheit nicht, denn dann wäre ja aufgefallen, dass dort nichts verbotenes mehr stand. Mehr und mehr verdichten sich die Vermutungen, dass im QM NIEMAND liest, es wird nur auf denjenigen geschaut, der meldet und dann geschaut, wer betroffen ist. Lesen? Pisa? Spanien? Oder doch nur einfach ein KLICK, wie es ja sowieso gängige Praxis ist auf Ciao: Klick & Go.
Mmh, ich glaube an der Stelle beende ich nun auch den Bericht, der schon wirklich eigentlich ein Armutszeugnis ist für eine solche Einrichtung. Im Grunde genommen sollte nämlich das QM im Sinne der User und des Betreibers arbeiten und sich auch an die vorgegebenen AGBs der Seite halten, aber in diesen ganzen Fällen weiss ich wirklich nicht in wessen Sinne überhaupt dies einzuordnen wäre. Zum einen nämlich werden Entscheidungen getroffen, die manchmal sogar verheerende Folgen haben, zum anderen verstösst eigentlich das QM selbst gegen AGBs, schon grotesk. Ernst nehmen tue ich das jedenfalls wirklich nicht mehr und ich würde es auch keinem raten wirklich ernst zu nehmen. Das QM ist nämlich wirklich schon lange nicht mehr das, was es mal war und ich denke mal diese ganzen Fälle hier sprechen eigentlich nur für sich selbst.
©ewka - 18.03.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 21:26:14 mit dem Titel Was soll das? - oder auch: Die Vielfalt macht der Einfalt platz
Ohje, ich kann mich noch gut erinnern an die Entrüstung, als das Bonussystem umgestellt wurde auf dieses dreistufige System, was wir heute haben, oder hatten, oder was auch immer. Den Sinn davon habe ich damals nicht verstanden und ich verstehe ihn heute immer noch nicht, um ehrlich zu sein. Die jetztige Umstellung verstehe ich noch weniger. In dem Newsletter von vor paar Tagen war zu lesen, Zitat:
Die verschiedenen Stufen des Bonusprogrammes sind Ihnen ja bereits bekannt. Die Einteilung basiert vorwiegend auf dem Interesse, welches Mitglieder und nichteingeloggte User für ein Thema haben. Es gilt also: je größer das Interesse an einem Produkt, desto höher seine Stufe im BP. Außerdem wird die Vergütungsstufe bestimmt durch die Anzahl der Berichte. Gibt es schon sehr viele Berichte zu einem Produkt, wie beispielsweise 1700 zum Nokia 6210, dann fällt es auf eine niedrigere Stufe zurück. Ein drittes Kriterium ist, inwieweit die Produkte aufgrund von Berichten wirklich über Ciao gekauft werden. Bisher geschah die Einteilung auf Kategoriebasis. Aufgrund verbesserter Technik ist es uns ab Juni möglich, diese Einteilung deutlich zielgerechter vorzunehmen und jedes Produkt einzeln einzustufen. Die Berechnung erfolgt jeden Monat aufs Neue, so dass sich monatlich Änderungen ergeben können - die Lesungen des Vormonats bleiben davon natürlich unberührt.
Zu welcher Vergütungskategorie ein Produkt gehört, erkennen Sie wie bisher daran, mit welcher der drei Farben der Produktname in eingeloggtem Zustand hinterlegt ist. Ein hellgrüner Hintergrund bedeutet so etwa 3 Cent pro Lesung, Hellblau 2 Cent und Orange 1 Cent pro Lesung. Was sich ändert ist lediglich, dass nun auch Produkte der selben Kategorie verschiedenen Stufen angehören können.
Soweit so gut, hört sich alles ziemlich nachvollziehbar an, aber was ich bis heute irgendwie nicht verstehen kann ist, wieso man nicht aufhört irgendwelche komplizierten Algorythmen sich auszudenken und damit auch endlich aufhört Erfahrungsfakes zu fördern, sonden setzt alle Kategerorien auf 1 Cent und fertig? Ich bin\'s nämlich echt schon leid zu sehen, was für blödsinnige Sachen die Leute glauben zu haben, nur weil es sich dabei um ein Produkt handelt, was 3 Cent / Lesung bringt. Was man aber heute gemacht hat, das schlägt schon den Boden aus dem Fass: viele Kategorien, wo es es SINNVOLL wäre, dass sie vergütet werden, sind auf NULL CENT pro Lesung gesetzt worden. Andere, unsinnige Kategorien sind aber nach wie vor bei der selben Vergütung geblieben, oder werden noch vergütet. Beispiele? - Gerne doch!
Dabei denke ich an die T-DSL Kategorie, die ab nun an NULL CENT bekommt, wo doch die Berichte zum Teil auch schnell veralten können, da die Telekom auch gern mal Dinge ändert, wie der Wind weht. Da wird doch kein Mensch mehr ernsthaft Zeit und Geld investieren, um AUSFÜHRLICH über seine Erfahrungen mit diesem Produkt zu schildern.
Beispiel: MS-DOS. Achtung, jetzt wird\'s lustig! Laut dem System von Ciao ist das ein System, was durchaus noch kaufwillige Kundschaft findet, darum sind auch die Berichte besonders wertvoll, denn es kann ja sein, dass jemand plötzlich noch seinen alten 386er aus dem Keller holt und ihn vielleicht noch mit DOS 6.22 aufmöbeln möchte. Darum ist das eine wertvolle Kategorie und ist deshalb 2 Cent wert. Jawohl!
Weiteres Beispiel: Eine EHEMALIGE (mit besonderer Betonung auf ehemalig) Community, die es seit letztem Jahr gar nicht mehr gibt, ist auch laut diesem System wertvoll, denn wer dort einen Bericht postet, bekommt diesen mit 1 Cent / Lesung gesposort, existierende Communities, wie zb. yopi.de, oder ecomments.de gehen aber leer aus. Sinnvoll, nee?
Die Liste dieser Widersprüche liesse sich wahrscheinlich endlos fortsetzen und im Grunde genommen sieht es für mich aus, wie ein verzweifelter Versuch die Kosten für Prämien möglichst nach unten zu schrauben. Treffen wird\'s aber sicherlich ehrliche Autoren, die nicht allzuviel schreiben und sowieso fast nur in den Billigkategorien geschrieben haben und von ihrem Geschreibsel so oder so nur ein paar Euro haben. Viele dieser Billigkategorien sind nämlich von nun an gar nichts mehr wert, so werden es wohl ein paar Euro weniger.
Wer hat\'s eigentlich verbockt? - In meinen Augen sind\'s die Leute, die schon über Monate hinweg schamlos das System ausnutzen und sich immer wieder was einfallen lassen, wo sie ihre 3 Cent / Lesung bekommen und bei 100 - 200 Lesungen und jeden Tag für einen Bericht ist das schon ein bisschen Kohle. Wenn da noch der satte PF zuschlägt, dann bekommt wohl soviel zusammen, wenn man einen ganzen Monat irgendwo einen Aushilfsjob schiebt. Da fragt man sich als Autor: Muss man nun als ehrlicher Autor, der KEINE Erfahrungsfakes schreibt und nicht die ganze Plattform abgrast, um zu entscheiden worüber man als nächstes lügen wird, solche Lügner und Betrüger überhaupt unterstützen? - Eigentlich nicht. Denn eigentlich, bevor man die ganze Community damit straft, sollte man sich vielleicht überlegen solche Betrüger auszusperren und Ciao kann sogar gem. der AGBs binnen 7 Tagen eine Kündigung aussprechen ohne Angabe von Gründen. Sinnigerweise wird aber in der Richtung nichts getan. Meldet man nämlich einen solchen Erfahrungsfake, dann bekommt man als Antwort zurück, dass dieser Bericht enthalte genug Enfahrungen und sei daher völlig in Ordnung, oder man bekommt gar keine Antwort.
Es geht mir wirklich nicht um die paar Euro, denn, das, was ich mit meinen Berichten erwirtschafte reicht oftmals gerade mal für 2-3 Schachteln Zigaretten und steht in keinem Verhältnis zu der Zeit, die ich in solche Berichte investiere, denn die paar Euros verdiene ich, wenn ich gerade mal 20 Minuten arbeite, aber ich fühle mich betrogen und ich kann diese Handhabe überhaupt nicht verstehen. Wie ich schon nämlich oben schrieb, diese Handhabe wird nur Leute treffen, die keine Märchen schreiben, sondern wirklich über Dinge, die sie in ihrem Besitz haben, weil die Märchenerzähler werden zwar noch mehr Zeit brauchen, um sich ein Thema zu suchen, aber werden auch weiterhin die Plattform mit Märchen zumüllen.
Nachtrag vom 25.07.2002:
Fast genau zwei Monate ist es her, als man den Unsinn eingeführt hat, genützt hat\'s eigentlich... ich glaube, niemandem was. Die einen schreiben immer noch nur 3ct Berichte, die Anzahl der Berichte hat sich auch noch richtig vermehrt, so als ob bizzarerweise einige von denen glauben würden, dass je mehr solcher Berichte geschrieben werden, desto mehr Geld steht zur Verfügung. Ein Blick in die Top10 der meistgelesenen Produkte lässt einen nur böses erahnen, das ist die jetztige Aufstellung:
1.eva-herman.de
2 Men in Black 2
3 Labello Ananas
4 Uncle Ben\'s Kochbeutelreis 20 min.
5 Weihenstephan Frischer Rahmjoghurt mild mit erlesenen Kirschen
6 bundeswehrfahrzeuge.com
7 Elbenwald.de
8 Bama - Schuhe wie Barfuß
9 aimbot.de
10 mueller.de
Die vollständige Liste dazu gibt\'s hier:
http://www.ciao.com/community.php/Type/2
Ich glaube, allzu grossartig muss ich das wohl nicht kommentieren, aber ich habe mir über die Folgen dieses Wahns auch meine Gedanken gemacht und habe nachgerechnet. Allein nur, wenn man die Top50 der meistgelesenen Produkte nimmt, dann ergibt das zusammen pro Woche 800-900 Euro, ganzes Batzen Geld für Berichte, die allesamt eigentlich nichts wert sind.
Neuerdings kam Ciao sogar auf die blendende Idee auch mal Kohle einzusparen, nämlich die zu sperren, die schon etwas mehr auf ihrem Konto versammelt haben, einen Tag reicht schon. Es wird nämlich das ganze Guthaben auf dem Konto einbehalten, ob es nun gerechtfertigt war, oder nicht, aber das sind schon so gewisse Einsparungen. Darum tut Euch selbst den Gefallen, wenn Ihr Geld auf dem Konto habt, womit Ihr die Auszahlungsgrenze von 5 Euro erreicht habt, dann lasst das nicht liegen, denn im Falle der Wilkür des QMs seit Ihr es los und das auch, wenn Ihr selbst den Account deaktivieren lässt...
Tja, ich glaube, mehr muss ich wirklich das nicht mehr kommentieren, für mich ist das pure Frechheit und im Grunde genommen wirklich eine Verarsch... hoch 3 von allen Autoren, die es etwas ernst meinen. Auf dauer leidet nämlich nicht nur der einzelne, der jeden Monat feststellen wird, dass es immer mehr Kategorien gibt, die nicht vergütet werden, sondern auch die Vielfalt der Berichte, die so langsam immer mehr zu einem völligen einheitsbrei mutiert und den Namen Vielfalt gar nicht verdient. Ich find\'s jedenfalls beängstigend, wenn man so durch einige Profile surft und irgendwann nicht mehr weiss, welchen Autor man eigentlich gelesen hat, weil alle über das selbe schreiben.
©ewka - 01.06.2002
Nachtrag 25.07.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-29 18:31:36 mit dem Titel PISA liegt nicht in Spanien
... entgegen der anders lautenden Gerüchten ...
Tja, Zeit für einen neuen Bericht, der vielleicht den einen, oder anderen nicht gefallen wird... Da ich mir gedacht habe, dass dieser nur besser sein kann, wenn ich den mit einem anderen Autoren verfasse und wir somit unsere Erfahrungen mit dem gefürchteten QM (Quality Management) bündeln werden, doch mal ganz von Anfang an, damit auch alle am Ende wissen, was das ominöse QM macht, wer es macht und wie man damit Kontakt aufnehmen kann, es soll ja schließlich Leser geben, die zum 100. Mal das alles tatsächlich lesen wollen...
QM wurde vor... mmh, denke mal, vor ca. 1.5 Jahren mal ins Leben gerufen, als immer mehr Leute auftauchten, die meinten auf unehrliche Art Kohle verdienen zu können (=Faker) und andere, die meinten Stunk machen zu können und ähnliches. So hat sich Ciao gedacht, man stellt ein paar Menschen ein, die den ganzen Tag nichts anderes tun als Accounts zu sperren, Berichte, Kommentare, Bewertungen, Gästebucheinträge u.ä. zu löschen, um die Plattform von jedem Schmutz frei zu halten. Anfangs konnte man mit dem QM über die Adresse [email protected] aufnehmen, hat man dann die MemberID des Überltäters und ggf. auch die dazugehörige OpinionID, oder Kopien von Kommentaren u.ä. eingeben und ab ging die Post. Später, um wohl blödsinnige Mails ohne die nötigen Angaben zu vermeiden, hat man dazu ganze Eingabemasken geschaffen, die man heute im CCC finden kann. Tja, das QM lebt nun mal davon, dass die Mitglieder denen Hinweise auf Misbrauch geben. Eigentlich keine schlechte Idee, wenn man das ganze idealistisch betrachtet, denn so hat man als Mitglied keine große Arbeit und auf der Plattform laufen etwas weniger Faker rum. Denkste.
Ich gehör(t)e nun auch schon seit langer Zeit zu denen, die das QM unterstütz(t)en (man beachte bitte die Vergangenheitsform). Manchmal war das schon purer Spaß, um am nächsten Tag zu sehen, dass ein paar Accounts verschwunden sind, manchmal auch ein wenig Selbstschutz, um eigenen Kommentarseiten, oder das Gästebuch von Pöbeleien frei zu halten, oder auch, um zu verhindern, dass andere Mitglieder (zu Unrecht) diffamiert werden. Ja, ich meldete vieles brav und ohne große Zweifel daran zu haben, dass das, was ich melde nicht ernst genommen wird, bis aber vor ein paar Monaten. So langsam fielen mir nämlich Fehler und Unzulänglichkeiten seitens QM auf, die ich irgendwie überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Ich habe einige Kuriositäten gesehen, die mich bis heute immer noch ein wenig zum staunen bringen. Ich machte auch ein paar Tests, um festzustellen, ob einige Fehler Regel, oder zur Ausnahme gehören und auch da erlebte ich erstaunliche Dinge. Ich werde aus Datenschutzgründen darauf verzichten bestimmte Fälle genauer zu beschreiben, zum Schutz der Betroffeneren, auch wenn ich das Verhalten einiger dieser Mitglieder, die zum Teil sogar von der Community richtig respektiert werden, verurteile und als unkorrekt betrachte. Fangen wir also an.
Kopieren von externen, internen Quellen:
Hier fiel mir zum ersten Mal auf, dass da irgendwas nicht stimmt, weil das war auch das, wo ich am häufigsten Autoren gemeldet habe. Hier wird zum Teil gearbeitet nach Lust und Laune, wenn man grad in der Sperrlaune ist, dann wird der ganze Account, trotz \'nur\' 1-2 Fakes gesperrt, manchmal darf man aber auch gleich 20 Berichte faken und der Account bleibt dennoch aktiv. Eigenartig.
Hier sagt man auch, dass bis zu 50% eines Berichts von einer externen Quelle stammen dürfen, jedoch darf man natürlich nicht einen anderen Bericht als Quelle benutzen und die Quelle muss kennzeichnet werden, zb. so: (Quelle: www.quelle.de). Astrein.
Neulich meldete ich einen Fake. Der Faker, ganz clever, änderte blitzschnell seinen Bericht, so dass kein Fake mehr nachweisbar ist. Normalerweise bekommt man dann als Reaktion des QM: Bitte überprüfen sie ihre Angaben etc., Nichts ist mehr unmöglich... einfaches Lesen hätte gereicht, um erneut diese Antwortmail auf meine Meldung zu schicken. Doch nein, am nächsten Tag war der Bericht tatsächlich weg, eine Mail bekam ich auch: Vielen Dank für ihre Meldung, wir haben den Vorfall bearbeitet. Bearbeitet ja, aber auch gelesen? Grundsätzlich finde ich es ja richtig, dass ein Bericht auch dann gelöscht wird, wenn der Faker seine Tat zu vertuschen versucht, allerdings fehlt halt der Nachweis. Störte diesmal allerdings wohl niemanden: wer nicht liest, kannes ja auch nicht wissen, was er tatsächlich gelöscht hat.Tja, soviel also zum Thema kopierte Berichte...
Doppelpostings:
Hier ist mir vor gar nicht so langer Zeit etwas passiert, was nur in die Abteilung STRANGE THINGS gehört.
Wie wir wohl alle wissen, behauptet man seitens Ciao, dass Doppelpostings eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften. Ich würde mich allerdings darauf nicht verlassen, denn ich sah schon so viele Doppelpostings, die eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften, dass ich ganz klar sagen muss, dass das System voll für den A... ist.
Doppelpostings sind nämlich nicht ganz so unter neuen Mitgliedern verbreitet, sondern eigentlich mehr unter den älteren Mitgliedern, die oft so denken mal einen schnellen Euro machen zu können, einen Bericht schreiben, nur mal eben die Daten verändern und dies als einen neuen Bericht versuchen zu verkaufen. Miese Masche, würde ich sagen, und ich denke in der Hinsicht stimmt wohl jeder auch zu, und in dem Fall ist es auch mehr als angebracht das betreffende Konto zu sperren, gerade jetzt zu Zeiten der Geldknappheit in Ciaos Kassen, wo das ein ganz klarer Beschiss von ehrlichen Mitgliedern ist.
In dem Fall war aber das QM anderer Meinung. Ich erlebte zum ersten Mal das QM in Action, wo ein Bericht nach dem anderen gelöscht wurde, insgesamt waren das knapp 30 Stück gewesen. Wieso in dem Fall man sich beim QM dazu entschieden hat das Konto dennoch nicht zu sperren, werde ich wohl nie wissen. Ich weiß nur, dass das, was daraus resultierte, eine Schande gewesen ist und bei dem Mitglied, vielleicht auch ein paar mehr, hält sich nun das hartnäckige Gerücht auf, ich sei ein Doppelaccount... mmmh, aber es gibt Leute, die könnten schwören mich in freier Wildbahn gesichtet zu haben... der eine berichtet nämlich noch von Bierschlachten, der andere hat wohl noch nie ein anderes Spezi gesichtet, was so detailgetreu ein Tor von vor 15 Jahren nacherzählen kann... das ist aber, glaube ich, eine andere Geschichte.
Um jetzt aber nochmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich finde, dass so eine Handhabe VERANTWORTUNGSLOS ist gegenüber dem Mitglied, was sich vielleicht auch noch erkenntlich zeigte, den Schwindel aufgedeckt zu haben. Manche laufen in so einer Situation nämlich virtuell Amok und das ist alles andere als angenehm für einen selbst.
Kommentarspam:
Einige haben schon vor gewisser Zeit mitbekommen, dass selbst wenn ein Bericht schon längst gelöscht ist, ist dessen Kommentarseite immer noch frei zugänglich und man kann Kommentare spammen ohne Ende, doch, da ich zu denen gehöre, die einige Mails immer noch konservieren, um vielleicht das eine, oder andere mal später noch jemandem zeigen zu können, entdeckte ich in einem solchen Bericht einige Kommentare eines Autors, die schon entstanden sind, nachdem der Bericht schon lange gelöscht worden ist. Klarer Fall vom Kommentarspam eigentlich... Einige Tage später meldete ich diesen Missbrauch, zumal ich es umso witziger finde, dass manche sich hier und da immer wieder mit CP\'s ve
Ich bin damals schon sehr skeptisch der Idee gegenüber gewesen, gewisse Folgen, die es im Nachhinein mit sich trug, habe ich zwar damals noch nicht so gesehen, aber einige Probleme, die nun damit zusammenhängen, waren mir damals irgendwie schon klar gewesen. Ich habe, um ehrlich zu sein, die Idee für einen Knieschuss gehalten und selbst nach fast einem Jahr Communitypunkte hat sich meine Einstellung überhaupt nicht geändert, um nicht zu sagen, ich halte die Idee für noch dämlicher, als damals.
Worum geht\'s nun hier überhaupt? - Wurde zwar in sehr vielen Berichten sehr ausführlich beschrieben, ich mach\'s ein wenig kürzer, um mich nicht allzu lange bei Unwichtigkeiten aufzuhalten. Durch die Community Points wird faktisch jeder User kenngezeichnet durch einen Dot, der an seinem Nick klebt. Man kann die Farben von weiss bis mittlerweile gold haben, die sich dann danach richten, wie aktiv man als User ist. Es werden damit alle möglichen Aktivitäten festgehalten, wie die eigenen Bewertungen, Kommentare, Berichte, wie oft man wie bewertet wurde, durch negative Bewertungen werden einem sogar Punkte wieder abgezogen, wieviele Leute einem Vertrauen und viele neue Mitglieder man geworben hat. Alles ist in einer handlichen Tabelle zusammengefasst, wo jeder dann nachlesen kann, wieviele Punkte er für was erntet und wann er welche Farbe trägt.
Was hat das eigentlich für einen Sinn User zu kennzeichnen? - Ganz am Anfang habe ich das überhaupt nicht verstanden, denn was es bringt mir zu wissen, wie AKTIV ein User ist und das Wort AKTIV halten wir am besten mal fest, denn Aktitivität hat noch lange nichts mit Erfahrung zu tun und das ist hoffentlich für alle doch recht klar. Nun ja, ich trage immer noch die Farbe lila, was eigentlich anhand der Community Punkte eher das Mittelfeld ist. Ich habe auch in der Zeit, wo das eingeführt wurde nur einmal meine Farbe geändert, was allerdings daran liegt, dass ich nicht zu den aktivsten Usern zähle, selten bewerte, kommentiere und auch Berichte schreibe. Ich folge einfach nach wie vor dem Grundsatz Klasse statt Masse und das halten wir auch nochmal fest.
Nun schauen wir uns mal an, was passiert, wenn ein neuer User sich anmeldet. Bevor er etwas gemacht hat, hat er gar keine Farbe, sobald er was gepostet hat und bewertet hat, bekommt er den weissen Dot, im schlimmsten Fall rutscht er vielleicht gleich ins Minus durch die schlechten Bewertungen anderen Mitglieder. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass das alles andere als motivierend ist, denn viele von uns haben mit ganz miesen Berichten teilweise angefangen, ich auch. Daher wäre hier mein Vorschlag, dass erst dann, wenn man die ersten 5 Berichte gepostet hat, einen die Punke abgezogen werden. Vor allem nämlich, wenn man ins Minus rutscht, dann sieht das irgendwie so aus, als wäre man Ciao irgendwas schuldig...
Interessanter finde ich aber den Zusammenhang zwischen dem Farbenwechsel und dem Verhalten der User. Da werden zum Teil Berichte zum Farbwechsel geschrieben, kleine virtuelle Feiern abgehalten, weil man nun im elitären Kreis der orangenen User ist und das ist etwas, was ich überhaupt nicht verstehe. Ja, es gibt sogar User, die glauben, dass je besser die Farbe ist, desto besser wird man bezahlt und da ist schon, meiner Meinung nach, irgendwas schief gelaufen. Strenggenommen nämlich sieht\'s hier eigentlich nur so aus: Hat jemand viel Zeit und ist 24h am Tag aktiv, schreibt Berichte und bewertet ständig, dann wird er auch nach 2 Monaten orange und freut sich wie ein Schneekönig, obwohl damit sich nur seine Farbe gewechselt hat, die ihn keine besonderen Kräfte verleiht.
Grüne User haben\'s eigentlich in dem Zusammenhang auch nicht grad leicht, denn auch von einem grünen User erwartet man alles andere, als das er an die Community angepasst ist. Grüner User wird auch oft als Faker verdächtigt, in manchen Fällen ist das auch richtig, aber ich habe auch schon erlebt, dass es auch User sind, die einfach mal aus denen Plattformen kommen, wie ich eigentlich auch, nur bei mir geschah das schon etwas länger her, die einfach dann ihre Berichte auf Ciao posten wollen,wogegen doch überhaupt nichts anzuwenden ist. Ich habe aber selbst mal gesehen, dass eine Autorin, die übrigens auch sehr gut schreibt, des Fakens verdächtigt wurde und man ihr eine KOPIE ihreres schon vorhandenen Berichts vor die Nase hielt. Um mal aber jetzt von diesem krassen Beispiel mal wegzukommen, gibt\'s da noch etwas: Oftmals haben auch \'ältere\' User Angst User mit dem tieferen Rang zu Bewerten, denn man weiss ja nicht, man kann auch sich eine Rachebewertung einfangen, was auch in manchen Fällen sogar stimmt. Auch hier gibt\'s auch Fälle, wo ein \'älterer\' User sich irgendwie durch eine korrekte Bewertung beleidigt fühlt und einen zurückbewertet und manchmal sogar nicht als er selbst... Na ja, kommen wir auch mal von diesem Thema jetzt weg, ich möchte eigentlich nur damit sagen, dass man hier überhhaupt nicht pauschalisieren darf, aber auch das wurde an vielen anderen Stellen auch schon oft gesagt.
Das Verhalten anderer User finde ich auch zum Teil fast schon lachhaft, denn wer hat zb. auch gesagt, dass ein orangener User auf jeden Fall besser schreiben muss, als jemand, der blau ist? - Niemand, aber alle tun so als ob. Fast schon legendär ist nach wie vor das Verhalten, dass wenn ein orangener User was postet und ein grüner postet einen Bericht, der inhaltlich eigentlich das selbe aussagt, bekommt der grüne weitaus schlechtere Bewertungen als der orangene. Man schreibt vielleicht dann noch dem grünen als Kommentar, er solle sich mal andere Berichte anschauen, um besser schrieben zu können. So witzig es sich auch anhört, so witzig ist es eigentlich auch, denn während er solche Kommentare kassiert, bekommt der orangene User quer durch die Bank 100% sehr hilfreich und keiner meckert. Ob er sich da irgendwie nie ein wenig veräppelt fühlt?
Anderes Phänomen ist auch das Verhalten einiger \'höherrangiger\' User. Wie ich schon oben mal schrieb: Aktivität =/= Qualität, aber es gibt Leute die sich so viel aus der Farbe ausmachen und führen sich auf, als wären sie die Elite und man als Fussvolk, mich eingeschlossen, nun ab sofort alles sehr hilfreich finden MUSS. Sorry, aber so ein Schwachsinn auch! Man muss sich das irgendwie vor die Augen halten; Um eine Farbe, die \'besser\' ist als rot zu bekommen muss man im Grunde genommen nur posten wie ein Irrer, dauernd den Finger auf den Abzug zu haben, um sich bloss keinen Bericht entgehen zu lassen, das man auch bewerten kann und im schlimmsten Fall Copy/Paste Kommentare zu posten. Das Vertrauen anderer User kommt automatisch, denn wer dauernd präsent ist, findet auch genug Leute, die irgendwann auf den V-Button drücken und einen nochmal 80 Punkte damit schenken und man wird dann irgendwann als \'höherrangiger\' User auch automatisch bewertet. Somit dient eigentlich mal wieder die Farbe eigentlich, um Klickern zu helfen \'Qualität\' zu unterscheiden, wo man nicht mehr nur nach der Länge des Berichts gehen muss, sondern eben auch nach dem Dot. Ich halte diese Entwicklung für echt verhängnisvoll, denn ich wundere mich schon ohnehin immer, was hier nicht alles sehr hilfreich gefunden wird und zwar nur weil der Dot stimmt. Im Grunde genommen hat man nämlich oft als kritischer User, der auch mal hinterfragt, irgendwie verloren, weil in krassesten Fällen wird man auch noch dann als Buhmann hingestellt und ich könnte mir vorstellen, dass es einige Leute gibt, die einiges gar nicht bewerten, um diesem Schicksal zu entgehen.
Ironie des Schicksals ist auch noch, dass genau diese Masse oftmals auch noch beloht wird und zwar mit einem netten Anteil aus dem Prämien Fond. Interessant finde ich nämlich, dass die User, die auch ab und zu mal einen Dia ergattern auch die User sind, die auch am aktivsten sind von allen und so wird teilweise SPAM prämiert! Mag sein, dass es vielleicht nicht unbedingt hier reingehört, gewissen Zusammenhang gibt es da aber durchaus schon, denn GANZ selten passiert es mal, dass auch ein lilaner User dabei ist, oder noch seltener ein blauer, bei denen, dessen Berichte man als besonders qualitativ eingestuft hat. Mmh, das wirft auch die Frage: Schreiben denn grüne und/oder blaue User schlechte Berichte? - Sicherlich nicht, sowie auch nicht alle orangenen und \'hoheren\' User gleich automatisch gute Berichte auch schreiben. Nun gut, das nur so als kleine Abschweifung nebenbei, was eigentlich wirklich ein Thema für sich ist.
Interessant finde ich auch, mit was für unlauteren Mitteln eine \'höhere\' Farbe teilweise erschwindelt wird und da gibt\'a sicherlich einige Möglichkeiten, um sich mit Punkten zu versorgen, und bei manchen Möglichkeiten ist es oft nur ein reiner Zufall, dass man da überhaupt mal draufkommt. Diese Möglichkeiten werde ich jetzt nicht nennen, aber ich find\'s irgendwie witzig, denn mal wieder wird so getan, als ob man sich für die Dots was kaufen könnte und jetzt kommt eigentlich das Geheimnis: Es lohnt sich nicht. Ciao hat da einen kleinen Hinderniss eingebaut, um den Usern, die nicht lesen und alles sehr hilfreich finden mal ein wenig die Kraft zu nehmen. Kommt nämlich ein User, der liest und auch kritisch bewerten kann, wird dessen Bewertung ein viel höheres Gewicht haben, als die Bewertung eines anderen Users und somit sieht eigentlich dann kräftemässig gesehen intern das ganz anders aus, so kann nämlich ein blauer User ein viel höheres Gewicht mit seiner Bewertung haben, als ein orangener und hier zeigt sich erst eigentlich erst, dass die Farbe nur was visuelles ist und eigentlich nichts dahinter steckt. Nachzulesen kann man das ganze sogar und das irgendwo unter den Bewertungsrichtlinien. Es ist zwar mehr ein Thema was in die Kategorie \'Berichte Bewerten\' gehört, aber den Zusammenhang finde ich echt interessant.
Um ein Thema komme ich auch nicht rum, was allerdings, wenn man es sich genauer ansieht, dann findet man da sogar ein paar Parallelen zu der reelen Gesellschaft. Nehmen wir jetzt an: Jemand wird ein wenig mitrauisch und fängt an nach Fakern zu suchen und findet raus, dass ein \'hochrangiger\' User sich seinen Status erschwindelt hat, sprich, er hat gefaked. Im besten Fall sollte eigentlich dieser User gesperrt werden, passiert aber nicht. Ich bin sowieso der Meinung, dass das QM ein wenig lasch geworden ist, was sicherlich auch wieder ein Thema für sich ist. Nun, der Zusammenhang besteht eigentlich auch hier, dass wenn jemand eine grosse Lobby hinter sich hat, dann kann er eigentlich sich zum Teil die schlimmsten Vergehen erlauben, angefangen bei Beleidigungen anderer User, aufgehört bei dem \'Kapitalverbrechen\', was man auf einer Plattform begehen kann, nämlich Faken. Das finde ich irgednwie ein wenig arm, denn ich finde hier sollte eigentlich gleiches Recht für alle geben, dass wenn ich einen grünen, oder einen bronzenen User wegen gleichen Vergehen melde, dann sollte es nicht so sein, dass der grüne gesperrt wird und der bronzene macht weiter. Sicherlich, hier spielen natürlich auch wirtschaftliche Interessen Ciaos eine Rolle, denn ein aktiver User bringt Berichte mit rein und das ist Geld. Es darf aber irgendwie nicht sein, dass jemand gegen sämtliche Regeln verstösst und es wird nicht reagiert.
So, ich möchte mich jetzt langsam dem Ende neigen, aber eines muss ich da noch erwähnen. Ich weiss jetzt nicht wieviele Umfragen es gab, ob man die Community Punkte behalten, oder abschaffen soll, ich selbst habe, glaube ich, an zwei teilgenommen, wenn ich mich recht entsinne und da habe ich jedes mal mich dafür ausgeprochen, dass man diesen Unsinn endlich mal abschafft. Der Grund ist ganz einfach, ist niemand kennzeichnet, gibt\'s auf grund dessen keinen Zwist, niemand kann irgendwie auf seinen Punkten sich irgendwas aufbauen, weil es einfach keine gibt. Für einen neuen User wäre das sowieso ideal, denn er wäre gleich gebrandmarkt, dass er ein neuer ist, hat keine Ahnung und schreiben kann auch nicht.
Vergisst wirklich nicht, dass man sich für seine Punkte nichts kaufen kann und oftmals ist es besser, wenn man weniger schreibt und dafür auch besser und wenn man auch tatsächlich auch liest und nicht klickt. Das Punktekonto mag dann vielleicht wirklich langsam steigen, dass man wie ich nach fast einem Jahr Community Points und Aktivität grade es von blau auf lila geschafft hat, aber so wichtig ist es mir eigentlich auch nicht.
(c)ewka - 30.03.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-27 15:19:09 mit dem Titel Erfahrungsberichte oder Erfahrungsfakes?
Diese Meinung wird sich dem Sinn und Unsinn der Meinungsplattformen widmen, aus der Sicht von jemandem, der quasi sie mitgestaltet hat durch seine lange Mitgliedschaft und aus der Sicht von jemandem, der sie als Verbraucher kennt und versuchte sie so für sich zu nutzen, wofür sie eigentlich gedacht waren. Das zweite ist nämlich die Seite der Medaille, die viele eifrige Autoren einfach vergessen und oftmals einfach nur schreiben, um ihr Konto aufzubessern, oder, um ihr Ego zu stärken und darum geht's eigentlich dabei schon mal nicht. Wir werden uns also die zwei Seiten genau ansehen, zusammen mit dem Kurs, den die grossen Meinungsplattformen, also Ciao und Dooyoo angenommen haben und für wen eigentlich diese Plattformen überhaupt noch fungieren.
ewka
Ich fing an vor fast genau zwei Jahren an für Dooyoo zu schreiben und zu Dooyoo bin ich eigentlich durch Zufall gekommen. Ich bestellte nämlich ein paar Sachen bei Quelle online und bekam dafür Webmiles. Irgendwann überkam es mich mal nachzusehen, wie ich eigentlich noch an Webmiles komme, um mal vielleicht mir eine vernünftige Prämie zu leisten und so stieß ich auf Dooyoo. Das Prinzip von Dooyoo habe ich eigentlich gar nicht verstanden, ich las hier und da mal ein paar Meinungen zu den Themen, die ich interessant fand und irgendwann kam mir der Gedanke auch mal was eigenes zu schreiben, weil ich einfach dachte, da könnte ich auch mal ein paar Worte über einige Produkte schreiben, über die mich geärgert habe. So entstanden paar Meinungen, die wahrscheinlich nicht mehr als 100 Worte hatten, die heute wahrscheinlich mit 'nicht hilfreich' durch die Bank bewertet worden wären, aber die Berichte hatten alle was gemeinsam: sie waren Erfahrungsberichte, die eigentlich nur die Erfahrungen wiedergeben haben, die ich mit diesen Dingen gesammelt habe. So schrieb ich nämlich einen Bericht über eine Quantumplatte, die ich genau einen Monat defekt aus einem Rechner ausgebaut hatte und über TelDaFax, wo nie eine SMS ankam und auch einen Reisebericht, wo ich genau 2 Monate zuvor gewesen bin und meine Erlebnisse immer noch nicht verarbeitet hatte. Für meinen Reisebericht bekam ich damals sogar das begehrte Krönchen, obwohl damals gar keine gab, nur es wurden einen still und heimlich 100 Webmiles überwiesen und man hat sich gefreut.
Eigentlich so ziemlich gleichzeitig entdeckte ich Ciao, wo es damals noch für einen Bericht 1DM gab und pro Lesung gab's noch 10Pf obendrein, so dass man bei 100 Lesungen gleich 10DM bekam + die 1DM, die man für Schreiben bekam. Ciao hat mich aber damals überhaupt nicht angesprochen, ich habe mich zwar angemeldet, gepostet habe ich, glaube ich, auch was, aber noch am selben Tag kehrte ich Ciao den Rücken zu und widmete mich erst mal nur Dooyoo. Ich hatte auch andererseits absolut nicht die Zeit gehabt, um auf beiden Plattformen aktiv zu bleiben und Dooyoo gefiel mir irgendwie doch besser. So fing also meine 'Karriere' als Meinungsplattformautor an und die Meinungen wurden auch länger und besser, in dem Sinne eigentlich detaillierter. Ich schrieb allerdings auch von erster Stunde an, wenn mir irgendwas unter den Nägeln brannte, dass nie irgendwie Berichte entstanden, die erfunden waren, ich baute mir einen Freundeskreis auf von Autoren auf, wo ich meinte, dass die auch interessante Sachen schrieben und ich steigerte mich auch ein bisschen mehr ins Geschehen.
Ciao entdeckte ich zum zweiten Mal wieder, als ich mal wieder durch Zufall auf die Plattform kam und ich vergass sogar, dass ich mich da schon sogar mal angemeldet habe. Nun, gut, da ich damals nur eine E-Mail Adresse benutzt habe, kam ich auch schnell wieder an mein Passwort ran, postete ein paar Meinungen aus dooyoo rein und verschwand auch wieder, aber ab dem Zeitpunkt behielt ich auch meinen Account bei Ciao im Auge, postete oft fast parallel, was ja auch nicht verboten war und ist. So blieb ich eigentlich bis Frühjahr 2001 reiner Dooyoo-Autor, ich lernte dort einige Autoren kennen und habe mich auch in Geschehen auf der Plattform eingemischt. Ciao nahm ich eigentlich richtig wieder wahr, als damals die Vergütung drastisch gekürzt wurde und man die dreistufige Vergütung eingeführt hat, wie sie heute noch ist. Zum ersten Mal damals machte ich mir auch darüber Gedanken, für wen ich eigentlich meine Erfahrungen niederschreibe. Für mich war's sicherlich nicht, eigentlich mehr für meine Leser, die mein Geschreibsel interessant fanden und ich versuchte es auch so interessant zu schreiben, dass sie eine Meinung (Bericht) nicht einfach mal so runterscrollen, sondern diese auch lesen.
Bei Ciao fiel mir was auf, was ich von Dooyoo her kaum kannte. Es gab durchaus Autoren, wo wirklich GUTE Berichte standen aber es gab auch Autoren, wo ich genau das Gegenteil behauptete, nämlich, durch die Umstellung der Vergütung der Lesungen entstanden viele Erfahrungsfakes, Berichte über Produkte, die der Autor nie besessen hat und wahrscheinlich nie besitzen wird und so kamen mir viele Berichte vor, als hätte der Autor im Grunde genommen nur ein paar Prospekte von Schauland, oder Saturn mitgenommen und anhand dieser einen ERFAHRUNGSBERICHT geschrieben. Fand ich irgendwie damals schon recht dreist, dass man quasi einen Bericht nur deshalb schreibt, weil der mehr Geld einbringt, als ein RICHTIGER Bericht in einer schlechter bezahlten Kategorie. Ich hielt schon damals diese Entwicklung eigentlich recht verhängnisvoll, denn der Sinn ist natürlich, dass solche Kategorien sind eigentlich lohnender für eine Plattform, denn es informiert natürlich niemand, oder nur ganz selten jemand, wie gut die Gummibären von Haribo schmecken, oder ob die neuen Chips von Funny Frisch wirklich gut schmecken, sondern die Leute informieren sich meist über technische Geräte, wie sie bei anderen ankommen, oder auch über Provider, oder andere Dienstleistungen und man hat eigentlich aber auf die Ehrlichkeit der Autoren vertraut, dass diese das nicht missbrauchen. Doch, dass einige Leute es schnell merken, dass sie das System quasi austricksen können und sie eben diese Erfahrungsfakes posten können, sie dafür besser vergütet werden, als jemand, der nur in den schlechtbezahlten Kategorien schreibt, das hat man irgendwie dabei völlig vergessen, oder übersehen und so entstanden dann im Laufe der Zeit immer mehr solcher Erfahrungsfakes und es stört auch noch anscheinend niemanden, aber welchen Schaden es anrichtet, das kann man vielleicht aus den nachfolgenden Zeilen lesen.
Gimmick404
Ich kannte Verbraucherplattformen lange Zeit gar nicht, ich hatte wohl mal davon gehört, dass es Ciao, Amiro und Dooyoo gibt, doch gab es da in der Presse weitläufig die Meinung, dass dort so gut wie keine Erfahrungen von Verbrauchern stehen, sondern hauptsächlich abgetippselte Gebrauchsanweisungen. Ich vermute mal, dass dies auch mit der Art der Vergütung damals zusammenhing, ganz zu Beginn 5 DM pro Bericht/ Meinung, egal was drin steht, egal, wie bewertet wird (und wie der genaue Betrag nun ist, weiß ich auch nicht so genau, aber spielt auch keine allzugroße Rolle). So verstrich das Jahr 2000, ohne dass ich mich mal auf einer blicken ließ. Doch dann zu Beginn des Jahres 2001 und dann vor allem im weiteren Verlauf sollte sich dies ändern. Ich bestellte einige Sachen im Internet, vor allem Hardware, und in diesem Zusammenhang fiel mir ein, da gibt es doch so Foren, wo Verbraucher von ihren Erfahrungen berichten. Schwups schaute ich mal bei Ciao vorbei, wunderbar, E-Bug hatte nur positive Berichte, der Shop wurde von 100% empfohlen (heute nur noch von 92%, die 8% bin ich, aber das ist ein anderes Thema). Dann vergass ich doch wieder, dort öfter vorbeizuschauen, bis meine Festplatte den Geist aufgab und der Ersatz ewig auf sich warten ließ.
Also schwups wieder zu Ciao, aber die Berichte konnten mir überhaupt nicht helfen, da waren im wesentlichen reine Beschreibungen, wie der Shop aufgebaut ist, wie man bestellt, zum größten Teil war das alles mit sehr hilfreich bewertet worden, doch für mich vollkommen uninteressant. Wie die Seite aufgebaut ist und wie man etwas dort bestellt, das seh ich auf der Seite ja selbst, dafür braucht es keinen Bericht bei Ciao. Mir fiel ein, da gibt es ja auch noch Dooyoo, hier sah es schon besser aus, was wirkliche Erfahrungen mit dem Shop betrifft, erstaunlicherweise - für mich - war dort einer der Berichte, der sich vor allem um den Service drehte - und seien wir mal ehrlich: nichts anderes kann für einen Verbraucher an einem Erfahrungsbericht von Interesse sein, nur im Schnitt hilfreich, doch für mich war er eigentlich sehr hilfreich, weil dort genau beschrieben war, wie der User aufgrund der Verzögerungstaktik des Händlers auf diesen Druck ausübte.
War mir schon unverständlich, da wird das, was am hilfreichsten ist, von den Usern schlechter bewertet als nutzlose Produktbeschreibungen.
Ein weiterer Grund für mich, mich auf den Plattformen umzusehen war mein damaliger, unsäglicher Provider, Comundo. Hier waren die Berichte dann schon aussagekräftiger, ich stellte fest, dass viele die gleichen Probleme mit diesem Provider hatten. Ich entschloß, mich selbst auch anzumelden, um andere vor meinen beiden Katastrophen zu warnen, E-Bug und Comundo. Ich meldete mich auf Dooyoo an und schrieb als erstes einen Bericht über die defekte Festplatte. Ich hatte damals nicht einmal geschrieben, um welches Modell es sich handelt, dachte, das wäre doch gar nicht notwendig, geht dieses doch schon aus der Kategoriebezeichnung hervor, wichtig fand ich nur, dass sie kaputt ging und nach welcher Zeit, alles andere schien mir unwichtig, was soll man auch schon zu einer Festplatte schreiben, entweder, sie geht, oder sie geht nicht.
Die meisten Bewerter sahen das allerdings nicht so... wie ich eine Woche später, als ich mich wieder einloggte, feststellen musste. Doch jetzt wollte ich ja noch vor anderen warnen, ich schrieb also - dann etwas ausführlicher - was ich mit Comundo und E-Bug erlebt hatte. Eigentlich schrieb ich es so, wie ich es damals als Verbraucher gerne auch gelesen hätte: keine Beschreibungen, stattdessen exakt das, was mir mit beiden widerfahren ist. Interessanterweise bekam ich nur sehr hilfreich auf beide Berichte, die ich sowohl auf Ciao als auch auf Dooyoo postete, wobei Dooyoo den Vorrang damals hatte, wohl wegen der schöneren Farben *g*. Schon bald allerdings merkte ich: um immer gute Berichte zu haben, reicht es nicht, nur zu schreiben, was einem passierte, nein, es musste auch in einen Bericht rein, worum es sich überhaupt handelt.
Anscheinend gingen viele davon aus, dass sich jemand bei Ciao über etwas informiert, was er vorher noch nie gesehen hat, wovon er keine Ahnung hat. Fand ich zwar etwas komisch, ich denke auch, wer sich über ein Produkt informieren will, wird dies eher zu letzt bei einer Verbraucherplattform tun, wo doch eigentlich Erfahrungsberichte stehen sollen, aber wenn dies gewünscht wird, dass man allumfassend informiert, was man ja schon an grotesken Kommentaren wie "zuwenig Infos" erkennt, dann sollte es eben so sein.
ewka
Tja, manchmal denke ich, dass wäre ich nicht einer der Meinungsschreiber der ersten Stunden gewesen, als sich Meinungsplattformen im deutschen Internet etabliert haben und hätte ich nicht ständig das eigentliche Ziel einer Meinungsplattform vor den Augen, denke ich, wäre mir der Sinn einen Bericht zu schreiben, ziemlich gleich, Hauptsache jemand hat ihn gelesen ich bekam noch ein wenig Kohle dafür und freue mich darüber. Das fatale ist, dass nicht nur Ciao, sondern auch Dooyoo (Yopi, EComments und Konsorten nehme ich hier bewusst raus, da diese nur von Meinungsschreibern von Ciao und Dooyoo leben und selber kaum gute Schreiber mit sich bringen) einen grossen Fehler machen und genau ein solches Verhalten auch belohnen, denn wie es mir oft scheint, sind reine Erfahrungsberichte nicht mehr gefragt, sondern Infoberichte, wo Erfahrungswerte gleich null sind.
Auch ich habe mich über die Zeit hinweg an diese Bedingungen angepasst, schrieb immer längere Berichte, damit mir bloss niemand nachsagt, ich hätte zu wenig Infos rübergebracht. Allerdings bin ich auch ein wenig lesemüde geworden, eben durch diese Entwicklung, denn mir unterlaufen schon zu oft manchmal 'Erfahrungsberichte', die an sich nur eine Zusammenfassung von einem Prospekt sind, wo sich der Autor noch was hinzugedacht hat und einen 'Erfahrungsbericht' draus gemacht hat. Es fehlen einfach Berichte, die irgendwie aus dem Bauch heraus kommen, wo jemand mit Begeisterung von etwas erzählt, weil grad mal was tolles hat, was er unbedingt anderen weiterempfehlen möchte, oder dass jemand mal negative, oder teils kuriose Erfahrungen niederschreibt. Das ist war eigentlich auch das, was eine Meinungsplattform so interessant macht und auch die Berichte dort so wertvoll machte. Da ich auch aus Dooyoo komme, nie eigentlich richtig dafür entlohnt wurde, dass ich Erfahrungsberichte schreibe, schrieb ich vieles einfach aus Spass, weil ich mir oft eben dachte 'Ah, das war Mist, darüber muss ich anderen erzählen.', oder auch 'Mann, ist das geil, darüber schreibe ich jetzt mal was.'
Das Gute daran war, dass weil es eben früher mehr solcher Autoren gab, animierte das einen oft selbst dazu mal Sachen auszuprobieren. Ich habe schon so einiges in den letzten 2 Jahren ausgetestet, weil jemand einen Bericht drüber schrieb, der nicht nur eine einfache Beschreibung war, monoton, wo man schon nach fünf Zeilen schon aufhören will zu lesen, sondern wo auch die Begeisterung zu spühren war. Ich kann nur an dieser Stelle sagen: Einerseits verstehe ich, dass immer weniger gelesen wird, wenn bewertet wird, weil einige Berichte sind unlesbar, aber andererseits finde ich es arg schade, dass die Meinungschreiber der jetzigen Zeit sich überhaupt keine Mühe mehr machen, einen LESENSWERTEN Bericht zu schreiben, der auch interessant ist.
Ich habe ausserdem oftmals das Gefühl, viele sind einfach nur da, weil's Kohle gibt, alles andere ist uninteressant und so schliesst sich eigentlich der Kreis: Spam wird prämiert und belohnt, gute, wirklich wertvolle Berichte gehen unter und am Ende bleiben nur noch reine Produktbeschreibungen oben, die den Gast überhaupt nicht interessieren und ich möchte eigentlich schon behaupten, dass sich dafür eigentlich niemand interessiert, auch nicht die eingeloggt Autoren. Was bleibt, ist eigentlich fraglich, denn geht die Entwicklung so weiter, sehe ich schwarz, denn auf Dauer wird das eigentlich keine Meinungsplattform überleben, weder Ciao noch Dooyoo, noch sonst wer. Jetzt schon haben Meinungsplattformen den Ruf, dass da nur Prospekte und Gebrauchsanweisungen abgetippt werden und das nicht zu unrecht.
Gimmick404
Mir selbst fällt in letzter Zeit immer öfter auf, dass Berichte mit seltsamen Begründungen wie "zuwenig Infos" oder "mach Zwischenüberschriften" mit weniger oder gar nicht hilfreich bewertet werden. Ich frage mich dann eigentlich immer wieder, haben diese Kommentatoren vergessen, dass sie nicht auf einem Informationsportal sondern einer Plattform sind, auf der Erfahrungsberichte stehen sollen - es heißt doch sogar Erfahrungsbericht. Die Informationen sollten also folgerichtig vor allem dazu dienen, die Erfahrungen zu unterstützen. Die Infos, die hier oft verlangt werden, die findet man auch im Geschäft, oder beim Hersteller. Mit Erfahrungen hat das nur insofern zu tun als dass man sie erfahren hat. Natürlich sollte für ein sehr hilfreich auch möglichst alles relevante an Information mit reingebracht werden, aber nur, weil einige Infos fehlen, ist das noch lange kein Grund, deshalb auf weniger oder nicht hilfreich zu gehen, das alles entscheidende sind doch die Erfahrungen, fehlen dann Infos, dann ist meist hilfreich die richtige Bewertung.
Leider muss ich auch konstatieren, dass die Betreiber zumindest von Ciao.com irgendwie selbst nicht mehr so genau wissen, wofür es sie gibt. Ich will jetzt nicht allzu weit ausholen, aber ich kann mich da an den Oktober 2001 erinnern. Damals hieß das Motto: Fokus auf das Wesentliche. Aufgeblähte Berichte (zB Aneinanderreihung von technischen Daten) und der ganze Kram mit den Inhaltsstoffen (die man ja nun überall erfahren kann und wer sie wissen muss, wird sich kaum auf einen Bericht bei Ciao diesbezüglich verlassen, wer was anderes glaubt, kann ja weiter dran glauben...) sollten aus den Berichten verschwinden. Ein richtiger Ansatz, verbunden mit der Auforderung, differentierter zu bewerten und nicht einfach alles mit 'sehr hilfreich' abklicken. Aber was ist denn tatsächlich seitdem passiert? Im Grunde hat sich doch nichts geändert. Hiermit meine ich nicht nur die User, sondern auch die Betreiber selbst. Dieser Newsletter wird in meinen Augen immer mehr zu einer Zusammenstellung von sinnentleerten Worthülsen. Damals wurde gesagt: Ab sofort wird sich dies auch bei der Verteilung der Diamanten bemerkbar machen. Das einzige, was ich da bemerkt habe: Es wurden weniger verteilt. Die ausgezeichneten Berichte hingegen sind nur teilweise wirklich ausgezeichnet, manche verdienen nicht einmal das Prädikat Erfahrungsbericht, sondern sind in meinen Augen schlicht Erfahrungsfakes. Wie kann man zB einen Bericht über irgendwelche Hardware oder irgendwelche Küchengeräte - bevorzugt aus dem Hause Fackelmann, der das allerwichtigste, die Erfahrung, vermissen läßt, mit einem Diamanten auszeichnen? So ein Bericht ist an der Grenze zum 'weniger hilfreich' oder gar 'nicht hilfreich', was soll denn ein Verbraucher mit so etwas anfangen? Er kann direkt zum nächsten Bericht gehen und hoffen, dort das gewünschte zu erfahren. Übrigens sind das noch nicht einmal Einzelfälle, beim PF des Monats Februar und März sind mir zahlreiche Berichte aufgefallen, in denen wesentliche Erfahrungswerte schlicht fehlen oder die vollkommen aufgebläht sind. Das ist ja im Grunde auch nicht weiter schlimm, würde Ciao da nicht einen Diamanten dran kleben. So verkommt diese Auszeichnung mehr und mehr zu einem Spambonus, der mit Qualität nicht allzu viel zu tun hat. Mit diesen Diamanten konterkariert Ciao die eigenen Maßnahmen. Ich für meinen Teil werde in Zukunft Berichten, die kaum oder nur unzureichend mit Erfahrungsberichten etwas zu tun haben, auch die entsprechende Bewertung geben, egal, wie die Farbe des Autors glänzt.
Nicht die Qualität wird belohnt, sondern die Quantität. Aber wo führt das hin? Wenn man nur mit Spam Erfolg haben kann, dann machen das eben viele so. Resultat ist, dass über alles geschrieben wird, was einem in die Finger gerät, und sei es, dass man es bloß mal gesehen hat. Das aber hat nur eines zur Folge: Verbraucherplattformen werden überflüssig, weil kaum noch wirkliche Erfahrungsberichte vorhanden sind, und wenn, dann findet man sie in den Kategorien nur schwer, weil ja die Topautoren meist durch ihre große Anhängerschaft, die sich bei ihnen mit Gefälligkeitsbewertungen durchklickt, oft vorne stehen, manchmal mit überflüssigen und nichtsagenden Berichten, in denen das wichtigste fehlt: Die Erfahrung. Schade, dass Ciao dagegen nichts macht, außer der Berücksichtigung beim PF. So werden die Verbraucherplattformen zu geschlossenen Communities, die kaum noch gebraucht werden, denn das Prospektwissen gibt's gratis auch beim Händler und Hersteller.
Quo vadis? Das werden alle User entscheiden, mit ihren Berichten und ihren Bewertungen, aber auch die Betreiber. Sie sollten diese Erfahrungsfakes nicht auch noch belohnen, das aber hängt natürlich auch von den Bewertungen ab... und mal sehen, was sonst noch so passiert in den nächsten Tagen und Wochen... die Wahrheit ist nicht überall gern gesehen... und wer weiß schon, wie die aussieht? Vielleicht ist das alles mit den Erfahrungsberichten ja simple Augenwischerei und es geht tatsächlich nur um Werbung? Wie kann es sonst sein, dass es schon eine Kategorie im April 2002 für die Nintendo Gamecube gibt, die erst im Mai auf den Markt kommt? Erfahrungen wird wohl kaum einer damit schon gemacht haben...
© Gimmick404 & ewka im April 2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-18 23:46:13 mit dem Titel PISA liegt nicht in Spanien
...entgegen der anders lautenden Gerüchten...
Tja, Zeit für einen neuen Bericht, der vielleicht den einen, oder anderen nicht gefallen wird... Da ich mir gedacht habe, dass dieser nur besser sein kann, wenn ich den mit einem anderen Autoren verfasse und wir somit unsere Erfahrungen mit dem gefürchteten QM (Quality Management) bündeln werden, doch mal ganz von Anfang an, damit auch alle am Ende wissen, was das ominöse QM macht, wer es macht und wie man damit Kontakt aufnehmen kann, es soll ja schließlich Leser geben, die zum 100. Mal das alles tatsächlich lesen wollen...
QM wurde vor... mmh, denke mal, vor ca. 1.5 Jahren mal ins Leben gerufen, als immer mehr Leute auftauchten, die meinten auf unehrliche Art Kohle verdienen zu können (=Faker) und andere, die meinten Stunk machen zu können und ähnliches. So hat sich Ciao gedacht, man stellt ein paar Menschen ein, die den ganzen Tag nichts anderes tun als Accounts zu sperren, Berichte, Kommentare, Bewertungen, Gästebucheinträge u.ä. zu löschen, um die Plattform von jedem Schmutz frei zu halten. Anfangs konnte man mit dem QM über die Adresse [email protected] aufnehmen, hat man dann die MemberID des Überltäters und ggf. auch die dazugehörige OpinionID, oder Kopien von Kommentaren u.ä. eingeben und ab ging die Post. Später, um wohl blödsinnige Mails ohne die nötigen Angaben zu vermeiden, hat man dazu ganze Eingabemasken geschaffen, die man heute im CCC finden kann. Tja, das QM lebt nun mal davon, dass die Mitglieder denen Hinweise auf Misbrauch geben. Eigentlich keine schlechte Idee, wenn man das ganze idealistisch betrachtet, denn so hat man als Mitglied keine große Arbeit und auf der Plattform laufen etwas weniger Faker rum. Denkste.
Ich gehör(t)e nun auch schon seit langer Zeit zu denen, die das QM unterstütz(t)en (man beachte bitte die Vergangenheitsform). Manchmal war das schon purer Spaß, um am nächsten Tag zu sehen, dass ein paar Accounts verschwunden sind, manchmal auch ein wenig Selbstschutz, um eigenen Kommentarseiten, oder das Gästebuch von Pöbeleien frei zu halten, oder auch, um zu verhindern, dass andere Mitglieder (zu Unrecht) diffamiert werden. Ja, ich meldete vieles brav und ohne große Zweifel daran zu haben, dass das, was ich melde nicht ernst genommen wird, bis aber vor ein paar Monaten. So langsam fielen mir nämlich Fehler und Unzulänglichkeiten seitens QM auf, die ich irgendwie überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Ich habe einige Kuriositäten gesehen, die mich bis heute immer noch ein wenig zum staunen bringen. Ich machte auch ein paar Tests, um festzustellen, ob einige Fehler Regel, oder zur Ausnahme gehören und auch da erlebte ich erstaunliche Dinge. Ich werde aus Datenschutzgründen darauf verzichten bestimmte Fälle genauer zu beschreiben, zum Schutz der Betroffeneren, auch wenn ich das Verhalten einiger dieser Mitglieder, die zum Teil sogar von der Community richtig respektiert werden, verurteile und als unkorrekt betrachte. Fangen wir also an.
Kopieren von externen, internen Quellen:
Hier fiel mir zum ersten Mal auf, dass da irgendwas nicht stimmt, weil das war auch das, wo ich am häufigsten Autoren gemeldet habe. Hier wird zum Teil gearbeitet nach Lust und Laune, wenn man grad in der Sperrlaune ist, dann wird der ganze Account, trotz \'nur\' 1-2 Fakes gesperrt, manchmal darf man aber auch gleich 20 Berichte faken und der Account bleibt dennoch aktiv. Eigenartig.
Hier sagt man auch, dass bis zu 50% eines Berichts von einer externen Quelle stammen dürfen, jedoch darf man natürlich nicht einen anderen Bericht als Quelle benutzen und die Quelle muss kennzeichnet werden, zb. so: (Quelle: www.quelle.de). Astrein.
Ich meldete zum Test also Berichte, die einen kurzen Absatz enthielten, es waren auch meist Filmrezensionen, wo der Autor die Kurzbeschreibung aus dem Filmprogramm, oder von der Rückseite der DVD übernommen hat. Dieses machte also etwa vielleicht 20-30% des Berichts aus und dies war eigentlich auch völlig konform gewesen. Reaktion seitens des QM war interessant, denn jeder dieser Berichte wurde AUSNAHMLOS gelöscht.
Dies veranlasste mich zu einem anderen Test. Ich nahm einen Bericht, der vollkommen korrekt war und meldete den als Fake und gab eine völlig andere Quellseite an. Ergebnis war, dass auch dieser Bericht gelöscht wurde... komisch!
Tja, soviel also zum Thema kopierte Berichte...
Doppelpostings:
Hier ist mir vor gar nicht so langer Zeit etwas passiert, was nur in die Abteilung STRANGE THINGS gehört.
Wie wir wohl alle wissen, behauptet man seitens Ciao, dass Doppelpostings eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften. Ich würde mich allerdings darauf nicht verlassen, denn ich sah schon so viele Doppelpostings, die eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften, dass ich ganz klar sagen muss, dass das System voll für den A... ist.
Doppelpostings sind nämlich nicht ganz so unter neuen Mitgliedern verbreitet, sondern eigentlich mehr unter den älteren Mitgliedern, die oft so denken mal einen schnellen Euro machen zu können, einen Bericht schreiben, nur mal eben die Daten verändern und dies als einen neuen Bericht versuchen zu verkaufen. Miese Masche, würde ich sagen, und ich denke in der Hinsicht stimmt wohl jeder auch zu, und in dem Fall ist es auch mehr als angebracht das betreffende Konto zu sperren, gerade jetzt zu Zeiten der Geldknappheit in Ciaos Kassen, wo das ein ganz klarer Beschiss von ehrlichen Mitgliedern ist.
In dem Fall war aber das QM anderer Meinung. Ich erlebte zum ersten Mal das QM in Action, wo ein Bericht nach dem anderen gelöscht wurde, insgesamt waren das knapp 30 Stück gewesen. Wieso in dem Fall man sich beim QM dazu entschieden hat das Konto dennoch nicht zu sperren, werde ich wohl nie wissen. Ich weiß nur, dass das, was daraus resultierte, eine Schande gewesen ist und bei dem Mitglied, vielleicht auch ein paar mehr, hält sich nun das hartnäckige Gerücht auf, ich sei ein Doppelaccount... mmmh, aber es gibt Leute, die könnten schwören mich in freier Wildbahn gesichtet zu haben... der eine berichtet nämlich noch von Bierschlachten, der andere hat wohl noch nie ein anderes Spezi gesichtet, was so detailgetreu ein Tor von vor 15 Jahren nacherzählen kann... das ist aber, glaube ich, eine andere Geschichte.
Um jetzt aber nochmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich finde, dass so eine Handhabe VERANTWORTUNGSLOS ist gegenüber dem Mitglied, was sich vielleicht auch noch erkenntlich zeigte, den Schwindel aufgedeckt zu haben. Manche laufen in so einer Situation nämlich virtuell Amok und das ist alles andere als angenehm für einen selbst.
Kommentarspam:
Einige haben schon vor gewisser Zeit mitbekommen, dass selbst wenn ein Bericht schon längst gelöscht ist, ist dessen Kommentarseite immer noch frei zugänglich und man kann Kommentare spammen ohne Ende, doch, da ich zu denen gehöre, die einige Mails immer noch konservieren, um vielleicht das eine, oder andere mal später noch jemandem zeigen zu können, entdeckte ich in einem solchen Bericht einige Kommentare eines Autors, die schon entstanden sind, nachdem der Bericht schon lange gelöscht worden ist. Klarer Fall vom Kommentarspam eigentlich... Einige Tage später meldete ich diesen Missbrauch, zumal ich es umso witziger finde, dass manche sich hier und da immer wieder mit CP\'s versorgen, so als ob man davon reich werden könnte. Es wurden bereits schon ganze Profile mit tausenden von Kommentaren gespammt, nur um ein paar tausend CPs mehr zu haben. Wie dem auch sei, die Reaktion seitens des QMs erstaunte mich irgendwie mal wieder. Als Antwort kam nämlich, dass der Bericht gelöscht worden wäre... Häääääää? - Wurde der schon nicht vor drei Monaten gelöscht? Mmh.. Na ja, gut zu wissen, dass sie den zum zweiten Mal gelöscht haben.
Noch unvorstellbar dämlicher war, was mir selbst in Bezug darauf passiert ist. Ich weiß nicht wie einige von Euch das Wort Kommentarspam definieren würden, ich würde es aber so definieren, dass man einen und den selben Nonsenskommentar postet und auch nicht 2x, weil das kann auch immer durchaus passieren, dass da irgendwas hängt und der Kommentar taucht plötzlich 2x auf, ist mir auch schon passiert, sondern eben mehrmals einstellt und das mit voller Absicht. Das mal so zur Klärung.
Neulich erst, erhielt ich die folgende Mail, die ich jetzt wortwörtlich wiedergeben werde:
Sehr geehrtes Ciao Mitglied,
aufgrund des Kommentarspammings müssen wir eine Verwarnung aussprechen.
Bitte halten Sie sich von xxxxxxx* fern. Wenn Sie der Meinung sind, daß
sich jemand falsch auf der Plattform verhält, dann melden Sie es
ausschliesslich dem Qualitätsmanagement. Das QM wird dann letztendlich darüber entscheiden, ob ein Verstoß vorliegt.
Üben Sie keineswegs durch Kommentare Kritik oder durch ungerechtfertigte
Bewertungen.
Wir bitten Sie unsere Aussage ernst zu nehmen.
Danke!
Mit den besten Grueßen,
quality management
ciao.com AG
__________________________________
* Name aus Datenschutzgründen von der Redaktion (also mir) entfernt.
So, mmh.. Interessante Geschichte eigentlich.. Bis heute weiß ich nicht so recht, wie ich diese Mail überhaupt interpretieren soll. Zum einen scheint man darüber not amused zu sein, dass ich mich hier und da herumtreibe und kommentiere und zum anderen scheint man seit neustem auch Kritik als Kommentarspam zu brachten, eine ganz neue Form, wie ich finde. Hat mich auch, ehrlich gesagt, so ziemlich verwirrt, denn ich habe noch nie Kommentare á la \'Schöner Bericht, man liest sich\' geschrieben und werde es ganz sicher nie tun, aber dass Kritik nun auch unerwünscht ist, ist schon irgendwie grotesk.
By the way: ich habe bis heute insgesamt ca. 12.000 Berichte bewertet auf verschiedenen Plattformen, mehr oder weniger wohlwollend und ich brauche mich keiner Bewertung zu schämen, auch wenn manche dieser Bewertungen sich vielleicht ein bisschen von der Masse abheben, oder auch manchmal ein wenig hart erscheinen.
So kann ich eigentlich auch gleich zum nächsten Thema übergehen:
Rachebewertungen:
Was ist eine Rachebewertung? - Gute Frage eigentlich... Manche Autoren scheinen alles unter SH als Rachebewertungen zu betrachten, damit dies nicht den Durchschnitt versaut und man überall sich am Anfang der Kategorie wiederfinden kann. Bah! Was wird man da teilweise als Autor beschimpft, wenn man mal eine abweichende Bewertung abgibt, die nicht nach der SH-Masse geht. Eigentlich schwachsinnig, denn so frage ich mich auch, ob der betreffende Autor wirklich keine anderen Probleme hat als eine H-Bewertung. (Darüber habe ich mich aber auch schon mal in einem Artikel ausführlich ausgelassen, gehört auch gar nicht hier rein)
Zurecht finde ich auch, dass man sich bei Ciao gedacht hat, man schiebt dieser H-Phobie einen Riegel vor und entfernt keine \'Hilfreich\'-Bewertungen mehr... Ja, meinerseits einverstanden, denn für mich gibt\'s wirklich wichtigere Dinge im Leben, als das, dass mir jemand ein Hilfreich reingedrückt hat.
Aber nochmal zu Rachebewertung an sich: Reintheoretisch setzt eine Rachebewertung es voraus, dass man bei jemandem anders bewertet hat. Also zb. : Ich bewerte User XYZ mit WH und User XYZ kommt dann in mein Profil rein und bewertet mir die ganze erste Seite mit NH. Klarer Fall, aber was wiederum als Rachebewertung gilt, erstaunt mich wieder.
Angestachelt aber von einem mir persönlich bekannten Autor, der sich heftigst darüber aufregte, dass ein astrein begründetes NH, wo die Begründung fast so lang war, wie der Bericht selbst, einfach so entfernt wurde, machte ich wieder ein paar Tests.
Die Testobjekte waren diesmal verschiedene Berichte, die alle eines gemeinsam hatten: sie hatten mindestens eine Bewertung, die schlechter als hilfreich war. Ob die Bewertungen begründet, oder unbegründet waren, spielte für mich eigentlich keine Rolle, dies war später nur für die Statistik wichtig.
Also waren es insgesamt 5 Berichte, wo man sich denken müsste, dass wenigstens die, wo die Bewertungen begründet waren, die auch hätten bleiben müssen, zumal bei zwei der Berichte die Bewertungen wirklich völlig korrekt waren. Tja! Nun passierte etwas, womit ich eigentlich schon gerechnet habe, aber irgendwie wollte ich es dennoch nicht wahr haben. QM entfernte kommentarlos ALLE Bewertungen, ob begründet, oder nicht und damit basta. Erstaunlich, aber wahr und irgendwie verstehe ich diese Handhabe überhaupt nicht. Im Grunde genommen ist die Bewertung, die man da unten durchführt völlig für die Katz und ob man sie begründet, oder nicht, sie kann dennoch problemlos von Autor als Rachebewertung gemeldet werden und die wird dann auch gelöscht. Einzig, wogegen man sich nicht wehren kann und es nützt auch nichts, wenn man das QM damit zuspammt, ist das gefürchtete hilfreich. So einfach ist das.
Doppelaccounts/Mehrfachaccounts
Hier habe ich doch relativen Mangel an Erfahrungen, aber mir sind auch schon so einige interessante Storys zu Ohren gekommen, dass man selbst hochgradige Faker einfach stehen lässt und sich auch nicht drum kümmert, wenn diese mehrere Fakeaccounts betreiben und somit eigentlich wichtige Mitglieder sind. Wer was dazu zu sagen hat, der kann noch das im Kommentar ergänzen...
Rechtswidrige Berichte
Ein User nannte namentlich einen anderen User, weil dieser bei sich selbst Kommentare gespammt hatte, um so an Communitypunkte zu kommen. Die Bewertung fiel entsprechend mit nicht hilfreich aus und Meldung ging ans QM. Noch am selben Tag nahm der User alles, was gegen die AGB verstieß, nachweislich raus, der Bericht befindet sich . wie so oft bei gelöschten Berichten - immer noch auf dem Server. Damit hatte sich dann eigentlich der Fall erledigt, ich bewertete um. Eine Woche lang tat sich nichts, bis ich eine Mail vom QM bekam, der Vorfall wäre erledigt blablabla. Stimmt, war er seit eine Woche durch entfernen des Namens im Bericht. Doch das QM war wieder einmal noch gründlicher. Sie haben den Bericht entsorgt. Hat da jemand gelesen? Mit Sicherheit nicht, denn dann wäre ja aufgefallen, dass dort nichts verbotenes mehr stand. Mehr und mehr verdichten sich die Vermutungen, dass im QM NIEMAND liest, es wird nur auf denjenigen geschaut, der meldet und dann geschaut, wer betroffen ist. Lesen? Pisa? Spanien? Oder doch nur einfach ein KLICK, wie es ja sowieso gängige Praxis ist auf Ciao: Klick & Go.
Mmh, ich glaube an der Stelle beende ich nun auch den Bericht, der schon wirklich eigentlich ein Armutszeugnis ist für eine solche Einrichtung. Im Grunde genommen sollte nämlich das QM im Sinne der User und des Betreibers arbeiten und sich auch an die vorgegebenen AGBs der Seite halten, aber in diesen ganzen Fällen weiss ich wirklich nicht in wessen Sinne überhaupt dies einzuordnen wäre. Zum einen nämlich werden Entscheidungen getroffen, die manchmal sogar verheerende Folgen haben, zum anderen verstösst eigentlich das QM selbst gegen AGBs, schon grotesk. Ernst nehmen tue ich das jedenfalls wirklich nicht mehr und ich würde es auch keinem raten wirklich ernst zu nehmen. Das QM ist nämlich wirklich schon lange nicht mehr das, was es mal war und ich denke mal diese ganzen Fälle hier sprechen eigentlich nur für sich selbst.
©ewka - 18.03.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 21:26:14 mit dem Titel Was soll das? - oder auch: Die Vielfalt macht der Einfalt platz
Ohje, ich kann mich noch gut erinnern an die Entrüstung, als das Bonussystem umgestellt wurde auf dieses dreistufige System, was wir heute haben, oder hatten, oder was auch immer. Den Sinn davon habe ich damals nicht verstanden und ich verstehe ihn heute immer noch nicht, um ehrlich zu sein. Die jetztige Umstellung verstehe ich noch weniger. In dem Newsletter von vor paar Tagen war zu lesen, Zitat:
Die verschiedenen Stufen des Bonusprogrammes sind Ihnen ja bereits bekannt. Die Einteilung basiert vorwiegend auf dem Interesse, welches Mitglieder und nichteingeloggte User für ein Thema haben. Es gilt also: je größer das Interesse an einem Produkt, desto höher seine Stufe im BP. Außerdem wird die Vergütungsstufe bestimmt durch die Anzahl der Berichte. Gibt es schon sehr viele Berichte zu einem Produkt, wie beispielsweise 1700 zum Nokia 6210, dann fällt es auf eine niedrigere Stufe zurück. Ein drittes Kriterium ist, inwieweit die Produkte aufgrund von Berichten wirklich über Ciao gekauft werden. Bisher geschah die Einteilung auf Kategoriebasis. Aufgrund verbesserter Technik ist es uns ab Juni möglich, diese Einteilung deutlich zielgerechter vorzunehmen und jedes Produkt einzeln einzustufen. Die Berechnung erfolgt jeden Monat aufs Neue, so dass sich monatlich Änderungen ergeben können - die Lesungen des Vormonats bleiben davon natürlich unberührt.
Zu welcher Vergütungskategorie ein Produkt gehört, erkennen Sie wie bisher daran, mit welcher der drei Farben der Produktname in eingeloggtem Zustand hinterlegt ist. Ein hellgrüner Hintergrund bedeutet so etwa 3 Cent pro Lesung, Hellblau 2 Cent und Orange 1 Cent pro Lesung. Was sich ändert ist lediglich, dass nun auch Produkte der selben Kategorie verschiedenen Stufen angehören können.
Soweit so gut, hört sich alles ziemlich nachvollziehbar an, aber was ich bis heute irgendwie nicht verstehen kann ist, wieso man nicht aufhört irgendwelche komplizierten Algorythmen sich auszudenken und damit auch endlich aufhört Erfahrungsfakes zu fördern, sonden setzt alle Kategerorien auf 1 Cent und fertig? Ich bin\'s nämlich echt schon leid zu sehen, was für blödsinnige Sachen die Leute glauben zu haben, nur weil es sich dabei um ein Produkt handelt, was 3 Cent / Lesung bringt. Was man aber heute gemacht hat, das schlägt schon den Boden aus dem Fass: viele Kategorien, wo es es SINNVOLL wäre, dass sie vergütet werden, sind auf NULL CENT pro Lesung gesetzt worden. Andere, unsinnige Kategorien sind aber nach wie vor bei der selben Vergütung geblieben, oder werden noch vergütet. Beispiele? - Gerne doch!
Dabei denke ich an die T-DSL Kategorie, die ab nun an NULL CENT bekommt, wo doch die Berichte zum Teil auch schnell veralten können, da die Telekom auch gern mal Dinge ändert, wie der Wind weht. Da wird doch kein Mensch mehr ernsthaft Zeit und Geld investieren, um AUSFÜHRLICH über seine Erfahrungen mit diesem Produkt zu schildern.
Beispiel: MS-DOS. Achtung, jetzt wird\'s lustig! Laut dem System von Ciao ist das ein System, was durchaus noch kaufwillige Kundschaft findet, darum sind auch die Berichte besonders wertvoll, denn es kann ja sein, dass jemand plötzlich noch seinen alten 386er aus dem Keller holt und ihn vielleicht noch mit DOS 6.22 aufmöbeln möchte. Darum ist das eine wertvolle Kategorie und ist deshalb 2 Cent wert. Jawohl!
Weiteres Beispiel: Eine EHEMALIGE (mit besonderer Betonung auf ehemalig) Community, die es seit letztem Jahr gar nicht mehr gibt, ist auch laut diesem System wertvoll, denn wer dort einen Bericht postet, bekommt diesen mit 1 Cent / Lesung gesposort, existierende Communities, wie zb. yopi.de, oder ecomments.de gehen aber leer aus. Sinnvoll, nee?
Die Liste dieser Widersprüche liesse sich wahrscheinlich endlos fortsetzen und im Grunde genommen sieht es für mich aus, wie ein verzweifelter Versuch die Kosten für Prämien möglichst nach unten zu schrauben. Treffen wird\'s aber sicherlich ehrliche Autoren, die nicht allzuviel schreiben und sowieso fast nur in den Billigkategorien geschrieben haben und von ihrem Geschreibsel so oder so nur ein paar Euro haben. Viele dieser Billigkategorien sind nämlich von nun an gar nichts mehr wert, so werden es wohl ein paar Euro weniger.
Wer hat\'s eigentlich verbockt? - In meinen Augen sind\'s die Leute, die schon über Monate hinweg schamlos das System ausnutzen und sich immer wieder was einfallen lassen, wo sie ihre 3 Cent / Lesung bekommen und bei 100 - 200 Lesungen und jeden Tag für einen Bericht ist das schon ein bisschen Kohle. Wenn da noch der satte PF zuschlägt, dann bekommt wohl soviel zusammen, wenn man einen ganzen Monat irgendwo einen Aushilfsjob schiebt. Da fragt man sich als Autor: Muss man nun als ehrlicher Autor, der KEINE Erfahrungsfakes schreibt und nicht die ganze Plattform abgrast, um zu entscheiden worüber man als nächstes lügen wird, solche Lügner und Betrüger überhaupt unterstützen? - Eigentlich nicht. Denn eigentlich, bevor man die ganze Community damit straft, sollte man sich vielleicht überlegen solche Betrüger auszusperren und Ciao kann sogar gem. der AGBs binnen 7 Tagen eine Kündigung aussprechen ohne Angabe von Gründen. Sinnigerweise wird aber in der Richtung nichts getan. Meldet man nämlich einen solchen Erfahrungsfake, dann bekommt man als Antwort zurück, dass dieser Bericht enthalte genug Enfahrungen und sei daher völlig in Ordnung, oder man bekommt gar keine Antwort.
Es geht mir wirklich nicht um die paar Euro, denn, das, was ich mit meinen Berichten erwirtschafte reicht oftmals gerade mal für 2-3 Schachteln Zigaretten und steht in keinem Verhältnis zu der Zeit, die ich in solche Berichte investiere, denn die paar Euros verdiene ich, wenn ich gerade mal 20 Minuten arbeite, aber ich fühle mich betrogen und ich kann diese Handhabe überhaupt nicht verstehen. Wie ich schon nämlich oben schrieb, diese Handhabe wird nur Leute treffen, die keine Märchen schreiben, sondern wirklich über Dinge, die sie in ihrem Besitz haben, weil die Märchenerzähler werden zwar noch mehr Zeit brauchen, um sich ein Thema zu suchen, aber werden auch weiterhin die Plattform mit Märchen zumüllen.
Nachtrag vom 25.07.2002:
Fast genau zwei Monate ist es her, als man den Unsinn eingeführt hat, genützt hat\'s eigentlich... ich glaube, niemandem was. Die einen schreiben immer noch nur 3ct Berichte, die Anzahl der Berichte hat sich auch noch richtig vermehrt, so als ob bizzarerweise einige von denen glauben würden, dass je mehr solcher Berichte geschrieben werden, desto mehr Geld steht zur Verfügung. Ein Blick in die Top10 der meistgelesenen Produkte lässt einen nur böses erahnen, das ist die jetztige Aufstellung:
1.eva-herman.de
2 Men in Black 2
3 Labello Ananas
4 Uncle Ben\'s Kochbeutelreis 20 min.
5 Weihenstephan Frischer Rahmjoghurt mild mit erlesenen Kirschen
6 bundeswehrfahrzeuge.com
7 Elbenwald.de
8 Bama - Schuhe wie Barfuß
9 aimbot.de
10 mueller.de
Die vollständige Liste dazu gibt\'s hier:
http://www.ciao.com/community.php/Type/2
Ich glaube, allzu grossartig muss ich das wohl nicht kommentieren, aber ich habe mir über die Folgen dieses Wahns auch meine Gedanken gemacht und habe nachgerechnet. Allein nur, wenn man die Top50 der meistgelesenen Produkte nimmt, dann ergibt das zusammen pro Woche 800-900 Euro, ganzes Batzen Geld für Berichte, die allesamt eigentlich nichts wert sind.
Neuerdings kam Ciao sogar auf die blendende Idee auch mal Kohle einzusparen, nämlich die zu sperren, die schon etwas mehr auf ihrem Konto versammelt haben, einen Tag reicht schon. Es wird nämlich das ganze Guthaben auf dem Konto einbehalten, ob es nun gerechtfertigt war, oder nicht, aber das sind schon so gewisse Einsparungen. Darum tut Euch selbst den Gefallen, wenn Ihr Geld auf dem Konto habt, womit Ihr die Auszahlungsgrenze von 5 Euro erreicht habt, dann lasst das nicht liegen, denn im Falle der Wilkür des QMs seit Ihr es los und das auch, wenn Ihr selbst den Account deaktivieren lässt...
Tja, ich glaube, mehr muss ich wirklich das nicht mehr kommentieren, für mich ist das pure Frechheit und im Grunde genommen wirklich eine Verarsch... hoch 3 von allen Autoren, die es etwas ernst meinen. Auf dauer leidet nämlich nicht nur der einzelne, der jeden Monat feststellen wird, dass es immer mehr Kategorien gibt, die nicht vergütet werden, sondern auch die Vielfalt der Berichte, die so langsam immer mehr zu einem völligen einheitsbrei mutiert und den Namen Vielfalt gar nicht verdient. Ich find\'s jedenfalls beängstigend, wenn man so durch einige Profile surft und irgendwann nicht mehr weiss, welchen Autor man eigentlich gelesen hat, weil alle über das selbe schreiben.
©ewka - 01.06.2002
Nachtrag 25.07.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-29 18:31:36 mit dem Titel PISA liegt nicht in Spanien
... entgegen der anders lautenden Gerüchten ...
Tja, Zeit für einen neuen Bericht, der vielleicht den einen, oder anderen nicht gefallen wird... Da ich mir gedacht habe, dass dieser nur besser sein kann, wenn ich den mit einem anderen Autoren verfasse und wir somit unsere Erfahrungen mit dem gefürchteten QM (Quality Management) bündeln werden, doch mal ganz von Anfang an, damit auch alle am Ende wissen, was das ominöse QM macht, wer es macht und wie man damit Kontakt aufnehmen kann, es soll ja schließlich Leser geben, die zum 100. Mal das alles tatsächlich lesen wollen...
QM wurde vor... mmh, denke mal, vor ca. 1.5 Jahren mal ins Leben gerufen, als immer mehr Leute auftauchten, die meinten auf unehrliche Art Kohle verdienen zu können (=Faker) und andere, die meinten Stunk machen zu können und ähnliches. So hat sich Ciao gedacht, man stellt ein paar Menschen ein, die den ganzen Tag nichts anderes tun als Accounts zu sperren, Berichte, Kommentare, Bewertungen, Gästebucheinträge u.ä. zu löschen, um die Plattform von jedem Schmutz frei zu halten. Anfangs konnte man mit dem QM über die Adresse [email protected] aufnehmen, hat man dann die MemberID des Überltäters und ggf. auch die dazugehörige OpinionID, oder Kopien von Kommentaren u.ä. eingeben und ab ging die Post. Später, um wohl blödsinnige Mails ohne die nötigen Angaben zu vermeiden, hat man dazu ganze Eingabemasken geschaffen, die man heute im CCC finden kann. Tja, das QM lebt nun mal davon, dass die Mitglieder denen Hinweise auf Misbrauch geben. Eigentlich keine schlechte Idee, wenn man das ganze idealistisch betrachtet, denn so hat man als Mitglied keine große Arbeit und auf der Plattform laufen etwas weniger Faker rum. Denkste.
Ich gehör(t)e nun auch schon seit langer Zeit zu denen, die das QM unterstütz(t)en (man beachte bitte die Vergangenheitsform). Manchmal war das schon purer Spaß, um am nächsten Tag zu sehen, dass ein paar Accounts verschwunden sind, manchmal auch ein wenig Selbstschutz, um eigenen Kommentarseiten, oder das Gästebuch von Pöbeleien frei zu halten, oder auch, um zu verhindern, dass andere Mitglieder (zu Unrecht) diffamiert werden. Ja, ich meldete vieles brav und ohne große Zweifel daran zu haben, dass das, was ich melde nicht ernst genommen wird, bis aber vor ein paar Monaten. So langsam fielen mir nämlich Fehler und Unzulänglichkeiten seitens QM auf, die ich irgendwie überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Ich habe einige Kuriositäten gesehen, die mich bis heute immer noch ein wenig zum staunen bringen. Ich machte auch ein paar Tests, um festzustellen, ob einige Fehler Regel, oder zur Ausnahme gehören und auch da erlebte ich erstaunliche Dinge. Ich werde aus Datenschutzgründen darauf verzichten bestimmte Fälle genauer zu beschreiben, zum Schutz der Betroffeneren, auch wenn ich das Verhalten einiger dieser Mitglieder, die zum Teil sogar von der Community richtig respektiert werden, verurteile und als unkorrekt betrachte. Fangen wir also an.
Kopieren von externen, internen Quellen:
Hier fiel mir zum ersten Mal auf, dass da irgendwas nicht stimmt, weil das war auch das, wo ich am häufigsten Autoren gemeldet habe. Hier wird zum Teil gearbeitet nach Lust und Laune, wenn man grad in der Sperrlaune ist, dann wird der ganze Account, trotz \'nur\' 1-2 Fakes gesperrt, manchmal darf man aber auch gleich 20 Berichte faken und der Account bleibt dennoch aktiv. Eigenartig.
Hier sagt man auch, dass bis zu 50% eines Berichts von einer externen Quelle stammen dürfen, jedoch darf man natürlich nicht einen anderen Bericht als Quelle benutzen und die Quelle muss kennzeichnet werden, zb. so: (Quelle: www.quelle.de). Astrein.
Neulich meldete ich einen Fake. Der Faker, ganz clever, änderte blitzschnell seinen Bericht, so dass kein Fake mehr nachweisbar ist. Normalerweise bekommt man dann als Reaktion des QM: Bitte überprüfen sie ihre Angaben etc., Nichts ist mehr unmöglich... einfaches Lesen hätte gereicht, um erneut diese Antwortmail auf meine Meldung zu schicken. Doch nein, am nächsten Tag war der Bericht tatsächlich weg, eine Mail bekam ich auch: Vielen Dank für ihre Meldung, wir haben den Vorfall bearbeitet. Bearbeitet ja, aber auch gelesen? Grundsätzlich finde ich es ja richtig, dass ein Bericht auch dann gelöscht wird, wenn der Faker seine Tat zu vertuschen versucht, allerdings fehlt halt der Nachweis. Störte diesmal allerdings wohl niemanden: wer nicht liest, kannes ja auch nicht wissen, was er tatsächlich gelöscht hat.Tja, soviel also zum Thema kopierte Berichte...
Doppelpostings:
Hier ist mir vor gar nicht so langer Zeit etwas passiert, was nur in die Abteilung STRANGE THINGS gehört.
Wie wir wohl alle wissen, behauptet man seitens Ciao, dass Doppelpostings eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften. Ich würde mich allerdings darauf nicht verlassen, denn ich sah schon so viele Doppelpostings, die eigentlich gar nicht vorhanden sein dürften, dass ich ganz klar sagen muss, dass das System voll für den A... ist.
Doppelpostings sind nämlich nicht ganz so unter neuen Mitgliedern verbreitet, sondern eigentlich mehr unter den älteren Mitgliedern, die oft so denken mal einen schnellen Euro machen zu können, einen Bericht schreiben, nur mal eben die Daten verändern und dies als einen neuen Bericht versuchen zu verkaufen. Miese Masche, würde ich sagen, und ich denke in der Hinsicht stimmt wohl jeder auch zu, und in dem Fall ist es auch mehr als angebracht das betreffende Konto zu sperren, gerade jetzt zu Zeiten der Geldknappheit in Ciaos Kassen, wo das ein ganz klarer Beschiss von ehrlichen Mitgliedern ist.
In dem Fall war aber das QM anderer Meinung. Ich erlebte zum ersten Mal das QM in Action, wo ein Bericht nach dem anderen gelöscht wurde, insgesamt waren das knapp 30 Stück gewesen. Wieso in dem Fall man sich beim QM dazu entschieden hat das Konto dennoch nicht zu sperren, werde ich wohl nie wissen. Ich weiß nur, dass das, was daraus resultierte, eine Schande gewesen ist und bei dem Mitglied, vielleicht auch ein paar mehr, hält sich nun das hartnäckige Gerücht auf, ich sei ein Doppelaccount... mmmh, aber es gibt Leute, die könnten schwören mich in freier Wildbahn gesichtet zu haben... der eine berichtet nämlich noch von Bierschlachten, der andere hat wohl noch nie ein anderes Spezi gesichtet, was so detailgetreu ein Tor von vor 15 Jahren nacherzählen kann... das ist aber, glaube ich, eine andere Geschichte.
Um jetzt aber nochmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich finde, dass so eine Handhabe VERANTWORTUNGSLOS ist gegenüber dem Mitglied, was sich vielleicht auch noch erkenntlich zeigte, den Schwindel aufgedeckt zu haben. Manche laufen in so einer Situation nämlich virtuell Amok und das ist alles andere als angenehm für einen selbst.
Kommentarspam:
Einige haben schon vor gewisser Zeit mitbekommen, dass selbst wenn ein Bericht schon längst gelöscht ist, ist dessen Kommentarseite immer noch frei zugänglich und man kann Kommentare spammen ohne Ende, doch, da ich zu denen gehöre, die einige Mails immer noch konservieren, um vielleicht das eine, oder andere mal später noch jemandem zeigen zu können, entdeckte ich in einem solchen Bericht einige Kommentare eines Autors, die schon entstanden sind, nachdem der Bericht schon lange gelöscht worden ist. Klarer Fall vom Kommentarspam eigentlich... Einige Tage später meldete ich diesen Missbrauch, zumal ich es umso witziger finde, dass manche sich hier und da immer wieder mit CP\'s ve
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