dict.leo.org Testbericht

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Erfahrungsbericht von emmtie

Eine der wichtigsten Internet-Seiten für mich

Pro:

beste Onlinewörterbuch Englisch - Deutsch

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Ohne Englisch ist man heutzutage mehr oder weniger aufgeschmissen. Die ganze Bandbreite des Internets kann man nur nutzen, wenn man gewisse Grundkenntnisse dieser Sprache hat. Wenn man privat oder beruflich mit dem Ausland zutun hat oder dort unterwegs ist, hat man mit Englisch eigentlich überall die Chance, sich verständlich zu machen. Und es ist mittlerweile ja schon so weit, daß kaum eine deutsche Werbung ohne englische Wörter oder gar ganze Sätze auskommt. Dies ist aus meiner Sicht zwar fast schon zu extrem, aber es läßt sich nicht leugnen, daß Englisch mehr und mehr benötigt wird.

Da ich selbst schon seit Jahren regelmäßig englische Bücher lese und Filme so häufig wie möglich im englischen Original schaue, London mein absolut bevorzugtes und regelmäßig besuchtes Urlaubsziel ist und ich auch beruflich recht häufig mit Kunden und Dienstleistern im Ausland zutun habe, mit denen ich dann auf Englisch kommuniziere, bin ich der Meinung, daß ich mir im Laufe der Zeit doch gewisse Fähigkeiten angeeignet habe. Doch Englisch ist nun mal nicht meine Muttersprache und daher stoße ich immer mal wieder auf Wörter, Ausrücke oder Redewendungen, die ich nicht verstehe, oder beim Schreiben von offiziellen Briefen, Mails etc. suche ich nach Möglichkeiten, etwas anders auszudrücken. Ich habe natürlich auch diverse Lexika und zweisprachige Wörterbücher. Doch seit ich vor einigen Jahren eine Webpage entdeckt habe, ist diese eigentlich meine Hauptinformationsquelle:


dict.leo.org



Was ist das?
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Bei dict.leo.org handelt es sich um ein zweisprachiges Online-Wörterbuch Englisch – Deutsch. Entwickelt und bis heute betrieben wird dieser kostenlose Dienst im Umfeld der Informatikfakultät der Technischen Universität München.

Das Online-Wörterbuch ist als Datenbank aufgesetzt, in der man über Suchabfragen recherchieren kann. Zum aktuellen Zeitpunkt (Mai 2003) sind über 350.000 sogenannte bidirektionale Einträge erfaßt. Dies bedeutet jeweils ein Wortpaar aus dem entsprechenden Begriff in Deutsch und Englisch. Wenn man das Lexikon getrennt nach Englisch und Deutsch betrachten würde, wie das die herkömmlichen gedruckten Wörterbücher machen, wären dies also 700.000 Worteinträge.

Das dieses Online-Wörterbuch sehr beliebt ist, erkennt man an den Zugriffen. Täglich gibt es über 2.500.000 Abfragen (wiederum Stand Mai 2003)

Im Prinzip kann sich jeder mit Korrekturvorschlägen oder der Meldung noch nicht erfaßten Begriffen an diesem Wörterbuch beteiligen. Die Vorschläge werden redaktionell überprüft und dann eingepflegt.



Was kann es?
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Nach soviel allgemeinem Vorgeplänkel kommen wir zur Leistung der Seite. Wenn man sich unter dict.leo.org einloggt, kommt man auf eine recht unscheinbare Seite. In der Mitte gibt es einen großen Block mit Informationen, Statistiken und News. Links und rechts gibt es zwei Frames, die auch beim weiteren Surfen auf der Seite erhalten bleiben: Im linken Frame kann man einige Voreinstellungen für die Suche treffen. Es gibt u.a. die Möglichkeit, die Abweichungstoleranz der Suche zu verändern oder die Ergebnisse so darstellen zu lassen, daß sie wiederum als Link auf den entsprechenden Eintrag dienen. Ich benutze das Wörterbuch sehr häufig, habe aber an den vorgegebenen Einstellungen eigentlich noch nie etwas geändert und bin mit den Ergebnissen auch so sehr zufrieden. Im rechten Frame gibt es eine Legende, die verwendete Symbole erklärt, und eine Reihe von Links von einer FAQ (Frequently asked questions = Regelmäßig gestellte Fragen zum Wörterbuch), über Verknüpfung zu anderen Seiten, die sich mit Übersetzung beschäftigen, bis hin zu redaktionellen Hinweisen und Kontaktaufnahme-Möglichkeiten. Über der Seite gibt es ein kleinen, nicht sehr störend Werbebanner (irgendwie muß man sich ja finanzieren) und auf der linken Seite ein fast unscheinbares Eingabefeld. Doch dieses Eingabefeld ist der Zugang zur versammelten Weisheit des Wörterbuches.



Wie sucht man?
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In dieses Eingabefeld trägt man nun den zu suchenden Begriff ein. Egal ob Deutsch oder Englisch. Wenn man mehrere Wörter einträgt, werden Begriffe gesucht, in denen alle Worte vorkommen, unabhängig von der in der Suche vorgegebenen Reihenfolge. Mann kann auch mit einem * am Anfang oder Ende des Suchbegriffes sogenannte Muster suchen. Dann wird z.B. bei house* sowohl nach household als auch housekeeper und ähnlichen Verbindungen gesucht. Muster sind aber nur am Anfang oder Ende des Wortes möglich. Kommt der * in der Mitte vor, wird er einfach als Leerzeichen interpretiert. Es gibt leider keine Möglichkeit, nach kompletten Ausrücken zu suchen, da dies wahrscheinlich zu aufwendig in Punkto Datenbank-Handling wäre.

Schickt man seine Suchabfrage ab, bekommt man nun in der Mitte der Seite die Ergebnisse angezeigt. Es werden bis zu 100 Treffer gezeigt, wobei immer links der englische und rechts der deutschen Begriff steht; gibt es mehr, kann man mit einem Link am Ende der Seite auch diese zusätzlichen Treffer anzeigen lassen.
Ich nutze die Seite nun schon einige Jahre und muß ehrlich zugeben, dass sie mir aus mancher Verlegenheit geholfen hat. Die gelieferten Ergebnisse sind erstklassig und die Trefferquote ist sehr hoch. Natürlich kann auch das beste Lexikon niemals alle Begriffe beinhalten. Daher kommt es natürlich auch hier ab und zu mal vor, daß man etwas nicht findet. Aber dies ist eigentlich nur bei sehr ausgefallenen Begriffen oder Slangausdrücken der Fall. Das Englisch, daß im allgemeinen Sprachgebrauch benötigt wird, ist vollständig abgedeckt.

Wenn man mit der Standardkonfiguration sucht, kann man auf jeden einzelnen Begriff klicken und bekommt dann die Datenbankeinträg für diesen Begriff angezeigt. Somit kann man förmlich durch das Wörterbuch surfen. Diese Funktion nutze ich sehr häufig, wenn ich offizielle Briefe oder Mails schreibe. Denn es ist stilistisch nicht so schön, wenn man sich zu häufig in der Wortwahl wiederholt. Daher suche immer wieder nach anderen Ausdrücken für den gleichen Begriff. Einfach den Begriff, egal in welcher Sprache, in dict.leo gesucht, auf die entsprechende Übersetzung geklickt und schon hat man meist mehrere Synonyme, die man Verwenden kann. Man sollte aber darauf achten, daß die entsprechenden Begriffe auch in den Kontext passen. Englisch und Deutsch sind, wie alle anderen Sprachen auch, natürlich nicht eins-zu-eins deckungsgleich. Die Bedeutung von direkten Übersetzungen muß nicht immer das gleiche in der anderen Sprache bedeuten. Und daher kann man mit der von mir geschilderten Methode auch daneben liegen. Daher sollte man vorsichtig mit Wörtern umgehen, die man vor der Suche überhaupt noch nicht kannte.

Auch bei der Suche nach Fachbegriffen habe ich mit dict.leo immer sehr positive Erfahrungen gemacht. Nun gut, ich bin im EDV-Bereich tätig und die Betreiber von dict.leo kommen aus einem ähnlichen Umfeld. Daher kann man erwarten, daß gerade die Begriffe aus diesem Gebiet gut gepflegt sind. Aber auch Leute aus anderen Bereichen (Juristerei, Wirtschaft), denen ich dict.leo empfohlen habe, äußern sich sehr positiv über die Qualität der Fach-Ergebnisse.

Seit einiger Zeit gibt es bei den Suchergebnissen noch einige zusätzliche Funktionen, die teilweise in Zusammenarbeit mit kommerziellen Kooperationspartnern realisiert wurden. Diese Funktionen erkennt man an kleinen Buchstaben in einem gelben Kreis, die vor oder hinter dem Suchergebnis stehen.:

Es gibt unter anderem eine Aussprachehilfe: Dabei wird man direkt auf die Seite des großen englischen Wörterbuch-Herstellers Merriam-Webster verbunden. Neben dem dortigen Eintrag für den Begriff gibt es hinter dem Lautsprecher-Icon das entsprechende Wort als WAV-Datei zum Anhören.

In Zusammenarbeit mit cannoo net gibt es Grammatik-Infos; soweit ich absehen kann, hauptsächlich für die deutschen Wörter. Aber dict.leo wird ja auch von englischsprachigen Menschen genutzt, die deutsche Wörter suchen.

Und zuletzt seien noch zwei interne Zusatzfunktionen genannt. Es gibt manchmal Links auf interessante Diskussionen im Forum der Web in Bezug auf das entsprechende Wort. Aber auch ohne den Bezug ist dieses Forum sehr lesenswert. Und schließlich gibt es mit dem kleinen „v“ auch noch die Möglichkeit, Varianten zu suchen. Im Prinzip eine im System verwirklichte Methode, die genau wie meine oben geschilderte Weg Synonyme sucht.

Jetzt wird sich mancher noch die Frage stellen, ob man dieses Wörterbuch vielleicht auch zur offline-Nutzung bekommen könnte. doch von Betreiberseite wird nciht daan gedacht, die Daten z.B. als CD zur Verfügung zu stellen. Es gibt nur ein kleines Tool, mit dem man die Suche z.b. in einen Webbrowser integrieren kann. Aber auch dort wird dann auf den Datenbestand der Seite zugegriffen



Alternativen:
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Es gibt mittlerweile noch einige weiter gute Online-Wörterbücher Englisch-Deutsch, exemplarisch sein hier nur dict.tu-chemnitz.de genannt, die sich in Feinheiten unterscheiden. Aber ich bleibe meinem dict.leo treu, da ich bisher immer sehr gut bedient wurde.


Fazit:
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Für mich eine der am häufigsten genutzte und wichtigste Seite im Internet. Dafür wäre ich auch bereit zu zahlen. Ein absolutes Muß für jeden, der Englisch verwendet.

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