Erfahrungsbericht von shifty08
Nachfolger vonj Napster???!! Der Megatest!!!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ein ausführlicher Testbericht. Morpheus ist in der griechischen Mythologie der Gott der Träume: Er erscheint den Träumenden in ihren Träumen (auch in menschlicher Gestalt). Für die Computerfreaks ist es der wahrgewordene digitale Traum.
Nach der schleichenden Schließung der Napsterplattform dachten wohl viele, dass der Traum des freien Tausches beendet sein würde. Doch eigentlich war die Schließung der Startschuss für eine neue Ära und heute gibt es zahlreiche hochwertige Filesharingdienste, die sehr gelungene Programme auf den Markt gebracht haben. Das Napsterprinzip bleibt hierbei Grundlage: Alle Mitglieder stellen ein paar ihrer MP3s online was einen riesigen Datenpool ergibt, der beinahe jedes bekannte Musikstück beinhaltet. Morpheus hat sich schon im obersten Drittel dieser Tools festgesetzt und überzeugt schon heute mit eine großen Mitglieder- und Datenmenge, neuer Technologie und einer gelungenen Anbindung ans WorldWideWeb.
Der Traum geht weiter . . .
Übersicht
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- Infos zum Programm / Download / Installation
- Der erste Start
- Einstellungen
- Funktionen
- Technologie
- Erfahrungen / Tipps & Tricks / wichtige Funktionen
- Fazit / Empfehlung
Morpheus ist ein Filesharingprogramm, das es dem Benutzer ermöglicht, Dateien über’s Internet zu tauschen. Im Gegensatz zum alten Napster können mit Morpheus nicht nur Audiodateien (MP3-Files), sondern auch Videos, Dokumente, Bilder und Programme getauscht, gesucht und heruntergeladen werden. Natürlich verweist MusicCity als Hersteller auf das Urheberrecht, welches untersagt geschützte Produktionen illegal zu vertreiben, daher ist Morpheus nur für den Vertrieb von privatem Material gedacht.
Infos zum Programm / Download / Installation
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Das Programm MusicCity Morpheus ist Freeware und bei nahezu allen bekannten Downloadanbietern auffindbar. Empfehlenswert sind die beiden Downloaddatenbanken http://www.download.com (englisch) und http://www.computerchannel.de (deutsch), hier gibt der Anwender unter Suche „Morpheus“ ein und findet so schnell den richtigen Downloadlink. Wer sich die Suche ersparen will kann auch diesen direkten Downloadlink benutzen: http://ftp.computerchannel.de/shareware/internet_und_kommunikation/ download_und_surfen/dateitausch/morpheussc_01.exe . (Die eingefügte Leerstelle muss gelöscht werden!) Die ca. 1400 KB große Installationsdatei ist in 3 Minuten (ISDN) bis 7 Minuten (28.8er Modem) gedownloadet. Morpheus ist eigentlich mit jedem Windowssystem kompatibel, zusätzlich sollte der Internet Explorer mit der Version 4.0 oder höher sowie der Windows Media Player ab Version 6.4 installiert sein, um alle Funktionen des Programm ausschöpfen zu können.
Nach dem Download wird die Setupdatei gestartet. Die aus Windows bekannte Routine führt durch die komplette Installation und ist daher selbsterklärend. Nachdem dem die Lizenzbedingungen angenommen wurden muss der Installationspfad angegeben werden. Nach Abschluss des Vorgangs findet der Benutzer eine entsprechende Programmgruppe im Startmenü sowie das Morpheusicon auf dem Desktop.
Der erste Start
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Wer in der Vergangenheit einmal mit Napster gearbeitet hat, wird sich in Morpheus auch schnell zu recht finden. Doch auch für fortgeschrittene Anwender bietet die Software einiges an Verwirrung. Nach dem ersten Start wird innerhalb des Programm die Homepage von MusicCity eingeladen. Der integrierte Brower lässt vermuten, dass Morpheus komplett durch HTML gesteuert wird - doch diese erste Eindruck ist falsch. MusicCity hat den Versuch gestartet das Filesharingprogramm noch mehr ins Internet zu integrieren und bietet dem Benutzer daher die bekannte MusicCity-Startseite der Homepage als Eingangsseite von Morpheus. Dennoch ist die angezeigte Page keine reine Internetseite, denn die Links „Search for media“, „Experience your media“, „Find media to share“, „Learn more“ und „Chat with others“ sind sozusagen Verweise auf wichtige Funktionen innerhalb des Programms. Trotzdem wurde die Internetanlehung, welche mit Napster begonnen hatte, hier konsequent weitergeführt.
Das Programm ist in englischer Sprache, trotzdem sind alle Funktionen deutlich erkennbar und ihre Wirkung und Bedeutung schnell nachvollziehbar. Über und unter dem eigentlichen Hauptfenster sind die eigentlichen wichtigen Funktionalitäten und Informationen sichtbar, welche im Verlauf des Bericht erläutert werden.
Neben der üblichen Menüleiste bietet Morpheus darunter ein zweistufige Navigationsleiste, welche durch die wichtigsten Funktionen des Programms führt und je nach augenblickliche Funktionsauswahl werden weitere Untermenüs mit ergänzenden Funktionen eingeblendet.
Unter dem Hauptfenster wird Platz für einen Werbebanner freigehalten. Daneben befindet sich ein Mediaplayer, der das Abspiel von gedownloadeten oder schon vorhandenen Mediadaten ermöglicht. In der Statusleiste werden Informationen zum aktuellen Arbeitsvorgang des Programms, über die Zahl der Onlineuser und deren Dateimenge sowie über die Anzahl der eigenen eingestellten Dateien gegeben.
Einstellungen
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Das Konfigurationsmenü wird über das Menü „Tools“ mit der Option „Options“ geöffnet. In bekanntem Karteikartendesign bietet diese Option dem Benutzer eine Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten. Für den Login müssen Nickname und Passwort angegeben werden, zusätzlich können über einen Button neue User angemeldet werden. Morpheus kann den Benutzer über Installation neuer Updates informieren, mit der Aktivierung wird also auf Neuerungen hingewiesen. Zusätzlich ist es möglich Morpheus gleich beim Windowsstart in den Speicher zu laden.
Die Karteikarte „Download and Uploads“ regelt alle wichtigen Einstellungen rund um den Dateientransfer. Hier kann der Speicherpfad für heruntergeladene Dateien geändert werden. Sehr interessant ist die Festlegung der Uploadkapazitäten. Was bei Napster noch gänzlich fehlte wird hier zur Realität, denn der Benutzer kann ganz genau festlegen wie viele KB er als Uploadspeed zur Verfügung stellen will. Der Standardwert ist hier 2 KB/s und je nach Auslastung des System kann dieser Wert angepasst werden. Für noch mehr Kontrolle sorgt eine weitere Option, welche die maximale Anzahl gleichzeitiger Downloads konfiguriert. Wer ein Modem oder einen ISDN-Anschluss besitzt sollte hier einen niedrigen Wert (1-3) einstellen, denn somit aktiviert Morpheus nur wenige Downloads gleichzeitig, was zu einem höheren Erfolgserlebnis durch höhere Downloadgeschwindigkeiten führt. Wer sein System kurzzeitig schonen will, kann alle Uploads unterbinden und trotzdem alle Morpheusfunktionen in vollem Umfang nutzen.
Mit den anderen Optionen können Firewall, der Suchmechanismus sowie eine Ignoreliste für ungewünschte Chatpartner konfiguriert werden. Diese Funktionen runden das Angebot an Konfigurationsmöglichkeit gut ab.
Die Funktionen
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Morpheus bietet seinen Benutzern fünf wichtige Hauptmenüs an:
1. Start
Nach dem Start des Programms ist dieses Menü aktiv. Im Hauptfenster wird die Homepage von MusicCity gezeigt. Darüber gibt es eine Eingabemaske, mit der nach Medien gesucht werden kann. Hierbei wird in das Textfeld ein Begriff, beispielsweise ein Bandname, Liedname oder ein Videotitel eingeben. Danach wählt der Benutzer die Medienart (z.B. Audio) aus und lässt Morpheus nach den gewünschten Dateien suchen.
Die Funktion „Start“ stellt jedoch eigentlich einen reduzierten Internetbrowser dar. In einer über dem Hauptfenster angelegten Symbolleiste sind bekannte Browserfunktionalitäten wie „Back“ (Zurück) und „Forward“ (Vorwärts), „Stop“ und „Refresh“ (Aktualisieren) sowie ein „Home“-Button angebracht. Hier zeigt sich eindeutig, dass die Entwicklung im Filesharingbereich eindeutig zu internetgestützten Programmen tendiert. Mit den fünf Funktionen kann der Benutzer in bekannter Weise durch die Inhalte „browsen“, wobei zu bemerken bleibt, dass Links auf externe Internetseiten immer noch im eigentlichen Internetbrowser (z.B. Internet Explorer) angezeigt werden.
Die Startseite bietet links wie auf der Homepage von MusicCity verschiedene Untermenüs. Mit dieser Linkssammlung kann beispielsweise eine umfassende FAQ- und Hilfe-Seite geladen werden, die ausführliche Informationen über Morpheus und dessen Funktionen bietet. Unter „Conact Us“ kann Kontakt mit den Betreibern aufgenommen werden. Chat und Discussion bieten Unterhaltung und Austausch mit anderen Usern. Wer sich über Neuigkeiten informieren will, kann mit „What’s New“ mehr über Morpheus Geheimnisse erfahren.
Auffällig bleibt, dass einige Links innerhalb des eigentlichen Programms verarbeitet werden und man die Inhalte mit dem Morpheus-Browser einsehen kann. Dazu bietet das Programm Verweise auf interessante Produkte rund um Audio, Video und digitale Speichermedien.
2. My Media
Wie der Name schon verrät ist diese Funktion für die Verwaltung der eigenen Mediendaten verantwortlich. Das Hauptfenster lehnt an das bekannte Layout des Windows Explorers an. Im linken Fenster wird eine Verzeichnisstruktur angezeigt, in die unterschiedlichste Mediendateien eingegliedert werden. So gibt es Unterverzeichnisse für Audio, Video, Software etc., welche ein Hochmaß an Übersichtlichkeit ermöglichen.
Im rechten Dateienfenster werden die Inhalte der Ordner angezeigt, wobei die einzelnen Informationen wie Name, Band, Länge des Tracks etc. in verschiedene Spalten eingegliedert werden. Mit der Funktion „More Info“ kann ein Extrafenster zugeschaltet werden, welches einerseits mehr Informationen über die Mediendatei übersichtlich auflistet, andererseits eine Liste an Links bietet, um beispielsweise die Musik-CD mit dem heruntergeladenen Lied bei Amazon zu kaufen, Informationen über die CD und die Band bei MTV einzuholen oder die Suche nach weiteren Infos und Downloadquellen auf das Internet auszuweiten.
Mit der Funktion „Playlist“ und dem Button „Add File to Playlist“ können wie in Winamp eigene Zusammenstellungen vorgenommen werden, welche mit Hilfe des integrierten Players auch abgespielt werden können.
Morpheus besitzt eine Importfunktion, um eigene Dateien in das System einzugliedern und für andere Mitgliedern verfügbar zu machen. Diese Funktion basiert auf zwei Standbeinen. Das eine ist wie bei Napster eine Verzeichnisstruktur, in der beliebige Verzeichnisse freigeschaltet werden können. Alle auffindbaren Mediendateien in diesen Verzeichnissen werden daraufhin in Morpheus eingegliedert und zu Upload bereitgestellt. Das zweite Standbein ist eine Assistent, der dem Benutzer hilft nach entsprechenden Dateien auf verschiedenen Laufwerken zu suchen. Diese Funktionalität ist auch im „Tools“-Menü zu finden.
3. Theater
Das kleine Morpheuskino. In diesem Fenster können heruntergeladene Filme oder Videoclips betrachtet werden. Als Abspielinstrument dient der festplatzierte Mediaplayer, welcher immer unten rechts im Bild zu finden ist. Mit der Funktion „Full screen“ kann in die Vollbilddarstellung gewechselt werden. Leider ist der Player bei mir sehr instabil und meldet nach dem Startvorgang stets Fehlermeldungen. Die Funktionen sind jedoch sehr eingeschränkt und auf’s Wichtigste reduziert worden, der neue Medieplayer von Windows bietet für das Abspielen von Movies etc. sicherlich mehr Komfort und Zusatzoptionen.
4. Search
Die wohl wichtigste Funktion des Programms versteckt sich hinter dem „Search“-Button. Mit der Option „Search Field“ kann die Suchfunktion ein- und ausgeblendet werden. Morpheus bietet eine lange Liste von Medientypen, nach denen gesucht werden kann:
-Everything (durchsucht alle Formate)
-Audio
-Video
-Images (Bilder)
-Documents (Handbücher, Installationshinweise, Technikkram, Sammlungen von z.B. Serials, Codes etc.)
-Software (Anwendungen, Programme, Spiele etc.)
Eine Auswahl des Medientyps verfeinert die Suchfunktion und sorgt somit für präzise Ergebnisse. Nach der Wahl des Medientyps öffnet sich automatisch das entsprechende Untermenü, in dem weitere Eingaben gemacht werden können. Generell lässt sich die Sucheingabe auf Titel oder Band / Hersteller oder auf alle Datentypen einstellen.
Bei der Suche nach Audiodateien kann der Vorgang durch bestimmte Angaben verfeinert werden. Hier können Titel, Band, Album, Kategorie, Sprache und Jahr angegeben werden. Natürlich lassen sich alle Angaben auch miteinander kombinieren, damit z.B. ein bestimmter Song mit dem Erscheinungsjahr zwischen 1980 und 1990 gesucht wird.
Die wichtigste Funktion ist hier die Angabe der Musikqualität unter „Quality“. Aus alten Napsterzeit ist hinreichend bekannt, dass 128 kbit/s in etwa CD-Qualität entsprechen. Wer qualitativ hochwertige MP3-Dateien finden will, kann mit dieser Funktion Songs mit definierten Bitrates suchen lassen oder Morpheus so einstellen, dass z.B. nur Songs mit mehr als 128 kbit/s gesucht werden.
Die Suche wird mit „Search Now“ gestartet und in der Statusleiste (unten) zeigt Morpheus die Entwicklung der Suche an. Nun trudeln nach und nach auf der rechten Bildschirmseite die Ergebnisse herein. Hierbei werden gleiche Dateinamen unter einem Namen gesammelt und können durch das Explorer-„+“-Symbol vor dem Eintrag einzeln aufgelistet werden. Diese Funktion ist sehr gewöhnungsbedürftig, verschafft andererseits jedoch mehr Überblick über die Suchergebnisse.
Der Download wird entweder mittels Kontextmenü (Rechtsklick mit der Maus auf die entsprechende Datei) oder den Button „Download“ in der eingeblendeten Symbolleiste eingeleitet. Leider wechselt Morpheus nach dem Downloadauftrag nicht in das Downloadfenster, sondern verweilt im „Search“-Bereich des Programms. Dies führt gerade zu Beginn der Benutzung zu viel Verwirrung. Die Down- und Upload werden mit Hilfe der „Traffic“-Funktion überwacht.
5. Traffic
Das Herz von Morpheus. Hier kommen alle Blutbahnen des Programms zusammen. Der Benutzer erhält in zwei horizontal angelegten Fenstern den Überblick über den augenblicklichen und anstehenden Datenverkehr. In der oberen Hälfte werden alle Downloads angezeigt, darunter die Uploads in einem separaten Fenster.
Morpheus bietet sowohl im Traffic- als auch im Search-Fenster eine enorme Anzahl an Datenspalten, in denen unzählige Informationen zu den Dateien abgelesen werden können. Leider sind die Spalten nicht immer komfortabel angeordnet und lassen sich auch nicht ohne weiteres so anlegen, dass sie auf eine Monitorseite passen würden. Hier ist zunächst einmal Aufräumen angesagt, denn jeder Benutzer setzt unterschiedliche Prioritäten und gewichtet die Bedeutung der einzelnen Informationsspalten unterschiedlich.
Wichtig ist die Anzeige der Downloadgeschwindigkeit so wie die Spalte mit der verbleibenden Zeit für die einzelnen Downloads. Weiterhin bietet der Fortschrittsbalken und die Gesamtmenge an heruntergeladenen KBs eine kleine Übersicht über den Vorgang.
Mit Morpheus können abgebrochene Downloads wieder aufgenommen werden. Hierfür und für andere Funktionen wird einfach das Kontextmenü mittels Rechtsklick auf der entsprechenden Datei geöffnet. Wer will kann einen Download auch absichtlich unterbrechen (Pause) und später fortsetzen. Die Auftragsliste kann mit der Clearfunktion gesäubert werden: Dann werden alle abgebrochenen oder kompletten Downloads aus der Liste gelöscht. Die Funktionen lassen sich im Uploadfenster gleich anwenden.
Technologie
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Morpheus ist im Gegensatz zum alten Napster-System nicht mehr auf ein Serversystem gestützt. Das neue Peer-to-Peer-System ermöglicht es den Benutzern, bei einem Download direkt auf den PC des Mitglieds zuzugreifen und die gewünschten Daten von dort zu laden. Daher wird MusicCity mit ihrem Programm Morpheus in Zukunft auch nicht so „leicht“ angreifbar sein wie damals Napster, da die Downloads nicht mehr über ein Serversystem laufen.
Im Gegensatz zu Gnutella, bietet Morpheus gleich von Beginn an ein solides und stabiles System, welches hohe Transferraten - auch ohne eigentliches Servernetzwerk - ermöglicht. Hierfür hat Morpheus einige neue Technologien mitgebracht.
Geht der User offline wird der Download - wie bei Napster auch - abgebrochen. Morpheus besitzt allerdings die „Resume“-Funktion, die es dem Benutzer ermöglicht abgebrochene Download wieder aufzunehmen. Dabei setzt MusicCity auf ein intelligentes System: Angenommen ein Mitglied lädt bei einer ISDN-Quelle einen Song herunter und erreicht mit seiner ISDN-Verbindung eine hohe Downloadrate von 7 kb/s. Nun fängt plötzlich ein zweiter User an einen Song bei dieser Quelle herunterzuladen, was ein Absacken der Rate auf vielleicht 3 kb/s zur Folge hat. Daher sucht Morpheus die ganze Zeit schon nach „alternativen Downloadquellen“ und kann den Download wie bei einem herkömmlichen Downloadmanager in mehrere Teile aufspalten. Findet Morpheus eine gute zweite Quelle so wird diese automatisch eingeschaltet und die Downloadrate würde sich in diesem Falle wieder auf 6 oder 7 kb/s erhöhen.
Morpheus besitzt des weiteren die „Meta Data“-Technologie, welche - ähnlich wie die ID3-Tags bei MP3 - Datensätze über die einzelnen Mediendateien anlegt. Wird von einem Benutzer eine MP3-Datei online gestellt, so filtert Morpheus alle wichtigen Daten heraus und weist diese den Kategorien Band, Titel, Album, Erscheinungsjahr, Bitrate etc. zu, um die Suche für andere Mitglieder erflogreiche zu gestalten.
Mit „SmartStream“ hat Morpheus überdie eine wirkungsvolle Technologie entwickelt, welche automatisch die stärkste Downloadquelle für die entsprechende Datei sucht. Die Transferraten der Verbindungen werden mit Werten von 1 bis 5 eingestuft, wobei 5 ein Hochmaß an Transferrate darstellt. Bei einem Download wird nun automatisch nach entsprechenden „Ausweichdateien“ mit höherem Transferwert gesucht, um den Download zu optimieren.
MusicCity hat die einzelnen Technologien meiner Meinung nach gut zusammengeführt und lässt diese im Hintergrund aktiviert, um automatisch bessere Ergebnisse zu erzielen. Hinzu kommt, dass der Benutzer abgebrochene Downloads wieder aufnehmen lassen kann und Morpheus und dessen Tätigkeiten durch einige Einstellungen nach seinen Wünschen und Vorstellungen konfigurieren kann.
Erfahrungen / Tipps & Tricks / wichtige Funktionen
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Die erste Stunde Arbeit in Morpheus wird voller „Aha“-Erlebnisse sein. Zunächst erscheint die Oberfläche unaufgeräumt und man kommt sich ein wenig orientierungslos vor. Am einfachsten kann man die Funktionn und somit auch die wahre Leistung von Morpheus mit einer ersten Demosuche testen. Hierfür sollte z.B. nach einem Musikstück gesucht werden. Je bekannt die Gruppe oder der Song, desto mehr Ergebnisse wird Morpheus finden. Daher sollte am Anfang nicht mit außergewöhnlichen Suchanfragen begonnen werde, damit auch ausreichend Ergebnisse aufgelistet werden.
Wichtig erscheint es, die Uploadbandbreite sowie mehrere Einstellungen unter „Tools“ > „Options“ vorzunehmen, um Morpheus dem eigenen System anzupassen. Zunächst sollte man sich um wenige oder gar nur einen Download kümmern, damit dieser schnell über die Bühne gehen kann. Je mehr Dateien transferiert werden, desto länger benötigt Morpheus für die einzelnen Dateien.
Für den Bereich „My Media“ sollte ein Verzeichnis gesucht werden, in dem alle Dateien gespeichert werden können, die auch anderen Usern zur Verfügung stehen. Jeder Benutzer sollte klar abgrenzen, was er online stellen will und was nicht.
Sehr schade fand ich, dass die Theater-Funktion in meiner Morpheusversion 1.2 nahezu gar nicht funktionierte und das Programm immer einen Fehler mit dem Player anzeigte. Insgesamt würde ich Morpheus nicht als sehr stabil, aber auch nicht als vollkommen instabil bezeichnen. Gerade auf langsameren Computern zeigt sich, dass Morpheus für Download und Umgang (z.B. Abspielen einer Audiodatei) mit den Mediendateien viele Ressourcen braucht. Surfen im Hintergrund raubt Morpheus wichtige Bandbreite und verlangsamt den Download. Nach nun vielen Testläufen und stundenlanger Arbeit lässt sich jedoch mit gutem Gewissen feststellen, dass Morpheus auch solide arbeiten und ohne weiteres eine Woche ohne Absturz in Betrieb sein kann.
Die Transferraten waren für mich sehr beeindruckend. Ich kann nur bestätigen, dass Morpheus mit den alten Raten von Napster durchaus mithalten kann. Knappe 8 kb/s mit einer ISDN-Leitung waren keine Seltenheit. Dazu kommt, dass Morpheus mit rund 300.000 Mitgliedern und über 100.000 GB Daten genügend Material für eine ausführliche Musiksuche o.ä. bietet. Meine Suchen nach Band, einzelnen Liedern, Videos und Bildern wurden alle erfolgreich abgeschlossen. Natürlich muss man die bekannten Gegebenheiten berücksichtigen: Wenn es in Amerika gerade 4 Uhr nachts ist sind in manchen Medienbereichen weniger Dateien online. Sonntag Nachmittag in Deutschland sind viele Surfer unterwegs, was die Transferrate drückt. Hier gilt es etwas Beobachtungsgabe an den Tag zu legen und seine Arbeit zu optimieren.
Fazit / Empfehlung
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Morpheus ist für mich der Napster-Nachfolger. Zunächst überzeugen Transferraten und Angebot, dazu kommt die konsequente Weiterentwicklung bekannter Napsterfeatures. Abgebrochene Downloads können wieder aufgenommen werden, automatische Hilfen sorgen dafür, dass es noch einfacher und schneller geht Daten herunterzuladen. Der Mediaplayer wurde noch weiter in das Programm integriert und die Herstellung von Playlisten macht aus Morpheus auch ein kleines Winamp. Negativ fällt die lange Eingewöhungzeit und die immer wieder auftretende Instabilität auf, die allerdings den Spaß an der Sache nicht verderben. Nach Napster sind viele Filesharingprogramme aus dem Boden geschossen, die keine zentralen Serversystem mehr benutzen. Bei dieser Menge an Programmen kann nicht die eine Empfehlung für nur ein Programm ausgesprochen werden, allerdings ist Morpheus von Musikcity für jeden, der sich einmal mit diesem Bereich beschäftigen will ein auf jeden Fall Pflicht. Das Preis-/Leistungsverhältnis liegt im obersten Bereich, da das Programm als Freeware kostenlos zu beziehen ist. Die Community wächst und wächst und damit steigen auch die Datenmengen und somit auch die Transferraten. Reinschauen lohnt sich!
Update 02-07-2001
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Habe nun einige kritische Stimmen zu Morpheus gehört und mich nochmals ein wenig umgesehen und umgehört: Die Instabilität des Programms scheint schlimmer zu sein als meine Testphase zeigte. Mit analogen Modems und älteren PC-Systemen gibt es mit Morpheus immer wieder Probleme. Noch dazu habe ich den Eindruck, dass einige Funktionen noch nicht vollkommen ausgereift sind, was MusicCity mit Updates beheben sollte. Die Uploadrate lässt sich anscheinend noch nicht richtig konfigurieren, was die Leistung des System wirklich beeinflusst. Insgesamt macht Morpheus einen guten Gesamteindruck und ist kostenlos zu haben, bietet viele Funktionen, hat aber große und kleine Fehler. Andere Filesharingprogramme sind in manchen Bereich schon weiter ausgereift und besser an den Benutzer angepasst, daher bekommt Morpheus die Empfehlung, aber "nur" eine 4-Sterne-Bewertung.
Nach der schleichenden Schließung der Napsterplattform dachten wohl viele, dass der Traum des freien Tausches beendet sein würde. Doch eigentlich war die Schließung der Startschuss für eine neue Ära und heute gibt es zahlreiche hochwertige Filesharingdienste, die sehr gelungene Programme auf den Markt gebracht haben. Das Napsterprinzip bleibt hierbei Grundlage: Alle Mitglieder stellen ein paar ihrer MP3s online was einen riesigen Datenpool ergibt, der beinahe jedes bekannte Musikstück beinhaltet. Morpheus hat sich schon im obersten Drittel dieser Tools festgesetzt und überzeugt schon heute mit eine großen Mitglieder- und Datenmenge, neuer Technologie und einer gelungenen Anbindung ans WorldWideWeb.
Der Traum geht weiter . . .
Übersicht
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- Infos zum Programm / Download / Installation
- Der erste Start
- Einstellungen
- Funktionen
- Technologie
- Erfahrungen / Tipps & Tricks / wichtige Funktionen
- Fazit / Empfehlung
Morpheus ist ein Filesharingprogramm, das es dem Benutzer ermöglicht, Dateien über’s Internet zu tauschen. Im Gegensatz zum alten Napster können mit Morpheus nicht nur Audiodateien (MP3-Files), sondern auch Videos, Dokumente, Bilder und Programme getauscht, gesucht und heruntergeladen werden. Natürlich verweist MusicCity als Hersteller auf das Urheberrecht, welches untersagt geschützte Produktionen illegal zu vertreiben, daher ist Morpheus nur für den Vertrieb von privatem Material gedacht.
Infos zum Programm / Download / Installation
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Das Programm MusicCity Morpheus ist Freeware und bei nahezu allen bekannten Downloadanbietern auffindbar. Empfehlenswert sind die beiden Downloaddatenbanken http://www.download.com (englisch) und http://www.computerchannel.de (deutsch), hier gibt der Anwender unter Suche „Morpheus“ ein und findet so schnell den richtigen Downloadlink. Wer sich die Suche ersparen will kann auch diesen direkten Downloadlink benutzen: http://ftp.computerchannel.de/shareware/internet_und_kommunikation/ download_und_surfen/dateitausch/morpheussc_01.exe . (Die eingefügte Leerstelle muss gelöscht werden!) Die ca. 1400 KB große Installationsdatei ist in 3 Minuten (ISDN) bis 7 Minuten (28.8er Modem) gedownloadet. Morpheus ist eigentlich mit jedem Windowssystem kompatibel, zusätzlich sollte der Internet Explorer mit der Version 4.0 oder höher sowie der Windows Media Player ab Version 6.4 installiert sein, um alle Funktionen des Programm ausschöpfen zu können.
Nach dem Download wird die Setupdatei gestartet. Die aus Windows bekannte Routine führt durch die komplette Installation und ist daher selbsterklärend. Nachdem dem die Lizenzbedingungen angenommen wurden muss der Installationspfad angegeben werden. Nach Abschluss des Vorgangs findet der Benutzer eine entsprechende Programmgruppe im Startmenü sowie das Morpheusicon auf dem Desktop.
Der erste Start
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Wer in der Vergangenheit einmal mit Napster gearbeitet hat, wird sich in Morpheus auch schnell zu recht finden. Doch auch für fortgeschrittene Anwender bietet die Software einiges an Verwirrung. Nach dem ersten Start wird innerhalb des Programm die Homepage von MusicCity eingeladen. Der integrierte Brower lässt vermuten, dass Morpheus komplett durch HTML gesteuert wird - doch diese erste Eindruck ist falsch. MusicCity hat den Versuch gestartet das Filesharingprogramm noch mehr ins Internet zu integrieren und bietet dem Benutzer daher die bekannte MusicCity-Startseite der Homepage als Eingangsseite von Morpheus. Dennoch ist die angezeigte Page keine reine Internetseite, denn die Links „Search for media“, „Experience your media“, „Find media to share“, „Learn more“ und „Chat with others“ sind sozusagen Verweise auf wichtige Funktionen innerhalb des Programms. Trotzdem wurde die Internetanlehung, welche mit Napster begonnen hatte, hier konsequent weitergeführt.
Das Programm ist in englischer Sprache, trotzdem sind alle Funktionen deutlich erkennbar und ihre Wirkung und Bedeutung schnell nachvollziehbar. Über und unter dem eigentlichen Hauptfenster sind die eigentlichen wichtigen Funktionalitäten und Informationen sichtbar, welche im Verlauf des Bericht erläutert werden.
Neben der üblichen Menüleiste bietet Morpheus darunter ein zweistufige Navigationsleiste, welche durch die wichtigsten Funktionen des Programms führt und je nach augenblickliche Funktionsauswahl werden weitere Untermenüs mit ergänzenden Funktionen eingeblendet.
Unter dem Hauptfenster wird Platz für einen Werbebanner freigehalten. Daneben befindet sich ein Mediaplayer, der das Abspiel von gedownloadeten oder schon vorhandenen Mediadaten ermöglicht. In der Statusleiste werden Informationen zum aktuellen Arbeitsvorgang des Programms, über die Zahl der Onlineuser und deren Dateimenge sowie über die Anzahl der eigenen eingestellten Dateien gegeben.
Einstellungen
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Das Konfigurationsmenü wird über das Menü „Tools“ mit der Option „Options“ geöffnet. In bekanntem Karteikartendesign bietet diese Option dem Benutzer eine Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten. Für den Login müssen Nickname und Passwort angegeben werden, zusätzlich können über einen Button neue User angemeldet werden. Morpheus kann den Benutzer über Installation neuer Updates informieren, mit der Aktivierung wird also auf Neuerungen hingewiesen. Zusätzlich ist es möglich Morpheus gleich beim Windowsstart in den Speicher zu laden.
Die Karteikarte „Download and Uploads“ regelt alle wichtigen Einstellungen rund um den Dateientransfer. Hier kann der Speicherpfad für heruntergeladene Dateien geändert werden. Sehr interessant ist die Festlegung der Uploadkapazitäten. Was bei Napster noch gänzlich fehlte wird hier zur Realität, denn der Benutzer kann ganz genau festlegen wie viele KB er als Uploadspeed zur Verfügung stellen will. Der Standardwert ist hier 2 KB/s und je nach Auslastung des System kann dieser Wert angepasst werden. Für noch mehr Kontrolle sorgt eine weitere Option, welche die maximale Anzahl gleichzeitiger Downloads konfiguriert. Wer ein Modem oder einen ISDN-Anschluss besitzt sollte hier einen niedrigen Wert (1-3) einstellen, denn somit aktiviert Morpheus nur wenige Downloads gleichzeitig, was zu einem höheren Erfolgserlebnis durch höhere Downloadgeschwindigkeiten führt. Wer sein System kurzzeitig schonen will, kann alle Uploads unterbinden und trotzdem alle Morpheusfunktionen in vollem Umfang nutzen.
Mit den anderen Optionen können Firewall, der Suchmechanismus sowie eine Ignoreliste für ungewünschte Chatpartner konfiguriert werden. Diese Funktionen runden das Angebot an Konfigurationsmöglichkeit gut ab.
Die Funktionen
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Morpheus bietet seinen Benutzern fünf wichtige Hauptmenüs an:
1. Start
Nach dem Start des Programms ist dieses Menü aktiv. Im Hauptfenster wird die Homepage von MusicCity gezeigt. Darüber gibt es eine Eingabemaske, mit der nach Medien gesucht werden kann. Hierbei wird in das Textfeld ein Begriff, beispielsweise ein Bandname, Liedname oder ein Videotitel eingeben. Danach wählt der Benutzer die Medienart (z.B. Audio) aus und lässt Morpheus nach den gewünschten Dateien suchen.
Die Funktion „Start“ stellt jedoch eigentlich einen reduzierten Internetbrowser dar. In einer über dem Hauptfenster angelegten Symbolleiste sind bekannte Browserfunktionalitäten wie „Back“ (Zurück) und „Forward“ (Vorwärts), „Stop“ und „Refresh“ (Aktualisieren) sowie ein „Home“-Button angebracht. Hier zeigt sich eindeutig, dass die Entwicklung im Filesharingbereich eindeutig zu internetgestützten Programmen tendiert. Mit den fünf Funktionen kann der Benutzer in bekannter Weise durch die Inhalte „browsen“, wobei zu bemerken bleibt, dass Links auf externe Internetseiten immer noch im eigentlichen Internetbrowser (z.B. Internet Explorer) angezeigt werden.
Die Startseite bietet links wie auf der Homepage von MusicCity verschiedene Untermenüs. Mit dieser Linkssammlung kann beispielsweise eine umfassende FAQ- und Hilfe-Seite geladen werden, die ausführliche Informationen über Morpheus und dessen Funktionen bietet. Unter „Conact Us“ kann Kontakt mit den Betreibern aufgenommen werden. Chat und Discussion bieten Unterhaltung und Austausch mit anderen Usern. Wer sich über Neuigkeiten informieren will, kann mit „What’s New“ mehr über Morpheus Geheimnisse erfahren.
Auffällig bleibt, dass einige Links innerhalb des eigentlichen Programms verarbeitet werden und man die Inhalte mit dem Morpheus-Browser einsehen kann. Dazu bietet das Programm Verweise auf interessante Produkte rund um Audio, Video und digitale Speichermedien.
2. My Media
Wie der Name schon verrät ist diese Funktion für die Verwaltung der eigenen Mediendaten verantwortlich. Das Hauptfenster lehnt an das bekannte Layout des Windows Explorers an. Im linken Fenster wird eine Verzeichnisstruktur angezeigt, in die unterschiedlichste Mediendateien eingegliedert werden. So gibt es Unterverzeichnisse für Audio, Video, Software etc., welche ein Hochmaß an Übersichtlichkeit ermöglichen.
Im rechten Dateienfenster werden die Inhalte der Ordner angezeigt, wobei die einzelnen Informationen wie Name, Band, Länge des Tracks etc. in verschiedene Spalten eingegliedert werden. Mit der Funktion „More Info“ kann ein Extrafenster zugeschaltet werden, welches einerseits mehr Informationen über die Mediendatei übersichtlich auflistet, andererseits eine Liste an Links bietet, um beispielsweise die Musik-CD mit dem heruntergeladenen Lied bei Amazon zu kaufen, Informationen über die CD und die Band bei MTV einzuholen oder die Suche nach weiteren Infos und Downloadquellen auf das Internet auszuweiten.
Mit der Funktion „Playlist“ und dem Button „Add File to Playlist“ können wie in Winamp eigene Zusammenstellungen vorgenommen werden, welche mit Hilfe des integrierten Players auch abgespielt werden können.
Morpheus besitzt eine Importfunktion, um eigene Dateien in das System einzugliedern und für andere Mitgliedern verfügbar zu machen. Diese Funktion basiert auf zwei Standbeinen. Das eine ist wie bei Napster eine Verzeichnisstruktur, in der beliebige Verzeichnisse freigeschaltet werden können. Alle auffindbaren Mediendateien in diesen Verzeichnissen werden daraufhin in Morpheus eingegliedert und zu Upload bereitgestellt. Das zweite Standbein ist eine Assistent, der dem Benutzer hilft nach entsprechenden Dateien auf verschiedenen Laufwerken zu suchen. Diese Funktionalität ist auch im „Tools“-Menü zu finden.
3. Theater
Das kleine Morpheuskino. In diesem Fenster können heruntergeladene Filme oder Videoclips betrachtet werden. Als Abspielinstrument dient der festplatzierte Mediaplayer, welcher immer unten rechts im Bild zu finden ist. Mit der Funktion „Full screen“ kann in die Vollbilddarstellung gewechselt werden. Leider ist der Player bei mir sehr instabil und meldet nach dem Startvorgang stets Fehlermeldungen. Die Funktionen sind jedoch sehr eingeschränkt und auf’s Wichtigste reduziert worden, der neue Medieplayer von Windows bietet für das Abspielen von Movies etc. sicherlich mehr Komfort und Zusatzoptionen.
4. Search
Die wohl wichtigste Funktion des Programms versteckt sich hinter dem „Search“-Button. Mit der Option „Search Field“ kann die Suchfunktion ein- und ausgeblendet werden. Morpheus bietet eine lange Liste von Medientypen, nach denen gesucht werden kann:
-Everything (durchsucht alle Formate)
-Audio
-Video
-Images (Bilder)
-Documents (Handbücher, Installationshinweise, Technikkram, Sammlungen von z.B. Serials, Codes etc.)
-Software (Anwendungen, Programme, Spiele etc.)
Eine Auswahl des Medientyps verfeinert die Suchfunktion und sorgt somit für präzise Ergebnisse. Nach der Wahl des Medientyps öffnet sich automatisch das entsprechende Untermenü, in dem weitere Eingaben gemacht werden können. Generell lässt sich die Sucheingabe auf Titel oder Band / Hersteller oder auf alle Datentypen einstellen.
Bei der Suche nach Audiodateien kann der Vorgang durch bestimmte Angaben verfeinert werden. Hier können Titel, Band, Album, Kategorie, Sprache und Jahr angegeben werden. Natürlich lassen sich alle Angaben auch miteinander kombinieren, damit z.B. ein bestimmter Song mit dem Erscheinungsjahr zwischen 1980 und 1990 gesucht wird.
Die wichtigste Funktion ist hier die Angabe der Musikqualität unter „Quality“. Aus alten Napsterzeit ist hinreichend bekannt, dass 128 kbit/s in etwa CD-Qualität entsprechen. Wer qualitativ hochwertige MP3-Dateien finden will, kann mit dieser Funktion Songs mit definierten Bitrates suchen lassen oder Morpheus so einstellen, dass z.B. nur Songs mit mehr als 128 kbit/s gesucht werden.
Die Suche wird mit „Search Now“ gestartet und in der Statusleiste (unten) zeigt Morpheus die Entwicklung der Suche an. Nun trudeln nach und nach auf der rechten Bildschirmseite die Ergebnisse herein. Hierbei werden gleiche Dateinamen unter einem Namen gesammelt und können durch das Explorer-„+“-Symbol vor dem Eintrag einzeln aufgelistet werden. Diese Funktion ist sehr gewöhnungsbedürftig, verschafft andererseits jedoch mehr Überblick über die Suchergebnisse.
Der Download wird entweder mittels Kontextmenü (Rechtsklick mit der Maus auf die entsprechende Datei) oder den Button „Download“ in der eingeblendeten Symbolleiste eingeleitet. Leider wechselt Morpheus nach dem Downloadauftrag nicht in das Downloadfenster, sondern verweilt im „Search“-Bereich des Programms. Dies führt gerade zu Beginn der Benutzung zu viel Verwirrung. Die Down- und Upload werden mit Hilfe der „Traffic“-Funktion überwacht.
5. Traffic
Das Herz von Morpheus. Hier kommen alle Blutbahnen des Programms zusammen. Der Benutzer erhält in zwei horizontal angelegten Fenstern den Überblick über den augenblicklichen und anstehenden Datenverkehr. In der oberen Hälfte werden alle Downloads angezeigt, darunter die Uploads in einem separaten Fenster.
Morpheus bietet sowohl im Traffic- als auch im Search-Fenster eine enorme Anzahl an Datenspalten, in denen unzählige Informationen zu den Dateien abgelesen werden können. Leider sind die Spalten nicht immer komfortabel angeordnet und lassen sich auch nicht ohne weiteres so anlegen, dass sie auf eine Monitorseite passen würden. Hier ist zunächst einmal Aufräumen angesagt, denn jeder Benutzer setzt unterschiedliche Prioritäten und gewichtet die Bedeutung der einzelnen Informationsspalten unterschiedlich.
Wichtig ist die Anzeige der Downloadgeschwindigkeit so wie die Spalte mit der verbleibenden Zeit für die einzelnen Downloads. Weiterhin bietet der Fortschrittsbalken und die Gesamtmenge an heruntergeladenen KBs eine kleine Übersicht über den Vorgang.
Mit Morpheus können abgebrochene Downloads wieder aufgenommen werden. Hierfür und für andere Funktionen wird einfach das Kontextmenü mittels Rechtsklick auf der entsprechenden Datei geöffnet. Wer will kann einen Download auch absichtlich unterbrechen (Pause) und später fortsetzen. Die Auftragsliste kann mit der Clearfunktion gesäubert werden: Dann werden alle abgebrochenen oder kompletten Downloads aus der Liste gelöscht. Die Funktionen lassen sich im Uploadfenster gleich anwenden.
Technologie
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Morpheus ist im Gegensatz zum alten Napster-System nicht mehr auf ein Serversystem gestützt. Das neue Peer-to-Peer-System ermöglicht es den Benutzern, bei einem Download direkt auf den PC des Mitglieds zuzugreifen und die gewünschten Daten von dort zu laden. Daher wird MusicCity mit ihrem Programm Morpheus in Zukunft auch nicht so „leicht“ angreifbar sein wie damals Napster, da die Downloads nicht mehr über ein Serversystem laufen.
Im Gegensatz zu Gnutella, bietet Morpheus gleich von Beginn an ein solides und stabiles System, welches hohe Transferraten - auch ohne eigentliches Servernetzwerk - ermöglicht. Hierfür hat Morpheus einige neue Technologien mitgebracht.
Geht der User offline wird der Download - wie bei Napster auch - abgebrochen. Morpheus besitzt allerdings die „Resume“-Funktion, die es dem Benutzer ermöglicht abgebrochene Download wieder aufzunehmen. Dabei setzt MusicCity auf ein intelligentes System: Angenommen ein Mitglied lädt bei einer ISDN-Quelle einen Song herunter und erreicht mit seiner ISDN-Verbindung eine hohe Downloadrate von 7 kb/s. Nun fängt plötzlich ein zweiter User an einen Song bei dieser Quelle herunterzuladen, was ein Absacken der Rate auf vielleicht 3 kb/s zur Folge hat. Daher sucht Morpheus die ganze Zeit schon nach „alternativen Downloadquellen“ und kann den Download wie bei einem herkömmlichen Downloadmanager in mehrere Teile aufspalten. Findet Morpheus eine gute zweite Quelle so wird diese automatisch eingeschaltet und die Downloadrate würde sich in diesem Falle wieder auf 6 oder 7 kb/s erhöhen.
Morpheus besitzt des weiteren die „Meta Data“-Technologie, welche - ähnlich wie die ID3-Tags bei MP3 - Datensätze über die einzelnen Mediendateien anlegt. Wird von einem Benutzer eine MP3-Datei online gestellt, so filtert Morpheus alle wichtigen Daten heraus und weist diese den Kategorien Band, Titel, Album, Erscheinungsjahr, Bitrate etc. zu, um die Suche für andere Mitglieder erflogreiche zu gestalten.
Mit „SmartStream“ hat Morpheus überdie eine wirkungsvolle Technologie entwickelt, welche automatisch die stärkste Downloadquelle für die entsprechende Datei sucht. Die Transferraten der Verbindungen werden mit Werten von 1 bis 5 eingestuft, wobei 5 ein Hochmaß an Transferrate darstellt. Bei einem Download wird nun automatisch nach entsprechenden „Ausweichdateien“ mit höherem Transferwert gesucht, um den Download zu optimieren.
MusicCity hat die einzelnen Technologien meiner Meinung nach gut zusammengeführt und lässt diese im Hintergrund aktiviert, um automatisch bessere Ergebnisse zu erzielen. Hinzu kommt, dass der Benutzer abgebrochene Downloads wieder aufnehmen lassen kann und Morpheus und dessen Tätigkeiten durch einige Einstellungen nach seinen Wünschen und Vorstellungen konfigurieren kann.
Erfahrungen / Tipps & Tricks / wichtige Funktionen
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Die erste Stunde Arbeit in Morpheus wird voller „Aha“-Erlebnisse sein. Zunächst erscheint die Oberfläche unaufgeräumt und man kommt sich ein wenig orientierungslos vor. Am einfachsten kann man die Funktionn und somit auch die wahre Leistung von Morpheus mit einer ersten Demosuche testen. Hierfür sollte z.B. nach einem Musikstück gesucht werden. Je bekannt die Gruppe oder der Song, desto mehr Ergebnisse wird Morpheus finden. Daher sollte am Anfang nicht mit außergewöhnlichen Suchanfragen begonnen werde, damit auch ausreichend Ergebnisse aufgelistet werden.
Wichtig erscheint es, die Uploadbandbreite sowie mehrere Einstellungen unter „Tools“ > „Options“ vorzunehmen, um Morpheus dem eigenen System anzupassen. Zunächst sollte man sich um wenige oder gar nur einen Download kümmern, damit dieser schnell über die Bühne gehen kann. Je mehr Dateien transferiert werden, desto länger benötigt Morpheus für die einzelnen Dateien.
Für den Bereich „My Media“ sollte ein Verzeichnis gesucht werden, in dem alle Dateien gespeichert werden können, die auch anderen Usern zur Verfügung stehen. Jeder Benutzer sollte klar abgrenzen, was er online stellen will und was nicht.
Sehr schade fand ich, dass die Theater-Funktion in meiner Morpheusversion 1.2 nahezu gar nicht funktionierte und das Programm immer einen Fehler mit dem Player anzeigte. Insgesamt würde ich Morpheus nicht als sehr stabil, aber auch nicht als vollkommen instabil bezeichnen. Gerade auf langsameren Computern zeigt sich, dass Morpheus für Download und Umgang (z.B. Abspielen einer Audiodatei) mit den Mediendateien viele Ressourcen braucht. Surfen im Hintergrund raubt Morpheus wichtige Bandbreite und verlangsamt den Download. Nach nun vielen Testläufen und stundenlanger Arbeit lässt sich jedoch mit gutem Gewissen feststellen, dass Morpheus auch solide arbeiten und ohne weiteres eine Woche ohne Absturz in Betrieb sein kann.
Die Transferraten waren für mich sehr beeindruckend. Ich kann nur bestätigen, dass Morpheus mit den alten Raten von Napster durchaus mithalten kann. Knappe 8 kb/s mit einer ISDN-Leitung waren keine Seltenheit. Dazu kommt, dass Morpheus mit rund 300.000 Mitgliedern und über 100.000 GB Daten genügend Material für eine ausführliche Musiksuche o.ä. bietet. Meine Suchen nach Band, einzelnen Liedern, Videos und Bildern wurden alle erfolgreich abgeschlossen. Natürlich muss man die bekannten Gegebenheiten berücksichtigen: Wenn es in Amerika gerade 4 Uhr nachts ist sind in manchen Medienbereichen weniger Dateien online. Sonntag Nachmittag in Deutschland sind viele Surfer unterwegs, was die Transferrate drückt. Hier gilt es etwas Beobachtungsgabe an den Tag zu legen und seine Arbeit zu optimieren.
Fazit / Empfehlung
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Morpheus ist für mich der Napster-Nachfolger. Zunächst überzeugen Transferraten und Angebot, dazu kommt die konsequente Weiterentwicklung bekannter Napsterfeatures. Abgebrochene Downloads können wieder aufgenommen werden, automatische Hilfen sorgen dafür, dass es noch einfacher und schneller geht Daten herunterzuladen. Der Mediaplayer wurde noch weiter in das Programm integriert und die Herstellung von Playlisten macht aus Morpheus auch ein kleines Winamp. Negativ fällt die lange Eingewöhungzeit und die immer wieder auftretende Instabilität auf, die allerdings den Spaß an der Sache nicht verderben. Nach Napster sind viele Filesharingprogramme aus dem Boden geschossen, die keine zentralen Serversystem mehr benutzen. Bei dieser Menge an Programmen kann nicht die eine Empfehlung für nur ein Programm ausgesprochen werden, allerdings ist Morpheus von Musikcity für jeden, der sich einmal mit diesem Bereich beschäftigen will ein auf jeden Fall Pflicht. Das Preis-/Leistungsverhältnis liegt im obersten Bereich, da das Programm als Freeware kostenlos zu beziehen ist. Die Community wächst und wächst und damit steigen auch die Datenmengen und somit auch die Transferraten. Reinschauen lohnt sich!
Update 02-07-2001
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Habe nun einige kritische Stimmen zu Morpheus gehört und mich nochmals ein wenig umgesehen und umgehört: Die Instabilität des Programms scheint schlimmer zu sein als meine Testphase zeigte. Mit analogen Modems und älteren PC-Systemen gibt es mit Morpheus immer wieder Probleme. Noch dazu habe ich den Eindruck, dass einige Funktionen noch nicht vollkommen ausgereift sind, was MusicCity mit Updates beheben sollte. Die Uploadrate lässt sich anscheinend noch nicht richtig konfigurieren, was die Leistung des System wirklich beeinflusst. Insgesamt macht Morpheus einen guten Gesamteindruck und ist kostenlos zu haben, bietet viele Funktionen, hat aber große und kleine Fehler. Andere Filesharingprogramme sind in manchen Bereich schon weiter ausgereift und besser an den Benutzer angepasst, daher bekommt Morpheus die Empfehlung, aber "nur" eine 4-Sterne-Bewertung.
8 Bewertungen, 3 Kommentare
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06.03.2002, 14:27 Uhr von Totenmond
Bewertung: sehr hilfreichTop Bericht zu nem geilen Programm die neuste Version hat sich mit Gnutella zusammengeschlossen und is bis jetzt ziemlicher Scheißdreck :,(
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01.03.2002, 22:14 Uhr von pepsiman
Bewertung: sehr hilfreichIch finde das Programm eigentlich ganz gut.
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26.02.2002, 19:38 Uhr von chkr112
Bewertung: sehr hilfreichKann ich nur sagen: suuuper!!!!!!!
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