debitel Quam Testbericht

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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

R.I.P. Quam Now

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Im Frühjahr dieses Jahres hatte ich wieder einmal Glück und gewann in einem Preisausschreiben eine Kombination aus HP Jornada 525 und Nokia 6210 mit einer QUAM NOW Prepaid-Card, die ich auch recht häufig benutzte (und auch weiterhin nutze).
Nachdem Ciao nun auch meinen Produktvorschlag (QUAM NOW) aufgenommen hat, ist es also an der Zeit, meine Erfahrungen mit dieser Prepaid-Card hier darzustellen.



ALLGEMEINES
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Vor einigen Jahren gab es mit der Telekom (D1) und Mannesmann (jetzt Vodafone (D2)) lediglich zwei Netzbetreiber. Einige Zeit später folgte mit E-Plus ein dritter und mit Viag Interkom (jetzt O2) ein vierter Netzbetreiber, die in der Zwischenzeit auf dem Markt etabliert sind.
Vor nicht allzu langer Zeit (wenn ich mich nicht irre war es gegen Ende des letzten Jahres) trat dann mit QUAM ein fünfter Anbieter auf den deutschen Markt, der allerdings kein eigenes Netz unterhielt, sondern das bestehende Netz von E-Plus nutzte.
Nachdem QUAM einen enormen Werbeaufwand begann und auch auf der diesjährigen CeBIT noch verhältnismäßig aggressiv um Kunden warb, gaben die Muttergesellschaften Telefonica und Sonera nun vor etwa einem Monat das Aus von QUAM bekannt (wenn ich mich nicht irre kam die Nachricht über das Aus von QUAM am 24.07.2002), wobei allerdings bestehende Verträge zunächst weitergeführt werden und auch die vergebenen Rufnummern (01505-...) weiter bestehen und benutzbar bleiben.
Wie jeder der anderen Mobilfunkbetreiber, so bot natürlich auch QUAM eine Prepaid-Card an, die den Namen QUAM NOW trug.



LIEFERUMFANG UND START
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Erwarb man eine solche QUAM NOW Karte, so erhielt man in einem Karton verpackt neben der SIM-Karte, einigen Broschüren und einem Umschlag mit den erforderlichen Geheimnummern (PIN 1 und 2, PUK 1 und 2) auch eine Art Handbuch mit einigen weiteren Informationen über QUAM und QUAM NOW sowie einigen wichtigen Rufnummern. In diesem Handbuch befinden sich auch Hüllen zur Unterbringung der Vertragsunterlagen und aufgrund der gebundenen Form des Handbuchs, macht dieses einen hochwertigen Eindruck und so ist der erste Eindruck, den man von QUAM NOW gewinnt, durchaus sehr positiv.

Sofern nicht bereits beim Händler geschehen, so noch eine Registrierung der QUAM NOW-Karte zu erledigen. Hierzu ist ein Bogen mit persönlichen Angaben auszufüllen und dieser zusammen mit einer Kopie des Personalausweises an Quam zu schicken (per Post oder Fax).
Selbstverständlich erledigte ich dies sofort, doch nach etwa 2 bis 3 Monaten erhielt ich plötzlich eine SMS mit dem Hinweis, meine Karte sei noch nicht registriert und ich möge dieses schnellstmöglich nachholen, da meine Rufnummer sonst gesperrt werden müsste.
Da ich Registrierungsunterlagen bereits vor längerer Zeit abgeschickt hatte, rief ich also die Servicenummer an, wo man mich beruhigte, in dem man mir mitteilte, meine Registrierungsunterlagen seien aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens bei QUAM lediglich noch nicht in das Computersystem eingegeben worden.
Tatsächlich konnte ich auch problemlos weiter mit meinem Handy telefonieren und auch angerufen werden, bis ich nach weiteren 2 bis 3 Monaten plötzlich meine QUAM NOW-Karte nicht mehr nutzen konnte. Da ich keine Mitteilung von QUAM erhielt, rief ich erneut die Servicenummer an, wo ich erfuhr, mein Handy sei noch immer nicht registriert und ich müsse eine Kopie meines Personalausweises sowie einige persönliche Daten an QUAM senden.
Ich erledigte dies per Fax (selbstverständlich fügte ich auch ein Schreiben bei, in dem ich meinen Missmut über die Verfahrensweise kund tat) und nur wenige Stunden später konnte ich mein Handy wieder nutzen.
Überflüssig zu erwähnen, dass hierdurch mein guter Eindruck von QUAM getrübt wurde.



NETZVERFÜGBARKEIT UND ÄHNLICHES
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Wie bereits erwähnt, betreibt QUAM kein eigenes Netz, sonder benutzt das vorhandene Netz des Mitbewerbers E-Plus.
Somit ist auch die Netzabdeckung nur unwesentlich schlechter als in den D-Netzen und kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.
Im Ausland stehen genug Roamingpartner zur Verfügung, so dass sich der QUAM NOW-Benutzer nicht schlechter stellt als mit den Prepaidangeboten der Mitbewerber.
Im Gegensatz zu E-PLUS, dessen Netz der QUAM-Kunde schließlich benutzt, ist es hier nicht erforderlich, SMS-Pakete zu kaufen. Vielmehr kann (je nach Guthaben) beliebig gesmst werden.
Zum Start von QUAM gab es das Problem, dass ein Anrufen von den D-Netzen in das QUAM-Netz nicht möglich, dieses wurde jedoch zu Beginn dieses Jahres hatte sich dieses (gravierende) Problem jedoch erledigt, so dass QUAM in keinem technischen Punkt schlechter war als die Mitbewerber.



KOSTEN UND ÄHNLICHES
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Wie bei den Prepaidangeboten der anderen Anbieter auch, so erwirbt man bei QUAM NOW eine SIM-Karte (ggf. mit Handy) mit einem Guthaben, das abtelefoniert und wieder aufgeladen werden kann. Diese Aufladung konnte per Überweisung, Bankeinzug oder mittels einer Cash-Karte, die in den QUAM-Shops und anderen Fachgeschäften (oder auch in Automaten) gekauft werden konnte.
Mit der Einstellung des operativen Betriebs von QUAM werden allerdings nicht nur keine QUAM NOW-Karten mehr verkauft, sondern auch von den Cash-Karten sind nur noch Restbestände im Handel erhältlich.
Auch die Option des Aufladens per Bankeinzug wurde eingestellt, so dass lediglich noch das Aufladen per Überweisung (mit den damit verbundenen Nachteilen wie der langen Bearbeitungszeit) übrig. Die aktuelle Bankverbindung, auf die überwiesen werden soll, wurde den QUAM-Kunden per SMS mitgeteilt.

Die Preisstruktur bei QUAM NOW ist erfreulich einfach gehalten. So gibt es nur drei unterschiedliche Tarifmodelle bei QUAM NOW und die Kosten für Telefonate sind in alle Mobilfunknetze (ausser natürlich netzinternen Gesprächen) gleich und auch ein Laie durchschaut die Kosten recht schnell.
Einziges Manko bei den Gesprächskosten ist hier die Taktung, denn die Gespräche werden im 60/1-Takt abgerechnet, was so viel bedeutet, wie dass immer mindestens ein Gespräch von einer Minute Dauer bezahlt werden muss. Dies ist allerdings keine QUAM NOW-spezifische Eigenschaft, sondern wird bei den meisten anderen Prepaidangeboten ebenso angewandt.

Die verfügbaren Tarifmodelle nennen sich My Move, My Line und My Time und beinhalteten folgende Preise (bei Abweichungen zwischen den drei Tarifen habe ich die Preise in der Reihenfolge My Move/My Line/My Time genannt):
Versand einer SMS – 0,19 €
Minutenpreis Festnetz (Hauptzeit) – 0,59 / 0,35 / 0,59 €
Minutenpreis Festnetz (Nebenzeit) – 0,59 / 0,19 /0,19 €
Minutenpreis Festnetz (Wochenende) – 0,59 / 0,19 / 0,19 €
Minutenpreis Mobilnetz (Hauptzeit) – 0,45 /0,69 / 0,69 €
Minutenpreis Mobilnetz (Nebenzeit) – 0,19 / 0,69 / 0,19 €
Minutenpreis Mobilnetz (Wochenende) – 0,19 / 0,69 / 0,19 €
Minutenpreis netzintern (Hauptzeit) – 0,45 / 0,69 / 0,69 €
Minutenpreis netzintern (Nebenzeit) – 0,19 / 0,69 / 0,19 €
Minutenpreis netzintern (Wochenende) – 0,19 / 0,69 / 0,19 €
Minutenpreis Abfrage der Mailbox – 0,19 €
Die Hauptzeit erstreckt sich dabei von Montags bis Freitags jeweils von 07:00 bis 20:00 Uhr, das Wochenende von Freitag 20:00 Uhr bis Montag 07:00 Uhr, die verbleibende Zeit ist Nebenzeit.
Die Festlegung einer Rufnummer, zu der verbilligt telefoniert werden kann, gibt es in keinem der drei Tarifmodelle.



SONSTIGES
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Erwähnenswert scheint mir an dieser Stelle in jedem Fall der Internet Auftritt von QUAM NOW, über den sich viele Funktionen dieses Prepaidangebots nutzen liessen sowie die recht vielfältigen Servicefunktionen. So konnte man seinen Guthabenstand nicht nur durch einen Hotline-Anruf (oder eben im Internet) abfragen, sondern sich diesen per SMS schicken lassen. Darüber hinaus wurde nach jedem Telefonat das vorhandene Restguthaben auf dem Display des Handys angezeigt (meines Wissens ist diese wünschenswerte Funktion in Deutschland einzigartig (gewesen)).



SCHLUSSWORTE
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Noch vor zwei Monaten hätte ich QUAM NOW hier mit einer GUT-Wertung versehen, wobei nur die etwas chaotische Kundenbetreung und die 60/1-Taktung ein besseres Urteil verhindert hätten.
Das Aus von QUAM und die damit verbundenen Unsicherheit, wie lange noch mit QUAM NOW telefoniert werden kann, lassen mich heute jedoch nur vor dem Kauf der QUAM NOW-Karte abraten und lassen meines Erachtens ein besseres Urteil als SCHLECHT nicht mehr zu – schade eigentlich, QUAM NOW hatte verheissungsvoll begonnen.

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